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195 11516 7649

730

785

95

Offenbach (Land) 408

Bensheim (Kreis) 270

Heppenheim (Kreis) 38

Dieburg (Kreis) 32

Sonstige Hess. Kassen 4

Im Jahre 1928 waren im Erholungsheim unter- gebracht von den Allgemeinen Ortskrankenkassen Gießen (Stadt) 232 Mitglieder mit 6413 Tagen

Gießen (Land) 8

Das Krankenkassen - Erholungsheim der Allg. Ortskrankenkasse Gießen (Stadt).

Zum Zwecke der Krankheitsverhütung hat eine große Anzahl von Krankenkassen im Deutschen Reich für ihre Mitglieder als vorbeugende Maßnahme die Gewährung von Erholungskuren eingeführt. In Hessen beschritt die Allgemeine Ortskrankenkasse Mainz als erste dielen neuen Weg durch den Er­werb eines eigenen Erholungsheims bei Zell (Oden­wald) bereits in den 1890er Jahren. Diesem Beispiel lind im Laufe der Jahre, namentlich in der Nach­kriegszeit, auch andere hessische Krankenkassen ge­folgt. Die Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen (Stadt) überweist seit dem Jahre 1925 ihre erholungsbedürftigen Mitglieder dem jetzigen ErholungsheimZum Adler" in Wald-Katzen- bad) (Odenwald). DerAdler" war ursprünglich eine kleine Gastwirtschaft, die aber in den Jahren 1922, 1923/24 und 1928 zu einem großen, stattlichen Erholungsheim ausgebaut wurde.

Die Allgemeinen Ortskrankenkassen Gießen (Stadt), für Offenbach (Land) und für den Kreis Bensheim haben sich zur besseren Durchführung geeigneter Maßnahmen zur Erreichung ihres Zieles zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, die am 1. Januar 1928 in Kraft trat. Mit dem Besitzer des GasthausesZum Adler" in Wald-Katzenbach wurde ein entsprechender Vertrag abgeschlossen. Für die Verwaltung des Erholungsheims ist eine drei­gliedrige Kommission bestellt, die sich zur Zeit aus den Geschäftsführern der drei beteiligten Kassen zu- sammensetzt. Die Rechnungsführung für die Arbeits­gemeinschaft erfolgt abwechselnd von einer der drei Kassen.

Das Heim enthält u. a. einen großen, hellen Speisesaal, ein Unterhaltungszimmer, Rauch- und Lesezimmer mit einer Bibliothek von mehreren hun­dert Bänden, weiter liegt eine ganze Anzahl von Tageszeitungen zur Lektüre aus. Ferner gibt es Unterhaltungsspiele, Liederbücher und Texte für kleinere Theaterstücke. Den drei genannten Kassen stehen für ihre Mitglieder im Heim 84 Betten zur Verfügung, durch Belegen geeigneter Zimmer in Privathäusern können bis zu 120 Erholungsbedürf- tige untergebracht werden. Das ganze Heim hat Warmwasserheizung, ein Teil der Zimmer fließen- des kaltes und warmes Wasser. Die Möbel in den Zimmern sind arößtenteils neu. Auch sind mehrere Baöezimer vorhanden. Wenige Schritte hinter dem Heim befindet sich das Luft- und Sonnenbad mit Dusche und Planschbecken. Die Liegehalle mit 50 gepolsterten und mit Schutzdecke versehenen Liege­stühlen wird vom Morgen bis zum Abend von der Sonne beschienen. Bei kühler Witterung werden Wolldecken ausgegeben. Die Verpflegung ist gut und reichlich, und die weitaus größte Zayl der Kur- Pfleglinge weist ganz ansehnliche Gewichtszu­nahme auf.

Zur Beaufsichtigung der Kurpfleglinge find jetzt zwei Schwestern angestellt worden; zu ihren Ob- liegenheiten gehören u. a. auch gemeinsame Spazier- gänge mit ihren Pflegebefohlenen.

