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sich natürlich auf den Erkelenzschen Artikel.

hinderten gröberen Schaden.

Der Himmel im August.

wurde, hielt eS nicht für unpassend, dem beut- an recht merkbar mit jedem Lage. Wenn sich schen Abgeordneten eine .Belehrung- zuIzu Anfang d. MtS. das LageSgestirn noch

Wahl und Liebe" als dem Daterlande seiner ®c- | burt angehöre". Der englische Lichter ist der Tn-,

über das als ver-

Der Wind streicht über die Stoppelfelder, und der Sonne Bogen verringert sich von nun

fpd. Frankenhaufen, 3 Aug. einem gewaltigen Unwetter, bo> sich am Dienstag der Unstrutgegend entlud, hat der Blitz Kyffhäuferdenkmal nicht weniger achtmal getroffen. Die Blitzableiter

Wettervoraussage

für Freitag:

Dorwiegend wolkig und trocfen, kühl, Lord­westwinde.

Wir befinden uns auf der Lückseite deS Liess unter dessen Einfluh gestern stärkere Gewitter auf- troten. 3r.f. lgedessen ist u n b e st a n d i g e s, h- leS Wetter zu erwarten.

Oberschlesten.

Breslau. 3. Aug. (WTB.) Die vber- schlesische Frage wurde heute vormittag im Breslauer Oberpräsidium vom preußischen Minister deS Innern. D o m i n i c u s. mit (Ver­tretern aller Parteien und der Dresse eingehend erörtert. Gs kamen alle inner- und auhenpolilische Seiten der oberschlesischen Frage zur ausführ­lichen Besprechung, wobei die gegensätzlichen Auf­fassungen zum Ausdruck gebracht und begründet wurden. Als Ergebnis stellte der Minister am Schluß der Verhandlungen den einmütigen Wunsch der Versammelten fest, daß nach den Erklärungen der Parteien und der Pressevertreter für die bevorstehende schwere Zeit der Entscheidung über Oberschlesien die bestehenden Gegensätze vor dem Gebot der Einigkeit In dieser deutschen Lebens­frage zurückzutreten haben.

fd. Stegen. 3. Aug. AuS dem Köln- Siegener Eilzug sprang bei Liederschelterhütte ein junges Mädchen aus dem Zuge und wurde bis zur Unkenntlichkeit durch Ver­wundungen entstellt. Die Rnglückliche kam in hoff­nungslosem Zustande in das Siegener Kranken­haus. Sie hatte irrtümlicherweise einen falschen 'Zug bestiegen und wollte nun auf ihrer Heimat­station aus diese Weise den Zug verlassen.

Der türlifch-rnssische Vertrag.

Paris. 3. August. (Wvlff.) HavaS be­richtet aus K o n st a n t i n o p e l: Der kürz­lich von der Lationalversammlung von An­gora ratifizierte turkisch-russischeBer- trag enthalte u. o. folgende Bestimmungen: Rußland verpflichtet sich, keine internationale Regelung anzuerkennen, der nicht die türkische Lationalversammlung zustimmte. Außerdem einigten die Türkei und Rußland sich grund­sätzlich, keinen Friedensvertrag und keine in­ternationalen Akte anzuerkennen, die gewalt­sam der Türkei oder Rußland aufgezwungen werden. Sowjetrußland erkenne an, daß die Bezeichnung alsTürkei" alle Gebiete um­fasse, die in dem sogenannten Rationalpakt des Parlaments von Angora umschrieben sind.

Der Fall Erkelenz.

3n einem Artikel des Deichstagsabgevrd- Neten Erkelenz, der in Rr. 1 der Grenzland- korrespondenz erschienen war und sich mit den verderblichen Wirkungen der Sanktionen be­faßt hatte, hieß es il a., daß die Tatsachen (gemeint waren die durch die Besetzung ge­schaffenen Tatsachen) von der neuenFreiheit" im Rheinlande zeugen. Diese neue Freiheit hat Erkelenz jetzt auch persönlich kennen gelernt. Licht einmal seine 2lbgeordnetenimmunitäl hat chm genügend Schutz geboten, um ihn vor der Verhaftung zu schützen. Daß diese von der französischen BefotzungSbehörde hinterher als Mißgriff untergeordneter Organe bezeichnet wurde, schafft den Fall natürlich nicht aus der Welt.

