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** Da- Amtsverkünbigungsblatt -Tr. 112 vom 4. 3uguft enthält: Verkehr mit ^Zündvaren. — Aufhebung btr Äaffce-6rfa6» tettitdoeorbniinfl. — MatznaHmen aepen Woh- «MncsmanfleL - Gebühren für amt-tierärztliche Men st Verrichtungen. — Höchstsätze für die ®r- txrteLofenunterÖ Übung. — Verbrauchsabgaben. — 3udt ctxrb rau<6 s vegelun g. — Zurückdatierung 6er Schluhprusung für Kriegstellnehmer - Kur- M in Sommerveredelung von Kirschbäumen. — «Schottener Sommerrnarv. — Aenderung der Ortssatzung über den Bezug von Wasser aus 6em Wasserwerk der Gemeinde Burkhardsfelden.
Dienstnochiichten
Sie D e l »ungsdauer des Gesetzes über Maßnahmen gegen Dobnungs- euangel vom 11. Mai 1920 (Reichs-Gesshbl. e. 949 )wtrd bis zum 31. März 1922 verlängert.
Die Gebühren für amtstierürzt- ilicheDi, ost Verrichtungen. Für die nach- benannten Dienstgeschäste der beamteten Tier-" ta^le werden folgende Gebühren festgesetzt und^ur Staatskasse elnqeAogen: i
L Für die auf Grund des § 16 des Reichsvieh- teuchengeietzes vom 26. Juni 1909 vorgeschriebene «rmtsticcärztliche Beaufsichtigung der Biebmärkt^,
Tierschauen und Ausstellungen bis au 25 Stück Pferde oder Drotzvieh etnschl. 15 Mk., bis zu 50 Stück 30 ML, bis AU 100 Stück 50 Ml., bis ml 250 Stück 100 ML, bis zu 500 Stück 200 QHL, Kis zu 1000 Stück 300 Ml, über 1000 Stück <00 Mk. 3t zwei Stück Kälber, Schase, Ziegen Schweine ober Hunde, oder je zehn Stück Geflügel oder Kletntiere werden für ein Stück Drofwteb aerochnet. Die Gebühr wird für jeden Taa erhoben, an dem eine Untersuchung stattfindet. Etwa be= Hebende, auf Grund früherer Dorschriften abgeschlossene Verträge werden hiermit ausgehoben, soweit nicht in einzelnen Fällen durch das Mini- ,‘terium be» Innern anders bestimmt wird.
2. Für die Ausstellung von amtstierärztlichen Bescheinigungen und Zeugnissen auf den unter 1 genannten Märkten usw. bis zu 5 Stück Pferde und Großvieh einschl. 3 Mk., bis zu 10 Stück Vierde 5 Ml., bis zu 50 Stück Pferde 10 ML. *Äher 50 Stück Pferde 20 Mk. Die Dorschrift der Ziffer 1, 2lbs. 2 wegen der Berechnung von Kälbern usw. ist finngemäf) anzuwenden.
3. Für jede amt-tierärztliche Untersuchung «nes LierbqstandeS, ausgenommen die in Ziffer 1 genannten, bis auf Grund deS ReichSviehseuchen- gesetzeS oder der hierzu vom Bundesrat erlassenen Ausführungsvorschristsn, sowie der auf dieses Wtftft oder diese Äusführunasvorlchristcn gegrün- weten Anordnungen der Landesregierung, der DerwalturmS- ober Polizeibehörden vorzunehmen nind. einschließlich der in jedem Falle auszu- lleüenhen amtstierärztlichen Bescheinigung: bis zu 5 Stück Pserde oder Grohvieh cfnf$L 5 Mk., bis au 10 Stück 10 Mk.. bis zu 25 Stück 15 Mt. Ibis zu 50 Stück 25 Mk., bis zu 100 Stück 35 Mk, dis zu 250 Stück 50 Mk.. bis zu 500 Stück <5 Mk.. »über 500 Stück 100 Mt. Die Dorschrift der Ziffer 1, 2L»s. 2 findet ebenfalls sinngemäße Anwendung.
