Ausgabe 
30.1.1929
 
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Lage der Akademiker, den man auf dem Umtoeg über die Berufsberatung bekommt, ist entmuti» gend. Die einzige Fakultät, die nicht vor dem Studium warnt, ist die theologische, und zwar ohne älnterschied der Konfession. Den zu­künftigen katholischen, protestantischen und jüdi­schen Geistlichen wird das Studium Wohl stets ermöglicht, selbst wenn sie oder ihre Familie über kein Geld verfügen, und sie stehen auch nicht wie die anderen Akademiker unmittelbar nach der Beendigung ihrer Ausbildung vor ver­zweifelten Entschlüssen, um sich in den ersten kritischen Fahrendurchzuschlagen".

Oberhessen.

Landkreis Gießen.

X Wiefeck, 29. Fan. Die zweite Licht- bildmissions stunde dieses Winters brachte am Sonntag unserer Gemeinde in 66 guten Auf­nahmen ein sehr anschauliches Bild über ..Japan und das Christ entu m". Das Volksleben in Japan, die Schönheit dieses Landes, feine Reli­giosität und die Arbeit der Ostasienmission wurden gezeigt und die Bilder vom Ortsgeist­lichen erläutert.

Klein-Linden, 29. Jan. Das Pro­vinzialfest der Oberhessischen Po­saunen chöre wird in Verbindung mit dem 7 5. Jubiläum des hiesigen Posaunen­chors im Monat Juni in unserem Orte ab» gehalten. Der Posaunenchor Klein-Linden ist der älteste Kirchen-Bläserchor des Hessenlandes.

* Leihgestern, 29. Jan. Der Krieger- be r e inHafsia" veranstaltete am Samstag­abend im GasthausZum Löwen" fein alljähr­liches Wintervergnügen. Der Vorsitzende Jäger hielt die Ansprache. Er wies auf die Aufgaben der Kriegervereine hin, gedachte der Opfer des Weltkrieges und forderte, daß unser Volk einig, treu-deutsch und unserem Vaterland zu dienen jederzeit bereit sei. Fräulein Tilli Heh, das Töchterchen unseres Heimatdichters, sprach einen sehr schönen Prolog. Zwei Einakter wurden flott gespielt. Gemeinsame Lieder, lebende Bilder und Musikstücke, letztere angeführt von ehemaligen Militärmusilern, verschönten den Abend. Für die Jugend schloß sich Tanz an.

V Mainzlar, 29. 3an. Die Holzhauer­arbeiten in unserem Gemeindewald sind dieser Tage beendet worden. In zwei Rotten waren die Leute feit Anfang Dezember beschäftigt. Ge­schlagen wurden im ganzen über 700 Festmeter, darunter eine größere Menge Eichenstämme und Duchenscheitholz. Die Versteigerungen dürsten in der nächsten Zeit schon erfolgen.

f Treis a. d. L d a., 29. Jan. Dieser Tage hielt Pfarrer Waldeck (Darmstadt) einen Lichtbildervortrag über die Arbeit des El'sabethenstiftes zu Darmstadt. Zu Ehren- kirchenvor st ehern wurden vom Kirchen­vorstand die wegen hohen Alters von ihrem Amt zurückgetretenen Kirchenvorsteher Philipp Amend III. und Joh. Heinrich Wolf, unter äleberreichung einer künstlerisch ausgeführten Ehrenurkunde, ernannt. Ersterer gehörte 40, letz­terer 30 Jahre ununterbrochen dieser kirchlichen Körperschast an. Der Gesangverein .Liederkran z", unter Leitung von Konzert­meister Ricolai (Großen-Buftck) feierte am Sonntag mit Konzert und Theateraufführung in Wilks Saal seinen diesjährigen Familienabend, der in allen Teilen woh^gelurmen war.

-I- Grünberg, 29. Jan. Bei der gestern ab- gehaltenen zweiten großen Holzversteige- r u n g, bei der wieder ausschließlich Brennholz, meist Buchen, zum Ausgebot kam, wurden anfangs noch höhere Preise erzielt, als bei der acht Tage vorher stattgefundenen Versteigerung, wahrend gegen Ende der Versteigerung die Preise etwas heruntergingen, so daß der Unterschied zwischen Anfangs- und Endpreis mehrere Mark betrug. Buchenholz kosteten je zwei Raummeter Scheiter 27 bis 35 Mark, Knüppel 24 bis 30 Mark, Stöcke 18 bis 24 Mark, ein Raummeter Astreifer 1,30 bis 1,50 Mark. Versteigert wurden an Buchenholz 310 Raummeter Scheit, 225 Raummeter Knüppel, da­neben 421 Raummeter Reiser und 78 Raummeter Stöcke, daneben wurden noch geringe Mengen Fich­ten- und Kiefernbrennholz verkauft.

