einiger .Zeit Tn einem i Kräfte zur Verfügung gestellt. Tnc Oejxntgerbtet. VCTübte Umbruch Hot l lung des Vereins wird durch Frauen-, ®e-
machte unb Männerchöredre Veranstaltung
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Mäd-1 mann Scholz : Melodramen), Organist G Z r - bcgan-! l a ch (Orgel) foroic sonstige bewährte musitelifche
gen hatte. — Der vor hiesigen Schneidecgeschäft feine Aufklärung griunben. Ein junger, erst aus dem Gefängnis entlassener Mann, der die Tat ausgeführt hatte und einen der gestohlenen liebet- ziehen trug, der ihm zum Verräter rmirbe, konnte sestganommen werden, trotzdem er, als die SCrimi- nal-Beamten yi feiner Festnahme schreiten wollten, durch mehrere Straßen in ein Daus flüchtete.
** Zeichen der Zeit. In der letzten Kölner S.adtverordnetenverstlmmlung richtete
veranstaltet am Sonntag, den 30. L Mts., in der Stadllirche eine Geistl. MusikauffÜH- rung. Die musikalische Leitern« hat Miisiklehrer Gernhardt übernommen, außerdem haben sich Fvau Landgerickrtsrat S ch u d t (Alth Frau Staut»
** Fe st genommen wurde ein hiesiger lunger Mann, der an einem 6 Jahre alten Mäd chen ein Sittlichkeits verbrechen ( „
fordert ein Wohnun^notvpfer als 8uf<hlag sur Einkommensteuer und nicht q,ur M eie Er beansprucht eine Vertretung im ReichZwirtschastS- rat, in dem 90 Prozent be5 Volkes als Miet« I imh Verbraucher bis der übevaangLN worden such
verschönern helfen.
** Die Frauen gruppe der Deutschen Volks Partei hielt am 8. Januar eine
Ums Vaterland geht es bann und in treuer Kameradschaft um dessen Schutze Tie Vertreter d:r anderen Kriegerverein? kamen denn auch immer.auf die Kameradschaft zurück. Nach der Ehrung der Gründer des Vereins durch Urkunden wurden di' 38 neuen Mitglieder feierlich ausgenommen. Ter imterbaltcnbe Teil des Abends war von -einer guten Stimmung getragen. Tie musi'alischen Darbietungen der Kapelle des Rrickswehr-Schützen- regiments Nr. 22 waren gut gewählt und schön gespielt. Tie heiteren Zwischmstückchm der Mit- gli.der des StMtheaters Frl. Otte, Hnrni H e 1 l b o r n und Mehnert fanden begeist-itten Beifall. Frl. Ottes Stimme bewies viel Schn'id und Beweglichkeit. Tie Zuhörer verlangtm stürmisch eine Zugabe. Tie Rezitationen Hcklborns und Mehnerts hatten den erstrebten HnterkritS- ersolg. Ein Ball und Verlosung schlossen sich an.
