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Sür ÄageySrigen ttnb Freunden aFgtTe^nf toorben. Die farbigen Truppen wurden wäh­rend der Nachmittagsstunden in ihren Quar­tieren Kurückbehalten.

Main-, 10. Mai. (Wolff.) DasEcho fyu 9thin" bringt eine Derorbnung der Rdeinurndskommtsskm, wonach diese in ihrer Sitzung am 6. Mat beschlossen hat, daß die ,,A lkv ho l - Monopol-Verwaltung" ihr unterstellt wird, da dieser Dienst nach der deutschen Gesetzgebung Einnahmen erzielt, die ihrer Natur nach zu denjenigen zu rechnen seien, die die Rheinlandkommission fürRech- lnung der Alliierten einzuziehen beauf­tragt sei.

Saarbrücken, 10. Mai. (Wolff.) Die Saarbrücker Handelskammer ver­mag nunmehr auf Grund einer ihr neuerdings zugegangenen amtlichen Erklärung der Regie­rungskommission, die ihrerseits auf die Ent­scheidung der interalliierten Rhcinlandkom- mission zurückgeht, mitzuteilen, daß die nach den einschlägigen Bestimmungen des Frio- densvertrages währenb der ersten fünf Jahre vorgesehene Zollfreiheit beim Waren­austausch zwischen Saargebiet und deutschem Zollinland durch die Errichtung der Rhcin- zollinie durch die Alliierten grundsätzlich nicht berührt wird. Danach bleiben also wie bisher alle,aus dem unbesetzten Deutschland oder aus dem besetzten Gebiet für den Eigen­bedarf des Saargebiets bezogenen Waren deut­schen Ursprungs frei von dem französischen Eingangszoll an der Saarostgrenzc. Diese Waren bleiben auch weiterhin von der deut­schen Ausfuhrabgabc (soziale Abgabe) befreit. Es sind wie bisher zur Erreichung dieser Zoll- freiheil Ursprungszeugnisse, am zweckmäßig­stem durch die deutschen Handelskammern aus­gestellt, beizubringen. In gleicher Weise bleibt wie bisher unverändert die Zollfreiheit füv den Versand von Waren saarländischen Ur­sprungs aus dem Saargebiet nach dem besetz­ten Gebiet «und nach dem unbesetzten Deutsch­land. Hierzu bedarf es wie bisher der Ur­sprungszeugnisse der Handelskammer Saar^ drücken. Hinsichtlich der sogenannten deutschen Rückwaren hat die interalliierte Kommission neuerdings bestimmt, daß die aus Bitligreits- gründen von der deutschen Zollverwaltung zuerkannte ZoUfreiheit bei der Rückeinfuhr nach dem deutschen ZoMnland auch weiterbin gewährt werde, allerdings mit den aus de? Verzollung des direkten Warenverkehrs zwi­schen besetztem und unbesetztem Gebiet sich er­gebenden Einschränkungen. Danach werden also einmal alle aus dem besetzten Gebiet stammenden (Ursprung besetztes Gebiet) und über das Saargebiet im sogenannten saarlän­dischen Rückhandel stach dem besetzten Gebiet -urückgehen den Waren uneingeschränkt zollfrei bleiben, ebenso alle aus dem unbesetz­ten Deutschland stammenden und über das Saargebiet wiederum nach dem unbesetzten AKuLschland zurückgehenden Waren.

Isch'mrds bis zur Unerträglichkeit Osten, in Oberschlesien, sind seind-

^effifcber Landtag.

87. Sitzung.

St. Darmstadt, 10. Mar.

Alm Regienrn gSkischt Mi nistet des Innern iDr. Fulda und Regierungsvertreter.