Zusammen 986 Mitglieder mit 27383 Tagen Die Dauer der Kurzeit beträgt durchschnittlich vier Wochen. In den Jahren seit 1925 sind von der All­gemeinen Ortskrankenkasse Gießen hier viele hundert Mitglieder zur Erholung untergebracht worden. Der Erfolg war in der überwiegenden Mehrzahl recht gut.

*

Wald-Katzenbach, ein Ort von mehreren hundert Einwohnern, liegt etwa 500 Meter über dem Meeres­spiegel am Fuße des höchsten Berges im badischen Odenwald, dem Katzenbuckel (mit Aussichtsturm rund 647 Meter hoch). Die nächsten Bahnstationen sind Gaimühle (eine Stunde entfernt) und das Städtchen Eberbach am Neckar (etwa VA Stunden entfernt, Postauto bis Ober-Dielbach oder Strümpfelbrunn). Trotz seiner bedeutenden Höhenlage liegt der Ort sehr geschützt, weshalb auch noch andere Kranken- kassen dort ihre Erholungsheime errichtet haben. Die Gegend ist sehr bergig und äußerst waldreich. Schöne Waldwege loden zu Spaziergängen nach Aussichts­punkten mit wundervollen Fernblicken auf den Oden- wald und in stille Täler ein. In etwa VA Stunden gelangt man zu den schönsten Punkten des herrlichen unteren Neckartals (Zwingenberg mit der Wolfs- schlucht, letztere wild-romantisch; Lindach, Eberbach und dann talwärts nach Heidelberg).

Neue Mieifestsehung für Offenbach.

WSR. Darmstadt, 28. Juli. Das Hessische Gesamtministerium hat durch Verordnung soeben bestimmt, daß die g e s e tz l i ch e Mi e t e i n der Stad t Offenbach auf 122 v. H. der Frie­densmiete festgesetzt wird. Die Verordnung tritt rückwirkend ab 1. April 1929 in Kraft.

Personendampfer auf dem Rhein gesunken.

WSV. Bingen, 28. Juli. Gestern abend gegen 11 ilfjr traf der Köln-Düsseldorfer Damp­ferMnöine in sinkendem Zustand auf der Dinger Beede ein. Der Dampfer war in der Bähe von Trechtingshausen auf der Berg­fahrt auf Grund geraten unfr hatte im Maschinenraum ein Leck erhalten. Trotz eifriger Bemühungen gelang es nicht, den Dampfer zu halten. Heute in den frühen Morgenstunden ist er gesunken und in der Mitte durchgebrochen.

Turnen, Sport und Spiel.

IlMelrhein - Kreismeisterschafien der D. T.

Bier neue D -T.-Höchstleistungen am I.Tag.

Der Kreis 9 (Mittelrhein) der Deut- schen Turnerschaft hielt am Samstag und' Sonntag im Frankfurter Stadion seine Meister­schaften im volkstümlichen Turnen und Schwimmen ab. Im Schwimmen gab es bereits eine Reihe von Entscheidungen mit zum Teil recht guten Er­gebnissen. So wurden nicht weniger als vier neue DT. - Höch st lei ft ungen aufgeftellt. Beim volkstümlichen Turnen gab es nur drei Entscheidungen.

Oie Ergebnisse des ersten Tages:

Leichtathletik.

Sechskampf der Turner: 1. Reisinger, Tv. Niederingelheim, 523 P.; 2. Günfter, Vorwärts Bockenheim, 491 P.; 3. Bender, St. Johanner Tur­nerschaft, Saarbrücken, 427 P.; 4. Duhme, Tv. Rö­delheim, 424 P.

Vierkampf der Turnerinnen: 1. Alt- Haus, Mtv. Gießen,' 309 P.; 2. L. Schäfer, Tg. Sachsenhausen, 308 P.; 3. E. Leitermann-Jahn, Grün-weiß, Frankfurt a. M., 301 P.

10 000-Meter: 1. Reuter, Tg. Sachsen­hausen, 34,51 Min.; 2. Sack, Tv. 1817 Mainz, 36,02 Min.; 3. Christ, Tg. Sachsenhausen, 36:50,6 Min.

Schwimmen.

Turnerinnen: 10 0 Meter, Rücken: 1. Backof, To. Offenbach 1,37 Min. (neue DT.- Höchstleistung); 2. Münnig, Tv. 1846 Gie­ße n, 1:40,8 Min.

40-Meter-Tauchen: 1. G. Hauck, Tv. 1-8 46 Gießen, 39,3 Sek. (neue Höchstleistung).

4X50 Meter - F r e i st i l st a f f e l: 1. Tv. Offenbach 2:49,2 Min. (neue DT.-Höchstleistung); 2. Tg. Darmstadt 3:03,6 Min.

Mehrkampf für Turnerinnen: 1. A. Kapp, Frankfurter Tv. 1860, 119,70 P.; 2. Wagner, Tv. Bad-Nauheirn 82,70 Punkte;

10 0-Meter-Seiteschwimmen: 1. An- gersbach, To. Offenbach, 1,47 Min.

Hauptspringen: 1. Verheul, Tg. Eintracht, Frankfurt, 82,90 P.; 2. Kapp, Tv. 1860 Frankfurt, 80,70 P.

Turner: 100-Meter, Seite: 1. Rausch, To. Offenbach, 1:18,4 Min.; 2. Kunz, Tg. Darm­stadt, 1:19,3 Min.

100-Bieter, Freistil: 1. Witthauer, Tv. 3fenbur^, 1:11,8 Min.; 2. Ihrig, Tg. Darmstadt,

1000-Meter, Frei st il: Lautz, Bad Hom­burg, 16,56 Min. (neue DT.-Höchstleistung); 2. Weiß, Tg. Darmstadt, 17:06 Min.

4X100 - Meter - B r u st st a f f e l: 1. Tg. Darmstadt-Bessungen, 6:04,2 Min.; 2. St. Johanner Turnerschaft Saarbrücken 6,21 Min.

keltere Turner: Springen: 1. Pommer, Tv. Aschaffenburg, 79,65 P.; 2. Schlampp, Tv. Kreuznach, 72,30 P.

40 - Meter - Tauchen: 1. Sauer, To. 1846 Gießen, 33,7 Sek.; 2. Scheffler, Saar- brücken, 48:34,3 Sek.

Mehrkampf: 1. Scheffler, Saarbrücken 1848, 113,95 P.; 2. Teichmann, Tv. Saarburg, 103,8 P.

Die Schwimmer am 2. Tag.

Die Leistungen der Turner-Schwimmerinnen und Schwimmer bewegten sich auch am zweiten Tag auf beachtlicher Höhe. Zwei neue Höchst- 1 e i ft ungen der D T. wurden ausgestellt. Die beste Leistung ist die Zeit von 1:21,2 Min. für die 100-Meter-Freistil der Damen anzusprechen, die Fräulein Weinig, Tv. Frankfurt a. M., aufstellte, eine Zeit, die auch im DSV. als gut zu bezeichnen wäre. Hervorragend waren die Leistungen der Springer, die den süddeutschen Springern aus dem anderen Lager durchaus ebenbürtig sind. Nach­stehend die Ergebnisse:

100-Meter-Brustschwimmen für Turner: 1. Hein­rich Luley, Tv. Saarbrücken, 1:28,8; 2. Willi Hagedorn, Tg. Offenbach a. M., 1:29,4; 3. Karl Schäfer, Tg. Bessungen, 1:29,5 Min.

