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fchanung. daß er sein englisches Bügrrrrcht au! ungesetzmäßige Weise ausgeoeben habe unb nach englischem Recht noch drtuscher Untertan Id Er habe allo bte Gesetze seines DalerlandeS verletzt, unb wenn er nach öngl inb käme, würbe er wegen Derrates angellagt werben. Nach deutschem Recht «aber fei er zweifellos deutscher Bürger, unb da d« Bezeichnung .deutscher Burger" im ArlebenS- vertrage nur auf deutsche Verhältnisse Anwendung finden könne, so müsse er also auch ald Deutscher wellen, unb bas Recht an ber Erbschaft feines Onkels fei ihm abzusprechen.

X. Hanau, 3. Aug Das Schwurgericht Hanau hatte im COldr* bs. IS. dem Steinrichter utUemont aus Waldensberg, ber beteiligt ge­wesen sein soll an einem Zusanunenstoßc zwilchen lNenburg-Bübinaenschen Förstern unb Dcwoh- nei-n des Bogelsberges. zu 3 Jahren 9 Monaten Gefängnis Dcrurtellt Bom Reichsgericht ist bas Urteil ausgehoben unb ble Sache zur erneuten Verhandlung an daS Schwurgericht Hanau ver­wiesen worben.

Schöffengericht.

(Sieben, 2. Aug. 1921.

Wegen Unterschlagung einer Brosche tourbc eine Frau von hier zu einer Geldstrafe von 100 Mark verurteilt, während in der gleichen Sache ein hiesiger Installateur wegen Haus­friedensbruchs zu 50 Mart Geldstrafe ver­urteilt wurde.

3n aanz schamloser Weste hat ein Junger Schuhmacher aus Harbach zwei Y leglinge ber diesigen Provinzial-öiechenanftalt beitohlen und betrogen. Er kam zu dem einen von ihnen, einem 94 3afcre alten Lolomoltoführer t A., unb über- brachte ihm, indem er sich einen falschen Namen beilegte, angeblich Grüße seines Baiers. Da er behauptete, er sei Elektrotechniker bei der Bahn, trug ihm ber alte Mann auf, eine Lichtleitung an fein Bett zu legen. Der Angeklagte benutzte nun die Gelegenheit dazu, die persönlichen Der- hällnissc seines Opfers genau auSzuforschen unb stahl in fdner Abwesenheit aus einer Kassette ein Sparkassenbuch mit einer Einlage von 4600 Mart unb eine silberne Remontoiruhr. Als er die Hälfte der Einlage bei ber Sparkasse abheben wollte, war zufällig Jemanb bort, ber ihn genau kannte unb cie Beamten der Sparkas e auf die Unwahrheit seiner Angaben, er sei vo i dem Eigen­tümer des Sparkassenbuchs zur Abholung des Be­trags bevollmächtigt, aufmerksam machte. Er wurde deshalb sestgenommen unb der Polizei über­geben, ehe bei Bestohlene feinen Verlust über­haupt bemerkt hatte. Einem andern 78 Jahre alten Pflegling ber Slschenanstalt schwindelte er elnPaar neue Sch ihe ble blefem zu grob waren, ab, unter ber Borspiegelung, er werbe sie ihm gegen passende umtauschen. Natürlich dachte er gar nicht daran, sondern verkaufte sie. Wegen Dieb­stahls und Betrugs erhielt der bereits vor­bestrafte Angeklagte eine Gesamtgefängnisstrafe von 1 Jahr 9 Monaten.

Eine Schneiderin aus Essen, die von einer hiesigen Familie auS Mitleid ausgenommen wor­den war, hat dieser ihre Wohltaten schlecht be­lohnt, denn sie entwe/idete ihr eine Kassette mit 80 Mark in bar und Schmucksachen im Werte von 800 Mark. Wegen Diebstahls erhielt sie des­halb 2 Monate Gefängnis.

3m Juli 1919 wurden aus dem Hygienischen Institut (Sieben mittels Einbruchs 1 Platin- ßchale, 1 Platintiegel und eine Schreibmaschine Kstöhlen. Der Berbacht lenkte sich alsbald aur n Angeklagten, der als Sohn eines Bediensteten des Instituts mit den Räumlichkeiten besonders vertraut war, allein eine Ueberführung war bet (einen entschiedenen Ctuanen* nicht möglich. Eist lebt erzählte eine Schneiderin, mit der ber An- Etagte längere Zelt ein Liebesverhältnis unier­ten hatte, bas bann wieder gelöst worben war, l dieser Ihr den Diebstahl der Schreibmaschine zugestanden habe. Auf Grund dieser Aussagen gewann daS Gericht heute die lieberzeugung, bas) der Angeklagte nicht nur die Schreibmaschine, son­dern auch ble Platinschale unb den Platintieget gestohlen habe, und verurteilte ihn deshalb zu einem Jahr Ge'äng ils. Der Berurteilte erkannte die Strafe alsbald als rechtskräftig an.

