Ausgabe 
15.12.1921
 
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milde.

Die Depressionen haben das russische Hoch zurückgebrängt, so Vast für unser Ve- obachtungSgcbiet milderes Wetter bevorstcht.

Bedeckt, leichte Niederschläge, wechselnde Winde.

deutschen DemcinschastSgedankenS

schädigt, und die Zigarre brennt nicht qan^ gl mdbig. so dast das Rauchen keinen vollen @i gewahrt. Auch sollte man eine Zigarre nicht an der flackernden Stamme eines entzündeten Papier­streifen- anstecken. Wenn man keine kubanische .Candela" besitzt und sich mit einem Streichholz

röett

des Auslandsdeulschtums mit den Reichsbehörden.

AuS-Da t ce t o n a wird dem Deutschen Aus- land-Innitut geschrieben:

.Mit der wachsenden Erkenntnis, bah die Folgen des unglücklichen AuSganz- deS Krieges nur durch eine auherordentlich gesteigerte Desamt- leistung des deutschen Volkes überwunben to<nrben tömen, hat auch ule Ueoerzeugung. b ist das Aus« landdeulschtum hierbei tatkrastig Mitwirken muh, gleichen Schritt gehalten Srine M tarbeir kann nur dann Erfolg haben, wenn das Deutschtum am Ort einig und geschlossen dasteht. Dabei muh der Gedanke ausschlaggebend sein, dah die natio­nale Gemeinschaft übe: den varteipvliti chen, per­sönlichen und gesellschaftlichen Gegensätzen zu stehen hat. Andererseits bedarf es vor allem eines vorbehaltlosen Ver'.rauen-verba'tnlises zwi­lchen den Relchsvertretern und der Kolonie. DteleS Vertrauensverhältnis wiebrrum erforbert ei e ständige regelmühiac Fühluni. für bie es unter den meisten Verhältnissen nicht genügt, bah der Reich-Vertreter sich mit einzelnen Persönlichkeiten in Verbindung hält und an der Tätigkeit der einzelnen Vereine beteiligt; das letztere um so weniger, als die Vereine bekanntlich meist nur -nneu kleinen Teil der Kolonie umfassen. Es gilt, da« Deutschtum des Ortes grundsätzlich in seiner Gesamtheit, demnach unter möglichster Heran­ziehung aller seiner Schichten an der Mitarbeit zu beteiligen.

Von diesen Erwägungen ausgehend, hat der deutsche Generalkonsul in Barce­lona, v. Hassel, im Einvernehmen mit führenden Mitgliedern der Kolonie auS den verschiedensten Schichten einen »Deutschen AuSschuh" berufen. Der AuSschuh besteht in ganz loser Form und setzt sich einmal aus Persönlichkeiten zusammen, die auS den Kreisen der hiesigen deutschen Vereine vorgeschlagen werden, sodann aus dem Direktor der deutschen Schule und einem deutschen Geist­lichen: weiter wird der AuSschuh, ohne dah ein fester Kreis gezogen wäre. auS anderen deutschen Persönlichkeiten ergänzt, die die verschiedenen Kreise und Berufsstände der Kolonie vertreten.

In den etwa allmonatlich aozuhaltenden Sitzungen will der Generalkonsul dem Auslchuh zunächst auf Grund der ihm zur Verfügung stehen­den llnferlagen einen Ueberblick über die all­gemeine Lage in Deutschland geben, um auf diese Weise immer weitere Kreise des Deutschtums regelmässig über die deutschen Verhältnisse und Interesien zu unterrichten und so in den Stand zu setzen, auch ihrerseits an allen Deutschland angehenden wichtigen Dingen lebendigen Anteil zu nehmen Soll der AuSlanddeutsche sich stets alS Deutscher fühlen und für sein Lund bei jeder Gelegenheit clntrcten. so ist dafür die wichtigste Voraussetzung, bah die Heimat die Verbindung mit ihm nicht abreihen läht. Dazu soll dieser AuSschuh beitragen.

Der AelchSvertreter kann sich In diesem Aus­schüsse ferner über eigene Mahnahmen auS- sprechen, die vielleicht einer Erläuterung bedürfen, und sich Qleuherunaen und Mitarbeit erbitten, ebenso tote natürlich auS dem Kreise des Aus­schusses heraus Fragen gestellt und Anregungen gegeben werden sollen. Hieran soll sich die Er­örterung positiver Einzelfraaen schlichen, also praktischer TageSsragen. die bad Deutschtum am Ort in seiner Gesamtheit angehen: auch Fragen der Gesetzgebung und dergleichen können bei dieser Gelegenheit besprochen werden.