Berlin, 3. August. Reber Berlin und Rrngegend ging gestern abend ein s ch w e - reö Gewitter nieder, das heftigen Re­tz e n und etwas Abkühlung brachte. Der Blitz schlug an mehreren Stellen ein, so auch in das Palais des Prinzen Friedrich Leopold am Wilhelmsplatz, in dem die Presseabteilung der Reichsregierung untergebracht ist. Der Blitz verursachte Kurzschluß in den elektrischen Leitungen im Gebäude. Auch die Telephon- apparate mußten außer Betrieb gesetzt wer­den.

H a l l e a. d. S., 3. August. (WTB.) Wäh­rend eines kräftigen Gewitters, das an­sehnliche Regenmengen brachte, schlug der Blitz an mehreren Stellen in den T u r m d e s Rathauses ein. Der Turm geriet in kur­zer Zeit in Flammen. Obgleich die Feuerwehr sofort zur Stelle war, gelang es nicht, den Turm zu retten. Dieser stürzte ein und beschä­digte auch das Dach des Rathauses. Die Lösch­arbeiten nehmen chren Fortgang. Die Feuer­wehr konnte das weitere Rmsichgreifen des Feuers verhindern.

Ein sozialdemokratischer Minister über die voreilige

Friedensschliehung.

Der bisherige sächsische Iustizminister Dr. Harnisch, der am Samstag ankündigungs» gemäß zurückgetreten ist. hat zum Abschied seinen Beamten eine höchst bemerkenswerte Rede ge­halten. in der er. wie wir in derTägl. Rundsch." lesen, folgendes sagte:

Unfer Volk war nach dem "Kriege weder auf den Sozialismus noch auf die Demokratie vor­bereitet. Das ist das Schlimmste. Man sollte endlich einsehen und erkennen, daß sich das deutsche Volk, das doch einst eine Miliz forderte, zur Unzeit aller Machtmittel entäußerte. Wie anders ständen wir da, hätten wir auch, wie einst das französische Voll getan, als fein Königtum zu­sammenbrach, nun die junge Republik und Demo­kratie mit Begeisterung gegenüber der gesamten Umwelt fofenge verteidigt und geschützt, bis doch ein besserer Friede möglich ward. Dann hätte die Begeisterung die neue republikanische Form und die Parteien zufammengeschmiedet und ein deut­sches Volk geschaffen, dem der kleinliche Streit um die Form nur Lebensache, die einigende Idee eines wahrhaft demokratischen und von sozialisti­scher Gesinnung erfüllten Vaterlandes aber das alleinige Ziel war. Lur ein Volk, daS von der Idee der Gerechtigkeit begeistert ist, kann unter den Völkern bahnbrechend voranschreiten, um dann auch für die Menschheit immer neue Kulturhöhen zu erreichen.

Arn 1. August geht die Sonne 7 Rhr 51 Min^ am 31. August schon 6 Mr 50 Minuten un­ter, also eine Stunde früher. Am 23. August abends 6 Rhr tritt die Sonne in das Zeichen der Jungfrau. Am 3. August 9 Rhr abends haben wir Leumond, am 10. d. Mts. 3 Rhr nachm. erstes Viertel, am 18. d. Mts. 4 Rhr nachm. Vollmond, und am 26. August 2 Rhr nachm. letztes Viertel. Don dem Stande der Planeten ist zu bemerken: Merkur wird gegen Mitte des Monats wieder unsichtbar. Ve­nus ist den ganzen Monat hindurch um drei Stunden herum als Morgenstern am nörd­lichen Himmel sichtbar. Mars wird gegen Mitte d. Mts. auf kurze Zeit des Morgens am nördlichen Himmel sichtbar. Jupiter bleibt unsichtbar. Saturn wird in den ersten Tagen d. Mts. ganz unsichtbar.

