Ausgabe 
5.8.1921
 
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politischen sozialistischen Persönlichkeiten zu

unterhalten.

Die Kohlenpreife in England.

London. 4, 2iug. (Havos.) Der Berbanb

12 und in ßouterbarf) 22 und 4 Grad.

Zu dem vorgestrigen Gewitter wird noch aus Berlin die ganz außerordentlich grobe Rieder- schlagSmenge von 80 Millimeter gemeldet.

fceiO seines Aufenthaltes in Paris, der etwa I Der DilldcunaSumschlag mach! sich recht deut- I eine Woche dauern werbe, mit zahlreichen iich auch in den Temperaturen bemerkbar. Die

-- Höchst- und Minbesttemperaturen betrugen gestern

in Gießen 21 unb 7, in Darmstadt 22 und

der Kvhlenerporteure richtete an Lloyd George einen Einspruch gegen die hohen Fohlen- Preise und verlangte sofortige Preislenkung, wenn man den Absatz irgendwie erleichtern wolle, Aach den soeben veröffentlichten amtlichen Zahlen ist die Kohlenförderung in Großbritannien wie­der normal. Die Förderung der letzten Woche übersteigt diejenige der entsprechenden Dorjahrs­woche.

Raisule.

Paris. 4. August. (Wolfs.) Wie der Ljavasagentur auö Melilla gemeldet wird, fsoll (Ralfult der spanischen Regierung an- geboten haben, er wolle die gesamte spanische töone Marokkos pazifizieren. wenn man ihn ,'zurn Kalifen des Sultans für die spanische Sin- ÜsüchzonL ernenne.

Aus dem Reiche. iLemokratischc Reform des preußischen Ver­waltungsdienstes?

Berlin, 5. August. In einer llnterre* foung mit dem Vertreter desBerl. Sage- Llattee" erklärte der preußische Mini- sster desOnnern, daß er bestrebt sei. eine ^Erhöhung der Diensteinkommens der höheren Verwaltungsbeamten herbei- ^uführen. Ferner bezeichnete es Dominicus als ffeln Hauptbestreben, eine eingehende Reform ber Grundsätze für die Vorbildung und Aus- Dildung der RegierungSreferendare und Asses- loren durchzuführen. Er hoffe, der Regierung Än Oktober einen darauf bezüglichen Entwurf vorlegen zu können. Das Ziel der angestreb- rten Reformen sei die Beseitigung des Klassen- tunb StandeSgeisteS im Nachwuchs der höheren ^lZerwaltungSbeamten, ihre Durchdringung mit sozialem Verständnis und weitgehendem, volkswirtschaftlichem Interesse.

Neuwahl des Staatspräsidenten in Baden.

Karlsruhe. 5. August. (WTD.) 3n der gestrigen Schlußsitzung des badischen Landtages wurde die Wahl des Staats­präsidenten vorgenommen, dessen einjäh- -rige Amtsdauer abgelaufen ist. Einstimmig wurde der Iustizminister Trunk wieder- gewählt, zu seinem Stellvertreter der Mi­nister des 3nnern, Remmele, gewählt. Beide nahmen die Wahl unter dem Beifall des Hauses am

Bio MetaNarbeiterausstand in Braunschweig.

Braunschweig, 4- Aua. (WTB.) In einigen hiesigen größeren Werken befinden sich ffell kurzem die Metallarbeiter wegen Lohn­forderungen im AuSstand. Die Metallindu- ftriellen geben jetzt durch Fabrikanschlag bekannt, dah sie alle Metallarbeiter aussperren werden. Venn bis Freitag keine Einigung in den vom Streik betroffenen Betrieben erfolgt ist.

Frankfurt a. M, 4. Aug. Der hiesige Metallarbeiterverband hat im Hinblick auf bie iweitere Verteuerung der Lebensmittelpreise den imil dem Verband der Frankfurter Metall-In- Idustriellen abgeschlossenen L o h n t a r i f am 1. August gekündigt. Der Tarif läuft Ende ttluguft ab.

Lohnforderungen der Schuhfabrikarbetter.

