Nr. 176 Zweiter Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Dienstag, 30. Zuli (929
Tumen, Sport und Spiel
leistete.
R.P.
&
Nachdruck verboten.
40. Fortsetzung.
dem
Kennen Sie
gut", war Larrhs
sagte
mich
Larry freundlich.
„®mma?“ wiederholte sie. denn, Sir?"
„3a, ich kenne Sie sehr Antwort.
zitternd von einem ihrer Begleiter zu andern blickte.
„Sie sind jetzt in Sicherheit, ®mma“,
getan hatte und die verdammt war, suy in unheimlichen, finsteren Plätzen unter der Aufsicht eines Unmenschen, wie des blinden 3ake, verbergen zu müssen — und nur, weil sie Stuart kannte und wiedererkannt hatte.
Strauß, der Exsträfling und Haushofmeister, wartete mit nervös zuckenden Händen in der Vorhalle.
„Sie sind doch nicht bei der Geschichte hier be- teUigt?" fragte Larry.
ist es mehr als fraglich, ob ihnen der Aufstieg zur nächsten Stufe glücklich gelingt. Der Spielabteilung des Tv. 1 8 4 6 Gießen gebührt rückhaltlose Anerkennung und Dank für die gute Herrichtung der Spielplätze, die eine einwandfreie Durchführung der Spiele gewähr-
„Aein, Sir", antwortete der Mann zitternd. „Als Sie kamen, dachte ich, daß mein Herr nach Ihnen geschickt hätte, weil — weil ich verschiedene Kleinigkeiten gefunden hatte."
„So was wie Manschettenknöpfe aus schwarzer Emaille, nicht wahr?" fragte Larry. „Wieviel Paar solcher Knöpfe hat er denn gehabt?"
„Zwei Paar, Sir. 3ch muhte ihm erzählen, was aus ihnen geworden ist, als er mich darnach fragte, denn ich habe sie ja in Wirklichkeit gar nicht gestohlen — er hatte sie mir sozusagen geschenkt, weil drei Brillanten fehlten."
„Machen Sie sich keine Kopfschmerzen, Strauh", sagte Larry. „Er hat sie jetzt wieder, und wenn er auch in ein Leihhaus einbrechen muhte, um sie wiederzubekommen."
Eine Menge Mühiggänger hatten sich auf dem Bürgersteig vor dem Hause angesammel^, um das Schauspiel zu betrachten, wie zwei Manner, augenscheinlich Angestellte einer Gasgesellschaft, ein zerlumptes altes Frauenzimmer die Stufen hinab und in den Wagen trugen.
Das Auto war noch nicht lange unterwegs, als sie wieder völlig zu sich kam und heftig
Er ging an das Gitter, das er genau unter- suchte und kam dann zu Harvey zurück.
„Das Rätsel des geheimnisvollen, automatischen Gittertores wäre auch gelöst. Wie ich erwartet habe, ist es möglich, in das Haus und den Hof zu kommen, ohne daß öte Dienstboten das geringste bemerken. Als ich das letztemal hier war, fielen mir zwei Löcher in dem ^or aus, die ungefähr fünfviertel Meter voneinander ent* fernt, ziemlich dicht über dem Boden angebracht waren. Sie konnten nicht als Deobachtungs- löcher dienen, denn sie sind auf der Rückseite mit einem eisernen Deckel abgeschlossen. oAt Ihnen nicht bei dem Wagen, den wir in Der Wäscherei fanden, etwas aufgefallen?
„3a, Sir," sagte Harvey. „Unterhalb Der Scheinwerfer waren zwei Stahlstangen angebracht, die ziemlich weit nach vorn herausstanden.
Larry nickte zustimmend und sagte:
„Zuerst habe ich angenommen, es wäre so eine neue Erfindung für Automobile, aber jetzt ist es mir ganz klar, wozu diese Stangen dienen. Der Wagen wird dicht an das Tor gefahren, wo die beiden Stangen in die Löcher eindringen, auf ein Schloß einwirken und so das Tor öffnen, das sich dann wieder hinter dem Wagen schließt. Auf diese Weise haben sie keinerlei Bedienung nötig und vermeiden vor allen Dingen daß ihr Kommen und Gehen vom Personal im Hause bemerkt wird. Wir wollen uns noch die Garage ansehen und dann machen, daß wir fortkommen.
