Ausgabe 
29.1.1929
 
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Schwurgericht Gießen

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Buntes Allerlei.

Das evangelische Reichsellernparlament in Breslau.

Der evangelische R e i ch s e l t e r n t a g, die all­jährliche Heerschau ter im Reichsverband evan­gelischer Eltern- und Bolksbünde (Reichseltern­bund) zusammengeschlossenen Elteriwrganisativnen findet in diesem Jahre vom 4. bis 7. April tit Breslau statt. Dem Reichselterntag geht am 4. April ebenfalls in Breslau die sechste reli­gionspädagogische Tagung der Gesell­schaft für evangelische Pädagogik voraus.

17 hundertjährige im Jahre 1928 In Preußen.

Der preußische Ministerpräsident Dr. Braun hat im Iahre 1928 siebzehn Hundertjährigen, darunter elf Männern und sechs Frauen, das Ehrengeschenk des preußischen Stoatsministe- riums zum hundertsten Geburtstage überreichen lassen.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrit stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Gießen, 28. 3an. Am ersten Tage diesmaligen Schwurgerichtsperiode wurde gen den Landwirt Friedrich Römer aus Babenhausen II wegen Meineids im Sinne des § 153 St.-G.°B. verhandelt. Den Borsitz führte Landgerichtsrat Hirsch. Die Anllage vertrat Staatsanwalt Iusttzrat Weidemann, wäh­rend Rechtsanwalt Dr. M e u s e r als Berteidi-

Gefchäftsbelebung und ein mäßiges Anziehen der Preise festzustellen. Schlech­ten Gcschäst.'gang hatten nach wie vor Rinder. Der Export griff im allgemeinen etwa) reger ein, und auch die Aufkäufer für Wurstsabriken betä­tigten sich etwas mehr.

Der Auftrieb entsprach ungefähr dem der Borwoche und war nur in Großvieh nennens­wert ermäßigt. Cs waren aufgettieben 18 300 Rinder (gegen 22 000 in der Vorwoche), 18 900 Kälber (gegen 18 500), 6700 Schafe (7800) und 75 000 Schweine (80 80C). Rinder waren bei langsamem Handel in den Preisen gegenüber der Borwoche nur wenig verändert. Wurstkühe sanden durchweg zuerst Abnehmer. Bullen er­litten durchweg Preisabschläge. Das Kälber- geschäst lag mitt.lmäßig, gute Mastkälber ließen meist etwas nach. Die letzten Rotierungen waren sonst weiter maßgebend. Am Schaf markt hatten brauchbare Tiere schlanken Absatz. Teilweise zogen die Preise leicht an. Der Schweine- markt zeigte ein etwas freundlicheres Bild als in der Borwoche. Gute leichte Ware wurde gern gekauft, dagegen blieben Fettschweine vernach­lässigt. Aufschläge von 1 bis 3 Pf. waren nicht selten. Rachstehende Preise in Pfennig per Pfund Lebendgewicht:

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Dann wird die Straßenbahn b?heizt?

Elektrizität in jedem Gerät! Die­sen Spruch kann man überall lesen, sei es, daß er bei Ausstellungen, bei dem Lichtfest in dem groß­artigen Torbogen am Seltersberg oder bei der Straßenreklarne, ja selbst bei den Briesverschluß marken Verwendung findet. Auch in der Stra ßenbahn steht geschrieben:Elektrizität in jedem Gerät!" Koche Bügse Heize elektrisch rasch, sauber, bequem!" Leider muß man aber bei der täglichen Benutzung der Straßenbahn fest- stellen, daß hier die rasche billige bequeme Heizkraft des elektrischen Stromes'n och keine Anwendung gefunden hat. Besonders bei der jetzi gen kalten Witterung ist es äußerst unangenehm und auch ungesund, die Straßenbahn als modernes Berkehrsmittel zu benutzen, da eine Heizung fehlt. Zu leicht holt man sich kalte Füße; unan genehme Folgen, Erkältung, Lungenentzündung oder Grippe sind unausbleiblich. Kein Wunder, daß die Straßenbahn von vielen sonstigen Fahrgästen im Winter nicht benutzt wird. Und doch wären gar nicht allzu große Mittel erforderlich, die Straßen­bahn auch im Winter durch Einbau einer Heizung zu einem angenehmen Verkehrsmittel zu gestalten. Zwar ist schon öfters in der Oeffentlichkeit die Straßenbahnbeheizung angeschnitten worden, doch leider bis jetzt noch ohne Erfolg.