Dor Eintritt in die Tagesordnung ergreift da- Mort

Präsident Adelung:

Tas Haus ist zu einer turnen Tagung zuiamr-

Nach Erledigung einer Stefr- Cnnrr Lar- lagen. Anträge und ^fragen (bit w r am SdjLi ie dieses Htnnmerbrrirf^C'.' bringen, wurde t4e An­frage be< Abg Urstadt imb Genossen -per tne Ausgestaltung des storstlichm Hochfchul-

Unterrichts tomtbdt

Äbg. Kkinaspvr (D.Vvt) verweist mtf fre schrrie Bemmpfto'erntf in dieser Angelegen beit Aus LovolvatrvtSmuS jdraue man einen meipr-q

Bwnwtrctcn. vornehmlich um die Beamtenbc- soloungSvorlagen zu erledigen.

Meine Ta inen und Herren, seit dem zweiein-- halbjährigen Bestehen des Landtags haben sich die Sitzungen fast unausgesetzt imter dem Eindruck furchtbarer politischer Geschehnisse vollzogen, denen unser deutsches Volk, imser Land ausgesetzt war. Wenn es hie und da schien, als ob das Höchstmaß der Leiden erreicht sei, das sich nicht mehr über- mrten lasse, so trafen uns wieder neue Schicksals- schläge, so schwer, wie sie wohl kaum je ein Volk getroffen haben. Tie materielle und vor allen Tin gen auch die seelische Belastung unseres Volkes hat einen Grad erreicht, uMer dem es zusammen» zubrechen droht. Gegenwärtig ballen die Alliierten große Truvvenmaßen und furchtbares Kriegs- nmterial 'zusammen, um im Writen weiteres deut- wns Gebiet von Deutschland abzutrennen, wenn Deutschland sich nicht bedingungslos imb wider- wruchSlos einem Diktat fügt, daZ das Maß der Leistungen Teutsch'ands biö zur Unerträglichkeit wigert Und im Osten, in Oberschlesien, sind feind­lich' Massen in deutsche Gebiete eingefallen, deren Einwohner sich mit großer Mehrheit zu Teutfdi- o*. Mannten. Ohne Schutz muß Deut sch'and die Bewohner des deutschen Obersch'esi-ns vvlni- sch-n Terror- und Willkürakten überlassen. In diesen furchtbaren Tonen hoben die deutschen Volks- Vertreter die heilige Aufgabe, vor allen Dingen ihre d°krden mtakt zu halten und dem Volke Lenker und Leiter zu sein, an deren Arbeit das Volk sich ausrichten kannTer Glaube an die Zukunft des beuttchm Volkes muß fest fundiert sein. Der Glaube «ch an die Wahrbeit und an die Gerech igkeit der weit muß trotz all dem aufgeridTet werden, wenn y°tT m®t einem ewigen Chaos en tgegengeren neuen. Und der Glaube an Deutschland fällt nickt rpf1tu. man bas erhebende Schauspiel be­obachtet, daS sich jenseits der Grenzen Deutschlands die Tiroler einmütig für Not und Bedrängnis. tBeisoll.) Dir senden den Tirolern dankbar und svn'dig unsere Grütze ob dieses Beßmntnisses. (Bei- fall.) D^ freie Selbstbestimmung wird den Döl- »rn nicht dauernd vorenthalten werden können. "ui ^lbstbestimnnmg, wird

M erblühen und

Zukunft her ganzen Welt.

(Axboaftcr Beifall un ganzen öauie.)

Anzeiger diese Artikel

" J ,-1: C <" - -tt- ** -iger gil wwi emen vertren, den trr Donwkeut

em^iae Blatt m Aietzen hätte toch die Pflicht | über seinen hielt. Etaen

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fre rat* trb Pile,' sprcmmi bte

^ iger gar durch emen Reifen, den trr Dompteur

treten. Die Prüfung der finanziellen Frage war natürlich Twtrocnbig, die Artikel aber wirkten stimmungmachend. Meine Anfrage sollte lediglich ben Zweck I?aben, die Schäden roieL<r gut zu machen,

Alt» Stadt nn- Catifc.

Gießen, den 11. Mm 1921.

HagenbeSS Raubtierschau.

