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KZettervoranssage

für SamStag:

Deutsche Kinderhilfe in Cuba.

Berlin, 4. Mai. (WTBO Die in der Repu- blick Cuba, mSbe oudere Havana, veranstaltete Sammlung jur Linderung der Not der deutschen Kinder ergab mehr als eine Million Mark. Ein Teilbetrag von 50 000 Mk. wurde dem Wunsche der Spender gemäß zugunsten der oeutsch- österreichischen Kinder verwendet: den gesamten Restbetrag erbte U die deutsche Kinderhil re und die Bolkssammlung für das notleidende .Kind. Bei einer Gesamtbevölkerung von nur etwa 2Vz Mill., darunter etwa 800 Deutschen, legte das uns noch bis vor kurzem feindliche Cuba mit dieser Svende von dem Wieoererstarken der Gefühle der Mensch­lichkeit und von seiner Teilnahme an dem farteit Geschick Deutschlands ein Zeugnis ab in einer Weise, die im ganzen deutschen Volke den leb­haftesten Widerhall finden wird.

Die L 5ahre 1920 raatbaus faiMtn en vH Clarken Hessen, in Hella.

Herrn Collins Abenteuer

Nomon von Frank Heller.

und fier Krankenbrotmehl auf 1,35 Mk. Auch die erhöhten Mehlpreise treten am 16. Mai ' Kraft.

Welche Wirkung haben diese Verordnungen, und nne wird sich vor allem die Milchbeliese- e?"ana chdeln 1. Juni gestatten? Nicktt mehr vrerWochen trennen uns von diesem Termin, und

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Xus Stabt unbanb.

Gießen, den 6. Mar 1921.

Besseres, aber auch teureres Brot.

Wie un5 geschrieben wird, hat der Kom­munalverband den Ausmah lunqsPro­zentsatz für Brotgetreide herab­gesetzt, so daß die Bevölkerung in Kürze mit besserem Brot beliefert werden wird. Allerdings wird hierdurch auch eine Stei­gerung der Mehl- und Brotpreise eintreten.

Diese Mitteilung des Kommunalverban- des kommt höchst erwünscht, berat das Brot, das in der letzten Zeit ausgegeben wird, i'iftl Inach allgemeinem Urteil selbst für Ge­sunde nur schwer genießbar. In einer Zu­schrift wird auch darüber geklagt, daß in unserer Nachbarschaft Wetzlar besseres Brot gebacken würde als in Gießen. Sogar das Gießener Krankenbrot stunde hinter dem Schwarzbrot Wetzlars zurück. Die Gießener Backer erklärten, daß sie wegen des minder­wertigen Mehles, das ihnen vom Lebensmit­telamt geliefert würde, kein besseres Brot Herstellen könnten.

Wieviel die vom Kommunalverband an» gekündigte Erhöhung des Brotprei- es für die Stadt Gießen ausmachen wird, st noch nicht festgesetzt. Wahrscheinlich wirb die Steigerung aber 40 Pf. für den Vier­pfünder Laib Brot betragen, so daß dieser künftighin etwa 4,90 Mk. kosten wird, diese Erhöhung wird, wie wir erfahren, voraus- ichtlich am 15. Mai wirksam.

Für die Landgemeinden des Kreises Gießen sind die neuen Brot- treife bereits festgesetzt. Auch hier wird der Vierpfünder 40 Pf. teurer. Allerdings war :)er Brotpreis im Kreise bisher billiger als in der Stadt. Daher betragen die neuen Höchstpreise, die am 16. Mai in Kraft treten, auf 'dem Lande nur 4,55 Mk. für einen Bier- »sund-Laib Brot, und 2,28 Mk. für den Zwei- ifund-Laib.

