Ausgabe 
30.7.1929
 
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Hess.-Preußen Kassel, 5,58 Meter; 3. Max Fischer, A. f. B. Weitsprung, Klasse 3: 1. Braun, Hes- sen-Preußen, Kassel, 6,13 Meter; 2. Muth, Hes­sen-Preußen, Kassel, 5,98 Meter 3. Max Fischer, V. f. B., 5,74 Meter. Eine recht gute Leistung Fischers, der sich bei eifrigem Training noch stark verbessern kann. Im Speerwerfen konnte Spa ar, D. f. B., der durch eine Hüftverletzung erheblich behindert war, in der Klasse 2 mit 38,66 Meter und in der Klasse 3 mit 36,14 Meter beide Male den dritten Platz belegen. Ein sehr scharfes Rennen war der 1500-Meter-Lauf der Klasse 1. Müller, V. s. B. lief sehr gut und wurde in dem zwölf Mann starken Feld Dritter.

Auf der 50-Meter-Strecke der Jugendklasse B hatten Stroh und Kirch Heimer, V.f.B., sich bis zum Endlauf durchgekämpft, wurden aber in diesem von den bekannten Hessen-Preußen geschla­gen. Rübsamen versuchte sich über 400- Meter-Lauf, Klasse 1, und lief an vierter Stelle ein. Anstatt wie vorgesehen 4X50-Meter°Lauf, ließ der Veranstalter in der Jugendklasse B 4X100-Meter laufen. Endlauf: 1. Hessen-Preußen, Kassel, 49,4; 2. V. f. B. 49,6; 3. Bar Kochba, Kas­sel 4. Borussia, Fulda. Die gelaufene Zeit zeigt eine weitere Formoerbesserung der V. s. Ber.

Sportverein 1928 Garbenieich.

Am letzten Sonntag weilten die alten Herren des D.s.B. Gießen in Garbenteich. Sie konnten aus einem Belehrungsspiel gegen die erste Mannschaft des dortigen Sportvereins mit 2:1 To­ren als Sieger heroorgehen. Die A.H.-Mannschaft, welche verstärkt auf den Plan trat, war der jungen Elf der Gastgeber wohl in technischem Spiel etwas voraus, was diese aber durch Eifer und Schnel­ligkeit ausglich. Das Halbzeitresultat lautete 1:0 für Garbenteich. Rach dem Seitenwechsel konnte V.f.B. zwei Tore erzielen, wovon das zweite nicht als regulär betrachtet werden darf. Hier hatte der Leiter des Spieles, ein Schiedsrichter-Anwärter, welcher eine Prüfung über sein Können ablegen sollte, eine glänzende Abseitsstellung nicht beobach­tet, was in der Zuschauermenge große Unruhe heroorrief. Auch viele Straf- und Freistöße über­sah er. Etwa 13 Minuten vor Schluß übernahm Schiedsrichter Kreiling, V.f.B. Gießen, das Spiel, dem er jederzeit ein gerechter Leiter war.

24. Ruder-Regatta

der Gießener Ruder-Gesellfchast l822.

lieber das Meldcergebnis wurde bereits kurz berichtet. Außer fast sämtlichen Lahn-Vereinen, von denen 8 vertreten sind, haben noch 17 Ver­eine von Rhein, Main, Mosel, Saar, Ruhr, Fulda und Werra, im ganzen also 25 Vereine ihre Meldungen obgegel^n, womit die Gießener Regatta ihre alte Anziehungskraft aufs neue bewiesen hat. Die vor zwei Jahren durch die Ruder-Gesellschaft, unter Aufwendung eines be­trächtlichen Kostenbetrags, ausgeführten Verbesse­rungen der Regattastrecke dürften zu dem guten Meldeergebnis ihr gut Teil beigetragen haben. Es ist sehr erfreulich, daß gerade der schone Rudersport immer mehr Anhänger gewinnt. Ein halbes Jahrhundert ist vergangen, seitdem die Gießener Ruder-Gesellschaft von der Frankfurter Regatta im Jahre 1879 ihren ersten Erfolg nach Hause brachte, und fast ebensolange ist es her, seitdem die erste Gießener Regatta im Jahre 1882 stattgefunden hat, durch deren, in Zukunft wieder alljährlich stattfindende Veranstaltung nicht nut rein sportliche Interessen, sondern auch die Der- kehrSinteressen unserer Stadt in anerkennens­werter Weise gefördert werden. Die am kommeck- den Samstag und Sonntag stattfindende 24. Ru­der-Regatta wird eine Anzahl spannender Wett­kämpfe bieten, so daß die Freunde und Anhänger des schönen Rudersportes voll auf ihre Rechnung kommen dürften.

