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Montag, 17. Januar 1921
171. Jahrgang
Erstes Blatt
Nr. 15
Der Gietzener innefott erscheint täglich außer Sonn- und Feierlaqr. vonatlsche BeiMtprtifr. Ulk. 4.25 einkchl Träger- lohn, durch M» Post Mk. 8.- einichl Bestellgeld. Mit.Sport.Umschau" Mk. 5.50 etnschl. Träger- lohn, durch die Poft Mk. 8.25'einschL Bestellgeld. Fernlprech.Anschlüsse: str dl« Schrift!,strmg 112; Verlag,tbe'chäftsftelle bl. Ltlchrist für Drahtnachrichten: Anzeiger kltßs».
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GletzenerAnzelger W
v^jr Hauptichnstlerter: Aug.
General-Anzeiger für Oberhessen MW
öru< und Derlag: vrLhllchi Unio.-Vuch- und Steinöruderei H. Lange. Schristleltung, ««Ichäslrftelle und Druderet: Schulftra!,« 7. in ci.fe.n.
bartb.’lt, bann ipirb fü frranfceicf) und andern: Politik der Verfohl
nun g und Mäßigung empiehlen. Sollte sich Deutschland dagegen dieser Plicht entzrchen, bann würbe es denen ein machtvolles Beweismittel in die Land geben, die brfxmpten, wir würden es nur durch Gewalt zum Zahlen bringen, und es würde uns dieses Beweismittel in einer entscheidenden Stmtbe in die fcanb geben, in der Fvankrrich foinen künftigen Weg wühlt."
sterium zu bilden, angenommen.
Paris. 16 Jan. (öaoas. Um b Mw abends
gierung einen Erfolg haben müßten und sich tn ein Abenteuer werfen würden. Ter Zar arhuotiete:
„Ich kann nicht glauben, bau der Mail er Wu- belm den JVrieg will. . . . Weini Sie rlyn kannten wie ich! Wenn -sie ivüßtcn, wieviel El^iria- taniSmus in Innen Posen liegt!"
Palsologue meinte, der Kaiser könne den Ldneg wahrscheinlich nicht hindern, woraus 'der Zar er- wi. e:
„Es ist darum um so wichtiger, daß wir im Falle einer Krisis aus England zählen können. Teulschland wird nie wagen, das vereinigte Rußland, Frankreich und England anzugreism, es |a denn, daß es vollständig die Vernunft verloren habe."
Der „TempS" über die „Pflicht Deutschlands.
Paris, 15. Ian. (Wolfs.) Ter ,,T e m p s" verössentlictst einen VeüartiM unter der Hebetjrfirift „Tie Pflicht Deutsch ands", in bem er ausführt: „Tie französische Delegation auf der Brüss ler Kon- evenz hat eine Met hob? zu finden versucht, die unmittelbar für Gläubiger und Schuldner fruchtbar ein soll. Was erwartet man jetzt? Man erwartet >as Angebot Deutschlands! Der Ches der deutschen Sachverständigen, Herr Bwgmann, soll heute nach Paris zurückkehren. Wird er ernste Angebote, die bem französisclien Programm ent* prechen, mitbringen oter wird die d Nitsch.' Regierung schweigen, bis die Brüsseler Konsum» ihre Arbeiten nneber ausgenommen hat, bereit Wickn- aufnahme wieder einmal durch dr.' Brtagung der Zusammenlunst des Obersten Rittes v-rzög-ert ist? Wir erflären in der ausrichtigen Ueberjeugung, bafc wir damit nicht nur dem Interesse Fmnkreic^, orchern auch der Sackx des europäischen Friedens dienen: Es ist Deutschlands Pflicht, nicht zu schweigen, sondern sobald wie möglich die Angebote zu machen, die Frankreich erwartet. Wenn die bcutfrfx Regierung so s denen recht geben, die in Ländern der Entente eine .._____ . . .
Englands stihcn dürften.