Das Garagentor war am äußersten Ende der Anfahrt und von derselben Breite wie diese Larry suchte unter seinen Schlüsseln und fand
ftedte und umdr-h.. hörte er, wie sich in der Garage etwas beA tDcqte.
„Haben Sie gehört?" flüsterte er .
Arvey nickte und hielt fernen Gummiknuttel bereit. Dann riß Larry schnell beide Torflügel
Was geschiehtmii Südwestasrika?
Von Franz Fromme.
Don allen Kolonien, die wir Deutsche verloren haben, trauern wir Deutsch-Südwest am meisten nach. Sie ist die einzige gewesen, die sich schon vor dem Kriege einer gewissen Volkstümlichkeit erfreute; in ihrer sandigen Landschaft und um ihren Besitz ist mehr deutsches Blut geflossen, als in unseren anderen überseeischen Besitzungen. Die Ereignisse, die sie uns entrissen haben, sind nur langsam zu unserer Kenntnis gekommen. Die Verworrenheit der Lage zu Anfang des Weltkrieges und das englische Kabel sorgten dafür, daß wir damals kein klares Bild gewannen. r, ,
Bothas Truppen haben Deutfch-Sudwest durch ihre Aeberrnacht 1914 ziemlich rasch erobert. Smuts' Verhandlungen setzten 1919 durch, daß ein Mandatsgebiet geschaffen wurde, und zwar unter solchen Bedingungen, daß eine Rückgabe an das Deutsche Reich fast ausgeschlossen erscheint. Solange Südafrika eine englandfreundliche Regierung unter Führung von Botha und Smuts hatte, geschah alles, um den ehemaligen deutschen Besitz dem Deutschtum zu entfremden. Man erschwerte die Rückkehr der Deutschen, die dort ansässig gewesen, und man begünstigte die Einwanderung von Buren (und zwar nicht immer der besten Elemente) mit allen Mitteln.
Als die Regierung Smuts 1924 durch die Wahlen gestürzt wurde und die burifch-natio- nalistische Partei unter Herhog ans Ruder kam, schien eine Wendung eintreten zu sollen. Die Rückkehr und Einwanderung von Deutschen nach der ehemals deutschen Kolonie wurde erleichtert, dem Gebiet wurde Selbstverwaltung gewährt. Der Landesrat, der diese Verwaltung besorgt, besteht aus 18 Abgeordneten, von Denen 12 gewählt und 6 durch den Administrator ernannt werden.
Bei Der ersten Wahl zum Landesrat wurden sieben deutsche und fünf nichtdeutsche Abgeordnete gewählt. Diese deutsche Mehrheit beseitigte der Administrator, indem er zwei Deutsche und vier Richtdeutsche zu Landesratsmitgliedern ernannte. Eine weitere Maßregel zuungunsten der Deutschen war Die Bestimmung, Daß Deutsche Einwanderer erst nach fünf Jahren wählen dürfen, während englische und burische Einwanderer das Wahlrecht eher erhalten.
Bei Den Wahlen in diesem Monat haben die Deutschen daher drei von den Wahlsihen verloren. so daß sie jetzt nicht einmal unter den gewählten Mitgliedern des Landesrates die Mehrheit haben. Sieben Sitze erwarb die vereinigte nationale Partei, und ein Abgeordneter ist als „Unabhängiger" gewählt. Damit ist die deutsche Mehrheit beseitigt. Wird der Administrator diesen Zustand zu ändern wagen, indem er diesmal mehr deutsche Landesratsmitglieder ernennt?
