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reve auf den Verfall, de« die zeitgenössische italienische Kochkunst bedrohe, hin, ein Verfall, so akut, daß auf dem letzten internationalen Fein­schmeckerkongreß in Paris Italien nicht einmal vertreten gewesen sei.

Die Mitglieder der neuen Akademie, die ihre Eröffnung bei einer auserlesenen Speisen- und Getränkefolge feierte, faßten schließlich einstimmig einen Beschluß, wonach die Akademie es nicht nur als ihre Aufgabe betrachte, sich in den Dienst der theoretischen Vervollkommnung der edlen Kochkunst zu stellen, sondern auch für ihre prakllsche Propaganda zu sorgen.

Am selben Tage, an dem diese feierliche Er­öffnung stattfand, wurde in Rom ein Mann verhaftet, der zugab, Tausende von Katzen ge­schlachtet und ihr Fleisch an Hotels und Frem­denpensionen verkauft zu haben, auf deren Speisekarten cs als Kalbfleisch wieder­auferstanden war, ohne dah jemand etwas merkte. Man sieht, wie nötig die Akademie ist...

Em ägyptischer Methusalem.

(c) Kairo.

ImZeitalter der Jugend" überstürzen sich die Altersrekorde. Insbesondere der Orient tut sich, wohl zum großen Aerger der Hochburg aller Rekorde, der amerikanischen Union, hierbei beson­ders hervor. Jetzt ist der türkische Altersrekord von Aegypten geschlagen. Man hat im Rildelta. in dem Städtischen Mitghamr, den angeblich 155 Jahre alten Rifat Rabbiaentdeckt", dessen jüngster Sohn nicht weniger denn 70 Lenze zählt. Der ägyptische Methusalem hatte im Alter von 20 Jahren gegen das napoleonische Expeditions-- korps gekämpft und spater mit seinen einst starken Händen am Dau jenes Kanals milgearbeitet, der heute zwei Kontinente trennt und zwei Welten verbindet.

Er genießt hohe Achtung bei seinen Mitbür­gern, der alte Rifai, der noch fast alle seine Zähne besitzt und dessen Geistfrisch ist wie das erste junge Grün, das im Herbst aus dem Ril- schlamm sprießt". Wo die Gerichte im Streit der Parteien versagen, da greift er ein und versöhnt die erbittertsten Gegner. Vom Ehrenvorsitz des Vürgerrats ist er allerdings vor kurzem zurück- getreten, nachdem er sein hundertjähriges Amts­jubiläum gefeiert hatte.

Stellt man chm aber die naheliegende Frage, worauf er sein hohes Aller zurückführt, so erklärt er schlicht:Ich habe stets die vorgeschriebenen Gebete und Hebungen nach dem Koran verrich­tet, habe innegehallen selbst in der dringendsten, elligsten Beschäftigung. wenn der Ruf erscholl vom Minarett. Hnd so hat mir Allah mehr Zeit gelassen als den anderen, die da wandeln im Geiste und schwören beim Barte des Propheten."

Wirtschaft.

Oie Oevisenmarktlage.

Zur Loge des Devisenmarktes erfährt W.T.D.- Handelsdienst von zuständiger Stelle, daß f ü r eine Rervosität nicht die gering st e Berechtigung besteht. Die Reichsbank wird, wie bisher, stets in der Lage fein, verlangte Devisen innerhalb des Goldpunktes gegen Reichs­mark abzugeben. Eine Sitzung des Direktoriums der Reichsbont ist, wie wir hören, zur Zeit nicht in Aussicht genommen. Arn Dienstag und Mlltwoch dieser Woche wird eine General­rat s si h u n g stattfinden.

