Ausgabe 
10.11.1921
 
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Schweizer Frank«,

100 L

9. 9?on.

Saturn:

f>. Tod.

Amsierdam-Rotterd. lO5<-9,t 1'N5 jn/j 8691,30 8708,70

4165,63 4174,20 3 471,60

9. ia

2 15 jtoigeu 5hic8 nahezu 15 Mill. Mk.) zugefallen fd.

1,60

4,60

sicherte, deren Anwartschaft in diesen Jahren nicht aufrechterhalten ist. müssen also, um ihre Ansprüche nicht zu verlieren, die fehlenden freiwilligen Beiträge bis zum Schlüsse dieses Jahres einzahlen. Dazu sind die bei der Post

Sin der

fr,73 179,70 26.22 91,15

8. II. 1,70 0 96

2 -

117880118^0 9sl,?0 983,50

309,69 .110,31 252,74 2 -.,26

100 100 10U 100 100

1 100 100 100 100 100

1 16

2.40

36 63

1 70

2 22,-

8,77 280,30 26,28 *1,36

18<5J 1.95 0.19 5.80

38.75 11.02

2.L35

37.80

0.475

3L - Mk- =

9,58 324,65 2 ,<7 97,90

Fr. 125 40

Fl. 59.20 R r. 88*0

Xr. 117 80

Rr. 88 80

Är. 117.80 Sh. 97 80

Fr. 125 40 4 23 80

Rr- = Fr. -

L == Fr.=

Rr. =

5.66

-.39

,62

825,35

29,93

93,10

Brussel-Antwerpen. 2172,8) 2177,70 1773,2) 17'6,80 Ehristiania 4250,70 4359,3171,50 347 -,60 Kopenhagen 6544,45 56">6,56 4420,5- 44 9,45 Ötodbolm 6 <43,15 6856,85 5604,30 570 >70 tzelsingforS 58 *,iO -90,6' 459,50 46150 Italien 1-73,70 1276,30 1045,95 1051,06 London ....r

Acuyork .... Paris Schweiz .... Spanien .... Wien (altes) . Deutsch.Oesterr.

Datum: Zürich . . . Ainsterdan,

Kopenhagen Prag

Stockholm . Wien.... Loi ' ?n. . .

Paris. . . .

Aeuyork

üb&tyd. auf Holland Deutschland .... Wien Prag Paris ...... London

Italien.......

Brüssel.......

Budapest Aeuyork.......

Agram.......

Bu tatest

Marknotierungen.

Für 100 deutsch« Mart wurden gezahlt:

23 r7,"5 224 >, '5 1798,20 1801,80

571 , 5 5755,76 469 ,30 34'8,10

Prag

Budapest

Buenos Aires . . .

Bulgarien

Äpnftaniinoptl . . .

184.75

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Märkte.

Darmstädter Fruchtmarkt.

fpd. Frankfurt a. M.. 9. Nov. End­lich gefaßt ! Der berüchtigte Einbrecher L e- tn.a ndvwsky. der sich als Rvlladenarbei- ter in Wohnungen auSgab und hierbei unge­zählte Diebstähle und Einbrüche vvlkführte, wurde heute vormittag in einem hiesigen Gast- hause von der Kriminalpolizei festgenommen.

sga. Frankfurt, 9. QIdd. Zur Mah­nung. Ein 60jähriger Kaufmann in Dornheim Hal wegen einer unyellbaren Krankheit sich ent­leibt. Wie es heißt, litt der Lebensmüde an Zungenkrebs, den er sich beim Umgehen mit mit alten Geldscheinen zugezogen hatte.

dzt. B i l l rn a r , 8. Aov. Als der Förster Schmidt seine Jagdflinte entladen wollte, entlud sich diese Plötzlich. Tie ganze Ladung drang dem im Aa^rn anwesenden 60jährigen Drahrn in den Leib, fo daß der T 0 d n a ch w e - nigen Augenblicken ein trat.

fga. Kassel, 8 Aov. BerheerendeS G r 0 y f e u e r. In Rif.marshausen legte eine ge­waltige Feuersbrunst die Gehöfte der Landwirte Heinrich Eggert und Fiedler in Asche. Hierbei verbrannten auch 130 Schafe, 7 Kühe, 1 Pferd und etwa 20 Schweine. In Ershausen (Sichs- fcld> brannten die Wirtschaftsgebäude des Ober­hofes nieder.

