Einzelbild herunterladen

viel größer als bei uns ist, hat man sich zu dem­selben Schritt entschließen müssen, der die An­gestellten und die Arbeiter oft durch die Ent­fernung von ihren Arbeitsstätten sehr stört. Für die Frauen und die Kinder ist eine solche Gartenstadt dagegen ein idealer Auf­enthalt, der den Frauen dadurch noch schmack­hafter gemacht wird, daß aus bestimmten Gewin­nen des Unternehmens eine Art zwangsweiser Lebensversicherung der Familien­väter geschaffen werden soll. Man will näm­lich diejenigen Familien, deren Ernährer vor Ablauf von zwanzig Jahren stirbt, also bevor das Eigenheim in seinen Besitz _ übergegangen ist, in der Wohnung lebenslänglich miete» f re i wohnen lassen. Sicherlich finden sich in' allen Großstädten, die unter dem Elend der Wohnungsverhällnisse leiden, Menschen genug, die dem Lärm und der Hast des Erwerbslebens wenigstens am Abend entfliehen wollen und da­für auch einen weiten Weg zur Arbeitsstätte in Kauf nehmen. Ob sich aber auch überall ge­nügend Kapitalisten finden, um diese theoretisch gut durchdachte Anlage zu finanzieren und es gehört zum Aufbau solcher Stadt ungeheuer viel Geld ist eine andere Frage. Da die Sied­lungen weitgehend gemeinnützigen Charakter tra­gen sollen, wird für die Geldgeber im allgemeinen nur eine feste Verzinsung in Frage kommen, nicht aber die Aussicht auf hohen Uebergetoinn winken.

Südwestdeutsche

Bankbeamtentagung.

Der Gau Südwestdeutschland im Deutschen Bankbeamten-Derein hielt in Frankfurt a. M. seine von 96 Vertretern be­suchte diesjährige Vorstandskonferenz ab. Hier­über wird uns berichtet:

Aus dem Geschäftsbericht, den Gau- Vorsteher Decker (Frankfurt a.M.) erstattete, ging hervor, daß auch im abgelaufenen Geschäfts­jahr weitere Fortschritte erzielt werden konnten. 556 neue Mitglieder konnten in der Berichts- Periode in Südwestdeutschland dem D.B.D. zu­geführt werden. Nachdem in den letzten Wochen wiederum rund 200 Bankangestellte dem D.B.D. beigetreten sind, zählt der Deutsche Dankbeamten- Verein in Südwestdeutschland rund 4700 Mit­glieder und umfaßt damit nahezu 85 Prozent aller kaufmännisch tätigen Bankangestellten. Der Rechtsschutz, der auch im Berichtsjahre in um­fassendster Weise tätig war, erzielte an Ge­haltsnachzahlungen, Abfindungen usw., sei es durch direkte Verhandlungen oder Inanspruch­nahme der Gerichte, insgesamt 70 000 Mark. Die Bildungsarbeit erforderte wiederum große Auf­wendungen. An 9 Bankplätzen wurden 32 bank­wissenschaftliche und volkswirtschaftliche Vorträge mit insgesamt 5848 Teilnehmern abgehalten: 30 Bankfachkurse fanden 544 Kursteilnehmer.

Dem mit Beifall aufgenommenen Geschäfts­bericht schloß sich eine lebhafte Aussprache an. Einstimmig erhielt der Gauvorstand mit Dankes- worten Entlastung. Ebenso einmütig erfolgte seine Wiederwahl.

Unter lebhafter Zustimmung wurden Ent­schließungen angenommen, von denen die eine die Tarifvereinbarung vom 17. April 1 929 begrüßt, wenn auch viele Wünsche vffengeblieben wären, und den Tarifunterhänd­lern auf D. D. V.-Seite Dank, der Zentrallei­tung des Deutschen Bankbeamten-Vereins erneut volles Vertrauen ausgesprochen wurde. In einer zweiten Entschließung wird vom Reichstag die baldige Verabschiedung des vomStändigen Beirat für Heimstättenwesen im Reichsarbeits­ministerium" fertiggestellten Entwurfes eines Wohnheim st ättengesehes gefordert, während die dritte Entschließung gegen alle Der- schlechterungsabsichten auf dem Gebiete der So­zialversicherung protestiert und insonder­heit sich gegen das Verlangen wendet, daß in der Arbeitslosenversicherung die Bedürftigkeits- Prüfung wieder eingeführt werden solle.

Einen gehaltvollen Abschluß fand die Tagung durch die Ausführungen des Vorsitzenden des Gesamtvereins. Fürstenberg (Berlin), der die gegenwärtige Situation in wirtschaftspoliti­scher und sozialer Hinsicht kritisch beleuchtete und, oft von stürmischen Zustimmungskundgebungen unterbrochen, in den Mittelpunkt seiner Betrach­tungen den Kampf des Deutschen Bankbeamten- Dereins gegen seine Gegner bei der Erhaltung und Erweiterung der Errungenschaften im Bank­gewerbe stellte. Sein Appell zur weiteren ent­schlossenen Arbeit für die Interessen der De- rufsgenossen und für den sozialen Fortschritt loste langanhaltenden Beifall aus.

SängerbundMittleres Aibdatal".

T Dauernhei m, 28. Mai. Bei herrlichstem Festwetter wurde am Sonntag hier die Feier des 20jährigen Bestehens des Sän- bundesMittleres Riddatal", ver­bunden mit einem Wertungssingen, abgehalten. Sämtliche 10 Bundesvereine: Geih-Ridda, Blo­feld, Ranstadt, Dauemheim, Fauerbach, Doben- hausen, Ober-Widdersheim, Steinheim, Wal- lernhc.usen und Borsdorf waren erschienen.

Gegen lOVg ^Ihr entbot der Dundesvorsitzende, Lehrer Lenh von Geiß-Ridda in der neuerbau­ten, von großem Dürgersinn zeugenden Gemeinde- Sänger- und Turnhalle den Willkommensgruß und fand dabei treffliche Worte über die Be­deutung des deutschen Liedes als Bindemittel für die leider immer mehr sich spaltenden Dolks- teile. Bei dem nachfolgenden Wertungs­singen trug jeder Bundesverein neben dem vorgeschriebenen PflichtchorSoviel der Mai auch Blümlein beut" noch einen selbstgewählten Chor vor, der Volksliedcharakter haben mußte. In Reallehrer Blaß von Gießen war ein treff­licher Werter gewonnen worden, der in der sich anschließenden Kritik den Fleiß, die Ausdauer und die Tiefgründigkeit der Bundesvereine her­vorhob, obwohl bei dem Pflichtchor mehr oder weniger große Schwierigkeiten in bezug auf rhythmische und dynamische Erfordernisse zu über­winden waren. Auch der Gesamteindruck der selbstgewählten Chöre, hauptsächlich Volks- und volkstümliche Lieder, war im allgemeinen gut, wenn auch noch am Verschönern des Chorklanges durch Verbesserungen der Aussprache noch manches zu erarbeiten ist. Es zeigte sich erneut, daß der Bund in dem Bestreben, in chortechnischer Hinsicht die Leistungen zu heben und auf eine gute Chorwahl hinzuwirken, auf dem besten Wege ist.

Rach einer Mittagspause, wobei In echt dörf­licher Gastfreundschaft viele Dundessänger bei den Einheimischen zu Gast waren, fand ein festlicher U m 5 u g durchs Dorf statt. Auf dem Marktplatz wurden zwei Massenchöre,Das deutsche Lied" undDer deutsche Wald", zum Vortrag gebracht, die aus 400 Kehlen gesungen, mit der Fülle des Klanges auf die vielen hundert Zuhörer eine tiefe Wirkung ausübten. Der Rachmittag brachte weiter die Ehrung aller 6 ä ng e r 0e te r anen des Bundes, die 40 bzw. 50 Iahre und darüber treue Sänger oder verdiente Mitglieder waren.