Ein Malerlehrling von hier entwendete einem hiesigen Mehgermelster, bei dem er Anstreicher­arbeiten auSzuführen hatte, auS der Ladenkaffe 50 Mark, unb bei einer späteren Gelegenheit 400 Mark. Wegen Diebstahls erhielt er eine GefamtgefängniSstrafe von 24 Tagen.

3m Dezember 1920 entwich ein Gärtner auS Mainz aus der Zellenstrasan statt In Butzbach, in der er eine längere Gefängnisstrafe verkühle, unb tarn an eine Hütte im Walde bei Rödgen. Gr erbrach diese unb tauschte seine AnstaltS- fletbung gegen dort befindliche ArbeitSkI eiber um. Wegen Einbruchsdieb st ahlS Im Rück­fall wurde er unter Annahme mildernder Um­stände zu ber gcrlngft zulässigen Strafe von einem Jahr Gefängnis verurteilt.

Ein früherer RelchSwehrsolbat erhielt wegen unerlaubter Entfernung. Unter­schlagung von Delleibungs- unb Ausrüstungs­stücken unb wegen Diebstahls eines Feber- dettes eine Gesamtstrafe von 6 Wochen Mittel­arrest.

Landwirtschaft.

Hessische landwirlschastliche Schule Butzbach.

e Butzbach. 3. Aug. Am letzten Freitag­nachmittag sand unter bem Vorsitz des KrelS- birekiors Graef bie diesjährige Sitzung deS Wirtschafts-Ausschusses ber hessischen Landwirtschaftlichen Schule zuButz- bach statt. Dr. Schab erstattete Bericht über bas letzte Geschäftsjahr, das erste ber im Novem­ber 1920 neugegrünbeten Anstalt. Die Schule war in ber im ersten Schuljahr nur bestehenden Unterklasse sehr stark besucht. 52 Schüler, dar­unter 13 auS dem benachbarten Kreise Wetzlar nahmen am Unterricht teil. 3m nächsten Winter soll bie Schule burch Errichtung einer Oberklasse voll ausgebaut werben. Dr. Schab gab sobann eine Verfügung des LandeSernährungsamtes über bie neue Dienstbezirkseinteilung der hessischen landwirtschaftlichen Schulen bekannt. Der Dienst­bezirk der Schule in Butzbach umfaßt hiernach fol­gendes Gebiet: Der nördlich ber Linie Landes- grenze (Ziegenberg) Langenhain, Ober-Mörlen, Dieder-Mörlen, Steinfurth. Wohnbach gelegene Teil deS KreiscS Friedberg, einschließlich der (Se­ma i tun g ber Grenzorte mit Ausnahme von Wohn­bach, feiner die Gemarkungen Lang-Göns, Gro- ßen-Linden, Klein-Linden. Allendorf a. d. Lahn, Leihgestern, Holzheim unb Oberhörgern deS Krei­ses Dießen. Llngealledert ist ber Schule eine Sammelste 1 le für Pflanzenschutz, von ber aus alle Beobachtungen von Im Bezirk auf- tretenden Dslanzenkrankheiten unb Schädlingen ge­leitet werben unb Auskunft über alle einschlä­gigen Fragen erteilt wirb. Der Unterricht beginnt voraussichtlich In der ersten Woche des Novembers.

Wanderungen.

O Fulda, 2. Aug. Der als Kartograph der Rhön in Tourisienkreifen durch feine vorzüg­lichen Wegekarten bekannte Prof. Dr. Karl Hoß- seld (Gifenach) ist auf einer Stubienfahrt an bte Rhön In ber Nähe der Milseburg infolge eines Schlaganfalls plötzlich verstorben. Der Gelehrte war an ber Milseburg mit kartogra­phischen Aufnahmen beschäftigt. Eine neue Schüler- unb Studentenherberge, auf ble bie wan­

dernde erwachsene Jugend in der Ferienzeit aufmerksam gemacht fei, wurde in Hilders ein­gerichtet

Vermischtes.

