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W- Wulfen) ist eine Wochen. AZHer sind 550 9en iestgestellt, wovon 60 verlausen sind. Aus- gSAoßnahmen wurden ge» ^Schulen sind geschlossen, oaormarften wurde ringe- onen sind bereits geimpft, cfemanns Dank.
recstorbrnen Teichsaußen, lte Stresemann. bittet folgender Zeilen: „Mäh- weineS geliebten Mannes, ers Dr. Gustav btre- r aus weiten Kreisen deS ) zahlreiche Beweise teilnahme zuteil getost« in der Lage bin, allen, die en, persönlich zu antworten, Hte. Ich bitte deshalb, auf danken zu dürfen, die mir ihre Anteilnahme bekundet
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Amtliche Kreislehrerkonferenz in Gießen
Aus der Provinzialhauptsiadt
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er die
Penaten
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Zur Maur-und
Kinder-Pflege i
IMAPOTM.UNDDROC.
Dos « oa.Tube 60 Pf»
3n den geschrieben gar nicht chen, daß
Leider war der Besuch nicht so, wie es im Hinblick auf diese Einstellung zu wünschen gewesen wäre.
Gießen, den 31. Oktober 1929.
Das Zündholz.
letzten Tagen ist viel vom Zündholz und gesprochen worden. Man sollte glauben, daß ein so kleines Hölz, wir mit so gedankenloser Selbstver-
Anschließend an diese Einleitung des Abends spielten Pros. Schmidt und Konzertmeister Lenzewski drei Sonaten des Meisters. Zunächst die in ll-Moll. Entstanden in Paris nach dem Tode seiner Mutter. Dann die E-Sur und zum Schluß die in 8-Dur. Bei der gediegenen und vornehmen Ausführung blieb kein Wunsch offen. Starker Beifall dankte den Ausführenden.
Zum Schluß wies der Leiter der Dollshoch» schule W. Heg ar, noch darauf hm, daß diese musikalischen Dolkskunstabende nicht als Konzerte zu betrachten und beabsichtigt seien, sondern vrel- mchr als Borbau vor die konzertniahigen Aufführungen in Gießen überhaupt. Besonders hob er hervor, daß diese Abende vor allem in pada- gvgischer Beziehung zu werten seien.
50 bis 60 Pf. das Pfund: Tauben 70 bis 90, Gier 17, Blumenkohl 30 bis 100, Salat 15 bis 20, Endivien 10 bis 15, Ober-Kohlrabi 10 bis 15, Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 40 Pf. das Stück: Radieschen Dd. 10 bis 15 Pf.: Kartoffeln 3,50 bis 4 Mk., Wirsing 10 bis 12, Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 10 bis 12, Aepfel 8 bis 12, Dirnen 8 bis 10 Mk. der Zentner.
Musikalischer Dolkskunstabend der Volkshochschule.
ständlichkeit tagtäglich benutzen, derart von sich reden machen und eine solche bedeutsame Volks- wirtschaftliche Rolle spielen könnte. Zwar gab es schon immer Leute, die behaupteten, daß man bet den Streichhölzern anfangen müsse zu sparen,
Creme
lllllllllllllmnuiuuilluuilmnliuuiiwi
Bornotizen.
— Tageskalend er für Donnerstag. Gießener Konzertverein: Symphonie-Konzert, 19.30 Uhr, im Stadtlheater. — Städtische Elektrizitätswerke: Bortrag über das Thema „Der elektrische Herd", Schaukochen, Ausstellung usw., 20 Uhr, im Cafö Leib. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Asphalt". — Astoria-Lichtspiele: „Wenn die Schwalben heimwärts zieh'n.
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Freitag, 1. November, zum letzten- mal „Vasantäsena" (Feuchtwanger), Beginn 20 Uhr. — Am Sonntag, 3. November, 18 Uhr, Erstaufführung von „Hochzeitsreise", ein amerikanischer Schwank von Nichols und Mathews. In hamourg und München war dieser Schlager „in Prosa" ein sensationeller Erfolg. — Dienstag, 5. November, auf vielseitigen Wunsch, einmalige Wiederholung der Operette „Das Schwarzwaldmädel". — Am 8. November: Hermine-Körner-Gastspiel. — In Vorbereitung „Robert Guiskard" (Kleist) und „Demetrius" (Schiller).
— Katholische Spielgemeinschaft. Man schreibt uns: Da der Andrang am Montagabend zur Papst-Feier derartig groß war, daß viele wieder umkehren mußten, hat man sich entschlossen, trotz des bedeutenden Kostenaufwandes die Feier in ihrem wesentlichen Inhalt am Sonntag, 3. November, 20 Uhr, im Katholischen Dereinshaus zu wiederholen und sie zugleich einer breiten Oeffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Kcunmerorchester der Volkshochschule Oberhessen hat den musikalischen Teil übernommen. U. a. wird es das Brandenburgische Konzert Rr. 4 O-Dur von Joh. Seb. Dach zu Gehör bringen. Die Spielgemeinschaft gibt nochmals das erschütternde Drama Calderons: „Das Nachtmahl des Dathasar". Man beachte die morgige Anzeige. *
** Sitzung desProvinzialausschus- s e s. Am Samstag, 2. Nov., vormittags 8,30 Uhr beginnend, findet im Sihungssaale des Regie-
3m Eafe Leib fand gestern nach langer Pause wieder eine amtliche Lehrerversammlung statt, die von Oberregierungsrat Dr. Heß geleitet wurde. Die Lehrer und Lehrerinnen aus der Stadt Gießen und aus dem ganzen Kreise waren Wohl vollzählig versamw.e.t, der Saal von etwa 300 Personen dicht gefüllt.
Nach kurzen Worten der Degrüßung sprach Universitäts-Professor Dr. Roloff (Gießen) über das Thema:
Der Stand der Sriegsschuldsrage.
Einleitend bemerkte der Vortragende, daß man die Frage nach der Schuld am Weltkriege von der politischen und von der h i st o r i s ch e n Seite befrachten könne. Er sähe sie in seinen Ausführungen nur als Historiker. Wr besitzen heute schon zahlreiche Dokumente. Tagebücher von reg er enden Kreisen und sonstige Be- woisstücke, mit deren Hilfe wir manches über die Schuldfrage erlernen können. Der Redner wies auf die Derös entlichungen von Rußland und England usw. hin. Dann folgte eine ausführliche Darstellung über die Ziele und Bestrebungen der Mächte zu Beginn des Weltkrieges. Mit der Ermordung des österreichischen Erzherzog-Thronfolgers beginnend beleuchtete Prof. Roloff die Pläne, die von Serbien ausgingen, brachte Beweise, daß diete Bewegung gegen Oesterreich unter dem Schutz der sorbischen Regierung stand. Die Zuhörer erlebten dann in packenden Bildern noch einmal die verschiedenen Perioden der nervenaufreibenden Wochen vor Kriegsausbruch und der diplomatischen Ränke, die seit Jahren gegen uns geschmiedet wurden. Rach etwa einstün- digen geistvollen und tiefschürfenden Aussüh-run- gen über die von ihm auch im „Gießener Anzeiger" behandelte Frage kam der Redner zu folgendem Ergebnis:
Die Anschauungen der deutschen Forscher finden immer mehr Anklang und Beachtung, besonders in England. Zwar halte man dort noch daran fest, daß England nur hätte vermitteln wollen, aber Deutschland die Alleinschuld am Kriege zuzuschreiben, diese Auffassung habe in England wohl kein Historiker mehr. Auch in Frankreich wandeln sich nach und nach die Ansichten, erst recht aber in Amerika. In den neutralen Staaten sei man schon längst mit den deutschen Anschauungen vertraut und sicht sie als richtig an. Für uns besteht die Verpflichtung, daß wir nicht nur sagen, Deutschland lehnt jede Schuld am Weltkrieg ab, sondern, daß wir Beweise hätten, daß der Krieg von der Entente gewünscht wurde. Der Ausspruch Lloyd Gcorges, daß alle Länder in den Weltkrieg gestolpert seien, ist nicht richtig. Für uns heißt es: Weg mit dem Schuldspruch!
Langanhaltender Beifall dankte dem Redner. Oberregierungsrat Dr. Heß unterstrich durch einige Sätze diesen Beifall.
Der neue kreisschulral.
Der zweite Teil der Tagung war nur für die Kreislehrerschaft. Nach einer kurzen Pause stellte Oberregierungsrat Dr. Heß den seit Ostern 1929 im Kreise Gießen tätigen Kreisschulrat O. K i n - k e l (früher Schotten) der Versammlung vor. Lehrer Sommer, Grohen-Linden, der Vorsitzende des Kreislehrervereins, dankte in warmen Worten dem seitherigen Kreisschulrat Fischer und betonte, daß ein herzliches Vertrauensverhältnis zwischen Lehrerschaft und Kreisschulrat bestanden hätte. Sodann begrüßte er Kreisschulrat Kinkel und hofft, daß auch zwischen ihm und der Lehrerschaft derselbe Geist
und dasselbe Vertrauen herr'chen möchten. Krcis- schulrat Kinkel dankte für diese Worte und gab der Hoffnung Ausdruck, daß er bei allen Lehrern treue Mitarbeiter finden werde. Sodann gab Stadtschulrat Fischer einige Mittellungen über den
Stand der Volksschulen des Kreises
in den letzten Jahren. Die K l a s s c n z a h l des Kreises Gießen ist seit 1924. wo wir 21.6 Schulklassen hatten, beständig gesunken. 1925: 205. 1926: 194. 1927: 192. 1928: 193. Seit 1924 also um 23 Klassen. Allerdings hat sich die Zahl der Schulkinder auch vermindert. Trotzdem ist der Eingriff für viele Gemeinden sehr hart gewesen. Vor allem wurden die großen Schulkörper getroffen. Aber auch manche zweillassige Schule wurde in eine einklassige verwandelt. Zur Zeit bestehen im Kreise Gießen 31 einklassige, 24 zwei-, 10 drei-, 3 vier-, 8 fünf- bis sieben-, und 3 acht- und mehrklassige Schulen. Sehr schwierig ist es, zur Zeit Pläne zu verwirklichen, die besser vor dem Kriege ausgcführt worden wären. (Schulhausneubauten.) Trotzdem haben sich einige Gemeinden mit großer Aufopferung daran gemacht, neue Schulhäuscr zu bauen oder ältere au erweitern (Wiefeck, Grohen-Linden u. a). Besonders wurde von Schulrat Fischer noch auf die
günstige Entwicklung der Fortbildungsschule hingewiefcn. In allen Gemeinden des Kreises wäre nun der Kochuntcrricht auch im Sommer gesichert. Ueberhaupt sei die Vertiefung und Erweiterung unserer gesamten Fortbildungsschule, nach dem Wegfall der Militärzeit, sehr nötig gewesen, und auf diesen Ausbau könne das Kultusministerium stolz sein. Hauptamtliche Berufsschullehrer seien zur Zeit sechs im Kreise. Es müßten aber viel mehr sein, damit endlich auch den Lehrern in den einklassigen Schulen der Un- terricht in der Fortbildungsschule abgenommen werden könnte.
Ober-Regierungsrat Dr. Heß dankte Schulrat Fischer sür seine Ausführungen und — damit der nachfolgende Punkt der Tagesordnung (Wahl der Mitglieder -um Kreisschulamt) ohne jede Dceinslusiung vor sich gehen könne — teilte mit, daß er nun die Versammlung verlasse. Schulrat Fischer übernahm hierauf den Vorsitz. Rach Bekanntgabe der Wahlvorschläge und kurzer Ausspraä)e wurden als
Mitglieder beim kreisfchulamt
(vom 1. Januar 1230 an) folgende Lehrer gewählt: Hofmann, Lang-Gon (Neuwahl): Rausch, ReiL liechen, (Wiederwahl); Schmidt Hungen, (Wiederwahl). Als Ersatzmänner wurden bestimmt: Keller, Lollar: Schmidt, Kesselbach; Heldmann, Langsdorf.
Lieber den Lehrerausschuß der Kreis- lehrerschast wurde bestimmt, daß es wie seither bleiben solle, daß alle Obmänner der Bezirks- Vereine, im ganzen s ieben, diesen Ausschuß bilden sollen, außerdem sollen dazu gehören der Kreisobmann, sein Stellvertreter und ein Abgeordneter der Junglehrer. Zur Zeit setzt sich dieser Lehrerausschuß aus folgenden Herren zusammen: Sommer, Großen-Linden, (Vorsitzender): Keller, Lollar, (Stellvertreter): Bender, Lauter, Hofmann, Lang- Göns, Höchst, Odenhausen, Meckel, Lich, O r t w e i n , Großen-Buseck, Schmidt. Hungen, (Beisitzer).
Damit war die amtliche Tagung erledigt. Im Anschluß daran berichtete Obmann S o m m e r über einzelne Fragen, die den Kreislehrerverein betrafen.
um nach und nach zu etwas zu kommen. Sie mögen recht haben. Um große Ersparnisse dreht es (ich dabei ja Wohl nicht, und es war sicher mehr der Gebaute: „Viele Wenig geben ein Diel", der durch das Sparen am Zündhölzchen vecauschau- kicht werden sollte. Auch die jetzt kommende Verteuerung wirb kaum den Sparsinn auf diesem Gebiete viel anspornen. Das liegt unserer Zeit nicht, man muß sagen: leider!
Aber schon aus e.nern anderen Grunde sollte man das Zündhölzchen mit etwas mehr Achtung in die Hand nehmen. Cs ist bis jetzt das letzte Glied in der Entwicklungsreihr der Feuerzeuge, die bis in die Urzeit der Menschheit zurückreicht. Von dem mechanischen, dem Benzinfeuerzeug. will ich nicht reden, das ist rasch wieder verschwunden. Nicht immer war es so leicht wie . heute, das Feuer des Herdes zu entzünden. Wie wurde es um die Anfangszeit unterer Zeitrechnung von unseren Vorfahren gehütet, daß es ja nicht erlosch! Es war mühiam. mtttelL zweier verschieden harter Holzstücke, die aneinander gerieben wurden, wieder neue Glut zu gewinnen. Daier waren Herd und Feuer geweihte Stätten im Hause.
Welchen großen Fortschritt bedeutete da schon das Steinfeuerzeug, von dem wohl auf dem Lande noch in manchem Hause eines zur Erinnerung an Großvater oder Urgroßvater aus- bewahrt wird. Das Steinseuerz-eug war lange im Gebrauche, und es muhte verstanden fein, ihm einen Funken so zu entlocken, daß er den be- reit gehaltenen Zunder zum Glühen brachte. Da waren dann die Schwefelhölzer, die unmittelbaren Vorfahren unseres heutigen Streichholzes, doch wieder eine wesentliche Verbesserung. Sie entzündeten sich auch überall! auf der kalten Herdplatte, aus ei item Stein, ja selbst am Hosenboden, wenn man nur mit einem recht forschen Schwung den Phosphorkopf des Hölzchens daran entlang strich. Von dieser Zeit her ist man an die Leichtigkeit des Feuermachens gewöhnt. Heute geht mancher recht verschwenderisch mit den Zündhölzchen um.
Die Hauptverbraucher sind Pfeifen- und Zr- garettenraucher, vorausgesetzt, daß diese nicht zu den berühmten Kettenrauchern gehören, die angeblich, um das Streichholz zu sparen, immer die neue Zigarette an dem Stümmelchen der alten anzünden. Solchen Sparsinn soll es auch geben. Mein Großvater war Massenverbraucher an Zündhölzern. Don früh bis spat qualmte seine Pfeife, jeden Tag wurde wenigstens eine Schachtel Streichhölzer geleert. Die abgebrannten Hölzer steckte er, zum Aerger meiner Großmutter, mit Vorliebe in die Erde der Geranienstöcke auf dem Blumentisch, eine Unart, die auch heute noch von manchen Rauchern geübt werden soll.
Auf die Schweselhölzer kann ich mich noch gut entsinnen. Sie müssen nicht teuer gewesen sein. Wenn ich als Kind von meinen Eltern nach einem Spaziergang einmal in eine Wirt- schait mitgenommen wurde, standen immer Schwefelhölzer auf den Tischen. Einen Nachteil hatten sie, sie waren durch den Phosphor gesundheitsschädlich und wurden später z'emlich rasch von den viel weniger gefährlichen sog. Schweden- ' hölzern verdrängt.