Dem Gründer und verdienstvollen Leiter des Sängerbundes, Lehrer Lentz (Geih-Ridda) über­reichte der 2. Vorsitzende, Steinbruchbesitzer Karl R i ck e l von Ober-Widdersheim, ein geschmack­volles Bild (Beethoven) und betonte dabei das selbstlose Wirken des Ausgezeichneten um die Förderung des BunNrs.

Konzertstücke der Musikkapelle Ranstadt und gesangliche Darbietungen der Bundesvereine im Wechsel füllten auch ohne den üblichen Tanz den Rachmittag aus, bis vor Abgang der Abenözüge der erste Bundesvorsihende mit einem Hoch auf das deutsche Lied und Vaterland die in allen Teilen harmonisch verlaufene Tagung schloß.

Schöffengericht Gießen.

e Gießen, 29. Mai. Ein jetzt in Frankfurt am Main wohnhafter Fuhrmann hatte im Iuni 1928 mit seiner in einem Orte Oberhessens betrie­benen Drahtfabrik Konkurs gemacht. In dem Verfahren wurde auch eine Darlehnssorderung seiner Mutter von etwa 10 000 Mar? angemeldet. Da der Verdacht bestand, daß diese Forde­rung erdichtet war, und weil die erforderlichen Geschäftsbücher ungenügend geführt waren, kam es zur Anklage wegen Konkursverbre­chens. Rach eingehender Beweisaufnahme hielt das Gericht den Angellagten für überführt und verurteilte ihn zu 6 Monaten Gefängnis.

Ein Maurer hatte sich unter Vorlage einer von ihm gefälschten Bestellkarte bei einer hiesigen Firma Arbeitsgerät erschwindelt. Strafe: 1 Woche Gefängnis.

Der Rechner eines Gesangvereins hatte Ver­einsgelder in Höhe von etwa 300 Mark unterschlagen und einen Beleg gefälscht. Er erhielt 2 Wochen 3 Tage Gefängnis.

Ein schon neunmal vorbestrafter Kaufmann hatte sich im Iuli 1928 in einer Wirtschaft in Hirzenhain einlogiert und hierbei schwindel­hafte Angaben über feine Vermögensver­hältnisse gemacht. Das Gericht erkannte auf fünf Monate Gefängnis.

Die Verhandlung gegen einen früheren Ro- tarsgehilsen wegen Unterschlagung und Urkundenfälschung wurde vertagt, da die Beweisaufnahme den Verdacht einer ganzen Reihe weiterer Urkundenfälschungen ergab.

irtschast.

Der Zeichnungseingang auf die Reichsanleihe. Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, erfolgt über das Ergebnis des bisherigen Zeichnungseinganges der neuen Reichsanleihe eine offizielle Bekanntgabe nicht. Das bisherige Er­gebnis entspräche mit Rücksicht auf die Lage des Geldmarktes den gehegten Erwartungen.

* Frankfurter Allg. Versicherungs- A.-G. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, der am 18. Iuni stattfindenden G.-V. aus einem Rein­gewinn von 3 098 425 (i. D. 2 772119) Mark die Verteilung von 121/a Proz. (wie im Vorjahre) Dividende vorzuschlagen, wobei die i. V. ausge­gebenen 5 Mill. Mark neuen Aktien ab 1. Iuli 1928 dividendeberechtigt sind. Dem Pensions- sonds werden wie im Vorjahre 250 0Ö0 Mark zugewiesen, so daß sich dieser auf 650 000 Mark erhöht. Auf neue Rechnung werden 335 347 Mk. (340 619 i. D.) vorgetragen.

