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100 Kr.
100 L.
184.50
7.15 0.725 5.10
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Fl = AK. =
184.50
6.95 0.70
7.15
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25.90 45.-
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591.-
3.50
7.50
Kirche und Schule.
" Der Landeslehrerverein halt feine diesjährige Dertreterverfammluog am 8. Oktober in Mainz ab.
= 21.69
- 25.90 - 45.90 == 1.60
= 595.-
= 3.50
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. 100 . 100 . 100 . 100 . 100 . 1 . 100
Kr. fir. Fr. £ L.
Hänsom
und
August der Starke
die bevorzugten Zigaretten
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nialbiewft usw. angefteHl gewesenen Beamten zu sorgen. Falls sich diese Beamten in Verwendungen im Landesdienst bewährt haben, sollen sie in einer ihrer Verwendungstätigkeit entsprechenden Stelle angestellt werden. ES ist hierbei hauptsächlich an solche Beamte gedacht, die aus Hessen stammen. Alm die Rechte der einheimischen Beamten nicht zu schmälern, empfiehlt eS sich, die Anstellungen in neuen, über den Etat hinausgehenden, nur für die Inhaber zu bewilligenden Stellen zu vollziehen.
thes »Götz" bereits im Keim enthalten find, die Zusammenstimmung von Natur und Vorgang, die historische Verklärung wie die Zigeunerrvmantik und die Ausmalung des kulturhistorischen Details. Aus diesen Anregungen heraus schuf er eine neue Kunstfvrm, die die ganze Wellliteratur befruchtet. Vis auf Flauberts »Salambo" ist kein historischer Vornan entstanden, der nicht Scotts Spuren zeigt, und auch daS so ganz andersartige Werk des Franzosen hat von ihm den Ausgang genommen, ihn zum Schluh noch diese gewaltige Nachwirkung kurz zu streifen, Wersen wir einen Blick aus seine Nachahmer. Manzonis „Verlobte" sind wohl das größte Kunstwerk, das in seinem Geiste geschaffen wurde, aber auch die historischen Meisterromane de VignhS, Balzacs, Hugos, Me- rimees, und überhaupt die ganze französische Ao manttl sind ohne ihn nicht denkbar. 3n Amerika war sein frühester Schüler Evoper und sein aröß- tcr Hawthorne: in England Bulwer und Thacke- ray. 3n Rußland lernten Puschkin und Gogol von ihm. 3n Deutschland trat Willibald Alexis, der ,Walter Scott der Mark", mit dem „Wall.rd- mcor“ gierst in ferner Maske auf, und Mauris „Liechtenstein" machte ihm die Popularität streitig Die ganze Blütezeit des deutschen Romans von Tieck und Fouquö über Spindler und Hein rief) König bis zu Frehtag und Fontane benutz: die Scottfche Technik. Eberrso ist die Geschichtsschreibung von ihm reich befruchtet toorben Augustin Thierry bekannte, durch „3vanhoe zu seinen Studien angeregt zu sein, und kein einziger Geschichtsschreiber jener Zeil, auch Ranke nicht, verleugnete seinen Sinstutz.
pulärsten sind nicht die künstlerisch besten dieser Werke, die noch aus erlebter Tradition eine nahe Vergangenheit darstellen, wie der erste Meisterwurf ..Waverleh". der großartige Sittenroman „Guy Mannering", der humorvolle „Altertümer" oder „Robin der Rote" und „Das Herz von Midlothian", sondern am meisten gelesen werden die stofflich interessantesten, wie ,3vanhoe". _KoniIworth", .Quentin", ,D u r w a r d", ^D c r Talisman". Es ist Scott gegangen wie allen groben Erzählern. Er sank zur Zugenb- türe herab und wurde erst dadurch in aller Welt ganz heimisch, ähnlich wie Desoes „Robinson", Swifts „Gulliver" und letzten Endes der .Don Quirote". Aber deshalb werden auL die Groben seiner nicht vergessen. Gesunde Leser auch mit den höchsten Ansprüchen werden stets die Bewun- derung teilen, die ein Alexis und Jchntane, ein E F. Meyer und Luise von Francois für ihn hegten, werden der Weisheit seiner Technik, der Feinheit seiner Form nachspüren, die Hauff. Otto Ludwig, Gustav Frehtag so eifrig studiert haben.