Rach allem Vorhergegangenen besteht wenig Aussicht, daß das Mandat für Südwest in ein ^-Mandat umgewandelt werde, wie es Die Deutschen auf ihr Programm gesetzt haben. So freunD- lich sich Die Regierung Hertzog sonst zu Deutschland, zur deutschen Einwanderung und zur Einführung deutscher Waren gestellt hat, man wird Der Partei Hertzoas den Vorwurf nicht ersparen können, daß sie mit den Maßregeln in Sudwest- afrtfa ihren eigenen Grundsätzen zuwiderhanDelt, wie sie General De Wet und andere Buren- führer noch nach Dem Kriege ausgesprochen haben; diese haben Den Erwerb Deutsch-Südwestafrikas, auch unter Der Maske Des ManDats. für ein Unrecht erklärt, und viele haben erwartet, daß Die Partei General Hertzogs, nachdem sie einmal ans Ruder gekommen war, dies Anrecht in irgendeiner Form wiedergutmachen wurde. And die gegebene Form wäre gewesen: Gleichberechtigung der Deutschen Sudwest- afrikas mit den Engländern und Buren unv eine Verteilung der zu ernennenden RNtglieder auf die drei verschiedenen nationalen Elemente m dem Verhältnis, wie sie tatsächlich an Der Devölkerungsziffer der Weißen beteiligt sind. Ein gerechter Ausgleich könnte nach den Wahlen nur in der Weise herbeigeführt werden, daß. Der burische Administrator den Mut hatte, eine aröhere Anzahl von Deutschen zu ernennen.
weit auf. Gr sah einen Wagen, dessen Bäder noch nah waren, aber sonst war augenscheinlich niemand in der Garage.
„Der Wagen ist erst heut morgen draußen gewesen", sagte Larry.
Richt ein Fleckchen, wo sich auch der kleinste Mensch verbergen konnte, dachte er und — ein scharfer, schriller Schrei durchriß das Schweigen, der Schrei eines Menschen in Todesangst. Mit einem Sah war er an der Tür der großen Limousine und riß diese auf. And dann schien es, als ob ein Tornado, ein Orkan auf ihn losgelassen war — eine gigantische, kreischende Gestalt stürzte sich auf die beiden Männer, riß sie mit ihrem enormen Gewicht zu Boden, warf sich mit ihrer ganzen Masse auf fie.
Einen Augenblick war Larry wie betäubt, und als er sich mühsam auf die Füße gearbeitet hatte, hörte er die Garagentür zufallen und das Schnappen des Schlosses, in dem sich Der Schlüssel drehte Beide Männer warfen sich gegen das Tor, das aber unter ihrem Anprall auch nicht einen Millimeter nachgab.
„Die Frau!" rief Harvey und wies auf den Wagen.
Auf Dem Fußboden des Wagens lag zusam- mengebrochen Die regungslose Figur einer grau. Larry sprang auf das Trittbrett, hob sie in ferne Arme und trug sie unter ein
fenfter, durch das ein schwacher Lichtschein in die Garage fiel.
Eine Frau im Alter von fünfzig 3ahren„ grauhaarig und unsäglich schmutzig. Ihr Gesicht schien Wochen hindurch nicht mit Wasser und Seife in Berührung gekommen zu sein, ihre Hande waren kohlschwarz. Unter dem Schmutz sah ihr weißes Gesicht in einem erstarrten Grinsen hnvor und auf ihrem mageren Halle wann Du? blutroten Merkmale der Krallen des blinden 3a!e deutlich sichtbar.
„Schnell etwas Wasser, Harvey. Der Wallerhahn ist in der Ecke", rief Larry und machte die Bluse der Frau auf. „Sie le&t
leiser Stimme: „Mein Gott, die Aufwartenn!
Während er sich um das arme, unglückliche Wesen bemühte, hatte Harvey die Garage durch-
„Bin ich jetzt wirklich in Sicherheit?" fragte sie eifrig. „Oh, Gott fei gelobt. Sie haben ja keine Ahnung, was ich alles habe durchmachen müssen. Sie haben ja keine Ahnung davon!"
„Ich kann es mir denken."
„Wo wollen Sie sie Derrn hinbringen?"' fragte Harvey leise. „Ich habe nicht gehört, was Sie dem Chauffeur gesagt haben."
„Ich nehme sie mit in meine Wohnung", sagte Larry zu Harveys deutlich sichtbarer Aeber- raschung. „Ich kann es mir nicht leisten, alle Hospitäler mit Den Zeugen Des Falles Stuart anzufüllen", fuhr er mit halbem Lächeln fort. „And übrigens ist die Frau nicht krank. Sie ist nur todmüde und halb verhungert."
(Fortsetzung folgt)
Verhältnisse Des WalDfportplatzes, Dessen herrliche Lage unD vorzügliche Verfassung besonders von Den auswärtigen Teilnehmerinnen bewundert wurden, waren gut. Bei Der Bewertung Der Leistungen muh berücksichtigt tocrDcn, daß Der Frauensport im Bezirk Hessen-Hannover noch sehr jung ist und die Damen Der beiden hiesigen Vereine kaum den Sport ausgenommen haben und zum erstenmal an Den Start gingen.
