viel größer als bei uns ist, hat man sich zu demselben Schritt entschließen müssen, der die Angestellten und die Arbeiter oft durch die Entfernung von ihren Arbeitsstätten sehr stört. Für die Frauen und die Kinder ist eine solche Gartenstadt dagegen ein idealer Aufenthalt, der den Frauen dadurch noch schmackhafter gemacht wird, daß aus bestimmten Gewinnen des Unternehmens eine Art zwangsweiser Lebensversicherung der Familienväter geschaffen werden soll. Man will nämlich diejenigen Familien, deren Ernährer vor Ablauf von zwanzig Jahren stirbt, also bevor das Eigenheim in seinen Besitz _ übergegangen ist, in der Wohnung lebenslänglich miete» f re i wohnen lassen. — Sicherlich finden sich in' allen Großstädten, die unter dem Elend der Wohnungsverhällnisse leiden, Menschen genug, die dem Lärm und der Hast des Erwerbslebens wenigstens am Abend entfliehen wollen und dafür auch einen weiten Weg zur Arbeitsstätte in Kauf nehmen. Ob sich aber auch überall genügend Kapitalisten finden, um diese theoretisch gut durchdachte Anlage zu finanzieren — und es gehört zum Aufbau solcher Stadt ungeheuer viel Geld — ist eine andere Frage. Da die Siedlungen weitgehend gemeinnützigen Charakter tragen sollen, wird für die Geldgeber im allgemeinen nur eine feste Verzinsung in Frage kommen, nicht aber die Aussicht auf hohen Uebergetoinn winken.
Südwestdeutsche
Bankbeamtentagung.
Der Gau Südwestdeutschland im Deutschen Bankbeamten-Derein hielt in Frankfurt a. M. seine von 96 Vertretern besuchte diesjährige Vorstandskonferenz ab. Hierüber wird uns berichtet:
Aus dem Geschäftsbericht, den Gau- Vorsteher Decker (Frankfurt a.M.) erstattete, ging hervor, daß auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere Fortschritte erzielt werden konnten. 556 neue Mitglieder konnten in der Berichts- Periode in Südwestdeutschland dem D.B.D. zugeführt werden. Nachdem in den letzten Wochen wiederum rund 200 Bankangestellte dem D.B.D. beigetreten sind, zählt der Deutsche Dankbeamten- Verein in Südwestdeutschland rund 4700 Mitglieder und umfaßt damit nahezu 85 Prozent aller kaufmännisch tätigen Bankangestellten. Der Rechtsschutz, der auch im Berichtsjahre in umfassendster Weise tätig war, erzielte an Gehaltsnachzahlungen, Abfindungen usw., sei es durch direkte Verhandlungen oder Inanspruchnahme der Gerichte, insgesamt 70 000 Mark. Die Bildungsarbeit erforderte wiederum große Aufwendungen. An 9 Bankplätzen wurden 32 bankwissenschaftliche und volkswirtschaftliche Vorträge mit insgesamt 5848 Teilnehmern abgehalten: 30 Bankfachkurse fanden 544 Kursteilnehmer.
Dem mit Beifall aufgenommenen Geschäftsbericht schloß sich eine lebhafte Aussprache an. Einstimmig erhielt der Gauvorstand mit Dankes- worten Entlastung. Ebenso einmütig erfolgte seine Wiederwahl.
Unter lebhafter Zustimmung wurden Entschließungen angenommen, von denen die eine die Tarifvereinbarung vom 17. April 1 929 begrüßt, wenn auch viele Wünsche vffengeblieben wären, und den Tarifunterhändlern auf D. D. V.-Seite Dank, der Zentralleitung des Deutschen Bankbeamten-Vereins erneut volles Vertrauen ausgesprochen wurde. In einer zweiten Entschließung wird vom Reichstag die baldige Verabschiedung des vom „Ständigen Beirat für Heimstättenwesen im Reichsarbeitsministerium" fertiggestellten Entwurfes eines Wohnheim st ättengesehes gefordert, während die dritte Entschließung gegen alle Der- schlechterungsabsichten auf dem Gebiete der Sozialversicherung protestiert und insonderheit sich gegen das Verlangen wendet, daß in der Arbeitslosenversicherung die Bedürftigkeits- Prüfung wieder eingeführt werden solle.
