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Der(tfter.-r Snjelftt «schein» laylich. anker 6cnn. uni) AereNo *. Hoeatli*<B<)eg»irede: tRii 6-50 einschl Iräqfr. ahn, durch die Volt Döl 7JO einschl ®t|t«L ßeld, auch bet Dichter sch ei- ire einzelner Dummern .«folgt höherer Gewalt. Atrnfpr.q.Anfchluste: f&r6ieSd)rif»kttnnq 112; ür Drncherei, 'c. erlag end (6e|d)4flt>fttQc 51. Ünschrifl für Drahknach- 'tchten Hajciger »letze».

patzfcheLanlo:

Xreeflerl a. M. UfcU.

Erster Blatt

M. Zahrgang

Mittwoch, 7. vezemder 192|

EiehenerÄn;eiger

General-Anzeiger für Oberheffen

t>rud und Verlag: vrßhl'fche U>iv.-Vuch. ind StetHäriderei R. Lange. $d)riftldting, -efchäftrftelle und Dridcrd: Zchnlftratze 7.

>inah»e von Nnzetae« für die Togftnummrr oi» znm Dachm ttag vorher ohne jede Aerdindl.chkeU. Preis für l mm -öde für Anzeiae ,v 34mm »reite Lnlich 55 Vf, auswäns 65 Vf ; ftr Dehlame- Anzeigen von 70 iiim Beeile 250 Vf Bei Vlatz» Vorschrift 20 , Aus chlag. fyjupJd r.tlnttr : -lag Goetz VerontwoNlich für Volüth. Äug. Goetz für den übriger. Teil. Karl Walther; für den Anzeigenteil: Hane Lech, sämtlich In Gtetzen.

Die (Eröffnung des ameri­kanischen Kongresses.

Washington. 6. T*^. (WTB) 'M der ®röffmino«>ung des Kongresse» am heilig« Olinng waren die Deteg erien aller an der TDcfbinatoner Konterenz teUncbmmbea Otaalen «gegen Der Otntritt bet Präsidenten $ a t ding wurde mit langan bah entern Beifall be- grübt Dte 7Jct(e*u:i<j brr Eröffnungsrede Hat- ding« nahm 50 Minuten in Anspruch und wurde von den TUlmMtonem mil wieder hol tem Lei- faß aufgcnl'mmen, währen b die Demokraten sich schweigend verdielten.

Die Botschaft drS Präsidenten.

Washington, 6. Dez (WTB) 3n seiner Botschaft an den Äongreh sagt Präsident Har - ding Die Republik der Bereinigten Staaten ttt von Mnem Krieg bedroht und erfreut sich eines Friedens, der, tote es Immer den Bnschetn hat. von Dauer zu sein verspricht angefichtS der Wadrschetnvchkett des Erfolges der Adcüstuvgs- tonferena *2Mbvenb einer Sauer von 10 fahren hade man Krieg geführt, und dies batte Dcr- twrungen angetichtet, die zu Schwierigkeiten führten, deren Gröhe nur von denen richtig cin- geschäth werden könne, die sie au« nächster Bähe verspürt hätten und die an verantwortlicher Stelle «i Laden. Diese Schwierigkeiten werden noch Det» schiimmert durch die Tatsache, bah sie nicht nur nationaler, sondern Internationaler Statur find, die über die ganzen Grdteile verteilt sitzd: Schwierigkeiten aus dem foacnann- t en mvra l if chen und politischen De- biet die in dem gleichen Matte die *lkreinigten Staaten wie die ganze Menschheit angeben. Der Präsident sagte, er deabsich:ige nicht ein Pro­gramm für die Wiederherstellung der Welt bar- zulegen Da« sei die 2Lngclegenbett der am meisten tnterefflerten Rationen. die mit frischem Mat an die 'ISMeberberftctlung geben mühten Ader die Bereinigten Staaten können daran mitbelfen. Vie hätten auch die Absicht es zu tun in be> wuttter völliger Llederzengtheit; denn Handel und tnternattonaler Warenaustausch seien nur mög­lich wenn die 'Hattoncn aller OrbtHIe wieder in eine normale und stetige Lage kom­men. Der Hilfe der ameriLanischei Re­publik müsse die Initiative ODlhieben- ber Gewalt zu fallen 2Qx?r sie könne nur wirksam lein mtt der (Zustimmung und der Mitarbeit des Kongresses Der Kriegszustand, so sagte Har- btng, bat auhetvrdentlich hohe Machtbefugnisse in die Hand des Präsidenten der 'Republik ge­legt. Diese Machtbefugnisse haben mit der Pro­klamation des Frieden«zustande« aufgehört, und heute muh die Arbeit der gesehgeberischen und vollziehenden Gewalt miteinander in Einklang gebracht werden Die Spaltungen inner- halb der Parteien, die während des Krieges verbunden waren, dürfen nicht wieder cntflcben, denn sie bilden Hindernisse für die schnelle Lösung des FriedettS Der Präsident würdigte die von dem lebten Kongreh geleistete Arbeit und kam auf da« Budget zu sprechen. Heber die den ausländischen Staaten geleisteten Vorschüsse sagte er: Die vollziehende Gewalt ist nicht imstande, die Frage bei Schulben zu behandeln Da« blldet ein Hindernis für die schnelle Orbnung unserer Angelegenheiten mit unseren Schuldnern Es ist Sache des Kongresse«, der allgemeinen Politik und der vollziehenden Ge- walt hi dieser Hinsicht feine Zustimmung zu er­teilen Aber es gibt einzelne Probleme bezüg­lich der Anleihen und be« Schuhe« der amerika­nischen Interessen, die die vollziebende Gewalt nur mit Genehmigung des Kongresse« In Angriff nehmen kann Denn die Konsolidierung und Regelung der gestundeten Schulden ermöglicht werden kann, wird das für die Amerikaner selbst von Borteil sein, und es wird die Beziehungen verbessere die die Schuldner gegenüber den Ber­einigten Staaten eingegangen sind Der Präsi­dent ersuchte den Kongreh. der vollziehenden Gewalt zu gestatten, die Kündigung der Handels­verträge einige Dochen hinauezuschieben. bi« der neue Entwurf über die Ausdehnung der ameri­kanischen Handelsmarine eingebracht fei.