* Rheinische E le k t r i z i t ä t s g e se ll- schäft (Rheinelektra) Mannheim. In der gestern abgehaltenen Aufsichtsratssihung wurde beschlossen, der auf den 25. Iuni einzu- berufenden Generalversammlung für das Ge­schäftsjahr 1929 aus 1 385 814 (1 403 610) Mark Reingewinn nach angemessenen Abschreibungen und Rücklagen 9 (9) Prozent Dividende auf die Stammaktien und 6 Prozent auf die Vorzugs­aktien vorzuschlagen. Der Vortrag auf neue Rech­nung beträgt 169 614 (187 410) Mark.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 30. Mai. (Eigner Drahtbericht desGieß. Anz.") Tendenz: fest. Schon im Dor- mittagsverkehr waren Anzeichen einer lebhaf­teren Geschäftstätigkeit vorhanden, die sich zum offiziellen Beginn weiter stark auS- prägten. Anregend wirkte vor allem die weiter zunehmende Beteiligung des Aus­landes am Börsengeschäft und die dar­aufhin einsetzende Unterstützung der privaten Kundschaft, die sich auch seit längerer Zeit wie­der einmal am Börsengeschäft betätigt. Dor al­lem aber war es heute noch ein anderes Mo­ment, das sich günstig auswirken konnte: die endgültige Einigung in der Repa­rationsfrage wirkte wie eine Befreiung, und man war sehr optimistisch, die immer noch ungeklärten Vorbehalte konnten keinen Eindruck machen, da man auch hier mit einer baldigen Lösung rechnet. Das Geschäft nahm bei stei­gender Tendenz in Spezialwerten sehr leb­hafte Form an. Besonders waren Elektro- toerte, Farben und Kaliaktien gesucht. Aber auch die Rebenmärkte konnten sich der allgemeinen Bewegung anschließen. Die seitherigen Geld­marktsorgen sind fast vollkommen in den Hinter­grund getreten, da man der Ansicht zuneigt, daß, wenn einmal die Reparationsfrage endgültig ge­regelt sein wird, auch eine Regelung diesbezüg­lich bald eintreten dürfte. Gegenüber der gestri­gen Abendbörse traten durchschnittlich Besserungen bis 4,5 Prozent ein, aber dieses Ausmaß wurde oft um ein erhebliches überschritten. Besonderes Interesse wandte sich heute den Siemensaktien mit plus 7,5 Prozent zu. Gesfürel gewannen 6 Prozent, Chade 4,50 Mark, Schuckert 4 Prozent, Licht und Kraft 3,5 Prozent, Bergmann 2,5 Prozent. Auch I.-G.-Farben mit plus 5,5 Prozent und Kali- werte plus 6,5 Prozent, letztere wurden immer noch von französischer Seite gekauft, standen im Vordergründe. Auch für Berliner Rechnung wurde viel Material aus dem Markt genommen. Am Montanmarkt konnten sich Rheinstahl um 4,25 Prozent, Mansfelder um 5 Prozent, Har- pener um 4 Prozent, Klöckner und Gelsenkirchen um je 3 Prozent bessern. Buderus gewannen 1,75 Prozent, trotz unbefriedigender Ausführun­gen eines Aktionärs über die Dividende von nur 5 Prozent in der heutigen Generalversammlung: die Allgemeinbewegung war aber in der Haupt­sache hier ausschlaggebend. Ganz erheb­liche Steigerung hatten noch aufzu­weisen am Bankenmarkt Danatbank plus 9 Prozent, Reichsbank plus 6,5 Prozent. Von den übrigen Werten Karstadt plus 4,5 Prozent, Deutsche Linoleum plus 6,5 Prozent, Zeltstoffwerte plus 3 Prozent, jedoch muß bei Waldhof der Dividendeabzug berücksichtigt wer­den, und am Dauunternehmungsmarkt Wayh & Freytag plus 4 Prozent. Renten ebenfalls leb­hafter und zumeist höher. Rachdem die Aufträge jedoch erledigt waren, wurde das Geschäft wieder etwas geringer, doch blieben die Kurse gut behauptet, zum Teil lagen diese sogar noch bis 1 Prozent höher. Die Tendenz blieb fest und zuversichtlich. Rur Reichsbankanteile verloren etwa 2 Prozent ihres Gewinnes. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7,5 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt zog die Mark wei­