Die Ergebnisse:
100 Meter Frauen: 1. ©törig. Kurhessen Kassel, 13,9 Sek.; 2. Rickel, Spielvereinigung Giessen. 14,8; 3. Horn, Kurhesscn Kassel 15,1.
800 Meter Frauen: 1. E. Daum, V. f. D. Gießen, 3,7; 2. Schwarz, V. f. B. Gießen, 3,11; 3. F. Müller, V. f. B Gießen, 3.13.
Weitsprung Frauen: 1. ©törig, Kurhessen Kassel, 4,18 Meter; 2. Frey, V. f. L. Wetzlar, 3,87 Meter. 3. Weiershäuser, ©p. Dgg. Meßen, 3,79 Meter.
Hochfprung Frauen: 1. ©törig. Kurhessen Kassel, 1,32 Meter; 2. Richt berg, Sp. Dgg. Gießen, 1,25 Meter; 3. Hirschhorn, D. s. L. Wetzlar, 1.24 Meter.
Kugelstoßen Frauen: 1. Frey, D. f. L. Wetzlar. 8,16 Meter; 2. ©törig, Kurh. Kassel. 8,05 Meter; 3. L uh, D. f. B. Gießen, 7,58 Meter.
Speerwerfen Frauen: 1. L u h, V. f. B. Gießen, 18,62 Meter; 2. Langhammer, Sp. Vgg. Gießen, 17,55 Meter; 3. Ötommel, D. f. D. Gießen, 16,88 Meter.
4xl00-Meter-Staffel Frauen: 1. Sp. Dgg. Gießen 62 Sek.; 2. V. f. L. Wetzlar 64,4 ©et.; 3. D. f. B. Gießen 64,5 ©et
75 Meter Mädchen 16 Jahre: 1. Dolk, Sp. Dgg. Gießen und Kuhn, D. f. L. Wetzlar, 11,7 Sek.; 2. Schuhm ann, D. f. L. Wetzlar, 11,9 ©et; 3. Braun, Sp. Vgg. Gießen, 12 Set Weitsprung MäDchen 16 Jahre: 1. Kuhn.
D. f. L. Wetzlar, 3,79 Meter; 2. Doll, Sp. Dgg. Gießen, 3,74 Meter; 3. E. Fischer, D. f. D. Gießen, 3,74 Meter; durch Stechen ent* fchieden.
Hochsprung Mädchen 16 Jahre: 1. Kuhn. V. f. L. Wetzlar, 1,15 Meter; 2. E. Fischer, V. f. B. Gießen, 1,10 Meter; 3. L. Brauns Sp. Dgg. Gießen, 1 Meter.
Speerwerfen Mädchen 16 Jahre: 1. M. Andree, Sp. Vgg. Gießen, 17,28 Meter; 2. Kuhn^ V. f. L. Wetzlar, 17,10 Meter; 3. Schumann, V. f. L. Wetzlar, 11,02 Meter.
Ballweit Mädchen 16 Jahre: 1. Kuhn, V. f. L. Wetzlar, 39,60 Meter; 2. M. Andree, Sp. Vgg. Gießen, 29,25 Meter; 3. E. Fischer, V. f. B. Gießen, 25,30 Meter.
75 Meter Mädchen 14 Jahre: 1. E. Baum. V. f. B. Gießen, 12.8 Sek.: 2. F. Müller, V. f. D. Gießen. 12,8 Sek. Drustbreite; 3. M. Derzbach, Sp. Vgg. Gießen, 13 Sek.
Weitsprung Mädchen 14 Jahre: 1. M. D e r z- b a ch, Sp. Vgg. Gießen, 3,14 Meter; 2. E. Baum, D. f. B. Gießen, 2,96 Meter; 3. J. Müller, V. f. D. Gießen, 2,91 Meter.
Ballweit Mädchen 14 Iabre: L M. Derzbach, Sp. Vgg. Gießen, 41,90 Meter; 2. Gc Baum, D. f. D. Gießen. 29,48 Meter; 3. U Müller. V. s. D. Gießen, 19,34 Meter.
MMUWMAM
Roman von Edgar Wallace.
Sommerspiele in der Gaugruppe Main-Lahn.
Es wird Den Mannschaften, Die sich bis zu Meisterehren Durchkämpfen, schwer gemadjt. ihren Weg Stufe um Stufe fortzusetzen. Zuerst gilt es in Den einzelnen Bezirken, den lleinsten Einheiten, als Bester aus der Spielreihe hervor- zugehen. Rur einer von Den sechs Bezirksmeistern kann Den Gau vertreten. <$ür 1929 war es für Den Gau Hessen Die erste Fußballmannschaft Der TumgemeinDe Friedberg. Am letzten Sonntag fanden sich Die Gaumeister Der Gaugruppe Main-Lahn in Gießen zusammen, um ihrerseits Den Besten zu bestimmen. Der am kommen Den Sonntag in Worms in Die Entschei- Dung um die Kreismeisterschaft des 9. Kreises, des Mrttelrheinkreises, mitbestimmend eingreifen Darf.
Hier in Gießen, auf Dem für Die Spiele sehr geeigneten Aniversitätsspvrtplatz, Drehte es sich Darum, Die Meister in Faustball für Turner, Turnerinnen unD Altersturner festzustellen. Gau- gruppenspielwart RuDolf Klinge, Frankfurt a. M., konnte Die Meister der Gaue Hessen (Tgrn. Friedberg), Frankfurt (Licht-Luft Frankfurt a. M.), Offenbach-Hanau (Bieber bei Offenbach) und Main-Taunus (Kelkheim) begrüßen; aus unerllärlichem Grunde blieb Der Meister des Kinziggaues (Hailer) den Spielen fern. Bei Den Turnerinnen waren erschienen M t v. Gießen, Tv. 1860 Frankfurt a. M. unD Tv. Bad Homburg v. d. H. Als Mannschaften Der älteren Turner traten an: Licht-Luft Frankfurt a. M. und Tv. Homburg v. D. H.
Die Spiele hielten durchaus, was man von ihnen erwartete. Kein Wunder, wenn eine Mannschaft wie Licht-Luft Frankfurt, Die Die Würde eines deutschen Meisters von 1913 bis 1922 ununterbrochen inne hatte und die seither immer mit in Den Endspielen war, hier mit von der Partie war. Daß diese Mannschaft Faustball in höchster Vollendung zeigte, überraschte ebensowenig wie ihre einwandfreien, zum Teil sehr überlegenen ©tege über jeden ihrer Gegner. Dennoch formte man feststellen, daß auch die übrigen Meister über sehr gediegenes Können verfügen. Besonders angenehm fiel Kelkheim i. T. auf, das den Hessenmeister auf den dritten Platz verwies. Die Spiele wurden gut geleitet und wickelten sich sehr flott ab. Bei den Turnern ergab sich folgendes Bild. Friedberg Bieber 35:28, Frankfurt :Kelkheim 38:25; Bieber Hailer kampflos für Bieber, Kelkheim: Friedberg 33:26, Frankfurt: Bieber 50:20, Hailer.Friedberg: kampflos für Friedberg; Kelkheim Hailer, kampftvs für Kelkheim, Friedberg: Frankfurt 18:47, Di^er:Kelk- heirn 21:37, Hauer: Frankfurt, kampflos für Frankfurt. Rach Punkten gewertet erhielten: Licht-Luft Frankfurt a. M. 8 Punkte, Kelkheim 6 Punkte, Friedberg 4 Punkte, Diebe-r 2 Punkte, Hailer 0 Punkte. Gaugruppenmeister der Turner: Licht-Luft Frankfurt a. Ht.
Bei den Altersturnern zeigten sich die Licht- ßuftler ihrem Gegner, dem Tv. Homburg, um Klassen überlegen und siegten Dements brechend mit 42:5. Ein sich anschlleßendes Freundschaftsspiel derselben Gegner ergab für Homburg em etwas schmeichelhafteres 39:14.
Gaugruppenmeister der Aelteren: Licht-Luft Frankfurt a. M.