Anderseits ist man doch sonst mit elektri­schen Heizversuchen großzügig, um zu be­weisen, daß der elektrische Strom billig ist, selbst wenn mannach holländischem Muster" verfährt. So wurde doch erst kürzlich (laut Bericht imGie­ßener Anzeiger", Dezember 1928) die ganze B e - helssschule in der Gabelsberger st raße mit einer elektrischen Heizung versehen. Allerdings wird jetzt vielfach behauptet, daß die Schulräume trotz der Billigkeit des Stromes", vollständig un­genügend beheizt seien, so daß man sich des Eindrucks nicht erwehren könne, als ob auf Kosten der Gesundheit von Lehrer und Schüler die Billig­keit des Stromes erzielt werden solle, besonders bei der Deckenstrahlung, die auf den Kopf eine^ Höhensonnenwirkung ausübe, die Füße, aber kalt lasse. Von anderer Seite, die mit den Kosten des elektrischen Stromes etwas zu tun hat, wird übrigens selbst in diesem Falle die Billigkeit der elektrischen Heizung noch stark angezweifelt.

Bevor man andere Heizversuche macht, die mirt lich nicht so notwendig sind, sollte man die Stra­ßenbahn, die doch dem allgemeinen Verkehr dient, elektrisch beheizen. Die Einführung der Heizung in der Straßenbahn hätte sicherlich nicht die Kosten erfordert, wie sie der Behelfsschule zu Versuchs­zwecken zur Verfügung gestellt wurden. Auch die Betriebskosten der Heizung dursten nicht so hoch fein, da die Straßenbahn dem Elektrizitätswerk an- gegliedert ist und den Strom zu Selbstkosten be­ziehen würde. Oder sollte etwa der elektrische Strom für Heizung noch bei Selbstkosten zu teuer sein? Dann wären allerdings Reklame und großzügige Versuche unverständlich. Aus jeden Fall erscheint eine Beheizung der Straßenbahn durchaus ange­bracht.

Hoffentlich wird diese Anregung diesmal auf fruchtbaren Boden fallen; die Fahrgäste der Stra­ßenbahn wären jedenfalls den maßgebenden Stellen zu großem Dank verpflichtet.

MehrereB ärger und h a u f i g e B e n u tz e i der Straßenbahn.

Frankfurter Genossenschafts­bank e. G. m. b. H.. Frankfurt a. M. Die Entwicklung hat im Jahre 1928 eine ruhige und aufwärtsstrebende Linie gezeigt. Die Dilanz- summe erhöhte sich von 14,30 auf 19,50 Mill. Mark, der Mitgliederbestand von zirka 4000 auf 4600, die Gefchäftsanteib-Guthaben stiegen auf 2 (1,40) Milk. Mk. Die Kontokorrent- und Spar­einlagen sind Ende 1928 auf rund 16 (11,8) Millionen Mark, die Debitoren auf 12,50 (9,20) Millionen Mark angewachsen. Die Liquidität ist gut, da die Bestände an Kassa, Bankguthaben, Wechseln und Effekten Ende 1928 5,30 (4,20) Millionen Marr betrugen, während sich die Ge- samtgaranttemittel auf 6,50 Millionen Mark be­laufen.

* Auflegung der Amerika-Anleihe des ProvinzialverbandeS Hanno­ver. Die amerikanische Anleihe deS Provinzial­verbandes Hannover ist gestern in Reuyork zu 941/? Prozent zur Zeichnung aufgelegt worden.

