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dem Reich hierüber in Verhandlungen

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Zuversicht in den Wahlkampf eintritt.

oder ISlam. Wenn Opfern befohlen, ihr

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mals mit tritt.

Sitzung

des Landesausschusses der Demo­kratischen Partei.

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»gern, wird den zu graben. Wenn

3m Dom zu Münster werden nach einem Bericht der »Kunstchrvnik" Wiederher-

Die Vorgänge in Indien.

London, 2. Oft. (Wolff.) Reuter mel­det aus Calicut: Die Lage in Milattur gestaltet sich sehr ernst, die Aufständischen stellen die Hindus vor die Alternative: Tod

* Treibriemendieb st ah l. Am Samstag vormittag gegen 12 Ahr wurde an der Baustelle in der Senkenberger Strahr ein etwa 12 Meter langer und 1012 Zenti­meter breiter Treibriemen entwendet. Vor Ankauf wird gewarnt.

* Desihwechsel. Das Anwesen Reustadt 21 23, in dem ein Kolonialwarenge- schäft betrieben wird, ging durch Kauf an H. Günther aus Steinbach über. Der neue Be­sitzer führt daS Geschäft unverändert weiter.

** Der Verban d der Getreide- und Futtermittelhändler Deutsch-

Aus Stabt und Land.

Gießen, den 3. Ott. 1921.

Wettervoraussa-c

für Dienstag.

Frühnebel, wollig, meist trocken, tags etwas kühler, nachtS kalt. Winde aus nördlichen Rich­tungen.

Ein von der Atlantik herannahendes Tief bringt uns Bewölkung und stellenweife Rieder- schlüge. Durch die nördlichen Winde werden wir mit stärkerer Abkühlung zu rechnen haben.

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sie sich noch weiter weigern, den Islam an­zunehmen, werden sie erschossen und in die Gräber geworfen. ES wurde eine vollständige Homerule proklamiert, die den Hindus ge­hörende Ernte wurde beschlagnahmt. Die Hin­dus flüchten. Mehr als 2000 Flüchtlinge be­finden sich in Perintalmanna.

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stellungsarbeiten vvrgenommen, die bem Dome zu einem Teil seinen allen Eindruck wieder- geben sollen. 3m Portal wurden bei der letzten Restaurarion die beiden äußersten der törichten und klugen Iungfrauen aus Prüderie nicht wieder ausgebaui: sie wurden jetzt erst wieder in ihre alten Rischen gesetzt. Don 59 Chorherrengräbern, die früher im Boden der Seitenschiffe lagen, wurden die noch vorhandenen Brvnzeepitaph- platten wieder hervorgeholl, 75 große und Heine Wappen tafeln von 15861303 in prächtiger Aus­führung, die jetzt die Wände des Domes schmücken. Der im Laufe der Zell völlig verschmutzte und verdunkelte Hochaltar wird gereinigt, so daß das Steinwerk Gerhart Gröningers mit den Flügel­gemälden des Adrian Bogaert, Szenen aus dem Leben Pauli, wieder voll zur Geltung kommen werden. Zu dem demnächst stattfindenden Denk- malpslegetag soll der Hochaltar wieder in der allen Weise besetzt werden.

Farbenspiele des Meeres. Wenn man das Meerwasser in eine vollkommen durch­sichtige und farblose Dase gießt, so erscheint es selbst auch völlig klar. In der Ratur draußen aber nimmt es eine große Zahl schönster Fär­bungen an, von denen die häufigste bekanntlich das herrliche Azurblau ist. Diese Farbenspiele der See werden durch die Filtrierung der Sonnen­strahlen durch die zahllosen kleinen Salzkörperchen, die im Waller schwimmen, hervvrgerufen. Das Mittelländische Meer, das eine ungewöhnlich große Zahl dieser Salzkörperchen enthält, strahlt in der tiefsten Bläue. Auch die Polarmeere haben nach den Schilderungen der Forscher eine glän­zende ultramarinblaue Farbe, ebenso das Wasser

