»Nach dem Reichsmietengesetz ist die Friedens^ miete ein feststehender Begriff, nämlich der Mietzins, der für die mit dem 1. 3uli 1914 beginnende Mietzeit vereinbart war. Besteht über ihre Höhe Streit, so hat sie das Mieteinigungsamt festzustellen. War eine Friedensmiete in diesem Sinne nicht vereinbart, oder läßt sie sich nicht mehr feststellen, so hat das Mieteinigungsamt als Friedensmiete den ortsüblichen Mietzins für die mit dem 1. 3uli 1914 beginnende Mietzeit festzusehen. Daraus ergibt sich, daß die Parteien überhaupt nicht in der Lage sind, eine »Friedensmiete" mit der Wirkung zu vereinbaren, daß sie als eine solche im Sinne des Reichsmietengesetzes für beide Teile bindend ist und ihr Recht aus § 1 ausschließt. Die von ihnen vereinbarte Miete bleibt eben eine vereinbarte, ihre Nachprüfung oder Zurückführung auf die gesetzliche Miete zu verlangen hat jede Vertragspartei jederzeit das Recht. Das Reichsmietengesetz wollte die freie Mietzinsbildung verhindern und den Parteien die Möglichkeit geben, vereinbarte Mieten, die nach dem Gesetz zu hoch oder zu niedrig bemessen waren, auf die gesetzliche Höhe festsehen zu lassen. Zn welcher Währung die vereinbarte Miete bestimmt war, ist völlig gleichgültig, auch die nach der Stabilisierung, also wertbeständig, vereinbarten Mieten unterliegen dem § 1 des Reichsmietengesehes, sind also gegebenenfalls abänderbar."
Mit diesen Ausführungen stellt das Reichsgericht die Rechtslage einwandfrei klar: Es gibt reinen — ausdrücklichen oder stillschweigenden — Verzicht auf das Recht, die Friedensmiete jederzeit der Berechnung der gegenwärtig zu zahlenden Miete zugrunde legen zu dürfen. Ist eine abweichende Miete als „Friedensmiete" vereinbart, so kann sie dennoch auf Verlangen auch nur eines Vertragsteiles geändert und in Höhe der wirklichen Friedensmiete festgesetzt werden.
Daten für Donnerstag, 1. August.
1791: Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft: — 1798: der englische Admiral Nelson vernichtet die französische Flotte bei Abukir; — 1826: Gründung des Bibliographischen Instituts in Gotha; — 1911: der Sprachforscher Konrad Duden in Sonnenberg gestorben: — 1914: Mobilmachung in Deutschland und Frankreich, Kriegserklärung Deutschlands an Rußland: — 1919: Einfall polnischer Insurgenten in Oberschlesien.
Nie künftige Gasversorgung der Gtadt Mainz.
Für den Ruhr-Saar-Ferngasbezug.
WSN. Mainz, 30. Juli. Der Oberbürgermeister der Stadt Mainz hat den Mitgliedern des Stadtrats eine Denkschrift zugehen lassen, die sich mit der künftigen Gasversorgung der Stadt befaßt. Die Denkschrift lehnt die Errichtung einer eigenen Kokerei in Hessen für Mainz, als auch das neueste Angebot dec Südwestdeutschen Gasversorgungs-A.-G. ab, da in beiden Fällen nicht eine so günstige Preisgestaltung erreicht werden könne, wie bei der Fernversvrgung durch die Ruhr und die Saar, in Verbindung mit örtlichen Stützpunkten. Zum Schluß der Denkschrift wird der Stadtrat ersucht, folgendes zu beschließen: 1. Der Stadtrat ist dec Auffassung, daß die Verbindung der Örtlichen Erzeugung eines gleichbleibenden, in Prozenten des Gesamtbedarfs des Wirtschaftsgebiets festgelegten Anteils der Grundbelastung mit dem Bezug von Ferngas auf Grund der zwischen den Vertretungen der Dergbaugebiete der Duhr und dec Saar unter Beteiligung des preußischen Staates getroffenen Vereinbarung die zweckdienlichste Lösung der Gasversorgungsfrage für Hessen undMainz darstellt. 2. Der Stadtrat hält das Gaswerk Mainz, insbesondere wegen seiner hervorragenden wirtschaftsgeogravhischen Lage, für geeignet,einen solchen Stützpunkt für eine örtliche Erzeugung darzustellen, und macht den Abschluß von Ferngasversorgungsverträgen von der Einbebeziehung des Mainzer Gaswerks in die gesamte Versorgung abhängig. 3. Der Stadtrat beauftragt und ermächtigt die Vertreter der städtischen Verwaltung in der Gesellschaftsversammlung der Hekoga, ihren Einfluß und ihr Stimmrecht im Sinne vorstehender Beschlüsse zu gebrauchen. 4. Der Stadtrat würde das Zustandekommen einer Verständigung mit den Städten des Rhein-mainischen Wirtschaftsgebiets begrüßen, unter der Voraussetzung, daß die bis jetzt für die Hekoga und die Stadt Mainz erreichten Verhandlungsergebnisse nicht beeinträchtigt oder für die Zukunft gefährdet werden.