Frankfurt a. M., 5. August. (Wolff.) fäßte dieSchuhfabrikanten-Zeitung- meldet, wird sich am 19. d. M. eine Generalversamm­lung des Verbandes der Deutschen Schuh- und Schäftefabrikanten in Frankfurt a. M. mit Lohnforderungen der Scyuhfabrik- arbeiter beschäftigen. Diese Forderungen sind von den drei Arbeitnehmer-Organisatio­nen eingereicht worden, die als Kontrahenten des Reichstarifvertrages für die Schuhindu­strie diesen Vertrag unterzeichnet haben. Für alle Arbeiter und Arbeiterinnen werden auf die gegenwärtigen Löhne folgende Stunden- zuschläge verlangt: im Alter von über 21 Jah­ren 1 Mk., im Alter von 1821 Jahren 0.80 Mark, im Alter von 1618 Jahren 0.60 Mk., im Alter unter 16 Zähren 0.40 Mk. Die Ar­beitnehmer haben Verhandlungen zwischen den beteiligten Verbanosvorständen vorae- schlagen. Für den Fall, dah eine Verständi­gung nicht erzielt werden sollte, ist die Kün­digung des Zusatzvertrages des Reichstarif­vertrages ausgesprochen worden.

Landarbeiterstreik in Mecklenburg.

Rostock, 4. Aug. (QDoIftj Die .Mecklen- bürge». Warte" meldet über den Stand deS Lands rderisrsireikS bis Donnerstag nach­mittag: Der ganze Osten Mecklenburgs ist bisher ruhig. 3n der Wismarer Gegend erwartet man den Streikausbruch bis morgen früh. Die Stim­mung wird unter den Landarbeitern als wenig streiklustig angesehen, jedoch pressen die F.lyrer die Arbeiter zum Streit. 3m Bezirk Neubukow wird auf etwa 16 Gütern, im Bezirk Güstrow aus 20, im Bezirk Luebz aitf 8 und im Bezirk Hagenow aus fast allen Gütern gestreikt. 3n der Rehnarcr unb Gadebuscher Gegend werden jetzt auch die Notstandsarbe»tei» verweigert Nutzer schwereren Ausschreitungen in Bautin »Derben auch aus zahl- reichen anbeven Orten (Senxilt taten gemech.t. Ar­beitswillige werden gervaltsam vom Felde weg« geholt. Aus einem Gut bei Wittenburg wurde der Inspektor von streikenden Landarbeitern er­schossen.

Aus Stabt und Land.

Gieven. den S. Aug. 1921.

Wettervoraussage

für Sarnötag;

Vorwiegend bedeckt, leichte Niederschläge, kühl, wesrllch« Winde.

Das nördlich Englands liegend« Ties scheint größeren Einfluß auf die Wetterlage des Kvn- trnents zu befpmmen, so dah trübes, zu Regen ; neigendes Wetter zu erwarten ish.

Ü

Amtliche Personalnachrichten. älebertragen wurden am 28. Juli dem Schul­amtsanwärter Georg 'Satterer aus Haarhaujen die Lehrerstelle an der Volksschule zu Dirlammen, Kreis Lauterbach, am 30. Juli dem SchulamtS- anwärter Wilhelm G r e i m auS Fränkisch-Crum- bach die Lehrerstelle an der Volksschule zu Srns° bach-Srhuch, Kreis Erbach.