GS steht zu hoffen, bah sich auf diesem Wege eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Kolonie und Reich-Vertretung und eine Belebung des

** Auszahlung der Gehalts- hezüge. Da- hessische Landesamt für bas Bil­dungswesen, Abteilung für Schulangelegenheiten, hat die staatlichen Be-irkskasien In den Städten Mainz. Darmstadt. Offenbach. Worms und G i e f) e n anactolcfcn, die auf Grund der neuen Defoldungsordnung fälligen Gehaltsbezüge deÄ städtischen Lehrpersonals umgebend auszuzahlen. Alle für das Bolkeschullebr personal in den Landgemeinden ergehenden Bestimmungen über Höhe und Auszahlung der Gchaltsbezü.^e feien auch für daS Lehrverional in den Städten mah- aebenb. weil die Pflicht der Städte zur Defol- dung des Volksschullchrperlonals infolge der Vor­schriften des neuen hessischen Schulgesetze- auf­gehoben und die Desoldungen der Lehrer und Lehrerinnen In den Städten auf die Staatskasse übergegangen sei.

Vortrag S kursu S für praktische Landwirte. Die alljährlich, so veranstal­tet auch in diesem Winter die Landwirtschafts- kammer Darmstadt wieder einen größeren VortragSLirsus für praktische Landwirt In der Zelt vom 3. bis 5. Januar 1922, und zwar findet der BortragSkursuS In diesem Jahr in der Provinz Oberhessen in G l e ft e n statt. ES

behelfen muh. bann verfahre man folgendermaßen, um einen guten Brand zu erhalten: Man halte die Zigarre zuerst in der rechten Hand, erwärme ihr Ende mit einem angezündeten Streichholz ganz sacht, stecke die Zigarre in den Mund und ziehe zwei- ober dreimal, wahrend daS brennende Streichholz etwa einem Viertel-Zoll weit von der erwärmten Spitze entfernt bleibt. Man kaue nie das Zigarrenende. Die Zigarre muh hall» zwi­schen den Lippen und halb zwischen den Zähnen gehalten werden, wobei daS Gewicht so verteilt fein soll, bah nicht Stückchen der Zigarre ab- brechen. Viele Leute rauchen auch zu schnell. Man rauche langsam und solange, wie man bie Zigarre bequem zwischen den Lippen halten kann."

Wettervoraussage

für Freitag:

sind schon namhafte Referenten gewonnen. Gin Besuch der Vorträge wird sich für unsere Hefti» schen Landwirte Im eigenen DerufSintrresse sehr empfehlen. Näheres wird noch bekannt

schaftliche Organifatwn für Gieften als zu ein­seitig aus. Es bleibt der ,E. V". der allerdings den Rachteil hat. auf Spenden angewiesen zu sein. Er ist gebildet aus dem erweiterten Wiri- schaltsamt der Uninerfüät und einem beratenden Ausschuh von Fachleuten, um die Kontinuität zu au wahren Die Arbeit geschieht aber durchaus Durch Studenten Die Bewegung darf auch nicht auf Werbung von Droh industriellen sich beschrän- ten, sondern fle muh im ganzen Volk ver­ankert fein; besonders gilt eS die Altaka- bemtfer zu erfassen unb bie Lanbwirtfchas t heran- zuziehen.

Diese Wirtschaftshilfe will das Studium des auf fich angewiesenen Akademikers folgender - mahen ermöglichen: die erste Hälfte der Studien­zeit soll sich der Student die Bebarfsfumme durch Wertarbeit so weit alS möglich verdienen DaS ArbeitSvermitllunaSamt letzt hier ein Für die zweite Halste fotlen ihm von der studentischen Darlehnskalle unter den günstigsten und ela­stischsten Bedingungen Summen [anjfrvtig vor- geschv'sen werben. Tübingen kann in beiden Punkten schon auf bewährte Praxis Hinweisen. Werkstudent" .Darlehnsstudent": DaS sind die Möglichkeiten, die trotz aller Rot dem Stu­denten Gewähr für freie Geistesarbeit bieten