Der Präsident kam hieraus auf den Gesetz­entwurf über den Zolltarif zu sprechen. Er erklärte, dieses Gesetz sei notwendig, um der any rikomischen Industrie Stetigkeit zu verleiben, und müsie schnell angenommen werden: denn es sei unvermeidlich, um mit der Auhenwelt sichere Han- delsbeziebungen herzustellen Auherdern bandele es sich auch darum, zu verhindern, dah die zahlreichen Industrien Amerika« zu Grunde gingen Der Prä­sident fuhr fort: Denn man sich auch Rechenschaft von allen Berpfllchtungen In der Frage der Menschlichkeit, des Handels und der Finanzen ablege, so könne doch für die Bereinigten Staaten nicht die Rede davon sein, sich selbst zu vernichten, um anderen zu helfen. Er wünsche von gamem Her» zen die Dieder Herstellung der von dem schreck­lichen Kriege sv schwer betroffenen Böller ES ist befRr der Delt da« Beispiel einer guten Aus- balanzierung des Budgets, einer strengen Spar­samkeit und einer energischen, erfolgreichen Arbeit xu geben. Heber Ruhland sprechend sagte Har- ding. Dir erkennen die Eowjetregie- r u n g nicht an. Dir dulden ihre Propaganda nicht, aber angesichts der Leiden und Todesfälle können wir alle politischen Erwägungen bei Seite lallen. Ich empfehle mit Vorbehalten die Anna.' ne ausreichender Kredite für die Verwaltung bei amerikanischen Hilfsorganisation, damit sie bn Stande ist. 10 Millionen Scheffel Getreide und 1 Million Scheffel Saatkorn zu liefern.

Zum Schlusie feiner Rede sagte Harding über , die Abrüstungskonferenz: Die Augen

der ganzen Delt seien nach Washington gerichtet, und es sei wahrscheinlich, dah ein höchst mnu-igen- der Erfolg für die ganze Menschheit herdeigefuhrt werde

Aus dem französischen Parlament.