Einen gehaltvollen Abschluß fand die Tagung durch die Ausführungen des Vorsitzenden des Gesamtvereins. Fürstenberg (Berlin), der die gegenwärtige Situation in wirtschaftspolitischer und sozialer Hinsicht kritisch beleuchtete und, oft von stürmischen Zustimmungskundgebungen unterbrochen, in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen den Kampf des Deutschen Bankbeamten- Dereins gegen seine Gegner bei der Erhaltung und Erweiterung der Errungenschaften im Bankgewerbe stellte. Sein Appell zur weiteren entschlossenen Arbeit für die Interessen der De- rufsgenossen und für den sozialen Fortschritt loste langanhaltenden Beifall aus.
Sängerbund „Mittleres Aibdatal".
T Dauernhei m, 28. Mai. Bei herrlichstem Festwetter wurde am Sonntag hier die Feier des 20jährigen Bestehens des Sän- bundes „Mittleres Riddatal", verbunden mit einem Wertungssingen, abgehalten. Sämtliche 10 Bundesvereine: Geih-Ridda, Blofeld, Ranstadt, Dauemheim, Fauerbach, Doben- hausen, Ober-Widdersheim, Steinheim, Wal- lernhc.usen und Borsdorf waren erschienen.
Gegen lOVg ^Ihr entbot der Dundesvorsitzende, Lehrer Lenh von Geiß-Ridda in der neuerbauten, von großem Dürgersinn zeugenden Gemeinde- Sänger- und Turnhalle den Willkommensgruß und fand dabei treffliche Worte über die Bedeutung des deutschen Liedes als Bindemittel für die leider immer mehr sich spaltenden Dolks- teile. Bei dem nachfolgenden Wertungssingen trug jeder Bundesverein neben dem vorgeschriebenen Pflichtchor „Soviel der Mai auch Blümlein beut" noch einen selbstgewählten Chor vor, der Volksliedcharakter haben mußte. In Reallehrer Blaß von Gießen war ein trefflicher Werter gewonnen worden, der in der sich anschließenden Kritik den Fleiß, die Ausdauer und die Tiefgründigkeit der Bundesvereine hervorhob, obwohl bei dem Pflichtchor mehr oder weniger große Schwierigkeiten in bezug auf rhythmische und dynamische Erfordernisse zu überwinden waren. Auch der Gesamteindruck der selbstgewählten Chöre, hauptsächlich Volks- und volkstümliche Lieder, war im allgemeinen gut, wenn auch noch am Verschönern des Chorklanges durch Verbesserungen der Aussprache noch manches zu erarbeiten ist. Es zeigte sich erneut, daß der Bund in dem Bestreben, in chortechnischer Hinsicht die Leistungen zu heben und auf eine gute Chorwahl hinzuwirken, auf dem besten Wege ist.
Rach einer Mittagspause, wobei In echt dörflicher Gastfreundschaft viele Dundessänger bei den Einheimischen zu Gast waren, fand ein festlicher U m 5 u g durchs Dorf statt. Auf dem Marktplatz wurden zwei Massenchöre, „Das deutsche Lied" und „Der deutsche Wald", zum Vortrag gebracht, die aus 400 Kehlen gesungen, mit der Fülle des Klanges auf die vielen hundert Zuhörer eine tiefe Wirkung ausübten. Der Rachmittag brachte weiter die Ehrung aller 6 ä ng e r 0e te r anen des Bundes, die 40 bzw. 50 Iahre und darüber treue Sänger oder verdiente Mitglieder waren.