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rm. Darmstadt, 2. Oft Der Landes­ausschuß der Deutschen demokrati­schen Partei in Hessen tagte heute zwecks Ausstellung der Kandidatenliste. Zum Ein­gang der Derhandlungen ging der Dorsitzende, Herr Finanzminister Henrich auf die durch den Aebertritt Dr. Streckers zur Sozialdemakratie geschaffene Lage ein. Man war mit ihm einmütig dec Auffassung, daß der bisher vor Dr. Strecker im Austrag der Partei bekleidete Posten des Präsidenten des Landesbildungs- a m t e s durch einen von der Partei vorzuschlagen­den Dertrauensmann neu zu besehen ist Da­mit soll aber in keiner Weise der von der Partei angestrebten Dereinfachung der Regierung vor­gegriffen werden. Da nach übereinstimmender Meinung der Regierung und der beiden anderen Koalitionsparteien die Ausführung der Derein­fachung bis nach den Wahlen verschoben werden soll, s ohat die Besetzung des der Partei zu­stehenden Regierungspostens, die aus politischen Gründen nötig ist. für die Zell bis zu den Wah­len keinerlei hindernde Wirkung in der Richtung der Dereinfachung. Der von der Partei vorzuschla- gende Ersatzmann für Dr. Strecker kommt darum lluch nur für diese kurze Zeit für das Amt in Be­tracht In Bezug auf den» Kandidatenvorschlag stellte man sich auf den Standpunkt daß provin­zielle gegliederte Listen einzureichen seien. Durch daS Ausscheiden Dr. Streckers als Parteikandidaten für die Landtagswahlen werden indessen erneute Derhandlungen der Pro- vinzialverbande nötig fein, die aber innerhalb kurzer Frist erledigt fein müssen. Ebenso einmütig einigte man stch über die Richtlinien für ein W^bivrogramm Rach Besprechung wahlorganisa- torischer Fragen schloß der Vorsitzende die Der­handlungen mit der Feststellung, daß die Partei

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des Atlantischen Ozeans am Aeguator, während der Stille Ozean sich fast dem Indigo nähert. Alle diese vier Meere gleichen sich jedoch darin, daß in der Rähe der Küste die Farbe sich ändert und grün wird, oft ein so starkes Grün, daß es fast schwarz erscheint Wenn bad Wasser bewegt ist, wanbelt sich daS Grün zu einem bräunlichen Tom bei einem ruhigen Sonnenuntergang leuchtet die Oberfläche in einer ganzen Skala der zartesten Färbungen, Rosa, Topas, Smaragd und Purpur. Es gibt auch örtlich begrenzte Ursachen, die die Farbe des Seewassers beeinflussen und ihnen an bestimmten Stellen eine ausgesprochene beständige Schattierung verleihen. Ein Grund von weißem Sand ruft eine grünliche oder apfelgrüne Farbe hervor. In der Dai von Loango erscheint das' Wasser infolge des roten Grundes in einem tie- len Rot. Rings um die Küsten von Reuseeland gibt es Meeresstellen, an denen zahllose schwim­mende rote Tierchen eine Karmoisinfärbung des Wassers zur Folge haben. An den Küsten Japans ist die See gelb, und wesllich von den Kanarischen Inseln hat sie ein scharfes Grün. Im Hafen von Lima in Peru ist das Meerwasser olivfarben, während in der Rähe des Kap Palmas und längs des Golfs von Guinea das Schiff oft durch eine See von Milch zu fahren scheint. Alle tro­pischen Meere nehmen gelegentlich die Farbe deS Feuers an; man nennt bte Erscheinung Phor- phoressenz, unb sie wird burch Tausende von schwimmenden Tierchen oder durch die toten Kör­per gewisser anderer Fische, die ein intensives Licht ausstrahlen, hervorgerufen.