** Ter Evangel. Arbeiterverein
gut besuchte Versammlung im (Safe Barth ab. Frau Emma Schudt berichtete über den 3. Parteitag der T. V. P., der am 3. und 4 Dezember 1920 über 800 Delegierte und zahlreiche 'Gäste in Nürnberg verein«! hatte. Dem Parteitag voran ging die 1. Tagung des ReichsfvauenauSschusses, dem Frau Schudt als Vertreterin Hessens an gehörte. In
Tiefen hinunter, so aus ihnen wieder herausführen kann. Die tiefen schweren Schatten, die aus dem Herzen unseres Volkes lasten, können und dürfen ihm nickü die dankbare Erinnerung an das, was durch des Ewigen Gnade am 18 (Januar 1871 zu Stanb und Wesen kam, verdunkeln, noch die klare Erkenntnis verkümmern, daß die Gründung des Deutschen Reicks eine geschichtliche Notwmdigkeit war für den Bestand des beutiden Volkes unb für die Sicherung der Grundlagen für di« Entfaltung einer gottgegebenen Gaben, Kräfte und Lebensziele in aller Zukunft. Wrr empfehlen daher, baß nach Vorverkündig,mg am Sonntag vorher, am Somitag den 16 Januar dS. JS^in allen Kirchen dieses für die Geschichte unseres Volkes einen ent» cheidenden Wendepunkt bedeutenden Ereignisses in geeigneter Weise in Predigt und Gebet Erwähnung geschehe, und zwar unter Betonung dessen, was alle eint, unter Hervorhebung des Segens die» er Wendung durch Gottes Führung für alle Glieder unseres tief gebenrütigten, aber nicht ertöteten und nicht aller Hoffnung beraubten deut» chen Volkes, endlich unter ernster Hervorhebung »er Notwendigkeit, auf den von Gott' gelegten Grund uns dankbar, demütig und mit,dem ernsten Willen zu stellen, auf ihm an der Erhaltung und dem äußeren und inneren Auf- und Ausbau un* eres Volkes-und Reick^-u arbeiten/unbeirrt durch die Risse und Abbröckelungen, bre dieser ernst so stolze Bau in den letzten schweren Jahren hat erleiden müssen. Unserem Gott zu bauten ist heilige Pflicht. Unserem Gott dcmüt'g zu nahen mit bart aufrichtigen Willen zur Selbstbesinnung, zu ent» schfiedener Abkehr vom Bösen unb Nichtigem, von Selbstsucht und Genuhsuckck, zu ernster Umkehr »u dem heiligen Gott, der die nicht verläßt, oie ihn nicht verlassen, sei unser aller Herzensverlangen. Unserem Gott hoffend und vertrauend unser Volk und seine Zukunft zu befehlen, sei die betende Gesinnung. in der wir am Gedenktage uns alle zusammenfinden als ein einig Volk von Brüdern.
mc. Darmstadt, 10. Jan. Beim $fu 6- ball (pi eien in Egelsbach wurde ein lunger Mann von 22 Jahren durch den Ball am Kops so unglücklich aetrofren, daß er an den folgen gestorben ist. Der Verunglückte hatte sich eine schwere Schädelverletzung zugezogen.
Hessen-Nassau.
Die bürgerliche Mehrheit.
Hanau, 10. Jan. Nicht unintereffxnt ist der Vergleich zwischen den Ziffern der Stadt- verordnctenwählen vom 2. März 1919 und den diesmaligen. Tmnals entfielen von 19 789 abgegebenen Stimmen 9247 auf die bürgerlichen Pir-- teien unb 10 542 auf die Parteien der MehrheitS- sozialisten unb Unabhüngigen, die mit 22 Kandidaten in dis Stadtparlament ein-iehen tonn» ten, während die Parteien des Bürgertum- sich mit 20 Sitzen (12 Demokraten, 6 Deutsche Volks- Partei, 3 Zentrum) begnügen rnusckm. Bei der diesmaligen Wahl brachte das Bürgertum 548 Stimmen mehr auf als die Linksparteien, was gleick^bedeutend ist mit dem Verluste zweier Sitze für die Linke. Tiefe beiden Sitze werden den Mchrheitssozialisten gestrickien. Sie werden mir 8 Vertretern in das neue Sbadtvorlament etn» ziehen, wälrrend sie in dem alten Parlament iv- ligen Angedenkens 40 Sitze inne hatten Nach dem vorläufigen Wahlergebnis haben es die Kommunisten wieder auf 12 Sitze gebracht. Tiefen 20 Vertretern der Linksparteien stehen 22 Vertreter des Bürgertums gegenüber, von denen 18 auf 'die Gemeinschaftsliste und 4 auf tne Liste des Handwerks entfallen. ES ist jedoch nicht aus» geschlosjen, daß sich dieses Resultat zu Gunsten der bürgerlichen Parteien noch um einen wetteren S i tz verschiebt, da. wie wir hären, eine Anzahl für unaültig erklärter bürgerlicher Stimmzettel Gültigkeit haben sollen. Di'ser neue Sitz würde auf Kosten der kommimistischen Fraktion gehen. Tie Wahlbeteiligung betrug 86 Prozent.
