Ausgabe 
16.12.1921
 
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tätige WetynLchlSweiter. Seit gestern abend brennt in vielen Gemeinden wieder das e lef * trische Licht. das besonders die 2ant>» leute bei der frühen Dunkelheit sehr vermißt haben. An dem Eisenwerk Hirzenhain müssen

infolge StrvmmangelS Hunderte von Ar­beitern feiern, ebenso in anderen Wer­ken. Das ist im Winter und besonders vor Weihnachten ein bitterer Ausfall für viele fleißige Familienvater. Die Bevölkerung er­wartet dringend von der Regierung eine Auf­klärung darüber, an welchen Forderungen die Beilegung dieses tief in das Wirtschaftsleben einaveifenden Streiks scheitert, und wie hoch bisher die Löhne waren, die die Aeberland- zentrale bezahlte.

Hessen-Nassau.

ra. Biedenkopf, 15. Dez. Die Woh­nungsnot ist auch in hiesiger Stadt nach wie vor groß. Während bisher die Gelder für WvhnungSfürsorge laufenden Mitteln ent­nommen werden konnten, muh die Stadt nun­mehr daran denken, für diesen Zweck eine Anleihe in Höhe von 205000 Mk. auf­zunehmen.

ra. Aus dem hessischen Hinter­land, 15. Dez. 3n den Hinterlandbergen kommt die Köhlerei wieder immer mehr zur Geltung. Bekannt sind noch die uralten Kvhlplähe, auf denen zu Großvaters Zeiten die mächtigen Meiler rauchten. 3m Röhr- berg, unweit Dodenau, wurde mit der Köh­lerei der Anfang gemacht. Die Not der Zeit

zwingt uns jetzt dazu, um den Kohlenmangel zu steuern.

Vermischtes.

* Oedenburger Erinnerungen Der Kampf um die Abstimmung in Oedenburg len kl wieder unsere Aufmerksamkeit auf diese deutsche Mark an der ungarischen Grenze, von der W H. Riehl in seinemWcmderouch" fegt:Wir finden unS auf fremdem Boden, aber dieser äußerste Baum fremden Landes steht unter deut­scher Kulturherrschaft, er ist ein zur Schutzwehr der wirklichen Grenze ins Ausland vorgescho­bener Dorwall. Möge man die deutsch-natirnale Bedeutung dieser .Mark" in Oesterreich niemals vergessen. Das sprechendste Sinnbild dieses deut­schen Charakters deS west ungarischen Grenzsaumes bieten die Ortsnamen: fast alle Dörfer und Städte führen hier zwei Damen, einen deutschen und einen magyarischen Dur in selteneren Fallen ist der Dame eine bloße Umbildung des andern oder eine wörtliche Heber) et)ung, weit öfter drücken beide einen ganz andern Begriff in völlig selbstän­digem Worte auS Die deutschen Damen der Städte kennt man in der ganzen Welt, die istagy- arischen lernt man meist erst an Ort und Stelle kennen, und Poststempel, Ortstafeln und Weg- weiser sorgen genügend dafür, daß wir erfahren. Pretzburg heiße Posony, Oedenburg Sopron, Raab Györ, Wieselburg Mofony, ia Wien selbst bleibt in Ungarn nicht Wien, sondern heißt 'Sccef. Dieses jetzt fo heißumstrittene Land ist uns be­sonders teuer wegen seiner musikalischen Er­innerungen. 3n einem ganz in der Dähe von Oedenburg gelegenen Dorfe, in Raiding, ist Liszt geboren worden. Hier lauschte der Knabe den leidenschaftlichen Klängen der Zi- flqinermuHt, und fein erstes öffentliches Auf­treten erfolgte mit 9 Zähren in Oedenburg, wo er mit dem glanzenden Dortrage eines Klavierkon- zertS von Ries und einer freien Fantasie all­gemeines Aufsehen erregte und als derzweite Mozart" gefeiert wurde. Sein Da ter Adam Liszt .war Gutsverwalter bei der durch ihre enthu­siastische Muslkliebe bekannten Esterhazyschen Fa­milie und selbst ein tüchtiger Klavierspieler, der feinem -begabten Kinde den ersten musikalischen Unterricht erteilte. Er war vor seiner Versetzung nach Raiding in E i s e n st a d t angestellt gewesen, der langjährigen Wirkungsstätte Haydns, wo noch heute der Geist des Meisters in so zahl­reichen Crinncrungäflättcn fortfebt. Auch Haydn ist ein Kind dieses Landes, denn er wurde in ßfcra Dorfe Rohrau geboren, das noch aus dem linken niederösterreichischen Leithaufer hegt. Don hier gelangt man in einem mäßigen Tagemarsch nach Eisenstadt, dem deutsche Einwanderer vor mehr als 1000 Jahren den Damen gaben, und wo Haydn von 1760 biS 1790 seine musikgeschichtlich Epochemachende Wirksamkeit entfaltete. Die öfter- hozyS nannten damals die ganze Umgegend von Ocbenburg ihr Eigen und residierten abwechselnd auf den Schlössern von Frakno, Eisenstadt ober in dem prächtigen Esterhaza, daS, im Stil von Derfailles erbaut, das glänzendste Leben und die herrlichsten von Haydn geleiteten Konzerte sah.