Allerdings der Fall hat auch seine luftige Seite. Denn, wie es sich später her- ausstellte, war die Verhaftung gerade wegen jenes Artikels in der Drenzlandkorrespondenz erfolgt, den ErkelenzDie neue .Freiheit' im Rheinland" überschrieben hatte. Der fran­zösische Zivilkommissar, vor den er geführt

Die Unterschlagungen kommunistischer Treuhänder.

Berlin. 3. Aug. (Priv.-Tel.) Der Vor­sitzende der Rntcrstühungskommistion der Ber­liner Arbeiterschaft, Emil Barth, hält im »Vor­wärts" entgegen der Berichtigung des Rechts- Lnwoltes Herz seid in der Angelegenheit der -Rnterfchlagung an Arbeitergeldern an seiner Beschuldigung der kommunistifchen Treuhänder fest und erklärt, dah 345 000 'Mari von dem Konto der Rnterstützungskom- imission abgehoben und infolgedessen diesem Konto und somit der Rnterstühungskommission selbst unterschlagen find. Er vermutet, dah die gesamte Summe oder ein großer Teil davon der kom- Munist Ischen roten Hilfe überwiesen seien.

/Durchsuchung eines Kommunistenherdes in Berlin.

Berlin, 3. Aug. (WTB.) Das Polizei» Präsidium teilt mit: Dem Berliner Polizeipräsi­dium gingen am 3. August 1921 mehrere Mit­teilungen des Inhalts zu, daß an genau bezeich­neten Stellen des Hauses Rosenthalerstraße 38, wo die Zentrale der V. K. P. D. (Vereinigte kom­munistische Partei Deutschlands) ihren Sitz hat, Waffen versteckt seien. Die Beamten der Ab­teilung la des Polizeipräsidiums nahmen darauf­hin sofort eine Durchsuchung deS Hauses vor. Waffen wurden nicht gefunden. Man entdeckte aber bei der Durchsuchung zahlreiches, die Zen­trale der D.K.P. D. belastendes Mate­rial, amtliche Stempel, amtliche Klischees und amtliche Vordrucke, die zur Beschaffung von f a l- schen Ausweisen dienen. DaS Material wurde beschlagnahmt und zum Gegenstände eines Strafverfahrens gemacht.

* Der Hef «ifche Rentnerbund, der nach Berichten aus den größeren Städten deS Landes fast die Mehrheit der Kleinrentner um­faßt und dem Allgemeinen Deutschen Renter- bunde angeschlvflen ist, hat durch Eingaben an die Staars- und Gemeindebehörden für sc ine Mit­glieder Erfolge in bezug aus mancherlei Erleich­terungen in den Steuerveranlagung, beim Bezug von Artikeln des täglichen Bedarfs usw. erzielt. Die Ortsgruppe Gießen, die etwa 183 Klein­rentner umfaßt, ist, wie unS geschrieben wird, ebenfalls in der angegebenen Richtung tätig ge­wesen und hat bereits wirtschaftliche Vortelle )ür ihre Mitglieder erreicht. Die Lotlage, in der sich infolge der Entwertung deS Geldes sowie des Tiefstandes vieler Wertpapiere gerade die Klein­rentner befinden, sollte alle, die der Vereinigung noch fernstehen, veranlassen, der Ortsgruppe beb zutreten. Gs wird auch in Zukunft alles versucht werden, dic Lage der Kleinrentner zu verb ssern. Der Vorstand, dem ein sogen. Wirtschaftsausschuß angegliedert ist, hält jeden Donnerstag Cf^un- gen ab. in denen über dis je nach Zeitumständen zu unternehmenden Schritte beraten wird. Zedcn ersten Donnerstag im Monat fi.rden allgemeine Mitgliederversammlungen statt, und zwar im Schulhause an der Well-Anlage, in denen An- Meldungen neuer Mitglieder erfolgen und Wünsche borgeoroxttt werden können.