Auf

Anregung des Großhandels, der Müller und Vertreter der Landwirtschaft sollen die Ver­sammlungen des »Darmstädter 5rud)tmarfreie

Beiträge für Vie Jahre 1914 bis 1920 ab. Ber-s Meter Tiefe in die Erbe geht, verhinderte Me - - - - genügende Zufuhr von Wasser. D.eser Umstand

I axrfte a lerdtngs auch im Verein mit der foinmer- , lichen Glut dahin, Dar) un er 1921ec an Gute und Feuer in der Tat alle bisher erlebten Jahrgänge

Büchcrkisch.

DerDeutsche Äa l e nber f t r 1 922, welcher soeben von der Reich-zentrale für Deutsch« BeikehrsWerbung herauSgegeoen worden ist (Bev lag Earl Gerber. München« reiht sich würdig au die vor kurzem erschienene erste Werbelchrist .Deutsche Bilder" an. die von der gleichen Stelle ausgegeben wurde. Wiederum ein in seiner bruefr technischen Aufmachung mustergültiges Werk, wiederum eine Fülle sorgfältig st auSgewÜhlter prächtiger Bilder, in denen die landschaftlichen, architektonischen und künstlerischen Glanzpunkt« Deutschlands wirksam vpr Augen treten.

= 533 -

- 130

erhältlichen raren Zählkarten zu benutzen, aus denen Tor- und Zuname, Geburtstag unb -ort sowie das Jahr, für das die Beitrage gellen sollen, anzugeben sind. Zur Erhaltung der Anwartschaft müssen in jedem Jahre minde­stens 8 Kalendermvnate mit Pflicht- oder frei­willigen Beiträgen oder mit sogenannten Er­satztalsachen (z. B. Krankheit, Militärdienst) belegt sein. Ferner können Angestellte dis Aum 31. Dezember 1921 Pflichtbeiträge, deren Ent­richtung aus einem nicht in ihrer Person liegenden Grunde unterbleiben, aber zur Er­haltung der Anwartschaft notwendig ist, sämt­lich oder teilweise nachentrichten ober die Stundung bei der AeichSversicherungÄanstalt für Angestellte beantragen.

Landkreis (Ytesten.

k. Dllendorf a. d. Lda., 8. Aov. Ge- ftem abend hielt im Saale deS GasttvirteS Zinßer Herr Wendel aus Gießen einen Bvrtrag über das ThemaSchlagwor-r und Taten". Der Redner sprach im Auftrage der LigazumSchuyederdeutsch en Kul­tur. Die Versammlung war verhältnissnähig gut besucht und nahm die Ausführungen des Vortragenden, der zeigte, wie deutscher Er­findergeist und deutsche Tatkraft unser Vater­land immer wieder in die Höhe bringen wol­len und wie uns der Feindbund immer wieder niederdrückt mit Beifall auf. Am Schlüsse wurde eine Ortsgruppe derLiga" gegründet.

Lich, 9. Aov Der Geiangrrerein ,M ä n n e r q u a r t e t t" begeht am nächsten Scnntag in Steins Saal die Feier feines 30. Stiftungsfeste- und veranstaltet am Aach- mittag ein Konzert, bet dem der hiesige Gesang- VereinEäcilia" und der Oratorien- und Lieder- jängcr Möller aus Marburg (Senor) mittoirten,

ß 0 H a r, 8 Aov DevängervereZnt- flu n g Lollar veranstaltet, wie alljährlich, auch dieses Jahr ein grotzeS Wohltätigkeit s- kontert, bellen Reinertrag als Grundstock für ein Ehren de nkrnal der hiesigen gefallenen und verminten Krieger verwandt werden »oll. Es tDi*"*^ zi a. auch die Konzertsängerin Fväu- tein (Su.ii Pfaff lowie das Salonorchester der Kapelle Hermann Leib mit.

KrciS Lauterbach.