Tas Riesenzelt, drS den Oswald garten in seiner ganzen Brei t überdacht, und 6000 Per­sonen fassen soll, war gestern abe:rd wohl bis aui oen letzten Platz gefüllt, ein Beweis für die Zug- krast dergröHen Raul-tier-Tressursckxru der Erde". Und Glan-- u d Ruhm, d:e ter Name Hagenbeck ausstcahlt. ft _t> w.?l verdient:

Hagen Hecks Stolz sind die unvergleichlichen Raulstechressuren. Recht re.hridoigstoll wZrde der Abend mir einer gemischten Roubttergrirave eröffnet: Löwen, Eisbären, brmc e Bären wib em wundervoller schwarzer Kragenbär, der, ans den Hinte.p.an.en nabend, Mi'r.staschrn entkorkte uich aus trank u d a teren lie enSwürdigen Al o- tria trieb, während rin roeijer Kollege feinen Meister in einem leibten Wägelchen drrar die Manege fahren dürfe Alle Tiere vertrugen sich aufs beste, auch die Löwen, mit denen der Tomt* keur wie mit braven Huriden umgehen tonnte. Mehr Di d eit mir drohe dem firtinren und Fau- <ben oerne en dagegen die vier präckr tgei Brber- lörnen und die vier Bengal^Tiger. beten geickmer- bi<?e Grögk und katzenhafte Tücke tast unheimlich wrrt:e. M<m merte eS tom ick^ datz diese T, re noch nicht all-ulange Übrem Herrsckerie.en tn tret r

* n tem immer r* er nenutixei ie nck gegen txe tugqe i>e traft ld.eS

uns durchaus nicht <u ^schämim, .Geld von Pri­vaten anzunehmen; das geschieht lei anderen In­stituten auch. Die schlimmstcu Schädigungen wur­den von der Stadt Gießen und den Oüeßeni.nr Stadtverordneten in die Frage hineingetragvr. Der Gedanke, die Kaserne zu Schulzwecken zu benutzen, ist zunächst niemand gekommen. Ich stimme dem Präsidenten zu, daß oas Schulinrereiie der Stadt Gießen Himer der Lebensfrage der Uni- Deriüät zurückftehen muß. Wenn die Regierung aus jeden Fall, entschlossen bleibt, den Ausbau des Instituts zu fordern, so ist das gut; es kann aber nichts schaden, wenn wir uns hinter bje Regierung stellen.

Abg. Klin gspor (D. Vvt.): Zch wiederhole, ich bin der Änficht, man sollte ein derart großts Pcojekt nickst auf eine finanziell o unsick-ere Basis stellen. Sonst kann es gel-en wie in Franliurt, wo auch der Staat nun ein treten muß.

Präsident Dr. Strecker: Ich möchte dem Eindruck entoegeitrrtat, als ob wir das Forst- instilut aus 'per Basis mteier Zuwendungen er­bauen wollen. Wir bauen auf das zielbewußte Gtntreten dller in Frage kommenden Znslanzen; daS sind bei Staat, die Stadt und die Hochscl,ulr selbst. In letzter Linie erst wenden wir uns an Private. Ich möchte auch darauf himneisen, daß das Lebensrnteoesse der Universität doch auch ein solches der Stadt Gießen ist.

2lbg. B rauer (Hess. Vpt.) unterstützt die An­sicht der Regierung und weist darus hin, daß daS landwirtschaftliche Institut in gleichem Maße unter der Raumnot zu leiden hat. Damit schließt die Besprechwrg.

Kleine Anfragen.

Abg. Tr. Wünzer (D. Vp- fragt an, W weit die Verhandlungen über bte Getvahrung einer laufeilden Vergütung an die Knegs-Rese- ce n bare gediegen fi> b. Staatsrat T-r. Schwartz teilt daraus mit, daß die eritspreäsen- ben Anordnungen audfleatbeitet und bereits im Truck sind. In 12 Tagen ist bte Fertigstellung zu erwarten.

