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Nr. 291

Ter titrier liyri^et erldxim tdghd), aefcer Sown. und 5mrta-3». Bleeolhtif BfiHgiprrfr Md 6-60 einichl. Irdger- lat)*, 6*rd) bie Voft Hfc. 7J0 rindjL Britefl. gt», end) bei 51id)terid>ei» -n dXjflKf r Tbi mm er* nfolgt höherer Bewalt. jT«t "Ipr ed)»Wnfd)!ün<: f6rbitSd)n*tlfttenq 112; ftr Trudirrri, '.erlag und 4ei44flMt<ile 51. an|d>rifl für Drahtnach. rid)t<*. Bnjeiget *it|ee.

Detlef ff aefa:

<reihirl e. HL IUM.

drfies Blatt

|7|. Jahrgang

Diontag, 12. vczcmver 1921

GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Dmd nnb Verlag: vrühl'sche Univ. Sich« und Stdnbrnderel R. Lange. 5chriftlett»ny, ckeschäffrtzelle nnb vriderel: 5chv!ftraße 7.

Saaebet wa lajriaea ftrbie lageaaaeimer bt» §u« Hadi* .klug 1 ?rl>ef ob*<jeb«tiabtnblid>ML Preis fir I mm $Jt»t fln» Sajeueio 34mmS r rite brilid) 55 VI. ausm4rt» 65 Pf. für Kitzle*,,» 3n;riqtn von 70 mm Brci,t'250pf. VeiPlatz» oriAnfrJO , TlufAtag. Aanp.litnftletler lao. (' oetz Verantwortlich für Politik lag. Soe*, für den übrige* Teil: Karl Walk her; für btt ln)fiqr*tctl: 5,an» Beck, fämtlid) i* «tebe*.

gefertigter, XOTabhWT

ober flr fdxirlen Schutz anbra adjb.irer trorgefunben »arbe Die Truppe hat

bieten Karabiner, der lebiflfid) al» Zielwaffe nun» txrr imb auch dazu beflinrmt war. nicht zu den von der Krmmisfirm herbotenm Tuffen aerechnel. tmb mit Metern Urteil dal fie, glaube ich. m?bc recht gebäht, al» btejentgen, Ne auZ ben 'Bor- banbentetn bitter Waffe aut eine Bedrhang der französischen Armee fd>lk'ben wollen H r ch- ttg. bah da und dort Gewehre und ander.' Wa f en tn geringer Anzadi immer noch gefunden worden: hdemberr» An ff oben fchoim die Auf.ndu: g >n>n 500 Geschützrohren in einer kleinen fäd-f rchcn Sa­bril gemach: zu haben. 3d) bibe mir über dielen San genau Berich: erstatten Upen, »z dnnd'lt sich habet nicht etwa um Grichür«, alfo nicht um fertige Kriegswassen, fonb r.i am Geschütz- rohre au» Uide^abf. die her .^ri güenbe rer- tigyfle'Jt worde 1 w re . eher infoice cs W?fs n stillsiandcs nicht mehr zur Abl.e rang an da» Reich tarnen. Der Besitz« her Sib.i: ha un diese Rohre in der Absicht das Rohmaterial bei teiner auf ben Irschen e nge eilten Sabrita- ttem zu verwerten, für sich d. bitten und r>er­borgen. Die Absicht. au? 2iee.i Tooren *e- schütze zu wachen, bc'tanb nid):. Pk Be e lig ng Mvtscher amtlicher Stellen ober trge ch. ir.ec pri-

Die Verteidigung des Reichskanzlers.