Die Erhebung der Beträge erfolgt entweder dnuxb Dsrwendung von Stempelmarken oder durch Die staatlichen Kassen nach näherer Anordnung. 4>er für die gebührenpflichtigen Geschäfte zu zah- ilende Betrag ist von dem beamteten Tierarzt auf stedem Zeugnis, jeder Bescheinigung usw. zu ver- «merken und in dem zu führenden Tagebuch einzu- trogen. einerlei ob der Betrag durch Stempel- marken sogleich entrichtet oder später von der De- girtitoffe erhoben wird.
Diese Bestimmungen treten am 15. August 1921 in Wirksamkeit
Derbrauchsabgaben. Bei den Städten Hnd größeren Gemeinden besteht das Bestreben, »ihre Ortssah,ingen über die Erhebung von Der- »drauchsabgaben <Oktroi) den heutigen Derhält- »issen anzupassen ober neue Satzungen etnzu- stuhren. Mit Rücksicht darauf, dav die fraglichen -Gegenstände teilweise auch vom Reich besteuert ^werden, entstehen vielfach Zweifel darüber, wieweit bie Gemeinden in der Besteuerung gehen tSnnen. Zur Vermeidung von mehrmaligen Vorlagen an die Demeinderäte oderS:adtverordneten- weriammlungen wird eS sich empfehlen, bah die Entwürfe uns vor der Beratung in jenen ckkörperschaften an das Kreisamt Siehrn ein- 5o werden, damit vorher mit den zuständigen ^Reichsbeborden verhandelt werden kann. Dann werden nicht haltbare Beschlüsse, Arbeitsverluste and sonstige Weiterungen vermieden.
Zuckerverbrauchsregelung. Es kbn- rum auf die Zuckermarken 202, 203 und 204 in den Landgemeinden je 250 Gramm --- 750 Gramm bezogen werben. Mit Ablauf des 20. August oer- i««n obengenannte Marken ihre Gültigkeit.
Landwirtschaftlicher Kursus Der uandwirtschastc kammer-Ausschuh für Oberhe sen 'n Diehen beabsichtigt am 11. und 12. August in lauter einen praktischen Kursus in .,6 o m - merveredlung von Kirschbäumen" durch Obstbaulebrec Wiesner abhalten zu lassen. Woran sich Kirschenzüchter und Deredler beteiligen wnnen. Zu den Kosten sind von jedem Teilnehmer 1
3 23t pro Tag zu entrichten Anmeldungen alsbald an den LandwirttchaitLiam^Lr-A'usschuh für Oberhessen in Dietzen, Friedrich stratze fl, erbeten.
Der Schottener Sommermarkt wird am ft, 9. und 10. August L 3- abgehalten Am Montag den 8. August findet Pserde-, Rindvieh- und Ärämermarlt, am Dienstag den 9. Aug Rindvieh., Schweine- und Krämermarkt, am Mittwoch den 10. August Krämermarkt statt.
Dienslnachrichten deS KreisamtS. Ludwig Z a h r t von Haufen wurde zum g^ied- hofSausseher zu Hausen ernannt und verpflichtet.
Handel.
Berlin, 4. August. Börsenstim- m u n g s 6 11 b. Die für gestern teilweise zum Durchbruch gelangte Realisationsneigung der berufsmässigen Spekulation schien heute bei Eröffnung des DerkehrS hiemsich überwunden, denn neben allerdings weiteren Kursnachlässen bis zu 10 Proz. für eine ganze Anzahl von Montan- und Zndustriepapieren ergaben sich auch Kurserhöhungen für einige gleichartige Werte von 10—15 Prvz., für Phönix sogar um 30 Proz. 3m Verlaufe setzte aber die Realisationslust auf allen Gebieten wieder stärker ein, unter deren Druck eine erneute mastige Senkung des Kursstandes eintrat, in die auch die anfänglich höheren Papiere mit einbezogen wurden, Jedenfalls ist der Ge- fchäftsumfang sowohl in den schwankenden, als auch zu GinheitSkursen gehandelten Papieren merklich geringer als an den Vortagen geworden und zu den Glattstellungen der Spekulation traten solche der Mitläufer innerhalb und ousterhalb der Börse. Den äußeren Anlah in der Veränderung der bisher so ein- seitig festen Grundstimmuna bildet die Zurückhaltung, die sich die Vörsenkreise wegen der bevorstehenden Entscheidung über Oberschlesien mit Recht auferlegen. Das gleiche gilt vom Devisenmarkt, wo die Notizen nicht allzu erheblich sich veränderten.