" Zur hinreichenden Beschaffung vpn Bau st offen unb entsprechenden Kohlen- belieferung der Baustoffwer-ke sowie zur Bekamp- ung der» Baust oss Wuchers wurde seinerzeit die taailiche Baustoffbeschasfungsstelle ü r den D o l k s si a a t Hessen, Sitz Frank- furt a. M., Obermainstratze 51 (im gleichen Ge­bäude mit der Kohlenwirtschastsstelle für den Volksstaat Hessen und Hesi'N-Nassau«, gegründet. Diese Baustoffbeschaffungsstelle hat bis setzt zur Zufriedenheit aller beijcnigen Stellen und Inter­essenten. die ihre Hilfe in Anspruch genommen haben, gearbeitet, und ist derart ausgebaut, dah sie vor nicht langer Zeit vom Reichsarbeitsmini- sterium sämtlichen Ländern als mustergültig be­zeichnet wurde. Infolge der strengen Melde- Pflicht der 'Baustoffwerke ist die Baustoffbeschaf­fungsstelle jederzeit in der Lage, die billigsten Baustoffe zu Dcrmitteln unter möglichster Er­sparung der Frachtkosten. Dabei berücksichtigt sie hauptsächlich diejenigen Werke, die nach den Mit­teilungen der Kreisämter unmittelbar vor der Stillegung stehen. Es ist deshalb im Interesse der Verbilligung der Baustoffe und Vermeidung weiterer Arbeitslosigkeit zu empfehlen, die staat­liche hessische Baustoffbeschaffungsstelle' vor Ver­gebung von Aufträgen zu hören. Um die Inter­essenten über die Tagespreise der Baustoffe zu informieren, wird von der hessischen Baustoff­beschaffungsstelle am 1. jeden Monats eine Preisliste herausgegeben, die zum Selbst­kostenpreis jedem zugesandt wird. Die Hamen derjenigen Baustoffirmen, die zu den angegebenen Preisen liefern können, werden auf Wunsch über­mittelt.

** Das neue Fernsprechgebühre n- Geseh tritt am 1. Oktober in Kraft. Don diesem Tage ab sind für jeden Anschluß Grund- und Gesprächsgebühren zu entrichten. Die Grundge­bühr beträgt für jeden an das Ortsnetz in Gießen herangeführten Fernsprechanschluß jährlich 560 Mark, für die Anschlüsse der Fernsprech-Vermitt- lungsstelle in Grvtzen-Buseck, Grotzen-Linden und Dvdheim (Biebers 380 Mk. Die OrtsgesPrächS- gebühren betragen 25 Pf.; mindestens sind monat­lich die Gebühren für 40 Ortsgespräche zu entrich­ten. Die Zahlung von Pauschgebühren kommt vom 1. Oktober ab nicht mehr in Betracht.

"DerMieterverein hiell gestern abend im Easd Leib eine teilweise recht stürmisch ver­laufene B e r | a m m I u n g ab. Rachdem der diS- berige 1. Vorsitzende des Verein« sein Amt wieder­hol.' niedergelegt und au« dem Verein ausgetreten ist, sollte zunächst die Wahl eirte« neuen 1. Vor­sitzenden borgenommen werden. Bei dieser Ge­legenheit kam eS zu unliebsamen Auseinander­setzungen zwischen dem Vorstand und den An­hängern des bisherigen 1. Vorsitzenden Dr. Rie­mann, wodurch di« Verhandlungen autzerordentlich erschwert wurden. Schlietzllch berlietien die An­hänger Dr. Riemanns den Saal und es wurde der bisherige 2. Vorsitzende G. Wettzbäcker zum 1. Vorsitzenden gewählt. Im weiteren Verlauf der Versammlung berichtete der neugewählte erste Vorsitzende über die bisherige Tätigten Oes Mietervereins, Besonders intereflant tjxiren hier­bei seine Ausführungen über die Schas, ung von Eigenheimen durch S e 1 b ft b i1 f t Eine aus dem Vorstand des MielerveremS ge­gebene Anregung gab Veranlassung, in einer er­weiterten Vorstandssihung, zu der ckne Reihe sozial gesinnter Persönlichkeiten ^ugesvgen waren, der Frage der Schaffung von Eigenheimen durch Selbsthilfe näher zu treten. Inzwischen hat be­reits eine Versammlung von Interessenten italt- gefunden, die einen Vorstand gewählt und eine Kommission bestimmt hat, bie beauftragt wurde, mit dem Herrn Oberbürgermeister Fühlung zu nehmen, um Feststellungen zu treten, wt die ö.aot zu dem Vorhaben des Mietervereins steht, ob die Stadt insbesondere bereit ist, Baugelände zur Verfügung zu stellen, besgl .auch Baumaterialien aus städtischen Betrieben zu billigem Preise za liefern. Weiter ist an eine gemeinsame Beschaf­fung von Baumaterialien gedacht, desgl. an die Errichtung einer Geldbeschaffungsstelle, Um die notwendigen Zuschüsse von Reich, Staat unb Stadt zu sichern, hält der Referent die Durchführung der Wohnungsluxussteuer, sowie die Schaf­fung einer Iunggesellensteuer oder dergleichen für notwendig Nur durch Einsetzung aller Kräfte sei es möglich, in Gietzen für 1325 Wohnungs­suchende Wohnung zu schaffen. An die Ausfüh­rungen des Referenten schloß sich eine eingehende Aussprache, die Im Gegensatz zu dem ersten Teil der Versammlung recht ruhig verlief. Zum Schluß forderte Vorstandsmitglied Maier die Mitglieder auf, für die Folge bei den Verhandlungen alle rein persönlichen Momente auszuschalten und le­diglich der Sache zu dienen, denn was augenblick­lich not tue fei, praktische Arbeit zu leisten zur Steuerung der Wohnungsnot.