Die Spiele der Turnerinnen waren sehr ausgeglichen. es hätte eben jede Mannschaft als 'Gruppenmeister hervorgehen können. Der Stand der Spiele war: Mtv. Gießen:Tv. 1860 Frankfurt 31:40; Tv. 1860 Frankfurt:Tv. Homburg 41:25 (Halbzeit 16:16); Mtv. Gießen Homburg 40:36. Frankfurt 4 Punkte. Gießen 2 Punkte. Homburg 0 Punkte. Gaugruppenmeister der Turnerinnen: Tv. 1860 Frankfurt a. M. In der Gruppe Schlagball nimmt als Vertreter der Gaugruppe Main-Lahn die Turngemeinde „Eintracht" Frankfurt, und im Trommelball die Mannschaft des Turnvereins „Vorwärts" Bocken- heim an den Kreisend spielen teil. Das Können Der Meister der Gaugruppe Main-Lahn berechtigt zu den besten Hoffnungen, aber immerhin
Dveikampf Mädchen 14 Jahre: 1. M. De r z* hach, Sp. Vgg. Gießen, 4y Punkte; 2. & Baum, D. f. D. Gießen, 25 Punkte; 3.
MÄlker, D. f. D. Gießen, 21 Punkte.
sucht und ein Beil gefunden. In wenigen Minuten war das Schloß zertrümmert und die Tür geöffnet.
„Rehmen Sie den Revolver", sagte Larry und reichte ihm seine Waffe hin. „Bis jetzt hat er mir nicht viel genutzt, aber wenn Sie Den Schuft zu Gesicht bekommen, schießen Sie. Schießen Sie sofort, ohne sich mit ihm in irgend- welche ReDereien einzulassen, unD denken Sie nur nicht, Daß Sie ihm mit Ihrem Knüttel beikommen können."
Aber Jake Der Blinde war — er wußte es — verschwunden. Dieser blinde Mann, dessen kostbarster Sinn zerstört war, war ihm wiederum überlegen gewesen.
Die Frau begann jetzt allmählich einige Gebend» zeichen von sich zu geben. Larry hatte fie an Die frische Luft geschleppt und badete Hals und Racken in kühlem Wasser. Ihre Augenlider zuckten, öffneten sich, und mit einem Schrei fuhr sie hoch.
„Wo ist Miß Clarissa?" rief fie heiser.
„Das mochte ich gern von Ihnen wissen", war Lcmchs Antwort.
Bald darauf kam ein Taxi, und fie trugen die Frau durch die maskierte Seitentür, Die Stufen hinauf unD in Den prachtvollen Salon. Dort legten sie sie irieDer, unD Larry blickte um sich auf all Diesen Komfort, all Diesen Luxus. Der mit Den Leiden, Dem Elend von. Gott weiß wie vielen, unschuldigen Seelen erlauft war. die sterben mußten. Damit Diese Schurken in goldenem, duftendem Aeberfluß leben konnten.
Dann fielen feine Blicke auf diese elende Frau. Die Dort auf einem Teppich lag, Der ein
MifierschastskämpsedesMttelrheinlmses
In Ergänzung unseres geitrigen Berichtes wird uns über die Erfolge des Männerturnvereins bei den Meisterschaftskämpfen noch folgendes mitgeteilt:
In Anbetracht der starken Konkurrenz und der guten Leistungen kann der Männerturnverein stolz darauf fein, insgesamt 12 Siege errungen zu haben. Im Vierkampf der Turnerinnen wurde 1. Siegerin und Kreismeisterin Erna A l t h a u s , 4. Siegerin Else Bickelhaupt und 5. Siegerin Tilly Espach. Im Hochsprung konnten sich zwei Männerturnerinnen unter die drei ersten Sieger placieren. 1. Siegerin und Kreismeisterin im Hoch- sprung wurde Else B i ck e l h a u p t mit 1,50 Meter; 3. Siegerin Erna Althaus mit 1,40 Meter. Auch im Weitsprung lagen die Gießener Turnerinnen in Führung. 1. Siegerin und Kreismeisterin wurde Erna Althaus mit 4,96 Meter; 3. Siegerin wurde Tilly Efpach. Die Iurnerinnen-4X100» Meter-Staffel, die in diesem Jahr vom Peck verfolgt wird, konnte trotz eines schlechten Wechsels in der guten Zeit von 52,3 mit Brustbreite hinter dem 1. Sieger, Tv. 1817 Mainz, und etwa Handbreite hinter dem 2. Sieger, Tbd. Wiesbaden, einen guten dritten Platz belegen. Im Stabhochsprung wurde Hans Steins trotz einer Armoerletzung, die er fick im Vorkampf zugezogen hatte, noch 3. Sieger mit 3,13 Meter. Im Diskuswerfen errang Heinrich Arndt den 4. Sieg. L. Malkomefius kam im Sechskampf vor dem vorjährigen 1. Feldberasieaer und diesjährigen 1. Rhönturnfestsieger A. Schall, Frankfurt am Main, sowie vor bekannten und guten Mehrkämpfern des Kreises an 7. Stelle. Den 200-Meter-Lauf konnte Malkomesius, der noch durch den 1500-Meter-Lauf des Sechskampfes stark ermüdet war, nicht bestreiten.
