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Der deutsche Kurs

erklärte Llemenceau, man wisse, hab der Sieg

Die

der

London, 2. Ott. (WTB.) Dem .Obser-

gemischte Kommission wird aufgesord-rt. das Ab-

Iahresveriammlunq des deutschen Museums.

Die Tagung des Völkerbundes.

Die Dölkerbundsversammlung hat heute abend

Deutschland die Demokratie triumphieren: wen» jedoch der deut chen Demvkrat.e noch grot e Schwie­rigkeiten in dem Weg gelegt würden, so werd« die Reaktion eine neue Gelegenheit erhalten. Der diplomatische Berichterstatter d.S wCb crixt" ist der LMicht, baß hinter den 3 a n 11 i o Um­fragen we i t mehr stecke als bc idem ersten Bild ersichtlich sei. Gr frage, weshal. ti? fran­zösische Regierung die 90 030 Mann sra^z f, dxr Truppen, die in Ruhrort, Suubirg und Düssel­dorf ständen, noch nicht zurückgezogen p-de, wo doch di caDlierte Konferenz ve pslichtet l-l diese Truppen zurückcuzieheit. Die Antwort Piräus set kcmpliziert. Die WieLt»ade-ier Der Handlungen zwischen Loucheur und Ratbenau hätten zwei Seiten: die eine, die Reparation betreffend, set für den ©ebraud) der Alliierten. Die andere, wichtigere, werde geheim gehalten. Fafir ich sei daran, mit Deutschland einen Handelsver­trag abzuschließen, bei dem die französischen Rchstvfse und die deutsche Technik und Handels- crganisation einen wcit .reichenden Ginslus) auf die gesamte Industrie Europas aus üben würden.

Die freier des Wafscnftillftandstages-

Paris. 2. Oft. (TBST3.) Heute vor­mittag hat General Pershing, der wäh­rend deS Krieges die amerikanischen Stteit- k äste in Frankreich befehligte, auf dem Grabe des unter dem Triumphbogen beigesetzten un­bekannten Soldaten die amerikanische Ehrenmedaille im Namen der amerikanischen Negierung niedergelegt. Aus diesem Anlaß fand eine militärische Parade statt, an der außer stanzösischen Truppen auch ein De­tachement amerikanischer Truppen aus Koblenz teilnahm. Der Feier wohnten der Präsident der Repttblik. Millerand. Krieasminister Bar- thou, die Marschälle Foch. Petain, Faholle und Franchet d'Espereh sowie der amerllanj. sche Botschafter in Paris bei.

Die Mission Aaholle

Alliierten liege. Wenn die Alliierten die demo­kratischen Elemente unterflünen, so werbe in

scheu Armeen systematisch ihr wildes Dernich- tungswerk. das heute Fvankreich seiner legitimen Mittel zur Gütererzeugung beraube, wahrend seine anderen Alliierten glücklicher seien und ihre Wirtschaft entwickeln könnten, nicht nur ' voll­bracht, um Frankreich zu schwächen und ihm die Rückkehr zum allgemeinen Wettbewerb zu er­schweren? Hätten sich die deutschen Soldaten, die die französischen Bergwerke au her Betrieb gesetzt haben, nachdem sie die Fabriken verwüstet hatten, wohl träumen lasten, das) man ihnen für ihre -wirtschaftliche Wiederaufrichtung, tote man es im vergangenen Jahre in

Paris, 1. Oft. (WTB.) Die Mission Fay olle, die bekanntlich Zwischenfällen tn Venedig ausgesetzt war, ist heute nach Paris zurückgekehrt.

Harding und der Waffenfrillftandstaq.

London, 30. Sept. (Wolff.) Au« Wa­shington wird berichtet: Präsident Harding hat eine Proklamation erlassen, in der das ameri­kanische Volk aufgefordert wird, am Waffen- stillstandstage mittags, wenn die Leiche des amerikanischennamenlofen Kriegers", der in Frankreich fiel, auf dem Rationalfriedbof bestattet wird, ein stilles, zwei Minuten dauerndes Gebet zu sprechen. Auf allen .öffentlichen Ge­bäuden werden die Fahnen auf Halbmast stehen, desgleichen auf allen Heeres- und Flottenstalio- nen sowie auf allen amerikanischen Botschaften. Gesandt schäften und Konsulaten in der ganzen Welt.