Der Mensch Scott, diese Mischung von Aa- turburschc und Patriarch, ist ein Wunder für sich, ebenso sein von märchenhaften Erfolgen erfülltes und doch im aufreibenden Daseinskampf austönendes Leben. Rirgends ist sein Wesen besser geschildert als in einer gelegentlichen Bemerkung Fontanes^ „6r hat ganz den Stempel des Genies, und zwar nicht in dem einen oder andern, sondern in allem. 3mmet jung, bis zu dem Moment, wo Unglück und Krankheit ihn nieder- warfen, von immer gleicher Kraft und Frische. Ein Sonnenschein war um ihn her Der ganze Mann leuchtete, Hm sein eigenes Wort zu ae- brauchen, »che did ti>c hmmrs for SLLrlaad",
Dir Einladung zur Washingtoner Konferenz.
Washington, 12. August. (Wolff.) 3n der Einladung des Staatsdepartements zu der Abrüstungskonferenz heißt es: Die produktive Arbeit droht unter der zu schweren wirtschaftlichen Last zusammenzubrechen, wenn nicht die gegenwärtigen ungeheuren öffentlichen Ausgaben vermindert werden und eS ist vergeblich, nach der Befestigung oder Sicherung der sozialen Gerechtigkeit oder nach der Sicherung des Friedens zu suchen, solange die ungeheueren unproduktiven Ausgaben Diese Bemühungen ihres wirklichen Erfolges berauben luno die Aussicht auf den Fortschritt zunichte machen. Die ungeheueren Ausgaben beim Wettrüsten bilden offenkundig den gröberen Teil des Druckes, der auf den Anternehmungen und auf dem nationalen Wohlstand lastet. Die v e r m e i d b a r e n und übermäßigen Ausgaben dieser Art sind nicht nur wirtschaftlich unberechtigt, sondern sie bilden eher eine ständige Bedrohung deS Weltfriedens. Indessen wäre eS wohl unbegründet, das Einhalten in diesen wachsenden Ausgaben zu erwarten, wenn nicht die am meisten betroffenen Mächte eine befriedigende Grundlage finden für ein dahingehendes Bebereinkommen. Die Erklärung fährt fort: ES ist ganz klar, daß eS keine endgültige Sicherung des Friedens in der Welt geben kann, wenn der Wunsch nach Frieden fehlt und der Ausblick auf die Einschränkung der Rüstungen ist nicht hoffnungsvoll, wenn dieser Wunsch keinen Ausdruck findet in dem praktischen Bemühen, die Ursachen der Uneinigkeit zu beseitigen und den Grund zu einer Verständigung über die Grundsätze in deren Anwendung zu suchen. Es ist der ernste Wunsch der amerikanischen Regierung, daß es durch den Austausch der A n s i ch t e n auf der Konferenz möglich lein möchte, eine Lösung betreffend deS Stillen Ozeans und der Fragen des Fernen O z e a n S, die augenblicklich von unbestreitbarer Wichtigkeit sind, zu finden, nämlich eine gemeinsame Verständigung über die Gegenstände, die von internationaler Bedeutung waren und eS noch sind, da sie dazu dienen können, eine dauernde Freundschaft unter den Völkern zu fördern.
ans aus Es ift schon fange Betont, daß der Wärmegehall dieser Waffermallen von hoher Bedeutung für das Klima ist Die beiden norwegischen Forscher haben nun wichtige Gründe dafür beigebracht, daß die Schwankungen der Wassertemperatur zu den Schwankungen der Sonnen- aktivität in enger Beziehung stehen. Dieser Zusammenhang ist allerdings nicht unmittelbar, sondern die Strahlungsschwankungen machen sich zuerst in den oberen Luftschichten bemertoar. äußern sich dann in Luftdrucksschwankungen, und die bat au8 entstehenden a roßen atmosphärischen Zirkulationen rufen erst sich weithin erstreckende Temperaturperioden von verschiedene» Länge hervor. Man hat solche Temperaturveränderungen mit einer Dauer von acht Monaten bis zu zwei Fahren beobachtet. Auf ganz andere Art suchte der argentinische Meteorologe Clayton dem Problem nahezukommen. Er stützte sich auf die direkten Messungen der Schwankungen der Solarkonftante, die bis zu6 °o betragen. Er dehnte seine Studien aus 30 möglichst gleichmäßig über die ganze Erde verteilte Stationen aus und stellte so periodische Wechsel in der Witterung fest, die von dem Maximum oder Minimum der Solarkonstante abhängig sind. Seine Ergebnisse stimmen in vielen Punkten mit denen der beiden' skandinavi- schen Gelehrten überein, und in Argentinien hat man sogar die Elatztonschen Regeln für den praktischen Wetterdienst verwertet.