Löffel- tmd Messerschlucker,
fd. Frankfurt a. M , 10. Jan. Der Löffel» scklucker Heinrich G ö ck e l aus Kasterbach, der im Krankenhaus wrgm seiner ständigen Löffelschluckerei barnic ber liegt, htt zur Abwockislung am Samstag ein Messer verschluckt. Er wurde sofort operiert und befmbet sich verhältnismäßig wieder wohlauf. — Bei einem anderen Gefangenen, der auch etn Taschenmesser verschluckt hatte, fand man bet der Operation im Magen auch noch eine Schraube. Bei beiden scheint doch wirklich eine Schraube los zu sein.
Gegen den miwn MletSsteuergesetzenwmrf.
fd. Wiesbaden, 10. Jan. Nach Mitte« (un^en des Mitterschmtzverbandes der Länder am Rhein erfiärt sich die gesamte Mreterschast gegen das vorg-schlagcne Gesetz Dde Miet-steuer zur Beschaffung von Mitteln für dei4 Wohnungsbau soll 21 Jahre lang mit 10 Prozent des MietwerteS von 1914 erhoben und kann durch weitere Zuschläge der Gemeinden erhöht werb n Bevor bus« Steuer Gesetz wird, verlangt die Mieterschaft tne Einbringung des RevlHmietSgesetzeS unter Bv- rücksicktigung ihres Lebensinteresfen und nicht über den Kopf von 60 Milli neu Volksgenossen alS Mieter hinweg — Du Mietssteuer mürbe burch gemeindlE Zuschläge und höheren Zuschußauf- roanb für die Bautätigkeit kommender Jahre 30 Prozent leicht erreichen. Wenn man Haushalts- vorstände mit weniger als 6000 Mark steuer baren! Einkommen von der Steuer befreien tolle, liege diese Summe weit unter dem Existenzminimum unb es toirben inSbesonbere kinderreich^ Familien schwer betroffen. Der Gesetzentwurf sordir somtt den schärfsten Protest aller Mieter rn wirtschaftlichen Orgmrisatwnen heraus und deshalb ruft der Mieterschutzverband diese zur öffentlichen Stellungnahme, Eftvgrbm an die Reich:-tags Traktionen unb die einzelnen ÜLdgeordneten auf. Damit der Entwurf nrckit Gesetz werde. Der Mieterschutzverband
rung an die fromme Freude nach, wie damals dem Öerrn bet Welt benennen mußte: „Der Derr hat Großes an uns getan, dest sind wir fröhlich^. Unser Volk hat fettbem Grohes unb Sckmrerjliches erlebt in einem Halbjahrhundert sich drängender Ereignisse unb Ent Wicklungen. Es sah allen ihm -enebenen Kräften und Gaben ungeahnte freie
Bahnen erschlossen und durfte einen Aufstieg seines Einflusses unb Ansehens auf allen Lebensgebieten
erleben, wie es selten einem Volke im Kreis der Völker beschieden ist. Es hat aber auch mit schmerzerfüllter Seele und in tiefster Erschütterung seines Selbstgefühls einen Niedergang ohne gleichen erleben müssen, dem es Einhalt geboten feben möchte vorn ewigen Gott> bet die Gedanken und Geschicke der Völker lenkt und allein, wie in "
L.U. Von der LandeSuniversitSt. Le. August Dell auS Gießen, der sich an der Landesuniversität für fhftematifrbe Theologie zu habilitieren wünscht, wird Mittwoch den 12. Januar, 12 Uhr, in der kleinen Aula seine Probevorlesung halten über Religion unb Geschichte im lutherischen Altvrotestantismus.