* Grünberg, 29. Jan. Dem Gesangverein S ä n g e r k r a n z" ©rünberg, der unter der Leitung des Ehormeisters Konrad Ricolai, Grohen-Buseck, steht, wurde der Auftrag zuteil, die Vorbereitungen zum Sängertag der R i c o l a i s ch e n Vereine für Anfang Wai zu treffen. Reben einem Massenchor, der von zirka 600 Sängern gesungen wird, singt jeder Verein zwei Chöre. Der Abend wird durch ein größeres Theaterstück und Tanz ausgefüllt. Fer­ner beschloß der Verein, im nächsten Jahr an­läßlich seines 20jährigen Bestehens ein größeres Fest in Form eines W e r t u n g s s i n g e n s

abzuhalten. Da der Verein sich öfters an Ge- fangswettstreiten beteiligt hat und weit über die Heimatgrenze bekannt ist, fo hofft man, daß es ein Fest von großer Bedeutung wird.

Kreis Büdingen.

I ßifober g, 29. Jan. 3m Saale der Wirt- fchast Ries hielt der hiesige Raisseisen-, Spar- und D a r l e h e n s k a s s e n v e r e i n seine diesjährige Generalversammlung, verbunden mit einem Familienabend, ab. Die vom Derbandrevisor Klein aus Frankfurt vor- getragene Bilanz für das abgelaufene Geschäfts­jahr 1928 spiegelte die sehr günstige Entwicklung wider, die der Verein dank feiner umsichtigen und rührigen Verwaltung genommen hat. Der Gesamtumsatz betrug über 300 000 Mark, der Reingewinn mehr als 1400 Mark, die Gesamt- Höhe der Spareinlagen fast 45 000 Mark. Der gesamte Reingewinn wurde der Reserve ^zuge° führt. Rach Erledigung des geschäftlichen Teiles hielt Lehrer Sauer, Ober-Lais, einen mit leb­haftem Interesse aufgenommenen Vortrag über die Geschichte Litzbergs und feiner Be­wohner in vergangenen Jahrhunderten. Wäh­rend des gemütlichen Teiles gab es vom Verein gestifteten Kafsee, Kuchen und Brötchen. Auch Geschenkdüten konnten den Mitgliedern noch aus- gehändigt werden.

I Ober-Lais, 29. Jan. Der hiesige Sportverein veranstaltete am Sonntag im Saale des Gastwirts Werner einen Theater­abend. Zur Ausführung gelangten drei Ein­akter, die flott gespielt wurden und reichen Bei­fall fanden. Ball schloß sich an, bei dem die hiesige Musikkapelle aufspielte.

Kreis Schotten.

7 G e ö e r n, 28. Jan. Es schweben hier zur Zeit Verhandlungen über den Qleubau eines Postamtes. Die seitherigen Amtsräume im Hause des Zahnarztes Mehring genügen nicht mehr dem gesteigerten Verkehr, wie auch das Fehlen geeigneter Schuppen und ilnterftellräume als Mißstand empfunden wird. Das neue Post- gebäude soll auf demBrühl" erbaut werden und möglichst bis zum Herbst vollendet sein.

ld. E i ch e l s a ch s e n, 28. Januar. Die erste Holzversteigerung dieses Jahres hatte nicht den starken Steigererzustrom früherer 3ahre zu verzeichnen. Tie erzielten Preise standen daher den vorjährigen etwas nach. Trotzdem sind diese für unsere waldreiche Gegend noch reichlich hoch und nur infolge geringer Holz­fällung in den überhauenen Wäldern zu erklären. Es toueten je Raummeter: Buchenscheiter 13 bis 16 Mk., Buchenknüppel 913 Mk Buchenast- reifig 11,50 Mk., Buchenstöcke 12 Mk., Eichen­knüppel 67 Mk.

Kreis Alsfeld.