Die Erhöhung des Brotpreises ist selbst­verständlich durch die Verteuerung des Mehlpreises infolge der herabgesetzten Ausmahlungsquote bedingt. Der Höchstpreis für Mehl bei der Mgabe an Trie Verbraucher wurde vom Kotrantlualverband in den Land-

emährwtgsomt, bzw. die LandeS-Milch- uiib Fett­stelle es bis setzt unterlassen hat, AuSWHrtmgsbe- fiimmimgen zu den oft recht aHgennn gehaltenen Vorschriften der Reichsvervrdramgen herauszu- aeben. Vor allem wird das Leben smittelamt be­strebt sein müssen, die bisherige Milchverso rgung für die Kinder bis zum sechs»'. Lebenswahr und für die Kranken unter allen Umständen sicher- zustellen. Wie dies geschehen wird, ob durch ein Abkommen mit dem hessischen Bauernbund, oder mit einer Molkerei (Grieb), oder ob der frühere Milchhandel wieder eingeie&t wird, darüber wird die .Gießener Leb«.smitteld-wutatwn wohl in nächsten Woche Beschluß fassen.

Shih MM

Die zreiwirtschast für Milch unö Butter.

DerReichsanzeiger" veröffentlichte in diesen Tagen Verordnungen über die Aushe­bung der Bewirtschaftung vonSpeise- fetteu und Käse und über den Ver­kehr mi t Milch Danach wird vom 1. Juni ab die Butter- und Msewtttschaft frei gegeben und die Milch grundsätzlich von allen ErfassungÄNaß- nahmen beim Landwirt befreit. Vom l. Juni ab kommen alle RotionierungS- und Preisbe­schränkungen für Butter in Fortfall. Die Ver­sorgung mit Speisefetten iist damit dem freien Markt überlassen, irmfou verhüten, daß tiec Butter­preis in die Höhe geht, ist in Aussicht genommen, in einiger Zeit auch die Einfuhr von Aus- Landsbutter allgemein freüugeben. Tie Frei­gabe der Einfuhr von Kvndensniilch soll erfolgen, wenn die im Jnlande noch reichlich vor­handenen Vorräte zur Deckung des Iillanbsbe- darf es nicht mehr genügen. Zur Sichenmg der Milchversorgung darf Vollmilch, Magermilch und Sahne in gewerblicheit Betrieben nur zur Her­stellung von Butter und 'Käse verw.mdet werden. Die Verwendung zu anbenen gewerblichen Zwecken, insbesondere ^zur Brotbeoeitung, ist verbotest. Die Gastwirtschaften dürfen Vollmilch unb Salme nicht verabfolgen. Diesen Bettieben steht eS frei, ihren Milchbedars fairch Kondensmilch zu decken, die im freien Verkehr in hin reichenden Mengen zur Verfügung steht. Das Schlagsätme- farbot bleibt bestehn. Erleichterungen rönnen ge-

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unentgi h'^rfür 'S N hie ndditHrs ^gehoben e »Präsident l 1% t'ngti ytage, bi

bähen föjrtttere Gewitter nieder, die Menschenleben forderten und erhebliche Brandschäden verursachten. In Stasforch wurden zwei Landwirte vorn Blitz erschlagen, Iu Adelsheim brannten die Dtttschaftsgv, bände des Gutspächters Schmutz, auf dem Assuher Hof b$t Moosbach drei Scheunen und Mei Wohrchchchw tupolgc BlitzsMags nieder.