** Einreisegesuche ins Saargebiet. Auf Grimd einer neuen Verordnung der Regierungskommissron des S a a r g e b i e t s ist ab 15. Dezember 1920 für die Bewohner des unbesetzten Deutschlands für die Erteilung bet (Sm- reisegen ehmigun g in das ©a ar gebiet und deren Verlängerung eine Gebühr von 30 Mk. zuzüglich 1,50 Mk. für Porto zu entrichten Die Gesuche mit den Gebühren sind an bi* Paßab- teiIu ng bet deutschen Verbindungsstelle F rankfur t a. Main, Tnmrus-Anlage 9, TI., Fernruf Hansa 9213, 'zu riefrfen. Das französische Vilum wird weder von bet deutschen Verbindungsstelle in Frankfurt noch von dem fron* zösischen Konsulat erteilt, sondern nur von der Obersten Poli'^eiverwultung in Saarbrücken. Die Gesuche müssen enthalten: Genaue Anschrift, Straste und Hansitirmrner des Orts, wohin der Gesnchisteller sich begeben wll und Anschrift von mindestens zwei Personen im Saargebiet, trir'über den Gesuchsteller Aiiskunst reden können, bei Geschäftsreisen auücrbem die Drurglichteitsbescheini- Kbcr zuständigen Handelskammer Den Ge
ist ein deutscher Reisepast ober Personalausweis berzufügen, rn dem bet dei-zeittge Ausenthalts- ort des Inhabers angegeben ist.
** Einbruchdiebstahl. Am 9. ds MtS wurde hier in die Wohnung eines Schneiders ein» gebrochm unb NLs»^hende Gc-genständ' im Werte von 8000—10 000 Mk. gefbobfrn: Ein klauet Sack- anzug, ein blauer und ein brauner Stoss für je einen Anzug, zwei selbgtaue Militärmäutel, eine schwarze .Hose, 3 Dutzend graue Strümpfe, zehn Normal-Herrenhemden, zehn wollene He renunter- hosen, 2 Meiste Herrenoberhemd.n, achtzehn wriste Icinemc Kvpsbezuge mit Perlmutterknöpfen, btei weiste Unterröcke, vier ,neue Tasck^enmesset, etn Rasiermesser mit ausgesprungenet Klvtge, sowie ein gtoster Sckiliestkorb unb ein brauner Reisekvffet. Dor Ankauf wird gewarnt.
völkerung denken daran, zu Ehren der beiden Bau- lierven die Sttaßennamen nach deren Namen umzunennen. Die fetzt am Eingang von bet Bahnhofstraße in die Amthausstraße stationierte Gendarmerie sowie Ottspolizei durste für die nötige Reinlichkeit Sorge tragen, daß bet mustergültige Bürgersteig nicht durch Fuhrwerk benutzt wirb.
s. Trohe, 10. Jan. Unsere Jugend veran- taltete am vergangenen Samstag abend im „Burg- keller" einen in allen seinen Teilen gelungenen BolksunterHaltungsabend mit anschlu- jenbem Tanz. Ein Teil des Reingewinnes wurde der Schule überwiesen.
Kreis Büdingen.
y Hir-enhain. 11. Jan. Ein voll - län big neues Dorf scheint bei ber früheren Hofmühle Margarethenthal enifteben zu wollen. Das Eisenwerk Hirzenhain hat die bestehenden Gebäude schon zu Beamten- und Arbeiterwoh- nungen ausbauen lassen, es sollen ledoch noch eine ganze Anzahl neuer Arbeiter- und Beamlenwob- nungen erbaut werben; ferner schweben Unterhandlungen wegen gleichzeitiger Erbauung eines Sckul- hauses mit dazu gehöriger Mehrenvohnung, wegen Anlegung einer Strotze ufro. Margaretlfenthal gehört trotz der unmittelbaren Nal)e von Hirzenhain zu dem V» bis ’/^ Stunden.entfernten Uien* l»m, das also zur Errichtung ber öffentlichen Ge- »ube verpflichtet ist. Da aber auch Hirzenhain ich sehr um die Eingemeindung von Margarethen- thal bemüht, schweben z. Z. zwischen beiden Gemeinden Verhandlungen. Bei einer etwaigen Eingemeindung nach Hirzenhain soll Usenborn gröbere Strecken Hinterland abgeben, wozu sich der Ge- meinberat bisher noch nicht verstehen konnte.