Wirtschaft.
Oie Oisconio-Gesellschast zur Wirtschaftslage.
Für die deutsche Wirtschaft steht, wie die D i s- conto-Gesellschaft in ihrem Monatsbericht schreibt, zwar keinesfalls eine lebhafte Aufwärtsbewegung der Konjunktur in Aussicht, aber es ist auch nicht mit einer Zunahme der Schwierigkeiten zu rechnen, wie sie der Bericht des Konjunkturinstituts als Folge der Anspannung des Geldmarktes, sinkender Effektenkurse und der Preisrückgänge auf dem Warenmarkt voraussah. Zur Begründung dieser Ansicht wird in dem Bericht darauf hingewiesen, daß die A n s p a n - nung des Geldmarktes einigermaßen behoben sei, die Haltung der Effektenmärkte durch gelegentliche Auslandbeteiligung am Börsengeschäft und die gebesserte Kreditmarktlage eine Stütze erhalten habe und auf den Warenmärkten die rückläufige Preisbewegung zum Stehen gekommen sei. Die Gesamtindexziffer der Großhandelspreise habe sich sogar unter dem Einfluß steigender Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse wieder etwas erhöht, während bei den industriellen Fertigwarenpreisen Rückgänge und Erhöhungen sich im ganzen ausglichen. Die Arbeitslosigkeit halte sich zwar auf einem Stande, der immerhin nach der Zahl der ülnterstützten über 200 000 Personen über demjenigen der Iahresmitte 1928 liege, doch müsse man bei der Beurteilung dieser Ziffer berücksichtigen, daß seither aus der Bevölkerungsbewegung dem deutschen Arbeitsmarkt das Doppelte dieser Zahl an neuen Arbeitskräften zugewachsen sei. Ihre, wenn auch nur teilweise erfolgte Einführung in den Produktionsprozeß wäre ohne eine gewisse Erstarkung der wirtschaftlichen Gesamtkräfte nicht möglich gewesen.
Am deutlichsten mache sich gegenwärtig das An st eigen der Produktion in den Schlüsselindustrien, Kohle und Eisen, bemerkbar. Die Lage der Eisenindustrie werde durch die anhaltend gute Aufnahmefähigkeit der Auslandmärkte für eine große Zahl ihrer Erzeugnisse weiter günstig beeinflußt. Im Zusammenhang hiermit wird im Bericht darauf hingewiesen, daß der Anteil der Ausfuhr der Maschinen- i n d u st r i e an dem Gesamtabsah von 36 Proz. im ersten Halbjahr 1928 auf 44 Prozent im ersten Halbjahr 1929 angestiegen sei.
Die Geldmarktlage habe nach ihrer kritischen Zuspitzung im Verlaufe der Pariser Reparationsverhandlungen wieder ein normaleres Gepräge erhalten. Wenn die deutschen Zinssätze sich etwa um 1 bis 1,5 Prozent höher als zur gleichen Zeit des Vorjahres stellten, so entspreche diese Steigerung derjenigen an den internationalen Geldmarktplähen, von denen die Crgänzungsverforgung des deutschen Marktes abhänge.
Von besonderer Bedeutung sei die Tatsache, daß allem Anschein nach eine Inanspruchnahme des offenen Geldmarktes seitens des Reiches nicht mehr zu erwarten stehe, nachdem diese in den vergangenen Monaten in fühlbarer Weise dazu beigetragen hätte, die Geldmarktlage unsicher zu gestalten.