ilnb so wendet sich denn die DietzenerSta- dentenhilse E. V." an das hessische Volk, fie zu unterstützen. Rich: nur materiell ? Mit Geld allein ist ihr nicht gedient. An alle Ar­beitgeber ergeht der Rus: Helft dem hessischen Stuben tum. indem Ihr dem einzelnen ermöglicht, auf eigenen Fühen zu stehen; gebt ihm die Möglichkeit eines zweiten Berufs! So helft Ihr unserem Volke, indem Ihr seine Söhne neben der geistigen zur Lebens-Reife erziehen helft; schafft Euchund unserem Lande einen neuen ArbeltSadel. den wir so bitter nötig haben, indem Ihr 6 u e r n Studenten Arbeit schafft, an der ihre Kraft wachfen kann! Ihr stärkt die Kraft, die wir einer feindlichen Zukunft entgegenzufeyen haben!

herrscht gesunder PartikulariSmuS.

Von den beiden Möglichkeiten einer solchen sehr cm} Wirtschaftsorganisierung scheidet die genossen- | gegeben«

Aus Stabt und Land.

Sieben, ben 15. Dez. 1921.

Die Kunst, eine Zigarre anznftccken.

ZedeS Ding will gelernt sein, unb gerabc die alltäglichsten Dinge werden häufig am unrich­tigsten gemacht. Dies ist auch der Fall mit dem Anstecken der Zigarre, von dem ein Kenner be­hauptet, bah es nur ganz wenige richtig aus- fübrtcn. Dieser Virtuose der Rauchkunit erklärt es für eine Barbarei, wenn man zunächst unten ein Stück von der Zigarre abschneidet. ODarum, fragt er, beraubt man sich eines nicht unbeträchtlichen Teils der köstlichen Blätter? »Wenn das Ende der Zigarre geschlossen ist," so teilt er mit,bann drücke ich es ein wenig zwischen meinem Zeige­finger und Daumen. Ich ritze darauf die Zigarre ganz leicht ein und reibe sie etwas mit meinem Mittclsinaer. Ich entferne ein winziges Stückchen des Deckblattes in einer Länge von einem Viertel- Zoll und in einer Breite von einem Sechzehntel- Zoll. DaS ist die richtige Art. um eine gute Zi­garre au öffnen. Wie aber soll ich fie dann an­stecken? In Euba, wo die Rauchkunst zur höchsten Virtuosität ausgebildet ist. wird in einem Eandela genannten öilbergefäh ein Stück glühender Kohle gereicht, das in der Asche eines wohlriechenden Holzes ruht. Man vergleiche mit dieser vornehmen Form des Anzündens unsere abscheuliche Art. eine Zigarre an einer anderen Zigarre, einer Zigarette ober sogar einer Pfeise anzustecken. Das Aroma der Zigarre wird durch den anderen Tabak gc-

rStudentenhilse E. V."

Versammlung am 1 3 Dezember 192 1.

Bürger. Dozenten und Studenten zu gcmcin- amer Arbeit vereinigt; daS klare sachliche Ge- ühl der gemeinsamen Rotlage und des gemeln- amen WilleuS auzupacken; bie unenhnutiqte. un­beirrte Erkenntnis von einem eisernen Geschehen unfcreS Kulturlebens; des Unterganges deS frü­heren Mittelstandes: der praktische Wille im Studententum. geboren auS einer harten, aber zielbewuhten Rvtrrife. der den Schlag desWerk­studenten" erwachsen läht. all das gab dem Abend ein Gepräge, bas ihn von symptomati­scher Bedeutung Ja, man möchte sagen: für deutsche Kulturgeschichte erscheinen läht. Gerade toctl er nach auften Hin so unauffällig erscheinen kann. Hinter den Erörterungen über Lcbcns- mittelbcschasfung, Werkstättenbetrieb. DarleHns- kassen war es seltsam spürbar: Hier geschieht auS ganzem Willen heraus etwas Ganzes. Hier geht ohne theoretische Programmalisierung wottocnblq eine Wandlung vor sich die nichts tfrtt Rcsormationsmvben zu tun hat. WaS ge­schieht. ist einfach das: daS Studententum ver­arbeitet die drohende Proletarifierung. indem 'es sie in fruchtbarer Umbildung feinen Zielen dienstbar macht.

