Einzelbild herunterladen

flus dem besetzte« Gebiet.

Verkehr mit Alkohol.

Koblenz, 11. Imn. (Wolff.) Nach -u- verlässigen Nachrichten find in oen nächsten Lagen folgende öeftimmimgrn oer Rhein- landkommissivn über oen Verkehr mit Alkohol im besetzten Gebiet zu er­warten.

Für die Einführung von Trink- branntwein und Alkohol, der für die Verstellung von Likör bestimmt ist, ist eine l>esondere ^willigirng des bei der Rbein- »and kommt ssion neu eingerichteten Alko- holkomitees erforderlich. Treses setzt bei der Erteilung der Bewilligung den zu entrich- lenden Zoll vnb die sonstigen Abgaben fest. Die übrigen industriellen Alkoholverbraucher innerhalb des besetzten Gebiets sollen sich vu Syndikaten z u sammen schli en en Tie Syndikate bilden eine Einkaufsgenossenschaft, welche den im defekten Gebiet erzeugten ^llkohol von ntcrickiot! tu bi senden Syndikat der Alkoholerzeuger zu Preisen zu verkauf hat, hie dae- '^lt0( olkomitee fest setzt Ti zur Zeit im besetzten Gebiet noch liegenden Vorräte der Reichsmonopolverwal­tung können von dieser an die Einkaufs­genossenschaft auf Grund besonderer Bewilli- quiißett, die vom Alkoholkomitee zu bean- tragen sind, verkauft werden Der Preis für diesen Alkohol ist an die Reichsmonopolver- waltung zu entrichten.

Ku» Stadt irnd Cattfc.

Gießen, den 13. Imn 1921.

Abbau de» Milchpreises

In eine Besprechung der Städtevertreter au? Vessen und dMr Wirtschastsgebi't syrarikfurt am 10 3itTri 1921 in Frankfurt a. M. iifxr bat Mi1ckpreis, auf der Vertreter der Städte ra Trurt n M., Darmstadt, Main-V, Wiesbaden, Oftenoach W->ckrnL, Gießen, Fri'dberq, Hancm, "il r, Vad Nauheim, Homburg v. d. H., Beus mtt inth Röchst a M. anwesend waren, wurde e-ii''fimm:a ;.tnr Ausdruck ncbradyt, daß eine Not- we-idigkit ;ii einer Erhöhun g des Milch ireifes nicht vorliege. Im Interesse e>ues gutn E-invevnckmtens zwischen Erzeugern u d Verbrauclern erklären sich die Städte unter 7'f'(ütigung der bisherigen Abnrachungen bereit, Mstch -um seitherigen Stallpre-s von 2 Mark zu- 'ü.i ich eines Zuschlages von 20 Pfennig bis aus weitere? ab'-imehmen. Heber diesen Preis hinaus fi'nrrei H' Städte mit Rücksicht auf die ungünstige wirf'ckast M Lage weiter Kreise der städtischen Aen-.drung. n>elche di' Ab^adnröalvl>keit mr Milckr f'xr.' bce nträd-tigt, nickst geben. Diei em g n Städte, die der. its durch die Ungunst der Verhältnisse ge­zwungen, einen höheren Preis bewilligt haben, erklären, am 16 Juni bhw. dem frühestmnglick-en Zeitpunkte ebenfalls einen Abbau des Milch­preises auf den Var geschlagenen Satz vvrzu- --ehmen bzw. zu erstreben.

Erhöhung der Teuerungszulage für Kriegsbeschädigte und »Hinterbliebene.