(3n einem Teil der Auslage wiederholt.)

Lloyd Georges Zahlungsplan.

Paris, 15 Dez (WTD) DaS .Echo de Paris" kennzeichnet nunmehr den Plan Lloyd GeorgeS zur Regelung deS Reparations­problems: Die deutsche Schuld solle im Kapital

Mie die deutsche Musik hier eme so ruhmreiche Stätte fand, fo herrscht auch heute noch trotz der getoattfomen Versuche der Magyarisrerung m Oedmrburg und Umgegend deutsches Weien und deutsche Kultur.

Geschäftliches.

Der Hilfsmotor. Die Ausschreibung 2. D. A C. zur Reichsfahrt 1921 Berlin-Heidelberg, auch für die Hilfsmotors, mag manchem als ein zu gewagtes Unterfangen erschienen fein, glaub­ten doch wohl sehr titele nicht, daß sich Hills- motore auch den schwersten Anforderungen nicht nur gewachsen, den Motorrädern gleich, sogar überlegen zeigen würden. Doch die Tatsachen be­lehrten eines Besseren. Einem Hilfsmotor, dem Fabrikat D. K. W. der Zschopauer Motorenwerke 3. S. Rasmußen, Zschopau, blieb es sogar Vor­behalten. als einziger von sämtlichen gestarteten Hilfsmotoren und Motorrädern die ganze Reichs­fahrt ohne Strafpunkte zu absolvieren, gewiß ein vollgültiger Beweis für die wirkliche Zuver­lässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Schnelligkeit um so mehr, wenn man berücksichtigt, daß der D. K. W. Hilfsmotor nicht nur anstandslos die Strecke Ber­lin-Heidelberg fuhr, auch das Flachrennen in bester Zeit 708,6 Sekunden, gegenüber der Kon­kurrenz mit 796.4 Sekunden, das Bergrennen so­gar in bester Zeit mit 770.2 Sekunden bestritt, wogegen die beste Konkurrenz 2689,4 Sekunden benötigte, eine doch wirklich hervorragende, unbe­dingt anzuerkennende Leistung, die auch als Höchst­wertung mit 1525 Punkten in der Gesamtwertung zum Ausdruck kommt (beste Konkurrenzpunkte 1371). 3n Anbetracht dieser Leistungen erhielt der D. K. W. in feiner Klasse den 1., 2. und 3. Preis.

Weihnachts-Büchertisch.

Wilhelm Fischer (G ra z). DasGe- heimnisdesWeltalls. Derlag von Strecker und Schröder, Stuttgart. Fast muten die in diesem Bändchen zufammengcsahten Erzählungen wie Märchen an, die von einer ylücNpendenden Fee erzählen. So wohltuend empfindet man das gerechte Wallen der Vorsehung. die in diesen beiden Geschichten das Verdienst reich belohnt. Wenn auch keine weltbewegenden Dorgänge der Darstellung zugrunde liegen, so werden doch die wichtigsten Fragen, die das menschliche Herz be­wegen können, in ausführlichster Weise behandelt, und zwar nicht in nüchterner Untersuchung bar- gelegt, sondern in wahrhaft künstlerischer Form in die Ereignisse verwebt.