Prof. Eger wies einleitend darauf hin, dah die steigende Rot des Elternhauses für bie Studentenschaft die Gefahren der Pluto- katifierung und der Proletarisierung in sich frage. Die studentische Selbsthilfe sei der einzige Ausweg. 'Daran anftiüpfend. betonte der Rektor der Universität, Prof. R o l o f f, bah eine folche Selbsthilfe ein starkes Gefühl bet Kameradschaft­lichkeit zur Grundlage besitzen müsse, solle sie sicb nicht in traftloler Organisation erschöpfen, und wünschte dem begonnenen Werk erfolgreiches Ge­deihen

Dann ergriff ein Vertreter der Tübinger Wirtschaftshilfe das Wort, um dem jungen Die- honet Verein Studentenhilfe, bet fich In letzter 3ett gebildet hat. Wege zur Erreichung feiner grossen Ziele zu zeigen, und um die weitere All­gemeinheit an Hand praktischen Beispiels für ben Gebauten der studentischen Wirtschaftshilfe zu gewinnen Gr läht zunächst Zahlen reden: Aon 120 000 Studenten leben 80 000 unter dem Effist cnzminimum. 30 000 davon unter dellen Hälfte. Monatswechsel oft 2400 Mark Ber­lin«: Studenten sind wohnungslos. schlafen in Wartcfälen DaS Studium bar* keim Sport für Schiebcrspröhllnge werben ES ist unverantwort­licher Egoismus, zu kecken.Mir reicht'- noch." ES gilt. Dämme vor der Flut zu bauen! So entstanden und entstehen btt stubcntischen Werk­gemeinschaften zur Sicherung des Lebens in wei­testem Umsanae. Die Zentrale in Dresden ist nur vermittelnd, in der eigentlichen Arbeit

Zur Aeuaufstellung bei Orts» klafsenverzeichnisses. Auf Anfragen weifen wir darauf hin. bah bie von uns Lrrzlich miigetcilte Aeuaufstellung deS OrtSkla srnverzeich- nilfc» der Orte in bet Provinz Oberhellea vor­läufig. wie ja auch in unterer Mitteilung deutlich auSge'vrochen war. nur et.*en Ge> etze ntw urf darstellt unb erst von den zuständigen Körver- schaften beraten und angenommen werden muh. ehe dieser Vorschlag Drietz wirb. Der Reichstag wird sich nach feinem Arbe tSprvqramm für bie augenblickliche Tagung noch vor Weihnachten mit der Vorlage beschäftigen.

Labenfchluh vor Weihnachten An ben holden letzten Samstagen vor Weihnachten (also am 17. und 24. Dezember bi. Zs.) dürfen nach einer Bekanntmachu ig des Doliteiamtes bie offenen Verkaufsstellen bis 8 Uhr abends für den geschäftlichen Verkehr geöffnet sein.

Aornotizerr.

TageSkalender für Donners- t a g. Kath. VerelnSbauS. 3 Uhr: Waldbühnr: Weihnachten im Zauberwald". Kath. Ver- einShauS, 8 Uhr: Abendfeic-r zum Besten deS Studentenheims. Groher Hörfaal des Phtzft- Lallfchm Instiluls, 8 ' Uhr: Orisecklicher Dvr- trai beS Vereins für Luftfahrt. Astvria'Licht- fpiele, ab heute.Charpentier gegen Dempktz" unb .Der geheimnisvolle Dolch. Lichckpiel- hauS, Bahnhofslrahe, ab heute: .^aD>a tannö nicht lallen" unb .Das rätselhafte Testament".

Die Vereintgten Krieqsbe- schädigten-Derbände (RelchSbiind unb Eindrtrsverband) halten am SamStag im Leib eine Weihnachtsfeier, verbunden mit Rin- bcrbescherung, ab.

Der Wartburg-Verein Giehen hält am kommenden Sonntag im groben Saale des .Hotel Einborn" (eine Weihnachtsfeier ad Auster mufikal'schen unb turnerischen Darbietun­gen von bewährten Kräften gelangen 2 Märchen. Der Kinber Woihnachtstraum" (1 All) unb .DaS Geschenk der Rosa Flora" (4 Akte), zur Auf­führung. (Roheres siehe Anzeige.)

Kreis Alsseld.

§ Ruvpertenrob, 14. Dez. Am vorigen Freitag sollte daS elektrische Licht bei unS eingestellt werben. Alle Vorbereitungen waren dazu getroffen. Da ttaf statt des Stromes von Wölfersheim die Rachricht vom Streik ein. Run muh weiter gewartet werden. Wie lange wohl?