Tag für Tag hat man seine Schachtel Streichhölzer in der Tasche, die wenigsten Leute wissen aber, wieviel Hölzchen in einem srischen Schächtelchen enthalten sind! Ich wills verraten, wenn nicht gleich eine volle Schachtel zum Zählen zur Hand ist: Es sind sechzig Hölzer Darinnen. Wenn man nun bedenkt, daß jährlich zwei Milliarben Schachteln Zündhölzer in Deutschland verbraucht werden, jede mit sechzig Stück, das ist eine Rie- senzahl Hölzer! Und was kosten s.e! Ich wul nicht weiterreden von Verbrauch und Preis durchschnittlich im Monat, am Tag, in der Stunde usw. usw. O armer Schulbub, wenn dem Lehrer auf diesen Gedankengang kommen^sollte!
Daten für Freitag 1. November.
Sonnenaufgang 6.52 Uhr, Sonnenuntergang 16.35 Uhr (ringförmige Sonnenfinsternis). — Mondauf- gang 6.38 Uhr, Monduntergang 16.32 Uhr.
1755: Lissabon wird durch ein Erdbeben zerstört; — 1865: der Philosoph Arthur Dcews in Uetersen geboren: — 1868: der Schriftsteller Felix Holländer in Leobschütz geboren; — 1903: der Geschichtsschreiber Theodor Mommsen in Charlottenburg ge- gestorben; — 1927: der Journalist Maximilian har- ben (Witkowski) in Montana-Vermala (Schweiz) gestorben.
Gietzener Wochenmarktpreisc.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 210 bis 220, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 12 bis 15, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 12 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 25 bis 35, Römischkohi 10 bis 12, Unter-Kohlrabi 8 bis 10* Grünkohl 20 bis 25, Rosenkohl 40 bis 45, Feldsalat 100 bis 120, Tomaten 30 bis 50, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 50 bis 80, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kürbis 5 bis 8, Pilze 25 bis 30, Kartoffeln 41/, bis 5, Aepfel 10 bis 15, Dirnen 10 bis 15, Dörrobst 30 bis 35, Preiselbeeren 40 bis 45, Pfirsiche 40 bis 50, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120, Gänse 100 bis 120, Nüsse
rungsgebäudes zu Gießen eine ösfentllche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Ober- hessen statt mit folgender Tagesordnung: 1. Klage der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. gegen dieStadlDad-Nauheim wegenHecanzlehung zu den Strahenherstellungskosten der Moltke- strahe in Bad-Nauheim. 2. Beschwerde der Reinhold Kölsch II. Eheleute in Beienheim gegen den Bescheid des Dezirkswohnungskommissars des Kreises Friedberg vom 11. Mai 1929 wegen Festsetzung des Entcignungspreises. 3. Klagen der Georg Gimbel Witwe, Allg. Ortskrankenkalle für den Kreis Friedberg, des Friedrich Kahlbom und der G. W. Küchel Erben in Butzbach gegen die Stadt Butzbach wegen Heranziehung zu Geländeerwerbskosten. 4. Klage des Bezirksfürsorgeverb andcs der Stadt Worms gegen den Bezirksfürsorgeverband des Kreises Gießen wegen Erstattung der Aufwendungen für Louise Kirch in Ringelshaufen. 5. Klage deS Dezirks- fürsorgeverbandes Schwäb. Gmünd gegen den Be- zirksfürsorgeverband des Kreises Friedberg wegen Erstattung von Fürsorgekosten für Katharina Dürkel. 6. Klage des Preuß. Dezirksfürsorgever- bandes Stadt Wiesbaden gegen den Dezirksfür- forgeverband des Kreises Älsseld, bzw. den Landes, ürsorgeverband Helsen wegen Erstattung von Fürsorgekosten für Erna (Seiet.
•• Sonntagskarten bei der Reichsbahn zu Allerheiligen. Die Geltungsdauer der zu Allerheiligen gelösten Sonntags- rückiahrkarten gellen in diesem Jahre ausnahmsweise vom 31. Oktober. 12 Uhr mittags, bis zum 4. November, 9 Uhr. S.e gelten also zur Hinfahrt am Donnerstag, 31. Oktober, von 12 Uhr an, zur Rückfahrt am Freitag, 1. November, zur Hinfahrt, am Freitag. 1. November, zur Rückfahrt, am Samstag, 2. November, bis 9 Uhr, zur Hinfahrt am Samstag, 2. November, zur Rückfahrt am Montag, 4. November, bis 9 Uhr, zur Hinfahrt am Sonntag. 3. November, zur Rückfahrt am Montag. 4. November, bis 9 Uhr.