)( Alten stad t, 8. Jan Ser Geflügel-, Vogel- und Kaninchenzuchtvereiu Altenstadt und Umgegend eröf nete ijeute im Livvs- schen Saale feine 2. JokalaussteUung, die von allen Seiten sehr gut beschickt war. Es kamen über 200 Nummern durchweg erstklassiges Material zur Ausstellung; besonders tiertreten waren alle Arten von Hühnern, Wyandottes und I al jener, unter den Kaninchen besonders die in hie iger Gegend sehr viel gezüchteten Angorakaninchen, Belgier Riesen und Hasenkaninchen, die übrigen Rassen, besonders auch Silber, nur in einjelnen allerdings sehr schönen Eremplarcn. Bon Taubenrassen überwogen die hessischen Krövfer in allen Farben, ferner Straster und Brieftauben, auch eine Verkaufsabteilung war eingerich ei. Enten fehlten leider ganz, Gänse waren nur schwach vertreten. Ter Saal eignete sich sehr gut für Ausstellungszwecke, allerdings kamen bei dem dunklen Wetter die tu een unteren Kästen ausgestellten Tiere nicht so zur Geltung wie sie es verdient hätten. Die Anordnung war Übersichtlich und praktisch durchgeführt. Preisrichter waren die Herren Jean Koller nm. für Geflügel unb Georg Stoll II. für Kaninchen, beide aus Bad-Nauheim. Die Ausstellungsleitung lag in den Händen der Herren Henrich. Hoppe, Volk und Ziegler; Herr Lehrer Fischer aus Stammheim führte prachtvolle aus den ausge- fämmten Haaren der Angora'aninchen gewonnene Sa dien vor. Preise standen in groster Anzahl zur Verfügung, allein 52 Ehrenpreise, so dast mit Auszeichnungen nickt gegeizt tu werden braucktt. Tie Besucherzahl übertraf gleich am ersten Tage alle Erwattimoen zeitweise herrschte an der Kasse sogar ein erfreuliches Gedränge, anck am zweiten Tage erschienen twtz ungünstiger Witterung viele Besucher, so datz der Verein mit ber Ausstellung in jeder Beziehung zufrieden sein kann.
KreiS Schotten.
x Gonte r S k i rchen, 11. Jan. ©ter ber- unglückte Heinrich Rolm beim Holzfällen sehr schwer Dem bedauernSw^rten hingen Manne wird ein Beim amputiert werden müssen; er wurde noch -am Sonntag in die SCIinit nach Metzen verbracht.
Starkenburg unb Rheinhessen.
Der Stadtverordnete Hetz scharfe Wotte gegen die zunehmende Unsittlichkeit. Er erwähnte u. a., dast sich in der Krankenanstalt Lindmburg 300 Mädchen unter 14 Jahren wegen geschlechtlicher (frtvanfmtgen in Behandlung befinden. Von 2323 ledigen Müttern aus der letzten Jahresstatistil stmwen allein 809 int Alter von 16 bis 21 Jahren. Ter Antrag des Stadtverordneten Hetz ging dahin, bie „nnzüchtige Literatur" durch Einschreiten der Stadtverwaltung zu bekämpfen.
** Keine Telegramm-Aufgab e- vordrucke mehr in den Schaltervorräumen. Die Vordrucke zur Aufgabe von Telegrammen lagen bisher in den Schaltervorräumen der Reichspost zur freien Benutzung für die Auflieferer aus. Das Reichspostministerium findet, daß mit diesen Bor- drucken'seit einiger Zeit in steigendem Maße Mißbrauch getrieben wird, indem bis zu 50 Prozent mehr Vordrucke verbraucht als Telegramme aufgeliefert werden. Schon immer mögen Vordrucke verschrieben ober auch zu Entwürfen ober als Briefe benutzt worben fein. Die Verwenbung war beshalb boch nicht immer unwirtschaftlich. Wegen ber allgemeinen Sparsamkeit werben bie Vor- brucke jetzt aus ben Schaltervorräumen zurückgezogen. Sie sinb nur noch an ben Schaltern auf Verlangen zu haben, bei den größeren Verkehrsanstalten womöglich an mehre» den Schaltern und an den Wertzeichen-Verkaufstellen. Etwa vorhandene Spar-Blatt- geber werben mit einem entsprechenben Aushang versehen. Sollte die Maßnahme eine wahrnehmbare Erhöhung des Verbrauchs an Vordrucken zu Nachsendungsantragen nach sich ziehen, so werden auch diese zurückgezogen und einzeln ausgegeben.