Die Bezüße der Reichs- und Staatsinvaliden.

Auf die Anfrage des Abg. Herbert iZtr.t verliest Landesiorslmeister Dr. WS-der folgende Antwort: Es ist eine Ausdehnung und Umgestal­tung der Leistungen der Bersorgungsanstalt für staatliche Arbeiter bereits seit längerer Zeil in Aussicht genommen. Für die Invalidenversiche­rung sind die Vorbereitungen im Gange, wahrend für die Angestelltenversicherung ein Entwurf neuer reichsrechtlickw Bestimmungen den Landesregio- rungen in den letzten Tagen zugegangen ist. Im Anschluß an die bevorstehenden neuen Bestim­mungen der rcichsrechtlichen Versicherung wird die Regierung auch die von ihr beabsichtigten Maßnahmen verwirrlichen. Inzwischen können in Kälten, in denen dies als besonders mtgezeigt er» sckfeint, wie dies bisher bereits geschah, zum Aus- aletch unzureichender Bezüge besondere Zuwen­dungen bewilligt werden.

Die Errichtung von Pachteinigungsämtern.

Auf die Anfrage des Abg. Köbler (Dem.') antwortet Staatsrat Schliephake, daß den, Landtag eine Regierungsvorlage zugegangen ist.

Taraui wird in die Tagesordnung eingetreten. Eine Anzahl bedeutender Rkgierungsvorlagen, dar­unter die BesoldungSvorlage, werden von der Tagesordnung abgeie&t, da unsere Regierungs- Vertreter in dringender Angelegenheit nach Berlin berufen wurden.

Bon einer Anzahl kleiner Vorlagen, die im Ausschuß erledigt wurden, nimmt das Haus auf Grund der Geschäftsordnung zustim­mend Kenntnis.

Tann wurde eine größere Zahl ton An­trägen erledigt, so der Antrag des Abg. Lang über die Herstellung non Einheitsboot, der Abag. Knoll und Genossen über die Au Hebung der Ar­tikel 19 und 20 der Land.emeinbeorvnung, des Abg. Loos über die Zuteilung von Waldstroh, der Abg. Herbert und Hvsimann über die Aiusbild'iiig des hessisckien Försterpersvnals, der Abgg. Hatte- mer, Schorn uwd Tr. Zckch über die Berwe! hung der Gell-er aus ben he.ßschen Witwe i kästen, ceZ Abg. Schreiber über Strafer.'atz bei ber Flnsch- bewirtschaftuna, der Wgg. Hat.'emer und Genofstn über die Entschädigung der Umzugsüosten versetzter Beamten und des Abg. Hostmann über d e Ent­lassung hessischer Bergarbeiter aui'dTr Zeche Gustav.

Es folgt eine Reihe bringlicker An­fragen. Abg. Knoblauch fragt we.'e' des ftant* licken Zuschusses zu den obarbei.cn ber Wieien- jiÄ'lungsgeiellschaft Wor eiben, AbA Reiber über Die Verhältnisse an der Kun st-nnver beßckule Men' z und Abg. Knoll 'übet die Festi'««mng der Pn"k t be8 ^renühl eS au3 bei HaaliXe^Tj bangen.

Tie näck)i7e 'Sitzung -.dtt am MIT roch statt. Schtutz 12ya Uhr.

wollen, doch kann diese Stadt die Lmien von z w e i Millionen nicht tragen. Tie Ka'erne, die eventuell für die Schulzioecke der Stadt Gießen in Frage tonrme, ist im mer noch nickt geräumt. Ter Redner ist der Ansicht, daß die Regierung selbst ber Stabt Gießen Mittel und Dege zur Losung der brennenden Schulfrage weisen musst, eventuell die Kosten zur Verfügung stelle.