65Pf.; für Reklame« Anzeigen von 70 mm Breite 250 Ps. Bei platz. Vorschrift20' ^Aufschlag. Hauplschriftleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil ID . Aug.Goetz: für den Anzeigenteil: yan» Beck, sämtlich in (Stehen.

bie Vorschläge der dritten Kommission über Rü­stungsbeschränkungen. über die Lord! Cecil (Südafrika) 'Bericht erstattete, angenom­men. Die Vorschläge bezwecken u. a den Kampf gegen die Anwendung von giftigen Gasen, der am besten durch Veröffentlichung der emschlagtgen Erfindungen geführt werden könne. Dte Regelung des Waffenhandels soll durch möglichst schneite Ratifizierung des Abkommens von Saint G -iam durch alle Staaten, auch Nichtmitglieder erzielt werden; ferner sind Mahnahmen zur Zerstörung

München. 1. Oft. (WTB) Anläßlich der (Jahresversammlung des Deutsche« Museums fand heute im Festsaal der Aka­demie der Wissenschaften eine AusschußNhung statt, zu der u. a. Staatssekretär Lewald für big Reichsregierung, verschiedene Minister und Rar- dinal Faulhaber erschienen waren. Der Vor- sitzende Dr. Krupp von Bohlen gedachte mit ehrenden Worten des ehemaligen Kai­sers Wilhelm, der dem Museum wertvoll« Stiftungen zugewendet habe, sowie des ehemaligen Königs Ludwig, to fteti Anteil an ton grohen Werke genommen habe. Er gab der Hoff­nung Ausdruck, dah In den deutschen Landen trotz der politischen Umwälzungen me bteßiebe zu den Wissenschaften und die Hoch'chahung menschenveredelnder Arbell schwinden möge: Der Schöpfer des Museums, OSkar v. Miller, gab seiner Freude über die Förderung und Unter­stützung des Museumbaues durch das Reich und die bayerische Regierung Ausdruck DaS Mu­seum soll in drei Zähren fertig werden Seit der letzten Tagung ift dem Mu­seum eine grobe Anzahl wertvoller Geräte, In­strumente und Stiftungen zugegangen. Die Stif- hmgen in Geld beziffern sich auf 7Vt Millionen Mark darunter drei Millionen Mark von der Interessengemeinschaft der chemischen Industrie und 300 000 Mark vom Verein Deutscher Pa­pierfabrikanten. Für Bauzwecke stehen jeüt 24 Millionen Mark zur Verfügung. ES wurde beschlossen, ein Denkmal Goethes im MuseumS- saal aufzustellen. An Stelle des sahungsgemäh aus dem Vorstand ausscheidenden Krupp von Bohlen tritt Generaldirektor Reusch- Ober­hausen 11. a. wurden zu Vorstandsmitgliedern neu gewählt Minister Gröber. llnterstaatssekretär Schulz. Professor Haber-Berlin und Kardinal Faulhaber. Das Vorstandsmitglied von Linde wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Am Schlüsse der Sitzung feierten Kultusminister Matt und Staatssekretär Lewald die Bedeutung des Mu­seums und die verdienstvollen Männer, die sich in den Dienst des Werkes stellten. Sie ver­sicherten. dah die bayerische und die Reichsregie- rung das Museum als besonderes Kleinod immer am Herzen liegen werde.