** Die Einsicht in die Personalakten. Die Einsicht in die Personalakten durch die Angestellten in Reichs- und Staatsbetrieben war bisher nicht sicher geregelt. Sie ist jetzt durch ben Tarifvertrag für bie Angestellten bei ben Reichs- und den preußischen Staatsverwaltungen dahin geordnet worden, daß für bie Einsicht bie Bestimmungen gelten, wie sie für bie Beamten maßgebend sind. Vertrauliche Auskünfte von dritter Seite dürfen ben Angestellten aber nicht zugänglich gemacht werben. Aemter unb Krteasgesell- schaften haben z.T. bie Gepflogenheit, bie Aussteller von Zeugnissen ber Stellenbewerber noch vertraulich über die Anzustelleuden zu befragen.
** Tie Krähenplage hat durch das tn den letzten Wochen anbauernbe Trockenwetter einen derart großen Umfang angenommen, daß rhre Bekämpfung mit aller Energie betrieben werden muß. Wie unsere Landwirte bestätigen, haben bie Winter- saatsetder (Korn und Weizen) enorme Schäden erlitten. Hunderte triefet gefräßigen Schwarzröcke konnte man täglich auf ben (Saatielbem von früh morgens bis spät in die TuukeHeit beobachten, wo sie ungestört die Saat, die durch tne Ttocken- ifoett nicht aufleimeu konnte, vernichteten.
** Oberhessischer Kunstverein. Die Ausstellung des Vereins Münchener Aquarellisten ist morgen Mittwoch außer von 11—1 auch am Nachmittag von 3—5 geöffnet.
-e. Hess. Vereinigung für Volkskunde. Aus einen Vortrag, der in der zweiten Hälfte des Januar in der Hess. Vereinigung für Volkskunde gehalten wird, möchten wir schon jetzt empfehlend Hinweisen. Die alterten Skulpturarbeiten unterer Gegend befinden sich am Kirchen po rtal zu Großen Linden. Aber eine un&toeibeu'ige Lösung der verschiedenen Bilder hat bis jetzt noch niemano gegeben, so viel auch darüber nachgedackt und geschrieben worden ist Man hat das Tor deshalb geradezu das „Rätsel von Grotzen-Lindcn" genannt. Nun hat Prof. Dr. Günther in M a rburg die Lösung gefunden. Zum ersten Male wird er sie in dem gedachten Vortrage bekanntgeben. Jedenfalls wird ber Abmd alle Kunstverständigen unb -gelehrten ber Nahe herbn^ic^en.^ tr<t^er5en^ der An ge- st e 1 i t e n veranstaltet morgen abend 8 Uhr eine öffentliche Versammlung im Hotel „Einhorn", In ber VerhaubSvorsitzmider Earl Giebel, M. b. R., Berlin, sprechen wird.
♦♦ Der Artillerie-VereinGießen feierte am Samstag abend sein 25. Stiftungsfest. Tie Veranstaltung bewies eine Kameradschaft ber Vereinsangehörigen untereinander, die über alle äußerlichen Partei- und Standesgegensätz.' den Sieg davontrug. Tiese Kamemdschaft war ber Grunbton ber Festansprache Tr. Sie gerts, ber im blonderen ben Fahnenspruch des Bevuns: ultima ratio regis pro gtaria et patria dahin auslegte, daß er im Verkehr mit bösen Nachbarn das letzte und wirksamste Mittel sei und daß vor dieser Frage die andre, ob Monarchie oder Temokrati? vttblass.'.
Ares Stadt und tand.
