Ausgabe 
31.7.1929
 
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»Nach dem Reichsmietengesetz ist die Friedens^ miete ein feststehender Begriff, nämlich der Miet­zins, der für die mit dem 1. 3uli 1914 be­ginnende Mietzeit vereinbart war. Besteht über ihre Höhe Streit, so hat sie das Mieteinigungs­amt festzustellen. War eine Friedensmiete in diesem Sinne nicht vereinbart, oder läßt sie sich nicht mehr feststellen, so hat das Miet­einigungsamt als Friedensmiete den ortsüb­lichen Mietzins für die mit dem 1. 3uli 1914 beginnende Mietzeit festzusehen. Daraus ergibt sich, daß die Parteien überhaupt nicht in der Lage sind, eine »Friedensmiete" mit der Wir­kung zu vereinbaren, daß sie als eine solche im Sinne des Reichsmietengesetzes für beide Teile bindend ist und ihr Recht aus § 1 ausschließt. Die von ihnen vereinbarte Miete bleibt eben eine vereinbarte, ihre Nachprüfung oder Zu­rückführung auf die gesetzliche Miete zu ver­langen hat jede Vertragspartei jederzeit das Recht. Das Reichsmietengesetz wollte die freie Mietzinsbildung verhindern und den Parteien die Möglichkeit geben, vereinbarte Mieten, die nach dem Gesetz zu hoch oder zu niedrig be­messen waren, auf die gesetzliche Höhe festsehen zu lassen. Zn welcher Währung die vereinbarte Miete bestimmt war, ist völlig gleichgültig, auch die nach der Stabilisierung, also wertbeständig, vereinbarten Mieten unterliegen dem § 1 des Reichsmietengesehes, sind also gegebenenfalls ab­änderbar."

Mit diesen Ausführungen stellt das Reichs­gericht die Rechtslage einwandfrei klar: Es gibt reinen ausdrücklichen oder stillschweigenden Verzicht auf das Recht, die Friedensmiete jeder­zeit der Berechnung der gegenwärtig zu zahlen­den Miete zugrunde legen zu dürfen. Ist eine abweichende Miete alsFriedensmiete" verein­bart, so kann sie dennoch auf Verlangen auch nur eines Vertragsteiles geändert und in Höhe der wirklichen Friedensmiete festgesetzt werden.

Daten für Donnerstag, 1. August.

1791: Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft: 1798: der englische Admiral Nelson vernichtet die französische Flotte bei Abukir; 1826: Grün­dung des Bibliographischen Instituts in Gotha; 1911: der Sprachforscher Konrad Duden in Sonnen­berg gestorben: 1914: Mobilmachung in Deutsch­land und Frankreich, Kriegserklärung Deutschlands an Rußland: 1919: Einfall polnischer Insurgenten in Oberschlesien.

Nie künftige Gasversorgung der Gtadt Mainz.

Für den Ruhr-Saar-Ferngasbezug.

WSN. Mainz, 30. Juli. Der Oberbürger­meister der Stadt Mainz hat den Mitgliedern des Stadtrats eine Denkschrift zugehen las­sen, die sich mit der künftigen Gasver­sorgung der Stadt befaßt. Die Denkschrift lehnt die Errichtung einer eigenen Kokerei in Hessen für Mainz, als auch das neueste Angebot dec Südwestdeutschen Gasversorgungs-A.-G. ab, da in beiden Fällen nicht eine so günstige Preis­gestaltung erreicht werden könne, wie bei der Fernversvrgung durch die Ruhr und die Saar, in Verbindung mit örtlichen Stützpunkten. Zum Schluß der Denkschrift wird der Stadtrat ersucht, folgendes zu beschließen: 1. Der Stadt­rat ist dec Auffassung, daß die Verbindung der Örtlichen Erzeugung eines gleichbleibenden, in Prozenten des Gesamtbedarfs des Wirtschafts­gebiets festgelegten Anteils der Grundbelastung mit dem Bezug von Ferngas auf Grund der zwi­schen den Vertretungen der Dergbaugebiete der Duhr und dec Saar unter Beteiligung des preu­ßischen Staates getroffenen Vereinbarung die zweckdienlichste Lösung der Gasver­sorgungsfrage für Hessen undMainz darstellt. 2. Der Stadtrat hält das Gaswerk Mainz, insbesondere wegen seiner hervorragenden wirtschaftsgeogravhischen Lage, für geeignet,einen solchen Stützpunkt für eine örtliche Erzeugung darzustellen, und macht den Abschluß von Ferngasversorgungsverträgen von der Einbe­beziehung des Mainzer Gaswerks in die gesamte Versorgung abhängig. 3. Der Stadtrat beauftragt und ermächtigt die Vertreter der städtischen Verwaltung in der Gesellschaftsver­sammlung der Hekoga, ihren Einfluß und ihr Stimmrecht im Sinne vorstehender Beschlüsse zu gebrauchen. 4. Der Stadtrat würde das Zustande­kommen einer Verständigung mit den Städten des Rhein-mainischen Wirtschaftsgebiets begrü­ßen, unter der Voraussetzung, daß die bis jetzt für die Hekoga und die Stadt Mainz erreichten Verhandlungsergebnisse nicht beeinträchtigt oder für die Zukunft gefährdet werden.