Den Kvmtmunalfarbänden und Gemeinden Vleibt eS überlassen, eine Regelun g über die Verteilung derMilchin ihrem' Bezirk vor- «unehmen. Der Eigenbedarf der kuchhaltenDen Wirtschaften darf dabei nicht beschränkt werden. 'Die Milch wird nicht mehr Uvangsläufig den milch» bedürftigen Gemeinden Mgeführt, sondern letztere Müssen sich die Milch eventuell bunt) freie Milchlieferungsverträge sichern. Die Verordnung setzt die Gemeinden in die Lage, die Milch wie biSher durch kommunale Stellen ßu verteilen ober ben Milcktlxrndel M konzessionieren. Äuch bleibt den Gemeinden, wie bisher, die Mög­lichkeit, antohorbnen, daß die Mlch nur an bc» stimmte milchbedürftige Gruppen der Bevölkerung Eilck/vkriorgungsberechtigte) rationsmäßig gegen Karten ober Kundenliste abgegeben werden darf. Sie kann die Milch auch bestimmten Effassungs uitb Verteilungsstellen zu führen, die durch den organisierten Milchhandel oder bie GÄnrinde ver­waltet werden. Die Ev-euger und die Molkereien werden von jebcml Zw.mge in der Bearbeitung und in der Verwendung der Milch frei. Ihnen ist es freigestellt, ob sie die Milch ftrt eigenen Betriebe verwenden, M Butter ober Käse verarbeiten oder als Frischmilch verkaufen. Zur Aufrechterhaltung der Lieferungsbeziehungen nach bem bisherigen EnwfangSvrte sind jedoch bestimmte Sickierungs- Maßnastmen getroffen.

Was den Preis der Milch anlaugt, so unterliegt dieser der freien Vereinbarung -wischen den Vertragschließenden. Kommt über bat Preis eine Einigung nicht Zustande, io ent­scheidet hierüber ein yu. diesem Zweck vorgesehenes Schied Sa ericht. 'Die Länder können ntit Zu- Utowtung des Reichsministers für Ernährung unb Landwirtschaft UebergongSbestünmungen erlassen. Spätestens Mn 1. September müssen jedoch diese uebergwtgSbcstftnmungen außer Kraft treten.

EinschrSttkangeu im engMchen Eisenbahuverkehr.

London, 5. Mai. (Wolff.) Wegen des Streiks der Kohlenbergarbeiter wurden weitere Einschcäukungen im Eisen­bahnverkehr angeordnet, wodurch der Verkehr etwa auf die Hälfte des normalen Dienstes herabgesetzt wird. Der Sonntags- Zugdienst auf der Great Central-Bahn wurde vollkommen eingestellt.

mal einer, haben sie Nr. 19 an- ' -nÄ1.Vn-^°1 ®Mrbingfriu-em. Ser L. rlrro mr btefe alle Bavacke geben ?

fabelt schon ixe wichtigsten Punkte von Gatfandurg 9tvad besetzt. 92xxti ein paar Jahve, und bic Strafe, die letzt mit der Verzweiflung einer altern­den Hofdame inn ihr 'JluJfeben kämpft, irrnb thre Pvsitioil als fashionable Stvaße für immer ver­loren haben.

In der Mitte von Gotbenburg 3bab liegt das Laus 49, ein mittelgroßes,:vfoeEtobles, breistöckiges Gcbaudc, das im vsabrt 190b eine ziemlich ver- nachläsligte Auyemeue sowie das SchildZu ver­mieten" auftvies. Ter Zins, bei für das Haus verlangt rouibc - 450 Pftmd - Tjattc lange als eine Dittm^-st barür gegolten, baS die Herren Frank, Sntigyt u. Cie., Hannover Square 2u es nie vermieten würden. Um so größeres Erstmmen erregte es darum bei beit Klanengatosien des Vau'^ fowte tn ben umliegenden Bomdmghäulern, Ä^.emeS L^eS vn AprU de- besagten Jahres Arbeiter sicv Dter tm vawe und den rter ttfchtuw- groBcn ^««n ^u^ettgni beg-unun. das ©dnlb ; < versämxmd unb Möbelwagen vor

dem 4. ort vvnupren.

Insgesamt fielen in den letzten 3 Tagen in Gießen 13,9 mm, rn Lau terbach 22 mm Nied erschlage.

Fn der letzten Zeit war die nied rig sie Temperatur in Giehen 2 Grad unter Null, in Lauterbach 3 Grad unter Null.

Nunmehr sind die Luftoruckgebiete, die die eigenartigen Witterungsverhältnisse be­dingten, in Bewegung gekommen. Das Hoch ist von den britischen J-nseln in südöstlicher Richtung gezogen und bringt uns heute hei­teres Wetter. Ihm folgt vom Atlatttischen Ozean her eine kräftige Depression, so daß später mit wärmeren Südwinden und Nieder- schlLaeu zu rechnen ist.