Tic TeuerungSzulayc.dieden Kttiegs- beschädigten >md K^iegShinterbltebencn zu den Der- sorgimgsge(nihrnis'en nach dem Reicksversvrgungs- gesttz gewährt wird, ist mit Wirkung ab 1. Januar 1921 von 25 v. H. auf 35 v. H. erhöht worden. Don dem gleichen Zeitpunkte an sind btt* Grenzen des Jahreseinkommens, die bisher für die Rnhe- imb Dersorgrmgsgcbührnisse galten, um je 2000 Mark herausgesetzt worden. Däbrend also früher Kür-nm-en ber Dorsoraim<ssaebstsrnisse schon oeüaun.-n. wenn man nach Abzug der Dersorgnngs' w'b'ihrniise von seiner gmizen Jahreseinnahme mehr als 5000 Mark steuerpflichtiges Einkommen i beginnen jetzt die Kürzungen erst, twnn man dri gt-scher. Berechnung noch 7000 Mark steuer pflichtiges Einkommen übrig dhält Ferner ist and) die Bestimmung, wonach die Ehrenrente mit gewährt werden durfte, wenn das Jahr-'s cinkominen nicht über 1500 Mark hi nausging, durck) die Erhöhimg der Einkommensgrenze ans 3000 Mark geändert worden. Die sich aus diesen Neuregelungen ergebenden Nachzahlung'n sollen mit größter Besdzleunignng erfolgen Gleichzeitig mit ihnen werden auch die Erb <-v'.gen der Orts­zulagen ausgehändigt, soweit foldx* nach der neuen Ortsklassenc nteilung mit Wirkung vom 1. Avril 1921 ab den Kriegsbeschädigten und Kriegshinter­bliebenen etwa zu stehen.

Wiesbaden, 11. Juni. (Wolff.) Die E i n- aemeindung von Schier stein in Wies­baden ist gestern von der Stadtverordnetenver sammlung einstimmig genehmigt worden. Der Vertrag, der auck) von Schierstein bereits ange­nommen wurde, bedarf nod) der Bestätigung durch den urenfeiftfrn Landtag. Wiesbaden tritt nach dieser Eingemeindung an den Rhein und man erwartet davon eine neue Cpvck-e ferner Em- wicklungsgeschickste.

Ta» Wandertelephon

Man findet es öfters als unbequem, daß man mtt dem Telephonapparat an ein bestimmtes Zim­mer, ja au einen festen Platz gebunden ist, und es sind in anderen Ländern schon öfters Der suche mit bcivcglicben Televhonavvara^cn gemacht worden. 29v inUeber Land und Meer" mil- geteilt wird, hat auch rmsere Reichsvvst jetzt einen neuen . Wand-rapparal" eingeführt. Jeder Teil- mch'-i-r n. Fer ns prechan s ckl usseS kann sich sein Telephon, das als Wand- oder Tischavvarat un« Demiü iv»t fest au gebracht ist, in erien

,trag.'m -u " verwandeln lassen. Tas Wan^rrele- vhon It mtt ;inem Sleckbnitakt verschen, ähnlich wie er bei ^.iniilamven gebraucht wird, und fanu überall da ang< schlossen werden, wo eine solche An)dstui.do'e vorhanden ist Will man z B. nach >oe>chätts'chlnn den tm Bureau befindlichen Appa rat in der Wohnung haben, so nimmt man ibn ein,ach mtt hinüber ins Wohnzimmer oder tn* Zcklafzimmei und schlickt ibn vor, mi Hilfe deS Lteckbrntaltes an. Tx notwendigen Leitungen mtt dcr gewünschten Zahl von StecL»v'en roerbeu von bet Postverwaltnng auf Kn trag entwridv Die Kosten sind nickt grast Eine Lnsdrlustdoke Vostet jährlich 24 Mt.. und für eine Leitung 100 Meter nicht überschreitet, zahlt nwn lährlick 20 Mk. Miete Auch dafür ist gesorgt, daß ein vergeßlicher Teilnelimer, bei seinen Ävvarat un- angeichlos en terumstthen läßt, trotzdem angetefm werden kann, denn auch wenn das Kkinbcrtei.-vbon an keine Tose angeschloiskn ist. ertön: doch bei einem Airruf das Klingelzeichen.

Ä?eucrvoraussagc für Dienstagi

ZrüJb imb regnerisch, kühl, westliche Winde.

Wir stehen ganz unter dem Einfluß der im Norden liegenden Depressionen. Die Zu­fuhr von kühlen, feuchten Winden dauert daher an. An den beiden letzten Tagen be­trugen die niedrigsten Temperaturen 9 bzw. 11 Grad Celsius-

** Geheimer Hofrat Dr. Wilhelm Sievers, orbeiultdiet Prozessor der Geographvc an der Landasuniversität, ist am Samstag in­folge eines Schlaganfalls vlötzlich gestorben.