Frankfurt a. M., 4. August. Bör- senstimmungSbild. Die hervorgetretene Realisationsneigung hielt teilweise an der Abendbörse noch an, doch bemerkte man tm Verlaufe Kaufneigung, so daß das bescheidene Angebot zu mastig befestigten Kursen 2lufnahme fand. Die Kursbesserungen in Montanpapieren schwankten zwischen 2 bis 5 Prozent. Fellen u. Guilleaume, welche stärker gefragt waren, wurden zirka 30 Proz. gesteigert, 578, Vingwerke 362. 3n Schiffahrts- aktien war regeres Geschäft. Dordd Llohd 157V4—-158, Hapag 179. Chemische Scheide- anftalt schwächer, 663'/,, dagegen Höchster fester. Der Verkehr in Einheitswerten war Wieder etwas reget. Zu höheren Kursen waren gefragt Karlsruher Maschinen, Schriftgießerei Stempel, Hoch- und Tiefbau, Tricotwebe- rel Besigheim, Schuhfabrik Herz. 3m Angebot lagen Waggons. Fuchs. 3m freien Verkehr vollzogen sich größere Umsätze in Mans- selber Kuxe, zirka 5500. Deutsche Petroleum 780 Geld. Memeler Zellstoff 700—715, Gebrüder Fahr 443, Chemische Rhenania 535. Der Schluß gestaltete sich ruhig, bei befestigter Tendenz. Phönix 925 stellten sich 5 Prozent höher. Kammgarn Kaiserslautern 610 gewannen 10 Proz^ PH. Holzmann 370.
5 ran hf u r t a. M., 5. August.
Marknotierungen. >
Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt;
Saturn: 1.7.1 L 3.8. 4.7.
Zurich .......... Fr. 125,4) 7,35 7,37
Amsterdam Fl. 59, D 3,95 3,93
Kopenhagen Kr 88,3) 8,10 8,10
Prag Kr. 117, iO
Stockholm Är. 83,8) 6,- 6,-
W>en Kr 117,88 - -
London Sh 97,8) 5,22 6,-
Paris Fr. 125,4) 15,75 15,-
Neuyork I 23,8) 1,20 1,21
Züricher Devisenmarkt.
4. 8. 5.8.
Schweiz« Franken
100 Fl, » 18-.25 185.-
100 an = 7.375 7.45
100 Kr. = 0D75 0.675
100 Är. =1 - 7.55 7.60
100 Fr. = 46.45 46.85
1 £ = 21.70 21.75
100 L. - 25.525 26.10
100 Fr. - 44.80 44.90
Budapest 100 Är. 1.50 1^25
NeuyorK 100 I = 608-50 602.-
Agram 100 Är. = 3.30 3.40
vukarest 100 ß. 7^5 7.60
Dechlel auf Holland ...... Deutschland Wien .......
........
Pans .......
London ......
Italien
Deekd»e Sedfienmarkt,
Börfenkurfe.
Berlin
für
159,50
Kirchliche Nachrichten
580,
248,
278'
164,
179,
158,
404
414,
625,
3.8»
77,50
404,50 407,- 625,- 330,-
289,75 925,-
335*50
335 -
1679,20
34735
82,46
630,65
103,10 103,10
20,27 20,33
10 ,60 103,90
20,47 20,53
283, 000
404,
339, 331,
293,95 294,55 293,70
82,28 82,46 82,78
626,35 627,65 629.35
künftige Kriege legte.
Kerenski bei Briand.
Paris, 4. August. (WTB.) Minister
tag dotil 8 00. Rach«. 4-30. Sadd«ausgmig 855
Wrchengvttesdienst. morg. 6.30. abds. t.OO 41b.
3.8. 77,60 79,30 68,80 71,- 170, — 301,76 262.50 214, - 158,50 164,50 178,75 165,- 534,- 405,- 414,- 631,- 330,- 284,74 r97,- 409,50 341,75 334,50 286,75 558, — 260,- 619,76 289,-
68,50 348,-
Kurs
4.8.