Im Vordergründe deS Interesses stehen ' heute einige bedeutsame Kundgebungen, die sich auf unsere auswärtige Politik und aus ; die Würdigung beziehen, die die neuesten Ei- , eignisse in Deutschland bei unseren ehemali- , gen Gegnern finden. In der Völker-! bundSversammlung, wo die Beschrän­kung der Rüstungen zur Debatte stand, hat der Vertreter Frankreichs. Noblemaire. eine vielbemerkte Rede gehalten, in der er von der Möglichkeit sprach, dah an der Seite eines freien und ftiedlichen Frankreichs ein fteies und ftiedlicheS Deutschland lebe. Unter der Voraussetzung, dah der Pakt, der zur Ein­schränkung der Rüstung zu schließen sei, von allen Mitgliedern peinlich gehalten werde, also, dah Frankreich auf die Durchführung seiner Verttäge rechnen könne, sei Frankreich sogar geneigt, nicht nur eine Abrüstung zu empfehlen, sondern einen vollständigen Plan zur Einschränkung der Rüstungen bereitwillig anzunehmen. Was der Franzose sodann noch hinzufügte, deckt sich mit englischen Auslas­sungen. die uns vom amtlichen Wolffbureau in nicht mihzuverstehender Absicht eiligst mit- geteilt werden. Es handelt sich nämlich um die moralische Hilfe für das Kabinett Wirch ge­gen seine Widersacher. Noblemaire stellt daS Verlangen nicht nur einer materiellen^ son­dern auch einermoralischen" Abrüstung I Deutschlands. Die Lage bleibe beunruhigend und gefährlich, wenn eS der Demokratie tn Deutschland nicht gelinge, in dem tragischen Kampf, den die letzten Tage gezeigt hätten, siegreich zu bleiben. Während der Reichs­kanzler und seine Freunde vielleicht glauben, auS diesen Worten Kapital schlagen zu kön- neu, wird man auf anderer Seite | den unerfreulichen Ettidruck nicht los. daß das alte Spiel, das schon Wil­son im Bunde übereifrigen deut­schen Demokraten und Pazifisten gegen Deutschland trieb, sich wieder erneuert. ES ift immer etwas verdächtig, wenn aus­wärtige Gegner der nationalen Interessen eines Landes in dessen innere Politik ein- greifen, indem sie eine bestimmte Richtung gegen die andere scharf machen. Sv zerteilt man Deutschland, um eS zu beherrschen. Wir wollen also diese ausländischen Kundgebungen nicht allzu ernst nehmen und hoffen, daß dema­gogische Ueberireibungen in den Bestrebungen zum Schutze der deutschen Republik künftig­hin draußen nicht mehr den ungünstigen und durchaus unsinnigen Eindruck erwecken, als gefährde wieder einmal die deutsche Iunftr- kaste alles bisher erreichte. Von dem angeblich so friedlich gesinnten Frankreich gibt eS doch auch noch täglich gegenteilige Beweise seiner Polittk. Die neueste Rede ClemenceauS. die er aus Anlaß eines zu seinen eigenen Ehren errichteten Denkmals vorgestern gehalten hat, ist noch voll grinrmiqer Unversöhnlichkeit und Härte gegenüber dem Gegner. Einen anschau­lichen Beweis übrigens von der wachsenden Unbeliebtheit des nationalistischen Frankreichs hat die Mission Faholle geboten, die bekannt- lich in Italien öffentlichen Kundgebungen einer feindseligen Gesinnung begegnet ist. Der Sach­verhalt "ist bisher wenig bekannt geworden und wurde von der deutschen Öffentlichkeit keineswegs ausaenutzt. weil man die Empfind-1 lichkeit der westlichen Nachbarn nicht reiften; wollte. Während Italien zu der ftanzösischen! Ehrenfeier in den Ardennen, die auch der Erinnerung an einige tausend gefallene italie­nische Soldaten galt, eine äußerlich beschei- bene Vertretung, bestehend auS einem sub­alternen Offizier mit einigen Begleitern, ent­sandte. hatte das tatenluftige Frankreich zu einer ähnlichen Feier in Venedig einen leib­haftigen Feldmarschall mit einem ganzen Stab von 'Heerführern aufqebvten. Und dabei sind an der italienischen Front nur einige zwanzig französische Soldaten gefallen! Die italienische VollSstimmung merkte das Mißverhältnis, und die Mission Faholle begegnete den peinlichsten Kundgebungen. Man spricht sogar davon, dah fte unter dem Schutze einer italienischen Wache heimlich und bei Nacht und Nebel wieder habe abreisen müssen.

Ur. 231

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poitschecktonto:

Sranrf«rt e. M. UM6.

kommen über den Waffenhandel vorzuberei-1 die letzte Offensive vor Beendigung des Krieges ten, das noch vor der nächsten Völkerbunds- erklärte Elemenceau, man wisse, daß der Sieg 1 Versammlung der Internationalen Konferenz unter-l das Wert der Alliierten sei. Frankreich breitet werden soll. Der von der letzten 2er- jC| nicht würdig seiner selbst, wenn es das Ver­sammlung ausgesprochene Wunsch gegen die Der- verbiete sich bei dem Umfang der mo-

rnehrung der Rüstungen wird vn^icholl, wie ^men Kriege von jetzt ab für jedermann, vom auch bie Forderns nach ^mfitdungsi über den I ^lIltarißmu6 -u lräumcIL Frankreichs Gewissen, S^n Mnbem6 2ori> Cecil schloß seine Dar- Frankreichs Gefühle und Frankreichs Wille seien legungen mit der Forderung nach einer groß- für den sieben Fra^eich werde niemals eoie anadeaten Weltpropaganda für die- Gelegenhett vvrubergehen lassen, dies zu bewet- stungsdekämpfungen und mit einem Appell an [en. Deutschland habe ftch von Herrschaftsgelusten die Arbeitecllasfe. der Im Laufe der Debatte von letten lassen. Frankreichs Richtschnur sei, nicht zu verschiedenen Rednern angenommen wurde. Alle beherrschen und nicht beherrscht zu werden. 5ranf Steiner stellten sich auf den Boden des Korn- reich« Wille fei, in einem Stieben der G e - missionSberichtS rechtigkeit zu leben ober unterzugehen. Der