** Der zum spastischen ffoitfui in Frankfurt a. M. bestellte Derr Pedro D. DaborreS de Tarnet), Marguös de Bel pu ig, dem namc-ns des Reiches das Ereguatur erteilt lourbe, 11 zur Ausübimg Lmsularischer Verachtungen 11 ter Provinz O der Hess en zugela sen irortrn Jur die Provinzen Starkenburgs und 9t.,ei u;e"fen ist nach, wie vor das Königlich Sixmucbe Kvns ilai in Mainz zuständtg.

** Die Zahl der Bergwerkern H c s ° sen ist von 28 im Jahre 1915 au, 31 tu Jalwe 1920 gestiegen. Davon sind acttt Braunkohlen (-erig-- werke in Messel. Seligenstadt, TratMxu.'a-',> ferd ettn, Salzhau en, £beiXSr.enba ?; 26 Ersen- erzbi-rgwerke in Ober-RoSbach, Billmgen, Rup- vertsburg, Rohrbach, Solms-Jls'do.s (2), Grünrn- flen, Gambach, Ober-Kainsbach, Atzenhain, Berns­feld, Feldheim, Flensungen, Gießen (2), jungen Lardenbast' Rieder-Ohmen (2), Wald-Mrcl e bach; 8 Bauxitbergwerke in Sternba-ch, Geilshausen, Stangenrod, Reinhardsfain, Li-ch, .'carbach. Grün- berg, Garbenteich: 2 Salinen in Bad-Nauheim und Wimpfen.

** Braun kohlen Versorgung. Wer aus dem Wege des Landbezu g es, durch Fttlrr- rverk oder Kraftwagen, Braunkohlen holen unll, setzt sich, nach einer Becknntmachung ces b-essisdien Bevollmächtigven beim Kvl lenausglstch in Maimheim, direkt mf: der Grube in tl^erbin- dnng und erhält von setzt ab von der Grube direkt bic gewünschte Menge Braunlbhlen. Es ist nilstt mdhr notivendri, Bezugs deine durch die Kreisku'hlenstelle beim Kohlencmsg ei > in Wann - heim zu beantragen. Ter K^hlenausgleich Mann­heim übt jedoch nach ime vor das ^jntrol!recht über die Braunkohlen aus. Diese neue Regelunc; bedeutet eine aufrerordenlliche und wesentli.lx' Der- einfachung für die Berbraucher der Braunkohlen.

** Pol i^e i b eri cht. ?lm Samstag wurde ein Ja hrrad, MarkeToiwedo", mit der briknummer 235155 im Werd' von 1300 Mt. vor einem .tzause in der MLHlgasse gestohlen. Vor Ankauf wird gewarnt.

** Reichsbanknotcn i ii 50 M a r k vom 30. November 19 18 haben auf Grund der Verordnung vom 27. Dezember 1920 (Reichs- Gesetzblatt S. 2318) ihre Eigensdiast als gesetz­liches Zahlungsmittel veretts fett 31. Jnuar 1921 verloren; sie werden nur noch bis jum 31. Juli 1921 von der Reichsbank eingelöst, für die mit diesem Zeitpunkt jede Einlösungspflicht endet. Die Besitzer saldier Roten werden in ihrem eigenen Interesse erneut an deren rechtzeitige Abliefe­rung erinnert.