Landschaften kleinere Anstalten auszubauen hätte, indem die Eigenart des besonderen Stammes mehr betont würde. In den maßgebenden Kreisen wählte man den letzteren Weg unb überlieh die Schaffung eines Fleilicht-Museums bei Berlin der Zukunft. Das dänische Beispiel hat bewirtt, daß in Husum, Meldorf unb Kiel mehrere kleine Flellicht-Museen entstanden, während ein deut­sches, erst während des Weltkrieges entstandenes, das Haderslebener, jetzt durch die Abtretung von Rordfchleswig in dänische Hände gelangt ist. Auch in Königsberg in Preußen unb in Oldenburg sind Freilicht-Museen gegründet, in Bremen wird dar­über verhandelt. In Stade ist ein beschränkter Versuch mit der Errichtung eines Elbmarschen- hvfes gemacht, in Zelle ist ein vaterländisches Museum erbaut, das auch die älteren Wirtschafts­betriebe in seine Sammlungen aufgenommen hat. Auch in anderen Sammlungen werden die Auf­gaben eines Freilicht-Museums zumtell behan­delt. so in Altona durch die Berücksichtigung der Elb- und Hochseefischerei, im Germanischen Mu­seum zu Nürnberg, im Bayerischen Museum zu München, im Städtischen Museum zu Hameln. Eine größere Anzahl ländlicher Wohnräume ist im Museum Flensburg, im Thaulow-Museum zu Kiel, im Museum Meldorf, in der Sammlung für deutsche Dollskunde in Berlin aufgestellt. Auch die Wiederherstellung der großen Burgen des Mittelalters, der Wartburg, der Marienburg unb der Hohkönigsburg ist in diesem Zusammen­hang zu erwähnen.

Ein Rechtsqutachten über die oberschrefische Frage.

Berlin, 1. Oft (Wolff.) Der bekannte ame- rikan-s-che Rechtssachverständiqe David Hunter Miller erstattete sein Rechtsgutachten über die o b e r s ch l e s i s ch e F r a g e, die augen­blicklich dem Döllerbundsrat vorliegt' Miller ist eine Autoritär auf dem Gebiete des Völkerrechts. Er war juristischer Berater im Staatsdeparte- ment zu Washington, kam mit einer Mission beS Obersten House nach Europa unb wurde später juristischer Beirat der amerikanischen Kommission für bte Friedensverhandlungen. Auf der Pariser Konferenz war er Rechtsbeistanb Wilsons. Miller hat sich in erster Linie mit der Ausarbeitung des ersten Teiles des Friedensverttages befaßt, der di? DölkerbundSsahungen enthält. Er gilt deshalb als einer der besten Kenner des Gedankens, aus dem heraus bet Bund geschaffen wurde, sowie der Prinzipien. nach denen er handeln soll. Außer­dem war Miller bei der Ausarbeitung zahlreicher anderer Bestimmungen des Friedensverttages be­teiligt Unter Heranziehung der allgemein aner­kannten Prinzipien des Dölkerrechts kommt Mil- ler auf Grund des Friedensvertrages und aus seiner Geschichte zu dem Ergebnis, daß nach dem Resultat der Dollsabstimmung Oberschlesien un­geteilt Beim Deutschen Reiche verbleiben muh. Die Reichsregierung lieh das Gutachten des be­deutenden Rechtsgöehrten dem Dölkerbundsrat ht Genf sowie den Regierungen der Entente- ffaaten überreichen.

Paris, 1. Ott (WB.) Dem3ournat deS D6bats" wird aus Gens gemeldet, daß der Ur­teilsspruch in der obetschlesi^chen Angelegen­heit vom Döllerbundsrat jedenfalls nicht vor acht bes zehn Tagen erwartet werden könne. Der Korrespondent deS Blattes läßt aber keinen Zweifel darüber, daß man sich übet eine Formel noch nicht geeinigt habe.

Aus dem Reiche.

Die Frage der Unabhängigen.

