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/Aontag d.28.Jan.1929 7" aDds
len an Torpedobooten und Unterseebooten zu verzeichnen. So Frankreich mit 3 Torpedoflottillen- führerschiffen. 10 Torpedobooten und 12 Unterseebooten, Italien mit 11 Torpedobootzerstörern und 12 Unterseebooten. England mit 3 Untersee- booien und die Bereinigten Staaten mit 5 Unterseebooten.
Inzwischen kam die Seeabrüstungskonferenz zustande, die ober vollkommen aufflog, da Amerika nicht die Parität der kleinen Kreuzer freiwillig von England erlangen konnte und nun ist d.e Frage wieder aktuell geworden insofern, als sich der amerikanische Senat jetzt mit der Annahme des neuen 5- bis 10 000 - To. - Kreu - zer-Programms zu befassen haben wird. In Amerika wartet man dÄei noch ab, ob nicht England doch noch Brücken schlagen wird, was ja von Chamberlain in seiner Bankettrede in Birmingham wenigstens verschleiert angcdeutet worden ist. Damit ist selbstverständlich noch nicht gesagt, ob es über kurz oder lang zu einer neuen Seeabrüstungskonferenz kommen wird, zumal ja der neue amerikanische Präsident Hoover nidjt gerade geneigt sein dürfte, hierbei die Initiative zu ergreifen, wurde er doch bei einem Mißlingen die- ser A.tion nur allzu sehr das Prestige aufs Spiel setzen und, was noch viel schlimmer ist, das Wettrüsten zur See n u r nod) ft örter beschleunigen. Es liegen prinzipielle Fragen vor, und deren Lo- sung ist, wie der Verlauf bisher bewiesen hat, für das gesamte Abrüstung!:Problem von eminenter Be- deutung. Die Lösung selbst wird aber, soviel muß man sich von vornherein klar sein, noch lange auf sich warten lassen.
bclcftung.
2Kis manchen Gebieten, wie dem der Iuftiz. ist eine Berreichlichung notwendig, wenn wir überhaupt zu großen Reformen kommen wollen ‘Benn aber ein einzelnes Land die Ter* reichlichung nicht mitmachen will, so mag man es so lange hcranSlassen. bis die bessere Einsicht gesiegt Hot Aber einen Verzicht auf die Reichs- reform. von der untere staatliche und wirtschaft- u.che Existenz abhängt, ist um eines einzelnen Landes willen un.möglich. Im ganzen scheint mir, als wenn die Arbeiten der Länderkonferenz einen besseren Fortgang nehmen werden, als die Ocffentlichkeit heute noch glaubt.
Der 'Minister betonte die Rotwendigkeit, das Strafgesetz den heutigen Anschauungen anzu- passcn, iin'J bedauert, daß manche Schichten den ungeheuren Fortschritt dieses Gesetzentwurfes noch , jcht übersehen. Ein Gesetz wegen der st a n - desherrlichen Renten tit nach Zurück * üehuna dar unznreichenden Vorlage des früheren Iüstizministers Hergt im Reichstag emgeoracht. Die Ehcfcheidungsresorm wird in den nächsten Bornen im AechtSausschuh in Angriff genommen werden. Eine Aenderung des
menbruch erlitten. Bei dem Untersuchungsrichter liegt angesichts des bedrohlichen Zustandes dieses Verhafteten die Entscheidung, ob der Schwertranke gegen Stellung einer Kaution vorläufig aus der Hast entlassen wird.
polnische Justiz.