Die Rotiz für amerikanische Roten muhte am Samstag aus technischen Gründen unterbleiben, obwohl die Anforderungen nur ge­ringer Ratur warm. Sollten die technischen Schwierigkeiten am Montag nicht behoben fein, so sollen den Käufern, sofern effektive Roten nicht vorhanden sind, Schecks auf Reuyork zur Verfügung gestellt werden, die auf Wunsch in ehest möglicher Frist, längstens in 14 Tagen, ge­gen Dollarnoten eingelöst werden.

Die Dresdner San! zur Wirtschaftslage.

Im Monatsbericht der Dresdner Bank wird u. a. ausgeführt: Nachdem vor einem Monat die Beurteilung der Lage durch die Rückwirkungen der abnormen Witterungsoerhältnisse und den Mangel an statistischen Daten für März noch erschwert wurde und daher einwandfreie Schlußfolgerungen hinsicht­lich des erreichten Konjunkturstandes nicht angängig erschienen, ist an Hand des jetzt vorliegenden Tat­sachen- und Zissernmaterials schon eher die Feststel­lung möglich, daß die Entwicklung hart an die Tief st andp Hase heran gerückt ist. Da­mit soll noch nicht gesagt werden, daß in pächster Zell mit dem Beginn eines neuen Aufschwunges ge­rechnet werden kann. Eine baldige Üeberwtndung der Depression würde gehemmt werden durch die Entwicklung der Preise und des Kapitalmarktes. Der Umfang des Preisabbaues ist bisher bei wei­

tem noch nid)t derart, daß er bereits eine Belebung des Warenabsatzes begünstigen könnte. Dagegen bil­den neue Lohnerhöhungen, wie sie jetzt überall wie­der erhoben werden oder bereits durchgeführt wor­den sind, eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die allgemeine Wirtschaftsentwicklung und können den Eintritt eines etwa zu erwartenden Konjunktur - aufstiegs nur verhindern, zum mindesten stark ver­zögern.

Die weiterhin schwierige Lage des Kapi­tal Marktes steht gleichfalls einer schnellen Ueberwindung der Depression entgegen. Durch die Heraufsetzung der Diskontrate um 1 v. H. auf 7,5 v. H. dürfte die Investitionstätigkeit in stärkerem Maße ungünstig beeinflußt werden. Weniger ins Gewicht fallen dürfte wahrscheinlich die Zinser­höhung auf den ohnehin schon rückgängigen laufen­den Produktions- und Umsatzprozeß; auch die deutsche Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Aus­lande dürfte kaum beeinträchtigt werden, da auch im Auslande das Zinsniveau hoch ist. Allerdings dürfte die Lage des Geldmarktes in der nächsten Zeit noch dadurch beeinflußt werden, daß Ende April und in der ersten Maihälfte eine saisonmäßige Anspannung einzutreten pflegt; indessen dürfte im Verlauf der Sommermonate wieder die normale Erleichterung einfetzen.

Juden starken und unvermittelten Kursschwankungen an der Börse wird bemerkt, daß das Ausmaß der Rückgänge in keinem Berhällnis zu den minimalen Umsätzen stand, was ein Beweis dafür ist, daß das Ausland in nennens­wertem Maße bisher nicht verkauft hat. Auch die Beteiligung des deutschen Publikums ist an der Be­wegung der letzten Wochen verschwindend gewesen.

Rheinisch - wesMisches Kohlensyndikat.

In der Mitgliederversammlung des Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikats, die am Samstag in Essen stattsand, wurden die laut Syndikatsver­trag für die erste Sitzung des Geschäftsjahres vorgesehenen Regularien (Bildung der ständigen Ausschüsse, Anmeldung der Derkaufsvereine, Festsetzung der Abgaben für Mehrentnahme und Entschädigung für Minderentnahme, Festsetzung der Höhe der Strafe für jede Tonne der durch eigene Schuld nicht gelieferten Mengen) erledigt. Zur Vorbereitung der Syndikatserneuerung wurde ein Ausschuß eingesetzt. -Heber die Marktlage wurde folgender Bericht erstattet:

Der arbeitstägliche Gesamtabsatz des Syndi­kats betrug im März rund 287 0001, gegen rund 245 000 t im Februar. Cs entfielen auf das un­bestrittene Gebiet 164 0001, gegen 154 000 im Februar, und auf das bestrittene Gebiet 123 0001 gegen 91 0001 im Februar Der Hauptanteil des Mehrabsatzes entfiel danach auf das bestrittene Gebiet, wo die im Februar durch die Ver­eisung der Wasserstraßen eingetretenen Rück­schläge wieder ausgeglichen wurden. Im lau­senden Monat ist der Syndikatsabsatz, nachdem die Auswirkungen der Kälteperiode zu Ende sind, wieder stärker gesunken. Der arbeitstägliche Versand des Syndikats stellte sich in den beiden ersten Dekaden des April auf rund 256 0001. Davon entfielen auf das unbestrittene Gebiet 126 000 t und auf das bestrittene Gebiet 130 000 t. Der Rückgang des Absatzes im unbestrittenen Gebiet war also bedeutend und in der Haupt­sache auf den sehr erheblichen Minderabsatz in Hausbrandsorten, wie auch in Brechkoks zurück­zuführen. Der Versand in das bestrittene Gebiet ist dagegen etwas besser gewesen.

Das Syndikat steht am Ende einer mehr­monatigen Sonderentwicklung, die sich auf das Geschäft in zwei Beziehungen auswirkte: Die Ausfuhr ging wahrend der stärksten Kälte im Februar dadurch, daß alle Wasserstraßen ver­eisten. sehr stark zurück. Der Absatz in Haus- brandsorten und insbesondere in dem für den Erlös so wichtigen Brechkoks stieg von Jahres­anfang ziemlich schnell zu einer außerordentlichen Höhe im Februar und im März, um dann aber im April scharf und sogar weit unter den nor­malen Stand zurückzusallen. Das Syndikat schätzt nach Heberschlagsrechnung, daß es im April wirtschaftlich auf dem Stand vom Dezember 1928 angelangt ist. Der Wettbewerb im In- und Auslande ist überall gleich scharf geblieben.

* Die amtliche Großhandelsindex­ziffer. Die auf den Stichtag des 24. April be­rechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 136,3 gegenüber der Vor­woche (136,9) um 0,4 Proz. gesunken. Don den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstosfe um 1,2 Proz. auf 126,8 (128,3) zurückgegangen. Die Indexziffer für Kolonialwaren war mit 126,4 unverändert. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren hat um 0,3 Proz. auf 132,2 (132,6) nachgegeben, während diejenige für industrielle Fertigwaren mit 157,7 (157,8) nahe­zu unverändert war.

"Hnterzeichnungöesbeutsch-fran* zösisch-schweizeris chen Farbenab­kommens. Am Samstag fand in Basel die Hnterzeichnung des 'Abkommens über die Stabili­sierung und Konsolidierung des Farbengeschäfts zwischen der deutschen, französischen und schweize­rischen chemischen Industrie statt. Hnterzeichnet wurde das Abkommen von Vertretern der I.-G.- Farbenindustrie A.-G., der französischen Gesell­schaften Etablissement Kuhlmann und Svciete des Matisres Colorantes, schweizerischerseits von Vertretern der I. G. Chemie Basel, der Chemi­schen Fabrik vorm. Sandoz, der Gesellschaft für chemische Industrie I. R. Geigy A.-G. Heber den Inhall der Verträge wurden keine weiteren Mit­tellungen gemacht, dagegen wurde versichert, daß mit ihnen keine Trustbildung ober Kapitalver­flechtung verbunden sei. Ihr Hauptzweck sei die Vermeidung unnötiger Preiskämpfe auf dem Farbenmarkte. Dieses Abkommen bildet den Ab­schluß von Verhandlungen, die seit fünf Jahren mit großer Zähigkeit geführt worden sind. Außer­dem bildet es den Ausgangspunkt zu neuen Verhandlungen mit der englischen Farbenindustrie und voraussichtlich auch mit den chemischen Ge­sellschaften der Vereinigten Staaten.

