Ausgabe 
15.8.1921
 
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Der reumütige Rückzug der

j durch einen Völkerbund geschehen könne, der »»Darmstädter ^eitUNd".

alle zivilisierten Nationen umfasse < - v 1

Ferner fordert der Kongreß, daß alle Schiffsbau- öem toir H1 l?^rcr SamStagnummer OKit- ten eingestellt werden und daß als erste Etappe gemacht haben, nötigt noch zu einigen

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3 r u n g c n getroffen: Monatliche Sonder- Jür Ouiguft und September in Orten bis

tionalbank of New TJorf, C

tc in Berlin angewiesen, im Sißne des

. >v. ,.............;, 1 uocu jt- ' Prozeni izu 221 an.

ata tp en au und hatte eine längere I Ledige unter 24 (Zähren erhalten zwei drittel Besprechung Mit ihm. I dieser Sätze, Hilfsarbeiter anteilsmäßig- Für die

auf, Er-

Wichtige Beschlüsse der Finanzkonferenz.

Tschitscherin an die Franzosen.

Paris, 15. August. (WTB.) DieHu- manite" veröffentlicht heute morgen ein Do­kument Tschitscherins, in dem es heißt: Möge die französische Regierung ihre Haltung uns gegenüber än­dern und wir werden dann mit offenen Au­gen alle Kaufleute und Industrielle, die mit uns ernstlich Geschäfte machen wollen, auf­nehmen. Möge Frankreich dem Beispiel Englands folgen, dann stehen ihm c alle möglichen Vorrechte zur Verfügung.

Ein griechisches Dementi.

Athen, 14. Aug. (Havas.) Der General- stab dementiert die türkische Nachricht von einer neuen Schlacht jenseits von Cfkischefrir Dort hätten lediglich einige Plänkeleien statt­gesunden.

Streiktage wird kein Lohn, aber Wnnschafts- unS Sonderzulage bezahlt Die Arbeit wird so» svrt wieder ausgenommen.

iung einer inneren Verwaltung auf stimmte Zeit.

~ ... . Y. 7 der l r p, mit seiner

Familie in Berlin eingetroffen. Er empfing gestern den Besuch des ihm befreundeten Wiederaufbau-

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 15. Aug. 1921.

Em Besuch Nathenaus.

Berlin. 13. Aug. (Priv.-Tel.f Wie die B. Z. a. M." meldet, ist bei ** """ "

Die Angebote Lloyd Georges an Irland.

London. 14. Aug. (WB.) Sauter. Seite w der Text der Verhandlungen zwi­schen der britischen Regierung und Irland ver- ossentlicht worden. Er zeigt, daß die Negierung Irland den Statusderbritischenpleber- see-Dominien anbietet und vollständige Au» l 0 n 0 mie in der Besteuerung, den Staatsstnan» zen und der Verteidigung im Innern. An das Anerbieten ist aber eine Reihe von Bedingun- g e n getn'üpft, unter denen zu erwähnen ist, daß die britische Flotte das Meer kontrollieren und daß Irland im Verhältnis zu den Kosten des britischen Heeres, der Flotte, der Kriegsschulden und der Pensionen beitragen müsse.

De Valera sagt in seiner Erwiderung, daß das Sinnseiner-Parlament die britischen -Vor­schläge nicht annehmen könnte und daß das irische Volk sie nicht annehmen würde, da sie sich wider­sprächen. Die Vorschläge erkennten Irlands Recht auf Selbstbestimmung an, machten diesen Grind- satz aber unwirksam durch die darauf folgenden Festsetzungen, die eine unzulässige Einmischung in irische Angelegenheiten bedeuteten. Die Ant-

Der internationale Friedenskongreß in Luxemburg.

Luxemburg, if Äug. (WTB., Der i n - tcrnationajc Friedenskongreß hat seine Arbeiten nach Annahme verschiedener Re­solutionen bandet, deruuter einer, die der Ini» Jtatinc des Präsidenten Harding zur Einberufung |

Der Aufstand in Marokko.