Wirtschaft.

Oie Oisconio-Gesellschast zur Wirtschaftslage.

Für die deutsche Wirtschaft steht, wie die D i s- conto-Gesellschaft in ihrem Monatsbericht schreibt, zwar keinesfalls eine lebhafte Aufwärts­bewegung der Konjunktur in Aussicht, aber es ist auch nicht mit einer Zunahme der Schwierig­keiten zu rechnen, wie sie der Bericht des Kon­junkturinstituts als Folge der Anspannung des Geldmarktes, sinkender Effektenkurse und der Preisrückgänge auf dem Warenmarkt voraussah. Zur Begründung dieser Ansicht wird in dem Bericht darauf hingewiesen, daß die A n s p a n - nung des Geldmarktes einigermaßen be­hoben sei, die Haltung der Effekten­märkte durch gelegentliche Auslandbeteiligung am Börsengeschäft und die gebesserte Kreditmarkt­lage eine Stütze erhalten habe und auf den Warenmärkten die rückläufige Preisbe­wegung zum Stehen gekommen sei. Die Gesamt­indexziffer der Großhandelspreise habe sich sogar unter dem Einfluß steigender Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse wieder etwas er­höht, während bei den industriellen Fertig­warenpreisen Rückgänge und Erhöhungen sich im ganzen ausglichen. Die Arbeitslosigkeit halte sich zwar auf einem Stande, der immerhin nach der Zahl der ülnterstützten über 200 000 Personen über demjenigen der Iahresmitte 1928 liege, doch müsse man bei der Beurteilung dieser Ziffer berücksichtigen, daß seither aus der Be­völkerungsbewegung dem deutschen Arbeits­markt das Doppelte dieser Zahl an neuen Ar­beitskräften zugewachsen sei. Ihre, wenn auch nur teilweise erfolgte Einführung in den Produk­tionsprozeß wäre ohne eine gewisse Erstarkung der wirtschaftlichen Gesamtkräfte nicht möglich gewesen.

Am deutlichsten mache sich gegenwärtig das An st eigen der Produktion in den Schlüsselindustrien, Kohle und Eisen, bemerkbar. Die Lage der Eisenindustrie werde durch die anhaltend gute Aufnahmefähigkeit der Aus­landmärkte für eine große Zahl ihrer Erzeugnisse weiter günstig beeinflußt. Im Zusammenhang hiermit wird im Bericht darauf hingewiesen, daß der Anteil der Ausfuhr der Maschinen- i n d u st r i e an dem Gesamtabsah von 36 Proz. im ersten Halbjahr 1928 auf 44 Prozent im ersten Halbjahr 1929 angestiegen sei.

Die Geldmarktlage habe nach ihrer kri­tischen Zuspitzung im Verlaufe der Pariser Re­parationsverhandlungen wieder ein normaleres Gepräge erhalten. Wenn die deutschen Zinssätze sich etwa um 1 bis 1,5 Prozent höher als zur gleichen Zeit des Vorjahres stellten, so ent­spreche diese Steigerung derjenigen an den internationalen Geldmarktplähen, von denen die Crgänzungsverforgung des deutschen Marktes abhänge.