* Aus der Zigarettenindustrie. Von der Zigarettensabrll Haus Reuerburg wird dem W.T.D.-Handelsdienst mitgeteitt: Die Zigaretten­fabrik Halpaus in Breslau ist in den Besch der Zigarettenfabrik Haus Reuerburg in Köln über­gegangen. Die Firma Halpaus, die heute nur noch in Breslau eine Fabrikationsstätte besitzt, wird ihre Erzeugung an Zigaretten wie bisher weiter betreiben, jedoch ist in Aussicht genom­men, um die Verkaufskosten zu senken und den Betrieb rentabel zu gestallen, den Vertrieb der Ware durch gemeinsame Derkaufsläger mit einer anderen Firma zu vereinfachen. Der Betrieb der Zigarettenfabrik Halpaus in Breslau wird also ausrechterhalten, und die Firma Haus Reuer­burg wird somit in Zukunft auch an dem Um» satz der Vierpfennigpreislage maßgebend betei­ligt sein. Der Desitzwechsel in der Zigaretten­industrie dürfte damit beendet sein. Zur Zeit werden lediglich Betrachtungen darüber angestellt, ob noch eine der vom Reemtsma-Konzern erwor­benen Fabriken von Haus Reuerburg übernom­men werden wird. Mit dem Reemtsma-Konzem bestehen nur freundschaftliche Beziehungen. We­der eine Fusion, noch Aktienaustausch, noch Aus­tausch leitender Persönlichkeiten ist beabsichtigt.

* Die deutsche K u p s e r e r z e u g u n g im März. Die deutsche Kupferhüttenproduktion stellte sich, wie der Gesamtausschuß zur Wahrung der In­teressen der deutschen Metallwirtschaft, Berlin auf Grund der Berechnungen des statistischen Bureaus der Metallgemeinschaft, Frankfurt a. M. mitteilt, im März 1929 auf 4330 Tonnen gegenüber 3855 Ton­nen im Februar. Die deutsche Kupferraffinadepro­duktion (Raffinadekupfer und Elektrolytkupfer) be­trug im März 8418 Tonnen gegenüber 8253 Tonnen im Februar.

* S a ch l i e f e r u n g e n zum Ausbau der französischen Kolonien? Nach der Zeit­schriftL'Usine" verhandelt der in Paris anwesende Gouverneur von Französisch-Westafrika mit der Re­gierung über große Arbeiten zur wirtschaftlichen Förderung dieser Kolonie. Zum Teil will man Sach- lieferungen dazu verwenden. Es soll zu diesem Zweck über eine Anleihe von mehr als einer Mil­liarde verhandelt werden.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 29. April. Tendenz: freund­lich. Auch zu Beginn der neuen Woche hielten die Besserungen an. Die günstigeren Presse­meldungen aus dem Auslande und die Besse­rung d e v M a r k gaben der heutigen Börse einen festen Grundton. Die 'Beteiligung außenstehender Kreise blieb jedoch ziemlich gering, doch entwickelte sich, da die Spekulation in verstärktem Maße in Spezialwerten zu Jnteressenkäufen schritt, in diesen Papieren zeitweise recht lebhaftes Geschäft. Die Stimmung war zuversichtlich, in Hinsicht auf die optimistische Lage in Paris, da man nun einsieht, daß die voreiligen Befürchtungen eines Verfalls der deutschen Währung oder einer internationalen Wirtschaftskrise den Tatsachen vor­ausgeeilt fein dürften. Die neuesten Meldungen, in denen zum Ausdruck kommt, das starke Bemühun­gen von Seiten der Amerikaner und der Engländer zur Weiterführung der Re­parationsverhandlungen gemacht wer­den, machten einen sehr günstigen Eindruck, und die Börse war daraufhin wieder fest gestimmt. Auch die feste Neuyorker Börse vom Samstag, sowie die weiter steigende Kohlenförderung im Ruhrbergbau blieben nicht ohne Einfluß. Die etwas angespannte­ren Geldmarktoerhällnisse hatten auf der anderen Seite keine Wirkung, da diese Tatsache hinsichllich des Ultimo, naturgemäß eintreten mußte. Im Vor­dergründe des Interesses standen die alten Favori­