Gießen, dm 11. Jan. 1921.
Die Erhöhung der Beiträge zurInvalideu- und Hinterbliedeuenverficherung.
Tie Landesversv^rungsanst«!t Hefen schrlbt: Ter Reichstag hat am 18. Dezember 1920 em Gesetz beschlossen, nack dem den Beichern von Invaliden-, Kranken-, Alters-, Witwer- unb Witwenrenten BeMlen wn monatlich 40 Mk., ben Beziehern von Waisenrenten Beihil5m von monafich 20 Mk. zugebMgt sinb. Ausgeschlossen von biefen Beihilfen sind die Empfänger von Militärversor- gunasbezügen, gleichviel in welcher Höh: di fe unb ob sie aus einer in- ober ausländischen Kasse b'- zohlt werden. Zur Teckung der durch diese B'i- hillen verursachten Ausgaben sind die Invaliden- nerfidrrung§6riträge verdoppelt Word'n.
Tie Vertvettmg der Landesvers^cherunas- anstalten hat nunmehr bei den Reichsbehörden fest- gestellt, datz der Wille des Reichstags b:i Beschluß dieses Gesetzes gewesen ist, daß bie Verboppe - tung alle Jnvalidenversicherunqsbeiträge trntrn soll, die nicht bereits bei der Post bezahlt sind, gleichaültiq, ob die Beiträge auf die Zeitm nach fern 20. Dezember oder vor diesem Tag^e entfallen, ferner ohne Rücksicht darauf, ob ein Verschulden oder ein Nichtverschulden des Beitragspflichtig?n vorliegt.
Nach eing^mben Verhandlungen ist mit d'm ReichsarbeitSmmisterium und dem Reichsversich'- nmgdamt erzielt werden, datz beim Einzugs verfahren Ausnahmen zu machen finb Ta die Landes- versicherlmgsanswlt Hessen das Einzuasverfahren restlos durchgefuhrt hat, b. h, daß nicht die Arbeitgeber selbst die Marken ü*rTe!5en, sondern diese Arbeit von ben Krankenkassen besorgt wird, so treffen die gemachten Ausnahmen für sämtlich' hessische Arbeitgeber zu. Tie Ausnahm-m bestehen darin, datz zugelassen ist, datz den Krankenkassen noch Marken zum alten W-rte durch die Versich'- rmmSanstalt geliefert werden dürfen, sowrit biz Beiträge vor dem 20. Dezember 1920 fäll in warm Da die trage für Dezember am 20. Dezember noch nicht fällig waren, ergibt sich, daß die Krankenkassen für den ganzen Monat Tezembw bi? erhöhten Beiträge von den Arbeitgebnm erheben müssen. D'rcki diese Auslegung sind die Arbeitgeber von BmTsjchwungSanstalten mtt Einzuasver- fobren wesentlich besser gestellt menenü6cr ben Arbeitgebern von Versicherungsanstalten ohne Ein- FugSverfahren, für die keinerlei Ausnahrnm gemocht worden sind.
Die erzielten Mehreinnahmm sind vom Rnms- toa auÄnckcklich als Steuer bez-ickmet unb gewollt. Mit dem Gesetz selbst sind die Landesv:rsich'rungs- anstolten genau so wie die Bevölkerung überrascht hmb hatten keinerlei Einfluß auf bie einHnen Bestimmungen d;4 Gesetzes gehabt. TaS Gesetz ist keine Ergänzung des Jnvali^n- versicherungsgefehes, wie irrig angenommen mürbe, sondern ein vollständig autonomes Getetz, für bei- fnt Durchführung allein die Reicksvostverwaltung Sorge zu tragen hat. Wenn die Melmrinnahmen aus den eichöhten Beiträgen nicht zur Deckung bt Vrihilfezahlungen ausrricken, so haften, für das entstehende Defizit nicht die Land'SversichernngS- »nshilten, sondern das Reich DieS festzustellen, erscheint notwendig, hinsichtlich ber großen An» Hahl von Protesten und Beschwerden, die gegen das Gesetz laut gewoödm sind.
