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Turnen, Sport und Spiel.

Kußball in-deutschland.

Das Länderspiel Italien Deutschland in Turin und die hierdurch bedingte Spiclcrabgabe seitens mehrerer Spitzenvereinc mochte die Ein­schränkung des Programms der Schluhspiele um die süddeutsche Fußballmeisterschaft notwendig. 3n der

Runde der Meister

wurde in Karlsruhe die Reihe der diesmaligen großen Lieberraschungen eröffnet. Der K. F. D. Karlsruhe unterlag der ständigen Initiative der Frankfurter Eintracht und verlor mit 0:3 Toren.

3n Worms verschenkte Wormatia Worms einen Punkt an Germania Brötzingen, denn sie konnte trotz zahlloser guter Torgelegen­heiten nur eine 1:1 herausholen.

Runde der Zweiten und Dritten.

Gruppe Horb.

3n der Gruppe Rord brachte der neue Spiel­tag einige Umgruppierungen in der Tabelle. Der Sp. B. Waldhvf schraubte sich durch ein ver­dientes 2:0 gegen Union Riederrad auf den ersten Platz der Liste vor. Bemerkenswert ist, daß die Mannheimer diesen Sieg auf fremdem Platze erringen konnten.

3n sehr schlechter Form empfing der F. Sp. 05 Mainz Saar 05 Saarbrücken. Seit lan­ger Zeit haben die Mainzer auf ihrem eigenen Platze keine so hohe Riederlage mehr erlitten: denn sie verloren die beiden Punkte an die sehr schußfreudigen Gäste mit 1:4 Toren.

Der D. f. R. Mannheim gewann gegen den 1. F. C. 0 7 3 dar mit 5:1 Toren. Der Sieg ist selbst in dieser Höhe durchaus verdient.

Gruppe Süd.

Der A. S. V. R ü r n b e r g lieferte Schwa­ben Augsburg einen harten Kampf, verlor aber trotz zähen Widerstandes gegen die technisch besseren Augsburger mit 3: 4 Toren.

Der Kampf des B. f. B. Stuttgart gegen Phönix Karlsruhe war bei weitem nicht so einseitig, als es das Resultat von 6:1 Toren zugunsten der Stuttgarter vemuten läßt. Die bessere Ballbehandlung siegte schließlich über die größere Schnelligkeit.

Der F. C. Freiburg trat dem S. B.6 0 München mit ersatzgeschwächter Mannschaft entgegen und verlor demgemäß mit dem über­raschend. hohen, dem Spielverlauf nach ober ver­dienten Ergebnis von 1:8 Toren.

Fußball in Kassel.

kurhcssen Kassel Borussia Fulda 2:2 (2:1).

nung entgegengesehen hatte, erwiesen sich als hervorragende Techniker und Fußballartisten in des Wortes wahrster Bedeutung. Ihre ganz vor­zügliche Ballbehandlung im Verein mit bester Ausbildung des gesamten Körpers und größter Schnelligkeit befähigte sic, ein Spiel vorzuführen, das sänttliche Zuschauer aufs höchste entzückte, zu­mal die Spielweise äußerst fair war. 3m all­gemeinen spielen die Rampla 3uniors weich, verstehen aber auch Mann gegen Wann zu kämpfen, wenn es notwendig ist. Auch ihnen ist die bekannte Schwäche technisch gut durchgebil­deter Mannschaften eigen: sie schießen im all­gemeinen zu wenig und nicht wuchtig genug.

Fußball der O. T.

Entscheidungsspiel um die kreismeislerfchaft.

To. 1817 Mainz Tgem. Oberhöchstadt 5:0.

Volkstümliche Turn-Wettkämpfe in Rödelheim.

Herrenwettbewerbe:

100 Meter: Feistel. Eintracht Wiesbaden. 10.9 Sek.

400 Meter: Hclbich. Tv. 1817 Mainz. 54,5 Sek.

3000 Meter: Schneider, Tv. 1817 Mainz, 9,47 Minuten.

Hochsprung: Schuber, Tv. Reu-3senburg, 1,70 Meter.

4^100-Meter-Stasfel: Tv. 1817 Mainz, 4b,1 S.

Olympische Staffel: Eintracht Frankfurt, 3:59,2 Min.

Dreilamps für Turner: Wehrlein. Tv. 1817 Mainz, 66 Punkte.

Domenwettbewerbe:

Dreikampf: Frl. Maich. Turngemeinde Born­heim. 68 Punkte.

Hochsprung: Frl. Bickelhaupt. Männer­turnverein Gießen. 1,42 Meter.

Kugelstoßen: Frl. Maich, Turngemeinde Born­heim 10,75 Meter.

4x100-Meter-Staffel: Männerturn­verein Gießen, 56,3 Sek.