Von besonderer Bedeutung sei die Tatsache, daß allem Anschein nach eine Inanspruchnahme des offenen Geldmarktes seitens des Reiches nicht mehr zu erwarten stehe, nachdem diese in den vergangenen Monaten in fühlbarer Weise dazu beigetragen hätte, die Geldmarktlage un­sicher zu gestalten.

Der Bericht schließt:Die Beseitigung der aus der Entwicklung der Reichsfinanzen dro­henden Gefahren wird nicht möglich sein, solange man nicht ernstlich daran geht, den Reichshaus­halt von der Ausgabenseite her in Ordnung zu bringen. Ein sparsamer Finanzplan ist das erste Gebot für ein unter seiner dürftigen Ka­pitalversorgung außerordentlich leidendes Land: er muß ergänzt werden durch ein Steuersystem das, ganz anders als es jetzt der Fall ist, die notwendige Kapitalbildung erleichtert und anregt. Die deutsche Wirtschaft bedarf st e u e r- licher Erleichterungen, die erheblich über das hinausgehen, was ihr für die nächsten Jahre auf Grund der verminderten Zahlungen des Poung-Planes zuteil werden kann. Zunächst bestehen leider keine Aussichten dafür, daß selbst in dem geringen Ausmaß der Diffe­renz zwischen Dawes- und Poung-Zahlungen Steuererleichterungen eintreten könnten! An Be­lastungsproben wird es der deutschen Wirt­schaft auch in der kommenden Zeit nicht fehlen. Schon die großen Schwierigkeiten der langfristi­gen Finanzierung und die aus Kapitalmangel geborene Höhe der Zinssätze werden noch auf lange eine chronische Belastung schwerer Art bilden. Aufgabe der Finanzpolitik ist es dem­gegenüber, die Ausgaben nach den unter er­träglicher Belastung der Wirtschaft erreichbaren Einnahmen zu bemessen und die Entstehung öffentlichen Anleihebedarfs, der die

knappen Mittel des Kapitalmarktes nur weiter verkürzt und verteuert, zu verhindern."

* Preußengrube A.-G. Die Generalver­sammlung genehmigte den Abschluß mit wieder 5 o. Sy Dividende. Die Laae der Gesellschaft werde durch die ungünstige Frachtlage Oberschlesiens und die Einlegung von Feierschichten, die sich auf rund 7 o. Sy der Arbeitstage beliefen, beeinflußt.

* Lagergemeinschaft im süddeutschen Eisenhandel. Zwei führende Firmen des süd­deutschen Eisengroßhandels haben beschlossen, eine Lagergemeinschaft zu bilden, um Ersparnisse zu er­zielen. Es handelt sich um die Thyssen-Rheinstahl A.-G. in Frankfurt a. M. und die Süddeutsche Eisengesellschaft A.-G. in Nürnberg. Das Gemein­schaftslager in Frankfurt a. M. ist auf dem Lager­grundstück der Thyssen-Rheinstahl A.-G. und das in Nürnberg auf dem der Süddeutschen Eisengesell- schäft A.-G. errichtet worden. Die Firmen erhalten genau wie bisher ihre eigene Verkauftstätigkeit auf­recht, nur der Lagerbetrieb einschließlich Fuhrpark wird gemeinschaftlich betriel en. Ob sich noch weitere Firmen der Gemeinschaft anschließen werden, steht noch nicht fest.

