Ausgabe 
31.10.1929
 
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MittWoch, 30. Oktob. 1929 7 abds.

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Ministerialdirektor Dr. Schwarz

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die dümmsten agitatorischen Anträge stellen könn­ten. Der Reichstag mutz unter allen Umständen die Entscheidung des Finanzministeriums revi­dieren können.

fettige Kenntnis, insbesondere auch auf dem Ge­biet des sozialen und wirtschaftlichen Lebens und vor allem seine reiche Erfahrung sicherten ihm einen matzgebenden Einflutz auf das hes­sische Iustizwesen und die übrigen Landesverwal­tung. Auch in Reichsjustizangelegenheiten fand seine Mitwirkung hohe Anerkennung. Durch sein hilfbereites freundliches Wesen sicherte er sich bei allen Beamten uneingeschränkte Anerkennung.

sondiert, 'um zu erfahren, ob es möglich wäre, in dieser Sache mit anderenLän- dern zu einem Einvernehme n zu ge­langen.

Daily Rews" verbreitet sich in einem Leit­artikel über das gleiche Thema und meint, der praktische Wert der kostspieligen Spionage­dienste. die von den meisten Ländern unterhalten würden, sei sehr zweifelhaft. Auf der anderen Seite verursache die Spionage zwischen den beteiligten Ländern unvermeidlich böses Blut. Es wäre daher ein wesentlicher Beitrag für den Weltfrieden, wenn es gelänge, durch Verhandlungen einen allgemeinen De r- zicht auf die S p i o n a-g e zu erreichen. Hoffentlich werde Schatzkanzler Snowden im Un­terhaus eine befriedigende Erklärung hierüber abgeben föimeru

Darmstadt, 3d. Okt. (Priv.-Tel.) Ami. No­vember d. 2. trit. wegen Erreichung der Alters­grenze der Ministerialdirektor im Mini­sterium der Justiz Dr. Otto Schwarz in den Ruhestand.

Dr. Karl Cuötoig Otto Schwarz wurde 1864 als Sohn des Rechtsanwalts Dr. Georg Schwarz in Gießen geboren. Rach Ablegung der Staatsprüfungen wurde er Gerichtsassessor. Er war viele Jahre im hessischen Justizdienst bei verschiedenen Behörden beschäftigt, vorübergehend auch im Ministerium der Justiz. 1894 wurde er Amtsrichter in Darmstadt, 1900 Landrichter und 1903 Landgerichtsrat beim Landgericht der Pro­vinz Starienburg, 1910 Oberstaatsar^walt in Mainz. 1912 ging er in der gleichen Ctgenschaft nach Darmstadt. 3in Jahre 1915 wurde er als Ministerialrat in das Ministerium der Justiz berufen, wo et 1920 zum Staatsrat befördert wurde. Seit dem Jahre 1924 leitete er als Ministerialdirektor die Geschäfte des Justizmini­steriums und gehört dem Gesamtministerium als beratendes Mitglied an.

Rach dem Gesetz über die Altersgrenze der Beamten hätte Dr. Schwarz schon im Mai aus dem Staatsdienst ausscheiden müssen. Da drin­gende Rücksichten der hessischen Staatsverwal­tung es erforderten, wurde seine Versetzung in den Ruhestand bis jetzt hinausgeschoben. Die Verlängerung seiner Dienstzeit ist eine beson­dere Anerkennung der wertvollen Dienste, die Ministerialdirektor Dr. Schwarz dem hessischen Staat geleistet hat. Insgesamt war er nahezuvierIahrzehnte im hessi­schen Staatsdienst tätig. Sein scharfer Verstand, seine umfassende juristische Bildung, seine viel-

dadurch leicht die FinanAbureaukratie zum Diktator über den Reichst macht. Das würde zur Folge haben, datz die Parteien, da sie keine Verantwortung haben,

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Reichspost und Berufsbeamienium.

Berlin, 33. Ott. (WB.) Reuerdings werden wieder Gerüchte verbreitet, wonach die Deutsche Reichspost einen allgemeinen Abbau des Berufsbeamtentums plane und bereits Maßnahmen in dieser Richtung vorbereite. Hier­zu erklärt der Re i ch s pvst m in i ste r , datz an allen diesen Gerüchten kein wahres Wort ist. Er werde auch weiterhin für die Erhaltung des Berufsbeamten­tums eintreten, das die Deutsche Reichspost zur Erfüllung ihrer Ausgaben nicht ent­behren kann.