ten. Besonders lebhafte Nachfrage machte sich ftir Kaliwerke bemerkbar, die bis 8o.H. gewinnen konnten. Aber auch für Elektroaktien bestand regere Nachfrage. Siemens und Schuckert waren mit je plus 6 o.H. führend. Die übrigen Werte dieses Marktes lagen von 1 bis 4 v. H. fester. Am Chemie- markt eröffneten J.-G.-Farben 4 v. H. höher. Scheideanstalt plus 2 v. H. und Deutsche Erdöl plus 2,75 v.H. Montanwerte hatten dagegen nur Um­sätze in kleinerem Umfange zu verzeichnen. Die we­nigen zustandegekommenen Notierungen lagen je­doch zumeist bis 2,5 o.H. höher. Nur Klöckner wa­ren angeboten und etwas niedriger. Bank- und Schiffahrtsaktien blieben im Hintergründe und wa­ren zumeist leicht gedrückt. Nur Commerzbank etwas gefragter und 2^5 o. H. fester. Zellftoffaktien bis 1,5 o. H. höher. Am variablen Markte waren Frank­furter Maschinen vernachlässigt und 3v.H. schwa­cher. Die hier umlaufenden Gerüchte, die von einer Dividendenreduzierung wissen wollen, " jedoch noch jeder Bestätigung entbehren, waren die Ursache für die schwache Lage dieser Aktien. Renten still. Deutsche Anleihen aber weiter beachtenswert fest. Im Ver­laufe trat doch wieder eine gewisse Zurückhaltung in Erscheinung, und die Börse unterlag verschiedentlich Schwankungen, wobei Rückgänge bis zu 1,25o.H. eintraten. Das Geschäft war still, da auftauchende vage Kombinationen eine Verstimmung nach sich zogen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6,5 v. H. gesuchter. Am Devisenmarkt war die Lage be­ruhigt. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2190, gegen Pfund 20,48, London gegen Kabel 4,8531. gegen Paris 124,16, gegen Mailand 92,60, gegen Madrid 33,75, gegen Holland 12,0713.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 29. Aprll. Der Produkten­markt eröffnete die neue Woche weiter in ruhiger Haltung. Anregungen lagen nicht vor, so daß das Geschäft äußerst klein blieb. Auch das Inland- angebot war sehr knapp, doch ging hiervon keine Anregung aus. Rur in Mais für Futterzwecke kam etwas mehr Ware an den Markt, so dah hier eine Preisabschwächung zu ve^eichnen war Es wurden notiert: Weizen 23,75; Roggen 22,75; Sommergerste für Brauzwecke 24; inl. Hafer 24 bis 24,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 22,50; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 32,75 bis 33; Roggenmehl 30,25 bis 31; Weizenkleie 13,25; Roggenkleie 14; Erbsen 33 bis 50; Linsen 50 bis 110; Heu 13 bis 13,50; Weizen- und Roggen­stroh, drahtgepreßt, 4,25 bis 4,50; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt, 5; Treber, getrocknet, 20,25 bis 20,50 Mk. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 29. Aprll. Auftrieb: 125-i Stück Rinder, darunter 283 Ochsen, 67 Bullen, 521 Kühe, 320 Färsen, 721 Kälber, 48 Schafe und 4667 Schweine.^ Ochsen: vollfleischige, ausgemäftet-, höchsten Schlachtwerts, jüngere 58 bis 03, ältere 54 bis 57, sonstige vollfleischige, jüngere 47 bis 53; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht- werts 53 bis 56, sonstige vollfleischige oder ausge- inästete 48 bis 52; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 46 bis 50, sonstige voll- fleischige oder ausgemästete 40 bis 44, fleischige 35 bis 39, gering genährte 32 bis 34. Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollfleischigc, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 59 bis 63, vollfleischige 54 bis 58, fleischige 50 bis 53; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 75 bis 79, mittlere Mast- und Saug kälber 70 bis 74, geringe Kälber 60 bis 69, Schweine. Fettschweine über 300 Pfund Le­bendgewicht 72 bis 75, vollfleischige von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 73 bis 75, vollfleischige von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 73 bis 76, vollfleifchige von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 73 bis 76, fleischige von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 70 bis 74, Sauen 60 bis 65 Marl. Marktverkauf: Rinder rege, geräumt; Schweine ruhig, ausverkauft; Kälber und Schafe rege, ausverkauft.