Gerichtssaal.

Das Urteil hn Frankfurter Kommunisten-

SranrfurtaÄ Aug. (WTB.) Im Frankfurter Kommunistenprozeß, in dem 1 9 Per­son e n, darunter eine Frau, wegen Vergehens gegen die Verordnung des Reichspräsidenten vom 30. Mai 1920, die einen Zusammenschluß zu mi­litärischen Verbänden verbietet, wurden sämt­liche Angeklagten nach siebentägiger 03er- Handlung dauer freigesprochen. Der Staats- anwalt hatte Strafen bis zu drei Zähren Ge­fängnis beantragt. In der Rrtellsbegründung heißt es u. a.: Als ein wertvolles Ergebnis des vorliegenden Prozesses ist die Feststellung zu bezeichnen, daß in Deutschland auch nach dem 4. August 1920 in kommunistischen Kreisen eine kommunistische Organisation bestanden hat. uni zwar eine zentralistisch geleitete. Das Gericht hält es nicht für ausgeschlossen, daß die Partei­leitung offiziell die Aufhebung der militärischen örganifation beschlossen haben mag, dah sie aber außerstande war, die Fortentwickelung dieser Be­strebung zu unterbinden. DaS Gericht nimmt auch an, daß eine große Anzahl von Parteimitgliedern jeberaeit zum militärischen Kampfe mit der Waffe sich bereit zeigte und zeigen werde.

14 Tage Wuchergericht!

fpd. Köln, 3. Aug Die Kölner Wucher­kammer verurteilte vom 16.31. Zull dreißig Leute zu zusammen 5 Monaten 8 Wochen 13 Tagen Gefängnis und 48 420 Mk. Geldstrafe wegen üblicher Kriegsvergehen. Don 345 neuen Anzeigen wurden 141 durch Strafmandat, 65 durch öffentliche Anklage erledigt. Erstere beliefen sich auf zwei Wochen und 103 630 Mk. Geldstrafe. Di« 3. Strafkammer verurteilte in der gleichen Zeit­spanne 7 Leute zu 4 Monaten 1 Woche Ge­fängnis und 105 000 Mk. Geldstrafe.

Siu englisches Gerichtsurteil gegen Ehamberlain.

Der große Schriftsteller Houston Stewart Chamberlain, ein gebürtiger Engländer und 6er Sohn eines britischen Admirals, ist durch seine Liebe zur Musik Wagners, dessen Tochter Sva er heiratete, durch seine tiefgründige Beschäftigung mit Goethe, Kant und der deutschen Kultur zu einem leidenschaftlichen Borkämpfer des deutschen Geistes geworden, und als er durch den Krieg zur chaiisn Stellungnahme gegen sein Vaterland ge­drängt wurde, ist er am 8. August 1916 Bürger des Deutschen Reiches geworden Diese Tatsache wurde die Grundlage eines Gerichtsurteils, daS dieser Tage ein englischer Richter in einem Streitfall erlassen hat. In der Annahme, daß Chamberlain ein deutscher Bürger im Sinne deS Friedens? Vertrages sei, erllärte der Richter P. O. Lawrence, dah er dadurch sein Anrecht auf ein Vermächtnis, das ihm sein Onkel, der verstorbene General Sir Crawford Trotter Chamber Iain hinterlas ei hatte, verwirkt habe. In dem Rrtell wird zunächst ein Lebensab- Chamberlains gegeben und gesagt, er habe »während deS Krieges antienglische Anschau­ungen vertreten und durch seine Laturalillerung bewiesen, daß er mehr dem Daterlande seiner

Landwirtschaftsreferendare. Die Kandidaten des landwirtschaftlichen Lehr­amts führen künftig mit (Beginn ihrer ersten Verwendung im hessischen Staatsdienste die Amts­bezeichnungLandwirtschaftsreferendare".

** Der Verkauf des Durchgangs­lagers, früheren Gefangenlagers, zum Prelle von 1 300 000 Mk. an die Stadt Gießen wird nun­mehr bestätigt.