Ganz ohne deutsche amtliche Entgegnun- am konnten die neuen Angriffsreden in der fischen Kammer nicht bleiben. 3n jedem, wie auch immer gearteten Kabinett, muhte eine Form gefunden werden, um die ungeheuer­lichen ^tefchuldiqnnqen und Schmähungen der westlichen Dach harn zurückzuweisen Der Reichskanzler Dr. Wirth lieh zu diesem Zwecke einen Mitarbeiter des ..Matin" zu sich kommen. Gr gab ihm Aufklärungen und Berichtigungen. ohne seinen Bekundungen eine besondere politische Dole zu geben. geht eben allesbet gedämpfter Trommel Klang", well unser Kabinett offenbar wirkliche und ganze RechtSabredmungen scheut oder sich nicht zutraut, dafür die geeigneten Charaktere ri besitzen. Herr Dr. Wirth sprach aus- st hrlich auf einem Zentrumsparteitag in KönIgSwtnter. Da» amtliche Wolff-Bureau übermittelt uns über dieses, allerdings für Deutschland wichtige Kapitel der P^arteipolittk nur einen kurzen Auszug. Das weitere können wir tn den Ze n t r u m S d 11e r n lesen, denen damit vielleicht ein gröberer Leserkreis verschafft wird . . . Uns wäre, besonders in so spannender Lage, eine vollwertige Reichs- polttik lieber als eine so gewichtige Partei- Politik.

Der Reichskanzler gegen die französischen Anklagen.

Berlin, 10 Dez (WTB.) Der Reichs­kanzler gewährte dem Berliner Vertreter de» .Mattn", Paul Öentp, heute eine Unter­redung in der er über die Frage her a n g e b - ltchen deutschen Rüstungen folgenhe» auSführte:

3n der Sitzung der sranzösts che n Kam­mer vom Donnerstag sind über den Zustand der deutschen Rüstungen und über ein,- angebliche Bedrohung detz europäischen Frieden» durch deutsche Offensivpläne aus» neue ungeheuer­liche Behauptu ngen aufgestellt worden, die ich tm 3ntcrvpc her friedlichen Beziehungen zwi­schen Frankreich und Deutschland nicht unwider­sprochen lallen bad, umsomehr, al» es der frühere französische Kriegsminister Lefövre gewesen ist. der In seiner Rede diese Behauptungen aus­gestellt und al» der jetzige französische Kriegs­minister Darth 0 u autbrüdlld) die Wahrheit dieser Angaben bestätigt hat Ich spreche zu Ihnen nicht aus Freude an einer Polemik über diese Angelegenheit, sondern nur um einige klare Feststellungen zu machen Lesövre behauptet, die Reichswehr sei für ben Fall her Mobili­sierung dazu bestimmt, die nötigen Tod res sür Freikorps zu liefern, die in Deutschland vorhanden seien. Dc-mg.-aenuber stelle ich fest, baf) in Deutsch­land alle Freikorp» durch Verordnung de» Reichspräsidenten aufgelöst sind und hast die­jenigen. die sich an der Bildung solcher Freikorps beteiligen, den gesetzlichen Strafen herfallen. Die ng von örbeimorganifationen wird von der Regierung, wie jedem bekannt, her die Entwick­lung in Deutschland kennt, mit Energie verfolgt, einer Gneyie. zu der sich die Regierung einer demokratischen Republik schon aus innerpolitischen Gründen verpflichtet sieht Lesövre spricht tn die­sem Zusammenhang auch von angeblich vorhande­nen Ausmarschlinien der deutschen Armee hinter dem Schwarzwald, die von Stuttgart

. iz verdoppelt seien Davon ist in Deutschland keinem Menschen etwa» bekannt, und ich zweifle nicht daran, hast sich Lesövre die nötige Beruhigung tn dieser Beziehung von jedem der tn Deutschland vorhandenen Kvntrollossiziere ho­len könnte, die eine solche Linie wohl festgestellt hätten, wenn sie vorhanden wäre.