* Stillegunades Karlsruher Werks der Berlin-Karlsruher Industrie- Werke? Innerhalb der Derwallung der Berlin- Karlsruher Industrie-Werke werden gegenwärtig Ra­tionalisierungsmaßnahmen im Sinne einer schärferen Konzentration bei der Gesellschaft erwogen. Man zieht dabei die Stillegung der Karlsruher Fabrik in den Bereich der Möglichkeit. Wie WTB.-Han­delsdienst hört, sind der Staat und die Stadt Karls­ruhe darum bemüht, das Karlsruher Werk zu er­halten.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. TL, 31. Juli. Tendenz: freund­lich. Die Börse zeigte heute wieder ein freund­liches Aussehen. Als erster Grund für die all­gemeine Besserung kann die wieder höhere Notierung des Sterlingkurses angesehen werden, ferner das Nachlassen der Goldabflüsse dec Bank von England. Die Befürchtungen einer bal­digen Diskonterhöhung der Bank von England ver­lieren damit wieder an Bedeutung. Aber man rechnet auch mit einer glatten Ueberwindung des heutigen Zahltages, da von dem geringen Engage­mentsumfang und der etwas besseren Geldmarktlage eine Anregung ausging. Das Geschäft bewegte sich wieder nur in kleinem Rahmen. Nur in einigen Werten war die Umsatztätigkeit etwas lebhafter, denn hier machte sich von Auslandseite, und angeregt hiervon auch Deckungsbedürfnis von feiten der Spe­kulation geltend. Im Vordergründe standen Montan- werte. Hier nahm auch das Rheinland wieder Ma­terial aus dem Markt. Mannesmann gewannen 2,5 v. Sy, Phönix 1,5 v. Sy, Stahlverein 1,75 v. Sy, Gel­senkirchen 2,5 v. Sy und Rheinstahl 1 v. Sy Am Che­miemarkt konnten Farben 1 v. Sy höher eröffnen. Am Elektromarkt war die Umsatztätigkeit eng be­grenzt. Zur ersten Notiz wurden nur Siemens mit plus 3 v. Sy und A. E. G. mit plus 1 v. Sy notiert. Erwähnenswert waren noch Deutsche Linoleum mit plus 2,5 v. Sy und Glanzstoff mit plus 2 o. Sy Kali- werte etwas bevorzugt und etwa 2,5 o. Sy fester. Die Nebenmärkte lagen still, die meisten Werte bis zu 1 v. Sy gebessert. Renten zum Teil leicht gedrückt. Im Verlaufe hielt das Interesse für Spezialwerte zumeist noch an, doch traten auch vereinzelt kleine Rückgänge ein. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8,5 v. Sy etwas gesuchter. Am Devisenmarkt machte die Erhöhung des Pfundes weitere Fortschritte. Man nannte Mark gegen Dollar 4,19, gegen Pfund 20,367, London gegen Kabel 4,8536, gegen Paris 123,82, gegen Mailand 92,82, gegen Madrid 33,22, gegen Holland 12,1013.

Berliner Börse.

Berlin, 31. Juli. Der freundlichere Grund- ton, der schon im Vormittagsverkehr zu erkennen war, erhielt sich auch zu Beginn der offiziellen Börse. Die Stimmung war überwiegend fester, ohne daß dies allerdings in den Kursen stärker zum Ausdruck tarn. Nur für Spezial­werte bestand etwas mehr Interesse, und vor allem der Montanmarkt hatte, angeregt durch die Kohlenpreiserhöhung in Belgien, die bereits am 1. August in Kraft tritt, lebhafteres Ge­schäft. Auch sonst waren die vorliegenden Mo­mente nicht ungünstig. Der Konferenz­beginn am 6. August kann nun wohl als endgültig angesehen werden. Das im Verlaufe befestigte Neuyork (ein Zeichen, daß der Ultimo glatte Erledigung zu finden scheint) und die günstigere Lage des Pfundes (die Dank von England hatte gestern nur einen Goldverlust von zirka einer Million Pfund aufzuweisen),

wurden günstig beurteilt. Man nimmt an. daß eine Diskonterhöhung der Dank von England auch morgen zu vermeiden sein wird, da, wie schon erwähnt, das Pfund eine stärkere Tendenz aufzuweisen hatte. Im Durchschnitt betrugen die Kursveränderungen nur bis 1 Prozent. Montanwerte konnten sich bis 2 Prozent bessern und Spezialwerte, wie Reichsbank, Mannesmann, Rheinische Braunkoh­len, Kaliaktien, Deutsche Linoleum (guter Absatz), Schuckert, Siemens, Waldhof und Polyphon um 2 bis 4,5 Prozent. Schwächer eröffneten Tietz. Mix & Genest und Thüringer Gas mit Verlusten von 2 bis 3 Prozent. Deutsche Anleihen freund­lich. Ausländer ruhig. Pfandbriefe eher leicht nachgebend. Die Sätze des Geldmarktes konnten heute schon eine kleine Ermäßigung erfahren. Tagesgeld 8,5 bis 10,5 Prozent, Monatsgeld 9,5 bis 10,5 Prozent, Warenwechsel etwa 7.9 Pro­zent. Auch nach den ersten Kursen blieb es in Spezialgebieten lebhafter, die Kursentwicklung war aber keine einheitliche. Als man später einige Großbanken als Käufer beobachtete, nahm die Spekulation weitere Deckungskäufe vor, so daß sich das Kursniveau erneut um 1 bis 1,5 Prozent heben konnte.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 31. Juli. Am heutigen Haupt­markt war das Geschäft im allgemeinen ziemlich still. Die Tendenz neigte im großen und ganzen etwas zur Schwäche, und das Angebot in Mais und Wei­zenmehl fand nur zu je 0,25 Mark niedrigerem Preise Aufnahme. Einige Nachfrage bestand da- gegen für Roggen, dec 0,25 Mark anziehen konnte, und im Zusammenhang damit für Roggenmehl mit 22,50 Mark, Hafer (inländischer) 22,75 bis 23, Mais (gelb) für Futterzwecke 22,25, Weizen« bis 23, Mais (gelb) für Futterzwecke 22,25, Weizen« mehl (süddeutsches, Spezial 0) 38,75 bis 42, Roggen- mehl 31 bis 32, Weizenkleie 11, Roggenkloie 12,50 Mark. Tendenz: ruhig.