** Polizeibericht. Am 3. August wurden in Gießen zwei Fahrräder ent­wendet: Sines MarkeAdler" 14 01., Fa­briknummer 320 107, mit schwarzem Rahmen­bau und desgl. Felgen. Das Rad Hal neue Hinterradbereifung. Die Handgriffe sind aus schwarzem Zelluloid, die Glocke trägt einen Adler. Ein anderes MarkeS a a l b u r g, Fabriknummer 26 919, mit schwarzem Rah­menbau, gelben Felgen und deSgl. Schutz­bleche. Das Rad ist fast neu. Das Hinterrad hat neue Kontinentalbereifung. Beide Rä­der waren einen Augenblick auf Höfe hinge­stellt worden. Vor Ankauf wiro gewarnt. Fe st genommen wurden: eine Mannsper­son von auswärts, die sich Kindern gegenüber in unsittlicher Weise genähert hatte, ferner zwei Mannspersonen, welche den D-Zug von Hamburg nach Gießen als b l i n d e Passa­giere benutzt hatten.

** Der Mietpreis in Gießen. Das Städt. Mieteinigungsamt gibt folgendes Schrei­ben des Mietervereins bekannt: Die unter dem 30. März 1921 zwischen dem damaligen ersten Vorsitzenden des Mietervereins und dem Haus- besrtzerverein abgeschlossenen Vereinbarungen über die der Berechnung der Miete zu Grunde zu le­genden Richtlinien sind von der Generalversamm­lung des Mietervereins abgelehnt worden,- sie find daher nicht in Kraft getreten und nicht rechts­verbindlich. Gießen, den 2. Aug. 1921. (Siebener Mieterverein e. D. gez. G. Weißbäcker, 2. Vor­sitzender, gez. Bräutigam, Beisitzer.

** ©ute Kameradschaft im ehern. Landsturmbataillon XVII1Z9, Gießen. Oluf Einladung eines Kameraden hatten sich am 20.^ Juli 1921 im Postkeller zu Gießen eine größere Anzahl Angehöriger aller Dienstgrade des ehemaligen mobilen Landsturmbataillons XVII1/9 eingestellt. Zweck der Besprechung war, das von vielen schon längere Zeit geäußerte Be­dürfnis, die Kameraden, insbesondere die außer­halb Gießens wohnhaften, mal wieder zu sehen, um Erinnerungen und Erlebnisse auszutau'chen, In die Tat umzusehen. Die im Felde gemachten bewährten Erfahrungen, tote einer für den anderen einsteht und wie der Stärkere den Schwächeren durch Rat und Tat unterstützt, sollen zur Beseiti­gung der elngeriffenen Entfremdung der Mensch­heit in uns weiterleben. So wurde nach reiflicher Aussprache ein aus allen Dienstgraden bestehender neunglledriger Arbeitsausschuß eingesetzt, der die Vorbereitungen treffen, insbesondere bei den Ka­meraden anfragen soll, ob sie an einer etwa im Ok ober oder Lovember d. Z. ober später in Aus­sicht genommenen Zusammenkunft in Gießen teilnehmen wollen Geplant ist an einem Sams­tagabend Kommers der Kameraden, nm darauf­folgenden Sonntag gemeinsames Mittagsmahl, nachmittags famera^febafLi f,et Del amm n ein n.i Frn i v. i.n"> ent prech nber Rnterhaltung D n auswärtigen Kameraoen werden zur Kosten­ersparnis nach Möglichkeit unentgeltliche Quar­tiere bei den Gießener Kameraden besorgt, auf die (Verhältnisse der Landwirtschaft betreibenden Kameraden wird bei Festsetzung deS Zusammen­kunftstages Rückstcht genommen. Von der Bil­dung eines Vereins und dergleichen wird aus­drücklich Olbstand genommen, es soll sich lediglich um eine lose Vereinigung handeln, die nach Be­dürfnis, im Jahre etwa einmal, zusammentritt. Kameraden, die Interesse an der Zusammenkunft haben, werden gebeten, Ihre Teilnahme, eventuelle Wünsche und Anregungen an den Vorsitzenden deS Ausschusses, Kameraden Alfred Töpelmann. Gießen, Süd-Anlage 5. baldgefälligst mitzuteilen. Alles Lähere wird dann noch bekanntgegeben werden.