Die Frage der Wasfensunde tn Deutsch­land und der gebe men Bewaffnung mi: ver­botenen Wallen spielt in der Rede Cetehre», ebenfalls eine grobe Rolle. Man behauptet, einen 3 agd t a r a b i n e r gefunden zu haben der In 90 Minuten in ein Iufan er eg- wehr umgewin- beü werden könnte. Tal fach: ist. hast kürzlich von der Interalliierten Kontrollkommission bei der Kvafttahrabtelluug in Eannstatt ein einzelner nej

Voten Crgantfatten an der (Zurückhaltung biete» Rkaterials liegt in teiner Wette vor Bon t>:n grotzen Hanoi wn des Modells 77, von denen Lesevre sagt, baf) sie noch nicht entdeckt seien, war nur eineehr geringe Anzahl Vorhände, Gs wurden während des Krieges im gan\rr lieben dieser Rtesenge ch ye heigetzellt. von denen bereit» hier während d » K tc cs unbrauchbar geworden' und zerstört worben waren: die Uba gen drei sind tm Laufe des Jahres 1919 zer­schnitten und verschrotet tporb n

Besondere Bedeutung hat Lefevre dem Vor­wort bei gerne'fen, da» ®e e.al v veectt d,m zur Ausbildung der ate.chSwehr bestimmte > Reglement beigegeben hat Seine Inierpceta tion dieleo Vorwortes als Dokument, xis tn offener Weife den Angr f S krieg »'rbercitc. ha1 aus bei französischen Kammer selb t neru# Wtber'pTuch erfahren. Aach ich kann feststellev bah m diesem Vorwort tx>n einer Offensive mit keinem Worte die Rede ist Gs wäre ja auch mehr al» unsinnig, wenn Deatschland b bftchttge' würde, mit den geringen ihm veibltebenen Kampf­mitteln einen Abi griff gegen einen feiner Rach- bam zu unternehmen. Da edoch die Unhcrlch- lichkeit der Grenzen des Deutschen Reiches weder durch den Friebensvertrag noch durch den Völker­bund garantiert ist, und Deut'chand deswegen mit einer Gefahr immerhin rechnen muh, fo muh es die ihm verbliebene Wehrmacht so auSbllden. da st g Veilridigung der Grenzen bei

Reiches tauglich ist. Dazu gehört di? Unter- Weitung der Reichswehr in b<r Abwestr auch derjenigen Kampfmittel, iUxt welche die Reichs­wehr zwar selbst nicht verfügt, mit deren - brauch durch die Gegner fie aber zu rechnen hat

Die Ausführungen be» Abg Letevre wurden vom Kriegsministor Darthvu ausd.ücllich be­stätigt und noch erweitert Ich bin deshalb ge­nötigt. auch Dartho» einiges zu erwidern S» ist nicht richtig, bah her ost n-sch'esikche Selbstschutz über Pa nzerzüge versügte. als der Polen- aufflanb lmsbrach Gs wurden Sisenbahnwagen, deren sich übrigen» der von den alliierten Regie­rungen gebilligte Selbstschutz bediente, mit im­provisierten Schutzvorrichtungen versehen. Man verbarrikadierte die Wagen mit Brettern, Bohlen, Beton, Betonplatten und Sandsäcken, da und dort wohl auch durch Metallschuh Ebensowenig wie Panzerzüge gibt es in der deutschen Reichswehr neu konstruierte Maschinengewehre, die nach An­gaben Birthou» seit 1918 in zwei neuen Modellen betgeftellt uwrden sein sollen