*
Paris. 15. Ian. (Wolff.) „Ere Nouvelle" mrfbet: Päret hat gestern Poincars. nachdem tiefer bas F-inanhmuristerium und Vrviani das Dortefentlle des Aeußern abgelehnt hatte. daS Portefeuille des Aeußern angebotrn. Voineartz erklärte sich bereit, es anzunehmen. Millerand jedoch legte sein Beto ein. indnn er erklärte, die Besetzung des Ministermius des Äeußern durch Poincare könne zu großen Schwierig keten im Berke r mit den Verbündeten Frankreichs führen. — Die Nachricht wiro vorn „£eurne" bestätigt. <
Paris. 15. Ian l Wolff.) In einer von der ,Agence Lwras" veröffentlichten Note heißt es über die Gründe des Verzichts des Kammerpräsidenten Psret: Pi'ret fetze heute »mittag seine Besprechungen fort. Au. Grund dieser Unterrednng'M tarn er zu dem Schluß, daß ein Kabinett, bem Männer wie Poincars und L i v i a n i ihre Mitarbeit nicht gewähren könn- :en, nich: mehr den Gharaf'cr eines Miiisteriums einer nationa'en Einigung be i >en roürbe, den er ifon von Anfang an habe geben wollen, und daß einem solchen Kabinett die unentbehrliche Voraussetzung der Dauerlxtttigkeit fehlen würde. Der Kammerpräsident fei der Ansicht gewesen, daß er gerade mit Rück ich: auf sein hohes Amt und die Ginig!cit, die sich bei seiner Wahl am 11. Januar gezeigt habe, nicht das Präsidium ei tes Ministeriums übrnehmen könne, dem infolge -feiner Zusammensetzung die'e doppelte Garantie lebte (£r habe daher Millevand gebeten, die ihm erteilte Mission als banset a izu eben
Paris, 15. Jan. (Wolff.) Abends 7 "Uhr: Briand hat den Auftrag, das Mini-
Englische Enthüllung der sranzöfi cheu Pläne.
London, 16. Jem. (Wolff.) In seiner Wackenübersicht in der „Daily News" schreibt Gardiner zur französischen Krisis, England .habe den Ansickuten .Fockis, (SternencerarS, Mrlte- rands und Leygues so ost zuge>rimmit, bai; ferne eigenen polüisäten Fähigkeiten beinahe ausgehört hätten zu funktioirieven. Die sclüinrmisten yanbe ber Entente fewn diejenigen, die aus Loyalität gegen Frankveich vergäßen, baß sie geiHsermaßen doch auch &ur Loyalität gegen wirkliche Tatsachen verpflichtet seien. llngLüdlWrroeife sei klar, baß bas Ministerium Leygues deshalb ge* türzt sei, weck das französische Volk nichts von den riesigen beutfdjen Schützen erhalte, die man ihm verspröchen habe, und weil es die Geduld verlorst habe. Frankreich verfolge aber bis jetzt zwei einander entgegengesetzte Ziele: Politisch wolle es Deutschland zu Boden brüdten undwirt- chaftlich verlange es bee Zahlung einer Ent- chädigung, die nur von einem äufrtrfjf stehenden Deutschland geleistet werden könne. Eines dieser Ziele müsse geopfert werden. Gardiner befürchtet, daß eine Wiederbelebung ber focmtzösrsckMi Plän^ bezüglich des Ruhrgebietes bevoritehe. Das Saargebiet sei bereits i.dton nicht mehr in den Händen Deutschlands. In Oberschlesien arbeite seit einem Jahve dir fran»dhW Propaganda unter General Lerond auf bas Ziel hin, I en Besitz des oberfdtlerfdien Kohlen» bietes oder m> nigstens eines Teiles davon den Polen zu.verschaffen Wenn nun auch noch das letzte Kohlengebiet Deutschlands, bas ber Ruhr, besetzt roette. so.wäre Deutschland yu wirtschaftlicher Knechtschaft verurteilt. Vor allem aber spiele das Ruhrgebr.tt als P f a n d o b i c f t in einem wei'g'l)enden politischen Plane eine Rolle: es sei der Shküssel zur Auflösung Deutschlands Bayern fei auf die Ruhrkohle angewiesen. Wenn Fvankveich nun das Ruhrgebiet besetz?, so sei es in der (Lage, Bayern zu sagen: Der Weg zum Austritt aus bem Reiche ist frei; bu wirst unser Freund sein unbkoii loerten dafür sorgen, daß du Kohlen befontnnt! Diesen Plan müsse man sich vor Augen halten, wenn k.ian das Entrüstungsgrsch-rei gegen tre Ein wohn e r - wehren begtete’ wolle Die Besetzung desRuhr- gebietes wiirde aber die Austösung Europas besiegeln, befiet Ban ia nur bann standhalten könne, wenn das Mittelstück des Gewölbes nicht einslürze.