AuS Heidelberg wird gemeldet: Am Mittwoch nachmittag gingen in Nvrd-

Mber v' fei xis'die

tarb aus Paris, steigerte sich aber »nr dsvvelttit Löhe, als ber Profespor einzog. Demi er schien fest entschlossen, Gopeuburg R-.>a» in Untenntii8 über sich und sein Tun zu lafien. Tte spähenden klugen, die sich aus den Fenstern der sttatze am lhn richteten, mußten sich damit begnügen, zu konstatieren, daß der Professor ein Mann tun ungefähr dreißig Jahren war, überaus fjigntert gekleidet, der Besitzer eines blaugrünen Daimler und. vermutlich allein im Hause. Seme Diener­schaft bestand aus einer ftnnzSftschen Köckin und einem schwckisckten Hausmädchen; über bic Ge­wohnheiten des Professors berrapt, wußten sie nur SU erzählen, daß er den gmtze-t Tag an etwas sehr Gelehrtem arbeitete, dessen näßere B sckaften- Ixit unbekannt war, und daß er vermutlich sehr reich sein mußte.

Damit begnügte man sich, bis man tm Mai die Beobachtung machte, datz ein rothaariger, vul­gär gelleide ter Manu täglich das Haus b^s Pro­fessors gegen halb neun Ufa nwrgens verließ. Man lteilte sich, das schwedische M lachen 6arüber zu befragen, und mußte sich wieder mit halbem Be­scheid legnüqen. Der rothaarige Herr fei der fretär des Professors, erfldrte daS Mcdfan, unb helfe ihm bei seiner^gelehrten Arbeit. Wie, migte man, konnte der Sekretär feinem Herrn bel'en, wenn er sich unaufhörlich in London auffadt* Das wußte das schwedische Mücken nicht, unö so blieb die Sache unaufgeklärt.

(Fortsetzung folgt)

Vorerst noch wolkig bis heiter imb trocken, nachts kalt, dann zunehmende Be­wölkung, wärmer und leichte Niederschläge.

Unter dem Einfluß der über Skandi navien stationär liegenden Depression sind in den letzten Tagen bei nördlichen und östlichen Winden endlich erhebliche Nieder­schläge gefallen. Zum Teil gingen sie im Gebirge als Schnee nieder, da die nörd­lichen Winde für starke Abkühlung sorgten. Arn Himmelfahrtstag war der ganze obere Vogelsberg, besonders der Hoherodskopf, verschneit. Stellenweise lag der Schnee bis Äu einem halben Meter hoch. Auch heute liegt der Schnee noch im Vogelsberg. Im Tau­nus ging ebenfalls viel Maienschnee niet er, während in der Ebene starke Regengüsse zu verzeichnen waren. Auf dem Feldberg er reichte die Schneedecke, die bis Kronberg und Königsteirr heruntergeht, eine Höhe bis zu 20 Zentimeter.

** Ein Kaminbrand entstand heut« früh in dem Gebäude des Bäckermeisters Schreiner am Kirchenplatz und artete, wie die Feuerwache meldet, in «nen sogen. Wechselbrand aus, in dem das Baufachwerk airbrannte. Die Feuerwehr tmirbc unt 6.45 Uhr alarmiert Und traf etnxi eine Stundet später mit der Auwspritze an der Brand­stelle ein. Gegen 8 Uhr war das Feuer schon so ziemlich abgelöscht und nur rioch zwei Mann am Brandherd anwesend. Der Schaden soll nicht allzugroß fein.

** Polizeibericht. Ermittelt und |ui Anzeige gebracht wurden zwei junge Bur'chen ünt Alter von 15 uni) 16 Jahren, die einen Steller- '^^bruch begangen hatten. Gestv hlen würbe dahier aus einem Hausflur ein älteres üborstrichenes Fahrrad mit noch guter Bereifung, Fveilanf SystemMouvort". Bor An­kauf wird gewarnt.