Ich füge hinzu, baf? über alle biete Beschwer­den zwischen der deutschen Regierung und den interalliierten Kommissionen eine Fülle Ao- t e n ausgetauscht worden sind, in denen da» Meiste wohl zur Befriedigung her letzteren flar- gcftellt werden konnte, so bah ich die Bedeutung nicht verstehe, die man jetzt in Frankreich der deutschen Sntwaffnunasfrage aus» neue beimifit. lieber diese Frage bestand im Oktober dS ZS. in Frankreich offenbar vollständige Beruhigung. ; denn am 21. Oktober bat 'S r i a n b in einer Rete vor der französischen Kammer ausdrücklich sest- gestellt. da st Deutschland allen Forderungen auf Entwaffnung und Zerstörung des Krie'?- material» und auf die Herabsdtz'ing seiner Wehr­macht und Auflösung feiner Einwohnerwehren entsprochen habe und baf) eine Gefahr für Frankreich nicht mehr bestehe. Der französische Ministerpräsident berief sich damals ausdrücklich auf die Berichte der französischen Vertreter In der Kontrollkommission, die die r ntfle der Entwaffnung als befriedigend bezeichnet hatten. Auch Rollet selbst hat, wie Briand mitteilte, auf eine Anfrage, ob er ernstlich an die Möglichst eine» Widerstander der deutschen Regierung glaube verneinend geantwortet Ich glaube nicht, da fr seit Oktober dS 3». in dem Island der deutschen Entwaffnung Verände­rungen rin getreten sind, die da- Mißtrauen rechtfertigen, da» in den französische?' Kanunce- verhandlungen zum AuSdruk kommt Die deutsche Regierung ist nach wie vor der Meinung, dah alle» geschehen ist. was die Dorlchristen über die Entwallnung von ihr fordern. Ich kann nur wie­derholen. was Briand im Oktober ds Zs. selbst bestätigte, bah von Deutschland dem europäischen Frieden keinerlei Gefahr droht, wenn man es seiner friedlichen Arbeit und Entwicklung feiner demokratisch* .1 Einrichtung überläht

Der Reichskanzler auf einer Ientrnmslagung in Königswinter.

Köln, 12. Dez. iDTB.i DieKölnische Volkszeitung- meldet: Die rheinische Zentrumsparte i hatte die Mitglieder des Provinzialausschusses gestern nach Kö­nigswinter zu einer außerordentlichen Sitzung eingeladen. Die Tagung war außer- ordentlich stark besucht. Reichskanzler Dr. Wirth bette das Referat übet eine Reihe der brennendsten politischen TayeZfragen über­nommen. Beim Betreten dec LaaleS entbot die Versammlung dem Reichskanzler durch eine starke Kundgebung einen herzlichen Will­kommens^ ruß. Der Reichskanzler gewöhne in seinen l> «stündigen Darlegungen einen tiefen Einblick in den gewaltioen Fragenkompler der inner» und außenpolitischen Lage, der auch in den nächsten Re'.chStagSsiyungen behandelt werden wird. Der Reichskanzler behandelte die ErfüllungSvolitil die Bemühungen um eine Verbreiterung der Koalition, das Wiesbadener Abkommen, dte bevorstcher'-'r. Entscheidungen über den Steutrkompromih. das Schlagwon von der c«fassung oer

Sach- und Goldwerte, die Schwierigkeiten der Devisenbeschassung. die Stellung der Aka­demiker in der ZentrumSpanei. das Vet- fkiltnU der v3entrum6partei zur Landwinfchaft, die Lage der Verkebrsanftalten. Oberschlefien und die Reparationen als Kernproblem der Deltwirtschosi. Der Eindruck der Darlegungen war bedeutend und die Versammlung dankte mit immer wieder neueinseyendem Beifall, der sich bei der Abfahrt des Reichskanzler» wiederholte

Das Abkommen dervier Mächte.

Washington. 11. Dez 1WDB ) Das von Senator L 0 bge tn her heutigen Sitzung her Konferenz vertetene Abkommen der vier Mächte lautet wie folgt

Die Iterct ..gien Staaten von Arn c r 1 fa. das Bri t ische Reich, die Franz Sri s ch c Re­publik und bad Xx a p a n t < d) c R e i cd haben beschlossen, zweck» Erhaltung be» Weltfrieden» und zum Schutze tbtxT Rechte betreff» ihrer in­sulare» Brimingen und ihrer tnlularer. Domi­nion» im Stillen Ozean ein Abkommen zu schließen Zu dielen, Zwecke haben sie Denre c. ernannt, bie sich auf folgende Bestimnntngen qc einigt haben