Wechsel auf Holland.......
Deutschland.....
Wien ........
Prag........
Pari» ...... London .......
Italien.......
Brüssel.......
Budapest......
Neuyord.......
Agram........
Bukarest......
er war der eigentliche Beherrscher seines Landes, weit mehr als Georg IV. mit seinen Drummels und feinem weißgestickten Jabot, und wie es in einem schottischen Sprichwort heißt: „21 Kings face shall give grace“ (eines Königs Blick bringt Glück), so beglückte und begnadete auch Sir Wal' ter, wohin er sah. Sein ganzes Leben war ein unausgesetztes Wohltun. Die Tiere umdrängten ihn, wenn sie ihn kommen sahen: denn er kam mir, um zu liebkosen, äu streicheln und — zu §eben. Seinen Dienern der gütigste Herr, seinen »ästen dec gastlichste Wirt, seinen Kindern ein 3deal des Lebens. Arglos, neidlos, loyal und pietätvoll. Sein Herz für Schotlland und feine Werke für die Welt, so ist er durch die Zeitlichkeit gegangen, wie ein großer Beglücker, Segen auf allen seinen Spuren."
Seine Kunst erwuchs ihm notwendig und zwanglos aus diesem Leben und dieser Persönlichkeit. natürlich, gefunb, unproblematisch. Er sammelte Sagen und Lieder aus dem Munde der Hirten und Bauern, er schlief in jeder Schäferhütte und kroch in jede Ruine. Die würzige Luft der schottischen Hochlande weht durch seine Bucher und der ewige Schlag des Menschenherzens pocht bei ihm unter jedem historischen Kostüm.
Scott hat den historischen Roman aus dem Nichts geschaffen. Er steht auf den Schullern der genialen englischen Erzähler des 18. Jahrhunderts, eines Fielding und Smollett. Die Anregung für seine Beschäftigung mit der Geschichte und der Volksdichtung empfing er vom deutschen ©türm unb Drang. Mil llebersetzungen des -Götz" und der Bürgerschen Gedichte begann er ferne Laufbahn, unb man hat nicht mit llnrecht betont, baß dzc der LcvttjchLN Rumäne m
(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)
Die französischen Absichten.
Paris, 13. Aug. <WTB.) Havas meldet, daß die lleberweisung der oberschlesischen Grenz- fiagc an den Dölkerbundsrat in fran- zösitchen Konferenzkreisen günstig ausgenommen werde, die eine wirkliche Befriedigung darüber empfinden, daß diese verwickelte Frage dadurch aus dem Bereich ihrer Besorgnis entschwinde. Tatsächlich hätten sich auch nach der viertägigen Beratung die englische und französische Auffassung scharf gegenübergestanden. Die Lage habe am Donnerstag durchaus verfahren erschienen, da sowohl 3talien wie auch Japan sich zu dem englischen Vorschlag bekannten und Frankreich allein als Gegner einer Grenzziehung bageftan- ben habe, die für Polen ein .wahrer Hohn auf die Gerechtigkeit" gewesen wäre. Frankreich habe sich aber trotz der Gründe, die ihm seine Haltung gebieterisch zur Pflicht machten, nicht dem Vorwurf aussetzen können, durch seine Hartnäckigkeit das Werl 'des Obersten Rates zum Scheitern zu bringen. Briand sei daher der Lieberzeugung gewesen, man müsse aus der Sackgasse heraus- lommen, in die der Oberste Rat sich verfahren habe, damit eine gänzliche 3solierung Frankreichs vermieden werde. Daraufhin habe er den Schiedsspruch des VölterbundSrates angenommen. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung und bis zur Durchführung der Entscheidung würden Frankreich, England und 3talien Verstärkungen entsenden und damit auf die These zuruckgreisen, die Frankreich schon vor dem Zusammentritt des Obersten Rates vertreten habe Mit anderen Worten: es würden neue Truppen
noch vor jeder Lösung in Marsch gesetzt werden. Havas fügt hinzu, baß das vom Obersten Rate vorgefchlagene Verfahren zu einer raschen Entscheidung führen werde, die durchaus unparteiisch sei und von keiner Seite angefochten werden könne.
Weitere ftanzösische Pressestimmeu.