Präsident Dr. Strecker:

Ich schließe mich dem Bedauern an über die unsachliche und unziveckmäßige Tonart in der Zei- tungsvoleinik. Wir sind uns durchaus der Schwi> rigteiten in finanzieller Hinsicht ber Durchführung der Aufgabe in Gießen bewußt. Ich bitte Sie aber, es mir zu erlassen, heute hier bestimmte Zahlen ru nennen. Ich bitte Sie, sich zu begnügen mit Der Versicherung, daß wir mit aller Vorsicht und in steter Rücksicht auf die Lage der hessiichen Finanzen ben Au: bau bes Forst Instituts in Gießen fördern werben, und stets in enger Fühlung mit der Vol^- vertretung. Summen kann ich nicht nennen, weil das auf jeden Fall In der Oeffent- lichkeit zu ernsten und gefährdenden Auseinwioev-- sehungen fuhren könnte. Kreisen, die ein gewisses Konkurrenzinteresse Haden, würden sie vielleicht zu hoch erscheinen, anderen pielleicht zu niebifo. Was für den Ausbau des Forstinstituts sprickt, möchte ich noch einmal kurz baclecjen und ins Ge­dächtnis zurückrusen. Es hcmdelt sich hier nicht nm einen Neubau, sondern darum, ein Institut, das schon jahrhundertelang besteht und unserem Hessen­lande in dieser Zeit große Elwen gebracht hat, zu erhalten. Ein solches, Jahrhunderte altes, wert­volles Glied der Landesuniversität baut man doch nicht kurzerhand ab. Sie werden es verstehen, daß wir norfidjtig und zurückhaltend waren, als man mit der Frage an uns berantrat, das Institut nach einer anderen Universität zu verlegen. War man Pessimist, konnte man annehmen, daß das In­stitut vielleicht nach Heidelberg komme; bann hätten unsere hessisck>en Studierenden nickst so weit gehabt. War man Optimist, erschien Freiburg wahrscheinlicher und wünschenswerter, weil Gießen dann ein weiteres Betäkigimasveich behielt. Wir haben uns zn bet optimistischen Auffassung ent­schieden. Dazu kamen Zukunftserwagungen. Wir l^aüen auch bei der Regierung die schwersten Sorgen für die Zukunft, und wir wissen wohl, daß es dem hessischen Staat nicht leicht fallen wird, die beiden Hochschulen durch die finanziellen Schwierig­keiten der kommenden Zeit durchzulialten. Was aber das Forstmstitut betrifft fo imb wir der Ansicht, daß gerade dieses in Hesten doch den besten Boden unter sich bat. Wenn etwa (Sieben in Zukunft noch auf irgendeinem Gebiete eine Rolle zu spielen hat, etwa in einer <A r b c n s - teilung unter den deutschen Univer­sitäten. wenn Gießen fick Midi feien müßte, dann wird es diesen Zweig ni.ßt umgeben können. Wenn eine Hochsckstile die Wetterau, ben Vogels­berg uftv. um sich hat, wird sie au| dem Gebiete des land- und svrstwirtschaitlichen Studiums immer etwas besonderes lei.feen können. Wenn wir Ver­gleiche zielien, finden wir, bafl wider Freiburg noch Heidelberg, noch irgend eine preußische Uni­versität, oder etwa Münckzen, nichts Gteichweritges an Boden und Wa'd anfweisen können, wie Gießen und seine nächste Umgebung. Ein so vielgestaltiges, maßgebendes deutsches Waldgebiet, wie das G.eße- ner, 'bat lerne d.utfche Hochschule mehr aufzu- weifen. Ich habe es für meine Pflicht gehalten, ehe kb diese schwie tge Entscheidung trat nickt nur mit den Vert.e.ern der Fvrstoerwa'tung zu veobanbeln. sondern auch persönlich die tn Finge kommenden Städte zu besichtigen. Aut 'GvM b der Vergleiche hat sich mem Op i.nismuS verstärkt. Ick habe aud) viele .Wünsch: anderer Aoridwiov* Institute auSspreckmi büren, bau bad Gießener In­stitut "erhalten bleiben mockste. Es ist mm gejagt worben, das Militär habe du Gießener Ka­serne immer noch nicht geräumt. Tas stelle id> mit dem grössten Bedauern fest. Ich muß sagen, daß 'das Militär für bte-'e Le ensft^e ur- ftrer Universität tatsächlich .ein Verstü: d rs bat Immer wieder wirb be Räumung verzögert. Man sagt tn Berlin, die .Kaserne hn:b gebraucht zur Ausbewah u g rvn A! srüsbuugsgege.i .änp.n. Ich meine dock», dafür könnte man bei einigermaßen gutem Willen andere Räume finden. (Sehr richtig!) Wir draucken ti Gießen auch für die Ir deren In i ue dingend Räume. Tiefe können nur befdjafft werden, wmn das Iiorst-- inftitnt geräumt wird. Es flammt hinzu, baß wir bereits vor dem Kriege den Ausbau in Aussicht genommen hatten, diesen aber burtfi den Krieg unterlassen mußten. Widere Städte haben große Neubauten vor dem Kriege eritrilt und flounten diese alsbald in Benutzung nehmen. Um kon­kurrieren zu können, müssen wir beute bauen. Angesichts dieser Lebensftage unserer Universität mußten andere Fragen, beonberS auch die der Aufbringung der Gel er, zurückslehen. DieStadt Gießen will nun die Kaserne für Schulzwecke benutzen. Dazu ist d e Kaserne gar nicht zu gebrauchen. Baulich ist sie wenig geeignet, und di: neue Sckule in Gießen müßte mehr in den südliche i Stabtteil flamm'n. Ist die Schule wirllich Bedürfnis, muß sie allerdings be- idroffi tocrben. Jedenfalls ist das W dersrvelen deS Militärs zu bedauern. Ich glaube daß bt? Dau- dieses IahoeS wieder v-rstreichen nriib, ohne bab wir an den Bau herange'en können. Ick möchte dringend tPÜiifden, daß das HauS erkennt, von welcher grafen Tragweite die e Frage für ur- ist, und daß auch toi dieser Stelle aus eine d-i?mende Mahnung "omoT-T an bis Militär wie a t die Stadt geben titoge, inidf.bd(Teine Schwierig­keiten au machen.