1. Die hohe» verrragschlirirenbe» Teile ver­pflichten sich, gegenseitig ihre Rechte bezüglich ihrer insularen Besitzungen und ihrer infulmcn DtUninions tr; Stillen Ozean achten. Wenn zwischen den ' . cn vertrag schlierten den Veilen eine 7Hcimi"g»iK'r'ineben beit entsteht, die 'ich au» irgend einer den Stillen Ozean ergebenden Fragen ergibt und ihre obenerwähnten Röchle berührt und wenn biete MeinungSverscbiete iheit nicht auf bi- plomatifchem Wege in befriedigender Welle ge­reich wird und die gegenwärtig zwischeni>n?n bestehende erfreu.iche 'Harmonie zu gefährd7» droht we ben diese Mächte die anderen vertrag­schließenden Telle zu einer Konferenz etnlaben. der die Gesamtheit der Fragen zwecks Prüfung und Re-telung vor-ulegen ist

2 Sollten die obenerwähnten Rechte durch die aggressive 5>altung einer anderen Macht be­droht werden, fo werden die hohen vertrag flie­henden Teile sich untevrinander in vollstandi und freimütiger Weise mwltöndi^en, um za einem Einvernehmen über die wirksamsten Mahnahm-n zu gelangen "btc sie gemeinsam oder qrionbert ergreifen werden, um allen Erfordernllstn der Lage gcrci ; zu .'nerben.

3. Da» vorliegende Abkommen b;etbt von dem $ 6em efl in Kraft

Zähre in Gulngkrit Ra«j> Ablauf btri ' raumes läuft s weiter, mit dem Vorbehalt, dast jeder der heben vertragschließenden Telle da» Recht bat 's mit monatlicher Äünbigung zu beenden

4 Sa-> ^caenwärtik'e Abkommen wird 'oba'.d wie mög'ill. entsprechend den fonftihitiorc l*n bräuchen der hohen vert agsch'iesvnden T i c ra- tifizie t werd- Es trilt in Kraft, fobal c Ratifikation'ui künden in Wall i gton "i der' - rgt find crbalb dies geschehen ist. ist d> 'm1 - 1 Großbritannien undZapan am 13 uli 1911 in London abgef^rioffene Konvention ausgehoben

Washington. 11. De» lWTBll 3n der Samstaafinnng der Konferenz verlas Senator Lob gs das Viermächte-Abkommen, das am Freitag paragrapdiert wurde und dessen Unter" Jcbnur wabrscheinllch nm Mon-

Unterzeick;iung erfolge unter dem Dorbeh^ilt von amc ri'nnisch-japanllcsten Verkxnrblunc m in der Vtpfraqe. Cr fügte ferner hinzu. : rS Abkommen sehe non dem Gebrauch a^n>iff- treten Zwanges ab und sucbe den Frieden im Stil t Ozean »u sichern indem es sich auf den ehrlichen Willen der Voller nrünbe.

Rach »usttmTnenden Grflin:n?.?n sämt­licher DeleStetten scb'ost LtaalSfefretär.^ug.stk'S die Sitzung mst den Watten: 3ch glaube fest, baß bietet? Abkommen einen außerordentlich großen Fottschritt auf dem Weae zur Erdal- tunq des Friedens bedeutet.

Die SHttimmrnfnnfl

Br'nndL nnb ^loyd Iftforge^.

London. 10 D z WB - .Evening Rewr^ melltet Briand heb* mitgctilt, ba** <r Mo?', .g in acht Ta^en radb Conbonu Lommcr Rohe um mit Clvtzb George über da» Revara- tivnsprrblem und andere Fragen zu beraten

(sein englischer 5f)iederanibanvlan?