In Anbetracht der großen Anzahl von Teilneh. mern, zumal nur die besten Kräfte des Mittelrheinkreises vertreten waren, kann man wohl mit Recht sagen, daß die Vertreter des Mtv. Gießen ausgezeichnet abgeschnitten haben und mit ihren Leistungen sowohl sich selbst als auch insbesondere ihrer Abteilungsleitung das beste Zeugnis ausstellten. Auf den am 11. und 12. August in Kassel stattfin- denden deutschen Meisterschaften der DT. werden nun auch Mitglieder Des Männerturnvereins den Mittelrheinkreis vertreten müssen, und man darf auf ihr Abschneiden gespannt sein.
Bei Den Kreismeisterschaften im Schwimmen errang unter 23 Teilnehmern Hugo Baumann im 100-Meter-Brustschwimmen in 1.30 Min. den vierten Steg; Betty Blum kam im 40-Meter-Strecken- tauchen ebenfalls an 4. Stelle. Die 4X100-Meter- Tumer-Bruststaffel konnte sich mit 6:27,2 Mtn. nur an die 5. Stelle setzen.
Bezir^frauenweiikämpsederOeuischen Gporibehörde für Achletik.
Wider Erwarten hatte sich zu Den Bezlrcks- frauenwettkämpfen eine stattliche Zahl von Zuschauern auf Dem WalDsportplatz Des V. f. B. eingefunDen, ein Beweis Dafür, Daß man Dem Frauensport in Gießen Doch ein recht großes Interesse entgegenbringt. Wenn auch infolge Zurückziehung Der Meldung Der Vereine aus Göttingen unD Rothenburg Die Beteiligung etwas schwach war, so Dürfte Doch Der gebotene Sport allgemein befriedigt rniD seinen propagandistischen Zweck nicht verfehlt haben, zumal es in Den meisten Konkurrenzen zu spannenden Kämpfen kam, an Denen Das zahlreiche Publikum lebhaften Anteil nahm. Die Veranstaltung stand unter Der Oberleitung Des Gau-Athletik- obmannes QL Hofmann (Gießen), ihre Durchführung war Den beiDen Gießener Vereinen, Spielvereinigung 1900 und V. f. B. übertragen worden. Dank guter Organisation und des günstigen Wetters wickelten sich Die Wettkämpfe flott unD reibungslos ab. Boden- und Bahn-
V.f.B. Leichiachleiil.
Die Leichtathlettkabteilung nahm mit drei Aktiven und fünf Jugendlichen an dem Sportfest der Sportgemeinde .Hesse n", HersfeId, teil. Die Veranstaltung war in jeder Weise muster- gültig aufgezogen und muß als eine hervorragende Leistung des kleinen Hersfelder Vereins bezeichnet werden, die so bald kein Verein gleicher Größe überbieten wird. Ueberraschend stark war die Beteiligung; so waren u. a. vertreten: „Kur- dessen" und „Hessen-Preußen" Kassel, Fulda, Frank- furt a. M., Griesheim, Offenbach, Fechenheim und Bebra. In Anbetracht der starken Konkurrenz kann V. f. B. mit seinen Erfolgen, einem 2. und sechs 3. Siegen, zufrieden sein. — Im 200-Meter-Lauf der Klasse 1 belegte Max Fischer hinter Bett, Kurhessen Kassel, und Sobattka, Hessen-Preußen, den dritten Platz. — Weitsprung, Klasse 1: 1. Bett, Kurh. Kassel, 5,55 Meter; 2. Sobattka,
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