Die Kohlenkrisis in England Die Pläne der Labourregierung für den Bergbau.

Krestinskis Aufgabe in Berlin.

Sowjelrußland und die deutsche AZestpolitil.

Paris, 30. Okt. (Privatmeldung.) Der ehe­malige Pariser Sowjetgeschästsführer Besse- d o w s k i seht imMatin" seine Betrachtungen fort, und zwar durch eine Charakteristik der Persönlichkeiten, die sich in Moskau mit Außenpolitik beschäftigen, und der di­plomatischen Persönlichkeiten, die im Ausland tätig sind. Lieber den Sowjetbotschafter in Berlin, Krestinski, den er zu der Kategorie derer rechnet, die Einfluß besitzen, äußert sich Bessedowski wie folgt: Krestinski, ein so sehr in­telligenter Mann, habe sich in Berlin gute Be­ziehungen zu schaffen gewußt, aber die Direktiven, die er von dem Politischen Bureau in Moskau er­halte, ließen sich schwer verwirklichen. 3n den letzten Wochen habe er den Auftrag gehabt, die Locarnopolitik Strese- manns und alsdann den Boung-Plan zu torpedieren. Krestinski könne hierzu nur in den Reihen der deutschen Rationalisten und der Deutschvöltischen Verbündete finden. Er führe diesen Auftrag so gut er könne aus, aber er habe Moskau davon in Kenntnis setzen müssen, datz die Beziehungen zu dem offiziellen Deutschland durch dieses Abenteuer nur kompromittiert werd en könnten. Das habe genügt, um ihn sowohl bei Stalin, wie auch bei Molotow mißliebig zu machen.

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London, 31. Okt. (WTD. Funkspruch.) Die Pläne der Regierung für die Kohlenindustrie wurden gestern den Vertretern der Bergwerks- befitzer und der Bergleute schriftlich zugestellt. Den Blättern zufolge decken sie sich mit den früher veröffentlichten Voraussagen, d. h. sie um­fassen folgende Punkte: 1. Herabsetzung der Arbeitszeit um eine halbe Stunde von An­fang April nächsten Jahres ab. 2. Rationa- lifierunst der Regalien mit Entschädi­gung für bie Besitzer. 3. Das Recht, die Geneh­migung zur Gewinnung von Kohle und anderen Mineralien zu erteilen, wird in Zu­kunft ausschließlich von der Regie» rung ausgeübt. 4. Gesetzesvorlagen sollen eingebracht werden, um die Pläne der Derg- werksbesitzer für eine Koordinierung und Regulierung der Erzeugung durchzu- führen. 5. Durch Abgaben auf die För­derung, die an eine Zentralstelle gezahlt wer­den sollen, beabsichtigt die Regierung die ~ ' lenausfuhr finanziell zu unterstützen.

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wir freilich nicht auf die Steuerreform, denn der Finanzminister schlug bereits neue Steuern vor. darunter die Bi er st euer. Das muß bei uns auf schärfsten Widerstand stoßen.

Abg. Graf Westarp (Dtl.) beantragte, daß der Reichsminister zahlenmätzige Unterlagen ge­ben soll 1. über die Entwicklung der Kassenlage und der kurz- und langfristigen Kredite, 2. soll ein Gesamtüberblick der Einnahmen und Aus­gaben des Rachtragsetats. und 3. über den Finanzresormplan dem Ausschuß vorgelegt wer­den. Wir brauchen Llebersichten über die beab­sichtigten Ersparnisse, die Abstriche an Aus­gaben und über die Summen, welche die Ar­beitslosenversicherung verschlingen wird. Auch wünschen wir zu wissen, wie der Minister^ sein Finanzprogramm im einzelnen durchzuführen denkt.

Abg. Er sing (Z.) hielt die ganze Diskussion über ein noch gar nicht abgeschlosse­nes außenpolitisches Problem für überaus schädlich. Es sei schon sehr bedauerns­wert, daß aus innenpolitischen Gründen eine große Pressekampagne mit allen Gründen für und gegen den Voungplan eröffnet sei, ohne daß hierbei von den Gegnern die geringste Rücksicht auf die schwebenden außenpolitischen Verhand­lungen genommen worden sei.