London. 10 De .öoertig e -inbarb" b richtet her ei'iger 3rit hatten btr Be­

amten des brütlAen Schatzamt?» unter y-tranqi von Sir BalU Sladett und bei britit^m Haup-tettrcters in der Reparativ-'»kornmifsion, Sir ,3olr Bradhurh. in enger, -,^'amme- witte^ mit Co d Lurz 0 n e aen gr 0 ' z u 2 i - gen Plan füz den t nanztecken 22tebc ^u'bau Europa» anb bie StabUisterur^ der Währungen auAgccrbeitct

Die geplante Zifcnng des Cbrrftrn Nates.

London. 10 Doz Reu'er teilt mit. man ertDartc ?a' Bvllkonferen, de» Ober­sten Rote» u-ter Dellnohene 3txiCn» jnb Bri» g;cr4 :,u ^-iöneruig der Frage der dcut- ' chen Repa ra tionen facher zu Beginn tes neuer. Zahne» stattfinden werbe.

Der Botschafterwechsel in Rom.

Berlin. 10. Dez. (DTB.j Wie wir er­fahren, ist als Botschafter beim Quittnal tn Rom der bisherige Gesandte tn Kopenhagen. Frdr. v. Reurath tn Aussicht genommen.

Der Prozeh Iagow.

Berlin, 10. Dez 3m Leipziger ^rchoerrats- Prozeß ist Korvettenkapitän v. Trotha wegen tes der MittaterschaN am K als vkuge unvereidigt vernommen worden. Wie aus dem Reichswehrminlstertum mttgctetlt wird, ist dvn bisher über eine Beteiligung v Irotba» an den M trzereignisien de» vorigen Zahres nichts bekannt gewesen. Sofott nach dem Scheitern des Butsches war im Ministerium unter Vorsitz hon O'.aaissekretär Stock ein LnterauSlchust cingerichtel worden um alle Beschuldigungen gegen Reichs- Ntehrangedörige zu prüfen Sine Anzeige gegen den damaligen Kapitänleutnant v. Trotha Ist nicht cingcqangri! Rachdem jetzt vor Gericht der er­wähnte ikrbad)l ausgesprochen worden ist. bat der Rrichswehrminister beim Reichsgericht um Einfichtnahme in die Akten gebeten

Leipzig. 10. Dez (WTB.) 3n der heutigen 7terHandlung im Zagowprozeß wurde zu­nächst General Sceckt vernommen Zu dem Ver­halten de» General» Lüttwitz vor dem Putsch < 1 klärt der «Zeuge, daß Lüttwitz' Handlungsweise nicht in Uebereinstimmung mit seinen militärischen Pflichten stand, ohne daß ihm eine gesetzwidrige Handlung hätte nachgewiesen werden können. Er fei mit den Freikorps in Verbindung getreten unter dem Dorgeben, sie vor der Auflösung zu bewahren und eine schlagfertige Truppe au» ihnen zu machen Roske habe Lüttwitz Vertrauen ge- ift Die militärischen Stellen seien der An­sicht gewesen, daß vielleicht die geplanten Unter­nehmungen nicht ausgeführt würden Am 9. Mär- Ha de Sccckt die fvsoitige Derab'chiedung Lüttwitz von RoSke verlangt. Die zweite Marinebrigade ftt nach Döberih gezogen worden, um dort aus­gelöst zu werden Am 10. März habe eine Unter- redung zwischen Ebert und Lüttwitz stattgefunden. Lüttwitz habe an diesem Tage eine Verbindung mit Zivilpersonen, und zwar nach Seeckt zugekom- men.. 1 Rnchrichten. mit Kapp. Papst und Bauer g Nibt. auf deren Festnahme nunmehr von mitt» ärllcher Seite gedrängt wurde. I8ri. g^ntinlftet Re, 1.Hard Ixibe sich bemüht, die Marinebrigade Lütiwiy abzutrennen Am 12. März feien über die Haltung der Brigade Ehrhardt verschieden« Meldungen eingetrvfsen Degen Mitternacht h-ibe cr mit verschiedenen anderen mllitärischen Füh­rern eine Unterredung mit Ro»ke gehabt, in deren Verlaui Oberst v. Oldershausen meldete, daß mV militärischen Angrissen tn den nächsten Stunden zu rechnen sei.

