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rrk, ,Ihr habt overbanv nteressant sind, aber Htrv rzähle ich Euch eine, dir heit ist. Einmal, oU ich ielt, brach ein Feuer auZ Ivrnte im jMen Stal geschilltien. Zeine Leiter eitlang betrachtete ich ihn, b, der Flammen um ihn )ie Tacke wird langweilig: mb brachte sL.,Ichmeidt i jtntanb schmih. „Bmtt irülltt ich vemessv hinauf mdWe Kn bald imtor"
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Der Athener Iirje^rr mit ber Tlenetagsbeilagt .SporbUmldfae- er. scheint täglich, autzer Sonn- und Feiertag». M»,atticheve)no§vre'se: 3J.ar* 5 - «nschstehlich IrSgerlohn, durch di» Post bezogen Mark 5.75 etnschlieblich Destellgeld. ^erniprech. Anschlüsse: fürbieSd)dfHeimng 112; für Druckerei, Verlag und Geichasisstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten Hnjeieer »lefcti.
fiopfche«tt^I^o:
■rt a. M. 11686.
Erster Blatt
M. Jahrgang
Montag, 15. )uni 1921
Innatfror von Snzelgen für die lagrtnummer btf «um Vachm Nag vorbei »hnesede Verbindlichkeit Srtli für | mm höhe für njfigenp 34mm‘ßrelte orthU) 40 Df. au»wLrt, SO Pf: für Reklame« Anzeigen von 70 mm Breite 180Df Del Platz- Vorschrift.'O .Auflcklag. ftaup;|ct,ri|ilfii<r Aua. 6orU Berantwortllch für DoNttk Sug Doey. für den übrigen teil Dr. Neinholb 3<ni: Nr bei, Anzeigenteil: »>an» Beck, sämtlich In ®t«b<it
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Dntd nnb D erlag: vrühl'sche Univ, vuch nnb Steinbruderei R. Lange. Zchriftleitvng, Geschüstzstelle und Drnderel: Sdfulftrafie 7.
(Ein Notschrei de; deutschen plebiszit- tommissars für (Nbetschlefien.
Berlin, 11. 3imt. Ter bcu tfdbe Ple- 6<f|it fjmmtffar für Cbcrfdtfciirn, Tr. U r- b d n c f, fütrrl im „Berliner Tageblatt" rt einem (bin o t id>reC* übeif^n bcncn Aussatz ate: 8m 3 5. oer prach die i.ttenl i erte Mjntmii ton in fürjefler Frist t Wicte Oeci'tel ung der Ord- mmg jj iktirrn. Seitdem ii.ib bald 6 Si’odjcn Der- flössen. Wir erhallen täglid) Ijeryerrrt ;mbc Be- ridife über bte miglaub'ii>ni, immer troil.oier roer^ benben Anstände 9Hlein auS ter Gemeinde ötn- t> e n bu r g, beim Ärni immer noch von den Sk- frärben der interalfirrten Kommt i on «tba’tnx mied, sind über 460 Personen von teil Polen toeogefübrt worden Tie Leiben b.r Teilt- fchen Jinb unsäglid». Tas b'filtenbc Land ivanh dem 9him ntLiegen. Das Sä'itmmüv rtb tnejw- iihfrbm Gescchren der endlosen 9!<eriögenmn. Tiefe Verzögerung ist eme hemmite Provokation öer Teutidien. Die Bürger, die t'jrc .Heimstätten m t dem eigenen Leben zu hertcibijen bereit sind, werden hierru niclzt zugrlassen. Tt? Bisdung von Bü rgerwehr en, die in lohater Wetc nnverholt an geboten imtrbe, ist unter iagt. "3h der Stadt Detittien bennben sich etwa 70 9Tbf t nmungovoh» Giftebie wäbrcnb der <n ur e tun trän ausge a Tt und itrren Posten nicht verlassen haben. Es srhcint eine GdbfUDerfiänblidrfrit w sein, bau diese aus- gebildeten Mannsdzaften in den SchuN der Stadl efngeftrnt netten. Ter iranrö iscde General Le- oonte-DeniS länt dies nicht zu. Aber die W-od- mmnen der Tait"dm iverden rigoros nach Masten durchsucht. In den letzten Tagen d<s Mai lvurde eine groste Anzahl von Deutschen in Beuthen grundlos inhaftiert. # Wir besitzen Prvtoihlle von einer Anzahl von ihnen, die von fran-üsiscden Soldaten durch Faustsdiläge, Fusttntte und Schläge mit Der N^tpeitsche malträtiert wurden In Beulden, Kattowitz und anderen