100 Meter: Frl. Schause, Eintracht Wiesbaden, 13 Sek.

Sp.-Vgg. Fürth süddeutscher Handbattmeister.

polijci Darmstadt 8:2 (2:1) geschlagen.

Das gestern im Stadion in Michelstadt i. O. vor etwa 2000 Zuschauern ausgetragenc Endspiel um die süddeutsche Handballmeisterschaft endete mit dem Ergebnis von 8:2 Toren für die Sp. Vgg. Fürth. Die Fürther haben diesen Sieg nicht nur ihrer Schnelligkeit, sondern auch ihrem technisch und tat" tisch wundervollen Spiel zu verdanken. Darmstadt versagte vollständig und war gegen seine früheren Spiele kaum wiederzucrkennen. Die ganze Mann­schaft war nervös und zerfahren, was sich besonders im Sturm bemerkbar machte. Bereits in der vierten Minute ging Darmstadt durch Schliffe in Führung, doch glich Fürth in der 16. Minute aus und kam zwei Minuten später zum Führungstreffer. Mit 2:1 Toren wurden die Seiten gewechselt, Nach der Pause erzielten die Fürther noch weitere sechs Tore, während Darmstadt nur noch einmal erfolgreich sein konnte. Schiedsrichter Marquardt (Eßlingen) bot keine besonders gute Leistung.

Siädtemannschastsfechten Mainz - Darmstadt.

Am gestrigen Sonntag fand in Darmstadt zwi­schen den Damen- und Herrenstädtemannschaften von Mainz und Darmstadt ein Wettfechten statt, das sowohl von den Mainzer Damen, als auch von den Mainzer Herren gewonnen wurde. Die Mainzer Damen siegten mit 130 gegen 133 Treffer. Die beste der Domen war Fräulein B i h l m a u c r (Mainz). Die Mainzer Herren siegten mit 132 gegen 138 Treffer. Der beste Herr war S ch i ck e r t (Mainz).

Deutsche Waldlaufmeisterschast.

Kohn (Berlin) Sieger im Einzellauf. Polizei Hamburg Mannschaftssieger.

Zum 12. Male wurde am gestrigen Sonntag die deutsche Waldlaufmeisterschast ausgetragen. Start und Ziel des Laufes lagen im Ostmarken­stadion in Frankfurt a. d. Oder. 5000 Zuschauer hatten sich im Stadion eingefunden. Das Wetter war der Veranstaltung hold, so daß die 12. deutsche Waldlaufmeisterschast in jeder Beziehung zufriedenstellend verlief. Die Ergebnisse:

KußbaN-Länderkampf DeutschlandItalien 2:1 (1:1).

Einzellauf:

l. Kohn. S.C.C. (Berlin) 36:00.3 : 2. Helder I (Stuttgart) 36:11,5; 3. Husen iHamburg) 36:16.4; 4. Dreckmann (Hamburg) 36:45.1, 5. Kilp (Düssel­dorf) 36:57.8; 6. Petri (Hamburg) 36:59,6; 7. Kopp (München) 37:07,1; 8. Brauch (Berlin) 37:10.1; 9. Holthuis lWeener) 37:17.9; 10. Schlem­mer (Hamburg) 37:50,0.

Mannschaftsmeisterschaft:

1. Polizei Hamburg 13 Punkte; 2. S.C.C. Ber­lin 15 Punkte; 3. V.f.B. Stuttgart 20 Punkte

Starkenburg.

WNS. Darmstadt, 27. April. Hier mürben gestern ein 21 Jahre alter Arbeiter und eine 19jährige Arbeiterin aus Hanau von der Stn minalpolizei f e st g e n o m in e n. Sie haben gemein sam einen Einbruchdieb stahl verübt Das Mädchen hatte sich zu diesem Zweck Männer kleidung verschafft und kam auch in dieser Ver­kleidung unauffällig nach Darmstadt. In einem hie figen Gasthaus hat die Diebin wieder Frauenkleider angezogen.

Festnahme eines Opserstockränbers.

WSR. Wiesbaden. 27. April. Hier konnte der gewerbsmäßige Opfer stockräuber Rudolf Fischer aus St. Ingbert s est ge­nommen werden. Er hatte bereits den Opscr- stock in der Mariahilfkirche erbrochen und be­raubt und konnte in der Elisabethenkirche auf frischer Tat festgenommen werden. Fischer wurde dem Amtsgerichtsgefängnis zugefühet.

Kirchliche Nachrichten.

Ilsraelitischc Religionsgemeiude.

Gottesdienst in der Synagoge (Südanloge).

Mittwoch, den 1., und Donnerstag, den 2. Mai.

Passohsest-Lnde.