In der Abstimmung wurden dann die Anträge des Abg. Graf Westarp (Dtl.) gegen die Stim­men der Deutschnationalen, der Wirtschaftspartei und der Kommunisten abgelehnt.

In der Beratung des Gesetzentwurfes zur Aenderung der Reichshaushalts­ordnung führte Berichterstatter Abg. Dr. Schreiber (Z.) aus: Die Rovelle zur Reichs­haushaltsordnung ist zu begrüßen. Aber wir stehen der Vorlage kritisch gegenüber. Die Stel­lung des Reichsfinanzministers ist haushalts­rechtlich schon sehr stark. Man wird sich hüten müssen, das Schiff der Reichshaushalts- vrdnung zu stark zu belasten.

Aba. H e r g t (Dnl.) bezeichnete die Beratung der Novelle als unzeitgemäß. Eine übermäßige Diktatur des Finanzministers verbiete sich, so­lange das parlamentarische System und partei­mäßige Bindungen eine Abhängigkeit des Fi­nanzministers ermöglichen. Seine Freunde stän- Den daher dem Entwurf im ganzen ableh­nend gegenüber.

Abg. Dernhard (D.): Gesunde Reichsfinan­zen sind keine Parteifrage, und die Vollmachten des Finanzministers dürfen nicht danach be­messen werden, welche Persönlichkeit er gerade ist. Trotzdem bin ich aber gegen zu weitgehende Vollmachten für den Finanzminister, weil man

Die Spionage.

Englische Stimmen für Abschaffung des Geheimdienstes.

London, 31.Okt. (WTB. Funkspruch.) Der politische Korrespondent derDaily Mail" schreibt: Durch das Streben der spzialistischen Regierung nach Ersparnissen ist der poli­tische Geheimdien st gefährdet. Im Etat des Fvreign Office sind alljährlich 250 00 0 Pfund Sterling eingesetzt, über die nur selten Anfragen gestellt werden, und über die seitens der Regierung niemals Auskunft erteilt wird. Beamte des Fv­reign Office, des KriegSamtes und der Admira­lität sind gegen jeixm Versuch, den Ge­heimdienst abzufchaffen, der während des Krie­ges großartige Leistungen erbracht hat. Man Erwartet, daß die Regierung ein Kom­promiß schließen wird. Staatssekretär Hender- son hat. wie verlautet, in diplomatischen Kreisen

Vor Beginn der Beratungen des Gesetz­gebungsausschusses des Hessischen Land­tages fand zunächst zu Ehren Ministerialdirektors Dr. Schwarz eine kleine Abschiedsfeier statt. Der Ausschußvorsigende Abg. Schäl schilderte in beredten Worten die großen Verdienste des Schei­denden, sowohl in seiner langen richterlichen Tätig» Feit, wie als Leiter des hessischen Justizministeriums. Im Namen des Ausschusses sprach er den aufrich­tigen Dank aus und überreichte ihm eine prächtige Llumenspende. Ministerialdirektor Dr. Schworz dankte sichtlich überrascht für diese Ehrung. Er er- klärte, daß seine Tätigkeit im Landtag ihn außer­ordentlich befriedigt hätte und zur schönsten und unvergeßlichsten Zeit seines Lebens gehöre.

Landtagspräsident Delp hat im Namen des Landtags an den Scheidenden ein in herzlichen Worten gehaltenes Schreiben gerichtet, in dem es beißt: Die engen Beziehungen, die zwischen dem Inhaber Ihres Amtes und dem Landtag und feinen Ausschüssen naturgemäß bestehen, vermochten Sie durch Ihre umfassenden Kenntnisse, Liebenswürdig­keit und stete Bereitschaft zur Mitarbeit erfolgreich für die Arbeiten des Landtages zu gestalten, und dafür sage ich Ihnen herzlichen Dank.

Das Kohlenkontmgent im polnischen Handelsvertrag.

Beunruhigung in Lberschlesien.

