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Der Fall Erzberger.
Berlin, 4. Mai (WTB.l Wie die „(Aev»
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*DieTheaterlogedesPolizei- oräsidenten. Aus prinzipiellen Gründen hatte vor einigen Wochen Direktor Jean Kren ?om Stadttheater in Berlin im Einverständnis mit den. Inhabern der anderen Berliner S Pühnen einen Rechtsstreit eingeleitet, um fest- : iustellen, ob nach Aufhebung der Zensur die berliner Theaterleiter noch verpflichtet sind, rem Berliner Polizeipräsidenten täglich eine
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Wir haben die Freude, die glüddidje Geburt eines Töchterchens anzuzeigen (Erna Roth geb. Kirch Carl Roth
Gießen, den 4. Mai 1921. w»
Ludwigspl. 9, z.Ft.St-Fosephskrankenhans
Marknotterungen.
Datum: 1.7.14.
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0 Marburg, 4. Mai. DaS Post- niaflenung Tü cf, daS sich am 20. Oktober origen IahveS bei Herzhausen ereignete, und I<t welchem ein Reisender infolge des Um- jrr^end der Postkutsche seinen Tod fand, hatte gestern vor dem Landgericht ein Nach- Piel. Ern Mann, der damals auf die Pserde -ufpassen sollte, und bei der Gelegenheit -inen Tleinen Jungen auf den Postwagen hob, sÄlte dadurch das Scheuen der Tiere und daS Unglstck verschuldet haben: er wurde aber freigesprvchen.
Dta. W 0 r m s, 5. Mai. Eine Revolte lüderlichcr Frauenzimmer brach im Dezember im Städt. Krankenhause aus. Die Port zur Heilung untergebrachten „Damen" verübten derartigen Unfug und versuchten auszubrechen, daß Polizei und Gericht ein- greifen mußten. Sie wurden jetzt durchweg mit 4 Wochen Last belegt.
tQxmb. Abend- Schlutz» Schlutz- VurS
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(In einem Teil der Ädrflage wiederholt.)
Die interalliierte Kommission gegen die polnischen Gewalttaten.
Oppeln, 4. Mai. (WLB.) 11 Uhr abmvS. Tie in tcraUiicTte Kommrssion erläbt folgende Bekanntmachung: Bon aew i s s e n Elementen der polnischen Bevölkerung Oberschlesieus wurden Gewalttaten verübt. Tie Ordnung in enter Anzahl .ikrerse des ÄbstimmwigSgebielLs inuebe schwer gefährd,'t Tie imeralltterte RegierungSkommii'sion rft lest ent*
Reichstags zu setzen. Weiter bat Erzberger tte Zentrimlsfraktion wissen lassen, sie möge den Antrag auf Aufhebung der Immunität tm Plenum genehmigen.
Entlassung deS LnndratS Kafparek.
B e r l i n , 4. Mai. (Priv.-Tel.) Nachdem gestern der Bericht des Oberpräsidenten in Magdeburg über das Verhalten des kommissarischen Landrats Kasparek in San* gerhausen eingegangen ist, hat der Minister des Innern laut einer Meldung des „B. T." verfügt, daß Kasparek zu dem frühestmöglichen Termin, d. b. zum 1. Juni, aus seinem Amte entlassen und sofort von seinen Amtsgeschäften enthoben wird. In dem Bericht hat der Oberpräsident festgesteltt, daß gegen Kasparek mit Recht der Vorwurf erhoben werden könne, daß er als Landrat unter keinen Umständen der kommunistischen Partei den Schutz der Stadt anvertrauen durfte.
Am Devisenmarkt waren bei allerdings stillem Verkehr die Nott^en für Westdevisen kräftig in die Höhe gesetzt. Die Börse bleibt am Himmelfahrtstag für jeden Verkehr geschlossen.