6-* Alsfeld. 28. Jan. Der hiesige Orts- gewerbeverein hielt dieser Tage unter dem Vor­sitz des Glasermeisters Ernst L e n t h im Gasthpus zumMainzer Hof" eine Versammlung ab, die sich hauptsächlich mit der Schaffung einer Al­ters- und Rentenversi ch'e rung für das selbständige Han'w:rk und die Ait^rsur terstü zung für über 65 Jahre alte Handwerksmeister be­faßte. Bei dieser für den Handwerkerstand sehr wichtigen Frage handelt es sich darum, ob dieser Zweck auf dem Wege einer freiwilligen Ver­sicherung oder auf dem Wege einer Zwang ^Ver­sicherung erreicht werden soll. Hierzu liegen be­reits eine Reihe von Vorschlägen aus verschie­denen Handwerkskammerbezirken vor, auf Schaf­fung einer besonderen Reich izwangsver icherung für das Handwerk. Rach eingehender Aussprache lehnte die Versammlung einstimmig jede zwang 3- mäßige Versicherung ab, da sich eine solche Ver­sicherung nicht mit dem Charakter des Hand­werkers als selbst"nd'g r Antern h . ee verträgt. Der weitere Plan, daß alle über 65 Jahre alten Handwerk meister, die durch die Inflation in Rot geraten sind, durch einen von der Hand­werkskammer angefammelten Fonds unterstützt werden sollen, fand al'gemeine Zustimmung. Der Ankauf eines Grundstückes, welches an das Besitz­tum des Ortsgewerbevereins angren t. zum Zweck einer späteren Crw:iterungsrn"gttchkttt der Ge­werbeschule, wurde sodann befürwortet und eine Kommis ion mit Führung der Kaufverhandlungen beauftragt. Für die Monate Februar und März sind Don" feiten des Vereins zwei Vorträge vor- gefehen, und zwar überReue Wege der Pro- duktionssörderung" und über"Die Grundlagen der modernen Berufsberatung". Die Vorträge werden mit Lichtbildern auSgeftattet fein. Der Vorsitzende schloß die anregend verlaufene Ver­sammlung mit der Aufforderung, den Gewerbe­verein immer mehr zu unterstützen, da der Hand­werkerstand einsehen müsse, daß ohne Zusammen­schluß auf wirtschaftlichem Gebiete nichts zu er­reichen sei.

Wirtschaft.

Oie Arbeitslosigkeit nimmt weiter zu.

Auch in der ersten Hälfte des Januar ist die Zahl der unter ft ügien Arbeitslosen nicht unerheblich gestiegen. Die besonders große Zunahme der männlichen Unterstützten läßt daraus schließen, daß ein wesentlicher Teil der Steigerung auf das Darniederliegen der Außenbetufe zu- rückzuführen ist. Daneben machen sich aber die Wir­kungen der abgleitendcn Konjunktur be­merkbar. Die Zahl der Unterstützten in der Arbeits­losenversicherung belief sich am 15. Januar auf 2 029 000 gegenüber 1 702 000 am 31. Dezember 1928. Die Steigerung in diesen 14 Tagen umfaßt rund 327 000 Personen (19 Prozent).

*

* Aus der K u n st s e i d e i n d u st r i e. Zu Meldungen über eine Verständigung mit der aus­ländischen Kunstseidenindustrie, insbesondere mit der Soie de Chatillon, erfährt WTB.-Handelsdienst von maßgebender Seite, daß gegenwärtig überhaupt keine Einigungsvcrhandlungen stattsinden. Die deutsche Kunstseldenindustrie verharrt nach wie vor in ihrer Abwehrstellung gegenüber der ausländi­schen Konkurrenz, und wartet den Erfolg ihrer Preismaßnahmcn, die bekanntlich zur Aufgabe einer festen Preisstellung seitens der deutschen Kunstseidenkonvention geführt haben, vorerst ab. Sie hat daher, zumal auf dem Jnlandmarkt eine erfreuliche Belebung des Absatzes eingetreten ist, und die Preise sich gegenwärtig nach Angebot und Nachfrage auf einer gewissen festen Linie bewegen, zur Zeit keine besondere Veranlassung zu Verstän- digungsverhandlungen.

* Konzentration in der Waggon- Industrie. Die Waggonfabrik Gebrüder Gastell G. m. b. H., Mainz-Mombach wird sich mit der Vereinigte Westdeutsche Waggonfabriken A.-G. in Köln fusionieren. Zu diesem Zweck wird die letztere ihr Aktienkapital von 11 auf 12,65 Mill. Mark erhöhen und den Inhabern der G.m.b.H.- Anteile von Gebr. Gastell die neuen 1,65 Mill. Mark Aktien als Teil des Gegenwertes für die G. m. b. H., deren Anteilskapital 2,10 Mill. Mark ist, auLhändigen. Der Rest des Kaufpreises wird anderweitig vergütet. Der Mainzer Betrieb bleibt in rationellerer Form aufrechterha t.n, während die Ver. Westdeutsche Waggonfabriken in Köln in Kürze die angeschlossene Firma Killing in Hagen i.W. stillegen werden.