Paris, 13. Aua. (WTB.) Das „3our- n a l“ hebt hervor, daß die lleberweisung an den Völkerbund eine um so ernstere Tatsache sei, weil dies die Folge habe, aufs neue Amerika von den alliierten Beratungen zu entfernen, nachdem man seine Rückkehr mit um so größerer
Aus Hessen.
Was sind überplanmäßige Richter?
Auf diese in der Presse gestellte Frage wirb amtlich geschrieben:
Durch Beschluß des Landtags zum Staatsvoranschlag für 1921 Ist die Regierung ermächtigt worden, Beamte, die früher in El- saß-Lothringen oder in anderen, durch den Friedensvertrag von Versailles abgetretenen Gebieten, im Kolonialdienst, in der Militärgerichtsbarkeit usw. angestellt waren, und die sich in einer Verwendung im hessischen Staatsdienst bewährt haben, unter Festsetzung ihrer Bezüge nach den Bestimmungen des Besoldungsgesetzes und der zugehörigen Besol- dungsordnuna in neuen, überplanmäßigen Stellen anzustellen. Die Stellen sind jeweils im nächsten Staatsvoranschlag und in den folgenden Staatsvoranschlägen als solche zu bezeichnen, die nur für den Inhaber bewilligt
Vermischtes.
Der Dampfer „George Washington".
Bremen, 14. August. (Wolff.) Der Dampfer „George Washington" der United Staates Mail Steamship Company traf am SamStag mittag wohlbehalten auf der Weser ein, er ankerte wegen der Ebbe beim Hvheweg-Leuchtturm und setzte um halb zwei Uhr die Fahrt nach Bremerhaven fort, wo eine nach tausenden zählende Menschenmenge dem ehemaligen Norddeutschen Lloyd-Dampfer einen begeisterten Empfang bereitete. Der Dampfer brachte 2700 Passagiere, davon 1700 für Bremen; die übrigen wurden in Plymouth und Cherbourg gelandet. Ferner Überbrachte der Dampfer viel Post und Ladung. Die amerikanische Presse feierte die Indienststellung des „George Washington" als größtes Handelsschiff der ame rikanischenFlotte. Der Dampfer wurde nach seiner Kriegsverwendung jetzt gänzlich wiederhergestellt.
Gin origineller Tafelanfchlag.
fpd. Göttingen, 13. August. Einen bezeichnenden Tafelanschlag findet man an der Toreinfahrt des Rittergutes Stedten. Er lautet wörtlich: „Hamsterer halt!" Mit 5000 Mark wurde ich bestraft, weil ich den Hungernden Nahrung verschafft habe. Darum halt' ich jetzt meine Böden zu, kehrt um, Ihr Hamsterer, und laßt mich in Ruh!"
' Berlin, 18. Aug. Laut „Lok.-Anz." schritten Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft gegen den Wett-Sport-Ko nzernRhein- Elbe G. m. b. H. in Dresden, Leipzig, Halle, Breslau und .Berlitz ein. Gleichzeitig wurden umfangreiche Beschlagnahmungen und Verhaftungen vorgenommen. Ein mit an der Spitze stehender Kaufmann ist mit 2 0 0 000 Mark flüchtig.
• Berlin, 15. Aug. Ein radfährende r Räuber überfiel auf der Landstraße nach Hülsen einen Bureauangestellten, dem er laut „Montags-Post" die Aktentasche mit 4 0000 Ml. raubte.
Mettlach. 13. Aug. (Wolff.) 3n der Nacht zum Freitag entstand in der Fabrik von Ville- roß unb Bloch unb im Schloß Mettlach ein riesiger Brand, dem die Fabrikgebäude zum Opfer fielen. Auch bas Schloß wurde fast vollständig vernichtet. Der Schaben wird auf annähernd 10 Millionen Mark geschätzt.