Berlin, 2. Ott Die Reichstagsfraktion der Unabhängigen sozialdemokratischen Partei erklärt in einet Antwort auf die Anfrage der So­zialdemokratischen Partei, ob unb unter welchen Bedingungen die USP. bereit wäre, in das Kabi­nett Wirth einzutreten, bevor die USP. die ge­naue nBedingungen formuliere, frage die SPD., ob alle Koalitionsparteien bereit sein würden, die wichtigsten Punkte des Programms der Unabhängigen zu akzeptieren, wie: Schuh der Derfassung, der durch eine entsprechende Iustizresorm und gesetzliche Maßnahmen gegen antirepublikanische Maßnahmen wirksam gemacht werden müßte, gründliche Erfassung der Goldwerte und Sozialisierung des Bergbaues. Sie ersuche die Leitung der SPD., das Resultat der Fest­stellungen mitzuteilen.

Die Einschränkung des Brennrechts für Kartoffeln.

Berlin, 30. Sept. Im Interesse der Der- sorgung der Bevölkerung mit Speisekartof- seln ist auch in diesem Iahte wiederum eine Einschränkung der Verarbeitung von Kartoffeln in Brennereien erforderlich. Durch eine in diesen Tagen im Reichsgesehblatt erscheinende Verord­nung hat daher der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft angeordnet, daß nur da- Ver­arbeiten von selb st gebauten Kartoffeln in landwirtschaftlichen Brennereien unb lediglich in Höhe von 2 0 P rozen t des Drennrechts gestattet ist. Ein Aufkäufen von Kartoffeln zur Verarbei­tung in Brennereien ist verboten. Die Landes­regierungen sind ermächtigt, zur Durchführung die­ser Vorschriften nähere Bestimmungen zu treffen. Diese im Interesse dec Speisekattoffelversorgung notwendige Einschränkung des Brennrechts für Kartoffeln dürfte auch für die Landwirtschaft er­träglich sein, da ihr die Möglichkeit gegeben ist, an Stelle von Kartoffeln Mais zu Sviritus zu verarbeiten, und bekannllich die Maisschlempe als Futtermittel erheblich wertvoller ist als die Kar­toffelschlempe.

Der Kellnerstreik inBerlin,

Berlin, 2. Oki. Wie dasBerliner Tageblatt" vom Vorsitzenden des Vereins der Berliner Hotelbesitzer erfahrt, ist im Laufe des gestrigen Nachmittags ein großer Teil der Streikenden in ihre Arbeitsstätten zu- rückgekehrt und hat sich mit den bewillig­ten Lohnerhöhungen einverstanden erklärt. Gegen abend hatte bereits weit über die Halste der Kellner in den Berliner Hotels Hie Ar­beit wieder ausgenommen. Das ReichSwtttsckmftSministerium hat Arbeitneh­mer und Arbeitgeber für morgen zu einer un­verbindlichen Vorbesprechung eingeladen. Wie die Blätter melden, ist es an einigen Stellen zu Zwischenfällen gekommen.

Berlin, 3. Okt. Der Streik im Ber­liner Gastwirtsgewerbe geht un­vermindert weiter. Am Sonntag wa­ren fast alle großen Betriebe geschlossen. Ver- schiedenllich kam es zu Ausschreitungen der Streikenden. So drang ein Trupp Ausständi­ger in das Restaurant von Hiller Unter den Linden ein, wo eine große Anzahl Gäste, dar­unter auch Herren der auswärtigen Diploma­tie, die in ihrem Hotel nicht perpflegt wer­den können, beim Mittagessen war. Die Kell­ner wurden von. den Ausständigen geschla­gen. Erst nachdem polizeiliche Hilfe herbei- geholt worden war, konnten die Eindringlinge aus dem Lokal entfernt werden. Aehnliche Vorgänge spielten sich in mehreren anderen größeren Restaurants ab.

Der frühere König von Württemberg f.

Stuttgart, 2. Okt. (Wolff.) Der frü­here König von Württemberg ist im Alter von 73 Jahren heute vormittag ver­schieden.

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Feuilleton.

Freilicht-Museen.