77,50
78,50 76,90
70,90
170, —
302,70 262,75
214, - 189,-.
165,25 176,86
155,84 529,75 400,-
407,-
615, -
831, — 285,25
92 ),- 381,-
339,75 333,- 284,- 544,-
246,76 619,- 280,-
69,-
340,-
1256,75 1258,8012^6,70 1259,30
1680,80 1684,20 2675,80 -------
124,60 124,90 124,83
347,18 347,85 347, >5
4.8.
77,50
Geld Brief Geld Brief
3. leguft 4 August 2517,46 3522,55 2512,45 2517,55 696,85 608,15 60o,35 607,65 1044,95 1'47/ 5 1041.45 1043,55
Fnedberg. 4. August. Der gestrige Markt war mit 586 Ferkeln und Läufern beschickt. Der Handel war ein recht lebhafter. ES wurden bezahlt für Ferkel bis zu 6 Wochen 60—80 Mk., für solche von 8—8 Wochen 80 bis 110 Mk.. und für 8—12 Wochen alte Tiere 110—170 Mk. Trotz der drängenden Erntearbeit wies der Markt einen recht guten Besuch auf.
Frankfurt
Abend- Abend- Schluß- Schlutz- Kurs Kurs Kurs
Datum:
6 */. Dtsch. Änegsanl. 4'/. Disch. Reichsanl. 3 •/, Dtsch. Keichsanl. 4n 0 Preuh Äonlol, Darmstädter Dank . Deutsche Dank . .
Disconlo.Gesellschaft Dresdner Bank. . . Nationalbank f. D. . Mitleid. Credilbank. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Dock.Butzstahlwerk . D.-Curemb. Serge.. Gelsenkirch. Dergw. . Harpener Bergbau . Vderschles. Lijenb.-D. Überschlej. Lisenind. . Phönir.Bergb -Aki . Bad. Anilin» u. Soda Höchster Farbwerk«. Elektr. A. E.G Schuckert.Werke. . . Felren-Guilleaum«, . Daimler Bud.» EisenwAkt. , Adlerwerke **/<> tzess.Staatsanl. , Elektron Griesheim.
Märkte.
Frankfurter Pferdemarkt
^-^ranffurt a. M. 4. Aug. Der August-Pferbemarll war vvn rund 1200 ArbettS- und QrxuSvferb-n beschickt. War am Montag und ®ien^tag das Geschäft flott, so flaute es am Mittwoch merklich ab. Für die besseren Klassen sehlle g- an Käufern Die Preisregelung für Arbetts- und Wagenpferde kann erst bann ein* treten, wenn die Lieferungen von Pferden an die Ontente ausgehört haben Für Schlachtpferde bestand wenig Äachfroge
Frankfurter Schweine- und Aleinviehmarkt.
Frankfurt a. M, 4. Aug. Llmtlicher Be- rrcht. Bei Schweinen herrschte langsamer, bei Kleinvieh lebhafter Handel. Der Markt wurde geräumt. 21ufgetrieben waren: 933 Kälber, 264 iSdjafe und 337 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: für Kälber bester Qualität 700—800 Mk., für Kälber mittlerer Qualität 600—700 Mk., für Kälber geringerer Qualität 450—550 Mk., für Hümmel *300 biS 550 Mk., für Schweine unter 80 Kilogramm Lebendgewicht 1000—1200 Mk., alle schwereren Schweine, etnschl. bester Qualitäten, 1250—1350 Mark, Sauen und Sber 1100—1200 Mk. Autzer- dem wurden 43 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gehandelt. Die Marktpreise liegen um Io viel über den Stallpretsen. als sie bie nichk unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn in sich-schliessen.
Präsident Briand hat gestern den ehemaligen russ schen Ministerpräsidenten Kerenski empfangen.