100-Meter, Hand-über-Hand-Schwimmen für Tur­nerinnen: 1. Annemarie Weinig, To. Frankfurt 1860, 1:21,2 (neue DT.-Bestleistung); 2. Gustel, Breitung, To. Offenbach a. M., 1:30,7 Min.

100-Meter-Brustschwimmen für Turnerinnen: 1. Erna ® ad off, To. Offenbach, 1:36,6; 2. Emmi Münnig, To. 1 8 4 6 Gießen, 1:41,6; 3. Steffi Riedner, Tg. Offenbach, 1:41,6.

100-Meter-Rückenschwimmen für Turner: 1. Ja­kob Lohrer, Tg. Darmstadt, 1:23,4; 2. Walter Iunolv, Tv. 1848 Saarbrücken, 1:23,5.

Turmspringen: 1. Hermann Stork, Tv. 1860 Frankfurt, 100,35 P.; 2. Heinrich Schmidt, Tg. Offenbach, 95,95 P.; 3. Walter Junold, Tv. Saarbrücken, 83,20 P.

4X50-Meter-Lagenstaffel für Turnerinnnen: 1. Turnverein Offenbach 3:03,6 (neue DT.-Höchst- leistung); 2. Tg. 1846 Darmstadt 3:06,4; 3. To. 1846 Gießen 3:18,1.

Mittelrhein-Staffel für Turner (Wanderpreis): 1. Tv. Frankfurt 1860 3,57; 2. Tg. Darmstadt 4,01.

Mittelrhein-Staffel für Turnerinnen (Wander­preis): 1. Tv. Offenbach 3:57,8.

4X100-Meter-Lagenstaffel für Turner: 1. Tg. Darmstadt 5:43,1.

4X50-Meter-Bruststaffel für Turnerinnen: 1. Tv. Offenbach 3:14,5; 2. Tg. Darmstadt 1846 3:19,1.

Hauptspringen für Turner: 1. Hermann Stork, Tv. 1860 Frankfurt, 126,40 P.; 2. Kurt Bern - hold, To. 1860 Frankfurt, 109,20 P.; 3. Willi Rosin, Tg. Offenbach, 107,75 P.

400-Meter, beliebig für Turner: 1. Ernst Witthauer, Tv. Neu-Isenburg, 6:00,9; 2. Karl Ihrig, Tg. Darmstadt, 6:28,4.

100-Meter, beliebig für ältere Turner: 1. Ludwig Pen k, Tg. Darmstadt, 1,33.

4X50-Meter-Lagenschwimmen für Turner: 1. Leo Nüttner, Tg. Offenbach, 3,18; 2. Gustav Lautz, S.C. Bad Homburg, 3:24,5; 3. Heinrich Habicht, Tg. 1846 Darmstadt, 3:24,9.

4X50-Meter-Lagenschwimmen für Turnerinnen: 1. Minna Angersbach, To. Offenbach, 3:46,9; 2. Irmgard Franke, S. C. Bad Homburg, 4:17,5; 3. Elisabeth Bitte!, S. C. Bad Homburg, 4:18.

50-Meter-Streckentauchen für Turner: 1. Wilh. Schäfer, Tv. 1845 Friedberg, 39,2 Sek.; 2. Hans Geismar, Tv. 1846 Gießen, 39,9; 3. Fritz Sprung, Tv. Vorwärts Frankfurt, 44 Sek.

100-Meter-Brustschwimmen für Altersturner:

1. Konrad Teichmann, Tv. Saarburg, 1:38,8;

2. Herm. Craemer, Tv. 1869 Kreuznach, 1:42,3.

Mehrkampf für Turner: 1. Walter Junold, Tv. 1848 Saarbrücken; 2. Hans Geismar, Tv. 18 4 6 Gießen; 3. Willi Rosin, Tg. Offenbach.

4 X 100 - Meter - Hand - über - Hand - Staffel für Turner: 1. Frankfurter To. 1860 5:18,5 Min.; 2. Turngesellschaft Darmstadt 5:18,6 Min. Wettbewerbe der Turner und Turnerinnen.