Ra. Huhd 0 rf, 9. Aov In den Gräflichen Wäldern rechts der Fulda, treiben in der letzten 3ett Wilddiebe ihr Mnwelen, die etn- fcheinend au3 den nahegelegenen Dörfern z»ur '2lu$ Übung ihres dunklet Gewerbes als sehr um­willkommen« u:tb ungebetene Zagdgäste sich ein­st ellen. Vie hatten neulich die Frechheit, einem Hagdhemn eine Aehhaut zum Spott und Hohn auf den Hochsitz zu legen.

KrciS ssriedberq.

sc. Friedberg, 9. Aov Dir Landwtrt- schaftliche Winterfchul^ wurde für das Winter Halbjahr eröffnet; die Schülern hl der DberflaHe beträgt 43, die der Unterflafle 45 Sine grolle Anzahl von Anmeldungen mutzte wegen Raummangels unberücis chtigt bleiben. Auch in diesem Winter toertkm hier eine ganze Reihe von Bortragskurfen abgehalten, te irfter Linie veranstaltet die Polytechnifche Lehr- . anftalt eine Anzahl von BoNrä^n allgemein- 1 bildender Art. bei denen Dozenten der Anstalt. J- Oberlehrer und Lehrer hiesiger Schulen beteiligt sind So z. B. Professor Keller über .Ge- \ schichte der bildenden Künste", Dr. Weiner überKulturgeschichte". Dr Weckerling über DaS Deutschtum im AuSlande", Prof. Dr. Schäfer über ,.Ka. smännifche- Rechnen" Aechtöanwalt Schröder über .Acch S u.iDe", Geb Sanitatsrat Dr Becker üb-'r »Bau und . Lebenstüt igkelt Dc< menschlichen Körpers", Dr.

Stern über .Industrielle P ychot chuik", autzer- dem noch Kurse in Französisch, Englisch, Sie- negraphie ufto. DaS Honorar für jebe Bor- tragSlerie (etwa 15 Vorlesungen) beträgt 20 Mk; der Besuch der Vorlesungen war In den verslof- lenen Jahren sehr gut

sc. Friedberg, 9 Aov Die Wahlbewe­gung für die bevo stehende Landtaa^wahl wurde gestern abend vv 1 der Demokratischen Pa r- t e i durch eine Berfammlung im Saal bau eröffnet, bet der Firanzminister Henrich über die Wtrt- fchafts- und Finanzlage unfeix4 Valerlandes sprach. Der Vortrag war nut besucht. Der Red­ner erntete lebhaften Beifall.

Ltarkenburst und Rheinhessen.

hlz. Mainz, 9 Aov Der Rhein steigt Dieder Die in den letzten Tagen in au*g e- biger Me ge mcbcgerance en Re tenfälle hab n e v,: ®t ia*i R^inwafferstandes

mit sich gebracht. Innerhalb 24 S u llen ft kg l.". p.gcl von - 58 auf 4- 83. Der

lange Zeil Hindu ch träge talwärts fliehende Flutz war in kürzester Frist wieder \u einem mächkinen Strom mit toinul\lgnclb?n Fluten geworden. Am DienSwg ging der Wasferstand wteder Inngfam zurück auf -s- 88.

hlz. AuS Rheinhessen, 8 .Aov Was dem 1921er Wein fehlt. D'im Keltern der Wentrauben machen untere Wimer liberal b e gleiche a iffallenbe B obachtung. daß b e erhielte Qlloftm nie dem Gewicht der Trauben keineswegs entspricht Während man sonst auf 3033 Zentner Truuben ein St ick Most rechnete, bleibt In diesem Zaire der Mostertrag hinter dem der früheren Jahre erheblich zurück- Die trauben enthalten eben durchweg zu wenig Wasser, dafür aber um Io Del me)r Zucker. D.e enorm hohe 1 Mostgewi hte sind lmupt'äch ich auch in bielem d nne zu erklären Die beif.nclio c Diockenhe.t des Bodens, die heute bt3 auf zwei

wieder regelmäßig an jedem Dienstag ausge­nommen werden. Der erste Fruchtmark! findet am Dienstag den 15. Avvember ds. IS., um 11 Lhr vormittags, im Fürslenfaal, Darmstadt, Grafenstrahe 20, statt.