England und der griechisch-türkische Krieg
London, 4. Aug. sReuter.) DaS 'Reute,. sche Bureau erfährt, daß die 'Berichte auS Athen, wonach bie britische Regierung von ihrer bisher eingenommenen vollkommen neutralen Haltung in bem Streite zwischen den Griechen und und den Türken abgewichen sein soll, vollkommen unbegründet sind. Die britische Regierung hat nicht die geringste Absicht, so hettzt eS in Der Erklärung deS Reuterschen BureauS weiter, eint Oonberaftion hinter dem Rücken der Alliierten zu unternehmen, und bie eine oder andere Partei zu unterstützen. Die Mitteilung, bah bie Engländer für Den Bormarsch der Griechen auf Konstantinopel seien, wirb als absurd und der Wahrheit enkgegengeseht bezeichnet. 3n Wirklichkeit wurde die griechische Regierung von den Alliierten gewarnt, 6a der Bormarsch auf Äonflanlt- nopel nicht geduldet werden würde.
Sin russisches Lazarettschiff hn Stettiner Hafen.
Berlin. 4. August. Der Derl. Lokalanzeiger meldet aus S t e t t t n : Heute lies das Regierungsschtss „T r a n £ 6 a l r der russischen Sowjetrepublik, ein früherer Dampfer der Hapag. unter den Abzeichen eines L a - zarettschiffes mit Kriegsgefangenen und Heimkehrern, darunter acht Deutschen, in dem hiesigen Hafen ein. Sein Versuch, einige im Hafen liegende Schiffe durch Hissen fei» nerrotenFlaggezu grüßen, fand keine Gegenliebe.
Ilm daS (8rbe Carusos.
Neapel, 4. August. (WTB.) Havae. Wie die Zeitungen berichten, hat C a r u s 0 im Jahre 1919 ein Testament zugunsten seiner unehelichen Kinder gemacht. Die Witwe Carusos hat aber die Zimmer versiegeln lassen, um die Interessen ihres rechtmäßigen Kindes Gloria Caruso zu sichern.
1353,60 1356,40 1354,60 1357.40
1047,95 1050,05 1047,95 1050,05
8^88 W 8,93 8.97
Dattan:
Amsterdam. Stottert. Lrüsseb Antwerpen . Christiania Kopenhagen Stockholm helstngsor» Italien London .....
NeuoorK ..
Paris Schweiz Spanien Wien (altes). . . . . Veutsch-Oeslerr. . . . Prag Budapest .
Bulgarien Konstantinopel....
(Sn einem Teil der Auslage wiedsrholl.) Zum Zusammentritt des Obersten Rats.
P a r i s. 4. Aug. (WTB) HavaS. Die e r H r Sitzung des Obersten Rates wird am Blontas vormittag um 11 Uhr ftaiilinben. Die Einlabung Belgiens bleibt Vorbehalten, bis entschieden ist. ob die Frage der Aburteilung der KriegSbeschuldigten unb bie der .Cant Nonen- durch den Obersten Rat besprochen werden wirb oder nicht. Die cnbgiltlgc Dnlschci bung über die Entsendung von Verstärkungen nach Oberschlesien ist der Prüfung durch den Obersten Aal vordehallen worden, bei sich in den ersten Pariser Sitzungen damit befassen wird.
London. 4. Aug. (WDB.) Der diplomatische Berichterstatter des „Sa i l h Telegraph" schreibt: Leider scheint begründeter An- tatz zum PefsimtsmuS vorhanden zu (cm wegen der Hartnäckigkeit, mit der die Presse in Franlreiw erklärt, datz leine endgilNgcr Deschlüf se in der oberschlesijchcn Frage aesatzt werden könnten. Dem .DaUv Telegraph" zusolge kann aus der Tatsache daN Lord Curzon vvn Spezialisten der 2ldteilung für Oftfraaen des Auswärtigen Amtes bcglctlet ist, geschlossen werden, datz auch die tür M| d>< Frage zur Erörterung kommen werde.
Racheuau und Loucheur.
Paris, 4. August. (WTB.) Der „Petit Partfien- sieht sich heute vormittag veranlaßt, die gestern von ihm verbreitete Nachricht, Minister R a t h e n a u habe den Versuch gemacht, eine neue Unterredung mit Minister Loucheur vor der Tagung des Obersten Rates herbeizuführen, zu dementieren.
Lord DryceS gegen den Versailler Vertrag.