Der zweite Tag brachte in den Wettbewerben der Turner und Turnerinnen nicht weniger als neun Bestleistungen, von denen allein sieben von den Turnern erzielt werden konnten. Das ebenfalls am Sonntag zum Austrag ge­kommene Handballwettspiel der Städtemannschaf­ten von Frankfurt und Heidelberg der D. T. en­dete mit dem überaus hohen Siege von 9:1 der Frankfurter. Die einzelnen Ergebnisse sind:

Turner.

800-Meter-Lauf: 1. Schönewald (Tg. Ko­blenz) 2:00,9; 2. Klinker (P. Sp.D. Frank­furt) 2:04,4; 3. Marquard (Tv. Wetzlar) 2:05,4. Kugelschocken: 1. Wen geroth (Tv. 1860 Frankfurt) 21,18 Meter; 2. Höflich (Tv. Kostheim) 20,65 Meter; 3. Groh (Tv. Bechtheim) 19,20 Meter. Diskus beidarmig: 1. Pfeffer (Tv. Aiedereschbach) 65,55 Meter; 2. Reuther (Tv. Meerholz) 61,84; 3. Engel (v. Meerholz) 60,15 Meter. Kugelstoßen, beidarmig: 1. Wege­rot h (Tv. 60 Frankfurt) 24,37 Meter (Kreis- Höchstleistung); 2. Dresch (Schlagballv. Saar­brücken) 21,36 Meter; 3. Lampert (Tv. Sachsenhausen) 21,33 Meter. Speerwurf beid- arm.: 1. Topp (Tv. Vorwärts Bockenheim) 77,48 Meter (Kreishöchstleistung); 2. Wiener (Tv. Rauheim) 74,82; 3. Schmidt (Tv. Schwan- Heim- 72,16 Meter. Steinstohen bestarm.: 1. Dihel (Tv. 60 Frankfurt) 8,70 Meter; 2. Weh land (Tbd. Wiesbaden) 8,57 Meter; 3. Groh (Tv. Bechtheim) 8,52 Meter. 100-Meter- Lauf: 1. Feistel (Eintracht Wiesbaden) 10,8 Sek.; Märlein (Tv. Mainz 1817) 10,9; 3. Rehn (St. Johanner Turnerschaft) 11,00. 200- Meter-Lauf: 1. Märlein (Tv. Mainz 1817) 21,6 Sek. (Kreisbeskleistung); 2. Feistel (Ein­tracht Wiesbaden) 21,7 Sek. 400-Meter-Lauf: 1. Helbig (Tv. Mainz 1817) 51,8; 2. Weber (Pol. Spv. Frankfurt) 52,1; 3. Kreuz (Tg. Koblenz) 53,0 Sek. 1500-Meter-Lauf: 1. Rit­te! (Tg. Koblenz) 4:19,7; 2. Braubach Tg. Koblenz) 4:22,0; 3. etter (Tv. Mainz 1817) 4:22 (Handbr.). Dierrnal-100-Meter-Stasfel 1. St. Johanner Turnerschaft 43,7 Sek. (Kreisbest­leistung); 2. Tv. 1848 Saarbrücken 44,3; 3. Pol. Spv. Frankfurt 44,8 Sek. Viermal-400-Meter° Staffel: 1. Tv. 1848 Saarbrücken 3:32,3; 2. Pol. Spv. Frankfurt 3:32,5; 3. Tg. Koblenz 3:32,7 Minuten. Kugelstoßen bestarm.: 1. Daß (Pol. Spv. Frankfurt) 13,44 Meter; 2. Wengeroth (Tv. 1860 Frankfurt) 12,69; 3. Dillges (Tv. 4 6 Gießen) 12,69 (durch Stechen entschieden). Speerwurf bestarm.: 1. Kern (T.- u. Spv. Mainz) 55,40 (Kreisbestleistung). 2. Frießner (Tg. Koblenz) 47,51; 3. Topp (Tv. Vorwärts Bockenheim) 47,06 Meter. Steinstoh beidarm.: 1. Dihel (Tv. 60 Frankfurt) 16,15; 2. Groh (Tv. Bechtheim) 15,94; 3. Weyland (Tbd. Wiesbaden) 15,06 Meter. Diskus bestarm.: 1. Baß (Pol. Spv. Frankfurt) 37,12; 2. Pfeffer (Tv. Riedereschbach) 35,66; 3. Reuther (Tv. Meerholz) 34,83 Meter. Dreimal-1000-Meter- Staffel: 1. Tg. Koblenz 8:19,1; 2. Tg. Eintracht Frankfurt 8:28,4; 3. Tg. Sachsenhausen 8:50,1. Gau-Staffel: 1. Turnerschaft Frankfurt 5:07,1; 2. Main-Offenbach-Hanau 5:10,0; 3. Turner­schaft Frankfurt B 5:13,1. Hochsprung: 1. Schnell (Tv. Selzen) 1,75 Meter: 2. Stip (Mcnnz-Mombach) 1,73; Hauser (Tv. Hausen) 1,73 (berührt). Stabhochsprung: 1. Kern (T.- u. Spv. Mainz) 3,40; 2. Dechthold (Tv. Bir­kenau) 3,20; 3. Steines (Mtv. Gießen) 3,13. Weitsprung: 1. Schank (Tv. Tiefenstein) 6,79; 2. Prieß (Tv. Kreuznach) 6,66; 3. L e i ch u m (Tv. Reu-Isenburg) 6,49 Meter. Schleuderball: 1. Wengeroth (Tv. 60 Frank­furt) 60,55; 2. Heß (T.- u. F.-Kl. Frankfurt) 57,52; 3. Daß (Pol. Spv. Frankfurt) 55,89 Meter. 110-Meter-Hürden: 1. Prieß (Tv. Kreuznach) 16,1 (Kreisbestleistung); 2. Duhme (Tg. Rödelheim) 17,0; 3. Reisinger (Tg. Rieder-Ingelheim 17,06 Sek. 5000-Meter-Lauf: 1. Fornosf (Tg. Darmstadt) 16:04,3; 2. Schaaf (Tv. Dernsfeld) 16:35,2; 3. Schnei­der (Tv. Mainz) 16:55. - Olympische Staffel: 1. Tg. Koblenz ^-Mannschaft 3:51; 2. Tg. Ko­blenz B-Mannschaft 3:52; 3. Tg. Eintracht Frank­furt 3:52,2.