' Auflegung von lOMill. Mk. 8proz. Leipziger Stadtanleihe. Ein unter Füh­rung der Allgemeinen Deutschen Credit-Anftalt, Leipzig, stehendes Bankkonsortium, das auch dies- mal mit einer von Gebr. Arnhold, Dresden, ge­führten Gruppe zusammengeht, wird in den näch­sten Tagen 10 Mill. Mk. 6proz., ab 1935 künd­bare Leipziger Stadtanleihe zu 933/t Prozent zur Zeichnung auflegen. Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, hat das Konsortium die Anleihe zu 91 Prozent fest abgeschlossen. Die Anleihe wird ab 1935 ausgelost und jeweils mit 100 Prozent zurückgezahlt. Die Anleihe wird an den Börsen zu Leipzig, Dresden, Chemnitz, Berlin und Frank­furt a. M. zur Einführung kommen.

Frankfurter Börse.

F r a n k f u - t a. M., 29. Jan. Tendenz: schwach. Die kommenden Reparationsverhandlungen, denen in Börsenkreisen sehr pessimistisch entgegengesehen wird, der unregelmäßige Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse, sowie die Schwierigkeiten der deutschen Wirt­schaft, die in den gestrigen Ausführungen'des preußi­schen Handelsministers zum Ausdruck kamen, hatten zu Beginn der heutigen Börje eine allgemeine Unsicherheit zur Folge. Der bevorstehende Ultimo mahnte ebenfalls zur Zurückhaltung, da in verschiedenen Kreisen mit evtl. Schwierigkeiten ge­rechnet wird. Die Spekulation hielt sich daher stark

im Hintergrund und schritt zu Abgaben. Die Ten- 1 denz neigte sich daher stark nach unten. Auch ! von Provinzsecke wurden Abgaben vorgenommen, ! und es traten gegenüber der gestrigen Abendbörse durchschnittliche Verluste bis zu 4 v. H. ein. Als die Bankiertragödie in Berlin bekannt wurde, nahm die Verstimmung zu, und es machte sich eine große Lustlosigkeit bemerkbar, so daß das Geschäft kaum noch nennenswert war. Stark angeboten und 6 v. H. niedriger lagen I.-G.-Farben. Am Elektro­markt verloren Bergmann 5 v. H., Gesfürel 4,5 v. H. und AEG. 3 v. H. Schuckert uiib Siemens, bei letz­teren muß der Dividendenabschlag berücksichtigt wer­den, zeigten eine gewisse Widerstandsfähigkeit. Am Montanmarkt waren die Umsätze ebenfalls meist ge­ring. Phönix hatten einige Nachfrage zu verzeichnen und blieben knapp behauptet. Auch die übrigen Aktien dieses Marktes, mit Ausnahme von Rhein­stahl (minus 3,5 v. H.) und Vereinigte Stahlwerke (minus 2,75) lagen knapp behauptet. Banken un­einheitlich. Deutsche Bank 1 v. H. schwächer, Corn merzbank und Dresdner Bank dagegen bis 0,75 v. H erhöht. Zellstoff Waldhof minus 5 v. H. Autoaktien verloren bis 2 v. H., Kaliwerte bis 3 v. H. Einiges Interesse bestand dagegen für Svenska und für Monte- catini. Deutsche Anleihen zur Schwäche neigend. Don Ausländern ungarische Goldrente etwas höher. Im Verlaufe griff die Verst.mmung weiter um sich, und es traten auf weitere Abgaben auch von außen­stehenden Kreisen, denen kaum Aufträge gegenüber­standen, weitere Kursrückgänge ein. Stark unter dem Druck der herrschenden ungünstigen Lage hatten vor allem die anfänglich recht widerstands­fähigen Schuckert und Siemens, die erneut 5 bzw. 7 v. H. verloren, zu leiden. I.-G.-Farben und AEG. gaben bis 2 v. H. nach. Am Geldmarkt war Tages­geld zu 4 o. H. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,209750, gegen Pfunb 20,411, London gegen Kabel 4,8495, gegen Paris 124,04, gegen Madrid 29,68, gegen Mailand 92,6750, gegen Holland 12,0950.

Berliner Börse.