Paris. 6. Dez (WTB.) In der brütigen Sitzung des Senat« erklärte sich Ministerpräsi­dent Briand bereit, die vorliegenden Inter­pellationen au beantworten: wenn sich jedoch die Debatte auf die Ergebnisse der D a s h i n g - toner Konferenz erstreiken würde, wäre er vielleicht geneigt, um einen Aufschub zu bitten. Erster Interpellant ist Senator D i a n g i c r. frei über die RichtauSführung des F> ieden-vertrages von BersailleS und über die Richtau-sührung de« ministeriellen Programms interpelliert. Briand Hube gesagt. Frankreich werde allecinc Rechte geltend machen, damit Deutschland seine L^hulden bezahle. Er frag.. ob der Senat mit der Ausführung zu­frieden fei. Ein Senator habe jüngst erflärt, in Deutschland Hebe e- ein Gesetz für die militärische Borbereitung Das dulde man! Din Senator ruft dazwischen: Ds gebe Zwar kein Ge­setz. aber eine militärische Dorbei-eitung Senator Brangier sagt, man habe gezeigt, bah Deutsch­land In wenigen Dochen 6 oiS 7 Millionen Menschen mit den erforderlichen Quadies aus- steilen könne. Sei das eine loyale AuSsührung bei FriebensvertrageS? Die Kontiollkvmmisiion entbede jeden Tag neue Dassen. Die Regierung habe auch von der Loyalität ^Deutschlands ge­sprochen. Deutschland habe nichts bezahlt und noch nicht einmal den zehnten Teil deS tnegge- führten BieheS zurückerstattet Die französifche Kapitalflucht habe man verbinden, die deutsche aber nicht. Denn die Regierung nicht die genü­gende Autorität besitze, um Deutschland zum Zah­len zu zwingen, dann müsse sie sich zurückziehen.

Venator be Lamarzelle befragt alÄbann den Ministerpräsidenten über die Entwaffnung Deutschlands. Diese Frage fei besonders ernst nach den Dorten, die Briand in Washington gespro­chen habe: Deutschland besitze die erford.rlichen QuadreS, um ein Heer von 6 7 Millionen Mann aufzustellen. ES habe alle kine Fa­briken zur Verfügung und alle notwendigen Roh­materialien zur Anfertigung von Kriegsmaterial: die Gefahr fei also vorhanden Briand habe auch gesagt, es gebe nicht nur eine materielle, son­dern auch eine moralische Gefahr: denn Deutsch- Umb fei von einem Revanchegeist beseelt, der leben Tag wachse Aber es gebe eine Hoffnung, das fei bas Deutschland Der mutigen und räso­nablen Leute, die den Frieden durch demokratische Einrichtungen befestigen wollten. Die.eLeute weide man ermutigen. SS cebc zwei Deutschland: das habe man 1917 und 1918 gesehen Rach seiner Ansicht gebe eS aber kein weises Deutschland, sonst würde es die Bewaffnungen verhindern, die von allen Seiten in Deutschland vorbereitet wurden. Man habe den Reichskanzler Wirth ge lobt, aber er wolle nicht ober er könne nicht bie Entwaffnung Deutschlands sicherstellen Wenn er nicht könne, bann sei eben baS zweite Deutsch' lanb ohnmächtig Frankreich habe im Augen­blick des Friedensschlusses feine natürlichen Gren­zen verlangt Die Alliierten hätten sie ihm nicht bewilligt, ihm aber dafür eine Garantie ver­sprochen, die nicht zur Ausführung gekommen sei. Frankreich sei also allein, um seine Grenzen za bewachen Ss habe nicht nur bie militärische Sicherheit, sondern auch die finanzielle Sicher- beit nötig Aus dieser Lage müsse Frankreich heran«foimnen. deshalb müsse Deutschland be­zahlen. Die Sitzung bauert sort

Pari», 6. Dez. (WTB.) Rach Schluh der Rede Briand« nahm der Senat die von der Re­gierung genehmigte DertrauenStageSord- nung mit 2 49 gegen 12 Stimmen an.