Paris, 15. August. (WTB.) Nach einer Meldung desZournal" aus Madrid mar­schieren 10000 RiffleuteaufMel- lila. In Enis sind vier Kompagnien, die dort lagerten, niedergemetzelt worden, wobei den Rebellen große Vorräte von Dynamitpatro­nen in die Hände fielen.

Niederländisch - deutsche Verhandlungen.

Berlin, 13. Aug. (Wolsf.) Wir vernehmen, daß die niederländische und die d e 1 t s ch e Regierung eine Kommission eingesetzt haben, welche demnächst in Berlin zusammentreten wird, um die Regelang der Grenz frage an der Unterem« zu beraten.

wort wiederholt, daß das irische Recht, für sich selbst zu wühlen, als unantastbar betrachtet wer- ben müsse. Irland fei gleich den kleinen Staaten Europas bereit, seine plnabhängigkeit auf der Grundlage seines moralischen Rechtes zu wahren.

Lloyd George antwortete auf diese Er­widerung de Valeras am 13. August. Er erklärte, die britische Regierung könne ein Recht Irlands, * ich vom britischen Reiche zu tren­nen, nicht anerkennen. Auf das nordische Irland könne kein Zwang ausgeübt werden. Die geographische Lage Irlands mache Irland zu einem untrennbaren Teil des britischen Reiches Lloyd George forderte de Valera von neuem bie Vorschläge der englischen Regierung in Wägung zu ziehen.

. daris, 14. Aug. (Wolfs.) Havas. Die Yateralliierte Finanzkonferenz hat heute nacht chre Arbeiten mit der 4lnterzeichnung eines Proto- rvlls abgeschlossen, das von den Ver- ^etern Frankreichs und Iapcms unter Vorbehalt ber Anerkennung burch ihre Regierungen ange­nommen wurde und in großen Umriffen besagt:

Die erste von Deutschland gezahlte Milliarde wird teilweise verwendet zur Deckung der Kosten der englischen Besatzungsarmee, teils zur Bezahlung der festgelegten Anteile der bel­gischen Priorität. Um seinen Alliierten 1 - leichterungen zu gewähren und als Konzessionen für die Ansprüche der Alliierten aus den von 1919 übernommenen Verpflichtungen soll Belgien die Regelung feiner Priorität auf die deutschen y^blungen bis zum 31. August 1922 erstrecken und sich im Prinzip verpflichten, nicht den Gegenwert der Lieferungen in natura an die anderen Mächte vom 1 Mai 1921 ab zu fordern. Dadurch er» Alten bie Mächte, bie auch weiterhin normale Lieferungen in natura empfangen, die Gewißheit, daß sie an die Reparationskaffe keine Rückzah­lungen zu leisten haben. Ferner wird dadurch -ermöglicht, daß bis zum August 1922 Verteilun­gen der bis dahin gemachten Barzahlungen an die verschiedenen für die Reparationen in Frage kommenden Mächte erfolgen können. Weiter werde vereinbart, daß die gesamten Kohlenliefe- rungenDeutschlands über Rotterdam oder Antwerpen bis zum 31. August 19gl, die zum Exportpreis der englischen Kohle verrechnet wur­den, zum deutschen Inlandspreis an­gerechnet werden. Diese Entscheidung bedeutet für Frankreich gegenwärtig einen Vorteil von 140 Millionen Goldmark.