Orten ist es nncde»holt Dotiert, da st, sobald sich Matsävn- massen MdXer ivinanfmenfanden, sie mit Slöfben* stösten und durch Sdrüffe, selbst mit M aschinen- geirebr feuer auseinander gejagt wurden. Unwürdig ki-it, Srhmach und Verrat allenthalben. ES ist das ständige ernste Bemühen aller verantwortlichen deutschen Stellen, den aeguälten Deutschen Burüdbalhmg und äusrerstr Disziplin aufzuerlegen. Aber man bewahre unser Volk vor der letzten Verzweiflung? Die Repräsentanten der drei Schutz- müchte haben die stärkste Form gesunden, um dem General von Löfer Zurückhaltung ferner Truppen aufzuerlegen, von Truppen, die zum arofxm Teile aus vertriebenen Deutschen des Industriegebiets bestehen, die darauf brennen, ihre Lennstätten zurückzugewinnen. Die englischen Bataillone sind in prächtiger Laltung, mit wundervoller technischer Ausrüstung in CberfdHefien cingetroffcn. Die Deutschen hoffen und harren, dast General Lornübr losschlägt. Aber der täglich erwartete Streich ist noch nicht geführt. Das Wort von der vahtätiseden Polizei in Korsanws Flugblatt dürste der Schlüssel sein zu dem „TrPret" der biterall "urten Kommission vom 20. Mat'1921 über btc (Kniilxtung der „Ortswcchh" (garbc com- munalel Tie bcutidige'mnte Be. ö'ke ung Ober- sdüesiens legt gegen dieses Dekret s-stärsttc Ver- mabning ein. Tie Ortswebren sollen ni l-ts anderes fern als die Shrönung des Aufstandes, als bte Verewigung der Ergebnisse der Rebel'un. Es gibt im weiten Lande feine Autorität anher der bewaffneten Faust der Empörer.
Wrr vergewaltigten Oberschlesier erbitten bie klingendem Namen mit uns gerieben wird. Zu Auf merk, am tert der Welt für den Lohn, der unter L änderten sind Personen, die an dem August- ausstande 1920 Mutigen 2lnteil genommen hohen, in die Abstimmungspolizei ausgenommen worden. Eine ganze Anzahl von überführten Mördern haben die Ehre gehabt, Mitglied der Abstinnnungspoli-^i zu werden. Vom ersten bis y m letzten Mann find die tx>!nt‘d<n Abstnnnrungstvli isven in der Nacku vom 2. zum 3. 5. in den Dünst der In'urrektion getreten Die deutschen Arvo aber, die allein, dem r'rhroorcren Eide getreu, ihren Posten und das eilige der Intcrallii rten Kommt ion Dcrteibigt haben, wurden von ihren vvlntschen Kameraden entwastn^l, ermordet otxT vecscl-levvt
Wir rufen zum Schutz gegen die Kommunal- gar disien !
Berlin, 12. Iunr kDTB.) Die Polen räumten die Steilung bei Ralibor nicht. Pl ani a bei Ra11bvr wurde nn Laufe des Tage, mit Artillerie stark befdvssen. Der entitanbcnc Schaden ist noch nicht festgestellt. Birawa wurde heute von den Franzosen besetzt. Trotzdem werden die Taitfdien we tr mit Masclünengewehren aus dem Walde jüböftiüb von Ältc-ofel und nördlich und südöstlich von Birawa bescho'srn Zwischen Landrzin und Medarhüttc matfJ n die Polen einen ftar.e i Feue überfall mu Masütincngewehretr und Infanterie Ti? Polen räumtat die Okgenb nörd tirf) ton Ro en berg Südlich von Nose.cherg und Gutte-tag trrfiärLten ie sich Die Polen rutreten auf Zembowitz vier Angriffe, unterstützt von vier Eefchitzen. Bozitsch wurde von den Polen besetzt. Von der B<wol.e.ung Mn Boun'ch fc-mmen andauernd £)Tie ufe. Die Stadt 9iat;b'r rou:b-’ von den Insurgenten mit Drti'lerie und Maschmen- gewehren beiclvssen. Die B mfe bet Lavatsch wurde von den In'urgcnten durch Sprcngnngm voststän- dig zenftv t Von Dwkwitz bts zur Grenze herrscht lebhafte Sdvnztätigieit der Polen.