** 9tnlagenmusik. Morgen, SamStag^ nachmrrttagS von 5 Uhr ab, spielt bie Kapelle des 1. Balls. Jnf.-Rgts. Nr. 15 in der Sild-Anla« bei guter Witterung folgende Musikstück: Ernst. i?lugust-Marsch von L. Blankenburg. Ouvertüre zuL Over ,^Orpheus in der Unterwell" von Binder-- Offenbach. Solvys Lieb aus der I. Peer Gmtt- Suile von E. Grieg Fantasie aus der Oveo Carmen" von G. Bizet. Armeemarsch Nr. 193 von W. Bogt.

** Eine Versammlung von Woh­nungsuchenden tagte am Mittwoch im Saale derStaat Wetzlar", wo [ebfaft Darüber geklagt wurde, daß vorn Wohnungsamt nichts hinreichendes ?mr Befriedigung der Wohnung suchenden geschähe. Besonders aber wurde, tote uns mitgeteilt wirb, über Unregelmäßigkeiten und Begimstigmrgen bei Bergebmio der Wohnungen Besckvverde geführt. Man wählle schließlich eine Kommission, bie einer in Stürze einzuberufenden größeren Versammlung Vorschläge unterbreiten soll für eine eventuell« Vereinsgründung unter Angliederung an den Gießener Mieterverem, ber burd> die anwesenden Vorstandsmitglieder die Unterstützung der Bestre­bungen der Dohnungsuchenden mit Rat und Tat iteriörad). Man will versuchen, Einsluß unb Kmv» trvlle bei Vergebung ber Wohnungen zu bekom­men unb darauf drängen, daß in noch größerem Umfange neue Wohnungen geschafft werdm, wie auch daß in der UebergangsMt durch Dohnungs- beschlagnahme weitere Wohnungen bcrtitgcftdlt würden.

** Gießener Waldbühne. Um Miß­verständnissen vorzubeugen, teilt uns Herr Prof. Dr. Bembeck mit, daß der Verfasser der Hipvo- lytos-Krittk (uttterzeichnetDr. B."S Hexx Dr. E. Bensel ist.

Bornotizen.

_ ~ -??^^^kalender für Freitag' Grvßherzog, 8 Ufa. Nfttglieberversammlung der demokratischen Partei. Hotel Einhorn, 8 Uhr, Tegernscer Bauerntheater. CasH Leib, 8 Uhr, Steigert einer Kölner Truppe Licht­spielhaus,Ter Schützling des Todes" undTer große Boxkampf". Lichtspiele Seiterswvg:Tie Höllenmaschine" und ,^hr bester Freund".

T<rs Oberheisische Museum nnb die Gail scheu Sammlungen werden im Laufe des Sommers Führungen durch die einzelnen! Abteilungen der Museen veranstalten Die erste Darbietung dieser Art ist auf nächsten Sonntag ange> etzt: sie bringt eine Einführung in die vor- gelchichtltchen Sammlungen.

Vorn Vorstand der Den sch-demo­kratischen Partei wttb uns geschrieben: In der heute abend iteitfinbenben Mftgliedxrversamrn- lung wttb LanDtagslügeordneter Loos über , Die rvlitische Sage unb bas Gebot bec Stunde" iprechen. Der Gegenstand ist tm Hinblick auf bie überaus bedrohliche Anspannung unserer anßen- politisck>en Lcuie unb die damit in Verbindung tefanbe Tetninionierung bes ReickSkabinetts tun besonderer Wichtigkeit und wird Gelegen heft geben, die Frage ber weiteren Mitarbeit der Partei in ber Reichsregie^mg erneut *u prüfen Herr Loos hat als Seiler ber Hauptstelle für .Hermatdienst p den letzten Tagen toeeberfalt an wichtigen 53c- prechungen bei ber Zentrale in Berlin teilge* iwmmen und wird über bie Vorgänge der letzten -tage und unsere nächsten Aufgaben Besondere» zu sagen haben.