Abg K l inaspor iDtich. Vptll: Dir wollen durchaus keine ^ckiwierigk iten macken, ick glaube baji t>er Herr Minister über die Lage in Gu-nen falsch unterrichtet ist Die Schule ist ein önngenbe« Bedürfnis für Gießen Einen Ausweg d?be »ch >c» gewiesen Die Regierung sollte der ^tadt Gießen jür die schule die erfortorlichen Mittel zur Verfügung stellen.

Urstadt (T)em.): An gutem Dillen. Dtete Frage M lösen, hat eS uns krineS-all- gefehlt , °v' dwhuIk ^urch übrum hat rdmneriq»

feiten gezeitigt. Man hätte ja gegenteiliger Mei- nung fern ob es rickvg war. zu den

Ver-iMgungSbestrebun«n von Baden und Würt-

Ausbau des JEuS sehr Wohl wünschen, doch! gehabt, die Invcressen der Ibrwcrfttät zu Per- dürfen die finanziellen Bedenken nächt unbeachtet treten. Die Rrünnrn her fi-nn-niirflrn war bleiben. Dem Vorgehen von Baden und Württem­berg hat sich Hes>e.i nicht an^tirohet Die Re­gierung hat der Stadt Giegen die Lasten des Neubaues für das Forstinsfitut auferlegen