Erfolge des Waffersporivereins Hellas in Mainz.

Auf der am 27. und 28. Juli in Mainz ver­anstalteten Regatta des Südd. Ruderverbandes konnte der Wassersportverein Hellas wiederum einen ersten sowie zwei gute zweite Siege erringen. So konnte der Skuller Albert Schöndorf im Iungmonn-Einer zum dritten Male in diesem Jahre den Sieg nach Hause rudern. Er schlug feine Konkurrenz aus Mainz, Offenbach und Frankfurt überlegen und legte damit erneut eine Probe seines Könnens ab. Im ersten Iungmann-Vierer belegte Hellas den zweiten Platz und konnte dadurch insofern einen schönen Erfolg erringen, als es dem Sieger, dem Ruderverein Freiheit, Mühlheim, den Sieg nicht leicht machte und nur knavp unterlag. Zu bemerken ist hier, daß der Schlagmann des Vierers, Albert Schöndorf, im vorhergehen­den Rennen, im Iungmann-Einer, gestartet war und dadurch nicht eine Minute Zeit zur Ruhe

hatte. Hätte zwischen diesen beiden Rennen eine größere Pause gelegen, so wäre der Ausgang des Renneüs fraglich gewesen. Hassia, Gießen, belegte in diesem Rennen den dritten Platz. Der Leichtgewichtsschüler-Vierer konnte den Mann­heimer Vorwärts zwar nicht schlagen, lieferte ihm aber einen Kampf über die ganze Strecke und lag kurz vor dem Ziel noch in Führung. Er belegte den zweiten Platz und ließ die übri­gen Teilnehmer, wie Offenbach und Mainz, weit hinter sich.

Gießener Schwimmverein Wetzlarer Schwimmverein 7:0.

Am vergangenen Freitag trugen die obengenann­ten Vereine ein Gesellschafts-Wasser­ballspiel in der Müllerschen Badeanstalt aus. Das ganze Spiel stand im Zeichen der Ueberlegen-- beit der Gießener. Die Tore fielen in regelmäßigen Abständen. Der Gießener Sturm war dauernd be- at, während die Verteidigung nicht sehr oft

fen mußte, um einige Durchbrüche zum Scheitern zu bringen. Die Gießener Mannschaft war aut aufgestellt, sie zeigte kaum einen schwachen Punkt. Der Stand bei Halbzeit war 4:0.

Erlöschen des Paratyphus in Oberhessen

WSR. Der Paratyphus, die ausgespro­chene Sommerkrankheit, die nie völlig erlischt, in den meisten Fällen aber harmlos verläuft, darf in Lauterbach als erloschen gelten. Der Iulibericht des Kreisgesundheitsarntes stellt dort keinerlei Paratyphus mehr fest. Auch in Schlitz ist von den im Juli gemeldeten 29 Er­krankungen die Hälfte bereits als geheilt zu betrachten. Mit Ausnahme eines Falles, der einen 75jährigen Greis betrifft, bei dem ander­weitige Komplikationen hinzugetreten sind, sind alle Fälle in Oberhessen leichter Ratur gewesen. Woher diese Erkrankungen, die auch aus dem benachbarten preußischen Gebiet gemeldet wurden, herrühren, läßt sich schwer feststellen. Am irrigen Meinungen vorzubeugen, sei aber betont, daß von Anfang an genaue chemische und bakteriologische Untersuchungen so­wohl Des Trinkwassers, als auch der Milch- und Molkereiprodukte vorgenommen worden sind. Da­bei hat sich herausgestellt, daß das hochqualifi­zierte Molkereiwesen Oberhessens, besonders Lau­terbachs, allen hygienischen Anforderungen ent­sprochen hat. Es besteht kein Anlaß, über die in diesem Jahre im Zusammenhang mit der Hitzewelle überall zahlreicher aufgetretenen Er­krankungen beunruhigt zu sein. Mitteilungen in verschiedenen Blättern, die die Krankheitskurve des Kreises Lauterbach brachten, haben einem guten Zweck gedient, wenn sie die Wachsamkeit der Behörden durch eine Aufrüttelung des hygie­nischen Gewissens der Oeffentlichkeit, Sauberkeit und Vorsichtigkeit walten zu lassen, unterstützen halfen.