* Sonnenoberfläche und Witterungswechsel. 3n den letzten 3ahren hat sich die Forschung eingehender mit dem interessanten Problem beschäftigt, inwieweit Klima- und Witterungsveränderungen mit Vorgängen aus der Sonne im Zusammenhang stehen. Man stellte regelmäßige genaue Messungen der Strahlungs- größe an der Grenze der Atmosphäre, der sog. Solarkonstante, an und suchte durch kritische Prüfung der Witterung meteorologische Erscheinungen durch Vergleich mit den Sonnenvorgängen zu erklären. Einige neuere Arbeiten über diese interessanten Beziehungen werden in den „Naturwissenschaften" besprochen. Auf rein rechnerischem Wege hat Brooks den Einfluß der Sonnen» flecke auf den Klimawechsel untersucht. Auf Grund eines seit 1870 vorhandenen Beobacktungsmate- rials kommt er zu dem Schluh, daß unter der Voraussetzung, Abnahme der Sonnenfleckenzahl fei mit Abnahme der Sonnenstrahlung verbunden, die 3ntenfität der Sonnenstrahlung feit 1870 abgenommen hat. Doch sind nut einige Teile bet Erde, hauptsächlich die Tropen, Zentralasien und die Polargebiete direkt von der Sonnenstrahlung abhängig. Zwei skandinavische Forscher, der bekannte Fridjof Nansen und Helland-Hansen, gingen bei ihren Arbeiten von den Schwankungen Der Wassertemperatur des Nordatlantischen Oze-
Das des
hessischen Besoldungsgesetzes.
Aus Darmstadt wird offiziös geschrieben:
Gegen verschiedene Bestimmungen des hesfischen BesoldungSgefetzeS, des Ruhege- haltg' unb des Hinterbiiebcnenversorgungs- gesetzes, die von den reichsgesetzlichen Vorschriften abweichen, oder von denen angenommen werden kann, daß sie eine günstigere Regelung darstellen als dies für die ReichS- beamten zugelaffen ist, wurde auf Grund des BefoldungSfperrgefeyeS Einspruch erhoben Es wird jetzt mit der zuständigen Reichsbehörde darüber verhandelt, um die erhobenen Beanstandungen so weit als möglich zu beheben. 3n einigen Fällen ist das auch be- rettS durch die gegebenen Erläuterungen geschehen. Die Verhandlungen werden in der üblichen Weise, jedenfalls nicht „geheim", geführt. Eine Veröffentlichung der Beanstandungen liegt weder im Onteresfe der beteiligten Beamten noch im Interesse einer beschleu- nigten Erledigung der Angelegenheit. Sie ist umso weniger veranlaßt, als erwartet werden kann, daß sich eine größere Anzahl von Anständen noch im Wege der Verhandlungen beseitigen lassen wird. Es hat feinen Zweck, die Verhandlungen vor ihrem Abschluß in die Oeffentlichkeit zu bringen, dem Ergebnis der Verhandlungen wäre es jedenfalls nicht von Nutzen Von der Einsicht der Beamtenschaft darf erwartet werden, daß sie sich diesen Gründen nicht verschließt. ES geschieht alles, um die Verhandlungen so schnell als möglich zum Abschluß zu bringen, damit nach erneuter Stellungnahme des Landtags die Veröffentlichung des Besoldungsgesetzes usw. baldigst erfolgen kann. Bis zur Erledigung der Anstände, oder bis nach ergangener Entscheidung durch das Reichsschiedsgericht kann indessen daS Gesetz nicht in Kraft treten.
Für die Festsetzung der DesoldungSvor- dienstzeit der Beamten werden die für die Reichsbeamten aufgestellten Grundsätze, unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse der Landesbeamten, als Richllinien gelten müssen. Die in Betracht kommenden Ausführungsbestimmungen zum ReickSbesoldungSge- setz find in letzter Zeit von dem zuständigen Ausschuß des Reichstags einer Nachprüfung unterzogen und erst in der Sitzung des Reichstags vom 7. Juli 1921 verabschiedet worden. Die endgültige Fassung der Vorschriften, die noch der Zustimmung des ReichSrateS bedürfen, ist jetzt erst bekannt geworden, .und es war deshalb bisher auch die Aufstellung endgültiger Grundsätze für die hessischen Beamten nicht möglich. ES kann aber erwartet werden, day die Regelung dieser Frage nunmehr bald durchgeführt wird.