Oppeln, 11. Juni. (ÄTB ) Englt, che Truppen haben bet Ujesl bie Orte Nies- drowitz, Rndzinitz und Larscha besetzt. Die Kampftätigleit der polnischen Aufstündischen hat heute wieder ^genommen. Im .Qreife Ro senberg scheiterte bei Wachowitz ein
von polnischer Kavallerie unternommener Angriff unter schweren Verlusten der Iusurgen ten. Im Kreise Oppeln wurde eine dcutsdre Postierung von 5 Mann bei Zamostie östlich Malpane von Aufrülttern überfallen. Zwei Mmt i tourten von den Polen verschleppt: bic verstümmelten Leichen der drei übrigen Deutschen sind aufgesunden worden. Im Streife Gr-Strehlitz ist in der Gegend von ©tubett' borf ein polnischer Angriff im (vange Ucbcr seinen Verlauf liegen Nachrichten bis zur Abendstunde nod) md)t vor. Im >rreife Rati- bor berrfd)t an der Oberlinie lebhafte Feuer- tätigreit. Bei Niebodschan drangen die Insurgenten mit stärkeren Kräften vor. Sie wurden zurückgewiesen, ebenso scheiterten pol* nifd>c VorstSße bei Plania
Englische und italienische Truppen für Oberschlefien.
Berlin, 11. Juni. Wie die „Voss. Ztg." erfahrt, sind weitere beträd)tlid)e Verstärkungen an englischen und italienischen Truppen unterwegs nach Ober* schlesien. Die militärischen Operationen werden von dem englischen Gteneral tzenniker geleitet.
Polnische Fälschungen.
Kattowitz, 11. Juni. (Wolff.) In Städten und Dörfern des von den 3nfur- genten besetzten Ofcbieted werden bie Bewohner durch 9lnbtolyung sdpoerer Strafen gezwungen, die polnische weiß-rote Flagge zu hissen. Sind die Straßen dann aeflaggt, so erscheinen Photographett, um Aufnahmen Ku mad>en, bie dein Auslande und deti neutralen Pressevertretern als Beweis für die polnische Gesinnung Oberschlesiens bienen sollen. So prangen Bismarckhütte und Z a l e n z e seit den letzten Tagen m weiß-roten Farbew Beide Orte ergaben bei der Abstimmung eine große den t f che Mehrheit. Es ist eine Verordnung er* ?langen, die in wortgetreuer Uebersetzung autet:
Es wird hiermit verordnet, daß alle Aufschriften und Firmenschilder der Kaufleute, bic in deutscher Sprache geschrieben sind, bis 27. Juni in polnische umgeändert werden müssen. Das ist zu tun auf rotem Untergrund mit weißer Aufschrift. Wer sich dieser obigen Verordnung tmdersetzt, wird bestraft mit 2000 bis 10 000 Mark Geldstrafe oder drei Monaten Gefängnis. Neudorf, 8. Juni, (gez.) Waclawezk, Platzkommandant.
RekrntierungSlisten der Vlufständigen.
Beuthen, 11. Juni. (Wolff.) Eine Verfügung der obersten Lertung der Insurgenten an alle Gemeinde vor stände des von den Insurgenten besetzten Gebiets ordnet die s o - fertige Anlegung von Rekrutie- rungslisten der Jahrgänge 1892 bis 1901 an.
Rathenau und Loucheur.
Parrs, 12. Ium. (Wolss.) Ter ©eiittaftat* ter des „Pettt Journal" meldet aus Dres- baden, datzWallerRathenau um eine Zusammenkunft mit dem Iran widm Mr iilrr Loucheur gebeten habe, der gestern in W esbaden an* gekommen ist, um bte fnanw idx Kun..auSltellung tn Biebtid und WieSba^n zu eräfmen. Lou- djeur habe in bte Untenebam ertgewilligt unter ber Bedmgunq, daß dre e in W-esbaden stattsinde, nnb sich nur auf reut wi.tjchaNlichr Fragen beziehen follf. Nallmau wird von Loucheur heut-', Sonntag, vormittag um 10 Uhr xmpsangen Ru- Ebenau haoc crtlart, daß er eine ge chntl ute' llntea- cebung roün'dx zum Ztoecke eines Mcmungsaus- tausches über die Mittel, ni: man die Ruinen Nord fron kreide am schncllsten roteber aufbuen könne. Rathenau wird, ime der Beir teer statt.-r zu wissen glaubt, Dorsthläge über bie Natura.- Itetenatflcn, über b.c Dolzhäu er und über bte Verwendung b.ufdrr Arbet.s.rä> m<rf<n. Es txmbflt sich darum, zu wis en, ob Teur'chland und Frankreich in die er Frage vergeben kömten, nne es ypct Industrtelle tun toürbcn, das hi r, Mittel und Wege zu fmben, welche für beide T<ie tortei> hast seien. Ter Berichrerstat er betunt yim Schlutz dte Nützlechter» esttes solcken S^wttes. In- Dem bte b. iben Länder zu ammenarbci e:en fömt» ten Deut chland und ?vr^nftcid) das /te.'teiltet des irrirflidi bauerpaften Fti denS ferturrj en.