Turnerinnen.

4X100°Meter-Staffel: 1. Tv. Mainz 1817 53,0; 2. Tb. Wiesbaden 53,0 (Brustbreite zurück). Diskus: 1. Maisch, Tgd. Bornheim, 29,72; 2. Schuchardt, T. u. F. Kl. Ffm., 28,61 Meter. Weitsprung: 1. Althaus, Mtv. Gießen, 4,94; 2. Pfusch, Tbd. Wiesbaden, 4,91 Meter. 100-Meter-Lauf: 1. Pfusch, Tbd. Wiesbaden, 13,2; 2. Brückner, Tv. Mainz 1817, 13,3. Hochsprung: 1. Bickelhaupt, Mtv. Gießen,

1,50; 2. Schäfer, Tg. Sachsenhausen, 1,45 Me­ter. Kugelstoßen: 1. Maisch, Tbd. Bornheim 11,29 Meter (Kreishöchstleistung); 2. Dochnick Tv. Reu-Isenburg, 9,98. Speerwurf: 1. Dedd« mann, Cintr. Wiesbaden, 28,33 Meter (Kreis. Höchstleistung); 2. Biron, Tbd. Wiesbaden, 28,06; 3. Heidt, Tgd. Rödelheim, 27,15 Meters Schlagballwerfen: 1. Benkelberg, Tvgg. Kirn, 67,51; 2. Thoernes, Stadtsportverein, 62,12 Meter.