Vornotizen.

TageSkalender für DonnerS* tag: Cafö Leib, 81/* Rhr. Generalversammlung des Mietervereins. Postkeller. S- ? Rhr. Zusammenkunft deS L. 1.1 116. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße,(Berlin W." Astoria- Lichtspiele,Mit Büchse und Lasso".

Aus dem Stadttheaterbureau. P otasch und Perlmutter", te Jen außer­ordentlichen Erfolg alle Pressestimmen konsta­tieren, dürfte bei seiner Erstaufführung am Diens­tag den 9. August besonderes Interesse dadurch erwecken, dah die Kostüme, die in den in einem amerikanischen (Modesalon spielenden Stück Vor­kommen, von einem bekannten Lauheimer Mode­salon gestellt werden.

Landkreis Giesten.

is. Steinbach, 4. Aug Am Samstag be­gehen die Eheleute Heinrich Stabe! I. das Fest ihrer goldenen Hochzeit in voller körperlicher und geistiger Frische.

Kreis Friedberg.

Turnerischer Kunstabend.

-- Dad-Lauheim, 3. Aug. Zu einem turnerischen Ereignis wird sich der turnerische Kun st abend gestalten, der am Samstagabend vom Turnverein 1860 Bad-Lauheim Im Konzert­hause veranstaltet wird. Ein Inserat in unser« letzten Sportbeilage vom Dienstag hat darauf be­reits hingewiesen: wir werden auch in unserer morgigen (Beilage nochmals darauf zu sprechen kommen. Der Turnverein 1860 hat alle Turn­freunde aus nah und fern zu der (Veranstaltung eingeladen, die uns die ersten deutschen Meister der Turnkunst In Ihrem vielseitigen Können zeigen wird.

Hessen-Nahuu.

Mädchenhändler an der Arbeit.

fpd. Dillenburg, 3. Aug. Ein bt-gantei Herr versuchte In Edingen ein junge« Madcher für leinen Haushalt In Eschweiler zu gewinnen und bot den Eltern, falls er die Tochter sofort mli- nehmen könne, eine Zahlung von 22 000 Mar.' an. Durch dieses Angebot stutzig geworden, weigerte sich das Mädchen, mltzugehen. Ehe die alarmierte Landjägerei erschien, war der Mädchen­händler verschwunden.

Die prinzipielle Seite dieser Affäre ba» »gegen wirkt, wenn man sie richtig betrachtet, bedeutend weniger erheiternd. Es wird wie­der einmal klar, wie unbedenklich die Be­satzungsbehörden In der Wahl der Mittel sind, wenn es sich ihnen (darum handelt, auch die sachlichste Kritik an ihren Maßnahmen mund­tot zu machen. Dem unbequemen Krltker droht Verhaftung und strengste Besttafung. Der Druck, unter dem Die Presse im besetzten Ge­biete leidet, ist ganz unerträglich; j e d e f r e i e Meinungsäußerung wird brutal unterdrückt. Der glimpfliche Ausgang Im Falle Erkelenz besagt recht wenig; er bildet nur das charakteristische Gegenstück zu jenen Fällen, bei denen nicht ein Reichstagsabge­ordneter, sondern ganz gewöhnliche Schrift­leiter und Zeitungsherausgeber die Bettoffe­nen waren. Vor der Verletzung der Ab- aeordnetenimmunität schreckte der französische Kommissar schließlich doch zurück .und suchte den begangenen Fehler als den Mißgriff eines jungen Beamten hlnzustellen. Wir fragen: Wäre es auch einMißgriff eines jungen Be­amten" gewesen, wenn der verhaftete Verfas­ser des ArtikelsDie neue .Freiheit' Im Rheinlands" kein Reichstagsabgeordneter ge­wesen wäre?