Frankfurter Eierbcricht.

Frankfurt a. M., 27. April. (Großhandels­preise unverzollt und ohne Fracht.) Die Stim­mung ist etwas freundlicher, da sich Anzeichen eines Anziehens der Preise bemerkbar gemacht haben. Obwohl das Angebot ziemlich erheblich war, ließ der Absatz an Hmfang etwas nach. Die Verbraucher sind immer noch sehr zurück­haltend. Rachstehende Preise waren zu hören: Italiener 9,50 bis 10, Bulgarische 8,50 bis 8,75, Holländische 9 bis 11,50, Südslawische 8,75 bis 9, Polnische 6,75 bis 7,25, Russische 7.50 bis 7,75, Dänische 9 bis 11,50, Belgische 9,60 bis 9,80. Französische 9,25 bis 9,50, Schlesische 8,75 bis 9,50, Bayerische 8,50 bis 9, Rorddeutsche 8.50 bis 9,50, Rumänische 7,50 bis 7,75. Alles pro Stück in Pfennigen.

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse

trief'

Geld

Berlin 27. April

10

120

122,5

Banknoten

57

85

5

6

203

28

87,5

276

, 6 11

, 0

205

150,5

56

85

121

18,9

118

, 8 , 6 10

S , 8 iu , 8 . 8

88

278,5

Die hinter den Papieren angeführlen Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Loiubardzinsfuß 8,5 Prozent.

62,25

111

Ludw. Socroc . . . Rat. Automobil . . Cwiftefn & Koppel Leonhard Tietz . . Bamag-Mcaum . . Aranks. Maschinen . Gritzner . . . . . Heyligenstacdt . . Iunghan?. . . . Lcchwerke. . . Mainlrastwerke . . Mag.......

tfelarfulmct . . « PeicrS Union . . . Gebr. Roeder . . < Boigt & Hacfsoer . Südd. Zucker . . -

Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M

Telegraphische Auszahlung.

118,5 l

113,5 i

204 1

149 150,25

Französische Noten.....

pollandtsche Noten......

Atolienijche Noten......

Norwegische Noten......

Deutsch Oesterr,ilOOKronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten ......

Spanische Roten.......

Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten.......

Frankfurt a M.

Berlin

Schluß» Kurs

l-Uhr- Kurs

Schluß. Kurs

Anfang Kur«

Datum

27.4.

29-4.

27-4.

29 4-

Phiupp volflmaim .....

Heidelberger Cement ....

in

115

144,5

116.5

114

115,5

Cement Karlstadt .....

. 8

-

-

Wayß & Freitag ......

10

124

124

118

-

Schultheis Pahenhoser. . .

15

-

281

286

Ostwerle.........

12

230

233

£Bct. Glaozstosf......

18

428

424,5

429,5

Bcmberg.........