Der Bericht schließt: „Die Beseitigung der aus der Entwicklung der Reichsfinanzen drohenden Gefahren wird nicht möglich sein, solange man nicht ernstlich daran geht, den Reichshaushalt von der Ausgabenseite her in Ordnung zu bringen. Ein sparsamer Finanzplan ist das erste Gebot für ein unter seiner dürftigen Kapitalversorgung außerordentlich leidendes Land: er muß ergänzt werden durch ein Steuersystem das, ganz anders als es jetzt der Fall ist, die notwendige Kapitalbildung erleichtert und anregt. Die deutsche Wirtschaft bedarf st e u e r- licher Erleichterungen, die erheblich über das hinausgehen, was ihr für die nächsten Jahre auf Grund der verminderten Zahlungen des Poung-Planes zuteil werden kann. Zunächst bestehen leider keine Aussichten dafür, daß selbst in dem geringen Ausmaß der Differenz zwischen Dawes- und Poung-Zahlungen Steuererleichterungen eintreten könnten! An Belastungsproben wird es der deutschen Wirtschaft auch in der kommenden Zeit nicht fehlen. Schon die großen Schwierigkeiten der langfristigen Finanzierung und die aus Kapitalmangel geborene Höhe der Zinssätze werden noch auf lange eine chronische Belastung schwerer Art bilden. Aufgabe der Finanzpolitik ist es demgegenüber, die Ausgaben nach den unter erträglicher Belastung der Wirtschaft erreichbaren Einnahmen zu bemessen und die Entstehung öffentlichen Anleihebedarfs, der die
knappen Mittel des Kapitalmarktes nur weiter verkürzt und verteuert, zu verhindern."
•
* Preußengrube A.-G. Die Generalversammlung genehmigte den Abschluß mit wieder 5 o. Sy Dividende. Die Laae der Gesellschaft werde durch die ungünstige Frachtlage Oberschlesiens und die Einlegung von Feierschichten, die sich auf rund 7 o. Sy der Arbeitstage beliefen, beeinflußt.
* Lagergemeinschaft im süddeutschen Eisenhandel. Zwei führende Firmen des süddeutschen Eisengroßhandels haben beschlossen, eine Lagergemeinschaft zu bilden, um Ersparnisse zu erzielen. Es handelt sich um die Thyssen-Rheinstahl A.-G. in Frankfurt a. M. und die Süddeutsche Eisengesellschaft A.-G. in Nürnberg. Das Gemeinschaftslager in Frankfurt a. M. ist auf dem Lagergrundstück der Thyssen-Rheinstahl A.-G. und das in Nürnberg auf dem der Süddeutschen Eisengesell- schäft A.-G. errichtet worden. Die Firmen erhalten genau wie bisher ihre eigene Verkauftstätigkeit aufrecht, nur der Lagerbetrieb einschließlich Fuhrpark wird gemeinschaftlich betriel en. Ob sich noch weitere Firmen der Gemeinschaft anschließen werden, steht noch nicht fest.
* Stillegunades Karlsruher Werks der Berlin-Karlsruher Industrie- Werke? Innerhalb der Derwallung der Berlin- Karlsruher Industrie-Werke werden gegenwärtig Rationalisierungsmaßnahmen im Sinne einer schärferen Konzentration bei der Gesellschaft erwogen. Man zieht dabei die Stillegung der Karlsruher Fabrik in den Bereich der Möglichkeit. Wie WTB.-Handelsdienst hört, sind der Staat und die Stadt Karlsruhe darum bemüht, das Karlsruher Werk zu erhalten.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. TL, 31. Juli. Tendenz: freundlich. — Die Börse zeigte heute wieder ein freundliches Aussehen. Als erster Grund für die allgemeine Besserung kann die wieder höhere Notierung des Sterlingkurses angesehen werden, ferner das Nachlassen der Goldabflüsse dec Bank von England. Die Befürchtungen einer baldigen Diskonterhöhung der Bank von England verlieren damit wieder an Bedeutung. Aber man rechnet auch mit einer glatten Ueberwindung des heutigen Zahltages, da von dem geringen Engagementsumfang und der etwas besseren Geldmarktlage eine Anregung ausging. Das Geschäft bewegte sich wieder nur in kleinem Rahmen. Nur in einigen Werten war die Umsatztätigkeit etwas lebhafter, denn hier machte sich von Auslandseite, und angeregt hiervon auch Deckungsbedürfnis von feiten der Spekulation geltend. Im