Beuthen, 31. Okt. (TU.) An das Aus­wärtige Amt und Reichswirtschaft Zministerium ist von den Magistraten der drei oberschlesischen Industriestädte Beuthen, Gleiwitz und Hindenburg und von den oberschlesischen Landgemeinden des Jndustriebezirks das folgende Telegramm gesandt worden:Die im Zndustriebeziri verbreitete aus ausländischen Quellen stammende Rachricht, daß die Handels- Vertragsverhandlungen zwischen Polen und Deutschland mit der Einräumung eines gewaltigen Kohlenkontingents zum Abschluß gebracht werden, hat infolge der da­durch mit Sicherheit kommenden Wirtschaftskrise im oberschlesischen Jndustrierevier eine solche Beunruhigung in der Bevölkerung hervor­gerufen, daß wir um eine amtliche Erkl ä- rung über den wahren Stand der Angelegen­heit bitten müssen."

Landwirtschaft

und polnischer Handelsvertrag.

Wie vom Reichsausschuß der deutschen Land­wirtschaft mitgeteilt wird, hat der landwirt­schaftliche Generalfachverständige für die deutsch-polnischen Handelsvertragsver- Handlungen, Generallandschaftsdireltor von Hippel (Königsberg), angesichts der Entwick­lung, die diese Verhandlungen genommen haben, sich veranlaßt gesehen, sein Amt als General- sachverständiger niederzulegen.

Aus aller Welt.

Zusammenstöße in Danzig.

Im Innern der Stadt kam es zu Zusammen- stöhen - wischen Erwerbslosen undPo» l i z e i, als diese eine vom Polizeipräsidenten verbotene Erwerbslosendemonstration auflösen wollte. Ein zweites Mal mußte die Polizei eingreisen, als ein Erwerbslosenzug zum Dolks- tag marschieren wollte. Der Zug konnte vor der Bannmeile aufgelöst toer'ven. Im Volks - tag führte bas Verbot der Erwerbs osendemon» stration zu heftigen Kundgebungen der Kommunisten. Der Präsident mußte die Sitzung infolge der Ruhestörung zweimal auf­heben. Der kommunistische Abgeordnete Pleni- kowski wurde wegen grober Verstöße gegen die Hausordnung für acht Sihungstage aus­geschlossen.

Vrandkalaslcophen im abgetretenen weslpreußen.

3n dem Dorfe Lubowitz im Kreise Lautenvurg (Weichselkorridor) brach auf einem Grundstück dessen Gebäude noch mit Stroh bedeckt waren, Feuer aus, das, durch den Wind be­günstigt, auf die Rachbarhäuser Übergriff. Inner­halb weniger Stunden wurden 39 Gehöfte ein Raub der Flammen. 300 Personen sind durch die Brcmdkatastrophe obdachlos ge­

Abg. Dr. Cremer (DDP.): Die Vollmacht des Finanzministers muß sich beschränken auf die Feststellung der Einnahmen und Ausgaben, die dann vom Reichstag zu sank­tionieren sind. Gegenüber den anderen Ressorts muh er also eine gewisse starke Stellung haben. Vielleicht würde es überhaupt angebracht fein, die ganze Aufstellung des Haushaltsplans aus dem Finanzministerium herauszunehmen unb einen besonderen Haushaltsmini st er' zu bestellen, der auch die Anleihegebarung, Kas- sengebarung, die Reichsschuldenverwaltung usw. zu betreuen haben würde.

Reichsfinanzminister Dr. Hilferding er» flärt den Vorschlag des Dr. Cremer für nicht durchführbar. Wie soll der Ctatminister seinen Etat, der dann nur Ausgaben ent­hält, begründen, wenn er nicht gleichzeitig auch feststellt, auf welche Weise die Ausgaben ge­deckt werden sollen. Umgekehrt ist es unmöglich, für den Steuerminister, festzu stellen, welche Ein­nahmen er Vorschlägen mutz, wenn er sie nicht selbst mit den Ausgaben in Einklang zu bringen Hai. Die Frage der Stärkung der Stellung des Finanzministers ist akut geworden durch die Schwierigkeit der Finanzsituation nach dem Kriege. Vieles, was jetzt verlangt wird, kann vielleicht später wieder fortfallen. Augen­blicklich aber sind die Sicherungen notwendig.

Der GNarekskandal.

Das Verlangen des Oberpräsidenten auf Amtsenthebung des Berwaltungsrats der Stadlbank.