Giarkenburg.

WSN. Gr ß.Gerau, 29.Juli. Die Wild­schweinplage im nördlichen Teil des Kreises Groß-Gerau wächst sich tu bedrohlicher Weise für Feld- und Gartenbesitzer aus. Sie, vor einigen Jah­ren von einem Qagbpäd)ter aueaesetzten Wild­schweine haben sich in außergewöhnlichem Matze vermehrt und richten in den Kulturen argen Schaden an. Zumeist sind die Gemeinden Kelsterbach, Mör­felden, Raunheim, Nauheim und Königstädten be­troffen.

Feuerwehr-Jubiläum in Darmstadt.

WSR. D a r m st a d t, 28. Juli. Vor 8 0 Jah­ren schuf der opferwillige Bürgersinn der 1846 gegründeten Turngemeinde die Frei­willige Feuerwehr in Darmstadt. Im Jahre 1883 machte sich die Wehr selbständig, und sie hat dann während ihres langjährigen Bestehens zum Wohle der Stadt manchen treff­lichen Dienst geleistet. Aus Anlaß des 8 0. Ju­biläums versammelten sich gestern und heute nahezu 2000 Feuerwehrleute in Darmstadt, vor allem aus dem besetzten Gebiet. Das Fest wurde am Samstagabend mit einem Kommers eröff­net, zu dem das Ministerium des Innern, das Kreisamt, das Polizeiamt, die Stadtverwaltung, der Stadtrat und die Berufs'euerwehr Vertreter entsandt hatten, die in herzlicher Weise dem ju­bilierenden Verein ihre Glückwünsche überbrach­ten. Der Sonntagvormittag brachte mehrere Schulübungen am Realgymnasium, die ein außerordentlich zahlreiches Publikum angelockt hatten. Die Freiwillige Sonitäts- Hauptkolonne hatte sich der Aebung ange- schlossen. Diese mußte tatsächlich in zwei Fällen eingreifen, da während der Hebung sich zwei Hihschläge ereigneten. Die Sanitätswache ver­brachte die Betroffenen nach dem Krankenhaus.

Innenminister Leufchner, der Sen Hebungen beiwohnte, dankte in herzlichen Worten den Wehrleuten, insbesondere dafür, daß sie jederzeit bereit seien, des Nächsten Leben und Eigentupr zu schützen. Am Rachmittag bewegte sich em stattlicher Festzug, an dem auch 38 auswär­tige Vereine teilnahmen, durch die Straßen der Stadt, der mit lebhaftem Beifall von der Bür­gerschaft empfangen wurde. Am Abend folgte im Städtischen Saalbau ein Gartenfest.

Schweres Explosionsunglück in Mainz-Mombach.

WSN. Mainz, 29.Juli. In der Zweignieder­lassung des Vereins für chemische Indu­strie A.-G. in der Hauptstraße 20 in Mombach entstand heute vormittag kurz vor 11 Uhr im ersten Stock eines dreistöckigen Fabrikgebäudes auf bisher noch unaufgeklärte Weise eine heftige Explo­sion. Drei Arbeiter wurden durch Stichflam­men und herumfliegende Eisenteile schwer ver­letzt und mußten ins Krankenhaus gebracht wer­den. Die übrigen Arbeiter konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die sofort erschienene Mainzer Berufsfeuerwehr, die Mombacher Freiwillige Feuer­wehr und die Fabrikfeuerwehr der Waggonfabrik Gebr. Gastell mußten sich darauf beschränken, die an­grenzenden Gebäude vor einem Uebergreifcn des Feuers zu schützen, da ein Vordringen an den Brandherd infolge fortgesetzter Explosio­nen unmöglich war. Das Gebäude brannte vollständig aus.