Feststellungen. Das Amtsblatt hat seine skan­dalöse Notiz teilweise damit zu rechtfertigen versucht, daß auch die Rechtspresse taktlose persönliche Angriffe gemacht hätte. Soweit wir die Presse verfolgt haben, ist diese Be­hauptung durchaus unrichtig. Wir erinnern uns nicht, gelesen zu haben, daß über die Fähigkeiten des nunmehr zum Direktor er­nannten Dr. Ebel überhaupt in der Presse (Erörterungen stattgefunden hätten. DieHess Landeszeitung" in Darmstadt, das Organ der Deutschnationalen Volkspartei, hatte an der Besprechung des Falles sich überhaupt nicht beteiligt. Es ereignet sich selten, daß ein ernst zu nehmendes Blatt in einer politischen Pole­mik Jp unsachlich und inkorrekt, so un- vomehm und taktlos sich ausdrückt wie die Darmstädter Zeitung", die unter dem demo­kratischen und frecheitlichen Regime wirklich nichts Gutes hinzugelernt hat. Wir werden gebeten, noch festzustellen, daß entgegen der ursprünglichen Notiz des Regierungsblattes die Beamtenschaft der Universitätsbibliothek in der Angelegenheit der Ernennung eines neuen Direktors nicht gefragt worden sei, also auch nicht Gelegenheit gehabt habe, Herrn Prof. Dr. Heuser für ungeeignet zu bezeichnen.

zutage Jür Quiguft und September in Orten bis Vh Prozent Lokalzuschlag 75 Mark, 1015 Pro­zent 90 Mark, über 171 2 Prozent 120 Mark.

auf dem Wege der Entwaffnung zu Lande bie Armeen der Großmächte auf das M i n d e ft m a ß zu reduzieren feien, welches Deutschlanb burch den Versailler Vertag zugestanden wurde. Alle Vorschläge, die von der Propaganbakom» Mission eingebracht würben, würben angenommen, ebenso bie ber Kommissionen für Erziehungs­wesen iib soziale und wirtschaftliche Unterneh­mungen. Der nächste Kongreß soll in London stattfinden.

erleidet hiernach einen Verlust von 340 bzw. 740 Mark je Tonne nicht abgelieferten Umlage- getreides. der sich bei weiterem Rückgang ber Preise für einheimisches Getreide oder bei stei­gendem Weltmarktpreise oder Verschlechterung der deutschen Wahrung bis zur Fälligkeit der ersten Umlagerate im Oktober 1921 entsprechend erhöht Abgesehen von dem eigenen Interesse, das vier nach der Landwitt an der restlosen Erfüllung der Umlagepflicht hat, ist es auch eine vater­ländische Pflicht ber Landwirtschaft. das Reick burch bie Ablieferung des einheimischen Getreides von der Notwendigkeit zu bewahren, aus dem Auslande noch mehr Getreide einzuführen und hierfür noch mehr fremde Zahlungsmittel zu be­schaffen.

Uebermäfciger Getreideaufkauf m Bayern.

München, 14. August. (WTB.) Mi­nisterpräsident Kahr richtete laut Bahr. StaatSztg." infolge der durch die Vor­gänge auf dem Getreidemarkt geschaffenen be­drohlichen Lage ein Telegram man den Reichskanzler, worin erklärt wird, daß derGetreideaufkaufinBayern in­folge der Preistreibereien und der unbe- fchräntten Ausfuhr Formen angenommen habe, die nicht nur die Brotversorgung, son­dern auch die öffentliche Sicherheit gefährdeten. Abhilfe sei nur durch die in § 42 der Reichsgetreideordnung dem Reichsernäh­rungsminister eingeräumten Befugnisse mög­lich. Die Ablehnung des darauf bezüglichen bayerischen Antrages durch das Reichsernäh- rungSministerium bedauere er tief, auch we­gen der politischen Folgen. Er erbitte eine nochmalige Prüsitng und umgehende Mtttei-

Aus dem Reiche.

Die Hilfe für Rußland.

Berlin, 13. 2hig. Die drei sozialisti­sch cn Fraktionen unterbreiteten der Ber­liner ©tabtberovbnetem>ec|ammlung folgenden Dringlichkeitsantrag- Die ©tabtoerorbneten- versammlung ersucht den Magistrat, mit größter Beschleunigung dem offiziellen Hilfskomitee für Rußland 100 000 Mart zu bewilligen

Die Ablieferung der Getreide- Umlage.