Die schon recht stattllche Zahl von Freillcht- Museen, die es heute gibt, stellt Geheimer Baurat K Mühlke in einem Aufsatz derGcenzboten" zu­sammen. In Skandinavien wurden bekanntlich zuerst solche Freilicht-Museen begründet, und hier bat Sfanfen bei Stockholm schon lange vorbildlich gewirkt. Die ländlichen Betriebe Schwedens wer­den hier durch Ueberführung entbehrlicher Bauten ober ihrer Rachbildung dargestellt, in einem Zoo­logischen Garten werden nur nationalwichtige Tiere gehegt, auch einen Stamm nomadisierender Einwohner, Lappländer, mit ihrem Betrieb, unb die verschiedenen Typen ländlicher und handwerk­licher Bauten werden vorgeführt. Delekanierinnen in der alten Volkstracht sind als Wärterinnen angestellt und führen ihre Tänze vor. Eine Er­gänzung zu 6laufen bildet das benachbarte völki­sche Rationalmuseum, dasRordi che CHiuleum. Kleinere Freilicht-Museen haben die alte DischofS- stadt Lurnb, ferner Zönköping am Eüdende des malerischen WetterseeS, unb ebenso Rorwegen auf der Halbinsel Dygboe am Fjord Christiane, und am Ueberlandswege nach Bergen im Gudbrand- tale nach dem Städtchen Lillehamer, unb Däne­mark in bem Vorort Lyngby bei Kopenhagen. Auch in Deutschland ist man nach diesen Vorbil­dern der Frage der Errichtung von Freilicht- Museen näher getreten. Vor dem Wcl kriege wurde viel erörtert, ob ein gemeinschaftliches Frei­sicht-Museum in der Landeshauptstadt errichtet werden sollte oder ob man in den einzelnen

Aus Hessen.

Aus bem Finanzausschuß.

rm. Darrnstadt, 2. Oft. Der Finanz­ausschuß des Landtags kam in seiner Beratung am Samstag nochmals auf die Dorlage bett, die Gewährung von einer Million Mark für das Oppauer Unglück zurück, da die Abg. Knoll und Ruh inzwischen hierzu Anträge gestellt hatten. Der erste Teil des Antrags Knoll wird für er­ledigt erklärt, der zweite Teil, der die Ueber» wachung explosionsgefährlicher Betrieb? betrifft, geht an die Regierung zur Einleitung weiterer Schritte. Zu dem Antrag Ruß betr. die Regelung der Schäden durch das Reich und das Land wird festgestellt, daß Baden auch die E^plosionSschäben vergütet, während Hessen nur für die eigentlichen Brandschäden eintritt. Die Regierung wird er­sucht, die notwendigen Schritte mit den Rachbar­staaten zu übernehmen. Die Dorlage der Regie­rung betr. bas Wasserst rahengesey löst eine längere Aussprache aus, ba zum Ausdruck kommt, daß die hessischen Verhältnisse anscheinend doch in dem Vertrag nicht hinreichend gewahrt und geklärt erscheinen. Der Finanzausschuß be­schließt daher, der Vorlage zunächst noch nicht beitreten zu wollen. Die Beschaffung einer Prv- jektionsanlage für Bad-Rauheim wirb be­willigt. Auch die Regierungsvorlage betr. den Erwerb der Grubenselder Ernst und Friedrich V. von der Stabt Frankfurt unter den vereinbarten Bedingungen wird gutgeheihen. Die Vorstellung des Hessischen Beamten- a u s s ch u s s e s betr. Gewährung einer einmali­gen Beschaffungsbeihilfe findet von fei­ten der Regierung wenig Unterstützung, doch be» schließt der Ausschuß, daß das Ministerium noch-

landS yat im Anzeigenteil der SamStagS- nummer ein Flugblatt veröffentlicht, das sich gegen haltlose Gerüchte über angebliche Ge­treideschiebungen durch den legitimen Ge­treidehandel wendet. Der Verband erklärt, daß er gegen jegliche Getreideausfuhr sei und bei der Reichsregierung den Antrag gestellt habe, sie möge ein Gesetz einbringen, das die Todes­strafe für derartige Schiebungen vorsieht.

Bornotizen.