** Die Ausführ ungsbestimmun- gen -um Einkommensteuergt' etz l.'gen soeben vollständig vor. Als Verfügung des Ne. S-- mrnisters der Ji.ianzen vom 30. Mai umsadeii |ie mit 35 Vordrucken ein grohes Ouartlwt von 136 Seiten. Als Pflicht der Jrnanzämter wrrd darin bezeickmet, bi? Interessen des Reiches, dcr Länder und der Gernein.en bet der Verwaltung der Einkommensteuer yi vertreten. Siehab.m h-iiür ZN sorgen, daß alles vorsck)ristsmäß,:g erlebt tt wird Tic Aufnahme des Pe" oneniande? zur S-eilfttl-- lunn der Steuerpstid^iiten liegt brr Gemeinde­behörde ob. Es fam d.rbei die Miknrirkimg fr?r Hausbesitzer und der L-anslwltun 'soorstände tn Ansprud^ genommen wer-en. Ander« Angaben als die vorgeschaiebenen dürfen wohl verlangt, aber nicht erzwungen werden. Tas Verzeichnis kann auch bis $u 5 Jahren nur ergänz stau erneuert iverden. Es Bann auch in Jvrm von Einz'lblättern ausgestellt werten. Für jeden Steuerpilichtigen soll möglichst ein besanderes Aktenhest angelegt werden, in dem sämtliche Aktenstücke, nr Steuer- erklärunaen, Einsommensnacl wci ungen, jsuste^- lungSurkirnden, Geucke, Derhand'un^eii, Entchci- dungen, sonstige steuerlich e.heb i oe Mitleilimcen u. berg!., zu sammeln find. Tcnt .'öest ist n 11. für j^>es Rechnungs'ahr ein B reelmungsbog m berAufügen. Die Erhebung der Ctn .-mimenst ner erfolgt duvdr dte Finanz ä fc oder beauftragte .Hi(!s- kassen.

** Ein beachtenswerter Plan zur Linderung der Wohnungsnot. In der letzten Stadtvervrimetenfitzung in Fri ed r i chs- do r f te'ichtete, wie wir demTannusbvten" ent- - c mtn, Stadtv. L» aller über tt Bcil-nw lungert, di« zwi-chen der Baukomm sfion und ve.ststi.denen Irieiigen Industriellen sonst sonstigen >?äu>erbc- iitzern stvttgesundcn haben. Es 'haben sich die nack> stellenden Firmen bzw. Privakleute bereit erklärt, größere Suwnren ans 20 Jahre zinsos zur Ver­fügung zu stellen biro -u verzinsen: Tbevtor La'ler G. m. b. 6. 40000 Mk., Lederwerke Friede ricl^dorf AV. Ges. 50000 Mk., Emil E. Privat 50000 Mk, L. F. Rou'selkt 30000 Mk, rfert» Sifn:m'cr 30 000 Mk, PH Beins>ard Ww. 20 000 Mark und Frau Me'sinacr 35 000 Mk., visammen 250000 Mk Das Kapttol 'oll mit 2 Pvo^ent ge­tilgt und 3irr Errichtung ör>n 4 Dvbnhäu ein be­nutzt werden. ES stellt ju lioffen, hau noch einige weitere Ostl düster bui-uConnncn, fo da st unter viiruinahinc des staa klick en Zuschaisses die Er­bauung von 6 Wohnhäusern rrntöglidx wird ^ur Tagung fallen die Mieteinnalimen dienen, wwie 1000 Mk. lährlidi aus der Ibcoror uno £m e Valler Stiftmrg, ein evtl noch verblei- b'irder ir. Wbrtrag würde von der Stadt zu tragen (ein. Ten Geldgebern wi-d yuqatanben, das; ihre eigenen Wohnungen zu dhfmietungcn nickt heran gevgen werden.

_ ** Heber 6tb Licht- und Funken- Lelegravbie sprach cand. Bergmann am I LVirnerstag ni der naturn»'ssemch»gft icke't Abtei

'ung der Oberbesfischen G - s e l l f ch a i t üii M? a tu r * and Heilkunde An ber Lmid vvn stenuchen. Tem.nstrati nen und üif-tb.Uetn muitc eii* Ueberb yf über br ^tidxehercn MöglickLetten einer drahk o en Rachr'ck.te: nbe. mittlunq gegeben. Au»g<.> nd von den Benuck n des Amerikaner' i'unie, mi ?e earaphenzw den stau einer Trabt lettung das 13(11 irr zu benutzen uruentafman es deutsche Phpttter, yi untersuchen,'wieweit t*uic