London, 4. Aug. (WB) Aus Reuyort wird berichtet, datz die Rede Lloyd Bryces tm politischen Snstitut, in der er den Frie - densvertrag von Versailles angriff, tr der amerikanischen Presse grobe Beachtung finde Befostders hervorgehoben wird die Erklärung, da? der Friedcnsvertrag von Derfailles nur den Keim
Alle Diejenigen, welch!.' gestern abend wegen Ueberfllllung die Dorstellunn Berlin W nidj' besuchen konnten, werden bdflichst gebeten, ttedi Möglichkeit die -rachmittagSvorstclluvg zu br
Zsrael.ReligtonSgemetnde Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag, 6. Aug. Dorabd. 7 30. Morg. 8.30. Abds. 8.15 und 8.55 Uhr.
SfraeL Aeltgions - Gesellschaft. nutzen.
ftabbatfeier, 6, Aug. Freitag abb. 7.15. Sams-' Die Direktion des Lichtspielhauses.
Die Nothersteins.
Roman von Erich Ebenstetn.
Copyright 1919 by Greiner & Eomp., Berlin W 30.
Fortsetzung. (Rachdruck verboten.)
„Ra. das dachte ich mir ja! Die gute Dame bat wohl nur als Borwand dienen müssen. Hast du übrigens Wenbloh nicht gesehen. Rüdigers
„Doch. Einmal flüchtig auf der Stratze."
, er dir nicht, weshalb er -Sonntag nicht
kam?"
»Rein. Wir wechfeiten nur ein paar Worte, bann trennten wir uns. Er schien es sehr eilig ju haben. Bon Grafenegg war gar nicht die Aebe.“
Anneliese pretzte die Lippen zusammen, und eme zornige Falte stand auf ihrer weitzen Stirn.
Er hatte es also nicht einmal Ber QKübe wert gefunden, einen Grutz an sie aufzugeden.
»Aber ich Weitz, wem ich das verdanke!" dachte ne erbittert.
^Wollte Gott, ich konnte es Magelone einmal h2imzahlenl"
Cs fiel allen auf, datz Rüdiger verändert war 'eit seiner Heimkehr. Er sprach wenig, war meist zerstreut unb in sich gekehrt: er machte sich letzt rutzeroldentiich viel zu tun in der Wirtschaft. So ^el, Hatz er oft nicht einmal zu den Mahlzeiten erschien. Seine Tätigkell erstreckte stch jebt vor- zugLweije auf die Waldwirtschaft. Tagelang ging ct bei jedem Detter mit dem Oberförster die Walder ab, verhandelte mit Holzknechien und Lestmurtte große Waldparzellen zum Schlagen.,
Hertha jagte einmal zu Do: .Rüdiger hat grobe Plane im Kopf. Er denkt sogar an einen Sabrilbau. 34) hoffe nur. bah ihm alles gelingt und Papa, der noch nichts weitz davon, zuletzt einverstanden ist."
3n Grafenegg verlieh er sich ganz auf den Meter, der etn redlicher, schon seit fünfunbAtoaniig Jahren erprobter Diener war. Für alles übrige zeigte er wenig 3ntereffe.
Weder der Wechsel der Mamsell, über den Carola ihm weitschweifig berichtete, noch Dos Anwesenheit, die ihm von den einzelnen Aamilien- mitgliebem mit sehr verschieden gefärbten Randbemerkungen mitgeteilt wurde, erregte leine Aufmerksamkeit. 3a, er schien sie kaum zu bemerken.
Selbst als Hertha in einem Augenblick des Alleinseins ihm erzählte, datz Waldemai Ruhland hier gewesen war. feine Heimkehr aber leider, obwohl er eigen« deshalb fast eine Wo4>e langer geblieben fei als ursprünglich beabsichtigt getoelen, nicht mehr abwarten konnte, blieb Rüdiger falt.
^So?" sagte er glei4>flüülg. .Unb wo ist Waldemar jetzt?"
.Wieder in Baron Sewingers Zagdichloh, wo er noch immer an den Fresken tm Speise- |aal zu arbeiten hat."
.3ch dachte, die leien längst beendet < Er ging doch schon im Mai bin!" tagte Rildiger und sah dabet abwesend in die Lust.