Kreis Friedberg.

bnz. V a d - Ra u he i m , 14. Dez. Ver­suchter Einbruch ? Vorgestern nacht wur­den die Bewohner der südlichen Frankfurter Strafte durch mehrere Schüsse erschreckt. Die eingezoaene Erkundigungen ergaben, sollen Einbrecher den Versuch gemacht haben, in daS Lager des RefvrmbundeS, das sich bi der ehe­maligen Fabrik feuerfester Steine befindet, einzudringen. Der Wächter des Hauses war auf feinem Poften und verscheuchte bie (3tn= dringlinge durch Revolverschüsse.

Starkenburg und Rheinhessen.

dta. Vom Ried, 14. Dez. Die Land­wirte des Kreises Drost-Gerau weigern sich, daS vom Kommunalverdaud angeforderte Quantum Getreide adzuliefem. weil sie mit der hessischen ^Regierung unb dem Kreisamt der Meinung sind, bat) das Pflichtsoll für Hestcn mit 50 000 Tonnen viel zu hoch bemeften sei unb befonbers für bas Rieb, das unter der Trocken­heit mehr wie wette Gebiete Deutschlands litt, in dem geforderten Umfang nicht au,gebracht wer­den könne. Es must in der Tat befremden, tatz man von Baben und Württemberg nur je 23OCO Tonnen, von Heften aber 50 000 Tonnen Brot­getreide zur Ablieferung nach dem Höchstpreis von 112,50 Mark angefordert hat. E; ist weiterhin auch unverständlich, vom Landwirt zu' fordern, bah er Roggen zu 112.50 Mwrt abqlbt und bann die Kleie mit 200 Mark, und Hafer, sobald er ihn kaufen muh, mit 300 Mark im Zentner bezahlt.

mza Mainz, 14. Dez. Zu dem D a s - Vergiftungsunglück Im Männer he m wird noch gemeldet: Eine genaue Feststellung über die Unache des Unglücks war bisher »ich: möglich. Sie wird wvbl auch- kaum erfolgen können, da lamtllche Beteiligte nicht mehr unter den Leben­den sind Der Arm der Gas lampe toar Üd-r der sogenannten Lyra ausgedreht unb die Lampe lag auf der Erde. Seltsam.-rweife w>-r das Glas unbeschädigt. Es wird angenommen, bah der letzte 31mmergab, der gegen 11 Uhr ..ach Haufe Tarn, die Lampe he runter gezogen und dabei den Arm au-gedreht hat. Bei iem starken Druck, den das Gas besonders in den spaten Rachtstunden hat. ist eS wohl möglich, bah der Manu schon betäubt war, ehe er Hilfe holen konnte DaS DaS strömte die ganze Rächt aus, ohne bah in ben angrenzen- ben Zimmern etwas davon bemerkt wurde.

Hessen-Nassau.

ra. AuS Rassau. 14. Dn. Der Lande-- au s schuh hat in seiner jüngsten Sitzung u. a. bestimmt: Das 10 600 Mk. betcagenbc Vermögen der Rassaustiftung des ehemaligen Linien­schiffes .21aHau * wurde der Reichsmarinestiftuna in Berlin unter der Bedingung überwiesen, bao auS den Zinsen der bisherigen QlaHauftiftung 11 Jahre lang, acrechnet vom 1. Januar 1922 ab. vorzugsweise hilfsbedürftige frühere Angehörige ter Besatzung des Linienschiffe- .Ra'sau" sowie sonstige Angehörige der Marine aus dem dies­seitigen Bezirk ober beten Famillenmitglieber nach den Grundsätzen der ReichSmarinestiftung zu be­denken sind. Der Landwirtschafts­kammer sollen die aus früheren Jahren noch zur Verfügung stehenden Mittel zur Förde­rung und Hebung der Rindviehzucht im Gesamtbeträge von 22 700 ML. übertotefen werden mit der Bestimmuna. bah bie Mittel nur als Zuschüsse zu ben LinLausskosten für gute Bullen verwenbet w rben Gcförbert werben soll die schwarzbunte Rinderralle.