ckteuge v. Seeckt (sor:fahrend!: Dte teut- ten Toppen sollten am Vrandenb^rg<r Tor aufeira der schießen. Die Brigade ®brharbt war kampfge.cht und in ter Hand be» Führer» Mi- litärifa war ein Widerstand also auSsich'»!?» Wir mubten befürchten, daß die Berliner Trappe sich sehr Uiiger 1 mit ihren Kamerad m schsttien werde. Tie polit schm Fragen, u n b^e es sich !ar-^elte. irare 1 l icht geeignet, eine Veg iflerung u er.egen. 3n der frühem Mvrgenftante de» 13 Tläi \ *t> riammelten sich in der Reichskanzlei die Reichemini'ler. autterlx-m General Reinh-irdt, p. Trotha, Chen, Olde Hausen und ich. Wir bite­ben bet unserer Auffassung, daß rin Kamps zu vermeiden sei und auch ausslchtSlo» wäre. Tann sand eine Kabinettssitzung statt, der ich nicht lciwohnte Rach einiger Zelt kam Ro»te heraus, und agte zu Trotha und mir, da» Kabinett habe lxf±ioften, daS Ultimatum Ghrhardt» ad- - il hnen. es solle aber auch kein Widerstand ge» leistet werden Die Regierung werde Bersin ver­gasten Erne Stunde später betrat Lüttwitz tat Reich öwehrminllterium und übernahm ba* Äom# manbo. 3<t hatte den Eindruck, als ob be po- istäne Lüttwitz nicht se')7 Har wären.

Ter Angeklagte v. Zaavw bemerft zu der Au-tege des Zeugen, er habe unter diesen Um­ständen volles Recht gehabt, die Lage so auszu- laffci daß der Brigade Ehrhardt große mill» 'aellche Ueberlegyibeit fnnewohne Zch konnte 'nehmen, daß in anderen Teilen des Reiches etwa» sehnliches stattfinden werde, ». B in Ostpreußen. Schlesien und Westfalen

Zeug«? Seeckt: Dte Annahme daß der gr&- f>ere Tell der Truppen tm Reiche hinter Lüttwitz stand, war falsch Bei der militärischen Entwick­lung der Dinge ist mir der Harne eines der Ange­klagten nicht zu Ohren gekommen.

Zeuge Staatssekretär Dr Freund: Die Te­legramme vom 14. März, betreffend dte Ab- siyung der Ober- und Regierungspräsidenten, waren mit dem Zeichen Zagow versehen. Die alten Beamten wurden nachher wieder eingesetzt.

Zeuge Staatsminister a. D Hergt Am 3. März teilte mir v Oldenburg mit, daß i* ben Kreisen der Sicherheitswehr eine große Un- uh« nd Besorgnis herrsche, well bei der Reichs- .".br etwa» im Werke sei, Ich war darüber ganz tenfterire^t und ging am 4. März zu Lüttwitz Zch erklärte: Sie können da» doch nicht mili­tärisch machen Sie haben das Volk nicht hinter sich Der Harne Kapp» ist bei der Unterredung nicht gefallen, auch nicht der des Angeklagte» (Vtgow Zch hörte von der Ernennung Zagow -nd Wangen heim Untere Pattei hatte den drin­genden Wunsch, die Ding- in ordnungsmäßige Wege zu letten und hielt die Einigung alter Par­teien vis zur Linken hin für notwendig Zch tagte Kapp am nächsten Tage, e» mülle jetzt zu EilsigungsverHandlungen kommen dabei sei aber Zagrw do» Hindernis Kavv erwiderte, er könne I <etnc Freunde jetzt nicht falten laffen.

Staatsminister a D Dr. Heinze bekunde 1.

I am 8. März kam Lüttwitz zu ihm in den Reichstar: