Schwurgericht Gießen
aus
Publik' ai <.
Schake Schweine
32-67
40-68
48-110 50 - 56
20-54
50-62
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse
TrTeF
a. M
Devisenmarkt Vertin—Frankfurt
26,6
2
19,15
127
125,4
252,25
55,25
253
99
Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6,5 Drozent, Lombardzinskuh 7,5 Prozen?.
53.8 14
der ge
il 11,8
45-58
36-66
30-56
42-45
53,8
13,76
22-57 22-57 20-54 22-56 20-59 20-53 18-56 15-53 15-52
14-55 15-52
57-74
36-92
45-85
198,5
170,5
171,5
131,6
33,5
3.4>
26,6
22.7
24.75 c,05
11,36
11,5
11.65
19,3
Berlin Bremen Breslau Chemnitz Dortmund Dresden Düsseldorf Elberfeld Essen Arankfurt/M Hamburg Hannover Husum Karlsruhe Kastel Kiel
Köln Lipzig Magdeburg Mannheim München Stettin Stuttgart Zwickau
<69
182
-0,6 100
38-56
21-66
35-58
81,25
192
Kalber 45-86 40-80 46-72 55-80 40-88 44-78 45-85 45-82
70-79 65-76
50-70
65-74
68-77 64-71
70-79
58-79
65-78
54-83
68-88
doch x einmal.
trag*. -
66-76 55-74 70-82 66-80
60-76 65-79 58-74 60-78
63-74 60-77 60-75 60-73
50-63
48-60
54—76
46-64
32-75
48-110
52-73
40-72
42-75
50-78
30-75
52-73
65-80
44,6
2,06
146
139.26
142
430
197,75
284
>71.5
165
171.5
431.5
317,6
125,25
162,5 U5
139,5
226 199
280,3 iiü 16»
171,5
<04, j 130,j
313
Rinder 18-56 24-54 13-53 18-53 22-59 22-57 20-62 20-57 25-58 25 - 55 15-56 20-56
90,4 100
eng ttundK Otlfn'W' (lümbucfl-amedta 6tritt . pcmb -SObam fcompHtfe. Hansa tamplltttH »iotbbeutfdirt VloQfc - tiilg SDcutldjt Oreottantt. . Barmet Bankverein Betllnet feanbelegelemd). - Kommen- und Prioat-B«u Tarmkl u -Jlartmialbaid Deulichk Bant SUtonto.UiHem<t>«ft ÄnL Dttennet Bant fWttelbrutidx OxeMWal «Beiallbant ....
3 9 Aarben.jnbidtai Tnnaratt Nobel . stbeibeanfiali -Solvschmibt , flQtgererontt , SU taügeidl! (tieft.
87,u
63,6
14,05
90
81,3
76
97
3,2
2
- *Vi . . e . . e
io . . e . io . 10
le ii
12 . 10 . 10 . 10
128.5 175.15
iu4,5 125,15 1,9.25
>41,5 4x8.0 196,5 81,75 liu,5
165 '71
105.5 t» 1.2-1
319
Tat!
Leiblich I lendcncn ( AAonfärbcrc deutsche Di' Mi W särbereien . Zissern über der Statntali M hat d' tzerDr.v «usschuh d< leider an c sichtbar ist Deutschen- Gilberts D der deutsche Hochkonj für die n, sich mit de teden. Hm Zahl der tunb 2 D auch der sas! Dialers mi ändert, das offenbar n i zu verbinde' Heer von 21
Wenn Prn lichr fiapil wiesen t)at, i Hinweis da' gen, ab« nur der ein Nachsra;
Buntes Allerlei.
Das evangelische Reichsellernparlament in Breslau.
Der evangelische R e i ch s e l t e r n t a g, die alljährliche Heerschau ter im Reichsverband evangelischer Eltern- und Bolksbünde (Reichselternbund) zusammengeschlossenen Elteriwrganisativnen findet in diesem Jahre vom 4. bis 7. April tit Breslau statt. Dem Reichselterntag geht am 4. April ebenfalls in Breslau die sechste religionspädagogische Tagung der Gesellschaft für evangelische Pädagogik voraus.
17 hundertjährige im Jahre 1928 In Preußen.
Der preußische Ministerpräsident Dr. Braun hat im Iahre 1928 siebzehn Hundertjährigen, darunter elf Männern und sechs Frauen, das Ehrengeschenk des preußischen Stoatsministe- riums zum hundertsten Geburtstage überreichen lassen.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrit stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem
Gießen, 28. 3an. Am ersten Tage diesmaligen Schwurgerichtsperiode wurde gen den Landwirt Friedrich Römer aus Babenhausen II wegen Meineids im Sinne des § 153 St.-G.°B. verhandelt. Den Borsitz führte Landgerichtsrat Hirsch. Die Anllage vertrat Staatsanwalt Iusttzrat Weidemann, während Rechtsanwalt Dr. M e u s e r als Berteidi-
Gefchäftsbelebung und ein mäßiges Anziehen der Preise festzustellen. Schlechten Gcschäst.'gang hatten nach wie vor Rinder. Der Export griff im allgemeinen etwa) reger ein, und auch die Aufkäufer für Wurstsabriken betätigten sich etwas mehr.
Der Auftrieb entsprach ungefähr dem der Borwoche und war nur in Großvieh nennenswert ermäßigt. Cs waren aufgettieben 18 300 Rinder (gegen 22 000 in der Vorwoche), 18 900 Kälber (gegen 18 500), 6700 Schafe (7800) und 75 000 Schweine (80 80C). Rinder waren bei langsamem Handel in den Preisen gegenüber der Borwoche nur wenig verändert. Wurstkühe sanden durchweg zuerst Abnehmer. Bullen erlitten durchweg Preisabschläge. Das Kälber- geschäst lag mitt.lmäßig, gute Mastkälber ließen meist etwas nach. Die letzten Rotierungen waren sonst weiter maßgebend. Am Schaf markt hatten brauchbare Tiere schlanken Absatz. Teilweise zogen die Preise leicht an. Der Schweine- markt zeigte ein etwas freundlicheres Bild als in der Borwoche. Gute leichte Ware wurde gern gekauft, dagegen blieben Fettschweine vernachlässigt. Aufschläge von 1 bis 3 Pf. waren nicht selten. Rachstehende Preise in Pfennig per Pfund Lebendgewicht:
in«viel Be g Hortung.)
Ä»‘t r°hA°
Sfe** l
jchast arbei hoch liege. Auch Dr. । Reichskredit den btiben . '.ragen (jabe. lammt imme ijrage, der a cenn voihe ‘iuslanbi mirb. Eine ifljen will i zuwachs, de darf deckt. Kriege runl bilden kann 'st, doh an Kapital sich ZU beachten, öer Wähnrn (anbtapi den Zinsend einer fDiillin die Kapital!) Wirtschaft de die Dawessch für Ähr sie «opital bilde wenigsten in In der wir u 3fn Dr. Zch,- 3n dieser
Färse ^chsrrgier: cafjt der
Mia-d ^rnden tu absteige
Fall zulässig, t euere: len doch > Malt ö «J feine den lann. c ^Nan ?u reden, de °°uchdie ' .^tunq Wien T-j «4i«6l
Der
9un98l rÖier
Dann wird die Straßenbahn b?heizt?
Elektrizität in jedem Gerät! — Diesen Spruch kann man überall lesen, sei es, daß er bei Ausstellungen, bei dem Lichtfest in dem großartigen Torbogen am Seltersberg oder bei der Straßenreklarne, ja selbst bei den Briesverschluß marken Verwendung findet. Auch in der Stra ßenbahn steht geschrieben: „Elektrizität in jedem Gerät!" — Koche — Bügse — Heize elektrisch — rasch, sauber, bequem! —" Leider muß man aber bei der täglichen Benutzung der Straßenbahn fest- stellen, daß hier die rasche — billige — bequeme Heizkraft des elektrischen Stromes'n och keine Anwendung gefunden hat. Besonders bei der jetzi gen kalten Witterung ist es äußerst unangenehm und auch ungesund, die Straßenbahn als modernes Berkehrsmittel zu benutzen, da eine Heizung fehlt. Zu leicht holt man sich kalte Füße; unan genehme Folgen, Erkältung, Lungenentzündung oder Grippe sind unausbleiblich. Kein Wunder, daß die Straßenbahn von vielen sonstigen Fahrgästen im Winter nicht benutzt wird. Und doch wären gar nicht allzu große Mittel erforderlich, die Straßenbahn auch im Winter durch Einbau einer Heizung zu einem angenehmen Verkehrsmittel zu gestalten. Zwar ist schon öfters in der Oeffentlichkeit die Straßenbahnbeheizung angeschnitten worden, doch leider bis jetzt noch ohne Erfolg.
Anderseits ist man doch sonst mit elektrischen Heizversuchen großzügig, um zu beweisen, daß der elektrische Strom billig ist, selbst wenn man „nach holländischem Muster" verfährt. So wurde doch erst kürzlich (laut Bericht im „Gießener Anzeiger", Dezember 1928) die ganze B e - helssschule in der Gabelsberger st raße mit einer elektrischen Heizung versehen. Allerdings wird jetzt vielfach behauptet, daß die Schulräume „trotz der Billigkeit des Stromes", vollständig ungenügend beheizt seien, so daß man sich des Eindrucks nicht erwehren könne, als ob auf Kosten der Gesundheit von Lehrer und Schüler die Billigkeit des Stromes erzielt werden solle, besonders bei der Deckenstrahlung, die auf den Kopf eine^ Höhensonnenwirkung ausübe, die Füße, aber kalt lasse. Von anderer Seite, die mit den Kosten des elektrischen Stromes etwas zu tun hat, wird übrigens selbst in diesem Falle die Billigkeit der elektrischen Heizung noch stark angezweifelt.
Bevor man andere Heizversuche macht, die mirt lich nicht so notwendig sind, sollte man die Straßenbahn, die doch dem allgemeinen Verkehr dient, elektrisch beheizen. Die Einführung der Heizung in der Straßenbahn hätte sicherlich nicht die Kosten erfordert, wie sie der Behelfsschule zu Versuchszwecken zur Verfügung gestellt wurden. Auch die Betriebskosten der Heizung dursten nicht so hoch fein, da die Straßenbahn dem Elektrizitätswerk an- gegliedert ist und den Strom zu Selbstkosten beziehen würde. Oder sollte etwa der elektrische Strom für Heizung noch bei Selbstkosten zu teuer sein? Dann wären allerdings Reklame und großzügige Versuche unverständlich. Aus jeden Fall erscheint eine Beheizung der Straßenbahn durchaus angebracht.
Hoffentlich wird diese Anregung diesmal auf fruchtbaren Boden fallen; die Fahrgäste der Straßenbahn wären jedenfalls den maßgebenden Stellen zu großem Dank verpflichtet.
MehrereB ärger und h a u f i g e B e n u tz e i der Straßenbahn.
• Frankfurter Genossenschaftsbank e. G. m. b. H.. Frankfurt a. M. Die Entwicklung hat im Jahre 1928 eine ruhige und aufwärtsstrebende Linie gezeigt. Die Dilanz- summe erhöhte sich von 14,30 auf 19,50 Mill. Mark, der Mitgliederbestand von zirka 4000 auf 4600, die Gefchäftsanteib-Guthaben stiegen auf 2 (1,40) Milk. Mk. Die Kontokorrent- und Spareinlagen sind Ende 1928 auf rund 16 (11,8) Millionen Mark, die Debitoren auf 12,50 (9,20) Millionen Mark angewachsen. Die Liquidität ist gut, da die Bestände an Kassa, Bankguthaben, Wechseln und Effekten Ende 1928 5,30 (4,20) Millionen Marr betrugen, während sich die Ge- samtgaranttemittel auf 6,50 Millionen Mark belaufen.
* Auflegung der Amerika-Anleihe des ProvinzialverbandeS Hannover. Die amerikanische Anleihe deS Provinzialverbandes Hannover ist gestern in Reuyork zu 941/? Prozent zur Zeichnung aufgelegt worden.
' Auflegung von lOMill. Mk. 8proz. Leipziger Stadtanleihe. Ein unter Führung der Allgemeinen Deutschen Credit-Anftalt, Leipzig, stehendes Bankkonsortium, das auch dies- mal mit einer von Gebr. Arnhold, Dresden, geführten Gruppe zusammengeht, wird in den nächsten Tagen 10 Mill. Mk. 6proz., ab 1935 kündbare Leipziger Stadtanleihe zu 933/t Prozent zur Zeichnung auflegen. Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, hat das Konsortium die Anleihe zu 91 Prozent fest abgeschlossen. Die Anleihe wird ab 1935 ausgelost und jeweils mit 100 Prozent zurückgezahlt. Die Anleihe wird an den Börsen zu Leipzig, Dresden, Chemnitz, Berlin und Frankfurt a. M. zur Einführung kommen.
Frankfurter Börse.
F r a n k f u - t a. M., 29. Jan. Tendenz: schwach. — Die kommenden Reparationsverhandlungen, denen in Börsenkreisen sehr pessimistisch entgegengesehen wird, der unregelmäßige Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse, sowie die Schwierigkeiten der deutschen Wirtschaft, die in den gestrigen Ausführungen'des preußischen Handelsministers zum Ausdruck kamen, hatten zu Beginn der heutigen Börje eine allgemeine Unsicherheit zur Folge. Der bevorstehende Ultimo mahnte ebenfalls zur Zurückhaltung, da in verschiedenen Kreisen mit evtl. Schwierigkeiten gerechnet wird. Die Spekulation hielt sich daher stark
im Hintergrund und schritt zu Abgaben. Die Ten- 1 denz neigte sich daher stark nach unten. Auch ! von Provinzsecke wurden Abgaben vorgenommen, ! und es traten gegenüber der gestrigen Abendbörse durchschnittliche Verluste bis zu 4 v. H. ein. Als die Bankiertragödie in Berlin bekannt wurde, nahm die Verstimmung zu, und es machte sich eine große Lustlosigkeit bemerkbar, so daß das Geschäft kaum noch nennenswert war. Stark angeboten und 6 v. H. niedriger lagen I.-G.-Farben. Am Elektromarkt verloren Bergmann 5 v. H., Gesfürel 4,5 v. H. und AEG. 3 v. H. Schuckert uiib Siemens, bei letzteren muß der Dividendenabschlag berücksichtigt werden, zeigten eine gewisse Widerstandsfähigkeit. Am Montanmarkt waren die Umsätze ebenfalls meist gering. Phönix hatten einige Nachfrage zu verzeichnen und blieben knapp behauptet. Auch die übrigen Aktien dieses Marktes, mit Ausnahme von Rheinstahl (minus 3,5 v. H.) und Vereinigte Stahlwerke (minus 2,75) lagen knapp behauptet. Banken uneinheitlich. Deutsche Bank 1 v. H. schwächer, Corn merzbank und Dresdner Bank dagegen bis 0,75 v. H erhöht. Zellstoff Waldhof minus 5 v. H. Autoaktien verloren bis 2 v. H., Kaliwerte bis 3 v. H. Einiges Interesse bestand dagegen für Svenska und für Monte- catini. Deutsche Anleihen zur Schwäche neigend. Don Ausländern ungarische Goldrente etwas höher. Im Verlaufe griff die Verst.mmung weiter um sich, und es traten auf weitere Abgaben auch von außenstehenden Kreisen, denen kaum Aufträge gegenüberstanden, weitere Kursrückgänge ein. Stark unter dem Druck der herrschenden ungünstigen Lage hatten vor allem die anfänglich recht widerstandsfähigen Schuckert und Siemens, die erneut 5 bzw. 7 v. H. verloren, zu leiden. I.-G.-Farben und AEG. gaben bis 2 v. H. nach. Am Geldmarkt war Tagesgeld zu 4 o. H. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,209750, gegen Pfunb 20,411, London gegen Kabel 4,8495, gegen Paris 124,04, gegen Madrid 29,68, gegen Mailand 92,6750, gegen Holland 12,0950.
Berliner Börse.
Berlin, 29. Jan. Schon im heutigen Bormit- tagsverkehc hatten der unregelmäßige Schluß der Neuyorker Börse, die Auslassungen des preußischen Handelsministers Dr. Schreiber, die von auf- gleitender Konjunktur Deutschlands handeln und Anlaß genug zu schwerer Sorge brachten, ein Artikel in der Morgenpresse über eine Emissionsabsicht der J.-G.-Farbenindustrie usw. zu leichten Kursrückgängen geführt. Dies alles verblaßte aber zu Beginn des offiziellen Verkehrs, als die Nachricht von der Tragödie bekannt wurde, die sich heute Vormittag in einem angesehenen Berliner Bankhaus« abgespielt hat. Ein Mitinhaber des Bankhauses Katz & Wohlauer wählte, angeblich auf verfehlte Spekulationen, den Freitod, sein Sozius wurde vor Schreck darüber vom Herzschlag getroffen. Das Geschäft war daraufhin vollkommen gelähmt, und die Kursentwicklung gestaltete sich ausgesprochen schwach. So haben die an der gestrigen Börse umlaufenden Gerüchte eine teilweise Bestätigung gefunden, obwohl die Liquidationskasse erklärt hat, daß bei ihr alles in Ordnung sei. Auch zu der heutigen Affäre liegt eine Stellungnahme der Liquidationskasse vor, die besagt, daß vorschriftsmäßige Deckung in reichlichem Maße vorhanden ist. Die ersten Notierungen lagen mit wenigen Ausnahmen bedeutend niedriger als gestern mittag. Auch wenn man den Report überhaupt nicht berücksichtigt, ergeben sich immer noch Rückgänge bis zu 5 v. H., und bei den schwereren Papieren bis zu 11 v. H. Siemens wurden exklusive Dividende gehandelt. Don Interventionen der Großbanken konnte kaum die Red« sein. Das Angebot war aber nicht sehr groß, und das Geschäft kam meist bei minimalsten Umsätzen zustande. Deutsche Anleihen schwächer. Ausländer ruhig. Anatolier wieder nachgebend. Der Pfandbriefmarkt verkehrte ruhig bei meist gehaltenen Kursen. Der Geldmarkt hatte bei der Näh« des Ultimos naturgemäß etwas angespanntere Stimmung. Tagesgeld 4 bis 6 v. H., Monatsgeld 7 bis 8 v. H., Warenwechsel 6 bis 6,25 v. H. Auch im Verlaufe bildete der oben erwähnte Selbstmord das Hauptgesprächsthema. Die Stimmung war weiter recht deprimiert, und die Nervosität kam in den Schwankungen der Kurse dcullich zum Ausdruck. Von einer Einheitlichkeit der Tendenz konnte nicht die Rede fein.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 29. Jan. Am Produktenmarkt war die Haltung heute ruhig. Die schwächeren Auslandnotierungen hatten eine größere Zurückhaltung und verschiedentlich auch ein Nachgeben der Preise zur Folge. Das Angebot hat in Brot- getreide etwas zugenommen, so daß Weizen und Roggen bis 25 Pfennig niedriger gehandelt wurde. Am Mehlmarkt bestand für Mehl weiter einiges Interesse. Es wurden notiert: Weizen 23,75; Roggen 23,25 bis 23,50; Sommergerste für Brauzwecke
ger fungierte.
Der Angeklagte akzeptierte für einen ihm bekannten Schweinehändler aus Oberhessen einen Wechsel über 1200 Mk. Am Fälligkeitstage wurde der Wechsel aber nicht eingelöst, sondern ging in Protest, worauf die Bank, die ihn diskontiert hatte, Klage gegen den Angeklagten vor dem Amtsgericht erhob, und zwar im Wechselprozeß. 3n diesem beschwor Römer, daß das Akzept nicht von ihm herrühre. Er berief sich darauf, daß er nie „Fritz Römer", sondern immer „ Friedrich Römer" unterzeichne; auch sei er dem Aussteller nichts schuldig. Der Vorsitzende Richter belehrte,ihn. daß letzteres ganz einerlei sei, es komme nur darauf an, ob er akzeptiert habe. Auch in der heutigen Verhandlung bestritt der Angeklagte, daß er das Akzept auf den Wechsel gesetzt habe. Es werden eine Anzahl von Zeugen vernommen, worauf der Staatsanwalt in längeren Ausführungen für die Schuld des Angeklagten plädierte und eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr 2 Monaten nebst 5 Jahren Ehrverlust und dauernde Aberkennung der Fähigkeit, als Zeuge eidlich vernommen zu werden, beantragte. Der Verteidiger beantragte in erster Linie Freisprechung, höchstens könne von einem fahrlässigen Falscheid die Rede sein. Der Gerichtshof schloß sich nach längerer Beratung den Ausführungen des Staatsanwalts an und erkannte auf die Minimalstrafe von 1 Jahr Zuchthaus, 3 Zähre Ehrverlust und die weiter beantragte Redenstrafe.
Der Vorsitzende gab bekannt, daß sich das Schwurgericht für teilweise Begnadigung — Umwandlung der Zuchthaus- in Gefängnisstrafe, WegfaU der Rebenstrafen — ausspreche.
24,50 bis 24,75; Hafer, inländischer 23,75 bis 24; Mais (gelb) für Futterzwecke 23,50 bis 23,75; Wei- zenmehl, süddeutsches, Spezial 0 33 50 bis 34 25; Roggenmehl 31 vis 31,50; Weizenkleie 14,25; Roggenkleie 15 Mark. Tendenz: ruhig.
^eilflj
rwmü.
* °“*,l [*«•«=*
bl, Snfchnst
gtanlt»rlfln
Wirtschaft.
Oer Wechselkredii.
Nach dem Wochenbericht des Instituts für Konjunkturforschung ist die Neubeanspruchung von Wechselkredit von November auf Dezember geringfügig gestiegen. Die Wechselziehungen liegen mit 4 487 Millionen Mark im Dezember nur um 44 Millionen Mark über November. Diese Bewegung war geringer, als saisonmäßig für Dezember zu erwarten war. Nach Ausschaltung der Saisonschwankungen ergibt sich daher ein, wenn auch geringer, konjunktureller Rückgang, der nun schon seit August 1928 anhält. In diesem konjunkturellen Rückgang der Wechselziehungen kommt einmal die verminderte Umsatztätigkeit in der Produktionswirtschaft und darüber hinaus das geringere Bedürfnis der Unternehmungen, ihre Umsätze mit Wechselkredit zu finanzieren, zum Ausdruck. Die konjunkturellen Spannungen, die mit einer hohen Beanspruchung des Wechselkredits gegeben sind, haben sich demnach weiter vermindert.
. Vergleicht man den gegenwärtigen Rückgang der Wechselziehungen mit der Entwicklung im Jahre 1925 26, so ergibt sich deutlich, daß der augenblickliche Rückbildungsprozeß des Wechselkredits sich in wesentlich langsamerem Tempo vollzieht, als damals. Diese Tendenz hat ihre Ursachen einmal darin, daß die Spannungen in dem gegenwärtigen Konjunkturzyklus sich bei weitem nicht so stark entwickelt haben, wie im Jahre 1925. Aus diesem Grunde ist eine sofortige Verminderung des Wechselkredits nicht eingetreten. Ferner erklärt sich die augenblickliche, nur langsame Verminderung des Wechselkredits auch durch die besondere Lage der Privatbanken. Die Privatbanken konnten feit August in wachsendem Umfang Wechsel aufnehmen, so daß die Summe der Wechsel im freien Verkehr, deren Höhe ein Symptom für die kreditäre Verflechtung zwischen Kunden und Lieferanten ist, sich vermindert oder jedenfalls nicht zugenommen hat. Die Möglichkeit der Privatbanken, in zunehmendem Maße Jnlandwechsel auszunehmen, war für sie um so mehr gegeben, als sie mit dem Nachlassen der wirtschafllichen Aktivität nicht mehr wie bisher gezwungen waren, die ihnen zustießenden Jnlandwechsel zur Deckung des Zahlungsmittel- und Devisenbedarfs ihrer Kundschaft bei der Reichsbank zu rediskontieren.
Von den Schlachtviehmärkien.
An den deutschen Schlachtviehmärkten war in ter vorwöchigen Derichtsperiote eine leichte
Berlin 28. Ianu.ir französische Jiou d Holländisch- 'Jloten ...» - St-lienifdie Norm ...... Norwegische Noten . . • •
Trmsch Lellrrr. e 100 Krone» iRnmäntfcbe Noten......
Lckwedrsche Nona ...♦•• etfimnAtr Noten ...... S Panische Noten • -.....
Tschechoslowakische Noten . . Unaarifde Noten
- Datum
8% Dl ftrtdiianlnb«’ o Ito-
Dl. änk-ÜMoi -SdiulB tnti fiufi loi-Rechicn
Dritzl ohne Sueloi.-Reckte
t% Franks Hvv -Bi an kündbar bi« 1932
Rbetrriicke Hyp.-Bani Sten.
abg SBodntgi-CbUflertoD. rückt ablbai 1932
4% Lckwrlz iBunMb.-fleL. . t% Oesterretckiscke Solont.. .
*,2o% Ortierr Silberne . .
*% ceklerreick etndriU Rte . 4% Ungarische flolbne.
*% Ungarische Slaaitr. 0. 1SW
4fo% Dt«g> von 1918
4% Ungarische ftrontnttt.. ■
*% iütt tzollanleide o 1911
*% Türkisch, Bagvobdahn-Anl-, Lecie >
*% vesgl Serie II • - -
4% Rumünrn conoert Rtt.
Rumänen (Moftanl. non 1918
ö
b
12
e uuuci
Frankfurt c. M
Berlin
Schind-, >'Uhr- flure ; Sur»
Sch uh > Ulniang flur» । Aar»
28 1 | 39. 1.
| 28 1. | 29 l.
Jroufcfnno. TO |
Berlin
Jrfliik’un a. TO
Berlin
SchUch-l 1-Uhr- 1 flur» '
Sch utz Mur»
Chiang Änr»
Schlud-j
l-Uljr-
Sd).ub- Ä"T»
Anfang flUT*
Tatnm: |
28. I. |
29. 1.
■»'
(i 1.1.
Damm:
28- 1 1
29 1.
:8. 1
29. 1.
2i.it.» .......8
l7u.Za
Z18
169,5 Z17
17v.z5
213
175.2a
2>4.5
168
215.20
1W.2Ö-
212
165,25
210
Übuivu vut4lliatuI . .... 7
134
lui ,4
—
Lletn Liderungen.....10
titdri unv Rrah .... 10
Lerne«! Sariitod! .... 8
wmch * Stnwo ..... 10
133,5
—
135
—
-eiten 4 ..............6
Bei. f. tilftti Untern- ... 10
216.6
242
143,5 L44.75
14 t
241.5
Lchnlchei» WaWfl ... U ...... 12
—
—
'494,5 451.5
291
248
Hamb Geirr. .... 10
Rhein. Sietrr. ....... •
Lckies. (Htht...... . 10
SchuSeri ....... 9
Ltement 4 Halft» . • • • • U
Iran Motto ...... 8
Lodmroer 16».. • • e • • 10
398
170
227
383
148,75
166,25 416 228 315
150,75 168,5
>45.25
165
225
382.5
148
117,5
Ber. •lanjftBfi ...... 18
Gern berg ...«•••• 14
QtUftofl ötibW.....12
ZellKosj Llcdasseulmrg ... 12 kSbedottmbute« ©01 ia ... 7
Tesiauer «ca 8
Daimler TOowtw ...... 0
267
i
262
58
481
430
263
1 8
128,o
216
59,75
470
260
126,75
213,5
58
tflutttui ....... 6
Deutsche ttrtW ....... 6
138.75
86
130,6
86,9 131
129,75
Demag ....... 0
«dlenseSr tteees ...... 6
59 .*5
58
52,5 59.5
50 5
58.25
Essener Steinlah«, . • . . - 8
Gelsenkirchener ... 1 K 3- 4
131.13
129
120,5
130,5
128,5
Lnvw Loewr ....... 10
Äat. Automobil ...... 0
—
—
225
41
2i0,6
Harpen er ...... 6
136
—
133.5
Ownftrtn 4 »nPDd . .... 6
—
93,25
93
Hoelck Siien. ........ 8
217
—
123,5
121,5
Leondarv^lle» ...... 8
—
—
268
IN- Bergbau..... • • $
ttlücknerrvers« ..... «
_
108,5
—
108
106,5
Vamag-TOeauin . ...... 0
grants. Seich ine» ...... 6
64
6o
66
—
....................•
129,75
121,9
121
GrlPner .••••• 11
108,5
—
109
—
iRonneemann - •■•••••*
Mansselder .......1
cderschlei Eisen» He bars ... 6
128
.49,25
>11,75
127
112,0
Heoitgensioe« ....... 0
inngben* . .......4
78
_
77
—
—
I06.2a
103,5
eck werte ........ 8
116
—
-
—
Lderschlri »oUroertt .... 8
—
■
>08,5
105,a
•Rttntteftwetli .......8
116,5
—
Bhbnir Bergbau - »S
Rheinische vraunkohien 10
7.25
-6,5
9«,z5
Mtog . ...... 10
144,75
—
146
141,25
277,5
133
475.25
275,25
Neloriulmer ........ 8
24,1
—
24
—
Rheinstatt f. % 9* «S
l 6,5
1.16
132
Leier« Union ...... ö
101.5
—
101,5
Nie deck Montan ... 7,2
—
97,75
147
—
Gebt Roeder ...... !<
126
—
—
Bereinigte Stahl». .... 6
Ctatt Minen . . . . . I»h
100,5
100,13
97,5
«oigi * .............
212
—
212
—
—
ub
u8,5
■>7,75
tzübd. Zucker........6
146,5
—
146,5
»all ÄidKtttrbei ..... 10
180
277.5
178,5
475
»all Westeregeln ..... 10 «allwerl 6eUt*tfwrt6 . . . ifi
-'86
-8,
-82
283
512
-
Ä)8,ö
504
Vanknoten.
I6.4o5
16.49a
168. 6
139. 4
21.99
42,07
111.73
113,17
>9 01
»9 25
4,515
2,535
il2.1V
>12,54
80,80
81.16
68.46
8.74
12.43
i2,49
73.05
73.35
Telegra; hijchc Auszahlung.
28. Januar
49. Januar
Amruare No« runa
Amtliche 'Notlerung
Geld
Brier
18elo
t)nei
Arnft-Won
168,56
169,00 |
168,63
168,97 i,778 58,56
112.29 112.40 112.61
Buen--StrcS Brss.-Änm> (ttjriftianta »openbaaen
1.77-1
58,43 112.04 114,16 112,38
1
112.26
112.38
112.60
58*44 U4.O7 U2.18 113,. 9
HelsingiorS.
10,578
42,015
10,598
42,035
10,57
22.04»
10,59
22,065
4U,„9
40.43
4J.uUb
4u,4.;6
1.2055
4,2135
1,4065
1,2145
TnriS . .
1.43a
16.175
16. U5
16.475
^(broctj . .
S0.86
81.02
80.88a
81.045
Eva ten •
8.68
68.62
'8.67
8,81
Sovan . .
•Hto de JVan.
1,906
1.910
i.bOÖ
1.91«
J.£b)5
3.50.5
3.502
3.504
Vien tn Ceft abotft Prag Bel:rad Subotrft • tiul arten
aS,115 13,44) 7,365 73,-0 ,042 05.48
»9,235 12,466
«,o99 73,44 -.048 18.52
o.i,10 14,42 7,uS - <3,28 3.03 18.58
»9,22 12,46 7.397 73,42
.04 18.62
Tanito
81,535
81,69.,
81.52
61,68
Önnft nttn
4.0ÖU >,435
2.057
4.0-8
2,06'2
«tuen
»,44a
J,43u
5,445
lanatm
1,194
1.402
4.193
4.20t
Um ae» ■
4.316
| 4.321
<,300 20.915
4.314
Un . . -
40.91
40.95
'40.9^-
Berlin. 28. Januar
'leit'
Bric>
Äunnlamiche Nos» .....
i7ID
4,205
tielglschr Noreo .......
J8.18
58,42
Danriche Noten .......
<11.83
112,27
«eeütoe »E-........
20,367
40.447