Kreis Wetzlar.

* Wetzlar, 5. Mai. Tie Liga zum Schutze der deutschen Kultur Deranftaltd am nächsten Sorattaa in Garbenheim ihr diesjähriges FrühlingSfest, wobei lustige Hans-Sack^-Schrvänke. von Bolksliebem unb Tänzen umrahmt, auf geführt werden.

ia einen 'JJad^tkir tt Den anbeten Häuf an.

«. °T Entgland-Papiere,'' murmelte

dieser.Aber fall . . Er trat an fas Büfar- rlhvll und nalyni einen Band Gerftfasprotokolle aus dem Iahte 1906 heraus.

Das zum Teufel," riet er plötzlich.Tcrum kamen mtr die Nummern so bekannt vor! Das sind ia dieselben Noten, wegen deren 3te Vvvp genommen murfan ich meine die größten! Ttc fiemrn sind, wie ttnr tn Erfahrung gebractrf haben, mi ebenen Orten gewechzelt worden Sier Haven etc btc Nummeiu!"

Er begmtn -u lesen, aber Mr. Baleion hörte kaum zu. bemi er batte den 5-rie, umgebrebt imb auj der Rückseite das folgende Postskriptum ge- fimöCTt:

grte *u. fatz Sie ixe Noten, tue nd ^itmcn täöck, viellei fx etwas schwer zu totitikin imoen rocroen. aber, diable, was wollen Sie? ..löji ntf, tui man imn, um seinen Freunden zu helfen! Noch einmal Pi>. E."

IL

Da» Lbenteuer

der, Natur. Sie alle hofften trotz des werng ver­heißungsvollen Wetters ber Vortage auf Har* blauen Himmel und WMtberwetter. Unb als bann doch ein Graittag mit dicker Regeuwolken* mütze und kaltem Märzenalem von Osten her ms Land g.-urcgen kam. Da gab's viel Enttäuschung.

Der aber gebu£>ig war, wen ein schneller Hagelschauer, eine eisige Windsbraut nicht gleich zmn Griesgram machte, wer innerlich Hefter imb unbekümmert um Zeft unb Kilometer hinaus­ging, tem brachte ber herbe Hftnmolsahrllag reiche ÜBanberfreubat. T^r konnte nachmittags sogar am Feldrain liegen, mit wohlig gelösten (Riedern tn das weiße Gewölk schauen, in das Gewimmel far Blumen unb Gräser, auf schmalen, verlassenen, halboerivachsenen Walbpsaden wandern, einsam, bem Rufe des Kuckucks, bes Hähers lauschen, oie .Holztaube gurren hören, bas scheue Reh be­schleichen ....

Wie selig wat doch bie Dusel stunde im Atz* bacher Walde am ber stillen unb so süß versteckttu Waldwtese. Dori war nichts als bas liebliche Rmtschen hoher Tannen, ber treuen Schützer unb Wächter meines Heiligtums und das artige Glucksen bes Waldbächleins. Unb das war eine so köstliche Melodie, ein so geheimnisvolles Singen unb Sagen ... Während tief im Tannen gründe Waldmärchen raunte unb wisperte, als gäbe es vielerlei Heimlichkeiten aus alter unb neuer Zeft zu berichten, wartete ich, daß aus bem Waldes­dunkel irgend etwas fartrortrete, irgenb etwas Fremdes, irgend etwas Wundersames ....