Dem Gründer und verdienstvollen Leiter des Sängerbundes, Lehrer Lentz (Geih-Ridda) überreichte der 2. Vorsitzende, Steinbruchbesitzer Karl R i ck e l von Ober-Widdersheim, ein geschmackvolles Bild (Beethoven) und betonte dabei das selbstlose Wirken des Ausgezeichneten um die Förderung des BunNrs.
Konzertstücke der Musikkapelle Ranstadt und gesangliche Darbietungen der Bundesvereine im Wechsel füllten auch ohne den üblichen Tanz den Rachmittag aus, bis vor Abgang der Abenözüge der erste Bundesvorsihende mit einem Hoch auf das deutsche Lied und Vaterland die in allen Teilen harmonisch verlaufene Tagung schloß.
Schöffengericht Gießen.
e Gießen, 29. Mai. Ein jetzt in Frankfurt am Main wohnhafter Fuhrmann hatte im Iuni 1928 mit seiner in einem Orte Oberhessens betriebenen Drahtfabrik Konkurs gemacht. In dem Verfahren wurde auch eine Darlehnssorderung seiner Mutter von etwa 10 000 Mar? angemeldet. Da der Verdacht bestand, daß diese Forderung erdichtet war, und weil die erforderlichen Geschäftsbücher ungenügend geführt waren, kam es zur Anklage wegen Konkursverbrechens. Rach eingehender Beweisaufnahme hielt das Gericht den Angellagten für überführt und verurteilte ihn zu 6 Monaten Gefängnis.
Ein Maurer hatte sich unter Vorlage einer von ihm gefälschten Bestellkarte bei einer hiesigen Firma Arbeitsgerät erschwindelt. Strafe: 1 Woche Gefängnis.
Der Rechner eines Gesangvereins hatte Vereinsgelder in Höhe von etwa 300 Mark unterschlagen und einen Beleg gefälscht. Er erhielt 2 Wochen 3 Tage Gefängnis.
Ein schon neunmal vorbestrafter Kaufmann hatte sich im Iuli 1928 in einer Wirtschaft in Hirzenhain einlogiert und hierbei schwindelhafte Angaben über feine Vermögensverhältnisse gemacht. Das Gericht erkannte auf fünf Monate Gefängnis.
Die Verhandlung gegen einen früheren Ro- tarsgehilsen wegen Unterschlagung und Urkundenfälschung wurde vertagt, da die Beweisaufnahme den Verdacht einer ganzen Reihe weiterer Urkundenfälschungen ergab.
irtschast.
• Der Zeichnungseingang auf die Reichsanleihe. Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, erfolgt über das Ergebnis des bisherigen Zeichnungseinganges der neuen Reichsanleihe eine offizielle Bekanntgabe nicht. Das bisherige Ergebnis entspräche mit Rücksicht auf die Lage des Geldmarktes den gehegten Erwartungen.
* Frankfurter Allg. Versicherungs- A.-G. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, der am 18. Iuni stattfindenden G.-V. aus einem Reingewinn von 3 098 425 (i. D. 2 772119) Mark die Verteilung von 121/a Proz. (wie im Vorjahre) Dividende vorzuschlagen, wobei die i. V. ausgegebenen 5 Mill. Mark neuen Aktien ab 1. Iuli 1928 dividendeberechtigt sind. Dem Pensions- sonds werden wie im Vorjahre 250 0Ö0 Mark zugewiesen, so daß sich dieser auf 650 000 Mark erhöht. Auf neue Rechnung werden 335 347 Mk. (340 619 i. D.) vorgetragen.
* Rheinische E le k t r i z i t ä t s g e se ll- schäft (Rheinelektra) Mannheim. In der gestern abgehaltenen Aufsichtsratssihung wurde beschlossen, der auf den 25. Iuni einzu- berufenden Generalversammlung für das Geschäftsjahr 1929 aus 1 385 814 (1 403 610) Mark Reingewinn nach angemessenen Abschreibungen und Rücklagen 9 (9) Prozent Dividende auf die Stammaktien und 6 Prozent auf die Vorzugsaktien vorzuschlagen. Der Vortrag auf neue Rechnung beträgt 169 614 (187 410) Mark.