Wirtschaft^

* Die Vorlage über die Kölner Ferngasversorgung angenommen. In der Kölner Stadtverordnetenfitzung wurde die Vorlage über die Ferngasversorgung ber Stadt Köln, die einen Vertrag mit ber Ruhr- gas-A.-G. und Thyssen vorsieht, mit 47 gegen 26 Stimmen der Sozialdemokraten, Kommunisten und Mieter angenommen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 30. Juli. Tendenz: Freundlicher. 3m Dormittagsverkehr bestand wieder eine größere Unsicherheit und Zurückhaltung, denn die weiteren Golb- abflüsse der Bank von England (be­sonders Frankreich tritt als Käufer auf) ließen wieder erneute Befürchtungen hinsichtlich einer Diskonterhöhung auftauchen. Man rechnete an­fangs mit einer flauen Börse, da man der An­sicht zuneigte, es könnten infolge des bevor­stehenden Ultimos und des angespannteren Geld­marktes weitere Exekutionen vorgenommen wer­den. Zum offiziellen Beginn verloren diese Mut­maßungen jedoch stark an Bedeutung, da es sich herausstellte, daß gar keine Verkaufs- orde r s Vorlagen. Im Gegenteil, es machte sich sogar bei der Spekulation eher Deckungs­bedürfnis geltend. Die Tendenz nahm, an­geregt hiervon, ein freundlicheres Aus­sehen an, und da sich auch für vereinzelte Papiere Interesse von außen­stehenden Kreisen bemerkbar machte, wurde die schwächere Reuyorker Börse von gestern kaum beachtet. Die Auslandbörsen sollen heute zu Be­ginn eher fester liegen. Gegenüber der gestrigen Abendborse ergaben sich durchschnittlich Besse­rungen von 1 bis 2 Proz. Etwas leb­hafteres Geschäft konnte sich am Elektromarkt entwickeln. AEG. gewannen 1 Proz., Schuckert 1,75 und Siemens 1,50 Proz. Chabe-Aktien waren dagegen angeboten und 2,50 Mk. schwächer. Am Chemiemarkt konnten Farben sich der Besse­rung nur zögernd anschließen. Dieses Papier eröffnete etwas unter dem Kursniveau der gestri­gen Abendbörse. Gefragter waren noch Zell- stosfwerte. Die Interessennahme der englischen Industrie an diesen Unternehmungen fand einen günstigen Anklang, doch blieben die Gewinne vorerst minimal. Am Montanmarkt lagen Man­nesmann 1 und Mansfelder 1,5 Proz. fester. Sonst waren hier die Umsätze klein. Wester­egeln gewannen 2 Proz. Banken leicht gedrückt. Glanzstoffaktien lagen auf dem niedrigeren Stand von gestern abend gut behauptet. Sonst waren nennenswertes Geschäft, sowie Veränderungen nicht zu verzeichnen. Renten still. Im Verlaufe schrumpfte bas Geschäft wieder beträchtlich ein, die Grundstimmung war aber nicht unfreundlich. Dach einer vorübergehenden kleinen Abschwächung bestand für Spezialwerte weitere, aber nur ganz geringe Dachfrage. AEG. gewannen 0,75 Prozent. Auch Farben konnten sich zeitweise etwas über das Anfangsniveau erheben. Die übrigen Märkte lagen gut behauptet. Am Geldmarkt war Tages­geld mit 8 Prozent etwas leichter. Am De­visenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1900,

gegen Pfund 20,368, London gegen Kabel 4,852, gegen Paris 123,74, gegen Mailand 92,82, gegeft Mcü>rid 33,22, gegen Holland 12,1025.

Berliner Börse.