Und dann ber Blick von der Atzbacher Heide ins Lahntal mit seinen frischglänzenben Wiesen, seiner braunschwarzen samenhütendcn Ackererde, leinen blüfanben Napsslldern unb Ginsterrainen, lernen Dörfern, die wie Riesenspielzeug im leichten unb Hellen Frühlingsgrün versteckt lagen. Im ^unste^verfchwamm bie Stabt, irnb die noch weiter in ber Ferne lagen graue Wolken auf dem Schiffen­berg, als ruhten sie aus. In ber Mitte bas Silber- banb der Lahn, zum Greisen nahe ber Gleiberg, während bet Betzberg hinter einer kleinen Fichten- fKomrna sich verbarg. Von Lollar her tarn ein Elieiwahnzug gebummelt, in prächtigen weißen ^amps gehüllt, unb ganz zur Srnfcn glän-te ber snichgrüne Laubl-ang bes Dünsberges herüber, rair von wenigen baut Elen Tanneninseln belebt. Dazu bas Reizvolle der wechselhaften Beleuchtimg. Während eine schnelle Wolte vor ber Sonne bie Farben ber nächsten Umgebung für ein 9hi stumpf machte, strahlten andere Telle der Land­schaft unverändert in hellster Frühlingssonne, wäh­rend über andere ebenfalls große Schatten husch- tot. Aus dem Walde wehte ein schwermütiges Volkslied herüber, von jungen Bauernmädchen, gesungen. Dazu das Lerchengejuchz im Blauen, die übermütige Schelmenmusik der Stare vom höchsten Geäst einer einsamen Kiefer, Die sehnsüchtig weichen Töne der Singdrossel aus einem nahen Gesträuch unb der metallische Rhythmus der summenden Telegravhendrähte. Eine solch hntnbertoUe Hinrmelsahrtsner, daß ich saft wünschte, dort in ber weiten unb weichen Ferne, wo am Firmament Erde imb Himmel zusammen- ftießen, gevabeswegs in den Himmel zu wandern.

Der Geschäftsverkehr am nächsten Sonntag.

Am Sonntag vor Pfingsten (8. Mai) sind >ie hiesigen Geschäfte ebenso tote an den drei Sonntagen vor Weihnachten und den beiden letzten Sonntagen vor Ostern von 11 Uhr vormittags bis -nachmittags 6 Uhrf ü r den Verkauf geöffnet.

Lustbarkeitsverbot. Nach einer Verfügung des hessischen Gesamtmnrifteriums dürfen am 14. und 15. Mai (P fing st- samstag und erster Feiertag) raeber öffetllliche noch private Tanzmusiken, Balle und ähnliche Lustbarkeiten veranstaltet werden.

Himmelfahrttag.

Christi Himmelfahrt wird in deutschen Landen gewöhnlich als schönstes Frühlingssest gefeiert. Biele alte BolkSbräuche sinb ja Symbole für den Sieg bes Lichts und ber Wärme über die Herr­schaft des Winters, unb vor allem ist Himmelfahrt- t«g ein Großwanberiag. Wandern doch viele an diesem Tage erstmals hinaus, um sich des Früh- llngS zu freuen. Auch für gestern waren viele Vereinswanfarungen unb Turnfahrtm angekün- tigt, zu viel wohl für ben stillen Leser tm Bucfa

n 8U witerpufau. ixe Bvardtnghäiper nt dichten Kvlaimcn an unb

3m selben Tage, an dem er Tartnrovr verließ. "MM « zum Ttreftjr gerufen.

l^n Bries an Sie, Balefon," sagte dreier, scheint Geld zu entfalten. Er wurde nur Jot errtcmfalbeu Jahre niü ber Bitte überreicht, y'faat benfclten heule übergefan follr."

L Geslvigeue nahm bat Bncs mit zitternder nt$ wit auf unb starrte mit stompsem tfg1. Banvwtenrünfal an. bic bei- dh-m, sich aui»itafrnt, imb er las den Bries.

da. .St urtfl.-n m> «nfVrtdKn gejottm tat«, welches ich 3faen vor längerer An- m s. Sheet gab. Ui! oafc mrtti.lTb« '& i«, mru -7 2 m bnn7

DiflCTtbitcr bktfc geoibnct

Ich falte immer 2Bort Aber ba ste tun gfa Serfacfan gefüriu haben, hege ich fnren ®cjU mehr gegen s.e. und als

We bar' In!t.sende überreden u|

dürsen. Mochte Jynen dieses Cv- d a n hncr t* . seren Bafa nxiterfadeji aiS Ihrer axtm rerbr-