Ter Seiidt Trauer des „Mattn" 'chreibr zu Dteer Angelegenheit, wenn bic Vutechläge bes bruß- schot Ministers aut plber Br is beruhen würden, werde Lunchrur seinen Auienthalt in Ar sbrdm verlängern, andernfalls werde et diese Stadl heute abend verlassen.
fteiite Verlängerung der Entwaffnung»- frist für Vaycrn.
Berlin, 11. Juni. (WTB) Amtlich. Auf Grund der durch die Presse gegangenen Meldung, daß die Botschafterkonferenz für die Auslösung und Entwasrnung der baherischen Einwohnerwehren weitere Fristen in Aussicht genommen habe, $og die Reichsregierung sofort amtliche Erkundigungen ein und erhielt die Mitteilung, daß bie Nachricht unzu- treffen d fei. Die Botschaiterwnferenz hat
sich in den letzten Sitzungen mit der Frage der batycrifdtcn Einwvbnerioebren überhaupt nicht befaßt, insbesondere die ^inauSfdne- bung der Termine nicht beschlossen
Tie weittragenden Geschütze.
Berlin, 11 Juni. (Wolff Wir erfahren von zuständiger Stelle: Tic interalliierte Militärkom Mission ersuchte bie b e v t f d) c Regierung um Auskunft über ben Verbleib ber sehr meittragen den Geschütze, die während des Krieges von dem bcutlrfjen Heere venvendet wurden. Ihre Anfrage wurde wie folgt beantwortet:
Während des Kriege6 wurden iip gansen sieben sehrweittragendeGeswütze erbaut. Von ihnen sind vier während des Krieges unbrauchbar geworden und zerstört worden. Bei Äriegsabbrud) ivaren noch drei solcher Geschütze vorhanden, von denen ein Rohr Ende April 1919 in Essen zerschnitten, das ztveite am 18. November 1919 auf hem Dersuchsplatz in Meppen gesprengt und das dritte am 22. 92oDcmber 1919 in Magdeburg zerschnitten lvurde Die Teile dieser drei Rohre sino verschrottet.
Rußlands Wirtschaftspolitit.
P a t i s , 12. Juni. tWolff.) Ein Mitarbeiter des „Petit Parisien" hatte in London eine Unter rebunfl mit Krassin. Der Vertreter der russischen Sowsttregierung sprach fick' u a. auch über bic Kvnzefsionsfragc auS. Bis jetzt, sagte er, bestanden die >virtschaftlick»en B'^i-Hungen Rust- lands zum Auslände ausschließlich in einfadnm Käufen. Er schätzte die Kontrakte mit England auf 6 Millionen enaliscte Pfund, nut Schweden auf 50 Millionen Kronen, mit Deutscttand auf 3 Milliardett Mark, mit Amerika auf 10 Millionen Dollars. Tllcr btc russischm ßtolbreferoen, feien nicht unerschöpflich Rußland ziehe vor, sich auf ben Weg des Kon»elfionsgefchästü zu begeben. Der russiicte Export würde erst in ganz kleinem Maßstal" wieder aufgenommen. Tie Zerrüttung, der Transportwege verhindere die Beförderuna der Rohstoffe nach ben .\>äfen. ES bleiben also nur die Konzessionen übrig. Von einer Wiederherftel- timg b63 Privad-igentuws tonne leine Rede sein. Daraus komme es auch nicht an. Der Kapitalist, dec Lurch Rußlands Reichtümer angelockt werde, müsse begreifen, dah er seiner Aioeit in Rußland nur einen Vertraa zwischen ihm imb der Sowjetregierung zugrunde l ^en tönnc Er werde aus diesem Verttag ebenfbtnel oder mehr Nutzen ziehen, als aus Jemen Unterne.nnungen vor dem Kriege. Die Regierung aber »oerde Herr ihres Bodsts bleiben und niemals Monopole sugefteten Wenn der Kapitalist genügende Profit aus der Konzession gezogen habe, nu'n'ie sie wieder an bie Regierung zulückfallen Krassi.i behauptete, eS sei niemals jemand gefdxibiflt worden, der eiten Verttag mit den Sowjets besaß Denn 1918 tapi- talrstisck-e Unternehmungen nationalisiert wurden, >'v nur deshalb, well sie feinen Verttag mit den Sowjets hatten und aufgrund ber yirifli cheu Dirt- fdjafi arbeiteten. Der Kapitalist könne aber auck» in aller Ruhe mit ben Sowjets Verträge abschie- ven, denn, da eS feine radikalerc Regierung gebe al;- diele, könne jede Reqierung, die nach ihrem Sturte auftrete, bie Veipr'.rchtungen der Sowjets gegenüber den Kapitalisten nur mit um so größerer Sickierheit üLemeVmen. Ms jetzt wurde erst eine eiitwige Konz l'sion, und <n>ar an eine schtvedische Fabrik, bergrb.it Allerdings summte da» Dekret übet die Konzessionen erst aus dem Dezember 1920
Der Generalftrett in Papern.