Ludwig Tieck: Der Runenberg, mit 27 Federzeichnungen von Felix M e s e ck. Grvßoktav. (Derlag von Pieper L Co., München.) Die romantische Dovelle Lieds bietet sich hier in einem höchst ansprechenden Gewände bar, und die Federzeichnungen Mesecks, der als Illu­strator von Drucken der Marees-Gesellschast schon vorteilhaft bekannt geworden ist, sind nicht min­der Phantasie- und stimmungsvoll wie der er­zählende Text. Aus dem häufigen Wechsel des Schauplatzes und den Wandlungen inneren Er­lebens wußte der Zeichner eigentümlich bannende Gestaltungen festzuhalten.

Reclams Universum. Heft 11 dieser Wochenschrift, das den SondertitelFröhliche Weihnachten" führt, ist vom Berlage (Philipp Rc- clam jun., Leipzig) wiederum mit einer Reihe wertvoller Beiträge ausgestattet worben. Zwei sttrnmungsvolle Buntbilder, eine reizende Plau­derei von Dia? Zungnickel und die Auslese Weihnachtsstimmungen deutscher Dichter" seien besonders genannt.

Datur-Parado?«. Sin Buch für die Zugend zur Erllärung von Erscheinungen, die mit der täglichen Erfahrung im Widerspruch zu stehen scheinen. Bearbeitet von Professor Dr. C. Schäf­fer. 3. verbesserte und vermehrte Auflage mit 84 Textbildern. (VI u. 185 6.) Derlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin 1921.

Meine 3ag b nach dem G l ü ck in Argentinien und Paraguay. Reise-, Arbeits- u. Iagdabenteuer. Don Hans Schmidt. Mit 63 Abbildungen nach eigenen Photographien des Derfassers und mU einer Uebersichtskarte. R. Doigtländers Derlag in Leipzig. Ein Deut­scher, jetzt Ansiedler in Argentinien, erzählt seine Erlebnisse als Auswanderer. Tagelöhner, Gärtner. Maurer, Bureauangestellter. Fabrikaufseher. Rei­ter, Urwaldjäger und Ank-edler. Die Erzählung spielt 191218, also zum 2^^ während des Krieges.

Martin Luth e'»'i n seinen Tisch­reden. Herausgegeben von Georg B u ch w a l d. R. Doigtländers Derlag in Leipzig.

rche n und Erzählungen von Zoh. Wolfgang von Goethe. Heraus­gegeben von Dr. Bruno Golz. (Doigtländers Sammlung deutscher Erzähler.) R. Doiglländers Derlag in Leipzig. Ss mag wohl manchen Derehrer von Goethe geben, der diese oder jene

der in Goethes Werken zerstreuten £1 einen Prosa- dichtungen nicht kennt oder, tnenn et sie kennt, nicht froh wäre, sie vereinigt in einer Ausgabe zu besitzen, die sie ihm näher bringt und sie be­quemer und angenehmer zu genießen gestattet.

Bilderatlas zur Zoologie der Säugetiere Europas. Mit Erläuterungen von Karl S o f f e l und 473 photographi'chen Ab­bildungen meist freilebender Tiere auf 256 Tafeln. R. Doiglländers Derlag in Leipzig. Der TcN bildet eine knappe systematische Uebersicht über Die Säugetiere Eurovas. fo daß alle adgebildeten Arten nach Aussehen, Dorkommen und Lebens­weise geschildert, sämtliche nicht bebildeten beut- «chen Arten ebenfalls besprochen werden. Auf weitere europäische Gattungen und Arten wird hingewiesen. So ist trotz des engen Rahmens eine gewisse Vollständigkeit erzielt, die der Atlas über das Anschauungsmittel hinaus, auch als Reines Dachschlagebuch nützlich machen wird.

Sandel-

Frankfurt a. M.. 16. Dezember.

Berliner Devifenmartt.

Geld Brief Geld Brief

Datum: 14. De;. 15. Dez.

Amsterdam-Rotterd. 6468,50 6431,50 6643,35 6656,65 Brussel-Antwerpen. 1393.60 1396.40 1403,55 1411,45 Ehristiania 2697,30 2702,70 2809,65 2813,35 Kopenhagen 8426,55 3433,45 3511,45 3518,55 Stockholm 4440,55 4449 45 4455,50 <494,50 HelsingforS 329,65 330,35 340,65 341,35 Italien 834,15 835,85 838,15 839,85 London 759,20 760,80 761,70 763,30 Deuyork 180,06 180,44 181,06 181,44 Paris 1453,50 1456,50 1468,501471,50 Schweiz 351 45 3518,15 3526,45 3533,55 Spanien 2712,25 2717,75 2727,252732,75 Wien (alles) . . . .