14

325

334,5

flellftoff Waldhos.....

12

252,5

254

251

253

Zellstoss Sstchasscnbv.ro . . . Charlottenburger Wasser . .

12

178

179

176

109,5

176

110,4

Dc'smier Gac,.......

. '

-

202

204,75

Daimler Motoreu.....

. U

54

55,65

56,13

Dcutlcksc Maschineii-FaLllk .

. G

49

49,5

Lldlerwerte Kleoec.....

o

50

50

50,13

slsranksurt a M.

Berlin

Hranlsurt a. M.

Berlin

Schluß- Kurd

1 Uhr Kurs

Schluß. Kurs

Anfang- Kurs

Schluß-1

Kure 1

l-Uhr. Kure

Schluß- Kur«

An sang Kurs

Datum

27-4. |

29.4.

27 4.

29 4.

Datum

27-4. |

29.4.

27.4. |

29-4-

6% Di. Reichüauleihe v. 1927

Dt. 8lnl..AbtöI.^chuld mit AuL- lost-Rechten

DeSgl. ohne AuSlos.-Rcchte . . .

7% Franks. Hhp.°Bk- Goldps. un­kündbar bis 1938 . .

<&% Rheinische Hhp.-Bank Liqu.

Goldps.

W.C-G. aba. BorkriegS-Obligation. rückzahlbar 1933

4% Schweiz. BnndeSb^AnU. . 4% Oesterretchische Goldrle.. .

4,20% Oesterr. Silberrte.....

4% Oesterreich, einhettl. Rte. . - 4% Ungarische Goldrtc.....

4% Ungarische Staatlr. v. 1910 4%% deSgl. von 1913 . ...

4% Ungarische Krone arte., .

4% Türk. »ollanIethL v. 1911 . .

4% Türkische Bagdadbahn-Anl.,

Serie 1 ...

4% deSgl. Serie 11. .....

4% Rumänen amtiert Rte. . . .

414% Rumänen Aoldanl. von 191.

SIllg. Deutsche Eisenbahn . . 4% Hambura-Amerila Polet ... 8 Hamb.-Südam. Tampssch. . . 8 Hansa Darnpsschiss ... io Norddeutscher Lloyd.....8

Llllg. Deutsche Ereditanst. . . i>

Sacmci Bankverein. ... 10 Berliner Handelsgesellsch. . . 12 Commerz- und Privat-Bank . u Darmst. u. Rattonalban! . 12

Deutsche Bank ... U

Dttkonto-Gelelllchafr 8Lnt. . 10 Dresdner Bank ... 10

Mitteldeutsche Ereditbaal... 9 Metallbau! ...8

VeichLbank ....... 1$

87,45

52,35

9,6

84,25

76,25

87,8

101,25

2,6

23,9

1,85

9

116

109

126,5

128,5

211

184,5

256

162,5

152,5

159,25

289,25

52,4

9,95

--

115,75

108,75

187

161,5

158,75

87,5

52,5

9,5

24,2

21,13

22,25

1,9

8,9

17,65

115,9

144,75

108,9

125,75

128

210,25

166

255

162

154

159,5

288,5

52,4

10

24.2

116,13

109.5

125,13

127

210,25

186,5

257

162

153,75

159

292

2L<S.Q>............t>

Bergmann.........9

Elektr. Lteserungcn. .... 10

Licht und Straft .....10

tz eiten 4 Guilleaume. .... 6

Ges. f. Elektr. Untern.. ... 10

Hamb. Elektr. Werke .... io

Rhein. Elektr.....