Frankfurt a. 2K, 14. Dez. Wie baS Metzamt mlttelll, wurden während der letzten Wochen ei i geh end« Erwägungen über dir bau­liche Erweiterung der Frankfurter Messe gepflogen. Um dem wach'enben Bedürf­nis nach Ausslellunasraum genügen zu können und in einem möglid/.t nahen Zeiwuntt die Schu­len nicht mehr zu 'Mellezwecken hcranziehen zu »üffen. wud das Messeamt bet ben stäbtischen Körperschaften bie 2krciHie[Iung eines Bau - krebitSvon40biS50MillionenMark beantragen. Dieser wirb bie Meftc^ unb Aus- stellrngsg Seilschaft in bie Lage versetzen, bie brin­gend gewordenen Henbaaitn plan-

mäftig aufzuführen. In birken» Zukammrnhang mag ermahnt feto, bah bie während der leyr« Hapre errichteten Messebäuset und -hallen zu-

'ammen mit der Fest Halle henke einen 2Bcrt r eprä» senU ren, der sich auf weit über 150 Millionen Mark beläuft

fpd. Frankfurt a. M . 14. Dez. Durch Kriminalbeamte wurde im Stadtwalde ttef in die Erde vergrabe«, eine Anzahl Teppiche aufgefun­den. 'S euere Rachfotsä-ungen ermittelten auch die Schatzgräber in den Frankfurter Ein­brechern Tlhevdot H u f e r und Hermann Bibo. Die beiden Burlchcn würben verhaftet unb gestanden jetzt mehrere Kirchenein­brüche und Dlllenberaubungen Im Mittelrheingcbiet zu. Die aufgefundenen Tep­piche stammen aller Wahrfcheinlichteit nach aus bem vor ciftiger Zeit von Hufet und Bibo vet» übten Kircheneinbruch in Aulhaufen.

V Marburg, 13. Dez. Dir Gemeinde- Obsternte brachte im hi-figen Kreise insgesamt 372 514 Mk. ein, gegen 322 354 Mk. tn 1920. An dec Spitze he. t die k.ei '.e Cxtrneinbe BrltetShaulcn mit über 41 00? Mk. Die Stadl Marburg erzielte rund 19000

ra. Samberg. 14. De> Das Pflegegeld für die in der hiesigen Taubstummen­anstalt un'ergebrachten Kinder wurde mit Wir­kung vom 1. Oktober d. I auf 1800 Mk. festgesetzt

inc. Fulda, 14. Dez. Auf dem Hellgen Güterbabnhof ftietzen im Redel 2 Güter- züge zusammen, doch sind zum C lüd Men­schenleben nicht zu Schaden gekommen. 2Ur ein 2lanaicrer erlitt eine i RettTm-hok. Dageaen ift der Materrall3-aden sehr bedeutend. -Der T».ter- zugverkehr tthrb durch Um.eitung austechr er-

Dom Kraftwerk Wölfersheim.