Berlin, 12. Aug. (WTB.) Die Miefe- [ rungen auf Umlage weisen, wie das Reichs- - ernabrungöminificrium mitteili, in vie­len Gebieten bereits erfreuliche Ergebnisse auf in anderen Gebieten kommt jedoch die Abliefe­rung, auch wenn berücksichtigt wird, daß dort die Ernte zum Teil später beginnt, nur langsam in Gang. Es kann daher nicht genug betont werden wie sehr es gerade im Interesse der Landwirte selbst liegt, ihre Umlage so schnell als möglich zu erfüllen, da sie bann für den Rest des Wirt­schaftsjahres in der Verfügung über den übrigen Teil der Ernte völlig frei werden. Nach dem Gesetz über die Regelung des Verkehrs mit Ge­treide vom 21. Iuni fallen der Erfüllung bei Umlage für den Landwirt mit Ausnahme des Verfütterungsverboies für Brotgetreide alle Beschränkung en m seiner Wirtschaftsfüh­rung für Getreide fort Es soll dccher jeder Landwitt dieses Ziel völliger Befreiung von be­hördlicher ©intoirfung und Ueberwachung mög­lichst schnell durch Ablieferung seines -Umlage- getreides zu erreichen suchen, sich mdbefonbetc auch nicht durch bie augenblicklich für Weizen ungesund hohen Preisen auf dem freien QÄarfte verleiten lassen, etwa zuviel Getreide auf den Markt zu werfen und dadurch die Mög­lichkeit, feine Umlage zu erfüllen, zu gefährden. Die Haftung, die ihn in diesem Falle trifft, und die nach dem Gesetze unnachsichtlich in Anspruch genommen wirb, würbe nicht nur für ihn alle jetzt auf dem freien Markt erzielten Gewinne ver­schlingen. sondern darüber hinaus noch einen er­heblichen geldlichen Verlust bedeuten. Ein Bei­spiel möge dies erläutern: Der Landwirt wird heute für den Zentner Weizen vielleicht noch den Preis von 225 Mark erzielen, und zur Zeit des höchsten Standes etwa 245 Mark. Das macht für die Tonne 4500 bzw. höchstens 4900 Mark und bedeutet gegenüber dem Preise für Umlage' igetveibe mit 2300 Mark je Ton^e zwar eine äugen-- blickliche Mehreinnahme von 2200 bzw. 2700 Mark Nach bem Gesetze zahlt der Landwirt, wenn die Umlage nicht erfüllt wird, den Unterschied zwi­schen für den Umlagepreis für Weizen und dem Preise für inländischen Weizen zuzüglich des Zu­schlags von einem Viertel dieses Unterschiedes als Haftsumme. Der Unterschied berechnet sich, wenn man bie gegenwärtigen Preise von etwa 4750 Mark für bie Tonne auslänbischen Weizen einsetzt, auf 2350 Mark, mit einem Zuschlag von 25 Prozent auf etwa 2940 Mark. Der Landwirt

Beendigung des Buchdruckerstreiks.

M a i n z, 14. Aug. Zum Buchdruckerstreik in Mainz und Wiesbaden wird gemeldet: Am Samstag wurden vor dem Sarifamt in Berlin zwischen Prinzipalen und Gehilfen folgende V e r- cinbarungcn getroffen: Monatliche Sonder­

luna. Gleichzeitig wurde der bayerische Ge­sandte in Berlin anaewiesen, im Sinne der. .Antrages beim Reimskanzler mündlich vor- I stellig zu werden

Eine Tannenbergseier in Königsberg.

Berlin, 15. Aug. In Königsberg and gestern, wie dieMontags-Post" meldet, die dresjährige Tannenbergfeier unter Teilnahme von Zehntausenden statt. Freiherr von G a h l, der frühere AbstimmungSkom- missar für Ostpreußen, forderte in einer An- prache ein ungeteiltes, deutsches Oberschlesien General Ludendorff, dem am Abend vor­her bie Studenten einen Fackelzug 'gebracht hatten und der von der medizinischen Fakul­tät der Königsberger Universität zum ^E h - rendoktor ernannt wurde, sprach als Vertreter Hindenburgs und als Mit­kämpfer von Tannenberg, indem er zur Einig­keit ermahnte und auf die Tugenden des al­ten Heeres hinwies, die die Reichswehr und die Marine in die neue Zeit hinübernehmen sollten.