Vordergründe standen Montan- werte. Hier nahm auch das Rheinland wieder Material aus dem Markt. Mannesmann gewannen 2,5 v. Sy, Phönix 1,5 v. Sy, Stahlverein 1,75 v. Sy, Gelsenkirchen 2,5 v. Sy und Rheinstahl 1 v. Sy Am Chemiemarkt konnten Farben 1 v. Sy höher eröffnen. Am Elektromarkt war die Umsatztätigkeit eng begrenzt. Zur ersten Notiz wurden nur Siemens mit plus 3 v. Sy und A. E. G. mit plus 1 v. Sy notiert. Erwähnenswert waren noch Deutsche Linoleum mit plus 2,5 v. Sy und Glanzstoff mit plus 2 o. Sy Kali- werte etwas bevorzugt und etwa 2,5 o. Sy fester. Die Nebenmärkte lagen still, die meisten Werte bis zu 1 v. Sy gebessert. Renten zum Teil leicht gedrückt. Im Verlaufe hielt das Interesse für Spezialwerte zumeist noch an, doch traten auch vereinzelt kleine Rückgänge ein. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8,5 v. Sy etwas gesuchter. Am Devisenmarkt machte die Erhöhung des Pfundes weitere Fortschritte. Man nannte Mark gegen Dollar 4,19, gegen Pfund 20,367, London gegen Kabel 4,8536, gegen Paris 123,82, gegen Mailand 92,82, gegen Madrid 33,22, gegen Holland 12,1013.
Berliner Börse.
Berlin, 31. Juli. Der freundlichere Grund- ton, der schon im Vormittagsverkehr zu erkennen war, erhielt sich auch zu Beginn der offiziellen Börse. Die Stimmung war überwiegend fester, ohne daß dies allerdings in den Kursen stärker zum Ausdruck tarn. Nur für Spezialwerte bestand etwas mehr Interesse, und vor allem der Montanmarkt hatte, angeregt durch die Kohlenpreiserhöhung in Belgien, die bereits am 1. August in Kraft tritt, lebhafteres Geschäft. Auch sonst waren die vorliegenden Momente nicht ungünstig. Der Konferenzbeginn am 6. August kann nun wohl als endgültig angesehen werden. Das im Verlaufe befestigte Neuyork (ein Zeichen, daß der Ultimo glatte Erledigung zu finden scheint) und die günstigere Lage des Pfundes (die Dank von England hatte gestern nur einen Goldverlust von zirka einer Million Pfund aufzuweisen),
wurden günstig beurteilt. Man nimmt an. daß eine Diskonterhöhung der Dank von England auch morgen zu vermeiden sein wird, da, wie schon erwähnt, das Pfund eine stärkere Tendenz aufzuweisen hatte. Im Durchschnitt betrugen die Kursveränderungen nur bis 1 Prozent. Montanwerte konnten sich bis 2 Prozent bessern und Spezialwerte, wie Reichsbank, Mannesmann, Rheinische Braunkohlen, Kaliaktien, Deutsche Linoleum (guter Absatz), Schuckert, Siemens, Waldhof und Polyphon um 2 bis 4,5 Prozent. Schwächer eröffneten Tietz. Mix & Genest und Thüringer Gas mit Verlusten von 2 bis 3 Prozent. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer ruhig. Pfandbriefe eher leicht nachgebend. Die Sätze des Geldmarktes konnten heute schon eine kleine Ermäßigung erfahren. Tagesgeld 8,5 bis 10,5 Prozent, Monatsgeld 9,5 bis 10,5 Prozent, Warenwechsel etwa 7.9 Prozent. Auch nach den ersten Kursen blieb es in Spezialgebieten lebhafter, die Kursentwicklung war aber keine einheitliche. Als man später einige Großbanken als Käufer beobachtete, nahm die Spekulation weitere Deckungskäufe vor, so daß sich das Kursniveau erneut um 1 bis 1,5 Prozent heben konnte.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 31. Juli. Am heutigen Hauptmarkt war das Geschäft im allgemeinen ziemlich still. Die Tendenz neigte im großen und ganzen etwas zur Schwäche, und das Angebot in Mais und Weizenmehl fand nur zu je 0,25 Mark niedrigerem Preise Aufnahme. Einige Nachfrage bestand da- gegen für Roggen, dec 0,25 Mark anziehen konnte, und im Zusammenhang damit für Roggenmehl mit 22,50 Mark, Hafer (inländischer) 22,75 bis 23, Mais (gelb) für Futterzwecke 22,25, Weizen« bis 23, Mais (gelb) für Futterzwecke 22,25, Weizen« mehl (süddeutsches, Spezial 0) 38,75 bis 42, Roggen- mehl 31 bis 32, Weizenkleie 11, Roggenkloie 12,50 Mark. — Tendenz: ruhig.