Wie wir hören, fand am 9. Dezember in Bad-RauHerrn zwilchen T«. tretet« hes­sischen StaareS anb der Provinz Oberhe'sen «ne Besprechung statt über die Alrgllchteiten der C.ie; giebeliefetu .g auS dem Jini uixrf Wöllers- Ucim. Die Tert .t?r d:r Pvrvi z führten K'age darüber, dah nach jabrela gen vergeblichen An­strengungen um) trotz der Zusage des tzesiilchen Staates das KraftMerk immer noch nicht gerech­ten Ar.fpr-Üch-^ genüge, fo dal) auch für diese« Wittter bie Ausfi ie auf ausreichende Bel le­se ruug, zumal segliche Re«rve feble, äutzetst ge­ring tei. Im Vertrauen auf die wtederholten Zulagen des Staates hatte man grobe Abnehmer abgeschlossen und die Tkriorgung des 2SaUrezltks Alsfeld-Lautorbach-Schotten in die Hand genom­men. Tiefe fei soweit voi^e chrUten. daN Im Laufe des Winters etwa 405d Gemeinden neu ange- fchtossen Werber, tonnten. Sc en Äoftnunjjcn dürf­ten In keiner Werse enttäuscht we ben. Auch könne man eS nicht mehr hinnenmen. bah, wie in frü- ftexen Zaine t ix-m K afttvett ca3 allab Fernleitungen b.rau^g J irtiUei wurden. Sch lieb­lich denustand.ten bte -L ' tretet der P>-ov4nz die für daS Kraftwerk destrhende CrganUatlon unb erklärten c i alS eine Unmöglich kett, datz ein fr- cher Betrieb von Sarmfrabt cuJ regiert wurde. Die Ver-tieler de- ^aatcä gaben ohne wette re- zu, bah der Bedarf der Provinz zur ZeU nutzt ge­deckt werden könne. <N liege im wesentlichen daran, bah die Dampferzeugui.g wegen Fetzlen- tx>n Kesteln nicht auSreiche. Dir Äefiel leien zur richtigen Zeit bestellt und auch angeU-fert wor­den. jedoch hätte daS Kesselhaus bU heute nicht sertiggestellt werden können, weil lieb die zustän­digen Stellen in Darmstadl monntelang nicht pat­ten schlüssig werben töniicn. wem der Bauaustrug für das Kessclh. uS zu crtdlen |cl "WuS Dtt Organisation des Kraftwerkes anb21ange, so feien vom Staat vorhaiidene Mängel anerkannt wer­den. und eilte Tlcuorganifation sei im Gange. Du beide Zeitigen Vet'reter tarnen schiedlich bji>i» überein, und zwar die Vertreter der Prov.n., unter ledern Vorbelb2lt. da', um über die 0d>D;crtgl t:e.i der nach len Zeit hincunzukornmen. Me Mot wen- betriebe tvährend der Lich.'stunkXn einzustellen sind und die Stadt ©leben bie Lich spitze selbst über­nehmen mufi. Mit diesen Einschränkungen wirb es möglich sein. Wenigsten- die notw iCtgne Licht« Versorgung auch für die neuanzukch:!^^enden Ge­meinden sicher» ustcllen. Inzwischen ist. wie bereits gerne [bet in den zum Kraftwerk gehörigen Gimben ein Streit auSgebr .xchrn Rach cCgemetoer Auslassung ist dieser Streik als ui gesetzlich anzii« setzen, da die Vorschriften der Tct-orbnung vom 10. Ronember 1920 nicht beachtet worden sind. Dielen Stcrndpuntt soll auch die Darmstädter (Zen­trale «ngeiTommcn haben. Gleichwohl scheint man bierauS nicht die nötigen Konsequenzen gezogen zu Haden. Anstatt, tat) man gegen die ungesetz­lich handelnden Arbeiter vorg-^aangen wäre, wurde ihnen die Erfüllung ibrrr fämlll±<cn Fvr- benmgen zuge'aat Skxmit fdx*tnt man sich auch dieses Mal Wieder in Widerspruch mit den übri­gen Arbeitgebern ge'etzt zu haben. Die Arbeiter­schaft ertanntt aKr da- auherordenlliche Ent­gegenkommen des tzes'ilchen Staate- gar nicht einmal an und will die Arbeit nicht eher auf- nehmen, als Mi auch die anderen Arbeitgeber ihre Forderung anerkannt hätten.

Wie lange unter Meten Umständen zum Rach­teil der oberhessifchen Bevölkerung dieser Strrif anbauern trieb, ist nicht abgufehen.

Kirche und Schule.

ra. Geisenheim a. Rh., 14. Dez^ 2M ihr 50jä hriges Bestehe« blickt bernnächst bie höhere Lehranstalt für Wein- Obst-unbGart en bau in Geisenheim zurück. Sau'enbe Wrize- unb Obflgärtna find boct wäh­rend biefer Zeitspanne ausgebildet worben, von bcnen sich eine grobe Anzahl in führender Stel­lung befindet. Weit über Deutschlands Grenzen hinaus ist der Rus der hervorragenden Lehrstätle gebvungen. Für den Sommer 1922 wirb eine Iubelfclcr bet Anstalt dorbereitet

Gerichlssaal.

]f Marburg, 14. Dez^ Verurteilter Schwindler. Im lehren Herbst stellte sich tn zahlreichen Dörfern, besonder- in der Schwalm- gcgtnb, sowie in ben Kreisen Efchwege. Roten­burg. Biedenkopf und Fulda ein Mann bd ben Landwirten rin. der AuSweispapiere eines von Haus und Hof mit Frau und Heben Kindern vertriebenen Landwirts aus dem 311 ah vorzeigte. Er lieh HL von den Vorsitzenden der Tanern- vereine noch besondere Veschrinigungen aussteller und hatte damit auch guten Erfolg. In Gladen­bach. wo er sich als Baron unb Finanzbeantter auSgab. wurde er teftgenommen, unb habet stellte sich heraus, bah man es mit ben schon 43mal, u. a. fünfmal mit Arbeitshaus vorbestrafte» St ein- brueftr Seeger aus bei Dleburger Gegend zu tun , batte. Bei der Deri chtZVerhandlung hier ergab I fich bah her Angekfagte, der zuletzt bt ÄafT<

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