tozweneln Die allen und sie ist

Emick^idinm 'st auch gut üegti Forstmeister- A schadet Aufsalli

Reiz boten die Py^rnriden (xTfer Raudriere durch b.e ruhige Bi d a t eit be w hlgev'!e»-1e.i Tier» törper i. ijb.cn rei.z.i c o i .cn "aröen. Qhro6 war das SbsmM, als sich dann ber Rie-enkäftg,. ber die Mernege ausfüllre, m ein^n Bärenzwinger verwmckelte Wirllich ein ülciü-Uhjcnbcr An­blick, als nrcht weniger als 22 Ei Saren, alle m feiner, r(aunnc<r 2Ari&e, di Ix gedrängt, wnt w eme »tic jenfd.xifbe.be aus vertunfe c.i Ialirhiin- irrten, 1<rinr:o..eten. Diese re:ei>ngri, amteb» ligen und gMtmu.iget Trere roufjc: b"- öubli.lml ttefflich zu unterhalten uich ter lame b Juba, wall.e kern En-?e ntijmci, als die Baren zum Schlüße eine unb steile Rwcht>.rh.i troiab- faulten. Tie Rreerelcf.rnten wi.tt-n vor allem bunt) ihre Große, bennefei aber d >rck ntanin^» fällige Dreffura., baß in die'ei Ti utem whr viel Intelligenz steckt. D

Tierdrcssuren sind vor allem dw r i, . jilen flcuien imb kleinsten SlMkrnd PonpS y_i rem en.

Neben ben Rmckurer-Masse, drelluren tnetet b2s Hagenbeckscke Unter.-ch.nen aber au-ti rvrzüg- riche, ja -um Teil überracei.b? artistische Lei­stungen. Die ittfi.e Ärickung erzr Ite i tne iko- rifdrn Spiele der zAmtöp wen Fa. i ie Lvcch, b e übrigens Hessen ftub u d r.t Es., o lbrucken bei ^arm.nd: ihre x'c:n:ai «ab.*n; bte B i all- lArme waren n»ckhtve dient. In laum saß arer (sefdiniibtgleü wt cl en die menschtick;en .'üZ-.per ""rcki die Luft, n d es war nur schade, da» io manche Feinheit verloren ging, vor allem auch wegen der Nitterflostürne, da Pis Auge iridi immer ju Mgen und die ittt. berut^l au ge'.auien und abgeilimm.'en Uebimgen nicht immer i ihrer Ge­samtheit zu erschauen üenrxxiite Aelm ick voll­endet waren die Leistungen ber vier RvugbyS, bie olS flie^enbc Akrabaien nnc Gurnmib l.e durch We Lust flitzten. Nickt mi.ieiShrliß sa -en fick die Kunststücke der Geschwister Hamnc.scrw'id: cm, tne rn schwindelnder Hohe an schwrngendem Trope», an Stangen und Ringen arbeckrten. Zwischendurch sorgten die uTienttohrlichen Clrwns für tjeiterl» Unterhaltung.

Wettcrvoraussaqe für Donnerstag:

WoMg, zeitweise leichte Reaenfäkle, warm, südwestliche biS westliche Winde.

Die Wetterlage hat sich nicht wesentlich verändert. Das Tics liegt vor den britischen Inseln. Daher bringen südwestliche Winve warmes Wetter mit Neigung zu Gewitter^ bilbung.

Gestern betrug die NieoerschlagSmenge in Gießen 2,9 Millimeter. Die Höchsttempera­tur war 19 Grad Celsius im Schatten.

w

** Amtliche Personalnachrichten. Am 2. Mai wurde der Lehramtsasfesfvr T>r. Fritz Fischer aus Offenburg in Badeu zmn Ober* lehrer an dem Landgraf-Liidwigs-Gpmnasiurn in Gießen mit Wirkung vvm 16. April ab ernannt.