Zeitschriften.
— Die vor einigen Jahren gegründeten „Schüne, manns Monatshefte", die sich eines großen Ansehens erfreuten und einen stattlichen Leserkreis erworben hatten, sind, wie wir erfahren, in den Verlag von „2B e ft ermanne Monatsheften" übergegangen. Die Zeitschrift selbst erscheint nicht mehr, sie geht in „Westermanns Monatsheften" auf.
Letzte Nachrichten.
Oer Oauerflugrekord Lacksons und O'BrienS.
St Louis, 31. Juli. (WB. Funkspruch.) Die Flieger Jackson und 0 ’ B ricn, die gestern abend gelandet sind, waren mit ihrem Flugzeug „St. Louis Robin" genau 4 2 0 S tunden und 21 Minuten, d. h. rund 18 Tage und 17 Rächte ununterbrochen in der Luft. Sie haben den letzten Dauerflugrekord, den die Flieger Blenbell und Reinhart mit dem Flugzeug „Angeleno" innehatten, um 7-4 Tage Überboten. Bei der Landung des Flugzeuges „St Louis Robin" waren 15 000 Zuschauer zugegen, die von der Schuhwache nur mit Mühe davon a6gc- halten werden konnten, das Flugzeug zu stürmen, um sich Andenken an den Flug zu verschaffen. Die beiden Flieger wurden nach der Landung ärztlich untersucht. Ihr Befinden war ausgezeichnet Sie erhalten für den Bauerflug zusammen 31 255 Dollar, außerdem 2756 Dollar an Geschenken. Die von den Fliegern zurückgelegte Gesamt st recke beträgt 4 0 3 2 0 6 i- lometer. Sie haben über 16000 Liter Brennstoff verbraucht, der 48mal ergänzt worden ist. Die Propeller haben während des Dauerfluges bei 1300 Umdrehungen in der Minute 32 Millionen Umdrehungen geleistet.
Oie Hitze in Amerika.
Reu York, 31. Juli. (MTB. Funkspruch.) Die außerordentliche Hitze in einem großen Teil dec vereinigten Staaten und Kanada dauert an und hat zahlreiche weitere Todesfälle zur Folge gehabt. Der der Landwirtschaft bisher erwachsene Schaden wird allein für die Umgebung von Reuyork auf drei Millionen Dollar geschäht
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.
Franksurta. M.
Berlin
Schluß-
t-Uh»
Schluß-
Ansong
Kurs
Kur-
Kurs
Kurs
Datum
30.7.
31-7.
30 7.
31 7.
5% Dt. Retchsanleche o. itiz< . . Dt. Ant.-AblSs.-Schuld mit AuS-
87.35
—
87,5
—
los-Rechten.........
51
—
51
__
DeSgl. ohne Auslos-Rechte . . . 7% Franks. Hyp.-Bk. Goldpf. un-
9,55
10,1
9,65
10,13
kündbar bis 1932.......
4yi% Rheinische Hyp.°Bank Liqu.-
85,5
—
—
—
74,4
A.E.G. abg. BorkriegS» Obligation.,
rückzahlbar 1932 .......
—
—-
—
—
4% Schweiz. Bundesb.-Anl.. . .
—
—
—
—
4% Oesterretchische Goldrte.. . .
——
29
-
_
2,4
4% Oesterreich, einheitl. Stte. . .
1,925
—
_
4% Ungarische Goldrte......
22,9
—
23
23
4% Ungarische Staatsr. v. 1910 .
_
4&% beSfll. bon 1913.....
—
—
24,8
_
4% Ungarische Kronenrte.....
1.8
—
1,9
1,9
4% Türk. Zollanleihe v. 1911 . .
4% Türkstche Bagdadbahn-Anl.,
7,7
7,8
7,7
7,7
7,8
7,8
4% dcsgl. Serie II.......