T Tr n i r, fcuu »in- nrohe Rebe, in Redner fuhr in feinem Gefühlsetguß fort, indem Noble malte hielt eine große Red^ « K fagtc> tn Versailles habe man Deutschland auf txrr er Tagte. ,.^>ar ist b l e 1 oie Knie gezwungen. Warum habe man ihm ge

rustung Deutsch anbs. die ^lb^erunEr Aa vergessen? Man habe Deutsch-

Mnteitorift für akrpflititungen er- neuer Rüstungen ist noch nicht beseitigt, so datz nld)t mcßr »äbl?n. Rach dem

-^rm^ia1 to^öTe w'AE 213 Worilaut des Friedensvertrages hätten die Ver- überflüssig ist. so wenig wie d^e m Artikel 213 beutf(^n Armee abgeurteilt werden

und die durch franzo fischen Antrag f müssen. Was sei daraus geworden? Richter und

Staaten vorgesehene L»ef$uINgte, die Banditen von Leipzig, seien im

sonderem R-chdruck erhob hte^uf ^ovlemaire » wordcn. und ihre Opfer

die Forderung der m or all chen Aoru wng^e^nan ausgepfiffen. Gestern, so sagte Clemen- d^e wichtiger ^.die matemelle eu Nach sem^ ^^n wir Sieger. Daß man uns nicht so Ansicht hat sich diese moralische A Ich brinat uns zu fragen, ob wir es heute noch

wiss^^nichtib sich^dori s-nd! Rach'einer vollkommenen Begleichung der mit Deutschland? Wir wissen nicht, vv sich oort Reparationen die Deutschland für seine barban- diese unentbehrache WEu^ d^ GnfteS und Verwüstungen schuldes stehe nichts höher als des Herzens vollzogen hat, oder wissen ^ankrrichs. ^m den Frieden auf-

SU gut. daß sie noch aus starke Widerstände stoht^ j a hätten Frankreichs Alliierte

Wir sehen wie auf der ganzen deutsch Llotwendigkeii begriffen, ihm ihren Beistand

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fchen den I u n ke r n unb ber e m o tr i . befi VZdtftieden sicherstellen wolle bis zum außer- I unb ba können wir uns unsere Sicherheit die mit | cvt»n oihpr b»r ixuififtlfcbe Ozean sei sehr der Sicherheit ganz Europas zusammenfällt. ge- sten ©te^e f^r X In der

SS« nnh qn»r ober will bestreiten, daß tn wieder gut zu machen, die heute offenbar seien. bWt Lnto tot MmM XtÄÄ ÄÄ

Das fei so führte Noble- den ebenso wie England und Frankreich. Das sei wS einfach der Sinn des Eingreifens der Vereinigten Staa- Lr Wlllk' nicht noch ^einmal' biTXeuel bS ten an ber Seite ber Alliierten gegen Deutsch- I »Heben- in biefem ©elfte arbeite land gewesen. Es wäre ein fdtfamer Epilog,

Frankreich im Völlerbund und werde jetzt auch wenn sie die^verireter der Ztvilifation

35 ÄÄ Ä

nes Landes und auch des Völkerbundes in fol- Menschlichkeit tun^ugeben, für bie [i äu f5nnen; -ri

würbe »onielfa^ W ÄÄ-

kundgebungen unterbrochen, ^um Schluß beglück- derartigen Versuch finden sollte, dann

wünschten zahlreiche Delegierte den Redner. ^äide die Desavouierung durch die Völler nicyt 2llle späteren Redner. Fisher (Snglanb), auf v-arten lassen. Gebe es beiipielsweise Hymans (Belgien) und auch Lord Cecil jemand, der nicht erkenne, daß die finanzielle schlossen sich der Rede an und hoben die SBe- Viederlage Frankreichs in diesemAugen- deutung ihrer Darlegungen zum deutsch-ftanzöfi- bIid für Frankreich die gleichen Folgen w e eine schen Problem hervor. So gab Fisher zunächst Viederlage der Waffen haben wurde? Heber- dem Verständnis Ausdruck, das England der fran-1 yas wirtschaftliche Leben nicht alle Zweige i zösischen Auffassung entgegenbringe. Iedoch feien Tatigkett? Es gebe keine alliierte Regierung, nach feiner Ansicht die friedlichen Gefichle nicht ^us Gründen eines umfangreicheren 03er- nur auf der einen Seite deS Rheins, der Friede x^hrs die Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Europas und der Welt werde erst möglich, wenn xäkigkett auf Kosten Frankreichs brgünsti en Frankreich und Deutschland ihre Gegensätze etwas krolle- das wäre Verrat. Hätten die deut- vergessen hätten. Er zitierte bei dieser Gelegen- - - -........