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 30. Mai. (Eigner Drahtbericht des „Gieß. Anz.") Tendenz: fest. Schon im Dor- mittagsverkehr waren Anzeichen einer lebhafteren Geschäftstätigkeit vorhanden, die sich zum offiziellen Beginn weiter stark auS- prägten. Anregend wirkte vor allem die weiter zunehmende Beteiligung des Auslandes am Börsengeschäft und die daraufhin einsetzende Unterstützung der privaten Kundschaft, die sich auch seit längerer Zeit wieder einmal am Börsengeschäft betätigt. Dor allem aber war es heute noch ein anderes Moment, das sich günstig auswirken konnte: die endgültige Einigung in der Reparationsfrage wirkte wie eine Befreiung, und man war sehr optimistisch, die immer noch ungeklärten Vorbehalte konnten keinen Eindruck machen, da man auch hier mit einer baldigen Lösung rechnet. Das Geschäft nahm bei steigender Tendenz in Spezialwerten sehr lebhafte Form an. Besonders waren Elektro- toerte, Farben und Kaliaktien gesucht. Aber auch die Rebenmärkte konnten sich der allgemeinen Bewegung anschließen. Die seitherigen Geldmarktsorgen sind fast vollkommen in den Hintergrund getreten, da man der Ansicht zuneigt, daß, wenn einmal die Reparationsfrage endgültig geregelt sein wird, auch eine Regelung diesbezüglich bald eintreten dürfte. Gegenüber der gestrigen Abendbörse traten durchschnittlich Besserungen bis 4,5 Prozent ein, aber dieses Ausmaß wurde oft um ein erhebliches überschritten. Besonderes Interesse wandte sich heute den Siemensaktien mit plus 7,5 Prozent zu. Gesfürel gewannen 6 Prozent, Chade 4,50 Mark, Schuckert 4 Prozent, Licht und Kraft 3,5 Prozent, Bergmann 2,5 Prozent. Auch I.-G.-Farben mit plus 5,5 Prozent und Kali- werte plus 6,5 Prozent, letztere wurden immer noch von französischer Seite gekauft, standen im Vordergründe. Auch für Berliner Rechnung wurde viel Material aus dem Markt genommen. Am Montanmarkt konnten sich Rheinstahl um 4,25 Prozent, Mansfelder um 5 Prozent, Har- pener um 4 Prozent, Klöckner und Gelsenkirchen um je 3 Prozent bessern. Buderus gewannen 1,75 Prozent, trotz unbefriedigender Ausführungen eines Aktionärs über die Dividende von nur 5 Prozent in der heutigen Generalversammlung: die Allgemeinbewegung war aber in der Hauptsache hier ausschlaggebend. Ganz erhebliche Steigerung hatten noch aufzuweisen am Bankenmarkt Danatbank plus 9 Prozent, Reichsbank plus 6,5 Prozent. Von den übrigen Werten Karstadt plus 4,5 Prozent, Deutsche Linoleum plus 6,5 Prozent, Zeltstoffwerte plus 3 Prozent, jedoch muß bei Waldhof der Dividendeabzug berücksichtigt werden, und am Dauunternehmungsmarkt Wayh & Freytag plus 4 Prozent. Renten ebenfalls lebhafter und zumeist höher. Rachdem die Aufträge jedoch erledigt waren, wurde das Geschäft wieder etwas geringer, doch blieben die Kurse gut behauptet, zum Teil lagen diese sogar noch bis 1 Prozent höher. Die Tendenz blieb fest und zuversichtlich. Rur Reichsbankanteile verloren etwa 2 Prozent ihres Gewinnes. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7,5 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt zog die Mark wei
te r a n. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1931. gegen Pfund 20,317, London-Kabel 4,8502, gegen Paris 124,06, gegen Mailand 92,67, gegenCHtabrU) 34,35, gegen Holland 12,0675.
Berliner Börse.