Die Modalitäten ber Rückzahlung ber belgischen Kriegsschuld, d. h. der von ihm während des Krieges von Frankreich, Eng­land und Amerika erlangten Vorschüsse, wurde derart geregelt, daß keine fühlbare Verminderung des Anteils Frankreichs an den deutschen Zah­lungen im Laufe des ersten Iahres erfolgt. Der Noch festzustellende Wert der Saarkohlen soll Frankreich auf die Zahlungen vor dem 1. Mai 1921 anaerechnet werden. Der Wert, den diese Gruben darstellen, und bie Lieferungen in natura seitens Deutschlands, übersteigen bie Gesamtkosten Frankreichs für bie Unterhaltung feiner Be- fatzungsarmee. Der Ueberfchuß wird von der Re- parationskommifsion in einem Zeitraum von fünf Iahren vom 1. November 1922 ab berücksichtigt b. h. von dem Zeitpunkt ab, wo die belgische Priorität wahrscheinlich bezahlt fein wird und infolgedessen die Verrechnung des gesamten Ueber- schusses auf den Anteil Frankreichs an den deut­schen Zahlungen ohne Schwierigkeiten vorgenom­men werden kann.

Paris, 13. Aug. (WTB.) DerTemps" schreibt, die Finanzkonferenz, die gleich- - zeitig mit dem Obersten Rat in Paris tagt, hat Sestern nachmittag anscheinend eine grundsätzliche Entschewung von großer Wichtigkeit getroffen. Der Wert der Saarbergwerke soll t r"sia?E.reichzurLast geschrieben werden, das Saldo der französischen Besatzungs- / kosten für das Rheinland damit mit einem Schlage <lls rüderftattet gelten wird. Es wird daraus ge- * folgert, daß Frankreich mehr erhalten habe als es für die Besatzung im Rheinland ausgegeben hat. Damit, sagt der .Temps", seien die Barzah­lungen, bie Deutschland zur Zeit leistet, mit einer PriontätzugunftenEnglandsin Höhe von einer halben Milliarde Mark belastet. Dann komme die belgische Priorität. Wann, so fragt Has Blatt, wird Frankreich zu seinen Reparatio­nen kommen? Der Wert der Saarbergwette selbst ist nach demTemps" übrigens noch nicht festge­stellt. Die Schatzungen sollen zwischen 34 Mil­liarden Goldmatt schwanken

^g. (WTB.) DerIntranfi- geant teilt über die Verhandlungen der inter­alliierten Finanzminister mit: Die Finanzkonfe­renz habe auch darüber sich geeinigt, die Kosten ber alliierten Besatzung mit Einschluß ber Kosten, die auf die alliierten Militättom- misswnen entfallen, auf eine Pauschalsumme von 240 Millionen Goldmark jähr­lich festzusetzen. England habe sich damit einver­standen ettlärt, daß der Tagessah für feine Sol­daten ebenso hoch gerechnet wird, wie der für die französischen Soldaten, wozu für jeden englischen Soldaten allerdings noch zwei Goldmark hinzu- kamen. Die Frage, zu welchem Kurse die Höhe der belgischen Kriegsschuld zu berechnen fei, sei von der Konferenz als zu verwickelt betrachtet und dem amerikanischen Delegierten in der Re- parationskommifsion Dohden als Schiedsrichter übergeben worden. Doyden habe den Auftrag angenommen.

DieTimes" über das Fallen der Mark.