beit Deispide ritterlicher Gesinnung deutscher Kriegsteilnehmer und sagte schließlich, daß nicht nur Frankreich, sondern auch England den Frie­den wollte. Frankreich und England, erklärte er wörtlich, sind in der letzten Zeit auf dem diplo- I matifchen Boden Europas nicht immer einig ge- I wefen. Aeußem Witt ich aber nichts darüber, meine Herren. Beide Staaten verfolgen das gleiche Ziel, beide wotten für den Frieden ar­beiten, selbst wenn sie in den Methoden nicht überetnftimmen. Hymans (Belgien) sah in ilcbereinftimmung Englands und Frankreichs ein bedeutsames Ereignis, in das auch bie tn Der Versammlung vertretenen Leinen Staaten bie größte Genugtuung empfinben. Lorb Robert Ce­cil ber bie Debatte beschloß, bezeichnete bie IRebe Noblemaire- als bas große Ereignis ber gegenwärtigen Tagung. Er ift ein-1 I verstanden damit, daß man der Freundschaft Englands für Frankreich Ausdruck gibt, hält es aber für unehrlich, wenn man nicht auf gewisse Mißverständnisse, die in der öffenttichen Mmnung weiterbestehen. hinweist, die allerdings durch Re­den, wie die der ftanzösischen Delegierten zer- streut werden können. Er hoffe, daß RoblemaireS Rede tn England, vor allen Singen aber auch m Deutschland, gelesen werde und schließt nut Den Worten3n dem Kampfe zwischen Dem Deutschland der Hunker und dem Deutschland der Demokraten muß der Völkerbund sich auf bie richtige Sette stellen unb allen benen seine hilfsbereite Hanb reichem Me bort für ben Stieben arbeiten. Hieras wurde einstimmig ber Antrag Schanzet auf Annahme Kommissionsanträge angenommen.

Erstes Blatt Ul. Jahrgang

GietzenerAnzeiger

Montag, 3. ©ftober 1921 Annahme von Anzeige« für bie lagesnummer bis ;um Nachmittag vorher ohne jede Derdindlichkeit. Preis für t mm höhe für Anzcigen v 34 mm Steile örtlid) 55 Pf, auswärts

Spa getan habe, Geld geben würde'. Ober hätten Sie glauben können, bah man bie gerechte Reparationsschulb, wie im Mai bes Iabtes, auf bie Hälfte berabfehen werde? Frank­reich verzichte ebenfotoenig wie auf bie Anerken­nung des ihm Geschuldeten auf Bürgschaften für feine Sicherheit. Frankreich müsse gemäß bem Friebensvertrag baä Vorrecht ber Repa- rations schulb vor allen beutschen in­neren Echulben verlangen. Es müsse gemäß bem Frid>ensverttag forbem, baß jeher Deutsche wenigstens ebensoviel Steuern zahle wie jeder Franzose. Das seien Klauseln ber Billigkeit, deren keine bis jetzt auch nur ben Versuch ber Erfüllung gefunden habe. Jede Verminderung der finan­ziellen Verpflichtungen Deutschlands dadurch, dah man ihm die Gesamterfüllung erleichtere, ver- I ringere zu gleicher Zeit die Bürgschaften für Me | Sicherheit, deren Verlängerung nach dem Wori- laut des Friedensverirages als Strafc für Ver­fehlungen von feiten Berlins zulässig sei. Zum Schluß sprach Elemenceau noch von einer mangel­haften Vorbereitung Frankreichs für den Krieg unb forderte, im Frieden wie ftn Kriege das ewige Eine Rede (Hentenceaus. Lritwort nicht zu vergessen, daß das Vaterland Paris 2. Oft. (WTB.) Georges ^le- über allem stehe.

SmU p°-! Aus ben -nqlisck-n «'tt-chtung-u

litis che ^ede, in der er sagte, das heutige dcutsch-franzSsischen Verhältnisses. Fest sei ein Fest des siegreichen Frankreichs. - - -

Franfteich habe gewollt, unb Frankreich habe voll- \ Jr D "_u^ndertt^Derichtttftatter Es | I brach, Di- RaUjWeerben, d^SchiÄar

und Sbuttttadfagtc |wÄnme «Itoi

General-Anzeiger für Gberheffen

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