te r a n. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1931. gegen Pfund 20,317, London-Kabel 4,8502, gegen Paris 124,06, gegen Mailand 92,67, gegenCHtabrU) 34,35, gegen Holland 12,0675.

Berliner Börse.

Berlin, 30. Mai. Schon der Vormittagsder- kehr zeigte ein in letzter Zeit ungewöhnliche- Bild und lebhafteres Geschäft, das zu Beginn der Börse bei fester Tendenz einen ziem­lich großen Umfang annahm. Wenn auch über die Vorbehalte noch keine Verständigung in Paris erzielt worden ist, so ist doch die Eini­gung über die Annuitäten sehr gut aufgenommen worden, zumal sie überraschend kam. Allgemein glaubt man, daß in einigen Tagen die Einigung über alle Punkte erzielt werden wird. Trotz deS katholischen Feiertages und des Wahltages in England lagen doch noch größere Ausland­orders, besonders der Schweiz, England- und Amerikas, vor, und die Spekulation schritt eben­falls zu Meinungskäufen, da sich feit längerer Zeit heute wieder das Publikum als Käufer ge­zeigt hat. Das Hauptinteresse der Börse kon­zentrierte sich auch heute, obwohl an allen Märk­ten das Geschäft lebhafter war, auf Elektrowerte. Kaliaktien, Farben und einige Montanwerke. Die ersten Kurse waren durchweg 3 bis 6 Prozent, bei einer großen Anzahl von Werten bis zu 10 und 12 Prozent fester. Die Käufe in QL E. G. (Amerika) hielten unverm'ndert an; für Farben, die 6 Proz. anzogen, konnte man ebenfalls sehr star­kes Auslandinteresse beobachten. Schiffahrtswerte. Danken, von letzteren besonders Reichsbank, Berliner Handelsgesellschaft und Danatbawk (plus 8,75 Proz.), Svenska, Deutsche Linoleum, Schu­bert & Salzer, Schlesische Zement, Berger, Zell­stoffwerte, Spritaktien, Warenhauswerte waren erwähnenswert. Salzdetfurth konnten fast 11, Siemens 10, Kunstseiden werte bis 12 Proz. an­ziehen. Bemerkenswert fest lagen auch Hoesch. die 7 Proz., und Riebeck, die 6,5 Proz. ge­wannen. Deutsche Anleihen sehr fest. Qlusländer nur gut behauptet. Pfandbriefmarkt noch un­entwickelt. Am Geldmarkt zeigte sich für Tagesgeld stärkere Rachfrage. Der Sah stellte sich auf 8 bis 10,5, Monatsgeld 10 bis 11,5, Geld über Ultimo 10 bis 12 Proz. Der morgige Ultimo und zugleich Zahltag dürfte, wenn auch vereinzelt noch größere Rachfrage besteht, doch im allgemeinen als überwunden gelten. Man rechnet mit einem Herein stro- mcn von Auslandgeldern, wenn in Paris eine völlige Einigung erzielt worben ist. Rach den ersten Kursen war die Kursgestaltuna nicht ganz einheitlich. Es wurde vorübergehend etwas schwächer, dann wieder, ausgehend von Mansfelder, die 3,5 Proz. gewannen, allgemein sehr fest. Später auf die schwache Haltung der Polyphonaktien (minus 10 Proz.) eher etwa- schwächer. AEG. blieben lebhaft und fest, da­gegen BMW. 3 Proz. schwächer angeboten.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt, 30. Mai. Auch heute war das Geschäft am Frankfurter Produktenmarkt äußerst gering. Anregungen lagen nicht vor, eher ver­stimmten Meldungen aus Liverpool, die erheb­liche Rückgänge wieder melden. Infolge der Um­satzlosigkeit blieben die Preise jedoch unver­ändert. Es wurden notiert: Weizen 23,25 bi- 23,50, Roggen 22, Sommergerste für Brauzwecke 23, Hafer, inländ. 22,50, Mais (gelb) für Futter­zwecke 20, Weizenmehl, südd. Spezial 0 31,50 bis 32, Roggenmehl 28,25 bis 28,75, Weizenlleie 11,75, Roggenkleie 12,25. Tendenz matt.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 30. Mai. Auftrieb: 987 Kälber, 49 Schafe, 685 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 78 bis 83 Mk.: mittlere Mast- und Saugkälber 72 bis 77; geringe Kälber 72 bis 71. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 69 bis 72; von etwa 160 bis 240 Pfund 70 bis 73; flei­schige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 67 bis 71 Mk. Marktverlauf: Schweine schleppend, nahezu ausverkauft. Kälber rege, ge­räumt. ,