Mittwoch: Borabend 7.30 Uhr; morgens 8.30;

Predigt. Donnerstag: Vorabend 7.30; morgens 8.30; abends 8.10 und 8.40.

Israelitische Religionvgesellschast.

Mittwoch, den 1., und Donnerstag, den 2. Mai.

Passahsest-Ende.

7. Tag: Vorabend 7.35 Uhr; vormittags 8; nach mittags 4. 8. Tag: Vorabend 8.35; vormittags 8; nachmittags 4. Festesousgang 8.40.

(2:0).

täuschten.

Germania Kassel Sp. V. Kassel 3:0 Kassel 09 - B. S. V. 06 Kassel 7:1.

Berlin gewinnt den Fußball-Bundespokal.

Rorddeutschlond verdienk 4:1 (2:0) geschlagen.

Vor 25 000 Zuschauern standen sich am gestri­gen Sonntag auf dem Preußen-Sportplatz in Berlin die Auswahlmannschaften des Rordens und von Berlin im Endkampf um den Pokal des Deutschen Fuhballbundes gegenüber. Zum zwei­ten Wale konnte Berlin die wertvolle Trophäe erobern. Wenn auch Berlin in dieser Höhe verdient Rorddeutschland schlagen konnte, so ließ der Kampf die große Sportgemeinde doch nicht warm werden. In beiden Mannschaften waren auffallend schwache Stellen zu finden, und beim Rorden versagten einzelne Mannschaftsmitglieder sogar völlig. Gut waren lediglich auf beiden Seiten die Verteidigungen.

Fußball in Frankfurt.

$. Sp. v. Frankfurt Rampla Juniors Monte­video (Uruguay) 1:3 (1:1).

Die uruguayische Mannschaft der Rampla Iu- niors aus Montevideo lieferte im Frankfurter Stadion vor annähernd 20 000 Zuschauern ein hervorragend schönes Spiel. Die Gäste, denen man auf Grund der hervorragenden Leistungen ihrer LänKermannschaften in den letzten Jahren und einiger Vereinsmannschaften bei gelegent­lichen Deutschlandbesuchen mit größter Span­

Letzte Nachrichten.

Dr. Schacht in Berlin.

Berlin, 29. April. (TU.) Reichsbankpräsident Dr. Schacht hatte im Laufe des heutigen vor­mittags Besprechungen mit einigen Mitgliedern des R e i ch s b a n k d i r e k l o r i u m s , die wie man annehmen darf der Vorbereitung der am Dienstag und Mittwoch fkattfindenden General- ralssihung dienten. Diese Generalratssihungen finden bekanntlich regelmäßig stall, bedeuten also nichts Besonderes, wie es auch eine Selbst- verslandlichkeil ist, daß an ihnen der Reichsbank Präsident leilnimmf. Dr. Schacht wird im übrigen im Lause des heutigen Tages dem sog. R c p a r a - lionsausschuß des Reichskabinells einen Bericht über die letzten Ereignisse erstatten und die Reichsregierung über die Lage der Sachver- sländigenverhandlungen unterrichten. Die in der französischen und sranko-amerikanischen Presse ouf- gclauchle Vermutung über ein erneutes deutsches Angebot werden bisher von deutscher zuständiger Stelle nicht bestätigt.

Schlimmes Ende einer rasenden Autofahrt

Ein Toter, drei Verletzte.

Vad Homburg, 29. April. (TU. - Draht­bericht.) In der Rächt zum Montag gegen y9l Uhr fuhr ein Personenkraftwagen m scharler Fahrt von Usingen her die Soalburg- ch a u s s e e abwärts. An der berüchtigten Kurve im Zollstock, deren Geschichte reich an schweren Unfällen ist, fuhr der Wagen gegen das Gelände an der linken Straßenseite und über­schlug sich mehrmals. Hierbei wurde der Metzgergeselle D ö t i g aus dem Wagen geschleu- öert und zerquetscht. Er war sofort t o t. Die drei weiteren Insassen wurden gleichfalls schwer verletzt.

In Anwesenheit einer Zuschauermenge von 35= bis 40 000 ging gestern in Turin der Fußball-- Länderkampf Deutschland Italien vor sich. Der Kampf begann gleich mit