Berlin, 30. Mai. Schon der Vormittagsder- kehr zeigte ein in letzter Zeit ungewöhnliche- Bild und lebhafteres Geschäft, das zu Beginn der Börse bei fester Tendenz einen ziemlich großen Umfang annahm. Wenn auch über die Vorbehalte noch keine Verständigung in Paris erzielt worden ist, so ist doch die Einigung über die Annuitäten sehr gut aufgenommen worden, zumal sie überraschend kam. Allgemein glaubt man, daß in einigen Tagen die Einigung über alle Punkte erzielt werden wird. Trotz deS katholischen Feiertages und des Wahltages in England lagen doch noch größere Auslandorders, besonders der Schweiz, England- und Amerikas, vor, und die Spekulation schritt ebenfalls zu Meinungskäufen, da sich feit längerer Zeit heute wieder das Publikum als Käufer gezeigt hat. Das Hauptinteresse der Börse konzentrierte sich auch heute, obwohl an allen Märkten das Geschäft lebhafter war, auf Elektrowerte. Kaliaktien, Farben und einige Montanwerke. Die ersten Kurse waren durchweg 3 bis 6 Prozent, bei einer großen Anzahl von Werten bis zu 10 und 12 Prozent fester. Die Käufe in QL E. G. (Amerika) hielten unverm'ndert an; für Farben, die 6 Proz. anzogen, konnte man ebenfalls sehr starkes Auslandinteresse beobachten. Schiffahrtswerte. Danken, von letzteren besonders Reichsbank, Berliner Handelsgesellschaft und Danatbawk (plus 8,75 Proz.), Svenska, Deutsche Linoleum, Schubert & Salzer, Schlesische Zement, Berger, Zellstoffwerte, Spritaktien, Warenhauswerte waren erwähnenswert. Salzdetfurth konnten fast 11, Siemens 10, Kunstseiden werte bis 12 Proz. anziehen. Bemerkenswert fest lagen auch Hoesch. die 7 Proz., und Riebeck, die 6,5 Proz. gewannen. Deutsche Anleihen sehr fest. Qlusländer nur gut behauptet. Pfandbriefmarkt noch unentwickelt. Am Geldmarkt zeigte sich für Tagesgeld stärkere Rachfrage. Der Sah stellte sich auf 8 bis 10,5, Monatsgeld 10 bis 11,5, Geld über Ultimo 10 bis 12 Proz. Der morgige Ultimo und zugleich Zahltag dürfte, wenn auch vereinzelt noch größere Rachfrage besteht, doch im allgemeinen als überwunden gelten. Man rechnet mit einem Herein stro- mcn von Auslandgeldern, wenn in Paris eine völlige Einigung erzielt worben ist. Rach den ersten Kursen war die Kursgestaltuna nicht ganz einheitlich. Es wurde vorübergehend etwas schwächer, dann wieder, ausgehend von Mansfelder, die 3,5 Proz. gewannen, allgemein sehr fest. Später auf die schwache Haltung der Polyphonaktien (minus 10 Proz.) eher etwa- schwächer. AEG. blieben lebhaft und fest, dagegen BMW. 3 Proz. schwächer angeboten.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt, 30. Mai. Auch heute war das Geschäft am Frankfurter Produktenmarkt äußerst gering. Anregungen lagen nicht vor, eher verstimmten Meldungen aus Liverpool, die erhebliche Rückgänge wieder melden. Infolge der Umsatzlosigkeit blieben die Preise jedoch unverändert. Es wurden notiert: Weizen 23,25 bi- 23,50, Roggen 22, Sommergerste für Brauzwecke 23, Hafer, inländ. 22,50, Mais (gelb) für Futterzwecke 20, Weizenmehl, südd. Spezial 0 31,50 bis 32, Roggenmehl 28,25 bis 28,75, Weizenlleie 11,75, Roggenkleie 12,25. Tendenz matt.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 30. Mai. Auftrieb: 987 Kälber, 49 Schafe, 685 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 78 bis 83 Mk.: mittlere Mast- und Saugkälber 72 bis 77; geringe Kälber 72 bis 71. — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 69 bis 72; von etwa 160 bis 240 Pfund 70 bis 73; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 67 bis 71 Mk. — Marktverlauf: Schweine schleppend, nahezu ausverkauft. Kälber rege, geräumt. ,
Kunst und Wiffenschast.