Berlin, 29. Ian. (T.-U.) Der Haupt- schriftlcitcr Obuch des in Dirschau crlc.;emen- öen „Pommereller Tageblatts" hatte sich wegen eines Arlllels vom 19. September 1923 vor Dem polnischen Gericht zu verantworten. Als belastend wurde der in der polnischen Presie allgemein übliche Ausdruck „Fliegende Särge" für die in Polen von der Firma Plage hergestellten Flugzeuge hiagestelll. Einen weiteren Grund zur Anllage sah der Staatsanwalt in der Wendung .das Sch m utz lieb Rota" für das Vundeslied der Aufftandiichen Verbände. Obuch wurde zu vier Wochen Gefängnis verurteilt.
ehelichen Güterrechts mutz ihr unbedingt folgen. Ebenso wird sich der Rechtsausschuh in den nächsten Wochen mit dem Gesetzentwurf über Die unehelichen Kinder befaßen. Die Arbeiten wegen Vereinheitlichung der Vorbildung der Juristen werden aussichtsvoll in einer Kommission sortgesührt. Ein Gesetzentwurf toenen Der Freizügigkeit der Anwälte wird sich anschließen. ,
Der Minister kam dann auf die Frage der K o a 5i t i o n s b i l d u n g und verlangte ein Zu- sammengehen der in der Regierung zusammen- stehenden Parteien in den kommenden großen Fragen der Ausbalancierung der Einnahmen und Ausgaben des Haushalts, in der Frage Der Kürzung der Überweisungen an Länder und Gemeinden. der Steuergesetzgebung, des Steuer- Vereinheitlichungsgesetzes und deS Finanzausgleichs. Die Hauptsache ist, baß die Parteien, ob in lockerer oder fester Koalition, sich klar- machen, datz der Staat ein Beharren auf Partei- wünschen und Parteiinteressen da nicht verträgt, wo ein allgemeines Interesse ein Zusammenhalten der Ration und eine gemeinsame Front verlangen.
Auch Eoolidge mahnt zur Sparsamkeit. Tie wachsenden Rtsiierungü- und verwaltunstskosten.
W a s h i n g t o n. 29. Jan. (WTB. Funkspruch) Anläßlich Der Möglichbeit, daß die Regierung sich beim Budget im laufenden Rechnungsjahr einem Defizit gegenübegehen wird, hat PräFdent Eoolidge am Montagabend eine Warnung erlassen. die besagt, daß st r e n g e S p a r s a rn k e i 1 in den Bundesausgaben fort bauern mutz unb daß die schnell sich vermehrenden Ausgaben von staatlichen und örtlichen Regierun-en energisch eingeschränkt werden müssen, wenn die Wohlfahrt der Ra i an aufrechterhallen bleiben soll U a. weift der Präsident darauf hin, daß die Kosten der staatlichen und örtlichen Regierungen von 3900 Millionen Dollar im Fahre 1921 auf 7931 Millionen Dollar im Jahre 1927 gestiegen sind. Am Schluß der Kundgebung heißt es: 5>ie nationale Brut t oschuld betrug am 31. August 1919 ungefähr 26 600 Millionen Dollar. Ms zum 30. Juni vorigen Jahres ist diese schwere Last auf 17 600 Millionen Dollar vermindert worden unb die Regierung ist verpflichtet, diese Summe binnen drei Jahren auf 15 Milliarden herabzusehen.
Oer amerikanische Wohlstand seit 50 Jahren.
3m Schneegestöber dom Eisenbahnzuge überfahr«.
Aus der Bahnstrecke in der Rahe von S t r a 8 • bürg (Uckermark) wurde aaendS der Hillsbahn» beamte QHülIct, der mit seinem Schwager auf dem Bahndamm nach Hause ging, vom Zuge er-< saßt und getötet. Wegen des Schneegestöbers hatten beide den in ihrem Rücken ter an* nahenden Fug nicht bemerkt. Der Schwager Mül, ler wurde zur Seite geschleudert und blieb zunächst besinnungslos liegen, erholte sich aber wieder. Der Lokomotivführer hatte infolge des Schneegestöbers nichts von dem Unfall' bemerkt.
Unterwegs erfroren.
In der Rächt ist in Lawalde bei Löbau (Th.)> wenige Schritte von seiner Wohnung «ntserntj der 67jährige Rentenempfänger Bleche ersro-. r en. Auf Dem Rachhausewege von einem ge»l fettigen Beisammensein nach seiner in einem abgelegenen Ortsteil gelegenen Wohnung ist er kurz vor feiner Behausung in einem hestigen Schnee- wehen in tiefem Schnee st e ck e n g*c b 1.1 c *t b e n. Erst mittags konnte nach planmäßigem, Suchen die vollständig unter dem Schnee begrabene Leiche geborgen werden.
Auf einem Skiausflug verunglückt.
Drei Schüler des LizeumS „Alpinum" in, Zuvz (Graubünden) unternahmen einen Skiaus- flug. Beim lleberqucren eines Lawinenhanges! rutschte ein Schneebrett l o s und riß zwei Der Sllsahrer. die dicht h.ntereinander fuß-' ren, mit sich. Ter eine konnte sich aus den Schnee-« massen befreien, der andere wurde weiter fortgerissen. Es gelang, den Verunglückten, nach zwei Stunden zu bergen: er war bereits, tot. Es handelt sich um den 13jährigen Fritz Hopf er aus Karlsruhe.
Zwei fünfjährige Kinder im Finow-Kanal ertrunken.'
In Schöpfurth spielten bie beiden fünfiäbriaen Kinder Annemarie Steinhausen unb Karl Noloff, mit einem Altersgenossen am Rande des Finow- Kanals und begaben sich dabei auf das Eis. Sie gerieten auf eine dünne Eisschicht in der Rahe der Fahrrinne, vrachen ein unb gingen sofort unter. Der am Ufer zurückgebliebene Spielkame- rnb holte die Däter der verunglückten Kinder herbei, denen cs mit Hilfe der Feuerwehr und bet Sanitätsabteilung gelang, bie Kinder zu bergen Alle Wiederbelebungsversuche blieben jedoch er-
Großfeuer in Berlin.
(Sin Feucrweßrmann von hcrabftttrzendcn Mauermasjen getötet.
Berlin, 28. San. Heute abend brach in Alt- Stralau, einem östlichen Baratt Berlins aus bisher noch ungeklärter Ursache in einer Holzfabrik Feuer aus, das sich schnell über das ganze Furnierlager, die benachbarten Bureau- und Geschäftsräume und von Da aus auf Die hoher und tiefer gelegenen Stockwerks ausbreitete. Die sofort alarmierte Feuerwehr konnte nicht mehr oerhin- Dem, daß ein Teil Des Gebäudes unter furchtbarem Getöse z u s a m m e n st ü r z t e. Laute Hilfeschreie ertönten; entsetzte Feuerwehrleute suchten sich vor Den herabfallenden blühenden Eisenteilen und bren« nenben Balken in Sicherheit zu bringen. Durch her- abstürzende Mauermojsen wurde ein Feuer- w e b r m a n n getötet, Der erst seit kurzem bei Der Feuerwehr tätig und seit einem Jahre verhei- ratet ist. Zwe, Feuerwehrleute und Drei Lager- arbeiter erlitten schwere Verletzungen, Drei andere Ang.stellte der Firma wurden leicht verletzt. In dem Gebäude, in welchem zwei Firmen ihre Ge- sch lltsraume hatten, lagerten in sämtlichen Stock- werken Holz, Lack, Farben und Mer, woraus sich erklärt, Daß sich das Feuer in kürzester Zeit des ae- samten Gebäudes bemächtigte. An Dem Augenblick, als Drei Feuerwehrmänner unb sechs Arbeiter bei der Bergung van Möbeln das brennende Haus verließen, stürzte plötzlich mit lautem Krach Der Dachgiebel ab und begrub diese neun Per- fönen unter sich. Die Löscharbeiten litten unter Dem Wassermangel des Hydranten, so daß in aller Eile das auf der Obersprce ftahomerte Feuerlöschboot herbeigerufen werden mußte. Bis spät in die Nacht hinein halle Die Feuerwehr mit Der Bekämpfung des Brandes zu tun.
träge zu erörtern.
Veichsjustizmiuister Koch zur Lage.
Haushalt unb Reparation —Reichs- und Justizrcform.
Berlin. 28. Jan. (WTB.) Der Reichsjustiz. Minister Koch führte auf dem deutschen bemotra- Uschon Parteitag deS Wahlkreises Berlin u. o. aus: Bei allen Enttäuschungen über den lang- amen Fortgang der europäischen Verständigung liegt kein Grund vor. die Srfüllungs- ober Lvcarnopolitik zu schmähen. Deutschland toirb bet oen bevorstehenden Verhandlungen nach besten Kräften mitarbeiten. Rur soll man einsehen, daß es Grenzen für die deutsche Leistungsfähigkeit gibt. Wie sollte die Industrie eines vom Kriege erschöpften unb ausgebluteten Landes wie Deutschland bereits nach kurzer Zeit viel mehr leisten können als der eigenen Bevölkerung eine erträgliche Lebenslage zu schaffen, Die sie wieder arbeits- fähig macht. Der gegenwärtige Haushaltsplan ergibt unsere ungeheure Belastung. Es ist erwünscht. baß man versucht, die im Plane bereits wesentlich herabgedrückten Ausgaben noch weiter zu vermindern. Man darf aber nicht vergessen, daß in diesem Etat von deyn Milliarden Mark der weitaus größte Teil m st stehenden Ausgaben, wie Kriegsfällen und Kriegsentschädigungen oder m Uebcrtoei jungen an bie Ländern n d Gemeinden besteht, die nicht williuclich herabgesetzt werden können. DaS Steuervereinh it- ttchungSgefeh gibt erst Klarheit über bie Steuer-
WilsonS 14 Punkte sind wohl fast alle nur Rainen für Entwickelungen getoejen, Die alle das Gegenteil von dem brachten, was sie versprachen. Einer dieser Punkte betraf auch die Freiheit bet Werte, ilnb seitdem dieses Schlagwort existiert. bemüht man sich nach allen Regeln bet Kunst barum, diese Freiheit auf dem Wege der Rüstung zur See wieder illusorisch zu machen. England muhte zunächst sein Privileg der 'Beherrschung der Weltmeere damals preisgeben, als auf der Washingtoner Konferenz den Vereinigten S t a a t c n die Zlotlenyarität der Schlachtkreuzer zugesprochen wurde. Die absolute englische S?e- beinschaft. die ursprünglich den Engländern als Grundlage ihrer Existenz galt, wat gebrochen.
So sah man sich im Februar 1922 veranlaßt, mit Amerika. Japan. Frankreich und Italien ein Abkommen zu schließen, das besagt, daß (Sng.anb und die Vereinigten Staaten Gtoßlampffchifse mit einer Gesamttonnage von 525 000 To.. Jafean von 315 000 To.. Frankreich und Italien von je 175 000 To. besitzen dürfen, wobei die Größe dieser Großkampfschifse mit 35 030 To. begrenzt und das größte erlaubte Schiffskaliber mit 40,6 Zentimeter, sowie die Altersgrenze der Schisse mit 20 Jahren festgelegt wurden. Für alle übrigen Schiffsatten wurde aber eine Einigung nicht erzielt, so daß das W e 11 r ü ft e n i n b e n 11 e i- ner e n Schiffstypen einen ungehinderten Verlauf nehmen konnte. Lind bad hat man auch zur Genüge ausgenutzt. An 10 000-To.»Kreuzern liegen in England 7 auf Stapel, in Japan 4. in Amerika 2. In Frankreich 2 und in Italien ebenfalls 2. Außerdem sind sehr erhebliche Zcch-
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Wettervoraussage.
Wettervoraussage für Mittwoch Wollig bis bedeckt, starke Abschwächung be» tfroftes; zeitwe.se Schneefälle, südwestliche WiNL-e.
Witterungsausfichten für Donners tag: Wechselnde Bewölkung, Temperaturen wahr* jch.inlich unter Null, strichweise Schneesälle.