Berlin, 31. Okt. (Priv.-Tel.) Der Ober» Präsident hatte, wie erinnerlich, den Ober­bürgermeister von Berlin ersucht, den städtischen Körperschaften eine Vorlage zu einem Beschluß über die Amtsenthebung der dreiMit- glieder des Verwaltungsrats der Stadtbank, Rosenthal, Mühlmann und Dunge, zu machen. Der Magistrat hat daraufhin in feiner heutigen Sitzung einen Be­schluß gefaßt, in dem es heißt:

Der Magistrat nimmt von dem Ersuchen des Oberpräsident Kenntnis und beschließt, eine Dringlichkeitsvorlage an die Stadtver­ordnetenversammlung mit dem Anträge auf E i n- setzung einer gemischten Deputation von 25 Mitgliedern zur Beratung und Entschei­dung der Frage der Abberufung von Stadtver­ordneten aus dem Kreditausschutz und Verwal» tungsrai der Stadtbank zu machen. Zur Amts­enthebung der drei Mitglieder des Verwaltungs­rates der Stadtbank ist gemäß § 31 des Gesetzes faber die Bildung einer neuen Stadtgemeinde ein Gemeindebeschluh erforderlich.

Ein kommunistischer Mißirauensanirag aegen Böh.

Berlin, 31. Okt. (Priv.-Tel.) Die Kommunisten haben gegen den Oberbürgermeister Böß folgenden Antrag eingebracht: Der durch die Sklarek-Affäre auf das Schwerste belastete Oberbürgermeister Böß genießt nicht das Vertrauen der Stadtverordnetenversammlung. Die Stadtoerordnetenoerfammlung verlangt die sofortige Amtsenthebung des Oberbürgermeisters ohne Gewährung einer Pension. Praktisch hat dieser Antrag selbst bei seiner Annahme keine Bedeutung. Der Oberbürgermeister braucht zu seiner Amtsfüh­rung nicht das Vertrauen des Stadtparlaments, da er auf 12 Jahre festangestellt ist und nur auf Grund eines Disziplinarverfahrens seines Amtes enthoben werden kann. Er könnte lediglich bei einer solchen Situation von sich aus die Konsequenzen ziehen. Ob der Oberpralident eingreifen wird und auch gegen das Ltadtoderhaupt ein Diszi» plinaroerfahren einleitet, muß abgewartet werden.

Das Programm des Zaszismusr.

Rom. 30. Olt. (TU.) Das faszistische Verord­nungsblatt gibt die neuen Satzungen der Par­tei bekannt. In der Einleitung zu den Satzungen heißt es: Die Faszistische Partei ist eine bür­gerliche Miliz im Dienste der Ration und ihr Zweck ist die Größe des Faszismus. Von ihrer Gründung an, die zusammenfällt mit der Wiedergeburt des italienischen Selbstbewußtseins und mit dem Sieges­willen bis zum heutigen Tage, hat sich die Partei stets im Kriegszustand befunden, erstens, um diejenigen niederzuschlagen, die den Willen der Ration unterdrückten, und zweitens, um die Macht des italienischen Volkes zu verteidigen und zu fördern. Der Faszismus ist nicht nur eine Grupp.erung der Italiener um ein bestimmtes Programm, sondern vor allem ein Glaube, in dessen Zeichen das neue Italien kämpft.

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worden. Die Feuerwehren waren infolge Wasser­mangels völlig machtlos. In Kulm an der Weichsel geriet die große Aktienbrauer e^ in Brand. Ein großer Teil der Brauereigebäude fiel den Flammen zum Opfer. Der Schaden be­trägt eine Million Zloty.

Raubüberfall auf einen Lohngeldtransport.

2n Gerolstein wurde ein verwegener Raub­überfall auf einen Lohngeldtransport unter­nommen. Mit dem O-Zug, der 12.20 Ufjr von Trier eintrifft, kamen Lohngelder in Hohe von 120000 Mark an. Das Geld wurde vom Stationsvorsteher in Empfang genommen, der es zum Stationsbureau brin­gen wollte. Vor dem Eingang des Bureaus trat ihm plötzlich ein Mann mit hocherhobe­nem Revolver in der Hand entgegen und versuchte ihm das Geld zu entreißen. Es ent­spann sich ein verzweifeltes Handgemenge. Dahn» beamte eilten zur Hilfe herbei, und es gelang ihnen, den Räuber zu überwältigen, der der Polizei übergeben wurde.

(Ein Lehrer beim Unterricht tödlich verunglückt.