Frankfurt a. M., 4. Mai. Bö rsen- st im mun asb ild. Die Widerstandsfähigkeit an der Börse hielt trotz politischer Krisis an. Lediglich die Geschäftsstille hat sich noch etwas verschärft. An der Abendbörse zeigte sich sogar im Vergleich der Mittagsbörse eine lebhaftere Geschäslsbewegung, welche sich allerdings nur auf vereinzelte Spezialwerte beschränkte. Im freien Verkehr waren es Deutsche Maschinen, welche in größeren Umsätzen gehandelt wurden. Der Kurs schwankte zwischen 312 und 315. Kasseler Faß stellten sich auf 401, Augsburg-Mrnberg bei einiger Nachfrage 438 Geld. Ph. Holz mann 263. Von Auslandswerten zogen Deutsch-Uebersee etwas an, 1160. Mexikaner waren wenig verändert. Deutsche Petroleum 755, 752. Scheideanstalt zu erhöhtem Kurse gesucht, 567 plus 6Vr Prozent. Licht und Kraft waren 2 Proz. gebessert. Adlerwerke Kleyer, auch Daimler, niedriger genannt. Unter den Kassawetten notierten Trikotwebecei Besigheim 339, 7 Proz. höher. Erwähnenswert sind ferner noch Loko- motivf. Krauß, 399, Eisenwerk Heyer, 398, Maschf. Badema, 320, um weitere 5Prvzettt gesteigert. Montanpapiere gänzlich vernachlässigt. Mannesmann verloren 4Ve Prozent. Der Schluß gestaltete sich ruhig bei behaupteter Tendenz, 3 Proz. Preutz. Konsols fest, 54'/..
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Berliner Devisenmarkt.
(Mb Dries Geld Brief
Datum: 3. Mai. 4. Mai.
der Ortetsmn er fWrnr trü dar den ttefogeemg*» »ustand über tx vorn lixwiyr bctuunctci »rette verdünnt Dir interalTnfTtr Ne^TVrungskammy« fion wnd vor frtnan Mittel Mirikffdtrrtfei, um die Achtung vor bat Gesetzen sicher gu stellen.
Eine neue Sendung in London?
London, 4. Mai. (WTL, ..Daily Orr* preß" frfiärt. daß bie Lage bezü glrch Deutschlands letzt honnung-voller ausseche. Man fei der Initdx. ban tue Nrprva- timsstaqe ain eine Grundlage gestellt meröen könne, b e eine Der Handl u n g mögltzv inachen inert*, and bau so der geplante Normand! vielleicht nicht *n5ttg sein tonte.
Amerika und Die Brdwhung Deutschlands.
London, 4. Mai. „Manchester Guardian" berichttt, einer unbestäligten Meldw^ zufolge habe Lloyd George bn der anrenfam- fcben Regicylno über die Frage einer britischen Aktion zur See sondiert und die Antwort erhalten- daß die amerikanischen amtlichen Kreise tetncrLet Einwände gegen eine bnttsche Demonsttation zur See mr§crbau> der deutschen Häsen*erbeben wurden. Daraus laste sich folgern, datz die Vereinigtntz Staaten wohl dirovänbe erheben würden gegen irgendeine Art von Konttolle, soweit die amrnta* niscke Schifsabrt davon berührt werden würde
Der „Manchester Guardian" schreibt in einem 2eitartifd: Amerika habe große und ftcLS zunehmende Jnttresten in Deutscl)länd. Amerikanische Untertanen hätten sich in letzter Zeil sowohl an der deutschen Schiffahrt als auch an deutschen industriellen Unternehmungen stark beteiligt Amerika werde daher einen industriellen Ruin Deittsch- landS kemeswegs gleichgülttg binnehmen, desgleichen nicht die zwangsweise Schließung beut« scher Häsen, die eine der neuen ZwcnuiSmethodotz fei. die jept von einflußreichen Franzosen gegen: Deutschland vorgeschlagen werde. Es ist dem „Mancl)ester Ohiarbian" zufolge allmählich an der Zeit, daß die Bereinigten Staaten in Europa ihren mäßigenden Einfluß von neuem geltend madKit. Beschränkung der Sinwanverung in Amerika.
Washington, 4. Mat. lWTB.) Reuter. Ter Senat hat mit allen liegen eine Stimme de EinwanderungsbtN angenommen, de die Zulassung von Auslättdern in den Bereinigten Staaten aus 3 Prozent der tm ^hre 1910 in den Deremtgtett Staaten wohnhaft getoesenen Ausländer jdwr Natrmtalitcit beschränkt.
Landwirtschaft.
Saatbaustellen.
Die 5!andwirtschaftskammer hat im Jahre 1920 eine ganze Anzahl von neuen Saatbaustellen errichtet. Bon 82 Saatdaustellen entfallen nunmehr 34 auf die Provinz Starkenburg, 26 auf die Provinz Oberhessen, und 22 auf btt Provinz Rheinhessen.
Handel.