Paris. 6 Dez. (WTB.) In der heutigen Kammersihung fragte Präsident Peret den Ministerpräsidenten Briand, wann er bereit fei, die vorliegenden Interpellationen, namentlich die Interpellation deS Abgeordneten 6 e m b a t über die Konferenz in Washington zu beantworten. Ministerpräsident Briand erwiderte. eS wäre sein Wunsch, vor der Kammer zu berichten. waS er in Washington getan babe. aber die Kammer werde zweifelsohne der Ansicht sein, die Budget- diSkusiivn ^ortzusetzen, umsomebr. als die DiS- kusiion einer Interpellation über die Konferenz von Wasbington für den Augenblick zu feinem nützlichen Ergebnis führen könne. Tatsächlich könne er jedoch nur die Rede wiederholen, die er in Wafhington Zehalten habe. Es könnte Erstaunen erregen, bah ein Parlament sich mit einem Problem befasse, bevor bie Konferenz zu Snbe gegangen sei. Marcell S e m b a t wider­spricht und erklärt, er wolle nicht über die Ergeb­nisse der Konserenz in Washington. sondern über die Ersiärung interpellieren, bte M oisterpräsident Briand vor dieser Konferenz abgegeben babe. Der Borsitzenbe des Finanzaur chu'fe^ tritt daür ein, die Debatte über daS Budget nij>: zu unter­brechen. Der Reaktionär Bauern d A s s o i ver­langt ebenfalls die sosortige DiSkullion der Inter­pellationen desgleiHen der Royalist Daudet, der erklärt, man müsse sofort und öffentlich sich über eine Politik auseinanderletzen, die nach An­sicht der Organe Lloyd Georges Frankreich zu einem Bruch mit England unb su einer W-cder- aufnahme der Feindseligkeiten mit Deutschland führen würde. Die Vertagung de. Inter­pellation Sembats wird alsdani mit 4 60 negen 100 Stimmen ausgesprochen.

Lloyd Georges (Erfolg in der irischen Frage.

London, 6. Dez. (DTV.) Der König hat Lloyd George telegraphisch seinen herzlichen Glückwunsch zu dem erfolg­reichen Abfchlutz der langwierigen Unter- Handlungen in her irischen Frage auSgesprv- ct-en. Dieser Erfolg sei der Geduld und dem versöhnlichen Geist zu danken, die Lloyd Ge» orge ohne Unterlatz gezeigt habe.

London, 6. Dez. (DTV.) Die letzten Verhandlungen in der irischen Frage wurden von Lloyd George. Ehamber- Iain, Birkenhead und Ehurcttill auf Seiten der Regierung und von Eollins und B a r t o n S auf Seiten der Sinnfeiner geführt. Dte Bedingungen des erzielten Hebereinkom­mens werden dem Parlament und dem Dahl Eirean zur Annahme empfohlen werden.

Der Lordkanzlcr Birkenhead gab in einer Rede die Einzelheiten de« Hebereinkom- mens bekannt. Die Hauptbedingungen der Re­gelung find folgende: Mit einem einzigen Vorbehalt wird Irland in dieselbe Lage ver­setzt wie Kanada und Australien, Reuseeland und Südafrika. ES wird den HamenIri­scher Freistaat" führen. Südirland ist darin im eigenen Hause. Man wird einen Ver­such in sehr weitherziger Weise auf dersel­ben Grundlage machen, wie sic in Süd­afrika mit Erfolg angewendet wurde. Die Vertreter SinnfeinS lind bereit, dem irischen Parlament zu empfehlen, daß der neugebil­dete irische Freistaat nicht einen Vertrag deS Verbandes mit dem britischen Reiche ab- schliehl, sondern in das britische Reich eintritt. Die Treue des irischen Freistaates zur briti­schen Reichsgemeinschaft und zum König Ge­org wird in klarer unzweideutiger Sprache in seiner Verfassung erklärt.

In Ftnanzfragen hat das südirische Par­lament die Führung. Irland übernimmt einen angemessenen Teil der nationalen Schulden und KriegSauSgoben. Der Betrag wird durch Schiedsrichter festgestellt. Wenn Ulster inner­halb eines Monats nach der Annahme des Ge­setzes entschlossen ist, dte bisherigen Voll­machten beizubehalten, kann sie sie beibehalten. Wenn Ulster beschlietzen sollte, die Vertretung im britischen Unterhaus zu behalten, würde dieser Beschlutz geachtet werden. Wenn Ulster nicht bereit ist, die Vertreter in ein alliriscbeö Parlament zu entsenden, wird eS berechtigt sein, diese Haltung weiterhin einzunehmen und dabei geschützt werden. Diese Bedingungen werden beiden Häusern deS britischen Parla­ments im neuen Jahre unterbreitet werden. Wenn diese nicht zustimmen, wird das englische Volk baldige Gelegenheit zur Entscheidung erhalten.

Lloyd George geht nichr nach Washington.

London, 6. Dez. (WTB.) Lloyd Ge­orge ist wegen der vorzeitigen Einberufung deS Parlaments gegen feinen Witten ge­zwungen, seine Absicht der Washingtoner Konferenz betzuwohnen, auf zugeben. Gin englischer Wohftätigkeitsbafnr.