TageskalenderfürMontag. Hör» saal 44 der Universität, 4 Uhr, öffentlicher Vor­trag über den Entwurf eines neuen deutschen Strafrechts. Großer Hörsaal, 8 Uhr, Beginn der Proben des Akademischen Gesangvereins. Astoria-Lichtspiele: Ab heute bis einschl. DonnerS» tag2c granb jeu. Lichtspielhaus: Ab heute bis einschl. DonnerstagDie Frauen vorn ®naben* stein" unbKnoppchen ißt Hasenbraten".

AuS bem 6tabttbeaterbureau In der Eröffnungsvorstellung von »Was ihr w o l l t", am kommenden Mittwoch» sind in den Hauptrollen beschäftigt die Herren Teleky, Goll, Volck, Juhnke, Leutl-eiser, Helldom und Döring, sowie die Damen Koop, Türk und Keller. Die Spielleitung führt Direktor Stei. goetter, der das Werk auf unsere Bühne eingerichtet hat.

Landkreis ließen. .

k Allendorf a. d. Lumda, 30. Sept. Be­günstigt durch das schöne Wetter der letzten Wochen ging hier die Kartoffelernte sehr rasch vonstatten. Sie ist bereits beendet. Der Er­trag ist so gering, daß die hiesigen Verbraucher noch 46 Waggon Kartoffeln von auswärts be­ziehen müssen. Die Landwirte haben trotz der Trockenheit bereits mit der Aussaat der Winterfrucht begonnen. An der Dahn wurde Weißkraut auSgeladen: der Zentner kostete 85 Mark.

w. Bersrod, 2. Olt Unsere Gemeinde ist seit 1908 mit noch sechs anderen Gemeinden bem GruppenwasserwerkDieberg" angc- schlossen. Trotzdem Wasser genug vorhanden ist, so daß die sieben Gemeinden versorgt werden können, müssen unsere Einwohner schon den gan­zen Sommer über, mit wenigen Tagen Ausnahme, bte trotz Wasserleitung in guter Pllege erhaltenen Brunnen benutzen. Darum hat eine Bürgerver­sammlung und der Gemeinderat einmütig be­schlossen, eine eigene Wasserleitung zu bauen, um bem ärgerlichen Zustande ein Ende au machen. Ueber die Abfindungssumme ist man in erregten Sitzungen noch nicht einig geworden. Auf die demnächstige Schlußsitzung in dieser An­gelegenheit ist man sehr gespannt Die Vor­arbeiten für ein Ehrenmal ber im Welt­kriege Gefallenen unb der übrigen Kämp­fer sind so weit vorgeschritten, daß die Aussührung nunmehr vergeben werden !ann. Es kommt vor die innen und außen erneuerte Kirche zu stehe ch und wird nur die Worte enthalten: Denen, die starben unb kämpften fürs Vaterland im Welt­kriege 191418. Die Ramen der Gefallenen aber werden den Feldern der Brustwehr der Empor» bühne aufgemalt

Kreis Lauterbach.

X V e i t s h a i n, 30. Sept. Unsere Gemeinde beabsichtigt zuerst eine Wa sserlei tung zu bauen unb sich später der elektrischen Ueberlandzentrale anzuschliehen.

Kreis Schotten.

nt. Ulrichstein. 1. Okt. Die K caft- pvst zwischen Ulrichstein und Schotten er­hält vom 1. Oktober ab folgenden Fahr­plan: Rur werktags :ab Ulrichstein 11.10 Uhr vormittags nach Ankunft der Kraftpost von Mücke. Ankunft in Schotten 12 Uhr mit­tags zum. Anschluß an den Zug um 12.55 Uhr nach Ridda. Rückfahrt von Schotten 5.20 Uhr nachmittags nach Ankunft des Zuges 5.06 Uhr von Ridda. Ankunft in Ulrichstein 6.20 Uhr Die Verbindung zwischen Schotten Ge­dern wird vom gleichen Tage ab aufge­hoben.

Kreis Friedberg.