Die Teuerungswellen des letzten Jahrhunderts. Einen knappen Aeberblick über die Ent­wicklung der Preisbewegungen seit der fran­zösischen Revolution gibt Kuno Waltemath In derDeutschen Politik-. Die große «Revolution leitete eine Periode langanvauernder Teue­rung ein, die durch die napoleonischen Kriege noch verstärkt wurde, während man an den 70er Jahren deS 18..Iahrhunderts infolge von guten Ernten außerordentlich billig gelebt hatte, kamen von 1788 ab für Europamagere Jahre", die bis zum Jahre 1815 Immer mage­rer wurden. Dann machte sich ein allmählicher Abbau der Preise bemerkbar, der in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts zu einem immer rasenderen Fallen der Preise führte. Infolge einer Anzahl vorzüglicher Ernten war das Ge­treide sehr wohlfeil, und die Preisbildung für die übrigen Waren folgte nach. Bis in die 40er Jahre dauerte diese gute Zeit an. Dann aber ließen ungünstige Ernten und das Wachs­tum der Bevölkerung die Kornprreise wieder anzichen. Die Aufschließung neuer Gebiete für den Ackerbau, die Steigerung der Ge- treldeprvduktion in Rußland hatte die Preise so niedrig gemacht wie nie zuvor; nun hoben sie sich wieder, und in den Jahren 1846 und 47 waren infolge schlechter Ernten die Ge­treidepreise so hoch, daß die allgemeine Un­zufriedenheit mit zu der Revolution von 1848 beitrug. 3n den 50er Jahren wuchsen fast alle Werte, Rohstoffe, Lebensmittel, Kohlen, Löhne stiegen, alles wurde teurer. Diese Teue­rung wurde in den 60er Jahren noch durch den amerikanischen Bürgerkrieg, durch die un­günstigen Erttäge der europäischen Aecker, durch bie zunehmende Wohlhabenheit, mit der eine größere Nachfrage nach allen Waren verbunden war, vergrößert. In den Jahren 1872 und 73 hatten die Preise den obersten Stand seit 1816 erreicht. Don da an ebbte die Teuerungswelle wieder ab, erst langsam, dann schneller. In den 80er Jahren herrschte bei den Produzenten allgemeines Klage­geschrei über die niedrigen Preise. Die ge­waltigen Fortschritte der Technik und der Ver­kehrsmittel, die dadurch hervvrgerufene Auf­schließung neuer Produktionsgebiete drückten die Preise immer tiefer. Diese Bewegung ließ erst in den ersten Zähren DeS neuen Jahr­hunderts nach, und nun setzte eine Gegenströ­mung ein, hervorgerufen durch einen Rückgang im Wachstum der Wellernten, durch die immer größere Nachfrage nach Waren und Lebensmitteln, die mit den gesteigerten Le- bensansprüchen parallel ging, durch die Lohn­erhöhungen usw. Das Leben wurde immer teurer, und in dieser Entwicklung gingen wir in den Weltkrieg hinein, der zunächst die See­frachten und Versicherungen in die Höhe trieb und 1916 wie 1917 schlechte Ernten brachte. Im Zahrc 1917 machte sich auch der Ausfall Rußlands für den Weltmarkt zum ersten Mal scharf bemerkbar. Seit dem Eintreten des Friedens ist infolge der guten Ernten der ame­rikanische Getteidepreis, der den Weltmarkt bestimmt, wieder heruntergegangen und steht nicht allzu hoch über dem Friedenspreis von 1914. Aber für uns bedeutet dies Sinken des Weltmark prcileS keine Erleichterung, solange der amerikanische Dollar ihn bestimmt. Nur wenn Rußland wieder In den Kreis der Welt­wirtschaft etnträte, könnte es daJ amerikanische Monopol brechen und uns billigere, reichlichere Lebensmittel bringen.

(3n einem Teil der Auflage mteberbolL) Französische Stimmen über die Finanzlage Deutschlands.

Paris. 9. Aov 1WTB) Wie MarreN Hut in mitteilt, hat bet Präsident der Republik gestern nach feiner Rückkehr aus Montpellier mit mehreren Mitgliedern der Regierung eine Kon­ferenz gehabt, um sich über die Finonzfrage in Deutschland mit ihnen zu besprechen. Gin Äitglied der Reparationskommiflion, das sich nach Berlin begibt, erklärte Hutin. der grötzte Teil M deut­schen Vermögens fei nach dem Ausland gegangen, wo es in Sterlings und Holländische Gulden um­geh cnbelt sei Die deutsche Regierung habe alles getan, um dieS zu verhindern.