Berlin, 29. Jan. Schon im heutigen Bormit- tagsverkehc hatten der unregelmäßige Schluß der Neuyorker Börse, die Auslassungen des preußischen Handelsministers Dr. Schreiber, die von auf- gleitender Konjunktur Deutschlands handeln und Anlaß genug zu schwerer Sorge brachten, ein Ar­tikel in der Morgenpresse über eine Emissionsabsicht der J.-G.-Farbenindustrie usw. zu leichten Kursrückgängen geführt. Dies alles ver­blaßte aber zu Beginn des offiziellen Verkehrs, als die Nachricht von der Tragödie bekannt wurde, die sich heute Vormittag in einem angesehenen Berliner Bankhaus« abgespielt hat. Ein Mitinhaber des Bankhauses Katz & Wohlauer wählte, angeblich auf verfehlte Spekulationen, den Freitod, sein Sozius wurde vor Schreck darüber vom Herzschlag getrof­fen. Das Geschäft war daraufhin vollkommen gelähmt, und die Kursentwicklung gestaltete sich ausgesprochen schwach. So haben die an der gestrigen Börse umlaufenden Gerüchte eine teil­weise Bestätigung gefunden, obwohl die Liquida­tionskasse erklärt hat, daß bei ihr alles in Ord­nung sei. Auch zu der heutigen Affäre liegt eine Stellungnahme der Liquidationskasse vor, die be­sagt, daß vorschriftsmäßige Deckung in reichlichem Maße vorhanden ist. Die ersten Notierungen lagen mit wenigen Ausnahmen bedeutend niedriger als gestern mittag. Auch wenn man den Report über­haupt nicht berücksichtigt, ergeben sich immer noch Rückgänge bis zu 5 v. H., und bei den schwere­ren Papieren bis zu 11 v. H. Siemens wurden ex­klusive Dividende gehandelt. Don Interventionen der Großbanken konnte kaum die Red« sein. Das Angebot war aber nicht sehr groß, und das Geschäft kam meist bei minimalsten Umsätzen zustande. Deutsche Anleihen schwächer. Ausländer ruhig. Anatolier wieder nachgebend. Der Pfandbriefmarkt verkehrte ruhig bei meist gehaltenen Kursen. Der Geldmarkt hatte bei der Näh« des Ultimos natur­gemäß etwas angespanntere Stimmung. Tages­geld 4 bis 6 v. H., Monatsgeld 7 bis 8 v. H., Waren­wechsel 6 bis 6,25 v. H. Auch im Verlaufe bildete der oben erwähnte Selbstmord das Hauptgesprächs­thema. Die Stimmung war weiter recht depri­miert, und die Nervosität kam in den Schwan­kungen der Kurse dcullich zum Ausdruck. Von einer Einheitlichkeit der Tendenz konnte nicht die Rede fein.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 29. Jan. Am Produkten­markt war die Haltung heute ruhig. Die schwäche­ren Auslandnotierungen hatten eine größere Zu­rückhaltung und verschiedentlich auch ein Nachgeben der Preise zur Folge. Das Angebot hat in Brot- getreide etwas zugenommen, so daß Weizen und Roggen bis 25 Pfennig niedriger gehandelt wurde. Am Mehlmarkt bestand für Mehl weiter einiges Interesse. Es wurden notiert: Weizen 23,75; Rog­gen 23,25 bis 23,50; Sommergerste für Brauzwecke

ger fungierte.

Der Angeklagte akzeptierte für einen ihm be­kannten Schweinehändler aus Oberhessen einen Wechsel über 1200 Mk. Am Fälligkeitstage wurde der Wechsel aber nicht eingelöst, sondern ging in Protest, worauf die Bank, die ihn dis­kontiert hatte, Klage gegen den Angeklagten vor dem Amtsgericht erhob, und zwar im Wech­selprozeß. 3n diesem beschwor Römer, daß das Akzept nicht von ihm herrühre. Er berief sich darauf, daß er nieFritz Römer", sondern immer Friedrich Römer" unterzeichne; auch sei er dem Aussteller nichts schuldig. Der Vor­sitzende Richter belehrte,ihn. daß letzteres ganz einerlei sei, es komme nur darauf an, ob er ak­zeptiert habe. Auch in der heutigen Verhand­lung bestritt der Angeklagte, daß er das Ak­zept auf den Wechsel gesetzt habe. Es werden eine Anzahl von Zeugen vernommen, worauf der Staatsanwalt in längeren Ausführungen für die Schuld des Angeklagten plädierte und eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr 2 Monaten nebst 5 Jahren Ehrverlust und dauernde Ab­erkennung der Fähigkeit, als Zeuge eidlich ver­nommen zu werden, beantragte. Der Verteidi­ger beantragte in erster Linie Freisprechung, höchstens könne von einem fahrlässigen Falsch­eid die Rede sein. Der Gerichtshof schloß sich nach längerer Beratung den Ausführungen des Staatsanwalts an und erkannte auf die Mini­malstrafe von 1 Jahr Zuchthaus, 3 Zähre Ehrverlust und die weiter beantragte Re­denstrafe.