_
LJ
4% Rumänen conbett. Rte. . . .
_
4/i% Rumänen Goldanl. von 1913
—
—
—
—
Wg. Deutsche Eisenbahn . . 4%
_
_
Hamburg-Amerika Paket ... 8
Hamb.-Südam. Dampssch. . . 8
—
122,25
122,25
187
122,75
Hansa Tampsschiss.....10
——
—
162
161,79
Norddeutscher Lloyd.....8
—
115,25
114
115,25
Llllg. Deutsche Crediianst. . . 10
126,5
126,4
126,5
Barmer Bankverein .... 10
127,5
—
127,25
127.25
Berliner Handelsgesellsch. . . 12
208
—
207,5
207.5
Commerz- und Prtvat»Bank. ii
183
183
183
183 5
Tarmst. ü. Nationalbank . . 12
276
275,5
276
Deutsche Bank . . • • • •
169,5
—
169
169 75
Diskonto-Gesellschast Aut.. . 10
154
—
154
154
Dresdner Bank......10
Mitteldeutsche Ereditbank ... 9
160
160,25
160
160
—
—
Reichsbank........12
309
—
309
312,75
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß. Kurs
l-Uhr- Kurs
Schluß-lAnfang-
Kurs
Kurs
Datum
30.7.
31.7.
30-7.
31-7.
A.E.G.........
e
. 8
195,5
196,5
195,5
196,6
Bergmann ......
•
. 9
225
—
225
227
Äektr. Lieferungen. . .
10
—
——
—
—
Licht und Kraft ....
•
10
206,5
—
205,75
206,75
Kelten & Guilleaume. .
•
. 6
136
—
135
—
Ges. s. Elektr. Untern.. .
e
10
210
—
210
210,75
Hamb. Elektr. Werke . .
e
10
—
140,25
Rhein. Elektr......
. 9
—
—
—
—
Schief. Elektr......
•
10
—
—
183
185
Schuckert..... .
. 8
—
—
224,75
226,9
Siemens & HalSIe . . •
•
12
—
383
380
383
Transradio......
. 8
—
143,5
—
Lahmeyer LCo.. . . .
•
10
169,75
—
169,25
169,6
Buderus.......
. 6
—
—
74
74,13
Deutfche Erdöl ....
. 6
——
—
112,75
113,4
Essener Steinkohle . . .
. 8
—
—
133
135
Gelsenkirchener ... L ’A 3 4
134,5
137
135
—
Harpener.......
. 6
144
—
145
145,75
Hoesch Eisen......
. 8
—
—
129
131
Ilse Bergbau.....
Klücknerwerke.....
*
. 8
213
—
213
—
. 7
108,5
——
108,5
109,6
KSln-Neuessen.....
. 9
—
125
126,5
Mannesmann.....
. 8
119,25
121,5
119
121,4
ManSfeldec......
. 7
139,75
140
140,5
140,25
Oberschlei. Eiienb. Bedarf
. 6
Oberfchles. Kokswerke. .
. 6
_
—
106,13
106,6
Phönix Bergbau....
Rheinische Braunkohlen.
6K
101,5
102,75
101,25
102,5
10
285
284,5
286,75
Rheinstahl . . . s.»/. Jahr 4ft
123,5
124,5
123,4
124,75
Riebeck Montan ....
7,2
138,75
Bereinigte Stahl» . .
. c
109,75
111,5
109,5
110,75
Otavi Minen.....
8 sh
62,75
63
Kali Aschersleben . . .
10
231,5
—
231,5
Kali Westereaeln....
Kaliwerk Salzdetfurth .
•
10
16
237,5
393
395
237,75
393
240
396
I. ®. Farben-Industrie.
e
12
224
225
223,5
224,6
Dynamit Nobel ....
. 6
105,75
106,5
Scheideanstalt.....
. 9
_
_
Goldschmidt.....