Walbbrände, bei denen die Hilfe versagt wird.

fpd. Dom HochtaunuS, 3. Aug. Am Sonntag brannte, wie berichtet, auf bem Sand- blalcn eine größere Waldfläche nieder. Für ble Rettungsarbeiten holte man ble Feuerwehrleute aus Niederreisenberg Im Auto ab. Als bad Auto mit ben Mannschaften In Oberreifenberg ankam, erfuhr man, baß es im Homburger Walde brannte. DaS paßte ben Leuten nicht, denn bie Homburger Förster hatten neuerdings die Bewohner der Dör­fer des Hochtaunus, als sie Heidelbeeren sammeln wollten, aus ihren Distrikten verwiesen, well sie keinen Heidelbeerscheln für 10 Mark gelöst hatten Ja, es soll sogar vorgekommen fein, baß ein För­ster ben Frauen die mühsam gesammelten Beeren wegnahm unb zertrat. An dieS alles dachten die wackeren Feuerwehrmänner von Reifenberg, und sie sprachen zu ben Homburgern: .Gönnt Ihr uns kaa Heidelbeer' Krieht Ihr aach kaa Feuer­wehr'" Dann machten sie lehrt unb begaben sich nach ihrer Heimat zurück unb feierten hier bas Gaufest des Turnverbandes Obertaunus fröhlich Weller. So erzählt bas .Höchster Kreisblatt". -- Bei Köppern entstand am Sonntag im Gemeinde- walb ein Brand, bei dem die Hilfeleistung durch bie Einwohner auch zu wünschen übrig ließ. Nicht nur, daß sich ble ®emeinbemltglleöer in geringer Fahl an den Löscharbeiten beteiligten, sondern auch von ber Pflichtfeuerwehr fehlten nicht weniger als 18 Mann.

Brand dreier Fabriken.

fpd. Höhr-Grenzhausen (Westerwald), 3. Aug. Durch eine gewaltige Feuersbrunst wurden in der Nacht zum Dienstag ble Fabrik pharmazeu­tischer Bedarfsartikel von Ho f ft c 11 e r & Ä u n ft, die Maschinenfabrik von Reinhold Hanke und ble Korkenfabrik von Lötschert & Co. vollstän- dia eingeäschert. Die Wohnhäuser konnten von den zahlreichen Feuerwehren ber Umgegend vor ber Einäscherung bewahrt werden. Die Entstehungs­ursache des Rlefenbrandes ist bis zur Stunde un­bekannt. Der Schaden beziffert sich auf mehrere Millionen, soweit bis jetzt sestzustellen war.

Folgenschweres Autounglück.

fpd. Koblenz, 3. Aug. Die erst seit zehn Tagen vermählte Gräfin Marie Luise von Re- ncfle auf Schloß Bürresheim kehrte am Diens­tag mit Ihrem Gemahl Im Auto von Maria- Laach zurück. Bei Tühr kreuzte bas Auto mit bem Fuhrwerk eines Melkermeisters unb fahr dabei einem Pferde ein Bein ab. DaS Tier fiel beim Umfallen auf bas Auto unb brückte ben Kopf ber jungen Frau in eine eiserne Spitze hinein, io baß ber Tob auf ber Stelle eintrat.

Carusos Vermögen.

R o m, 3. Aug. (WTB.) Nach Dlättermel- bungen beläuft sich das Vermögen, daS Caruso hinterlassen bat, auf 30 Mil­lionen Lire. Der Leichnam Carusos wird ein- balsamiert, unb es findet eine besondere Xrauet- feler statt.

Köln, 3. Aug. (Priv.-Tel.) Dor einigen Tagen flüchteten die Kassenboten Schmitz unb Heldenlch ber hiesigen Niederlassung der El­sässischen Bank mit 2 800 000 Mk. Sie stellten sich gestern nachmittag ber hiesigen Polizei. Sie halten noch etwa 40 000 Mk. Der größere Teil Des Geldes würbe vor ihrer Abreise von einem angeblichen Kriminalbeamten beschlagnahmt.

Buer (Wests.), 3. Aug. (Priv.-Tel.- Die Buersche Zeitung' meldet: Gin seit mehreren Tagen vermißter löjähriger Junge ist im

Walde bet Dari mit bem Kopfe nach Unten ers hängt aufgefunden worden. Unter bem Der­bacht, seinen Spielgefährten im Derlause eine* Wortwechsels erschlagen und erhängt zu haben, wurde ein ISjähriger Junge verhaltet.