München, 12. Juni. (Wolff. Ter Gen e- r a l st r e i k hat bis zum Sonntag Line besondere Ausdebnurtg erfahren. Die Strahenbabnen und auch bte Erenbahnwerkstätten a.b iten, doch tont» dort andauernd zum Streik gedrängt. Bis Sonntagmittag war weder der Mörder des Adg. GarriS Dcrbaftet, rwch eine Spur entdeckt. Heute wurde ein Flugblatt beicküggnahmt, in dem ui einer ge- mesTra" en Kundgebung in sieben grosten Sälen Müncktens zu D-ontag eing<toben rourb. Aach war auf den Zetteln das Programm der Leichenfeier vermerk:, wonach ein Umjmg von der TbcTfirennnre nach dem Ostrriedbo' tevlant war. Die Veranstaltung des Umyige? wurde durch bte Polizeidirettion verboten. Tie Gerüchte von einer kommunisüschen Sckteßeret im Nordviertel am Sonntagstüh sind 'otsch In Ner Aubing bei München wurde fr-ute mittag eine Ä»mmtnriften- Derammlung durch bie Münchener Polizei auf' geboten. Die Fraktton der bayerischen Volks- partri hat an die Fraktion der unabhängigen Sozialdemokraten ein Schr'-ibenge richtet, in dem «ie ihren Abscheu über den Meuchelmord »um Ausdruck bringt. Die vom Streik bettoffenen bürgerlichen Blätter haben heute ein gemeinsames Nachr chtenblatt au^geyben, das äne llcbersicht über die wichtigstem Tagesereignisse bringt.
Berlin, 11. Juni. Laut „Freiheit" schlossen sich die Arbeiter folgender batte» rtscher Städte der Generalstreik- bewegung an: Landshut, Ingolstadt, Penzberg, Traun st ein, Augsburg, Rosenheim, Reichenhall und Nürnberg.
München, 11. Juni. ^DTB.) Nach der Münchener Post soll der Generalstreik auch auf die lebenswichtigen Betriebe ausgedehnt werden; nur die dringendste Nothilfe- arbeit soll verrichtet werden. In den Krankenanstalten wird der Notbetrieb durchgeführt.
Der Münchener Stadtrat trat bnitc zu einer attßerordetttlichen Sitzung zusammen. in der die Fraktion ber bäuerischen Volkspariei und ber Demokraten den (Neutral- streik für ungerechtfertigt erklärten und ent* fdiicbctt mißvilligten. Daraus verließen die bürflcrlidKtt Mitglieder bee StadttatS den ZitzungSsaal Die fozialdemokratischen Fraktionen beantragten, beim Direktorium des Landtages eine Reihe Forderungen, mic die Dt.rchsuhrung bei ReidzS- und Landesver sassung, ein tatkräftige» Einschreiten gegen jede Rechtsverletzung, Aushebung de? Auö- nübniei.uftnttbe'? usw. vorzulegen Degen der Beschlußunfähigkeit des Laufes konnte ein Beschluß nicht gefaßt tverden, die sozsttlistische Stadtratsmehrheit deö dauseS besdüoß 1c- doch, diese Forderungen als Kundgebung vem Laitdtag zu^uleitert. Tic sozialiitischen Organisationen fordern in der Münckiener Post die gesamte Arbeiterschaft Bavernö auf, dem Beifpiele her Müncktener Arbeiter zu folgen
i .’i * ben Generalstreik du. führen.