Derlin, 30. Juli. 3m Gegensatz zum schwä­cheren Vormittagsverkehr und auch den teilweise noch niedrigeren Kursen der Dorbörse lagen die ersten Dotierungen heute verhältnismäßig widerstandsfähig. Es kam aber wieder etwas Ware heraus, die bei der kleinen Auf­nahmeneigung der Börse genügte, um das Kurs­niveau hier und da zu drücken. Die Exekutionen von gestern haben wieder aufgehört, und man sprach außerdem von Interventionsabfichten der Danken. Eine gewisse Beruhigung ging ferner von der festeren Haltung desPsundes aus. Man hofft, daß es der Bank von England durch andere als diskontpolitifche Mahncchmen (man denkt wohl besonders an Kreditrestriktionen) gelingen wird, die in den letzten Tagen er­schreckend groß gewordenen Goldabgaben Sem waren es wieder etwa 2,5 Millionen ab) zu unterbinden. Die schwache Haltung der Yorker Börse hing wohl in erster Linie mit den steifen Geldsätzen zum Ultimo zusammen, und man erwartet, daß diese Kalamität ebenfalls in den nächsten Tagen behoben wird. Die Ver­käufe, die gestern vorgenommen wurden, um die Differenzen zum morgigen Tage ausgleichen zu können, blieben, wie schon gesagt, aus. Hinsicht­lich des Geldmarktes waren die Aussichten eben­falls etwas besser geworden. An Kursverände­rungen sind Löwe, Glanzstoff, Rheinische Braun­kohlen (letztere unter Berücksichtigung des Divi- dendeabschlages) mit 2 bis 3 Prozent schwächeren Dotierungen zu nennen. Schuckert und Poly­phon konnten sich um 1 bis 1,5 Prozent bessern. Deutsche Anleihen behauptet. Ablofungsschuld waren im Verlaufe etwas lebhafter und fester. Ausländer geschäftslos. Mazedonier etwas höher. Pfandbriefe still, eher schwächer. Die Geldfähe erfuhren gegen gestern keine Veränderung. Lages­geld 8 bis 10,5 Prozent. Monatsgeld 9,5 biS 10,5 Prozent, Geld über Ultimo 9 bis 11,5 Proz. Warenwechsel etwa 7,90 Prozent. Dach den erften Kursen wurde die Stimmung allgemein etwas freundlicher und an einigen Märkten vorüber­gehend etwas lebhafter. Besonders Mansfelder fielen durch feste Haltung (plus 3 Prozent) aus. Auch Glanzstoff holten ihren Anfangsverlust bei­nahe wieder auf.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 30. Juli. Da die Mel­dungen von den Ueberseemärkten zur Zurück­haltung mahnten, war die Haltung am hiesigen Markte zurückhaltend und still. Die Umsätze blie­ben stark eingeschränkt und gegen den Vortag traten Preisveränderungen nicht ein. Es wurden notiert: Roggen 22 bis 2225, inl. Hafer 22,75 bis 23; Mais (gelb) für Futterzwecke 22,25 bis 22,75; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 39 bis 42,25; Roggenmehl 30,50 bis 31,75; Weizen­kleie 11; Roggenkleie 12,50 Mk. Tendenz: ruxstg.

Letzte Nachrichten.

Das Bergwerksunglück in dem niederschlesischen Kohlenrevier.

Waldenburg, 30. Juli. (TBIB. CEig. Draht­meldung.) Das gesamte nlederschlesische Steinkohlenrevier steht im Zeichen tiefster Trauer, vom Förderturm der Schwesternschächte der Friedenshoffnungs-Grube weht eine schwarze Trauerfahne, lleberall stehen Gruppen zusammen, die sich über das furchtbare Unglück unterhalten. Wie jetzt feststehl, sind von ddn 23 Toten 14 verheiratet und 9 unverheiratet. 2 8 Kinder trauern um ihre Väter. Viele Berg- werkssrauen und deren Angehörige haben sich vor der Unglücksslelle angesammelt, herzzerreißende Verzrveislungsszenen spielten sich ab. Das gesamte Reltungspersonal war alarmiert, um an dem Un­fallorte einzugreifen. Die weitaus gröhte Zahl der Toten wurde durch den explo­sionsartigen Ausbruch des Brand­wetters bis zur Unkenntlichkeit ver­stümmelt.

400 Stunden in der Lust.

St. Louis, 30. Juli. (DTB. Aunkfpruch.) Die Dauerrekordflleger Jackson und O'Brien waren mit dem FlugzeugSt. Louis Kobin heute nacht 11.17 Uhr 400 Stunden in der Luft. Die Molare lassen jetzt anschei­nend nach.