Kunst und Wiffenschast.

Grönland-Expedition

dec Technischen Hochschule Darmstadt.

In den nächsten Tagen verläßt eine wissen­schaftliche Expedition, bestehend aus den Herren Dr. Krueger und Dr. Drescher von der Technischen Hochschule Darmstadt und Dr. R i e l a n d von der Universität Heidelberg, Deutschland, um an der Westküste Grönland- mineralogische und geologische Untersuchungen vorzunehmen. Im Anschluß daran wird sich DL Krueger in den nordkanadischen Archipel begeben, um dort die Untersuchungen fortzusehen.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. Reichsbankdislont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- ftute

t-Uhr- Sure

Echlub- Kurs

Anfang Kurs

Datum

29.5. |

30.5.

29 5.

30 5.

5% Dt. Retchsanleihe o. 1927 .

87,25

87,5

DL einl.-ßTbiöl.-Sdjull) mtt Aut

lo|.-8tcd)tcn .......

51

_

50,9

51,2

TeSal. ohne AuSlos.-Rechte . . . 7% Franlf. Hyp.-Bl. Doldpf. uw kündbar bis 1932.....

9,9

10,4

9,7

10,3

88

4%% Rheinische Hyp.-Bank Liau^ Goldps..........

76,13

«LG.®, aba. Vorkriegr-Obltgatiov..

rückzahlbar 1932 ...

86,5

92

4% Schweiz. Bundesd^Ant.. .

100

4% Oeilerreichische Goldrie.. -

4,20% Oesterr. (Silberne.....

4% Oesterreich. einheiti, Rte. .

-

4% Ungarische Goldrte......

22,3

22,5

22,25

22,6

4% Ungarische Staats r. v. 1910

20

4'/,% deSgi. von 1913 .

4% Ungarische Kronenrte.....

1,7

-

1,75

1,8

4% Türk. Zollanleihe v. 1911 . -

8,25

8,8

4% Türkische Bagbadbahn-Anl.. Serie I.........

8,5

8,13

4% deSgi. Serie II.......

8,3

8,15

4% Rumänen converl. Rte. . .