Eine Interpellation ber Unabhängigen
Berlin, 12. Juni (Wolff.» Die Reickzs tagSfrattion der unabhängigen sozial de mokratisckien Partei brachte eine Interpellation ein, in der eS u. a l>eißti „Was flebenrt die Regierung ^u tun, 1 um eine auSgiebige Sühne für btc Ermordung de>' Abgeordneten Gareis zu betoirken, 2. die ber Sicherheit Deutschlands im Innern und Aeußern gesahrbringenden Eintvohncr- wehren und Orgeschsormativnett xur sofortigen Auflösung zu bringen und ihre Ent- iwifmunfl vu sichern, 3. in Bayern ver- safsungsmaßige Zustättde herbeizu führen durd' Beseitigung dcS AuSnahmezlistände- und der Volksgerichte WaS gedenkt sie 4. zu tun, um bie verfassungswidrige, allen reaktionären Umtrieben in Bayern Vorschub leistende Lfahr-Regierung daran zu hindern, weiteres Unheil anzurichten."
Au» dem Uelcde.
ArbtitSlosendtmonstration in Berlin.
Berlin, 11. Juni. Die „B Z." meldet- (Heftern nachmittag zogen Über 2000 A r- beitslose mit roten Fahnen vor daS tzauS des ?lllgemeim->t Deutschen GeioerllchastS- bundes, dessen sämtliche AuSgänge und Treppen sie besetzten. Daraus schickten sie eine 'Ibordnung zu dem allein anmeferben Vorstandsmitglied Knoll (MebrheitSfozialist), her gefragt wurde, tote sich ber Gewerk- schastsbund iu den Forderungen der Arbeitslosen stelle. Als fllroll sprechen wollte, wurde gerufen- „Ersäuft doch die ganze Bande!" V?ur dem Einschreiten besonnener Elemente mar es Mi verdanken, daß Jbwfl nicht in den l'andweyrlanal geworfen wurde. Sdrllrßlich verlief sich die Menge mit dem Bersprechetr, täglich in verstärktem Maße wiederzukommen.
Wie berichtet wird, forderten kürzlich die Arbeitslosen in Neukdlln, daß sie an Stelle derjenigen gesetzt würden, die bereits längere Zeit in Arbeit sind. Die Forderung wird nun aud) in Berlin immer lauter erhoben.
Berlin, 11 Juni. (Wolfs? Der Reichsarbeitsminister verlä ae'te bte Weitung der oegenwärtigen Höchstsätze der ErwerbSlosenfürforge bis 31.Juli
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Berlin, J2. Juni. (Wolff) Für bte Freilassung der sogenannten ..Der' brecher von Avignortt", 115 deutsche Soldaten, die noch immer — 21/, Jahre nach Beendigung des Krieges" — in franzöffscher Gefangenschaft schmacMen, veranstaltete heute im ganzen deutschen Baterlande die ReichS- oereinigung ebema'iger Kriegsgefangener, bte eine halbe Million Mitglieder zählt, eine riesenhafte Kundgebung — Im Lustgarten sprachen u. a. der zweite Vorsitzende ber Reichsvereinigung, Barsanti, Reichstag-Präsident Paul £oebe, Prof Schücking, Prof. La- werenz, Frhr. v. LerSner, ber ZentrumS- abgeordnete Fleischer und Redakteur Detter "hre ^u^fübrunqen fanden zusammenfossen- den Ausdruck in einer Entschließung.
Tarmstadt, 12. Ium. (WTB ) Eine Protestiurwgebuna gegen bte Aurückhaltuna ber noch im Zuchthaus zu Avignon und den Arbeitshäusern in Gurte und Agay be- sinblichen 115 deutschen Ikrtegsgefangenen sand heute vormittag hier im großen Schloß- Hos stattt Es sprachen Vertreter ber Reichs-- Vereinigung ehemaliger A-riegsgesangener, der S adt^(rwaltung, ber Krieg-gesange:!el> Heimkehrstelle, des BolKburrdes deutscher Kriegs- und Zivilaefanaener, der Liga zum Schutze der deutschen Kultur, des Zentral* Verbandes der Arregsbeschädigten und anoere. Die nach Tjnqenben zählende Versammlung nahm eine Resolution an. in der die Reichsregierung ausgefordert wird, Schritte zu tun, um die in Frankreich zurückbehaltenen.Kriegsgefangenen endlich zu befreien