Enthüllungen des früheren französischen votschafterr paleologues.
In der Pariser „Revue des Deur-Mondes" veröffentlicht ber frühere französische Botschafter Herr Palöologue, Auizeichimngen über btf Vorgeschichte des Krieg.'s. Im Jwn 1914 weilte Palelogue in Paris, um die Petersburger Stete des Präsidenten PoincarS vorzuberei^n. Er mad^e Biviani und Pioncaiö darauf ansmerksam drtz nald ferner Ansickck der Sfrieg unvermeidlich und in kürzester Frist ausbrechen werde. Seine Unterhaltung mit Viviani veiltes wie folgt:
In jedem Falle, und selbst wenn meine Vorahnungen zu pessimistisch sind, müssen wir kus System unserer Allianzen verstärken. Wir müs en hauptsächlich unsere Abkommen mit England vervollständigen, wir muffen am die unmittrlhire Mitwirkung der englischen Flotte und Armee zahlen können. ,
Als ich mein Erposä beendet batte, strich er ,Biviani) mit der tzand über die S'.irn, und, mich mit eurem besorgten Blick fixierend, fragte er noch einmal :
Können Sie mir nicht, selbst als Dypothele, angeben, m welcher Zeit Sie glau <n, dotz die nicht rückgängig zu machenden (iaeia ab.ee) L * 1 eignific ein treten und der sturm loslnechen rtnio.--
Es ist mir unmöglich, irgend ein Dattim zu fixieren. Ich würde indessen sehr ÜJerra>dK fein, wenn der Zustand der eleftrifdien Srj^tiumi tn Europa nicht bald zu einer Kndastroohe 5lUn^'
Plötzlich nernxr beit’ erlVw^nO itU laj Gesicht verklärte sich in mychscher Delle, lern wor-
Sin Kabinett Brianb!
Wider Erwarten ist der französische Kammerpräsident Peret doch nicht ausersehen worden, nach dem Sturze Leygues' das neue Kabinett zu bilden. Peret war der Kandidat -er Nationalisten und er hatte dementsprechend Männer wie Poincarö und Viviani cn die entscheidenden Stellen berufen wollen. Der Präsident Millerand hat jedoch nicht gewagt, jdem Londoner Kabinett einen Fehdehandschuh hinzuwerfen, und so fiel die Wahl des neuen Ministerpräsidenten auf Briand. .Die brutale eiserneFaustt', so schrieb zu diesem Vorgang £xro6 in seiner „Victoire", wurde mit dem „Samthandschuh Briands" vertauscht. Der neue Ministerpräsident hat das Kabinett bereits gebildet. Es sind darin auch einige Wortführer des nationalen Blocks, z. B. Barthou, dem das Kriegsministerium übertragen wurde. Aber die Hauptsache ist doch, Laß Briand, im Einvernehmen mit dem Präsidenten Millerand, die auswärtige Politik zu führen haben wird. Er soll nach einer Pariser Meldung sich bereits über fein Programm geäußert haben:
„Wir können uns nicht mit einer langfristigen Politik befassen: wir müsfen die jetzige Lage zur Gesundung zu bringen suchen. Es ist daher nötig, ntöglichst rasch die Summe zu bestimmen, die Deutschland zu bezahlen hat, sowie den Betrag ber Jahresraten in Waren und Geld und den Anteil am Gewinn der deutschen Jndustriegesellschaften. Wor allem aber find Vereinbarungen mit den Alliierten zu treffen, um die von Deutschland aus- Husteltenden Wechsel auf diese oder jene Weise verwerten und in den Handel bringen jn können."