* Gesellschaft zur FörDerung Der evan gelis ch-the-olvgischen Wissen­schaft. Tie Gründung rir^r Lanoesgrupre Hessen der Gefellsa?aft xur Förderung b:t evangv- lisch-thoologiscyen Wißen schäft is; wckknend der Wonnser Festtage vvlltogen nvrden. Bei ber kon­stituierenden Versammlung waren nicht bloß die Kreise der thevlvgisckien Wiffensckaft, sondern auch die der kirchlicken Pvaris vertreten. Für daS hessische Oberwnfiswrium sagte Geleimrat D. Flö- ring kräftige Förderung der Salle tu. Tie Hilfe dcS Landes Kirchentags, dessen Präsident Pvoseffor D. Tiehl anweend war, w.rd eriiofft Der Sitz der Landesgruppe wird Gießen sein In den Dorstand wurden gewählt aus ber kheologisckLN Fakultät Professor D. Dr. Schian, aus dem Lehrkörper des Prrdigeriemiuars Professor D. Belte, so aus dem -Oberkansistorium (tobe;mrat D. Flörina, aus dem LandeSkirckentag Fvriberr Tr. Cornelius Heyl zu Herrn-lcheim, and ber Zahl der hessisckien Pfarrer dec Vorsitzende brd hessischen Pfarrverrins Dekan Iaudt, ferner Psarver Beni- beck (Ütarben) und Pfarrer Fritsch (RumerlSburg), endlich die HeTven Berlagsbuchhändler Toepel- ma n n und Privatto^ent Lic. Dell. De LanbeS- grupve beab icktigl. ihre Werbearbeit alsbald auf­zunehmen. Deitrittserklärungen nehmen trx Ge­nannten entgegen.

**Munitionssprengung^n. Mor­gen vormittag -wischen 8 und 10 Uhr wirb auf Veranlassung bet Reicbstreuhanbgesell- schaft eine größere Anzahl Artillerie- munition auf bem Trieb gesprengt. Den Anordnungen des Absperrkommanbos ist Folge zu leisten Vor bem Betreten des Platzes um biese Zeit wirb gewarnt.

** Wann übernimmt bas Reich Hypotheken? Neue Hypotheken bürfen nach einer Anordnung bes Reichsschadmi­ni sterS auf vorhanbene ober neuerworbene reichseigene Grunbstücke nicht mehr über­nommen werden. Dieses Verbot gilt auch für die hypothekarische Eintragung des Rest- vaufgeldes beim Ankauf von Grundstücken. Ausnahmen von diesem Grundsatz können: nur in besonderen Fällen zugestonben wer­ben, z. B. wenn sonst ber Ankauf eines Grund­stücks scheitern würbe, bas Reich aber aus bestimmten Gründen Wen auf ben Kauf (egt. Bestehende Hypotheken Nnnen beim Ankauf von Grundstücken übernommen werden.

* Aufbauschule. In Bensheim begann im dortigen Lehrerseminar ber erste Kursus berDeutschen Aufbauschule" mit 17 Zöglingen, die meist aus Oberhessen flammen.

** DoS neue Verhältnis von Poli­zei und Wehrmacht. Uebet die Befugnisse der Polizei gegen Angehörige der Wehrmacht sind ring eben be Richtlinien uri'cken dem RrickSwehr- nriniiler sowie ben 9id i*6mtnir.em des Innem und der IustÄ uereinbart nxrrton. Die Ange» hörigen brr Wehrmacht sind als Vertreter ber SlaatSgewcckt in beionberent Maße verpflichtet, aunerbäb deS Dienstes alle allgemeinen unb ört­lichen pol«eilick«i Berardnungen genau zu be* Vgen und ben Anordnungen bet Pvlqei Folg« zu leiüen. 6in,<elne Soldaten außerhalb des L^ensteS haben die Pflicht, den volizribeamlen tn dringen­den Fällen Silfc |u leisten. Im Tarnst gi.1 dies, ''owrit dieser eS geitutt«. DaS Recht zur Festnahme ftebt der ^lize, gegen Angehörige bet Wehrmocht im allgemei ren ebeiü) tu, wie gegenüber Zivil­personen. Die Polizei soll bei Sehrma du Sange* hörigen im Dienst ran auS be'onbers brinaenteri Gtünden, z. B bei einem Verbrechen auf rnfto Tat bie Festnahme selbst duiHführen, Sonst soll