Bornotizen.

TageSkalender für Freitag: Lichtspielhaus Bahnhofstraße,Berlin W". Astortalichtsptcle,Mit Büchse und Lasso".

Landkreis Gießen.

-m. Hungen, 5. Aug. Der hiesigen Gen­darmerie ist es kürzlich gelungen, durch ent­nähme von Stallprooen bei Genossen der hie­sigen Molkerei bedeutende Milchpansche­re i e n aufzudecken Nach den chemischen Unter» suchungen waren der Milch In einigen Fällen über 20 Proz., in einem Fall sogar 35 Prvz. Wasser »ugesetzt. Auch in der Behandlung der Milch vom Melken bis zur Ablieferung in die Molkerei wird vielfach sehr unsauber verfahren, so daß sie oft schon auf dem Wege von der Molkerei biS zur Küche sauer ist. Mehrere Milcb- neferanten auS der Umgegend sind in die Sache verwickell und werden sich demnächst gerichllich zu verantworten haben.

t. T r e i S a, L., 3- August. Zum Fried- hofswärter unserer Gemeinde wurde Philipp Rabenau ernannt Für Herrichtung , eines Grabes für Erwachsene erhält er 40 1 Mark, für das eines Kindes 30 Mk«

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fpd. K i r n a. d. QL. 1 Aug. Von der allen Sementiskirche wurde in einer der letzten Qlachte von waghalsigen Spitzbuben der Hahn vom Turm gestoAen.

Der vandentde Berg.

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Sturm, vollständig zusammen. Der unter Denk­malsschutz stehende Baum, der mit seiner pracht­vollen Krone der ganzen Gegend zur Zierde "gen Wochen durch einen io man mußte auf feinen

vollständigen Zusammenbruch gefaßt fein; eines der schönsten Wahrzeichen unserer Stadt ist da­mit vernichtet.

Bad-Rauheim, 5. Lug. Bis zum 4. August betrug der Gesamtbesuch der Kurgäste und Passanten 34 007 Personen.

Butzbach, 5. Aug. Wie wir hören, ist der Berlauf der Regimentsfeier der ehemallgen 168er am 21. August 1921 in Butzbach folgender: 10 Uhr vormittags Gedenkfeier auf dem Fried- Hofe und Kranzniederlegung^ daran anfchlietzend kameradschaftliche Zusammenkunft auf dem Markt-

Brands.

fpd. Münster t L.. 4 Aug. Gestern nach­mittag um 5 Uhr entstand in dem Kesselhaus der QLöbelschreincrei von Cckacdt & Eo. Feuer. Den Feuerwehren von Münster unb Kelkheim gelang es nach etwa IV,stündiger angeftrenaler Lösch- arbeit, den Brand auf seinen Herd zu beschränkeir Das Kesselhaus und da« Maschinenhaus sind den Flammen zum Opfer gefallen, der Betrieb de« Unternehmens kann jedoch aufrechterhalten wer­den. Der Schaden ist groß, da die Versicherung nur in der Höhe des Dorkriegswertes bestand Das Feuer wird auf Selbstentzündung zurück­geführt.