Bad-Rauheirn, 1. Oft. Die Geschäfts­führung der 86. Versammlung der Gesellschaft deutscher Raturforscher unb Aerzte hat der Bade- unb Kurverwaltung Dad-Rauheim aus dem ®e- schästsüberschuß als Grundstock zur Beschaffung eines Projektionsapparates (Epidio- skop) den Betrag von 15 000. Mark unter der Be­stimmung überwiesen, daß der Apparat unter Kontrolle der Bade- und Kurverwaltung allen Interessenten gegen entsprechendes Entgelt zur Verfügung zu stellen ist unb daß er spätestens in drei Iahren gekauft fein ipufj, anbernfalls bei Betrag der Vereinigung der Dad-Rauheimer Aerzte überwiesen wird. Die Firma Ernst Leih, Optische Werke in Wetzlar, hat einen Universal- Projektionsapparat in Schrankform nebst Zubeböl zu dem Preis von 36 400 Mark angeboten. Der noch fehlende Betrag von rund 21 000 Mars könnte aus laufenden Mitteln der Badestanstall Dad-Rauheim bestritten unb im Voranschlag für

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Die nächste Wiederherstellungs­rate aedeckt!

Paris, 1. Okt. (WTD.) Zu der Mitteilung des Garantiekomitees, daß der am 15. R o v e m - her fällige Betrag der deutschenQIus- fuhrabgabe bereits durch deutsche Gegenlei­stungen ausgeglichen sei und daß Deutschland an dem genannten Taae keine Zahlungen zu leisten habe, schreibt derTemvs", die am 15. Rovember fällige Summe der Ausfuhrabaabe für das Vierteljahr vom 1. Mai bis 31. Iuli werde vor­läufig auf 310 Millionen Mark geschäht. In dem gleichen Zeitraum hätten die deutschen Sachliefe- i ungen, namentlich diejenigen an Frankreich (Koh­len, Kohlenvrodukte. Farbstoffe, pharmazeutische Produkte, Wiederaufbaumaterial usw.) einen Wert von 151 Millionen Goldmark gehabt. Die Liese- 7 ungen vom 1. August bis 15. Rovember wür­den mindestens ebenso hoch, geschäht. Infolgedessen fei der am 15. Rovember seitens Deutschlands fällige Betrag gedeckt.

Paris, 1. Oft (WTD.) Wie derTemps" mitteill, hat gestern eine offiziöse Sihung der Reparationskommission unter dem Vor­sitze von Dubois stattgefunden. Zeder der Be­teiligten habe seinen Standpuntt außeinanber- geseht und die Abteilungen der Reparations» kvmmissivn hätten Auftrag erhalten, die ver­schiedenen Auffassungen miteinander in Einklang zu bringen. ®ie Untersuchungen würden in der nächsten Woche fortgesetzt unb sobald ein Ein­verständnis erzielt fet, werde eine offizielle Voll­sitzung abgehalten werden. Das Blatt weist dar­aus hin, daß die Verweisung des Wiesbade­ner Protokolls an die Reparations- kommission die ZuMmmung sowohl der fran- zösischen wie der deutschen Regierung habe. Der . Temps" glaubt feststellen zu können, daß die alliierten Vertreter den lebhaften Wunsch an «ben Tag legten, zu einem Einvernehmen zu ge­gangen, das den französischen Interessen unter jSBibrung deftenigen der Alliiertzn günstig wäre. Das Blatt füljrt auS dem Wiesbadener Prvto» '»koll einige Stellen an, in denen es heißt, daß die französische Regierung vor der ReparationS- kommission den deutschen Standpunkt unterstützen werde. ---

Italien als Vermittler.

P a r i S, 2. Okt. (WTD.) Die Dotschafter- konferenz hat heute vormittag eine An­regung der italienischen Regie­rung bei den alliierten Regierungen zur Kenntnis genommen, die Kabinette von Wien und Budapest zur Entsendung von Devoll- mächttgten nach Rom aufzufordern, um dort unter den Auspizien des italienischen Mi­nisters deS Aeuhern ein Abkommen über die Frage des we st ungarischen Ge- b ietS zu schließen. Die Konferenz hat diesen Vorschlag angenommen und die alliierten Ver­treter in Oesterreich und Ungarn beauftragt, die nötigen Schritte zu diesem Zweck zu un­ternehmen.

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