* Verlängerung des Braunkohle n- syndikats. In der gestrigen Gefellschafter- vcrfammlung des Rheinischen Braunkohlensyn­dikats wurde beschlossen, das Syndikat auf der bisherigen Vertragsgrundlage bis 31. März 1945 zu verlängern.

* Opel-GeneralMotors. Zu der Mel­dung derD. AL.", wonach Verhandlungen zwi­schen der Adam Opel A.-G. und General Motors weit fortgeschritten seien, die Amerikaner 120 Mil­lionen Mark für das gesamte Opel-Objekt geboten hätten und die endgültige Entscheidung unmittelbar bevorstehe, erklärt Geheimrat v. Opel dem WTB- Handelsdienst auf das entschiedenste, daß die Situa­tion immer noch gemäß seinen uns früher gegebe­nen Erklärungen und die Zeitungsnachricht voll­kommen unzutreffend fei.

* Zum Lohnkonflikt in der Basalt- i n d u ft r i e. Zu der vom Arbeitgeberverband der westdeutschen Basaltindustrie zum 1. Februar aus­gesprochenen Kündigung des Lohnabkommens hört WTB.-Handelsdienst, daß im Falle eines Lohnkon­fliktes etwa 1215 000 Arbeiter von dieser Maß­nahme betroffen werden. Der Ste'inarbeiterverband als zuständige Berufsvertretung der Basaltarbeiter hat Lohnerhöhungen angemeldet, denen jedoch der Arbeitgeberverband mit Rücksicht auf die gespannte Preislage der Basalterzeugnisse und deren schwie­rige Absatzverhältnisse nicht zuzustimmen vermag.

* Voraussichtlich keine Dividende bei der Harpener Bergbau QI-®. Wie WTB.-Handefsdienst aus Derwaltungskreisen er­fährt, ist für das am 31. Dezember 1928 flögen taufene Geschäftsjahr mit einer Dividende Wohl kaum noch zu rechnen. Das schlechte Jahres­ergebnis wird auf die allgemeine Depression am Kohlenmarkt zurückgeführt, die ein ren­tables Arbeiten nicht zugelassen habe. Allerdings laße sich zur Zeit ein endgültiges Urteil noch nicht abgeben, da die entscheidende Bilanzsitzung erst Mitte März stattfinden wird. Im Vorjahr gelangten 6 Prozent Dividende zur Verteilung, was gegenüber dem Geschäftsjahr 1926 schon eine Reduzierung um 2 Prozent bedeutete.

Stillegung in der Concordia- Hütte in Bendorf - Mül Hosen. Die Concordia-Hütte in Bendors-Mülho'en hat ihrer gesamten Belegschaft, mit Ausnahme der im Stahlwerk und in der Kokerei Beschäftigten, ge­kündigt. Alle anderen Betriebe unter Einschluß

der Ofensetzerei werden stillgelegt. Boa deÄ Stillegung werden etwa 400 Arbeiter betroffen.] *Hamburg-SüdamerikanischeDampf-' schiffahrts - Gesellschaft. Die Gesellschaft- schlägt wieder 8 v. H. Dividende vor.

Svan. Hrtcv töimc

Frankfurt a. M., 30. Jan. Tendenz: etwas erholt. Da von den tragischen Vorfällen bei der Berliner Bankfirma Katz & Wohlauer keine Schwie­rigkeiten erwartet werden, die einen Nachteil auf die Börse ausüben könnten, machte sich eine allge­meine Beruhigung bemerkbar. Das Ge­schäft blieb jedo y immer noch sehr klein, doch konnten sich gegenüber der gestrigen Abendbörse Kurserho­lungen bis zu 3 v. H. durchsetzen. Die Spekulation verharrte weiter in ihrer Reserviertheit, doch ver­ursachten Jnterventionskäufe von Bantseite auch hier einige Deckungen. Eine gewisse Zurückhaltung und Vorsicht war im Grundton der Börse nicht zu verkennen, da der unregelmäßige.Verlauf der gestrigen Neuyorter Börse trotz des dortigen ver­hältnismäßig flüssigen Geldmarktes sowie der unver­änderte Stand der deutsch-polnischen Handelsver­tragsverhandlungen verstimmten. Etwas stärker ge­fragt waren am Elektromarkt Bergmann mit plus 5 v. H. und Schuckert mit plus 3,75 o. H., ferner Siemens mit plus 3,5 v. H. Auch I. G.-Farbcn konn­ten bei etwas lebhafterem Geschäft 2 v. H. gewinnen. Am Montanmarkt waren die Kursbesserungen ge­ringer. Rheinische Braunkohlen lagen 2,5 v. H. und Harpener 1,5 v. H. erholt. Autowerte behauptet. Von Bankwerten waren Deutsche Bank vernachlässigt, Reichsbank dagegen 2,5 v. H. erholt. Schiffahrtswerte bis 2 v. H. erhöht. Wayß & Freytag etwas schwächer. Renten still. Deutsche Anleihen etwas schwächer. Im Verlaufe nahm die Unsicherheit etwas zu, und die Kursgestaltung unterlag Schwankungen, doch gingen die Verluste selten über 1 v. H. hinaus. Das Geschäft beschränkte sia- auf ein Minimum. Schuckert waren auf Abgaben 1,5 o. H. niedriger. Am Geldmarkt war Tagesgeld zu 4 v. H. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,210750, gegen Bfnnd 20,414, London gegen Kabel 4,8493, gegen Paris 124,06, gegen Madrid 29,76, gegen Mailand 92,60, gegen Holland 12,0960.