.Za. 2Iber er hat inzwischen ein Bild dort gemalt, daS im Herbst in Wien ausgestellt werden soll unb mit dem er sehr geheimnisvoll tut Dicht wahr, du fährst mit uns hin, um es anzusehen) 34) bin fo schrecklich neugierig darauf!"
»Gewitz kannst du fahren. Ob ich werde mix* kommen lönnen, Weitz ich noch nicht. . «
.Aber Rüdiger! Wo Waldemar dein bester Freund ist!? SS mutz dich doch interessieren!"
Rüdiger schwieg. Seine Gedanken waren sichtlich mit anderen Dingen beschäftigt
»Du!" rief Hertha, ihn am Arm rüttelnd. .Hörst du denn nicht worüber ich mit dir rede?"
»Doch. Verzeih . . . mir gehen so viele Dinge im Kopf herum. Wen meintest du Übrigens mit dem .unS?" Wer soll noch mit?"
.Dun. zum Beispiel Dorothea, - Wir konnten ihr dann gleich Wi/N zeigen, und Waldemar würde gewitz gern den Cicerone machen! Heber- jaupt — ich habe mir das schon so hübsch aus- redacht" . . ihre Stimme nahm einen beredten, ast schmeichelnden Klang an, so datz Rüdiger ie ganz erstaunt anlab. /Dir führen Do ins Theater, zeigen ihr die Museeri, bringen sie zur Tante Klemmy . . . ach mach doch kein lo erstauntes, abwetsendes Gesicht. Rüdiger! Du bist heute unausstehlich! Warum lollten wir denn dies nicht aussühren? Es wäre doch ein so harmloses Vergnügen! Schlietzlich" — fügte sie boshaft bbuu — .wenn dir unsere Selells4)aft nicht genügt, kannst du dir ja Magelone Mitnehmern Die wirb gleich dabei sein!"
Rüdiger fuhr zusammen unb wandte sich stirnrunzelnd ab. Sie sah, datz lein Gesicht sehr rot wurde.
.34) mutz dich Ishr bitten, Hertha, ,0lch unpassende Bemerkungen zu unterlassen!" sagte er gemessen.
.Da, tote du willst. Es war ja nicht höle gemrint. 34) dachte nur —"
.Unb ich denke," unterbrach er sie schroff, .datz dem Vorschlag ganz und gar nicht patzt
zu dem Programm, das Dorotheas Grotzvater für ihre Zukunft entwarf! Wozu sie erst mit bei, Vergnügungen der Grossstadt bekannt ma4>en wenn sie doch ins Kloster soll!?"
.Soll-'!! Sie will aber gar nicht ins Kloster " ries Hertha heftig.
.Deitzt du das fo bestimmt?" meinte Rüdiger. .Sie scheint weder belonders aufgeweckt noch temperamentvoll, und ihr Wunsch, wieder nach Monrepos zurückkehren zu dürfen, worum sie mich am ersten Abend ihres Hierseins sehr dringend bat, deutet jedenfalls darauf hin, bah ihre Ratur Stille und Sinlamtett dem Derkeh, mtt Menschen vorzieht. Carola meinte auch erst gestern #4 mir, wir müssten diese Relgung respektieren und fördern — wenn auch nicht ge- rode durch eine Rückkehr nach MonrepoS Si schlug vor, Dorothea Probeweile als Gast zu der Aebtissin von St. Agnes zu geben. Das Weiterc wird sich dann ja finden."
Herthas Blick war immer finsterer geworden während dieser Worte Rüdigers. Run sagte sie hohnvoll und bitter:
.So! Das schlug Carola vor? und du findest eS natürlich gut! Du denkst weder darüber nach, was Carola veranlaht, Dorothea unter die Ob Hut der Aebtissin zu wünschen, die ihre Freundir. ist und in ihrem Sinn dahin wirten würde, diele Seele für den Himmel zu präparieren, noch hältst du es der Müh« wert Dos Charakter zu studieren, ehe du über ihr Schickstll entscheidest. O, Rüdiger, i<d habe bester von Tur gedacht!
(Fortsetzung folgt) .
1 K A . V" I 1 «—