Schles. Elektr........10

Siemens & Halske ..... 12

Tranlradio .... 8

Lahmeyer 4 Go...... . 10

Buderus . . . ....... b

Deutsche Erdöl ....... 6

Essener Steinkohle ...... 8

Gelsenkirchener ... |. % 3- 4

Harpener.......... 6

Hoesch Eisen. ........ 8 TUic Bergbau ....... stlücknerwerke . ...... .7

ManneSmann........8

Mansfelder.........7

Oberschlei. Eisenb. Bedarf... 5

Oberschlcs. KokSwcric.....G

Phönix Bergbau......6%

Rheinische Braunkohlen. . . 10

Rhein stahl . s. % Jahr 11

Rlebeck Rtontan......7,2

Bereinigte Stahiw......G

Otavi Minen ......2 sh

Sali Aschersleben.....10

Kali Westeregeln......10

Kaliwerk Salzdetfurth ... Id

I- © yarden.Jnvustrle ... 12

Dynamit Nobel . ...... b

Schetdeanftall. ....... 9

Goldschmiot ..... 5

1 RütgerSwerke . ....... 6

Metallgcsellschaft......11

162.5

205

151

204,5

132.5

211

156

229.25

362,5

163

114,5

125

129

210

98,5

109

128,5

81

90,25

269

110,75

89

65

230,5

234,5

364

237

162

85,5

86,5

129

165,75

206

152,5

207

214,5

235

368,5

117,25

98

111,6

113

237

242

240,9

5

88

128,13

162.5

204,5

150,25

202

132,5

209.5

134,5

136,5

183,5 229,5

362,25

139 161,65

69

114,9 113,75 124.25

129,5

113,75

211 98

113 108,25 126,25

80,5

99,75

91,13 270,25

111

90,25

65.4 231,25

236

363,25

237 HO,5

84

86

128,5

164,25

106,25

151,25

204,5

132,75 212

139.5 157

186

232,25

366,25 140

164

69

116,75 115

125 131

114,5

98,5 114,25

110,25

127,25

82,75

100.4

92

275.13

112

67.5 234

241

370.5

240

113.25

85 87,7

16.48^ "

16,545

169,56

170,24

22,17

22,25

112,26

112,77

59,13

59.37

2,505

2,525

112,50

112,94

81.54

81,86

60,98

61,22

12,47

12,53

73,27

73,57

27. April

29. April

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Brief

Geld

Bne .

ämtt--Ron-

169,43

169,77

169,42

169.76

Buen..Titre«

1,772

1,776

1.771

1.775

Brss.-Antw.

58,545

58,665

58,54

58,66

Ehristiania.

112.37

112,59

112,35

112.57

Kopenhagen

112,44

112,66

112.42

112.64

Stockholm . Heisingfors.

112,60

112,82

212.72

112.84

10,598

10,618

10,595

10,615

Ztalten. - .

22,125

22,165

22,105

22,145

London. . .

20,45

20.49

20,452

20,492

Ncupork . .

4.2140

4.2220

4,2135

4,2215

PariL....

16,485

16,525

81,85

16,475

16,515

Schweiz . .

81,19

31.16

81,32

Spanicn. .

60.74

60,36

60,72

60.84

Japan .. . wo de Jan.

1.388

1,902

1.396

1.900

0.503

0.505

0,502

0.504

Wien inl.» Oest. abgeit

59,2k

59,34

59,20

59,32

Prag Belgrad

12,473

12,493

12.475

12.495

7,413

7,427

7.411

7.425

Budapest

73,44

73.60

73,54

73.58

Bulgarien

3.047

3,053

3.042

3,043

Lissabon .

18,85

81,75

2.070

18,89

13,38

18,92

Danzig. .Konstantin.

81.91

2.074

81.73

2,066

81.89

2.070

Athen. .

5.454

5.465

5.455

5,465

Kanada

4,182

4.190

4.131

4.189

llrn nat) .

4.066

4.074

4.006

4.074

Cairo

20,93

21.02

20.98

21,02

Berlin, 27. April

(Selb

«ries

.unerilaniiche Noten .....

Belgische Noten........

Dänische Note»........

Englische Sloten........

4,205

58,33

112,28 .

20,50

4,225

58,62

112,72

20,58