Verantwortlich für Politik: i. V. Ernst BlumscheiN,

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Banknoten.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

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Berlin

Frankfurt a M.

Berlin

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29.7.

30.7.

29 7.

30 7.

Datum

29-7-

30.7.

29.7.

30-7-

6% Dl. Retchsautethe o. m< . .

Di. Anl.-Ablös.-Schuld mit AuS- los.-Rechten.........

Desch. ohne AuSlos.-Rechte . . - 7% Krauls. Hyp.-Bk. Goldpf. um tünDbnr btt 1932.......

Rheinische Hyp.-Bank Liqu.-

Gvldps............

Ql.ü.Qi. abn. BorkrieaS-Obligation., rückzahlbar 1932 .......

4% Schweiz. Bundeüb.-Anl.. . . 4% testerreichische Goldrte.. . .

4,20% Ceiterr. Siwerrte.....

4% Oesterreich, einheitl. Rte. . . 4% Ungarstche Goldrte......

4% Uimnrische Staatsr. v. 1910 . 4Vt% bcifll. von 1913.....

4°o Ungarische Kronenrle.....

4% Turk. Zollanleihe v. 1911 . .

4% Türkische Bagdadbahn-Anl., Serie 1...........

4% deegl. Serie 11.......

4% Rumänen convcrt. Rie. . . . 4^% Rumänen Goldanl. von 1913

VIllg. Deutsche Eisenbahn . . *yt

Hambura-Amertka Paket ... 8 £>amb.-6ubam. Dampssch. . . b

Hansa Dampfschiss.....10

Norddeutscher Lloyd.....8

Ailg. Deuyche Ereditanfi. . . 10

Barmer Bankverein .... 10

Berliner Handelsgesellsch. . . 12

Commerz, und Privat-Bant . 11

Tarmst. u. Rationalbank . . 12

Deutsche Bank......10

TiSkonto-Gesellschast Ant.. . 10

Dresdner Bank......10

Mitteldeutsche Kreditbank ... 9

Metalldank.........8

Reichsbank ........12

51,1 9,65

85,5

77,95

2,35

23,1

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7,8

7,75

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126,5 128,5 210,5

183 277,5

170 154,75 160,5

308

1 MSI 1 S 1 1 1 1 1 1 1 1 , > I I II II II 1 1 1 1 i 1 kl 1

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209

183

276,5

170

154 160

309

A.E.G............8

Bergmann...... 9

Elektr. Lieferungen..... 10 Licht und Kraft......10

Felten & Guilleaume. .... 6 Ges. s. Elektr. Untern.....10

Hamb. Elektr. Werke .... io

Rhein. Elektr.........9

Echtes. Elektr........10

Schuckert....... 8

Siemens & Halske ..... 12

TranSradio.........8

Lahmeyer L Co.......10

BuderuS..........b

Deutsche Erdöl.......6

Essener Steinkohle......k

Gelsenkirchener ... s. H I. 4

Harpener..........6

Hoesch Eisen.........6

Ilse Bergbau........8

Klöckneriverke........7

KölN'Neuellen..... 9

Mannesmann........g

Mansfelder.........7

Oberstes. Eifcnb. Bedarf. . . 6 Oberschles. Koksmerke.....6

Phönix Bergbau......5%

Rheinische Braunkohlen... 10 Rheinstahl . . . ,. % Jahr iy, Riebeck Montan......7,2

Bereinigte Stahlw......6

Olavi Minen.......e sh

Kali Aschersleben.....10

Kali Westeregeln......10

Kaliwerk Salzdetfurth ... 15

I G Farben-Invustrie. . . 1L Dynamit Nobel...... 5

Echeideanstalt........v

Goldschmidt .........

RütgerSwerie ........ 6 Metallgesellschaft......n

19ÖJ)

136

135

144

212

109

119,25

137,5

297,5

124

110,25

231

235,75

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224,25

157

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196 225 154,5

207

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169,9

75 114,25

134 135,75 145,5

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212 109,5 126,5

120 137

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110,5 63,13

232 238 392

225 106,25

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195,9

276

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209,5

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169,6

73,13 113,5

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119,5 138

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125,13

Frankfurt a M

Berlin

Schluß- Kurs

I Uhr- Ku ro

Schluß- Kurs

Anfang Kurs

Datum

29.7.