fpd. Berleburg. 4. Ang. QBabrid>ttnii<n durch FunkenauSwurf einer Lokomotive cniftanb in der Qläbe des BahnhofS in den QDalbungei des Fürstlich-Wittgensteinfchen QSefitzeS ein Brand, der in stundenlangem Wüten etwa SOOQUorger 60iährigen FtchtenbestandeS unb mepi als 200 Morgen jüngere Aufforstungen vernich­tete. Den Feuerwehren deS ganzen Kreises ge­lang es, durch Anlegen von breiten Schneifen das Feuer zu begrenzen. Der Schaben geht in bie Millionen.

platz, hierauf Festzug durch die Stadt, nach dessen Auflösung gemeinsames Mittagessen. Nachmittags findet ein großer Festakt In der Festhalle in Butzbach statt. Schon viele Kameraden haben ihr Erscheinen zugesagt. Anmeldung weiterhin Alexander Stang, Gießen, Dammstrahe 24.

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cm. Darmstadt, 4. Aug. Don der Techn Hochschule wurde dem Ingenieur Schlü­ter, Mitinhaber der Firma Svezralgeschäft für Beton- und Monierbau Fr. Schlüter in Dortmund auf einstimmigen Antrag der Abteilung für In- genieurwesen durch Rektor unb Senat die Würde eine« ,Doktor-Ingenieurs ebrenpaLer" verliehen, In Anerkennung der hervorragenden QZerdienste, die sich die Firma unter der Leitung des Herrn Fr. Schlüter während chreS 25jähriaen Bestehens um die wissenschaftliche und praktische Entwicklung des EisenbetondaueS erworben hat

Landwirtschaft.

E. Laubach, 4. Aug. Trotz ber Trocken» beit, Dürre und Hipe ist die Getreideernte hier als gute Mittelernte zu bezeichnen. Rur die Erdgewächse, namentlich die Kartoffeln, haben sehr gelitten. Wenn sie sich durch den geftm erfolgten Gewitterregen nicht noch erholen, |i dürfte die Kartoffelernte gering auSfallen. Zur Grummeternte bat der Regen zu lange warten lassen, die Wielen sind ausgebrannt, und lohnen die Arbeit nicht. Der Klee kann sich biS in ber Herbst noch etwas erholen.

Kreis Atsseld.

Up. Aus bem Ohmtal, 3. Aug. 3ndiesem Monat muß bie Fvrellenbrut bestellt wer­den, bie im nächsten Frühjahr zum Einsetzen in bit Bachläufe kommen soll. Der außergewöhn­lich niedriae Wasserstand des Bachwassers hat dem Fischbestand sehr geschädigt. Im vorigen Jahre gaben schon manche Fischereibesitzer Den Bezug von Forellenbrut auf, well bei dem auch damals niederen Stand des Wassers die Enten jeden Reueinsatz vernichten.

Kreis Lunterbach.

4: Schlitz, 2. Aug. Um die Wohnungs­not zu lindern, wird der hiesige gemeinnützige Bauverein demnächst mit dem Bau zweier Doppelhäuser beginnen. Architekt Äiepoth- Hannover hat die Baupläne dazu entworfen. Unsere Wasserleitung, die aus starken Quellen am Eisenberg gespeist wird und bisher noch nie versagte, kann jetzt auch nur noch gan- geringe Wassermengen abgeben. Rachdem das Wasser in den letzten Tagen wiederholt ausae- blieben ist, hat Bürgermeister Dr. Riepoth eine Verfügung erlassen,"wonach die Leitung von 7 Uhr abends bis 6 Uhr morgens gesperrt wird.

Kreis Schotten.

E. Laubach, 4. Aug. Gestern abend hielt Lehrer Maier aus Wembach-Hahn einen Vortrag im Solmser Hos über die Gtnstufung der Beamten in Hessen in drei Ortsklassen, ber von dem hiesigen Beamtenverein gut besucht war. Man hegt die Hoffnung, daß in Hessen nur drei Klassen eingesührt werden Nächsten Samstag oll in Schotten eine ebensolche Versammlung von den Beamten abgehalten werden.