Der neue Fußballmeister.

Sp.-Vgg. Fürth

schlägt Hertha-B.S.C. Berlin 3:2 (1:1).

Die Berliner Hertha-B. S. C. hat auch in ihren, vierten Kampf um die Deutsche Fußball. Meisterschaft Schiffbruch erlitten. Die viert, bittere Enttäuschung für eine Mannschaft, die sich auch unterlegen die Anerkennurm der Fußball. Welt sicherte. Die Leistung der Berliner ist um so wertvoller, als sie gewissermaßen auf des Gegners Platz vor dessen Publikum zähesten Widerstand leistete und in einigen Dingen den famos spielenden Fürthern sogar überlegen war, Vor allem aber muh berücksichtigt werden, dah Berlin in den letzten 30 Minuten nur noch mit 10 Mann kämpfte, da sein Verteidiger Schulz nach einem Zusammenprall mit Leinberger verletzt ausscheiden muhte.

Das große Treffen fand in dem erwarteten ganz großen Rahmen statt. Als Austragungsort hatte man das gekannte Rürnberger 61 a< Sion gewählt, das bei allen seinen Vorzügen nicht Fassungsraum genug hatte. 52 000 Men­schen wurden Zeugen des Kampfes, mehr 10 000 fanden keinen Einlaß mehr, nachdem dir Polizei bereits eine Stunde vor Beginn der Platz als überfüllt abgesperrt hatte. Es gab einen harten Kampf zweier verbissener Gegner, die ihr reifes Können bewiesen. In Zähigkeit und Kamps, kraft waren die Berliner im Vorteil, in tech Nischen Dingen überragten die Süddeutschen. Ihr Sieg ist verdient, allerdings mehr als ein Tor hätte der Unterschied nicht betragen dürfen. Das Ergebnis, das Fürth mit 3:2 Toren also feint dritte Deutsche Meisterschaft brachte, geht dem. gemäß vollends in Ordnung. Bei Berlin war die Hintermannschaft fehlerlos und die Läufe» reihe stabil und zuverlässig. Der Sturm litt an der Schwäche des Mittelstürmers F r i tze. De! Fürth kämpften Leinberger und Franz unter ihrer gewohnten Form, auch der Tor­wächter Reger war reichlich nervös. Die Ver­teidigung war dagegen auf großer Höhe. Det Sturm verstand es, die durch Franz entstanden, Lücke leidlich auszugleichen. Besonders gut waren 2luer, Rupprech t und Frank.

Im Anfang waren die Fürther deutlich int Vorteil. Dann kamen auch allmählich die 'Ber­liner zu gefährlichen Vorstößen. Ein Schutz K i h« l i n g s wurde von dem Berliner Torhüter zu schwach gefaustet, und Frank konnte das Füy- rungstor schießen. Kurz vor der Pause erzielte Fritze den Ausgleich. Auch nach der Pause sah man Fürth im Vorteil. Rachdem Schulz aus- geschieden war, brachte der nächste Vorstoß der Fürther sie abermals durch Frank in Führung. 15 Minuten vor Schluß erzielte Sobcck durch Kopfball abermals den Ausgleich, aber ein Straf­stoß Kißlings verschaffte Rupprecht Ge­legenheit zu einem weiteren Torschuß, der ben endgültigen Stand von 3:2 Toren und somit den Sieg der Fürther feststellte.

Das Spiel wurde von dem Kölner Schieds­richter Dr. Dauwens ganz hervorragend ge­leitet.

Frankreich behalt den Davispokal

Amerika 3:2 geschlagen.