Briand und Millerand sind alte Freunde; zuletzt hatten sie, 1909, in einem Kabinett, an dessen Spitze Briand stand, zusammen- ßeartettet, Briand als Leiter der inneren Angelegenheiten, Millerand als Posttninister. Briand hat seine Bedeutung für Frankreich mehr in entscheidende Beeinflussung der inneren, als der äußeren Politik erlangt. Er stammt aus kleinen Verhältnissen und ist 1862 in Saint-Nazaire, einem bretonischen Städtchen, als Sohn eines Gastwirts geboren. Er war .Advokat in Nantes, wandte sich aber frühzeitig der sozialistischen Politik zu, später als Minister machte er sich vermöge seines kühlen Temperaments und seiner Rechenkunst mehr den Wirklichkeitssinn des Diplomaten zu eigen, und heute gilt er kaum noch als waschechter Sozialist. Er ist der Urheber und Vollzieher des berühmten Tren- nungSgesetzes, das dem Staat das Eigentumsrecht des Kirchenguts ^u- wies. In dieser Rolle hat Aristide Briand als Unterrichts- und Kultusminister, später einmal auch als Justizminifter große Bedeutung erlangt. Wie weit er von feinem kühlen Tatfachensinn der heutigen Weltlage Rechnung zu tragen vermag, müssen wir abwarten. Lochst aktuell sind die Mahnungen, die heute Gardiner, der Chefredakteur der „Daily News", an die Adresse Frankreichs richtet und deren Inhalt wir nachstehend wie- tergeben. So drohend und warnend hat toofy überhaupt noch niemand den brodelnden Kessel des französischen Nationalismus aufgeweckt als dieser englische Journalist, hinter dem Lie einflußreichsten Schichten des heutigen
Bon ber
Mailänder BSlterbnndSkonferenr.
Berlin, 15. Jan. (Wolff.) Auf der Mailänder Völkerbundskonferenz unterstützten die deutschen Vertreter, wie eilte Drahtung der deutschen Liga für bat Völkerbund meldet, die von den österreichischen Vertretern erhobene Forderung eines groß-deutschen Zusammenschlusses Gegenüber ber italicmifchen Interpellation über ben angeblich vinhanbenen beu t- schen Militarismus refe irrte Proseiwr I a e ck h. Er chrrrakteiis erte bt? frühere deutsche Verfassung mit ihrer militärischen Präpondenrnz gegenüber der politischen. Die grundlegende Ver- sassungsänberung sei schon durch die Reform d?s Prinzen Mar von Baden rm Oktober 1918 borge» nommen und durch die Novemberrewlutron ba« siegelt worden. Er schilderte bte deutsche wirlllche Entwaffnung, der aber andauernd vermehrte Rüstungen deS Entente-M ilit arismn s, besonders Frankreichs, geiatüberfiänben Er forderte die Durchführung der auch vom Versailler Voller- bundsstatut formulierten Entwrftnung auch durch die Ententestaaten. Dte ungmrch>:e Enten:e-Polink mache er verantwortlich für ben Kapp-Vutsch und ähnliche innere ©rftnneriflteiten und stellte fest, daß die Gei'tesgesckMte seines andern Volkes so viel Mir Ai scrrbe tung des Völlerbundgrdcmkens beigetragen habe, wie bas deutsche Voll vor, durch und feit Immanuel Kant. Gegenüber den Diskussionsrednern, die eine besondere deutsche Mentalität des Willens »ur Macht behaupteten verwies der Rcickisnrrnister a. D. Tern bu r g auf Frankreichs Ang-iffsk tegt seit 2d0 Jahvm und auf Deutschlands (angamc raronale Entwullimg. Das deuricke Voll se> am Kriege nicht mehr stliuldig als andere Völler. D e Org-sch bedeute noch keinen Militarismus Der Völkerbund sckuulde dem deutschen Volke die moralische Wiedergutmachung für die ihm ün Fried«', isvertrage anfgetzwungme Pariastellung Tie Medevgiittnachiuna durch bi' Sieger in tri.-fer ffh Eiffage Deutichlands allem könne zum fftrtxtien Vollerbunde führen.