8

4V,% Rumänen Goldanl. von 1918

16,5

16,4

0110. Deutsche Eisenbahn . 4H

Hamburg-Amerika Paket . . . ti

118,75

120,25

115,5

121

Hamb.-Südam. Tampfsch. . . 8

-

d-

Hansa Damvfschiff.....10

143,5

149

Norddeutscher Lloyd.....6

108

110,75

107,5

110.5

Allg. Deutsche Creditauk. - . 10

121,75

-

122,5

124,5

8armer Bankverein .... 10

124,75

127,5

125,5

127

Berliner HandelSgesellsch. 12

212,5

211,75

217

Tommerz» und Prival-Ban! . 11

184

185

183,5

185,5

Darmst. u. Rationalbank . . 12

258

267

257,25

266

Deutsche Bank......10

161.5

163

151,5

163,5

Tlikonto-Sesellschofl Ant.. . lu

152

153

152,75

154,5

Dresdner Bank......w

159

160,5

158,5

160,5

Mitteldeutsche (JtebÜbanl ... 9

*

Reübibanl ........M

304,5

311

303,75

309,75

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- fiuro

l Uhr- Kurs

Schluß. Kurs

Anfang- Kurs

Datum

29.5.

30-5-

29-5-

30-5-

«1.G.W..........

. b

196,25

199,25

195,5

199,75

Bergmann........

. 'J

218,5

221

217,25

221

Elektr. Lieferungen.....

10

163,5

171

162,5

168.5

Licht und Kraft......

10

219

222

217,5

222

Felten 4 Guilleaume.... Ges. f. Elektr. Untern..

. 6

138

137,25

140,9

10

220

226

219,75

225

Hamb. Elektr. Werke ....

10

140

142,25

Rhein. Elektr........

. 9

164

162

163.5

Schief. Elektr........

10

183,5

189

. 8

250

254

246,5

253,5

Siemen» 4 Halske .....

12

385,5

393

393,25

Transradio . .......

. 8

155

10

166

72

169

74,25

165

72

168,75

74,5

Buderus.........

. 5

Deutsche Erdöl ......

. 6

115,9

116,9

113

116,75

Essener Steinkohle .....

. 8

114,5

118

Gelsenkirchener . . . t. V» 3- <

132

135

130,75

133,5

harvener ......

. 6

137

141

136,5

141

. 8

116,5

123,5

Ilse Bergbau .......

. 8

210

209,5

210

ttlöcknerwerke .......

. 7

98,5

101,5

98,13

101,75

Köln-Reuessen. ......

. 9

114,75

120

Mannesmann ......

. 8

119,5

121

118.75

122

Mansfelder........

. 7

125

130

123,5

126,5

Oberschlef. Eisend. Bedarf. .

. 6

81,65

Oberschles. Kokswerke....

. 6

104,75

108,25

Phönu Bergbau......

Rheinische Braunkohlen. . .

bVi

89,5

90,5

88,65

90,75

10

287,5

290

287,25

291,5

120,5

Rheinitahl s. % Jahr 4^

116,5

120,75

116

Riebeck Montan......

7,2

147,5

Bereinigte Stahl».....

Otavi Minen.......

. 6

92,5

94,5

93

95

9 sh

65

65,75

Kali Aschersleben . . .

10

242,5

299

241,5

247

Kali Westeregeln......

10

248,5

253,5

408,5

243

255,5

Kaliwerk Salzdetfurth . . .

Id

402

397,5

408,25

I. G. Farben.Industrt« . . . Dynamit Rodet ......

12

249

248,5

254,5

. 5

115

118.5

Scheideanstall.......

. 9

Goldschmidt .......

. k>

78,75

78,5

88

Rütgerswerke . ......

. 6

87,5

89,5

87,5

90,25

MetallgeseAchaft. .

11

130,5

126,9

129

Banknoten.

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß»

1-Uhr»

Schluß-

Anfang

Kurs

Kur-

Kurs

Kurv

Datum

29.5.

30-5.

29-5-

30 5-

Phiupp Holz mann.....

110,75

110,75

114,5

Heidelberger Eement....

10

136

Gement Karlstadt .....

. 8

174

-

Wayß 4 Freitag......

10

109,25

113,25

108,5

Schultheis Patzenhoser . . .

15

298,25

304,75

Ostmerke.........

12

243,5

247,5

Bei. Glanzsioff......

18

437

441

434

443

Bemberg.........

14

338

350

ZeUstojf Waldhof.....