Deutfch-Oefterr.. . . 6,98 7,02 6,98 7,02

Prag 214,75 215,25 223,75 224,25

Budapest 25,97 26^)3 26,57 26,63

Buenos Aires ... 60,15 60,35 59,90 60,10

Bulgarien Konstantinopel ...

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

Datum: 1.7.14. 14.12. 15.12.

Zurich Fr. 125.40 2,87 2,85

Amsterdam Fl. 59.20 1,55 1,51

Kopenhagen Är. 88.80 3,- ,2.95

Prag Kr. 117.80 48,- 45,75

Stockholm Kr. 88.80 2,40 2,35

Wien Är. 117.80 3697,-

London Sh. 97.80 7.42 7,70

Paris Fr. 125.40 6,90 6,75

Reuyork $ 23.80 -.56 -,54

Züricher Devisenmarkt.

15.12. 16.12.

Wechsel auf Schweizer Franken

Holland 100 31. = 187.- 186.75

Deutschland 100 Mk- 2.90 2.60

Wien 100 Kr- = 0.20 0.19

Prag 100 Kr- 6.20 6.-

PariS 100 Fr. 41.9u 40.70

London 1 £ == 31.60 21.48

Italien 100 2. = 23.90 23.20

Brüssel 100 Fr. = 40.10 39.20

Budapest 100 Är. 0.80 0.70

Deuyork 100 $ 516. - 516--

Agram 100 Är. = 2.05 1.90

Warschau 100 Kr. = 0,16 0,16

Märkte.

Frankfurter Schweine- und Kleinviehmarkt.

Frankfurt a. M., 15. Dez. (Amtlich.) Kälber wurden bei lebhaftem Händel aus- herfauft; Schafe und Schweine wurden bei ruhigem Handel geräumt. Aufgetrieben waren 970 Kälber, 881 Hammel, 207 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: für Kälber, beste Qualitäten, 11501250 Mk., mittlere Qualitäten 1050 bis 1150 Mr., geringe Qualitäten 9001000 Mk.; Hammel 400750 Mk.; Schweine, unter 80 Kilogramm Lebendgewicht, 13001600 Mk., alle schwereren Sorten 16001800 Mk. Außer­dem wurden 59 Rinder ohne amtliche Preis­notierung gehandelt. Die Marktpreise liegen um so viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn, in sich schließen.

durch Die 22 Prozent vermindert werden, auf die England nach dem Derrragslchema van Spa Anspruch habe. Frankreich werde 52 Prozent von allem weiteren erhalten, was Deutschland in Gold ober Sach lieferur. gen bezahle. Alic anbeicn Gläubigerstaaten hatten zusammen mn Anrecht auf 26 Prozent der Reparationszahlungen. Dach bem .Echo des Paris' werbe durch diesen Plan an Frankreich ein wirkliches Prioritäts­recht zugestanden, aber von den etwa 68 Mil­liarden Qtolbmarl, Die ihm als Anteil zukämen, müsse Frankreich etwa 26 Milliarden Goldmark- Obligationen der letzten Serie dazu verwenden, um bei England and Amerika die Kriegsschulden zu begleichen. T-er Plan Lloyd GeorgeS be­weise. daß er in dieser Sache von bem Ge­danken beherrscht fei. eine ReparationSformel zu finden, die Deutschland freiwillig an nehmen und ebne Widerstand ausführen würbe. Damit sich bic ^Bereinigten Staaten freiwillig anschlä^en Das fei eine Tendenz, auf bte man Hinweisen müsse: beim He sei geboren aus Illusionen: Illusionen betreff« Deutschland und Illusionen be­treffs Amerikas.

Die irische Frag« im Unterhaus«.