Gefterreichr höchste Hot
London, 16. Ian. (Reuter.) Maßgebende englische Steife haben keine Bestätigung der Absicht ber österreichischen Regierung erhalten, die Verwaltung des Landes aufrugeben. Nach den letzten, in englische«-! lKreisen eingeTroffene Nac^ richten fei jedoch die Lage in Oesterreich verzweifelt. Ein im erwähnten Sinne gehaltener Schritt der österreichischen Regierung könne daher jeden Augenblick erfolgem Die Gewä7?rung eines großen Kredites durch die Alliierten einschließlich der Bereinigten Staaten an Oesterreich durch llebernahme verschiedener Regierungsmonopvlc in Oesterreich würde große Schwierigkeiten lowo^ hinsichtlich der Geldfrage als auch bezu^uh der Beranttvortung mit sich bringen- Die Schätzung gehe dahin, daß es 50 Millionen Pfund Sterling eriorbem werde, um Oester- reich nochmals auf die Beine zu helfen. Die Lage ist daher äußerst ernst. — Der diplo-
sanimen: Ministerpräsident und Aeurer es Briand, Justiz Monne an, Ministerium des Innern Marraud Krieg Bartheau, Marine Guiskbau, IirLnzen Pmll Toumer, Befreite Gebiete inib Wiedcrguttnachun-g XfoudKur, östeutlichen Unterricht und Künste Lson Berard, Kolonien Sarraut, öftentlidx Arbeiten Le Trocauer,
Pensionen Maginot, Handel Lun en Dior,
l Lrbeit Daniel Vincent, Ackerbau Leicb c cm Prä, Ge n bhei'.sw i <n 1s Lu. B ia d le- gab sich darauf bis Mi.risteiium der ölieutlichen Arbeüen, wo ein Mrni'terrat in Anwesenltet aller Minister statt fand £>eute abend 9 Uhr werden die neuen Minister bau Präsidenten ber Republik vorgestellt Die offUid.en Tekvete über die Zu- animcnfefrintg bed neuen Kabinetts erscheinen mor- icn früh im Mmsblatt. llm Mi.ii,verrat fand ein Reimriuesauslaufch statt, ber morgen früh in einer neuen Zusammenkunft, die für 9 Uhr vormittags anaesetzt ist, fortgesetzt werden soll. In btefan Ministerrat roe.beit bann auch die Unter!toatsssre- täre ernannt werben.
per reckte sich auf: .
Nun wohl, nmn c5 fo Inn loJT, den mir unsere PUicht bin. ^-«nkreich^mid irfo fo wiederfinden, wie es ^mmer gewefen war, zu allem Heldentum und allm Omenr Ma> wird die großen Tage von 179- nx±er erleben . .
3o ha tc Palelogue dem lertr.iben sranzonicke, Minister bereits im 3uni die U^iT-ng oon ber Unvermeidlichleit des. Krieges lerg UH '^u. einer llnteri^tung mit dem Zaren Niolaus vor Ankunft des Präsidenten Doirca 6 n^ahtt er datz der Zar beionberd um das Vcchlltn-s »u Engfonv
•begab sich' Ä rFa ffdUsUee. uib unterbrritete I besorgt 1C^.? ^iTer ^sür gcsähr-
fcefo Präsidenten b-'r Republik He Lote be? neuen &rif« fedta «nb seme Re-
Arrnisteriums. Tiefes setzt sich folgcnbenmnien zu-j lich erklärte, da Stauer xwucua WLV
matische Mitarbeiter des „Cbferocr' schreibt, Oesterreich mü fe wieder aufgerichtet werden, wenn die Fäulnis nicht von einem Ende Europas zum andern bringen solle.
Dien, 16 .Jan. (WTB.) Die Mitglleder des Nationalrates und andere lservorragendo politzisck>c Persönlichkeiten erhielten gestern eine Flugschrift, worin erklärt nrirb, daß iir Oesterreich dieeinzige Rettung vor bem Untergang bie Stellung unter ba» Protektorat Amerik as unb bie Bil- bung eines Weltbunbes unter Leitung Amerikas fei, bie ben kürzesten Weg zur Vereins gung mit Deutschland bedeute. Die Flug- dyrift fülyrt aus, baß Oesterreich dann einen großen staatlichen Kredit erhält. Die Flug- chrift ist unterzeichnet vom Well-Charttstew» Hund Atlantic Pacisic in Wien.
Einigung im österreichifchen Poftstreik.
Wien, 16. Jan. (WTB.) Die öcrlyanb* lungeu zwischen der Regierung und den streikenden Postange st eilten haben gestern spät abends zu einer Einigung gv- führt, so baß beschlossen wurde, den Streik inr Post-, Teleplfon- und Tetegrtipljenbetrid) für beendet zu erklären. Die Einigung erfolgt« auf Grund eines Vorschlages bet Regierung, ber bie Schaffung eines neuen einheitlicken Dienstrechtes vorsteht. Dieses soll bie Wünsck)« beider Gruppen ber Postangestellten berücksichtigen. Der Telephon- unb Telegraphenvev- kehr würbe in früher <D2orgenftunbe toiebas auf genommen.