Es War die Meberraschung der Begegnung bon Amerika und Frankreich, dah Amerika nach der Riederlage in den beiden Einzelspielen das Dop­pel so verhältnismätzig glatt gewinnen konnte. Damit war aber auch das Interesse an dem Aus­gang der beiden letzten Einzelspiele gestiegen. Zwar stand der Sieg Frankreichs keinen Augenblick in Frage, doch war man immerhin sehr gespannt auf den Ausgang der Begegnung zwischen Tilden und D v r o t r a. Tilden schafft» mit seinem 4:6-, 6:1-, 6:4», 7:5°Sieg über Bo- rotra den Gleichstand von 2:2. Der Kampf ven lief ungemein interessant. Man merkte dem Ame­rikaner aber auch nichts von seiner Riederlage gegen Coch et an, er spielte wie in seinen be­sten Tagen. Dagegen machte Dorotra einen sehr abgekämpften Eindruck. Im zweiten Spiel beging der Franzose Cochet den Fehler, feinen jungen Gegner Lott zu leicht zu nehmen. So verlöt er, nachdem er den ersten Satz 6:1 gewonnen hatte, den zweiten nach vielen Fehlem 3:6. Dann aber zog Cochet los, so daß das Endergebnis 6:1, 3:6, 6:0, 6:3 lautete. Damit ist der Kamp! um den Davispokal in diesem Jahr been­det. Die wertvolle Trophäe, die 1927 zum er ft en Male von Frankreich gewonnen wurde, ist zum zweiten Male erfolgreich gegen den Ansturm der Amerikaner verteidigt worden. Mit einem 2:3°Sieg konnten die Franzosen auch diesmal in dem größten aller Tennismannschafts-Kämpfl Sieger bleiben.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

C. D. Rach dem derzeitigen Stand von Gesetz­gebung und Rechtsprechung ist ein Hausbücher nicht verpflichtet, das Anbringen oder Mit- benutzen einer Hochantenne durch einen Mieter auf seinem Hause zu dulden. Hieran ändert d auch nichts, daß bereits schon eine Antenne auf fcem betreffenden Dache vorhanden ist.

Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde £ang- ?A°K6J,ur Rechnungsjahr 1929 liegt vom ?0- d. TU. eine Woche lang auf dem Ge­schäftszimmer der Bürgermeisterei wäh- rend der Dienststunden von vormittags 9 bis 12 und nachmittags von 3 bis 5 Uhr Zur Einsicht der Interessenten offen. Ein­wendungen können in dieser Zeit schriftlich oder mündlich zu Protokoll des Bürger- meisters vorgebracht werden. Es ist die Erhebuna einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben.

Lang-Göns, den 27. Juli 1929. 64015) Hessische Bürgermeisterei.

R o m p f.

Bullenverkauf.

Die Gemeinde Slelnbach beabsichtigt einen jungen, zum Sprung untauglich ge­wordenen Simmentaler Bullen zu ver­kaufen. Angebote pro Zentner Lebend­gewicht find bis zum Freitag, 2. August (. nachmittags 2 Uhr, bei unterzeich­neter Bürgermeisterei einzureichen, wo- selbst die Bedingungen bekanntgegeben werden. 63955)

Steinbach, am 27. Juli 1929.

Bürgermeisterei Steinbach.

Krämer,

Mußen aller ütl "gewllnWen

Ausstattung mitein orelsroen öle BrühiW L«lo.-r)tuaetel. b. Lange, sieben, smuifit. i.

Bekanntmachung.

Der vom Gemeinderat beratene Vor- anschlag für das Rj. 1929 liegt vom 30. d. M. eine Woche lang auf dem Bür- germeiftereibureau zur Einsicht der Inter­essenten offen. Bemerkt wird, daß eine Um­lage erhoben wird, zu der auch die Aus­märker beizutragen haben. 63895)

Großen-Buseck, den 29. Juli 1929.

Bürgermeisterei Großen-Buseck. ____ Gans.

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