solche Rach^TuchtLnüberMittlnng brauchbar >er. D« Jiar^cnai. Rubensck^en versuche auf bSn Xßarouet bei. Berlin im Jahre 1893 wurden damals wegen ru geringer Reichweite abgebrochen. Erst die mo­dernen Elett.onenrohreiMers^.ler ergabst eine wesentliche Verbesserung und die alte Rathenau- Rubenschen SrrTm.inuntel.gravb.e sand an letzten Kriege als sogenannte Erdtelegraphic eine bedeu­tende Anwendung. Eme ovmprette Ervtele^ravhcm- eirrpsangsslLtion wurde vvraeführt. Tie zweite Mbgiichststt drahtloser Nachrichtenüberwit tlung liegt in Der Benutzung elektrmwagrtetischer Wellen: Ais Lichnelegraphie seit bat ältesten Zeiten wohl- bekannt, aber auch int jüngsten Kriege als.BlinL- te.egraphie von großer Bedeutung. Es wurden die .-eiaöl; iilidcn steldblmkgeräte vor geführt und eine Re.he von Geheimb-iickapparatttt demonstriert, die cs ermöglichen, m.ttels LiMstrahlen .Zeichen übermittln, vhnc daß es für einen Dritten möglid) ist, diese ab-ulesen. Schließlich wurde auch die Lidittelephonro mit der Selenzelle praktisch vor- pefünrt, inbmr in einwandfreier Weise ein ge­lungenes Li.d durck, Lichtstrahlen übertragen und dem Auditorium hörbar gemacht wurde. Elek­tromagnetisch: Wellen in d.r Junlentelegraphie unter Verwendung der vom deutsck-en Phtsttter L-ertz entdeckten eleltrischen Wellen konnte der Jta- lie .er Ma coni unter Zusammensajsu2ig alles bis dahin Er eichten gm nnem braudjbarat Rach rici.tenmittvl macken. An der Hand einer Reihe anidairiidier Versuch wurden die Grundbegriffe der ,J-unstnttiegrap!ne mcklärt und zum Schlüsse MarcTcmistatone.i praktisch Vorgefühlt in £ccr Ber- we.idung.zur Nack7.ichenübermittlung und zur In- betrieb ctzung mechanischer Poriickstmigen. Ter Vortrag, ter in seinem zweiten Teil am Kom­menden Tvnnerstag die neuesten Erst-lge der Funi'entelegravhie und be.'oiide.s i./re Verwendung wählend und nach dem striege behandeln soll, die in ^woßstotion und Rahmenantenne ihren Höhe­punkt gefunden hat, sand reges Interesse.

** W aldgottesdienft. Der am gestrrgen Sonntag ans dem Schiffenherg pom Evgl. Arbeiterverein, dem Evgl. Bund und dem Wartburgverein re ansttllte e Wald- gottesdienst nxtr schon sehr gut beacht, auch von Landleuten aus der Umgegend. Ter Gemisckt^ Chor des Evgl. Arbeiterverems trug jnxi Lieder mit großer Inm-Icit vor. Tie Begleitung ber Gerneindegesänge iru.de von dem Bläserchr des Wartburgvereil's ausgesuhrt. Psaricr B $ ch to l & Heimer hiilt über das Textwort:5>ebe dr e Augen aut zu den Borgen, von rocldynt dir Hilfe Lammt", eine cindruckssla.ke Predigt, die beson­ders der Naturstiinmui.g ang?pastt war. Es besteht die Aoich, in Lau e des Sommers d.'r^ artige Veranstaltungen Au wiecerho.en.

** Ein Wohl t ä t i g ker t s kon z e r r ver airstaltet- arn vergangenen Mittwoch Mu i kl ehr er Wilhelm Schattier in Et ßen. Tte Herren Sckiättler, Blast, Gvöst und Schneider sp-.^.ten zum Beginn Op. 181 Streichsuarteit von Beethoven für 2 Diolmen, Brat d;c und Ecstv Im Ter et i mit bem zuletzt ge,vielten G-Moll-Streickauartett von Grt.g l>aben die Leistungen tt jeder Hin.icht beiaebi.jt Es war ein sehr d-rn.b.tres 5Serf £)t>. 181, dos sich die Künstler gewählt hatten und te verstan­den es, durch klaren Vortrag dem Höver dieses herrliche Werk Beekhove is näher zu bringen. Tv Klavierbegleitung ItaLcn Herr Blast sowie die Da­men Velke und Rokb übmtommen. Ter hiesigen Kindeckhilfe wurden 200 Mk. übertrieben.