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29-7.

30.7.

Philipp Holz mann ....

Heidelberger Cement. . . .

Gement Karlstadt.....

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108

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Wayb 4 Freitag......

10

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Schultheis Patzeuhoser . . .

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299,5

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Lstwerke.........

12

235

233

Bei. Glanz stoss......

18

386

386

389

385,25

Bemberg.........

14

300

300,25

Zellstoss Waldhof.....

12

235,5

234,5

235,25

Zellstoff Aschaffenburg . . .

12

154,5

153,5

Charlottenburger Wasser . .

. 7

108,75

107,9

Dessauer Gas.......

. 8

193,25

191,6

Daimler Motoren.....

. 0

52

51,25

51,25

Deutsche Maschinen-Fobrik .

. 0

53,5

53,6

Adlerwerke Äleoet.....

. 6

--

47,5

Luvw. Loewe.......

10

197,25

195

Rat. Automobil......

. 0

23,5

22,75

Lrenstein & Koppel ....

. b

90

89

Leonhard Tietz......

. 6

_

212

210

Bamag-Meguin......

. 0

Franks. Maschinen .....

@ dimer.........

. 6 11

54

53,75

68

Heyliaenstaedl......

0

Zunghan».........

. 4

64,5

65,75

Lechwerte....... .

. 8

106

Maintrastwerke......

. 8

_

_

Miag...........

10

_

123,25

123

Nekars ulmer.......

. 8

_

Peter» Union.......

. 8

_

119,751

-

Gebr. Roeder.......

10

_

Voigt & Haefsner.....

. 8

220

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__

Südd Zucker.......

. 8

149,75

150

Berlin, 29. Juli

Geld

Brief

französische Noten.....

16,445

16,505

Holländische Noten......

167,66

168,34

Italienische Voten......

21,95

22,03

Norwegische Noten......

111,40

111,84

Deutsch-Qestcrr, 5100 Kronen

59,01

59,25

Rumänische Noten......

2,48

2,50

Schweizer Noten.......

80,61

80.93

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten ..

60,94

12,375

61,18

12,435

Ungarische Noten.......

72,83

73,13

29. Juli

30- Juli

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Bner

ticlö

Brie

Amst.-Nott.

168,03

168,37

168,11

168,45 '

Buen-Slires

1,759

1,763

1,760

1,764

Brff..«nlw-

58,265

58,385

58,30

58,42

Christiania.

111,66

111,88

111,74

111,96

Kopenhagen

111,70

111,92

111,74

111,96

Stockholm .

112,32

112,54

112,34

112,56

Helsingfors.

10,528

10,548

10,529

10,549

Italien. . .

21,92

21,96

21,915

21,955

London. . .

20,335

20,375

20,345

20,385

Ncuhork . .

4,1905

4,1985

4,191

4,199

Paris. . » .

Schweiz . .

16,43

16,47

80,78

16,44

16,48

80,62

80,645

80,805

Spanien . .

61,12

61,24

61,16

61,28

Japan . . . Rio de Jan.

1,938

1,942

1,943

1,947

0,498

0,500

0,497

0,499

Wien in D-- Öest. abgcst.

59,05

59,17

12,42

59,045

59,165

Prag . . . .

12,40

12,402

12,422

Dclzrad . .

7,363

7,377

7,363

7,377

Budapest. . Bulgarien.

73,03

3,032

73,17

3,038

73,07

3,032

73,21 3,038

Lcksabon . .

18,75

18,79

18,78

18,82

Danzig - - -

81,37

81,53

81,31

81,53

Konstantin.

2,006

2,010

2,003

2,007

Athen. . .

5,42

5,43

5,42

5,43

Canada . .

4,175

4,183

4,176

4,184

Uruguay. -

4,126

4,134

4,126

4,134

Cairo . . .

20,655

20,895

20,87

20,81

Berlin, 29. Juli

Held

Brief

Amerikanische Noten.....

4,165

4,185

Belgische Noten........

58,25

68,49

Dänische Noten ........

Enalische Noten........

111,43

20,295

111,87

20,375

Lischt Sonntags v

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