" Sin Achtzigjähriger. Der mehrere Jahrzehnte in der Lorstengroßhandlung I. Rothschild beschäftigte Sortierer Julius Bräutigam, Weserstrahe 10II, vollendet am 1. November fein 80. Lebensjahr. Er konnte schon vor mehreren Jahren mit seiner heute noch ihm zur Seite stehenden Gattin die goldene Hochzeit feiern. Der inzwischen auch Urgroßvater gewordene alte Herr ist noch, wenn auch beschränkt, in seinem Berufe tätig. Als immer noch aktiver Senior im Männer-Badeverein, an dessen Ausbau er stets Anteil nahm, zeigte er noch im vergangenen Sommer den Badegästen, wie man einen regelrechten Kopssprung ausführt.
*• Ihren 83. Geburtstaa kann heute Frau Ludwig Pitt Wwe., Kaiserallee 47 wohnhaft, bei sehr guter Gesundheit begehen.
*’ Hohe Auszeichnung eines Gießener Geflügelzüchters. Auf der großen allgemeinen deutschen Iunggellügelschau in Hannover, die mit 7000 Nummern beschickt war, wurden die von dem hiesigen Züchter Friedrich Bauer, Am Kugelberg, ausgestellten Hühner „Rhodeländer" unter außerordentlich starker Konkurrenz von 409 Nummern siebenmal mit der Note „sehr gut“ bewertet. Als Auszeichnung für diese züchterischen Leistungen wurden dem Aussteller zwei wertvolle Ehrenpreise und ein Leistungspreis zuerkannt.
Berliner Börse.
Berlin, 31. Okt. (WTB. Funkspruch.) Nach dem Umschwung gestern in Neuyork und der allgemeinen internationalen Beruhigung ist es im heutigen Frühverkehr auch am Berliner Platz stimmungsmähig eher freundlicher. Geschäft konnte sich zwar noch nicht entwickeln, und Kurse waren noch nicht zu hören; man rechnet aber mit einer Befestigung der Tendenz. Der heutige Zahltag dürfte keine Schwie- rigkeiten mehr machen. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,86, London gegen Mailand 93,14 zu 93,15, London gegen Spanien 34,25, London gegen Kabel 4,8780 zu 4,8785.
Kirchliche Nachrichten.
Katholische Gemeinden.
Donnerstag, den 31. Oktober 1929.
Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.
Freitag, den 1. November: Allerheiligenfest.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 17: Rosenkranzandacht mit Segen; 17.30: Predigt; 18: Andacht für die Abgestorbenen; 16.30 und 19: Beichte. — Grünberg. 9.30: Messe mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Lick». 10: Hochamt mit Predigt. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt.
Samstag, den 2. November: Allerseelentag.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 6, 6.30, 7, 7.30: hl. Messen; 8: Seelenamt für alle Verstorbenen ber Pfarrei; 16.30 und 19: Beichte; 20: Rosenkranz- andacht mit Segen. — Hungen. 8.30: Seelenamt.— eich. 7: Messe für die Abgestorbenen. — Nidda. 8.30: Seelenamt.
Israelitische Gemeinden.
Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 2. November. Vorabend 4.45 Uhr; morgens 9; abends 5.10 und 5.50 Uhr. '
Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 2. November. Freitag abend 4.35 Uhr: Samstag vormittag 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 5.50. — Wochengottesdienst morgens 6.45; abends 4.30 Uhr.
Zu dieser Veranstaltung waren Prof. Schmidt (Klavier), Friedberg, und Konzertmeister Lenzewski (Violine), Frankfurt a. M., gewonnen worden. Einleitend hielt Herr Lenze w s l i einen kurzen, aber inhaltsreichen Vortrag über Mozart, seine Zeit und die St lart seiner Zeit. Er sprach kurz über einige wesentliche Punkte in Mozarts Entwicklungsgang. Ausgehend von der Sorgfalt und Genauigkeit des Vaters Leopold Mozart, der ja selbst ein bedeu- tenöer Musiker und Pädagoge war, erwähnte ?Jarifer Zeit Mozarts, in der er be- ich im Formalen entwickelte, dann den Mannheimer Aufenthalt, der ihn wiederum im Ausdruckstechnischen förderte, und bezeichnete zu- fammenfaffenö Mozarts Persönlichkeit als im Rokoko wurzelnd und zur Romantik hinweisend.
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