Zeitschriften.

Die vor einigen Jahren gegründetenSchüne, manns Monatshefte", die sich eines großen Ansehens erfreuten und einen stattlichen Leserkreis erworben hatten, sind, wie wir erfahren, in den Verlag von 2B e ft ermanne Monatsheften" überge­gangen. Die Zeitschrift selbst erscheint nicht mehr, sie geht inWestermanns Monatsheften" auf.

Letzte Nachrichten.

Oer Oauerflugrekord Lacksons und O'BrienS.

St Louis, 31. Juli. (WB. Funkspruch.) Die Flieger Jackson und 0 B ricn, die gestern abend gelandet sind, waren mit ihrem Flugzeug St. Louis Robin" genau 4 2 0 S tunden und 21 Minuten, d. h. rund 18 Tage und 17 Rächte ununterbrochen in der Luft. Sie haben den letzten Dauerflugrekord, den die Flieger Blenbell und Reinhart mit dem FlugzeugAngeleno" innehatten, um 7-4 Tage Über­boten. Bei der Landung des FlugzeugesSt Louis Robin" waren 15 000 Zuschauer zugegen, die von der Schuhwache nur mit Mühe davon a6gc- halten werden konnten, das Flugzeug zu stürmen, um sich Andenken an den Flug zu verschaffen. Die beiden Flieger wurden nach der Landung ärztlich untersucht. Ihr Befinden war ausgezeichnet Sie erhalten für den Bauerflug zusammen 31 255 Dollar, außerdem 2756 Dollar an Geschenken. Die von den Fliegern zurück­gelegte Gesamt st recke beträgt 4 0 3 2 0 6 i- lometer. Sie haben über 16000 Liter Brenn­stoff verbraucht, der 48mal ergänzt worden ist. Die Propeller haben während des Dauerfluges bei 1300 Umdrehungen in der Minute 32 Millionen Umdrehungen geleistet.

Oie Hitze in Amerika.

Reu York, 31. Juli. (MTB. Funkspruch.) Die außerordentliche Hitze in einem großen Teil dec vereinigten Staaten und Ka­nada dauert an und hat zahlreiche weitere Todes­fälle zur Folge gehabt. Der der Landwirt­schaft bisher erwachsene Schaden wird allein für die Umgebung von Reuyork auf drei Millionen Dollar geschäht

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

Franksurta. M.

Berlin

Schluß-

t-Uh»

Schluß-

Ansong

Kurs

Kur-

Kurs

Kurs

Datum

30.7.

31-7.

30 7.

31 7.

5% Dt. Retchsanleche o. itiz< . . Dt. Ant.-AblSs.-Schuld mit AuS-

87.35

87,5

los-Rechten.........

51

51

__

DeSgl. ohne Auslos-Rechte . . . 7% Franks. Hyp.-Bk. Goldpf. un-

9,55

10,1

9,65

10,13

kündbar bis 1932.......

4yi% Rheinische Hyp.°Bank Liqu.-

85,5

74,4

A.E.G. abg. BorkriegS» Obligation.,

rückzahlbar 1932 .......

-

4% Schweiz. Bundesb.-Anl.. . .