Der Vorsitzende gab bekannt, daß sich das Schwurgericht für teilweise Begnadigung Um­wandlung der Zuchthaus- in Gefängnisstrafe, WegfaU der Rebenstrafen ausspreche.

24,50 bis 24,75; Hafer, inländischer 23,75 bis 24; Mais (gelb) für Futterzwecke 23,50 bis 23,75; Wei- zenmehl, süddeutsches, Spezial 0 33 50 bis 34 25; Roggenmehl 31 vis 31,50; Weizenkleie 14,25; Rog­genkleie 15 Mark. Tendenz: ruhig.

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Oer Wechselkredii.

Nach dem Wochenbericht des Instituts für Kon­junkturforschung ist die Neubeanspruchung von Wechselkredit von November auf Dezember geringfügig gestiegen. Die Wechselziehungen liegen mit 4 487 Millionen Mark im Dezember nur um 44 Millionen Mark über November. Diese Bewe­gung war geringer, als saisonmäßig für Dezember zu erwarten war. Nach Ausschaltung der Saison­schwankungen ergibt sich daher ein, wenn auch ge­ringer, konjunktureller Rückgang, der nun schon seit August 1928 anhält. In diesem kon­junkturellen Rückgang der Wechselziehungen kommt einmal die verminderte Umsatztätigkeit in der Produktionswirtschaft und darüber hinaus das ge­ringere Bedürfnis der Unternehmungen, ihre Um­sätze mit Wechselkredit zu finanzieren, zum Aus­druck. Die konjunkturellen Spannun­gen, die mit einer hohen Beanspruchung des Wech­selkredits gegeben sind, haben sich demnach wei­ter vermindert.

. Vergleicht man den gegenwärtigen Rückgang der Wechselziehungen mit der Entwicklung im Jahre 1925 26, so ergibt sich deutlich, daß der augenblick­liche Rückbildungsprozeß des Wechselkredits sich in wesentlich langsamerem Tempo vollzieht, als da­mals. Diese Tendenz hat ihre Ursachen einmal darin, daß die Spannungen in dem gegenwärtigen Konjunkturzyklus sich bei weitem nicht so stark ent­wickelt haben, wie im Jahre 1925. Aus diesem Grunde ist eine sofortige Verminderung des Wech­selkredits nicht eingetreten. Ferner erklärt sich die augenblickliche, nur langsame Verminderung des Wechselkredits auch durch die besondere Lage der Privatbanken. Die Privatbanken konn­ten feit August in wachsendem Umfang Wechsel auf­nehmen, so daß die Summe der Wechsel im freien Verkehr, deren Höhe ein Symptom für die kredi­täre Verflechtung zwischen Kunden und Lieferanten ist, sich vermindert oder jedenfalls nicht zugenom­men hat. Die Möglichkeit der Privatbanken, in zu­nehmendem Maße Jnlandwechsel auszunehmen, war für sie um so mehr gegeben, als sie mit dem Nach­lassen der wirtschafllichen Aktivität nicht mehr wie bisher gezwungen waren, die ihnen zustießenden Jnlandwechsel zur Deckung des Zahlungsmittel- und Devisenbedarfs ihrer Kundschaft bei der Reichsbank zu rediskontieren.

Von den Schlachtviehmärkien.

An den deutschen Schlachtviehmärkten war in ter vorwöchigen Derichtsperiote eine leichte

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