Wetterfeld, 3. Aug. Die Arbeit am Ehrenden km al schreitet rüstig weiter. Die umgebende 'Balustrade und das Riefenkreuz auf der Nordsiite des Bürgelkopfs sind fertig­gestellt. Quan hat bereits die Ausmauerung des Sarkophags auf der Rordseite der Kuppe be­gonnen. Einen anmutigen Anblick bieten bie um­gebenden gärtnerischen Anlagen.

Kreis Friedberg.

Friedberg, 4. Aug. Unter starker An­teilnahme der hiesigen Bevölkerung wurde gestern die Leiche des um seine Vaterstadt hochverdienten Kommerzienrates Karl Trapp zur letzten Ruhe­stätte überfahrt; mehrfache Kranzspenden wurden an seinem Grabe niedergelegt, so von Professor Gebhard für den Musikverein, Seminarlehrer T h i e r o l f für die Turngemeinde, Direktor H e e- g e r für die Firma Trapp u. Münch. Umsomehr mußte es auffallen, daß die Stabt Fried­berg am Grabe eines ihr verdienstvollsten Mit­bürger m keiner Weife vertreten war; wenn auch der Bürgermeister zur Zeit in Urlaub ist, so hat die Stadt doch auch drei Beigeordnete und man hätte erwarten dürfen, daß wenigstens einer von dieser dem Verstorbenen, ber länger als dreißig Jahre ber Stadlverordnetenversammlung angehört hatte, eine letzte Ehrung erwiesen hätte.

^Friedberg, 4. Aug. Die in unmittel­barer Nähe der Stadt, an der GeorgSkapelle stehende alte prachtvolle Linde brach gestern bei bem durch das Gewitter hervvrgerufenen

Starkenburg und Rheinhessen. Billiges italienisches Obst.

fpd. Weinheim, 4. Aug. Die tele­graphische Anfrage einer Obstgroßfirma wegen Einfuhrfreiheit italienischen Frühobstes hat der Reichswirtschaftsminister drahtlich dahin beant­wortet, daß die Einfuhr von Zwetschen, Aepfeln, Birnen, mit Ausnahme von Edelobst, aus Italien frei ist. Auf Grund dessen find größere Abschlüsse mit einem hier weilenden italienischen Vertreter erfolgt. Das italie­nische Obst stellt sich um 30 Prozent billiger als das heimische.

cm. Darmstadt, 4. Aug. Am 1. August tvaren es 75 Jahre, daß bie frühere QU a i n - Neckar-Bahn ihren regelmäßigen Betrieb auf­nahm, nachdem einige Tage vorher die erste durch- gedenbe Probefahrt von Heibelberg nach Frank­furt und zurück zufriedenstellend ausgcführt wor­ben war,

Hessen-Nasiau.

Frankfurt a. OH., 5. Aug. OKobei «bau auf'ber Frankfurter Herbstmesse. Mit ber 5. Frankfurter Internationalen Messe vom 25. September bl« 1. Oktober wird auch diesmal eine große Mode schau verbunden sein. Sie soll ersten Werkstätten der Modedranche Ge­legenheit geben, ihre neuesten Schöpfungen za zeigen. Mit besonderer Spannung wird man wieder die Darbietungen der Wiener Firmen, die sich an der Modefchau beteiligen, erwarten dürfen. Aber auch führende deutsche Häuser haben

[ ]QHarburg,3. August. 3n der gestri- Sen Stadtverordnetensitzung trug­en die Stadtväter durch einen Dringlichkeits­antrag überrascht, der einen regen Meinungs­austausch zeitigte. Es handelte flch um so­fortige Bewilligung von 1 200 000 Mk. für An­schaffung von zwei Dieselmotoren, durch die das hiesige ElekttizltätSwerk in die Lage versetzt werden soll, sich unabhängig von den Störungen der Edertalsperre usw. zu machen. Die Stadtverordneten sagten nun nicht ohne weiteresja-, sondern beschlosfen, einen Sachverständigen heranzuziehen, der ein­gehend die Derhälmtsse prüfen soll. Eine wei­tere wichtige Anaelegenhett betraf die Be­bauung 6er Umgebung der Slifadethkirche bzw- des Geländes des früheren Deutsckvrdens- gutes, des sog. FirrnanewlatzeS. Um dai

Stadtbild vor Berunstaltung zu schützen, hat man schon in dieser Frage als Sachverständi­gen Professor Pfützer aus Darmstadt zu Rate gezogen urfb nach dessen Vorschlägen einen Fluchllinienplan mit einem Nachtrag zum Ort-Sstatut gegen Verunstaltung ausgestellt, der den Wünschen Rechnung trägt. Die Vor­lage wurde angenommen.