Franzrs scheLinnnzplSne.

Paris, 9 Aov. lWTB > In der gefhrtgen venatsfirung, in der bekanntlich Me Finanzlage Frankreichs besprochen wurde, hat Senator Ja py eingehend die Finanzlage Frankreichs besprochen und erklärt, man dürfe sich nicht mehr durch einen falschen Bankrott betören lassen Mau dürfe den Bankiott Nicht annehmen, sondern müsse sich durch die Aaturreichtümer Deutschland» schadlos hakten. Wenn man Deutschland verhindern wolle, Frankreich den Krieg zu erklären, müsse man alle strate­gischen Eisenbahnlinien und auch die Linien auf den beiden Rhemufern neutralisieren Die» |et eine ernste Friedensgarantie, jinh eine Frage, mit der der Völlerdund sich deschüstigen müp* Der Senator v rlangte auch, datz die Frage der französischen Schulden bei den Alliierten rctrb ert werde Er »erlangte ferner eine interna loyale Anleihe bei den Aculralen, garantiert durch eine HypothekaufdaSBermügen Deutsch­lands Aach einer Entgegnung desHandels- m in i ft erd, der an die Wi derausnahme der Geschäfte mit Deutschland glaub', wurde ein Ver­trauensvotum angenommen, in dem gesagt wird, man habe da» Vertrauen zu der R^gierunL datz sie nicht gestatten werde, datz Deutschiatw sich seinen Verpflichtungen entziebe.

Don der Internationalen ArbeitSkonferenH»

Genf, 8. Aov lWTB ) Die internatio­nale LrbeitSkonferenz hat am Montag einstimmig die Empfehlung der landwirtschaftliche» Äommiffion angenommen, wonach die sozialen Versicherungen (Äranf^cit. Invol d tät und Alker) auch auf die Landarbeiter ausgedehnt werden soll. Am Montagnachmittaq genehmigte die Konferenz einstimmig den ersten Teil der Empfehlung betreffend Me Verhütung der Ar­beitslosigkeit. Darauf wurde der »weite Teil der Smtf.'hlung. der sich auf einem dem internatio­nal m Arbeit »amt periodisch einzu'endenden Be­richt bezieht, angenommen. Hieraus wurde die De­batte üoer den Kommiftionsentwurs b^trepend die Versicherung gcaen Unfälle eröffnet Der Entwurf lautet: Jedes Mitglied der internationalen Ar- beitdorganifrtion, da» die gegenwärtigen Be- schlüste ratifiziert, verpsllchket sich die Au'dehnung der Gesetze und Hepkmert«, die bie Entschädigung eir.es Unfalls, der durch Arbeit oder bei Der Ar- hat eingetreten ist. zum Gegenstand haben, auf alle lnnbwirtschofrlichen Lohnarbeiter zu fordern. Der Entwurf wurde mit 73 gegen 10 Stimmen angenommen, worauf die Verhandlung aus Diens­tag vertagt wurde.

Sine MiNoneuerbschaft.

Berlin. 9. Aov. Der .Berl. 2ofalan$eta«* berichtet aus Bochum Sin auf der Zeche Emlcher Lippe belchäftigter vchlosfer erhielt aus Amerika die Mitteilung diß ihm von dort eine Erbschaft In Höbe von 53 580 D Har» (na4) Dem

übertrifft

Hessen-Nasi au.

Sin wertvoller Scheck verloren.

fpd. Frankfurt a. M., 9. Nov. Amerikaner verlor hier ein Scheckbuch

Amerika-ELpreß-Eomp. Trevalers mit mehre­ren auSgefertigten Schecks in Höhe von 750 Dollar. DaS ist nach dem heuttgen Kursstand ein Wert von rund 225 000 Mark.

Vermischtes.