London. 6. Dez. (WTB.) Gestern wurde von Lord Weardale ein mehrtägiger, vorn Save tbe Ehildren-Bund veranstalteter Basar er­öffnet Sämtliche Länder, in denen notleidende und hungernde Kinder leben, waren durch Der- kaufSstände vertreten. Der deutsche Derkau's- stand stand unter der Leitung von Frau S t b a - m c r. der Gattin des deutschen Bot­schafters, die unter anderem von zwei Damen der deutschen Botschaft unterstützt wurde. DieS ist ber^erftc Fall nach dem Kriege datt Deutschland aus einem öfsentlichen Basar in London vertreten ist. Die Berka uiSg eg en stände, die vom deutschen Roten Kreuz, von ber Bereinigung für Kinderhilse unb vom deutschen Zentralans- schuh für AuSlandShilse zur Berfügung gefiel!I wurden, umfaßen deutsche Spielzeuge. Erzeugriffe der deutschen Kunst und des deut'chen Gewerbes, die allgemein grobe Anerkennung fanden.

sogar dauernd, haben. Diese Fragen müllen vor allen Dingen der japanischen Regierung zur Prüfung vorgelegt werden, bevor eine end­gültige Entscheidung getopfte i werden kann Oel­ber gibt es gegenwärtig grvfie Derzögerung In der Hebermittlung der Telegramme und selbstver­ständlich können Derhandlungen mit Tokio über ein so wichiiges Problem in kurzer Zeit nicht ocll- ständig erledigt werden Auf jeden Fall bin unb war ich immer fest davon überzeugt, bat", bie Konferenz zu einem Einvernehmen über die Hon- fchlägc kommen wirb, bae für r

gend)t ist. und nicht nur den interessierte:! Ratio­nen. sondern auch der ganzer Welt Dienste leisten wirb

(Eine Rede des britischen Schatzkanzlers.

London. 6. Dez (Wolsf ) In einer Rede in Manchester über bie finanzielle Lage behandelte der britischeSchatzkanzlerSir Robert Home ci:iget>-nb die Frage der beutfchen Repa­rationen unb sagte, in Frankreich scheine -ine gewisse Besorgnis zu bestehen über die Unter- rebungen. die er mit Rathenau aehabt habe. Man scheine unter den Alliiert.'n Englands zu befürchten, datt hinter ihrem fern ein Heber- etnfommen getroffen werde Sie sch.e-wn her An­sicht zu sein, dafi England q?toil(ermahcn eine Tendenz 'eigen könne in solchen Unterredungen, an denen H? selbst feinat Anteil hätten, Deutsch­land Zugeständnisse zu machen. Diese Haltung auf feiten einiger der Alliierten beruoe vollkommen auf rinerft Mistverständnis. England werde natürlich kein Hebereinkommm eingehen, ohne sich mit feinen Alliierten dar­über zu beraten, und zwar nicht nur mit Frank­reich. sondern auch mit den anderen Alliierten. England erkenne, datt eS feilte von eben so grof.er Wichtigkeit fei als jemals, bah bie Al - lianz so fest bleibe wie möglich Richts wäre im Augenblick für die Welt von gröberem Schaden, als ein Bruch der Allianz E« fei daher selbstverständlich, datt England nicht im Traum daran denken könne, ein Abkommen in trg. nbeiner Weise ohne angemessene Beratung und Entschei­dung abzufchlietten, was seinen Freunden nach­teilig sein könne.

Home fuhr fort: Die Personen, die England kritisieren, könnten jedoch nicht verkennen bah sie während de« letzten Jahr S. als Lvucheur mit Rathenau verhandelt habe, au« Eng­land zu keiner Zeit den geringsten Einwand da­gegen vernommen hätten Tatsä.l>lich seien jene Erörterungen sogar weiter gegangen, denn sie hätten ihren Au«gang in dem Wiesbadener Abkommen gefunden. Dieses Abkommen würde, wenn es in feinen Bedingungen burchge- führt würde, Frankreich gegenüber den anderen Alliierten bei Bezahlung der Reparationen Prioritäten gebe-' Diele Frage liege jedoch der Reparationokommitfion vor und daher wünsche er nicht« darüber zu lagen. Er hege nicht den geringsten Zweifel, datt bei all diesen Fragen England in der Vage Mn werde, mit feinen Alliierten unter Bedingungen der größten Freundlchafl zu einem Einrxrsiändnis zu kommen.