** Die Altersvereinig ung der 70er (18511921) veranstaltete dieser Tage ihre Fa­milien fei.r An b;m wohlg lungenen Ver.auf c»es Jestes hatten vor allem die Herren Rolofl, Pianist Hahn und Kickm ictnrie das Bauersche Manner- quartett rebtidjm Anteil.

Bornotizen.

Tageskalen der für Montag: Lichtspielhaus, wie gestern. Lichtspiele Selters-- wcg,Mari-? Tudo, die .Wuttnit von England". Gießener Kv n zer t ver ein. Wie aus einer An; ige ersichtlich, ist die Hauptprobe VATas Paradies und die Peri" morgen abend 7'/r Uhr öste diidj.

- Konzert verein. Unsere Mini freunde leie.i nochmals auf das Ehvrlvn^ert au mertsam c.c.' an t. das der Konzertverlin mit dem Aka dem c s ckren t^ef ana herein, i.amh.ften So­li, e.i unb "bem Dcrftärlicn staatl. Kurorchester aus Bad Nauheim cm Mittwoch den 15 Juni, abends 71/. Uhr, im Stadtcheater unter Professor Traut mann» Lattung, veranstalttr. Es gilt bem Von dürft.dy'em Ge ingen g.frönten Schu­man n s che n M'isterwerkDas Paradies und die Peri", in bem er einen im höchsten Simtf poetischen Stoff mi» einer verfchwen ierif^n stü l ron herrlich n Melo ien ausges alte: hot. Die Ue^ernalMe ter betritt! t idjen, aller fr..k:- e t B^gtiffe spottenden Ausgaben für ein <S,f»v werk von solck/er Größe und die llcbertoinbimg der mit derartigen Veranstaltungen unyrtrmnlidrn und durch unsere h-ut^e.i Verhältnisse vermehrten, ungeahnten ©dmrierigtnttn, ist ein Wagnio für bei Kvn^ertverem, irr seit vielen Jahren wieder 0^'egenheit bittet, ein weltliche- Tlvrwerk mrzu- hören, nachdem er fick während der Kriegs fahre ge.,wmigenermaßen in der Haupt sacke auf geistl.che Aufrührmigen befdnränfcn muhte ?rirr die Solo­partien, mit denen das Werk sehr reichlich be­dacht ist. wurden, wie ans den An^ei^en ersichtlich, rerpflichtet: das ron seiner erfolgreichen Mitwn kung m HandelsMessias" und Bachs .^-ohaTmee Passion" her la.r wohlbekannte Fräulein T Hilde Walther Sopran aus Darmstadt, unsere hei mide Sängerin Jwäackein Therese Kubel, die sich m einem eignen Bonzen neulich sehr vor­teilhaft 1/ier ein geführt bat, und Frau Üubn- Liebel (AW au: Darmstadt. Tie umfangreiche Terorpartie wird von txin auSgeqeid»ieten, aus frfibe.en .Honyrtcn n» H b. kannten Herrn Lud­wig R a ge aus Sonberdbauten vertreten und die Baßvart;r von bem zur Zett in Frankfurt lebenden Künstler He-.rn R i e de r st e - S ch e e D.e Aust sührmig findet als Sonderlirntzert am Mittwoch den lo. Juni. abends 7i/| U hr, im Stadttheater statt. Es muß ehe pünktlich Le.vmnen werden, da das Naustttmer Orckeswr den 10 Uhr^Zug erreichrn und ber Abtransport ber Instrumente bis i'abtn bewerksdttligt sein must j-ic Zuhörer m.nben gebeten, daraus rreunblidnt iltück ickv zu r.thmrn EinttittsÄrten sind, wie m;iiUT, in der MmikalienHandlung non Ernst Ehallier unb an ber Adentckasse zu hoben

Kreis Büdingen.