Bc.ncr Börse.

Berlin, 30. Jan. Natürlich zittern die gestri­gen Vorgänge an der heutigen Börse noch nach. Dennoch war die Stimmung zu Beginn des offt- ] ziellen Verkehrs entgezen den Erwartungen des , Vormittagsverlchrs etwas beruhigter, da »er-1 lautete, daß heute vormittag bei den Danken eins Besprechung staktgefunüen habe, die sich mit Jnterventionssragen beschäftig.e und bie zum Ausdruck gebracht habe, daß man gewillt | sei, wenn notwendig, zu intervenieren. Hierauf 1 wurde von der Spekulation gedeckt, zumal die I befürchteten größeren Verkaufsausträge aus der Provinz ausgeblieben waren. Der Ordersein.'ang bei den Darrten war minimal, das Geschäft dar­aufhin in den meisten Papieoeir sehr klein, nur Montanwerke hatten etwas lebhafteres Geschäft aufzuweisen. 3m allgemeinen nicht einheitlich, konnten sich bei Spezialwerten Kurs­besserungen bis zu 5 Prozent durchsetzen. Durch schwache Haltung fielen auf die gestern bereits gemeldete unveränderte Dividende von 5 Prozent Ooerbedars auf und lagen 3,5 Prozent niedriger. 3n Köln-Reuesfen, in denen man noch Exekutionen für die Firma Katz & Wohlauer beobachten konnte, wurde die Ware Verhältnis-' mäßig gut ausgenommen. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer geschästslvs. Pfandbriefmarkt ruhig, eher zur Schwäche neigend. Geldmarkt weiter anziehend. Tagesgeld 5 bis 7 Prozent, Monats­geld 6,5 bis 8.25 Prozent, Geld über Ultimo 6,75, bis 8 Prozent, Warenwechsel etwa 6,5 Prozent.' Der Verlauf wurde wieder recht uneinheitlich. Tie Kurse zeigten keine einheitliche Entwickelung. Während Reichsbank, B. M. W., Schuckert & Sal- ( zer. Dessauer Gas, und Transradio weitere 1 bis, 2 Prozent gewinnen konnten, verloren die an­fänglich stärker gesuchten Werte, wie Siemens,. Bergmann, Schuckert, R. W. E., Bemberg und J.-G.-Farben im felben Ausmaße.

Frankfurter Gerrcidcbörie.

Frankfurt a. M., 30. 3an. Am heutigen! Produktenmarkt war die Haltung ruhig. J2Ü>* I schlösse kamen nur wenig zustande. Die schwäche-! ren Auslandnotterungen drückten auf die Stim­mung. Das Angebot von Auslandware war sehr, gering, da die schlechten Verschickungsverhältnisse! hier ausschlaggebend sind. Mehl war stärker an­geboten und bis etwa 0,25 Mark niedriger. Die übrigen Rotterungen wurden von der allgemern schlechteren Verfassung nicht berührt. Es wurden! notiert: Weizen 23,75; Roggen 23,75 bis 23,50; Sommergerste für Brauzwecke 24,50 bis 24,75; ausländischer Hafer 23.75 bis 24; Mais (gelb) 22,50; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 33.25 bis 34; Roggenmehl 31 bis 31,50; Weizenkleie 14,25; Roggenkleie 15 Mark. Tendenz: ruhig.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse

Berlin

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