Der Schatzfanzler erflärte weiter, soweit bie deutschen Repan»ion-zahlungen in Betracht kä­men. habe England st.ts den Grundla t> rtoigt, lein Budget ohne Bezugnahme auf irgend e wa«^ zu machen, wa« von feiten Deutschland« kom­men könne. Wir wollen ttKlter bei bie!em Grund­sätze bleiben. Wenn Deutschland jci-od) er­kläre, bah es bie Summen nicht bezahlen könne, die im Januar unb Februar fällig wären, unb es umAusIchub erfuche so wäre da« eine 2 n- gäbe, bie alle Alliierten gemeinsam er­örtern unb einstimmig beantwrrt n mähten. Der Zusammenbruch Deutschlanb« sollte er unglädlkberlDeite burch irgendeine Aktion von leiten der Alliierten herbeigeführt werden wäre ein U ngt ü cf, nicht nur für Deutschland, fondern fürSuropa 'and die ganze Welt. Man leibe heute haupt- lat lich daran, bah in Europa so viele wrack' gewoidepe Länder leien Oetterreich unb Ratt» land, die Kunden Englands genasen feien, feien nicht mehr in fiter Lage, die englischen Waren zu taufen. Komme nar^ j diesen Ländern ein gebo- chei:eS Dculfchland hinzu. 1o würbe die Kata­strophe sür Europa sunbefchreibllch fern. Es würde eine Katastrophe sein.Die nicht vom wirtschaftlichen Standpunkt au« gesehen, sondern a ich vom poli­tischen Standpunkte auS won ingeheurer Rückwirkung auf die Wett fern würde.

Die Washingtoner Konferenz.

Washington 6 Dez. (HavaS.) DerHntcr- ausschutt hat da« vorige Woche von Root vor- gclcg!? Projekt ber Einrichtuno drahtloser Tele­graphie in Ehrna angenommen Der Hnteraa«» schütt bat eine Sntschlietzung vorbereitet, die dem Aueschuh für den fernen Oft en t>Dtge(cgi werten wird unb sich auf die Post und drahllole Tele­graphie in China bezieht. Die Enllchliehung beiht den Grundsatz der Berwaltung bie*er Stationen durch China gut, behält jedoch bie durch den Benrag von 1901 (nach dem Borerausitand fest- gelegten Rechte vor. lowie die Sonderrechte, die verschiedenen Privawntemehmungen gewähn werden waren, besonder« einer französischen Ge­sellschaft für die Poh in Schangrai

Washington. 6 Dez (Wolff.) Havas. Der Sv aber beruh terfl atler der HavaSagentur mel­det: Baron Kato gab folgende Erklärung ab: Die Frage der Belchwänkung der Flottenrüstungen umfaht Fragen, die eine grobe Rückwirkung auf das nationale unb internationale Leben Japan« und für die Politik auf Jahre hinaus, vielleicht

Hörne sagte weiter, wenn man einen Druck auf Deutschland auÄüben würde, sv würde Deutschland vielleicht in der Lage fein, ^u zahlen, vielleicht aber auch nicht, und die« sei die un­mittelbare Frage, die untersucht werden mühte. Werm jedoch Zugeständnisie gclucht werden soll­ten. so mühte man zunächst ein Ding in Betracht ziehen: Deutschland sage jetzt. eS könne die geschuldeten Reparationen nicht bezahlen. Deutsch­land tue jedoch verschiedene Dinge, bte gegen die Möglichkeit wirkten, bah eS seine Derpsitch-' tung erfülle. ES leiste Beihilfen für den Brot- prciS in Deutschland DieS gehe auf Kosten des Steuerzahler- DieS führe zu einem Fehl­betrag der Staatseinkünfte und dazu, dah die deutschen industriellen Hntemeh-. mer in der Lage seien, ihre Arbeiter mit nich­tigeren Löhnen zu bezahlen, infolge der BrotpreiSbeihil'e. die ber Staat zahle Aach in. anderer Hinsicht subventiere Deutsch­land den Unternehmet. Die Sifen-' bahnen würden vom Staate Berlust be­trieben Dies hätte einen neuen Berlust für, den Staatshaushalt zur Folge und setze ben