Der Wettcrumschlag.

tt. Treis a. d. Lda., 3- August. Heurc abend erhielt das Lumdatal einen mehrstün­digen, ergiebigen Regen, der hosfent. lief) für das Wachstum der Hackfrüchte nicht mehr zu spat kommt.

b. ßau ba d), 4. Aug. Seit dem Laubacher Ausschußfest, welches vom 12. biS 14. Juni b abgehalten wurde, war noch kein Regen gefallen Es herrschte daher, wie auch anberwärtS, außer orbentlichc Trockenheit. Die Wetterquelle toar schon feit Mai b, 3- versiegt, sie erhält nur noch etwas Wasser aus bem Nebenbächlein aus dem Walde. Die Pflanzen im Feld, und besonders in Gärten, stehen welk. Die Zuckererbfen )tnb schon längere Zeit abgestorben. Die Stange» höhnen sind gelb unb liefern einen geringen CSr- trag Die Grdqewächse stehen im Wachstum still Wiesen und Kleeäcker sind von ber Sonnenhitze braun gebrannt Der ersehnte Regen ist geften nachmittag zwischen 7 unb 8 Uhr durch DeWitt-, eingetroffen.

S Bom oberen Wettertak, A. Aug

3 der ungewöhnlichen Trockenheit fängt bei Walb bereits an, eine herbstliche r - b u n g anzunehmen. Man sieht schon überall im Buchenlaub ein verdächtiges Gelb schimmern. Di' Wetter ist bis zum Viadukt der Vifenbah," strecke LaubachFretenseen völlig ausgetrocknet Der östliche Arm der Horloff, der zwischen Falltorhaus unb Kirchberg die MulSau durch­zieht, ist auch völlig auSgetrocknet. Sehr geschä­digt ist die Fischzucht, insoesöndere der Foi-ellen fang.

Berlin, 5. Aug. (Priv.-TeL) In fast ganz Deutschland brachten die gestern abend nidber- gegangenen heftigen Gewitterregen eine ftarke Qlbkuhlung. In West- und Mitteldeutsch­land ist die Temperatur auf 15 Grab, in Der lt n unb Hamburg auf 14 Grad gesunken. In Bayern sank gestern die Temperatur von 34,2 Grab auf 13,5 Grad. Der Regen hält dort an Auch in Südwestdeutschland, besondere in her Rheinebene, brachten zahlreiche Gewitter mit heftigem Regen eine Abkühlung.

QEetburne, 4. Aug. (Wolff.) Havas. Au- dem ganzen Lcmde werden starke Regen- vnh Schneefälle gemeldet

Kirche und Schule.

Beginn der Frankfurter Schuren.

mc F r a n k f u r t a. QL, 4. Aug. Die Schul- behörden haben für morgen. Freitag, den Wieder­beginn des Schulunterrichts angeordnet, da bi« grobe Hitze milberen Temperaturen Platz ge­macht hat. *

Zur Verheiratung der Volks» schullehrerinnen. Die unter dieser Spitz- marke in unserer gestrigen Ausgabe gebrachten Angaben treffen für Hessen nicht zu.

mc. Lorch (Rhein). 4. Qlug. Der Del-. Ung 6 berg, in dessen Beweaungen ein Still­stand eingetreten war, hat, Wohl veranlaßt durch die ungeheure Trockenheit, erneut leine Wan­derung begonnen. Zwar stürzten In den letzten Tagen nur kleinere Felsstücke zu Tal, doch ist ernstlich mit dem Abbröckeln größerer Felsmallru zu rechnen, da das Erdreich leben Lall bet' das 1 loten hat.