Srenbe begrubt habe Da- Blatt will °Brian^ keinen Vorwurf machen, denn er habe den 3n» ieresten Frankreichs mit seiner ganzen ^Icbcrzeu- gung gedient Ader er sei auf die hartnäckige, vorgefaßte Meinung Llovd Georges und Lord S u r z o n s geßoßen. die sich immer mehr zu Profef,7»ren der Geschichte Deutschlands aufwerfcn. Briand habe brechen oder den Ausweg anneßmen müssen, den Llovd Georg« ihm angeboten habe. Das Blatt läßt dnrchdlicken, daß dieser Ausweg von den italienischen Ministern entdeckt worden sei Es ist aber insofern zufrieden, als es erklärt, es wäre eine alle Erfahrung in der Politik, daß Zeit gewinnen viel veitze, vielleicht sogar alles heiße Unglücklicherweise aber könnten neue G sahren and neue Enttäuschungen auffteigen, wenn die 3nter» essen und die Leidenschaften der Völker auf bem Spiele ständen
Der .Populaire" sagt, der gestrige Beschluß sei das Zugeständnis der faHcbeii Art und Weise, mit der die Alliierten das oberschlesische Problent beim Abschluß deS Friedensvet träges behandelt hätten. Die Llnsähigkeit. eine Lösung zu smden, sei nur die Folge der Tatsache, daß diese Frage nicht eine ausschließlich englisch- frcknzösische Frage sei.
Die Stimmung in Oberschlesien.
Berlin, 13. Aug. (Pr.-Tel.) Die Stirn- mu na in Oberschlesien über den Beschluß des Obersten Rates wird in einer Meldung des „Berliner Tagebl." aus Beuthen mit den Worten charakterisierte Wiederum enttäuscht! Angesichts der dauernden llnruhe und Besorgnis vor neuen polnischen Ausständen erheben sämtliche deutschen Blätter in Oberschlesien die inbrünstige Forderung nach einer schnellen und gerechten Entscheidung. Die polnischen Blätter enthalten sich vorläufig jeder Ansichtsäuberung.
Scott.
Zu seinem 150. Geburtstag. 15. August
Aie wieder hat ein Autor das europäische Publikum in eine solche Raserei des Lesesiebers, in einen solchen Taumel des Entzückens gerissen wie der ..große Unbekannte", der seit 1814 als ..Verfasser Der Waverley-Romanc" hervortrat Der „schottifchc Zaubrer" drang mit seinen spannenden Erzählungen in alle Schichten. Goethe berichtet 1823 aus Karlsbad, daß er dort von nichts anderem habe fvrechen höre», unb einer Kritik dieser Werke wich er aus, indem er meinte, Bücher mit solchem Erfolg feien schon dadurch unsterblich und entzögen sich jedem UrteiL
3n England verdiente dieser Hexenrncister ein Millionenvermögen und konnte es auf sich nehmen, nach dem Bankerott feines Bankhauses und seines Verlegers, die ohne sein Verschulden auf ihn kommenden Verpflichtungen von 120 000 Pfund mit feiner Feder abzuarbeiten: in Frankreich wurden feine Bücher in l12 Millionen Bänden verbreitet: in Deutschland schossen die lieber- sekungen und Nachahmungen wie Pilze hervor
Scott hat erst 1827 das Geheimnis, mit dem er feine Verfasserschaft umgeben hatte, offiziell enthüllt: aber schon vorher wußte man. daß der genial? Anonymus fein anderer fei als der schottische Dichter, der bereits durch gelungene Balladen und Epen aus Schottlands Sage und Geschichte bekannt geworden war. Seitdem ist Scott der Klafsiker des historischen Romans, den er geschaffen.
^Insterblich sind die Romane, in denen das kräftige, non der lebendigsten Anschauung heimischer Zustände und Sitten genährte. Talent Scotts zur vollen (Sutfaliung kam. Am fto*
Diese Ermächtigung gilt auch für solche Beamte der bemerkten Art, die im Rechnungsjahr 1920 in planmäßigen hessischen Stellen angestellt wurden, und zwar je vom Tage der Anstellung an; es können dann hessische Anwärter in den hierdurch freigewordenen planmäßigen Stellen rückwirkend je vom Tage der Erledigung der Stelle ab angestellt werden.
Eö ist Pflicht der Regierungen, für die Unterbringung der m den jetzt von dem Deutschen Reiche abgetrennten Ländern, im Äolo= —UJJLLLLJ_________!— 1 1,1 L. ■ -
Handel.
Frankfurt a M.. 15. Augnsl Züricher Devisemnarkt.
13.8. 15.8.
Märkte.
[j Marburg, 12. Aug. Auf dem gestrigen Schweinemarkt kam es zu einem bemerkenswerten Preissturz, denn kleine Ferkel waren schon für 50—60 Mk. das Stück zu haben. Größere Ware kostete 70—100 Mk. unb Läufer 300—500 Mk. baä Stück. Von den 850 zu- gefahrenen Tieren blieben die meisten unverkauft.