London. 13. Aug. (Wolsf.) Die /Times" Werbt zu dem erneuten Fallen ber ? k ®r^tarung für den augenblicklichen refftand Oer Matt fei wahrscheinlich in den Re - ^arationSjia Ölungen zu suchen. Wie be­kannt. muffe Deutschland innerhalb des nächsten Monats der ^Reparationskommission Zahlungen leinen. Die Tatsache habe vielleicht zu Speka- tatumen in Matt ermutigt. Es fei nötig, um die aöirtung der Reparationszahlungen auf die Wäh­rung zu verhindern, das; von Zeit zu Zeit Vor­kehrungen getroffen werden, um Deuts chland .dem notigen Kredit zu versehen, Lamit dieses Land mehr Zeit erhalte, um De- vsien zu erwerben, in denen die Bezahlung durch s-eparatlonstommission gefordert werde Dies­bezügliche Vorkehrungen seien bereits einmal ge-

ST kür den auaenblicklichen Stand seien Borschlage für die Beschaffung von Kreüiten für Deutschland gefordert worden Die Verhandlungen darüber seien noch nicht beendet Die lmes' erklärt ferner solange Deutschland ein Budgetdefizi habe, solange es gezwungen ' et die Notenpresfe in Anspruch zu nehmen, unb 1 'Ylffnge feine weiteren Reparationszahlungen nicht durch Steuern decken könne, müsse die Mart 1 weiter entwertet werden '

Bornotizen.

, 7- Tageskalender für Montag: Lichtspielhaus Bahnhofstraße,Eine Frau mit Vergangenheit" und ,.OH das macht fast gar mchts' Astorialichtspiele,Der Fluch ber Menschheit".

-7 Der Kaninchenzuchtverein Gie- § e n palt, wie uns geschrieben wird, am 27. unb 28. August feine diesjährige lokale Ausstellung in den Baumen der Schönen Aussicht ab Die Züchter bieten alles auf, um möglich erstklassiges Sur Schau zu bringen. Meldeschluß ist am 20. August. Die Anmelbebogen wurden in der Versammlung am 7. August verteilt. Näheres be­sagen Anzeigen und Plakate.

Kreis Schotten.

x Ober-Seemen, 12. Aug. Im benach­barten Völzberg wurde gestern abend ein etwa 60jähriger Landwirt beim Holzfällen von einem umstürzenden Baum so schwer getroffen, baß ihm bie Schädelbecke zertrümmert würbe. Heute morgen erlag der Verunglückte leinen Verletzungen. Ein Verwandter, der ihm beim Holzfällen behilllich war, kam mit leichteren Verletzungen und dem Schrecken davon.

Kreis Friedberg.

5 r i e b b e r g, 14. Aug. DerDetera - nen- unb Militär-Verein Frieb - berg ber zu den angesehensten Vereinen bes Dafslabezittes zählt, beging heute bie Feier seines 50jafragen Bestehens. In Anbetracht ber schweren Zeiten, die auf unserem Daterlande lasten sah der Verein von jeder äußerlichen Festlichkeit ab und veranstaltete nur eine Gedenkfeier zum An­denken an die Gefallenen aus dem Kriege von und 1914/18. Am Vormittag sammelten Nch die Mitglieder sämtlicher hiesiger militärischer Vereine am Kriegerdenkmal und zogen geschlossen auf den Friedhof, wo an den geschmückten Grä­bern eine Srauerfeier stattfand. Eingeleitet wurde diese durch Choralmusik, dann hielt Prof. D. Dr. Diehl eine Anrede, in welcher er der treuen Toten gedachte und zum Treugelöbnis für unser Vaterland aufforderte. Anschließend daran be­teiligten sich die Vereine an dem Gottesdienst in ber Stadtkirche, welcher durch Chorgesänge des Mannergesangvereins und der Vereinigung ehe­maliger Chvrschüler unter Leitung des Seminar­lehrers Müller eine besondere Weihe erhielt.

Starkenburg und Rheinhessen.

Offenbach a.M.. 15. Aug Ausge- biesigen Gefängnis f-.nb in eüf ü,lcr Strafgefangene, die

ein ßtxfr bur(b bie Decke brachen Drei derselben tonnten wieder festgenommen werden

Hessen-Nassau.