I n. Nidda, 9 Ium. Tiit der Aufhebung der Zwang 7 bcurirt cho rtung für M itt ch u n d Butter

I frmeji in der Ine t xn QtegeMb gan> nnnbertkbe 3ftroan?unaen im Butterpieis tut. An ckx r end timr ver^ckttebenen Interessenten durch die nin-

I irdriflc FrcLctt auaenbticklich Matz'für Btt-

ligtetl abhanden geirnnmat Aus do- Molkerei Dauernheirn Knuue man am 2. JLni das Pfund Butter für 30 Mark erstehen Jetzt fall "bet Preis au) 26 Mark feststshoi, für luclljen PrLi­man hier bte Butter fci allen einschlägigen G> S' 'lüften haben konnte. Ein hie.tger Gesckä tsmann t dos halbe Kilo sogar für 24 Marl auS.

Für heute hatte sich hier ein Händler angeiünbigt. der 22 Mark für das Pfund forderte Es scheint, als sei em langsames einten der Biitteroret,e zu erwarten.

Kreis Friedberg.

4 Bad-Nauheim, 13. Juni Gestern mittag stürzte ganz unerwartet eine der großen Ulmen in ber Park-Allee um, fiel auer über die Parkstraße und richtete an einem ,'öaji: grötze ren Schaden an. Menschen wurdet zum Glück nickt verletzt. Ter Baum war nämlich mor.ck

** Kurze Nachrichten aus vef,'en unb den Nachbarstaaten. Silberne Hoch­zeit rwm in Muschenbeim f.ejte Beigeord­neter Otto Roth und dessen Eheirau Elliab'the, geb. Knorr - In Dortelweil wurde ein Ein wohner durcheinen unglücklichen Sbtt.iwun so schver getrosten, daß er nach kurzer tteit im ttrankenbaus veniarb In der Wohnung des z. Zt. abwe enden Bürgermeisters Mehrer tn V o f.» heim i. T. wurfh' .iigebrocken und aus der Villa Wertgegenstände, DL che und lkleiber ge- stöhlen. Ter Schaben konnte noch niltt sestgestellt und der Bestohlene noch nicht bcnadmdxijr iperben, ba man seinen derzeitigen Ferienaufenthalt nicht weiß.

ICircbc unb Schule

n. Si&berg, 12. Juni. Keutc anv ber am Himmelfahrtstag des schtech.on We.ieis wegen aus- gefallene Waldgottesdienst cc >'cmem'en Orten berg, Lißberg, Eckartsbom .Hir'<'itt i, llen bom und Selters, mm berrlickstem Wetter begün­stigt, am Wille ber in Lisberger Wrld

ein schönes Gelingen. Als J^stredner wäret ge­wonnen worden Hofpredi^er Pfarrer Widmann au5 Gedern und ber frühere lotbringiicke Pfarrer Lortz, letzt in Biirggr äsen rode. Wiibrend Hofvrebiger Widmann b c ci nn licke g-o.ttesbienst i Trc tgi hielt, erzählte Pfarrer Lortz mtt großer t mer2r Biegung pon den Trangafen, welcte die deutsch denkenden Lothringer durck die Jranhott i erfahren müssen. Wesentlich Mr V'-schLneruni de- Fern truigen die rkirckxnge angrerei te Ordern unb £rtnv berg unb ber btroätrte Po aunenckar Obermockstadi bei. Was von dielen Vereinen an Ätrdcnmuftl geboten wurde, war ganz vonüglich Zun' Scktutz dankte Pfarrer Sfafm allen .Hellem und w uchern des Tvefte? Eine für den bffiruigi eben Exulanten Jonds erhobene stokteltte erbrachte einen -livnen Bettag

Lchöfscnqericht.

Gießen, den 11. Juni 1921

Ein Schuhmacher aus Unterlieecrback bei Höchst a. M stahl nachts einem Mitpatienten in t^r biefiaen Hautklinik seine Brieftasche und Geld­börse mtt rund 280 Mk. Inhalt und ein Paar Schnürschube und entfernte sich fyrimlidi damit. Ter vielfach vorbestrafte Dieb erhielt ein ^ahr Zuchthaus. Auch nnrrben ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre aberkannt.