Kellner Aussperrung in Prag.
Prag, 15. Jan. (WTB.) In einem beider größten Prager Cafs-Restaurants habeir die Kellner die Arbeit eingestellt mit ber Begründung, daß bie Arbeitgeber bie Trinkgelder nicht absck)of|en unb ben zehnprozentigen Zu sch lag auf bie Brutto» einnahme als Ersatz für daS Trin k* gelb nicht ein führen wollen und bie Einsicht in bie Geschäftsbücher verweigern. Di« Genossenschaft aller Prager Gasthaus, Kaffee- Haus- und Weinstubetebesitzer beschloß daraufhin, der Gehitfenschaft in allen Betrieben eine einwöchige Kündigung zugehen äu lassen und von morgen ab alle Betriebe bis zum Zu- standekomrnen eines llebereinkvmmenS zwischen Arbeitnehmern unb Arbeitgebern geschlossen zu halten.
«uS Sowjet-Rußland.
Moskau, 15. Jan lWTB) Um bie Mittel zur Elektrisierung zu vermehren, bei'chioß der Ar- beits- und Vertridigungsrat alle Bürger von 18 bis 55 Jahren zu mobilisieren, bie im Laufe der letzten 10 Jahve umrntt'riwoch'n obet eine bestimmte Zeitlang in Elektrizitätsq werken, oder Kabels Akkumu'atoven-, Lamp?n- und Zubehöriabriken beschSiligt waren, ebmio bL* fertigen, bie bei den El'ktrizilätswerken ber Straßenbahn, in elektrotechnischen Anstaltrn ober selbständigen elektrotechnischm Bllvauis tätür waren.
Gberschlesien.
Berlin, 15. Jan. Die In terna trio* nale Kommission richtete on bie führenden Persönlichkeiten ber oberschlesischen Industrie eine Runds rage, ob die Existenz der oberschlesischen Industrie durch den Uebergang Oberschlesiens an Polen beeinträchtigt würde und welche Maßnahmen erforderlich seien, um die Weiterarbeit der Industrie zu sichern. Sämtliche Antworten auf diese Frage Hingen in das Urteil auS, daß die Loslösuna Oberschlesiens aus dem deutschen Wirtschaftsgebiete das Todesurteil für die oberschlesische Industrie in allen Zett bedeuten würbe. (WTB.) Der „Petit versicherte gestern in omiiKvcn 4.UIIUUI«.«. greifen, b.n 13. März vorläufig als AbstimmungS- tag für Oberschles ien in Aussicht genommen worden fei. Das Blatt erklärt. Die Nachricht stimme mit den in Paris gegebenen Informationen überein.
ihren Teilen und Paris, 16. Jan.
Parisien" meldet: Man
Die veamlen- unö tirbeitenßefoidungsfrage.
Berlin, 15. Jan <WB.) Ter Sechzehn e r-A uSschu ß erläßt im Einmrstdid.nS mit den hmter ihm st hmden Ver^ä de i, bem Teuridjen Eifenlahnervetba id, der ttteoerisc ost Dai.foer Gi’e.ida ner u b ^baa Ä> den er u ö bem Allgemeinen Eifentech et*3ertei d rin nAu - ruf, in dem es heißt. Na-ch ja-igroviigen rtei- hcndlungen, die an 14. Januar it der Rcr'hs- te jtei ihren Abschluß fa’ben, nrurbc fri5 na-h* stehende Ergebnis erzielt, das ;utxn£» lam unter Mirwickwig von Vertretern der g o zen d u.-scl^n Spitzenorganiiationen u d nach dott.i"läwx<ier fd'öpfir.^ des Brihanb.'u gswe e s Tie V^rsta be der Eisenba'/nerve^ bäide roeitr i letzt auf Dem schnellsten Wege *u dem Erg.biiS Stettung ne-* men. Die Vertreter der 5m enorra i at o e' b - I ben den Sechzehner-Aussch:i tz erfuK trotz e~ m verschiedenrr ÄeziehuTig nicht iufr e«istellenvm abftunnumg ferm Bedenken zurücktzuitellen uw) txn.