Der neue Milchpreis in Frankfurt

mc Frankfurt a. M. 14. Aua Das Le- bensmittelamt hat gestern mit den Landwirten über bie Erhöhung des Milchpreifes verhandelt Es ist dabei zu einer Einigung auf ber Grund läge gekommen, bah den Landwirten, des befenten Gebietes künftig Mk. 2,90 Pro Liter unb den Landwirten m ben unbesetzten Teilen Hessen -cassaus und des Freistaates Hessen Mk 2 60 zugebilligt werden.

Wilder Streik oec Eisenbahnwerkstättenarbetter in Cassel.

Äa|rCr 14 Aug. (WB.) Gestern noch- mittag brach bei einigen Dienststellen des Bahn- tzofes Kassel-Oberstadt ein w i l d e r S t r e i i aus Einige Tage zuvor waren Teile der Arbeiterschaft an die Eisenbahnbirektion Staffel mit ber For- berung auf Gleichstellung mit den Bezügen ber Hauptwettstättenarbeiter heran getreten unb ver

Auszahlung eines größeren Vorschus­ses Da die Lohnverfraltnisse in einem Reichs- tgiif Der trag geregelt sind, war bie Eisenbahn- Direktion nicht in ber Lage, über bie gestellten Forderungen zu entscheiden. Obwohl der Arbeiter ['W* ist. daß die Eisen bahndirektior

über die Forderungen erst an das ReichsvettehrS- Ministerium berichten mußte und daß dort bie Verhandlungen bereits ausgenommen sinb. ist bei ötrei: begonnen worden. Der gesamte Betrieb konnte bisher mit Hilfe der Beamtenschaft iw wesentlichen aufrechterhalten werden Seine Durch­führung wird auch weiterhin mit allen Mitteln versucht werden.

Die diesjährige Hauptver- lammlung des Oberhessischen Obst- bauvereins war infolge der ungünstigen Wit- terung und der vielen in der Nähe stattsindenden Festlichkeiten nur schwach besucht. Wohl aber konnten als Gäste der Vorsitzende des Landes­verbandes der Obst- und Gartenbauvereine Hel­tens, Regierungsrat von Hahn, und der Vor- sttzenbe des Landwirtschaftskammerausschusses, -^etonomierat Breidenbach-Dorheim, be­grüßt werden. Oekonomieiat Spieß- Friedberg eröffnete die Versammlung und begrüßte die An­wesenden. Zum 1. Präsidenten wählte man Kreis- bireftor Gräf- Friedberg, zum 2. Präsidenten Oberregierungsrat Weicker- Gießen durch Za- ruf. Den Geschäftsbericht über das abgclaufenc Geschäftsjahr erstattete Oekvnornierat Spieß- Friedberg. Der Oberhessische Obstbauverein hat danach eine Zunahme von 209 Mitgliedern za verzeichnen. Der in Friedberg erscheinendeRat­geber für Obst- unb Gartenbau" ist seit 1. April d. Is. an den Landesverband in Darmstadt über­gegangen und erscheint jetzt in 18 500 Exemplaren. 2ln die Obst- unb landwirtschaftliche Schule 31 Friedberg wird eine Gartenbauschule angeglie- bert, die voraussichtlich Mifte Rovomber ihren Anfang nimmt. Die von dem Rechner des Ber- eins, Reallehrer Ringshausen - Friedberg, gestellte Rechnung für 1920/21, sowie der Vor­anschlag für 1921 22 wurde gutgeheitzen und dem Vorstand Entlastung erteilt. Garteninspettor O a n g e - Frankfurt a. M. hielt sodann einen sehr anregenden Vottrag über die Frage:Lassen sich unsere Gemüsekultaren rentabler gestalten?"

A^^rungen, sich auf Saatgut. Zeit ber Aussaat, richtige Düngung, Bodeiibearbei- 'Vereinfachung der Kulturen, Absahverhaltnisse, Sortenwahl und üleberwin- tarung bezogen, boten manches Neue und sollen im -Ratgeber" veröffentlicht werden. An den Vortrag schloß sich eine rege Aussprache an.