4% Oesterretchische Goldrte.. . .

29

-

_

2,4

4% Oesterreich, einheitl. Stte. . .

1,925

_

4% Ungarische Goldrte......

22,9

23

23

4% Ungarische Staatsr. v. 1910 .

_

4&% beSfll. bon 1913.....

24,8

_

4% Ungarische Kronenrte.....

1.8

1,9

1,9

4% Türk. Zollanleihe v. 1911 . .

4% Türkstche Bagdadbahn-Anl.,

7,7

7,8

7,7

7,7

7,8

7,8

4% dcsgl. Serie II.......

_

LJ

4% Rumänen conbett. Rte. . . .

_

4/i% Rumänen Goldanl. von 1913

Wg. Deutsche Eisenbahn . . 4%

_

_

Hamburg-Amerika Paket ... 8

Hamb.-Südam. Dampssch. . . 8

122,25

122,25

187

122,75

Hansa Tampsschiss.....10

162

161,79

Norddeutscher Lloyd.....8

115,25

114

115,25

Llllg. Deutsche Crediianst. . . 10

126,5

126,4

126,5

Barmer Bankverein .... 10

127,5

127,25

127.25

Berliner Handelsgesellsch. . . 12

208

207,5

207.5

Commerz- und Prtvat»Bank. ii

183

183

183

183 5

Tarmst. ü. Nationalbank . . 12

276

275,5

276

Deutsche Bank . .

169,5

169

169 75

Diskonto-Gesellschast Aut.. . 10

154

154

154

Dresdner Bank......10

Mitteldeutsche Ereditbank ... 9

160

160,25

160

160

Reichsbank........12

309

309

312,75

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß. Kurs

l-Uhr- Kurs

Schluß-lAnfang-

Kurs

Kurs

Datum

30.7.

31.7.

30-7.

31-7.

A.E.G.........

e

. 8

195,5

196,5

195,5

196,6

Bergmann ......

. 9

225

225

227

Äektr. Lieferungen. . .

10

Licht und Kraft ....

10

206,5

205,75

206,75

Kelten & Guilleaume. .

. 6

136

135

Ges. s. Elektr. Untern.. .

e

10

210

210

210,75

Hamb. Elektr. Werke . .

e

10

140,25

Rhein. Elektr......

. 9

Schief. Elektr......

10

183

185

Schuckert..... .

. 8

224,75

226,9

Siemens & HalSIe . .

12

383

380

383

Transradio......

. 8

143,5

Lahmeyer LCo.. . . .

10

169,75

169,25

169,6

Buderus.......

. 6

74

74,13

Deutfche Erdöl ....

. 6

112,75

113,4

Essener Steinkohle . . .

. 8

133

135

Gelsenkirchener ... LA 3 4

134,5

137

135

Harpener.......

. 6

144

145

145,75

Hoesch Eisen......

. 8

129

131

Ilse Bergbau.....

Klücknerwerke.....

*

. 8

213

213

. 7

108,5

108,5

109,6

KSln-Neuessen.....

. 9

125

126,5

Mannesmann.....

. 8

119,25

121,5

119

121,4

ManSfeldec......

. 7

139,75

140

140,5

140,25

Oberschlei. Eiienb. Bedarf

. 6

Oberfchles. Kokswerke. .

. 6

_

106,13

106,6

Phönix Bergbau....

Rheinische Braunkohlen.

6K

101,5

102,75

101,25

102,5

10

285

284,5

286,75

Rheinstahl . . . s.»/. Jahr 4ft

123,5

124,5

123,4

124,75

Riebeck Montan ....

7,2

138,75

Bereinigte Stahl» . .

. c

109,75

111,5

109,5

110,75

Otavi Minen.....

8 sh

62,75

63

Kali Aschersleben . . .

10

231,5

231,5

Kali Westereaeln....

Kaliwerk Salzdetfurth .

10

16

237,5

393

395

237,75

393

240

396

I. ®. Farben-Industrie.

e

12

224

225

223,5

224,6

Dynamit Nobel ....

. 6

105,75

106,5

Scheideanstalt.....

. 9

_

_

Goldschmidt.....

. 6

75

_

75

_

Rütgerswerle . .