Veranstaltungen.
DieuStag: Swdttheater, 6’4 Uhr, „Eosi fan tufte", Operngastspiel des Hessischen Land'S- MoaterS. — Amwrium, 8 Uhr, öffentlicher Vortrag deS Bundes der technischen Äugest »Uten unb Beamten. — Eaf6 Leib, 8 Uhr, öfsentliehe Ver- sammlima des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen. — Cass L-rib, 7Vr Uhr, ' Konzert und Vorstellung der (Pfriem feer. — Lichtspielhaus, „Eines großen Mannes Liebe" und „D'r Dorstadt-EaTmso". — Lichtspiele, Seltersweg, „Der Cowboy-M illiardari^ unb „Drei Tage Mittelarrest".
Wettervoraussage
für Mittwoch:
Unbeständig. Temperatur wenig geändert. Winde aus westlichen Richtungen. Am Rande ber von uns nördlich vorbeiziehenben Tiefausläufrr gelegen, haben wir noch mit wechselnder Witterung $u rechnen.
anregenber Weise gab Frau Schudt ben Gebanken- rg ber bedeutenden Reben von F-'au Menöe,
d. R., Fvau Dir. Matz, M. b. R., Frau von Theimb, M. b. R., Frl. Tr. Wolf, Lwidtagsabge» ordnete, München, und Frl. Tr. jur. Anna Mayer wieder. Tie Reben bet beiden letztgenannten Tarn am: Frauenberufsfragen unb Politik (Dr. Wolf) unb Tie rechtliche Stellung der Mutter (Dr. Mayer) gaben zu einer längeren Aussprache Veranlassung.
Landkreis Gießen.
x Lang-GönS, 10. Jan. Am letzten Sonntag fand hier im Gasthaus „Zum Schwan" eine gut besuchte Handwerkerverfamm- l un g statt, bei welcher Gelegenheit Sekretär Kirchner- Gießen über die „B e b c u t u n g b c r Organisation für Gewerbetreibende" prach. Anschließend erfolgte die Gründung eines Gewerbevereins. Maurermeister Sck-äser wurde zum Vorsitzenden, Weitzbindermeister Emil Hock zum Rechner und Schmiedemeistet H^ms Buhl zum Schriftführer geroäfrlt.
x Lang-Göns, 10. Jan. Der fefron seit Jahren in unserer Gemeinde projektierte Neubau von Berg- und Amthaussttatze ist durch energisches Drängen unserer sämtlichen Gemeindevcrteter zur Ausführung gekommen. Dank der vorzüglichen Bauleitung unseres Bürgermeisters imb des Bauunternehmers Schäser, stellen jetzt beide Sttatzcm durch die kunst- und geschmackvolle Anlage sowie Bmiausführumg Musterstratzen dar. Die sonst so ruhige Amthausstvatze zählt jetzt bei dieser schlechten Witterung mfolge der pcattischen Bürgersteige zu einer der belebtesten Ortsstraßen von Lang-Göns Tie alte unpassierbare Trevve an ber Bergskratze ist mm auch oesertigt. Sämtliche Dorfbewohner haben ben schönsten Zugang zum Bahnhof. (Samt» iche Einwohner von Lmig-Göns erkennen btc geschmackvolle Anlage unter ben jetzigen Verhältnissen mit Dank an. Verschriebene Kreise ber Be-
Das Cbtrfonfiftorinm zum 1R. Januar.
Darmstadt, 9. Jan. Anläßlich der 5 0. Wiederkehr deS Tags der Gründung deS Deutschen Reichs ettätzt das Hessische Oberkonsistorrum an bie etxmgeliidjen Pfarrämter folgenbes Ausschreiben: Am 18. Januar bs. IS. sinb 50 Jahre seit ber Gründung des Deut schien Reicks und der rn ihr sich vollziehenden Einigung ber heutscken Stämme verflossen. Noch klingt im । "17"c;nK
&ct»cn bes deutschen Voltes die bantbace Erjnne»1 unb Verbraucher bisher übepgangen worden such