* Ein zerstörtes Paradies. Durch die Schriften Karl Diths uuö G. Krauses ist uns die Insel Bali als ein Paradies geschil­dert worden, auf dem sich eine ursprüngliche Kultur und Kunst frei und schön entwickelte. Aber auch dieses Paradies ist nun vernichtet worden durch die Gewalt der Natur und durch den LInverstand der Europäer. Wie F. W. Huebner in dem von Paul Westheim heraus- gegebenenKunstblatt- berichtet wurde die Insel Bali im Januar 1917 von einem ge­waltigen Erdbeben heimgesucht, das viele Tausende von Einwohnerhäusern und Ruit- statten zerstörte. Die Eingeborenen vermögen sich noch immer nicht aufzurafsen und wollen nicht an den Wiederaufbau gehen, da sie aus der Verwüstung der Tempel den Groll der Götter zu entnehmen glauben. Die holländische Regierung hat nun den Vorsitzenden des Bun­des niederländisch - Indischer Kunstvereine Mooiien mit einer fachmännischen Begutach­tung beauftragt, die dieser in einer Denkschrift niederlegte. Er betont, daß mit der fortschrei­tendenZivilifierun^- Balis durch die Hol­länder die berühmten eingeborenen Kunst­handwerkergilden Immer mehr verschwinden und häßliche Nuybaulen die Schönheit der Insel beeinträchtigen. CS gab früher neun verschiedene Gattungen von Künstlergilden, in deren Händen die Tradition deS Bauens lag; sie waren von anderen Arbeiten befreit und erhielten von den Landesfürsten alle Mittel des Lebensunterhaltes umsonst. Die nieder­ländische Regierung zieht nun diese Künstler wie alle anderen Balileute zu Dienstverrich­tungen heran, und so sind die Träger der künst­lerischen Aeberlieferung auf wenige zusam­mengeschrumpft. Es wäre daher notwendig, dieses Gildenwesen wieder neu zu beleben. Zu­gleich müßten auch die modernen europäischen Bauten eingestellt werden.Warum werden auf Dali-, fragt Mooijen,Schulen gebaut und Klubhäuser errichtet, die nichts mit der Art dieses Volkes gemein haben, die sein gei­stiges Gleichgewicht zerstören und die es nicht besser und nicht verständiger machen? Er verlangt daher die schleunige Ausarbeitung eines Gesetzes zum Schutze der Kulturdenk­mäler und gibt auch genaue, die finanzielle Seite beleuchtende Hinweise zum Wiederauf­bau der Tempel und Standbilder, sowie zur Neubelebung der Schaffenslust unter Den Dalileuten.

* Orthographie schwach! Eine lu­stige Polizeigeschichte wird in einem Londoner Dlatt erzählt: Ein Schutzmann betritt die Po­lizeiwache und berichtet:Mm 2 Mhr fand ich ein totes Pferd In der Nebukadnezarstraße.- Der Wachtmeister schreibt nieder:Mm 2 Mhr fand Schutzmann X ein totes Pferd in ... wo haben Sie es gefunden?In der Nebukad- nezarstraße.-Ditte buchstabieren!" Eine ängstliche Pause. Der Schutzmann zögert. Doch plötzlich kommt ihm ein erlösender Gedanke. Er sagt:Ditte, einen verschwin­

det und kommt nach kurzer Zelt schrer atmend wieder. Nun meldet er uja neuem:Mm 2 Mhr fand ich ein totes Pferd in der Vork- strahe."Aber Sie sagten doch in der . . 3a, Herr Wachtmeister, jetzt habe tchS aber in die Yorkstrahe geschafft!"

Berlin, 8. Aov. In der nächsten Woche fin­den Dörlenversammlungen und zwar Vollbörsen nur Montag und Donnerstag- statt. 3m übrigen bleibt es bei den bisherigen Bestimmungen. Der Bölsenvorstand beschloß, baß vom 1. Dezember ab in Diridendenwerten nur Auftrage von 5000 Mk. und Dem mehrfachen hiervon buo. soweit es fick um Aktien in Stücken von 600 Mk. unb 1200 Mk. banb'It. nur Aufträge von 6030 Mark und ben m h fachen h e von von de 1 Kursmaklern zur Aur- fuhiui-g ang nommen werden Dürfen und diß nur Geschäfte in diesen Beträgen Ansvruch auf Berück­sichtigung bei der amllichen RurefeftftcIIung haben.

Frankfurt a. M.. 10. November, berliner Devisenmarkt.

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