Metallgeseüschast.

e

. 6

83,5

84,5

83,5

84,5

11

125

125,65

Tatmn

Philipp Holzmann.....'<

Heidelberger Cement .... 10

dement Karlstadt......8

Wayb & Freitag......10

Schultheis Patzenhoser ... 15

Ostwerke.........12

Ber. Glanzstosf ...... 18

Beniverg...... 14

ÄeUflofi Waldhos ..... 12

Zellstofs Aschaffenburg ... 12

Charlottenburger Wasser ... 7

Dessauer Gas........8

Daimler Motoren......0

Deutsche Majchineu-Fabrü . . 0

Adlerwerte Kleoer.....5

Ludw. Loewe.......10

Bat. Automobil ....... 0

Orensiein 4 Koppel ..... 5

Leonhard Tietz ....... 6

Bamag-Meguin ....... 0

Frank,. Maschinen ...... 6

Gritzner...... 11

acnftaebt ....... 0

......... .... 4

Lechwerke. . ........ 8

Blainkrastwerke.......8

Miag...........10

Nekarsulmer ...... ..8

PeterS Union ........ 8

Gebr. Roeder ....... 10

Voigt & Haeffuer......8

Südd. Zucker........8

Frankfurt a M.

Berlin

Schluß-

ii Ubt-

Schluß.

Ansang.

Kurs

Kurs

Kurs

Kurs

30.7.

31.7.

30.7.

31.7.

106,5

108

100,5

151

295,5

397,25

232

233,5

386

386

388

388

300

300

234,75

237,25

154

154,75

152

154

108,5

109,75

101,75

193

51

50,5

53,25

50

49,5

50

194

196

23,5

22,5

88,5

89

208

206

-- >

53,65

66

»

66,65

65,65

e

123,5

123,25

, 1.

118

-

220

222

149,5

Banknoten.

Berlin. 30. Juli

Geld

Brief

Amerikanische Noten .....

4,165

Belgische Noten........

Dänische Noten........

58,25

111,43

58,49

111,87

Lllülükbe Oloteu.^e tut«

20^0

20,88

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a.M.

Telegraphische Auszahlung.

Berlin, 30- Juli

Geld

Brief

Französische Noten.....

Holländische Noten......

16,447

16307

167,66

168,34

Italienische SPoten ......

Norwegische Noten......

Deutsch-Oestcrr., ä 100 Kronen

21,95

111,43

22,03

111,87

59,04

59,28

Rumänische Noten......

2,48

2,50

Schwedische Noten ......

Schweizer Noten.......

112,05

80,64

112,49

80,96

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

60,95

61,19

12,37

12,43

Ungarische Noten.......

72,82

73,12

30- Juli

31. Juli

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld 1

Brief

Geld

Brief

Amft.» Rott.

168,11

168,45

168,11

160,45 "

Buen.-Aires

1,760

1,764

1,760

1,764

Brss.-Antw-

58,30

58,42

58,285

58,405

Christiania.

111,74

111,96

111,74

111,96

.Kopenhagen

111,74

111,96

111,72

111,94

Stockholm -

112,34

112,56

112,34

112,56

Helsingfors.

10,529

10,549

10,532

10,552

Italien. . .

21,915

21,955

21,92

21,96

London. . .

20,345

20,385

20,345

20,385

NetWork . .

4,191

4,199

4,1915

4,1995

Paris. . . .

Schweiz ..

16,44

16,48

16,42

16,46

80,645

80,805

80,67

80,83

Spanien. .

61,16

61,28

61,21

61,31

Japan . . .

1,943

1,947

1,943

1.947

Rio de Jan. Wien in D--

0,497

0,499

0,497

0,499

Ceft. abgest.

59,045

59,165

59,065

59,185

Prag . . . . Belgrad . .

12,402

12,422

12,407

12,427

7,363

73,07

7,377

7,363

7,377

Budapest. .

73,21

73,11

73,25

Bulgarien.

3,032

3,038

3,032

3,038

Lissabon . .

18,78

18,82

18,78

18,82

Danzig.. Konstantin.

81,31

2,003

81,53

2,007

81,37 2,000

81,53

2,004

Athen - . .

5,42

5,43

5,42

5,43

Canada . .

4,176

4,184

4,178

4,186

Uruguay. .

4,126

' 4,134

4,126

4,134

tprirfl . . r

20,87

2M1

20,87

8M1