. 6
75
_
75
_
Rütgerswerle . . • • •
Metallgeseüschast. • • •
e
. 6
83,5
84,5
83,5
84,5
•
11
125
125,65
Tatmn
Philipp Holzmann.....'<
Heidelberger Cement .... 10
dement Karlstadt......8
Wayb & Freitag......10
Schultheis Patzenhoser ... 15
Ostwerke.........12
Ber. Glanzstosf ...... 18
Beniverg...... • • • 14
ÄeUflofi Waldhos ..... 12
Zellstofs Aschaffenburg ... 12
Charlottenburger Wasser ... 7
Dessauer Gas........8
Daimler Motoren......0
Deutsche Majchineu-Fabrü . . 0
Adlerwerte Kleoer.....5
Ludw. Loewe.......10
Bat. Automobil ....... 0
Orensiein 4 Koppel ..... 5
Leonhard Tietz ....... 6
Bamag-Meguin ....... 0
Frank,. Maschinen ...... 6
Gritzner...... 11
acnftaebt ....... 0
......... .... 4
Lechwerke. . ........ 8
Blainkrastwerke.......8
Miag...........10
Nekarsulmer ...... ..8
PeterS Union ........ 8
Gebr. Roeder ....... 10
Voigt & Haeffuer......8
Südd. Zucker........8
Frankfurt a M.
Berlin
Schluß-
ii Ubt-
Schluß.
Ansang.
Kurs
Kurs
Kurs
Kurs
30.7.
31.7.
30.7.
31.7.
106,5
—
108
——
—
—
—
—
—
—
—
—
100,5
151
—
—
—
—
295,5
397,25
—
—
232
233,5
386
——
386
388
—
388
300
300
—
—
234,75
237,25
154
154,75
152
154
—
——
108,5
109,75
—
—
101,75
193
51
—
50,5
—
—
—
53,25
—
—
50
49,5
50
—
—
194
196
—
23,5
22,5
—
—
88,5
89
—
—
208
206
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—
——
53,65
—
—
—
66
—
—
—
■ »
66,65
—
65,65
—
—
—
—
—
—
—
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—
123,5
123,25
——
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, 1.
—
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—
118
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- —
—
220
—
222
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—
—
149,5
—
Banknoten.
Berlin. 30. Juli
Geld
Brief
Amerikanische Noten .....
4,165
Belgische Noten........
Dänische Noten........
58,25
111,43
58,49
111,87
Lllülükbe Oloteu.^e tut«
20^0
20,88
Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a.M.
Telegraphische Auszahlung.
Berlin, 30- Juli
Geld
Brief
Französische Noten.....
Holländische Noten......
16,447
16307
167,66
168,34
Italienische SPoten ......
Norwegische Noten......
Deutsch-Oestcrr., ä 100 Kronen
21,95
111,43
22,03
111,87
59,04
59,28
Rumänische Noten......
2,48
2,50
Schwedische Noten ......
Schweizer Noten.......
112,05
80,64
112,49
80,96
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten . .
60,95
61,19
12,37
12,43
Ungarische Noten.......
72,82
73,12
• 30- Juli
31. Juli
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld 1
Brief
Geld
Brief
Amft.» Rott.
168,11
168,45
168,11
160,45 "
Buen.-Aires
1,760
1,764
1,760
1,764
Brss.-Antw-
58,30
58,42
58,285
58,405
Christiania.
111,74
111,96
111,74
111,96
.Kopenhagen
111,74
111,96
111,72
111,94
Stockholm -
112,34
112,56
112,34
112,56
Helsingfors.
10,529
10,549
10,532
10,552
Italien. . .
21,915
21,955
21,92
21,96
London. . .
20,345
20,385
20,345
20,385
NetWork . .
4,191
4,199
4,1915
4,1995
Paris. . . .
Schweiz ..
16,44
16,48
16,42
16,46
80,645
80,805
80,67
80,83
Spanien. .
61,16
61,28
61,21
61,31
Japan . . .
1,943
1,947
1,943
1.947
Rio de Jan. Wien in D--
0,497
0,499
0,497
0,499
Ceft. abgest.
59,045
59,165
59,065
59,185
Prag . . . . Belgrad . .
12,402
12,422
12,407
12,427
7,363
73,07
7,377
7,363
7,377
Budapest. .
73,21
73,11
73,25
Bulgarien.
3,032
3,038
3,032
3,038
Lissabon . .
18,78
18,82
18,78
18,82
Danzig.. Konstantin.
81,31
2,003
81,53
2,007
81,37 2,000
81,53
2,004
Athen - . .
5,42 •
5,43
5,42
5,43
Canada . .
4,176
4,184
4,178
4,186
Uruguay. .
4,126
' 4,134
4,126
4,134
tprirfl . . r
20,87
2M1
20,87
8M1