In Cronenberg (Rheinland) stürzte der Zei­chenlehrer der Realschule, Hugo Knapp, der beim Unterricht in der Untertertia einen Zeichen­gegenstand genauer vorführen wollte, indem er ihn aus dem Fenster hielt und dabei das Uebergewicht bekam, aus dem dritten Stock aufdieStrahe. Er war sofort tot.

Erlebnisse der deutschen Himalaja-Expedition.

Aus Kackulla kommen nähere E.nz.lyeiten über die Erlebnisse der deutschen Himalaja-Expedi­tion Danach begrub eine Lawine auf dem höchsten Punkt, der bei der Ersteigung des Kin- chinyunga erreicht wurde, das Lager und trennte drei Männer von den übrigen E>peditionsteil- nehmern. Sie waren deshalb gezwungen, eine Rächt ohne De cken und Schlafsäcke in einer Gletscherspalte zu verbringen. Ein Mann wurde schneeblind und alle hatten unter dem starten Frost zu leiden. Um die Expedition wieder zu erreichen, mutzten die drei Bergsteiger schließlich acht Stunden lang Eisstufen ein* schlagen, um die Gletscher passieren zu können. Dr. Feigel liegt mit schweren Frostderlehungen in einem Krankenhaus in Kalkutta.

Pockenepidemie auf den Molukken.

Auf der Insel Sangir (Molukken) ist eine Pockenepidemie ausgebrochen. Bisher sind 550 ernsthafte Erkrankungen festgestellt, wovon 6 0 bereits tödlich verlaufen sind. Aus­gedehnte Vorbeugungsmaßnahmen wurden ge­troffen: Kirchen und Schulen sind geschlossen. Die Abhaltung von Jahrmärkten wurde einge­schränkt. 10 000 Personen sind bereits geimpft.

Frau Stresemanns Dank.

Die Gattin des verstorbenen Reichsaußen- minifters, Frau Käte Stresemann, bittet um Veröffentlichung folgender Zeilen:Anläß­lich des Hinscheideas meines geliebten Mannes, des Reichsmini st ers Dr. Gustav Stre­semann, sind mir aus weilen Kreisen des deutschen Volles so zahlreiche Beweise liebevoller Anteilnahme zuteil gewor­den, daß ich nicht in der Lage bin, allen, die meiner gedacht haben, persönlich zu antworten, wie ich es gern möchte. Ich bitte deshalb, auf diesem Wege denen danken zu dürfen, die mir und meinen Söhnen ihre Anteilnahme bekundet haben."

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Wettervoraussage.

Ein Hochdruckgebiet erstreckt sich heute morgen 00m Südwesten über England bis über Skandina­vien. Sein Kernaebiet liegt über den britischen In­seln mit Barometrständen von über 773 M llimeter. An seiner Vorderseite hat eine Nordwindströmung eingesetzt, die uns von Skandinavien her Kaltluft- massen zuführt. Bei ihrem Vordringen werden dl« Temperaturen noch weiter zurückgehen und nachts Gefrierpunktsnähe erreichen. Die Wolkendecke, die zunächst noch ziemlich dicht ist, wird bei der Ost­wärtsverlagerung des Hochs noch dem Kontinent hin zeitweise durchbrochen. Niederschläge werden kaum, höchstens noch in ganz geringem Maße, auf­treten. Im Nordwesten, im Raume von Island, greift jedoch schon ein neues kräftiges Tief an, wo­durch die Hochdruckwetterlage gefährdet wird. Mit einer größeren Beständigkeit des Wetters dürfte daher nicht zu rechnen fein.

Voraussage für Freitag: Teils wolkig, teils heiter: Temperaturen, besonders nachts, noch weiter zurückgehend, Rachlasfen der Riederschläge.

Aussichten für Samstag: Rach vor­übergehender Besserung erneute Eintrübung und Temperaturanstieg.

Lufttemperaturen am 30. Oktober: mittags 11 Grad Celsius, abends 6,1 Grad: am 31. Oktober: morgens 6,9 Grad. Maximum 11,3 Grad, Minimum 5,2 Grad. Erdtemperaturen m 10 an Tiefe am 30. Oktober: abends 10 Grad: am 31. Oktober: mor­gens 7,2 Grad Celsius. Niederschlag 1,8 mm.

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