Die in letzter Zeit beinahe täglich erfol­genden Zeitungsverbote, die zahlreichen Verhaftungen, Bestrafungen und Ausweisungen von Schriftleitern aus dem besetzten Gebiet und aus dem Saargebiet scheinen einer nur sehr pessimistischen Auf­fassung recht zu geben. DieserMißgriff" ist bereits unzählige Male begangen worden und war keiner, obwohl in den meisten Fällen die geübte Kritik nicht weniger sachlich und bei weitem nicht In gleicher Schärfe geäußert wor­den war. Man hat sich auch nur sehr selten auf eine bloßeBelehrung" beschränkt, wie man sie Erkelenz gegenüber für angezeigt hielt. In den allermeisten Fällen haben die Organe der interalliierten Rheinlandkommission von den ihnen zustehenden Machtbefugnissen aus­giebigen Gebrauch gemacht und dabei jenes System in Anwendung gebracht, das vom Ab­geordneten Erkelenz treffend alsdie neue Freiheit im Rheinlande" charakterisiert wor­den ist.

Kirche und Schule.

** Zur Verheiratung der Volks­schullehrerinnen wird mttgeteilt, daß allen Volksschullehrerinnen, die in den Monaten Juli oder August 1921 eine Ehe eingehen und aus diesem Anlaß ihre Entlassung aus dem Volks- schuldienst nachsuchen und erhalten, auf Antrag die Abfindung nach Maßgabe der bürperigen Be­stimmungen gewährt wird. Auch wird den durch ihre Verehelichung aus dem Volksschuldienst aus­geschiedenen Lehrerinnen, d. h. jenen, die Dom1 Inkrafttreten der Reichsverfassung (14. August 1919) biS 1. Juli 1921 auS dem Dienst auSge- schieden sind, die Wiederanstellung unter gewissen Voraussetzungen gewährt.

Aus Stabt und Land.

Gießen, den 4. 21ug. 1921.

10,2 Millimeter Niederschlag in Gießen.

Endlich ist gestern nach fast siebenwöchiger Trockenperiode die erste nennenswerte Lieder­schlagsmenge gefallen. Rm die Mittagsstunde gab es schon ein paar kaum merkliche Spritzer. Dann klärte der Himmel sich wieder auf bis zum späten Lachmittag. Don allen Seiten zogen schwere Ge­witterwolken herauf und man glaubte mit einem furchtbaren Rnwetter rechnen zu müssen. Der Regen sollte unS jedoch in einer sehr gnädigen Weise beschert werden. Es gewitterte nur wenig. Dafür setzte bald das lang nicht mehr gehörte er­quickende Rauschen Les Regens ein.Aus der Wolke quillt der Segen, strömt der Regen." Dis in die ersten Lachtstunden hielt das Rauschen an und die Latur konnte seit langer Zeit sich wieder erquicken. Der Landwirt hätte es sicher gerne ge­sehen, wenn es noch zwei bis drei Tage weiter regnete. Der Rmschlag scheint aber da zu sein. Auch aus anderen Gegenden Deutschlands werden Ge­witter mit reichen Liederschlagsmengen gemeldet. In Gießen betrug die Regenmenge 10.2 Milli­meter, Im ganzen Monat Zull somit 16,5 Milli­meter. Darmstadt hatte gestern 13 °Mlllimeter, Lauterbach dagegen nur 6 Millimeter Liederschlag. DaS Maximum betrug gestern in Gießen 29 Grad Celsius, das Minimum 12 Grad, inDarm- stadt das Maximum 31 Grab, bas Minimum 13 Grad, in Lauterbach das Maximum 32 Grad, das Minimum 10 Grad Celsius.

erteilen. Diese köstliche Belehrung erftrecüe 14 Rhr 20 Mn. über den Horizont erhebt, ge- sich natürlich auf den Erkelenzschen Artikel, schieht dies zu Ende d. M. erst 5 Rhr 10 Min.