Grönland-Expedition
dec Technischen Hochschule Darmstadt.
In den nächsten Tagen verläßt eine wissenschaftliche Expedition, bestehend aus den Herren Dr. Krueger und Dr. Drescher von der Technischen Hochschule Darmstadt und Dr. R i e l a n d von der Universität Heidelberg, Deutschland, um an der Westküste Grönland- mineralogische und geologische Untersuchungen vorzunehmen. Im Anschluß daran wird sich DL Krueger in den nordkanadischen Archipel begeben, um dort die Untersuchungen fortzusehen.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. — Reichsbankdislont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.
Frankfurt a. M.
Berlin
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—
Mainkraftwerke......
. 8
—
—
—i
Mtag...........
10
119
—
119,5
123,5
Nekarsulmcr..... .
. 8
—
—
Peters Union.......
. 8
119
—
118,75
—
Gedr. Roeder . ......
10
118
—
——
Botgt & haesfner.....
. 6
210
—
210
—
Südd. Zucker.......
. 8
149,5
150
149
—*
Berlin. 29. Mat
Geld
Brief
Amerikanische 'Jioten.....
Belgische Noten. .......
Darmche Noten........
Englische Roten........
4,176
58,09
111,40
20,294
4,196
58,33
111,84
20,374
Berlin 29- Mai
Geld
Brief
französische Noten.....
16,35
iTTi
holländische Noten ......
168,11
168,79
Italienische Noten......
21,96
22.04
Norwegische Noten......
Deutsch-Oesterr.L 100 Kronen
111,43
111,87
58,70
58,94
Rumänische Noten......
2,53
2,55
Scknnedische Noten ......
111,73
112,17
Schweizer Noten.......
80,63
80,95
59,13
59,37
Tschechoslowakische Noten ..
12,42
12,48
Ungarische Noten.......
72,85
73,15
Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.
TelegraphischeAuszahlung.
29- Mat
30. Mat
Amtliche!) Geld
Dotierung
Briet
Amtliche'. Geld
iotieruna Bries
Amft.» Ron.
168,43
168,77
168,40
168,74
Bucn.-Aires
1,756
1,760
1,757
1,761
Brfs-Antw.
58,195
58,315
58,20
58,32
Christiania -
111,61
111,83
111,65
111,87
Kopenhagen
111,61
111,83
111,64
111,86
Stockholm -
112,01
112,23
112,02
112.24
HelsingforS.
10,53
10,55
10.528
10,548
Italien. . .
21,93
21,97
21 .94
21,98
London. . .
20,316
20,356
20,322
20,362
Weutiorl . .
4,1890
4,1970
4,1895
4,1975
Paris. . • .
Schwei, » .
16,37
16,41
16,38
16,42
80,63
80,79
80,64
80,80
Spanten .
59,08
59.20
59,13
59,25
Japmi . . .
1,863
1,867
1,863
1,867
tölo dr Ian
0,497
0,499
0,4975
0,4975
Wien in D- Oest- abgeft
58,83
58,95
58,85
59,97
Prag . . . .
12,411
12,431
12,413
12,433
Belgrad . .
7,365
7,379
7,360
7,374
Dudapeft. .
73,01
73,15
72,99
73,13
Bulgarien.
3,027
3,033
3,029
3,035
Lissabon . .
18,85
18,89
18,78
18,82
Danzig. . .
81,12
81,38
81,24
81,40
Konstantin.
2,024
2,028
2,025
2,029
Athen. .
5,445
5,455
5,435
5,445
Ccmada . .
4,156
4,164
4,158
4,166
Uruguay. .
4,066
4,074
4,066
9,074
Cairo . . •
80,842
20,884
20,845
eo,Mi