wuchtigen Angriffen der Italiener, die von der riesigen Zuschauermenge temperament­voll angefeuert wurden. Die Deutschen waren da­gegen in den ersten Minuten außerordenttich nervös, so daß die deutsche Mannschaft zunächst arg in Be­drängnis geriet. Nachdem Stuhlfauth verschic- denttich glänzend abgewehrt hatte, erzielte der ita­lienische Halblinke R o s e 11 i II. in der 8. Minute ein Tor für Italien. Die deutsche Mannschaft, die sich inzwischen bester gefunden hatte, namentlich die Verteidigung schaffte jetzt hinten bester Luft, griff nunmehr ihrerseits energischer an. Eine wunderbare Vorlage Pöttingers an Hornauer tonnte dieser dann auch schon zwei Minuten später zum Ausgleichstor verwandeln. Dos Spiel blieb dann zunächst ausgeglichen, bis sich eine leichte Ueber- legenheit der italienischen Mannschaft herausfchälte, die auch bis zum Schlüße der ersten Hälfte andau­erte. Kurz hintereinander »erließen zwei der italie­nischen Stürmer, nämlich Ceveninilll. rind Schiavo, dos Feld leicht verletzt und wurden durch R e v o l t a und B u s s i n i ersetzt. Allmählich fand die deutsche Mannschaft ihre Ruhe wieder. Stuhlfauth rettete verschiedentlich in glänzen­der Manier. Knöpfte war unermüdlich und in der ersten Hälfte der beste der deutschen Mannen. H a l b z e i t 1:1. _

War das Spiel in der ersten Halbzett schon außerordentlich schnell, so wurde

das Tempo in der zweiten hälfte noch gesteigert. Die deutsche Mannschaft war jetzt besser auf dem Posten, blieb aber gegen die größere italienische Mannschaft immer etwas im Aachteil. Dazu ließ sich die deutsche Mannschaft noch das hohe Spiel der Italiener aufdrängen. Die kleinen deutschen Innenstürmer formten die hohen Dalle nicht er­reichen, die von den großen italienischen Ver­teidigern fast stets erreicht wurden. Rur Pöt­tinger konnte sich -verschiedentlich durchsetzen und gutgemeinte Bälle auf das Tor feuern, die aber Combi im italienischen Tor meisterte.

Trotzdem machte die deutsche Mannschaft in der zweiten Hälfte einen wesentlich besseren Eindruck. Die gesamte Hintermannschaft war jetzt gut auf dem Posten, aber der Sturm blieb immer wieder machtlos gegen die italienische Verteidigung. Pöttinger brachte dann in der 25. Minute das Kunststück fertig, drei Meter vor dem Tor­mann stehend, diesen in die Hände zu schießen und damit eine nie wiederkehrende Chance zu vergeben. 2m Anschluß daran wurden die Ita­liener während 10 Minuten außerordentlich ge­fährlich. Angriff auf Angriff rollte gegen dos deutsche Tor, in dem Stuhlfauth eine Pracht­leistung vollführte. Er übertraf sich selbst und machte die bestgemeinten Schüsse r nschäi lich. Rach- dcm Italien nunmehr immer im Angriff gelegen hatte, führte dann endlich in der 35. Minute eine glänzende Kombination LeinbergerPöttinger - Frank durch die Fürther Schußkanone Frank zum

Führungstor für Deutschland.

Dieses Tor gab der deutschen -Mannschaft, die in den letzten Minuten etwas nachgelassen hatte, neuen Mut. Ihre Leistungen wurden besser, auch der Sturm hatte sich jetzt mehr auf die Spiel­weise der italienischen Verteidigung eingestellt. Die deutschen Stürmer erreichten jetzt besser die hohen Bälle, im übrigen hatte sich die Mann­schaft jetzt aber mehr dem Flachspiel zugewandt. In den letzten Minuten machten die Italiener die verzweifeltsten Anstrengungen, um wenigstens den Ausgleich zu erzielen, aber alle Angriffe scheiterten an der jetzt ihre Hochform erreichen- den deutschen Verteidigung und dem überragen­den Können eines Stuhlfauth. der in erster Linie für den nach härtestem Kampfe errungenen Sieg verantwortlich ist. Cs fann_ keinem Zweifel unterliegen, d' dos Resultat sür die deutsche Mannschaft etwas schmeichelhaft ist. Die Ita­liener waren sowohl in der ersten, wie auch in der zweiten Halbzeit etwas überlegener, und ein Unentschieden hätte eher dem Spiel­verlauf entsprochen. Aber Deutschland darf auch einmal etwas Glück in einem Länder­treffen haben, meistens ist es bisher vom Pech verfolgt gewesen. _____________

Beide Mannschaften traten gestern zu diesem Spiele mit Ersah an, der sich aber nicht be­währte. ^irhessen war in der ersten Hälfte etwas überlegen, diese Lieber legenhcit glich Borussia Fulda durch eifrigeres Spiel in der zweiten Hälfte aus. Das erste Tor für Kurhessen erzielte der Linksaußen. Borussia konnte bald darauf durch den Halbrechten ausgleichen. Kurhessen ging dann noch vor der Pause durch den Halb­linken in Führung. Diesen Vorsprung konnte Borussia durch eifriges Spiel in der zweiten Halbzeit ausgleichen. Beide Mannschaften ent-

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