London. 15. Dez. Im Unterlaufe er­klärte Sir Samuel Hoare bei der Einbringung der Adresse zur Beantwociung der Thronrede, die Tagung. Die soeben eröffnet worden ict. fttpt in den Annalen des 'Parlaments einzig da. Gene­rationen hätten sich um daS Werk bemüht, daS jetzt von dem Unterhaus gebilligt werden solle. Früher hätten einige Leute aus richtig geglaubt, daß dieirische Frage nur durch das Schwert gelöst werden könne. Es fei König Georg be- schieden gewesen, einen besseren und zuverläsHgc- ren Weg zu weisen. Die Delsaster Rede des Kö­nigs sei der Wendepunkt in der Krise gewesen. Wenn jeder Sinnseiner in Irland getötet und jede Stadt in Südwest-Irland verbrannt worden tväre, fo würde man der Losung der irischen Frage nicht um einen Schritt näher aefommen fein. Die Regelung verlange keine britische lieber- gäbe: sicherlich seien auch de Dalcra und fein« An­hänger dieser Ansicht. Das britische Reich ergebe sich niemals England mache mit Irland den Frieden nicht, weil es den Frieden suchen mäste, sondern weil e§ den Flieden wünsche Wenn lllfter einen Weg Haben könne, um dem vereinigten Irland beizutreten, so würde die Befriedigung darüber in England sehr groß sein AIS Konser­vativer begrüße er die Versöhnung. Er sei den unionistischen Führern dankbar, bic eine Rolle in den Derhandllingen gespielt hätten Barncs erklärte, der König habe an die bessere Datur der 'Parteien appelliert und sie aufgeforbert, zu vergeben unb zu vergessen Man ki jedoch auf dem Wege der Reaelung einer Frage, die ein Weltproblem geworben fet BarneS bemerkte, die irischen Vertreter seien nach England gekommen als Vertreter einer vereinigten Qlation. DaS Ab­kommen sei aus dieser Grundlage geschlossen Seiner Ansicht nach stehe die Ehre Irlands in dieser Frage nicht aus dem Spiele. Die Bestimmungen gingen weit über alles hinaus, was von irgend­einem Irländer, der je im llnterhause gesessen, jemals gefordert worden f?i. Es sei nicht das Angebot irgendeiner politischen Partei, es fei daS Angebot einer Datioii. die des Kampfes müde sei Es würde unllug sein, wenn Irland ablehnen wollte, die Hand zum Frieden tu ergreifen und sich weigern sollte, das ilebercintommcn zu ratifi­zieren.

Sozialistisch« Tagung in Frankfurt.

Frankf urta. M. 15 Dez IWTB- An. Samstag tagt hier die International« Arbeitsgemeinschaft sozialistisch« Parteien (Wiener Arbeitsgemeinschaft). Zu dieser Tagung treffen u n ein: Languer (Frankreich», Wallhead (England,. Grimm (Mainz». Dr. Adler (iDlen), EriIpien unb ßebebour (Berlin). fBclonb,'rc« Interesle Dürfte bas Eintreffen bes italienischen Sozialisten- führerS Seratti beanspruchen. Deden anbei«,, wichtigen Fragen soll auch daS RepartionS- pr ob lern behandelt werden. Am Sonntag Doimlttag ' 11 hr fiidet eine große Massen­

kundgebung in der Fest Halle statt.

Denesch über die Lag«.

Prag, 15. Dez (WB > Ministerpräsident Benes ch erklärte im QluÄüxirligen AuSschuv. daß das Ministerium deS Aeuß.rn an der Her­ausgabe von Dokumenten arb ite, in denen die ganze Geschichte der habsburgi'chen Kämpfe ge­schildert sei Auch die Tsch cho-Slowakci habe bic Konflikte Vorbeugen wollen unb alS sie zum äußersten Mittel gegriffen habe, sei cS tatsäch­lich zu einem Einvernehmen gekommen Der Mi­nister betonte zuni Schluß neuerlich, baß btr wirtschaftliche Wieberausduu Europas solange nicht möglich fet, als 5><*u tfd)[anb fich mit Frankreich nicht DciHänblgcn unb ehe nicht Rußlanb wieder arbeiten werde.

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Eröffnung laufender Rechnungen mit und ohne Kreditgewährung Eröffnung von Scheckkonten zur Förderung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs Annahme von Spar(Depositen)geldern mit günstiger, der Kündigungsfrist entsprechender Verzinsung

An- und Verkauf von Wertpapieren an allen Börsen sowie von Wert­papieren ohne Börsennotiz

Verwaltung und Aufbewahrung von Wertpapieren und Uebernahme von Vermögensverwaltungen

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