' Die neuesten Ausgrabungen t« Palästina. Die Ausgrabungsarbeiten, die nach dem Kriege mit großem Eifer in Palästina be­gonnen worden sind, schreiten rüstig fort, '-äußer ben Engländern beteiligen sich auch bie Amerikaner unb bie Franzosen Daran. Wie ein Bericht btiP englischen KolonialamleS mittelst, finb in AS - l a l o n ble großen Klöster, ble dort errichtet wor­ben waren, ibentifiziert unb ausgegraben worben. Auch ble Forschungen in Liberias unb in bem Gebiet in der Nähe der Synagoge von Kaper- n a u m haben wichtige Resultate gezeitigt. 3n Ka- pcmaum würbe ein sechseckiger Hof r angelegt, der ein sehr schönes Mosaikpflaster ausweist, vo- bann finb wichtige Denkmäler, bie in ihrer Er­haltung bedroht waren, gcf.chert worden, bar­unter der Turm ber Kreuzfahrer von Ramleh, bic alte Kirche von Jltma bei Ramallah u. a. Besondere Sorgfalt werden Der Burg unb Den Mauern von Jerusalem zugewendet, deren Erhal­tung ber Jerusalem-Gesellschaft übertragen wor­ben ist. Ueberhaupt soll bie AuSgrabungstätia- leit im Heiligen Land auf eine ganz neue Basis gestellt werden. Die Ausgrabungen, die bisher ziemlich willkürlich und aus uninethodische Weise von jebem Beliebigen betrieben werden konn­ten, bedürfen jetzt einer besonderen Erlaubnis ber Regierung Die Ausbeutung wichtiger antller Stätten wird von nun an nur noch wissenschaft­lichen Gesellschaften gestattet werden, ble eine Ga­rantie dafür bieten, baß bic Forschung nach Alter­tümern In einer methobischen und sorgfältigen Weise vor sich geht. Sobann wirb man ber Aus­stattung der Museen besondere Aufmerksamkeit zu- toenben. Für Jerusalem Ist ein großes Zen rnuseum in Aussicht genommen, bas noch im Laufe bes Sommer- eröffnet werden soll. Doch beab­sichtigt man nicht, alle Kunstdenkmaler in ber Hauptstadt zu vereinigen, sondern auch bic Lokal- museen sollen mehr als bisher berücksichtigt wer­ben. Gibt eS doch viele Gegenstände, die sthr an Interesse verlieren, wenn sie aus ihrer ur­sprünglichen Umgebung weggcbracht warben, bie aber anbererseits an ber historischen Stätte, mit ber sie verknüpft finb. von hohem Wert bleiben. ES werben daher Städte wie Akko, Athlit, 2S- lalon und TiberiaS solche besonderen Lokalmusee,» erhalten, in denen die Funde der dort gemachten! Ausgrabungen Aufstellung finden.

Kunst und Wissenschaft.

Paläontologischer Kongreß.

fpd. 5 r a n I f u r t a. M., 3. Aug. Zum erstes Male nach bem Kriege tagt vom 8.10 August im Senckcnbergischen Museum die Paläontolo­gische Gesellschaft. 2ln ber Tagung neh­men auch Ausländer teil.

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Samstag den 6. August, abends 9 Uhr, lasse ich im Saale der neuen Schule zu Klein-Linden nochmals folgende Grundstücke versteigern.

Gemarkung Klein-Linden:

Flur IV Nr. 94 = 1100 qm Acker

Flur V Nr. 72B/t0 -- 1431 qm Acker

Flur V Nr. 264 --- 1087 qm Acker

Gemarkung Gießen:

gVIl Nr. 238 = 17C0 qm Acker VII Nr 228 = 1144 qm Wiese XL Nr. ISS'/,, -- 1093 qm Acker

Gemarkung Allendorf a. d. Lahn:

Flur VI Nr. 11 = 1025 qm Wiese.

Verlobte

Lollar, den 4. 2lugust 1921

Stall Aortenl Ihre Verlobung geben bekannt Gretel Straub Karl Feyh Babenhausen Bühseld

(z- Zt- Glehen) (z. Zt. Reiskirchen)

im August 1921 .......................................

Bedingungen werden vor der Versteigerung be- knnntgegeben.

010720 Wllh. BoNr, GrohenLinden.

Zrüh-Nartosseln W.tterauer, trifft nächste Woche. DtenStag ober Mittwoch, ein Waanon ein per 3entner M. 120.00 Lelephon. Bestellungen werden schon jetzt entgegen genommen.

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August unb Marie Schneider

geh Kirstein

zeigen ihre Vermählung an

Gießen, 3. August 1921

Eine kleine oder mittlere

Gastwirtschaft möglichst mit Wohnung in Giehen ober Umgenenb an kaufen oder au vach'en gesucht. Offerten unter F. T. 13977 A. an «Ua Haaieustel« * Dogler. Kraokiurt am Main. 8522A