Wegen Diebstahls von Zinkröhren in ber früheren Pachtbaracke des hiesigen Durchgangs­lagers und von Shwdjcn erhalt ein Geleg. nheittz- arbeitrr von Wicscck, der zur Zeit Strafe in Butzbach verbüßt, em? Züwtzsttafe von 10 Tagen Gefängnis.

Im März 1918 waren 4 Untersuchungs­gefangene im billigen Landgerickttsgefängilis ausgeb rocken. Einer von ihnen war tm Be­sitz einer kleinen Säge, die bei Durchsuchung seiner Kleidung nicht gefinibcn worden war, und sägte damit einen (Witterstab durch. Sie fchlüvf'en durch die Lücke hinaus unb liestm sich an zusammen- nrlnnrbenen Bett- und Handlück)erii hinunter. Einer von ihnen stürzte dabei ab und blieb ewußttos im Hofe liegen, während es den drei andere', v lang, auch über die Hoimaiier zu enikommnr. Wäh­rend die übrigen Entwichenen sckon ab^euneilt 'cnd, floht beut? der vierte von ihnen, ein viel iiufi vorbestr-i'tor Händler aus dorn Rhemland, der zur Zeit eine erst im 3 a f) r e 1 9 3 9 z u Endc aehendeZucktbausstrafe verbüßt, vor den Lchrank.m des (Berichts Er erhält wegen Meu­terei 9 Monoie O^-fänanis

Ein Kaufmann von hier, ber trotz aller seine, Bemühungen keine Wohnung erhalten konnte, schrieb einen, die schwersten Beleidigungen ent­haltenden Brief an das Wohnungsamt. Er sieht heute ein, daß er in der Erregung viel zu weit gegangen ist, nimmt deshalb die Beleidigungen gegen die Mitglieder bei städtischen VohnungS- drimtotion mit bem Ausdruck des B?dauern» zu­rück, zahlt eine Sühw' von 1Ö0 Mark an das h« jtge SäuglingohTim irnd übncniinmt alle tMten Nach^Zoblung der Sühne und der Äöften wurden d« Strafanträge zurückgezogen

Tie Verhanblimg gegen den früheren In kabcr einer Weinstube hier, der es unternommen haben soll, unbefugt Mdbel nach Spanien auszuführen, wurde zwecks Anstellung we' ter er Ermittelungen vertagt

Ein Landwirt von .Heuckielheim, ber mit seinem .NNhsulttwerk ourch dir 'tzemarkung Gipsten fuhr, obwohl diese wegen , r Maul- unb Klauenseuche mm Sperrgebiet crkcärt worden war, wurde zu 50 Mark ^Geldstrafe verurteilt.

Em Schlosser von hier, der iür »ein« juni Kinder erster Ehe, trotzdem er dazu imstande ist, nicht ausreichend sorgt«, so daß die Ärmenverwal hmg für sie ein treten mußte, wird deshalb zu einer Docke vast verurteilt.

Im Oktober 1920 erhielt ein Metzgermeister aus Großen-Buieck d-e Erlaubnis, 10 Stiere zum »fertigen Abschlachren von Siegen cin^ufübren Er tat dies jedoch nicht sofort, sondern 'cklachtev die Tiere erst nach und nach ab und stellte außer dem zwei davon noch in ein fremder Gehöft ein obwohl dies wegen der in Großen-Bufeck damalk herrschenden Maul- und Klauenseuche nur mit oebördlicher (Genehmigung gestatte: mar. Er er­hält deswegen eine Geldstrafe von 100 Mark.

3m Januar L Js erschien im ,.Gießener An Kiger" ei im Anzeige, ht der ein biei'igeJ Lebens miti'Tbaii-' Süfrahm Margarine anbot und Wieder Verkäufern 20 Prozen: Rabatt zusicherte Der betreffende Geid»äftsmhaLer gab sich hier durch den Anschein, als ob er Großhändler sei, roa5 m WirklickiLrit gar nicht der Fall roar. Auck besaß er di. erforderliche Großl)anLeiserlaubniL nicht. Er wird deshalb zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt.

Weiter war er angeklagt, die von ihm ver- , kaust«Nu ßbu t ter - Margarine fälschlich als I ü ß r a h m - Margarine^" teilgehalten und ner-