Deutsche Bereinsbank, Frank- furt a. M. Die Bilanz für 1920 weist nach rcWidKit Abschreibungen und Rückstellungen einen Reingewinn von 6 541681 Mk. (i. V. 3803118) aus. Der Aufsichtsrat beschloßt der G.-B. (18. Mai) vorzuschlagen, nad) Bildung einer Bau-Reserve von 2 Millionen Mark und Ueberweisung von 180 000 auf Talonsteuer-Reserve eine Dividende von 8 Proz. auf das Aktienkapital von 40 Mill. Mark (i. V. 6 Proz auf 30 Mill. Mk.) zu Verteilen, so daß nach einer Zuwendung von 200000 Mk. an die Wohlfahrtskasse und an die bisherigen Pensionäre eist Vortrag von rund 690000 Mk. (i V. rund 710000 Mk.) verbleiben würde.
fpd. Siegen, 4. Mai. Die Siegener Bank hat den Antrag auf Vereinigung der Deutschen Baitk mit der Siegener Bank abgelehnt, obwohl die Deutsche Bank dem Institut ein außerordentlich günstiges Angebot gemacht hatte. Die Siegener Bank mußte aber dem Drangen ihrer Kundschaft nachgeben, die den lebhaften Wunsch aussprach. Die Bank als selbständiges Siegerländer Institut erhalten zu sehen.
Berlin, 4. Mai. Döirsenstim- mungSbild. Entsprechend der an der Börse wiederum herrschenden drückenden Gcschüsts- stille waren auch die KursverLnderuitgen nicht bedeutend. Es übernrogen jedoch zumeist, besonders am Moirtanmartt, die Erhöhungen. Doch gingen diese nur selten über 5 Proz. hinaus. Höfch verloren 19 Proz. auf die in Aussicht genommenen Feierschichten. Aus dem Rahmen des äußerst trägen Geschäftsverkehrs fielen bei zeitweise lebhafteren Umsätzen Rheinische Braunkohlen bei 25 bzw. 20 Proz. Steigerung heraus, wie sich Überhaupt für Braunkohlenwerte das bisherige Interesse im Kassa- und freien Verkehr erhielt. Am Retttemnarkt waren die
Komnurmgus des SboLmtalamta meldet flu den Unruhen in Jaffa am 1. Mai, baß duffe dadurch verursacht imntkn, daß eine Arbeitev- versammlung durch jüdische Kommunisten geüdrt wurde Tic Kommunisten wurden in em mohammedanisches Viertel von Jaffa zurückgedrängt, ttv es aus unbekannter Ursache zu einem schwere« Zusammenstoß zw'sckvn Iudett und Mrchmnmed»- ncrn kam. Englische Truppen stellten die Ordnung nneber her. Am 2. Mar morgen- erneuerten sich die Unruhen. Im ganzen tourben 30 Achen tmb 10 Araber getötet, 142 Juden in b 37 Araber verwundet. 66 Verhastungctt tourben twrgtnsQW men.
ter hierfür zuständige Bezirksausschuß hatte iich auf die Seite der Bühnenleiter gestellt •Jtib die Verfügung des Polizeipräsidenten für om'gehoben erklärt, hiergegen hatte der Polte »cipräfident beim Oberverwallungsgericht Be- miung eingelegt. Jetzt ist in dieser tnteressan- ten Frage, die nicht weniger als 26 Berliner
(Sin BeteLiOrmyspro^eff
fpd. Darmstadt, 3. Mai. Die Stras- nminer verutteille den Redakteur Dr. Ze Ilfeld er vom „Täglichen Anzeiger" wegen beleidigung des hessischen Mini- sers des Innern zu 100 Mk. Geldstrafe Aid die Kosten des Verfahrens. Die Beleidi- pmg wurde darin erblickt, daß das Blatt im ^ahre 1919 in mehreren Artikeln sich mit der Hersönltchkeit des Bürgermeisters Würtem- xrger in Lampertheim beschäftigte und vcr- tbtehenc feiner Maßnahmen einer berechtigten "d)arfen Kritik unterzog Das Treiben des Bürgermeisters dauerte trotz zahlreicher Bc- chwerden an die zuständigen Amtsstellen monatelang. Erst die Angriffe des „Täglichen Anzeigers" auf den Bürgermeister und die .kritik an dem Stillschweigen des Ministers Ir. Fulda, dem das Blatt vorwarf, daß er chlafe, brachte den Stein ins Rollen. Das 'Jericht stellte ausdrücklich fest, daß der An- vflagre aus sittlich durchaus anerkennenswer- tn und rein idealen Gründen gehandelt habe, rbllckke aber in einigen formellen Verstößen ine Beleidigung des Ministers.
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