12

256

247,25

246,5

Zellstoff Aschaffenburg . . .

12

184

189,5

Eharlottenburger Wasser . .

«

109

111,75

Dessauer Gas.......

. 8

205,25

211,5

Daimler Motoren.....

. 0

52,25

52

54,75

Deutsche Maschinen.Fabrtk .

. 0

49,5

51,5

Adlerwerke Kleoer.....

. 6

44,5

45,5

44,4

Ludw. Loewe .......

10

201

205

Rat. Automobil ......

. O

28,25

L renkt ein & Koppel ....

. b

87,5

92,5

Leonhard Tietz ......

. 6

-

291

296

Bamag-Meguin ......

. 0

»

Franlf. Maschinen . .

. 6

53,75

53

Gritzner.........

11

74,5

73,75

_

heyligenstaedt ......

. O

_

Funghan». . .......

. 4

63,5

67

63,5

_

. 8

112,13

Mainkraftwerke......

. 8

i

Mtag...........

10

119

119,5

123,5

Nekarsulmcr..... .

. 8

Peters Union.......

. 8

119

118,75

Gedr. Roeder . ......

10

118

Botgt & haesfner.....

. 6

210

210

Südd. Zucker.......

. 8

149,5

150

149

*

Berlin. 29. Mat

Geld

Brief

Amerikanische 'Jioten.....

Belgische Noten. .......

Darmche Noten........

Englische Roten........

4,176

58,09

111,40

20,294

4,196

58,33

111,84

20,374

Berlin 29- Mai

Geld

Brief

französische Noten.....

16,35

iTTi

holländische Noten ......

168,11

168,79

Italienische Noten......

21,96

22.04

Norwegische Noten......

Deutsch-Oesterr.L 100 Kronen

111,43

111,87

58,70

58,94

Rumänische Noten......

2,53

2,55

Scknnedische Noten ......

111,73

112,17

Schweizer Noten.......

80,63

80,95

59,13

59,37

Tschechoslowakische Noten ..

12,42

12,48

Ungarische Noten.......

72,85

73,15

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.

TelegraphischeAuszahlung.

29- Mat

30. Mat

Amtliche!) Geld

Dotierung

Briet

Amtliche'. Geld

iotieruna Bries

Amft.» Ron.

168,43

168,77

168,40

168,74

Bucn.-Aires

1,756

1,760

1,757

1,761

Brfs-Antw.

58,195

58,315

58,20

58,32

Christiania -

111,61

111,83

111,65

111,87

Kopenhagen

111,61

111,83

111,64

111,86

Stockholm -

112,01

112,23

112,02

112.24

HelsingforS.

10,53

10,55

10.528

10,548

Italien. . .

21,93

21,97

21 .94

21,98

London. . .

20,316

20,356

20,322

20,362

Weutiorl . .

4,1890

4,1970

4,1895

4,1975

Paris. . .

Schwei, » .

16,37

16,41

16,38

16,42

80,63

80,79

80,64

80,80

Spanten .

59,08

59.20

59,13

59,25

Japmi . . .

1,863

1,867

1,863

1,867

tölo dr Ian

0,497

0,499

0,4975

0,4975

Wien in D- Oest- abgeft

58,83

58,95

58,85

59,97

Prag . . . .

12,411

12,431

12,413

12,433

Belgrad . .

7,365

7,379

7,360

7,374

Dudapeft. .

73,01

73,15

72,99

73,13

Bulgarien.

3,027

3,033

3,029

3,035

Lissabon . .

18,85

18,89

18,78

18,82

Danzig. . .

81,12

81,38

81,24

81,40

Konstantin.

2,024

2,028

2,025

2,029

Athen. .

5,445

5,455

5,435

5,445

Ccmada . .

4,156

4,164

4,158

4,166

Uruguay. .

4,066

4,074

4,066

9,074

Cairo . .

80,842

20,884

20,845

eo,Mi