ßufitimperaturen am 2ü. Januar: mittags 1,5 Grad Celsius, abends —7,5 Grad Cesiius: am 29. Januar: morgens —13,9 Grad
mum — 1,8 Grad Celsius, Minimum — 14,6 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 Zent mcter Tiefe am 28. Januar: abends —1,6 ®rab CCeMtus; am 29. Januar: morgen» — 2,4 Grad Celsius. Son- nenscheindauer 2 Stundew
Die „Lergwerkszeitung", die der deutschen Vrotz- industrie nabesteht, fordett zumersten Mal- offen ein dauerhaftes deutsch französisches ’Bunönls. Der Führer des Stahlhelm, Franz Seldte, hat die Not- Wendigkeit des zwischenstaatlichen Zusammenarbei- tens bewußt autoritärer und national bodenstan- biaer Dolkskreise bejaht. Sowohl im deutschen wie im französischen Volke sind Die ersten Widerstande, bie einer solchen Entwicklung entgegenstanden, überwunden. Damit ist die so heiß umstrittene Erkun- bungsarbeii des IunyDeutfchen Ordens in Frankreich mit einem positiven Ergebnis beendet. Die weitere Entwicklung ist Sache der fran- zösischen Polillker. Bei den gegebenen Machtoer. hältnisfen kann die Entwicklung nur dann weiter- gehen, wenn einflußreiche Kreis e i Frankreich den Entschluß zu greifbaren Dor- schlagen finden können. Der IungDcutfche Orden betrachtet es in diesem neuen Abschnitt außenpoli- tischer Entwicklung als feine besondere Ausgabe, Dani r einzutreten, Daß neben den notwendigen wirtschaftspolitischen Abmachungen, Die zwischen Deutschland und Frankreich getroffen wer- den nationale Forderungen erfüllt wer- den Die Dem Willen und Den Notwendigkeiten Der •ßöltcr entsprechen. Wirtschaftliche Abmachungen allein werden nicht in der Laae fein, bie notwen- digen Garantien für einen dauerhaften Frieden zwischen Deutschland und Frankreich zu schaffen.
Wie weiter mitgeteilt wird, hatte der Iungdeutsche Orden im Jahre 1928 bewußt auf große Tagungen verzichtet. Für das Jahr 1929 beschloß das Hochkapitel die Veranstaltung von ^i großen Tagun- qeii von denen die eine In Westdeutschland, die -weite in Mitteldeutschland und die dritte in Ost- Deutschland stattfinden soll.
Oie Enischädigungsausprüche der Länder.
Berlin. 28. San. (V.D.Z.) Die Konferenz der Länberfinanzminister beim Reichs, rnanzmini-
ihren Abschluß mit einer informatorischen Ve- sprechung. Die die Finanzminister der größeren Länder mit dem Reichskanzler unb dein Reichs- sinanzminister hatten. Als Ergebnis der Konferenz, die im übrigen wegen der schwierigen Materie vertraulich war. kann festgestellt werden daß die Länderansprüche insgesamt l o hohe Mtlliardenbetrüge umsalen. dah von einer Abfindung durch das Reich neben Den Reparationsverpflichtungen gar keine Rede fein kann. Unter Berücksichtigung Der Finanzlage des Reiches muß eine auch unter politischen Gesichtspunkten tragbare Losung gefunden werden, die auf Die flnanj teile Srtstenz des Reiche-. insbefonDere das EtatSDeflzit. Rücksicht nimmt. Es gilt als nicht ausgeschlossen. Daß eine EntschäDigungs- Möglichkeit auf dem Wege über den Finanzausgleich gefunden toirb.
Oer Reichelparteitag des deutschen Mittelstandes.
Berlin. 28. Jan. (TU.) Der ReichSpattei- tag deS Deutschen Mittelstandes nahm am Montagvormittag feinen Fortgang mit einer kvm- munalpolitischen Tagung. AlS erster Referent sprach Abgeordneker K i n s ch e t, Berlin» über „Kommunalpolitik in den ÖtäMcn . Dann Bürgermeister Dr. Baumgart Delitzsch, über die „Kommunalpolitik in den Kreisen. Der Redner erklärte. 1929 werde man Voraussicht, (ich «In allgemeines FiaSko aller Gerne i n d e f i n a n-e n erleben. Di« „Kommunak- Politik in Den Provinzen" behandelt« Provinzlal- landtagsabgevrdneter Dr. Stein. DüsielDors. Nach der kommunalpolitischen Tagung traten die verschiedenen Finan-ausschüise der Partei zusammen. um die am Sonntag gehaltenen Bor-
Washington. 28. San. (WTB.) Rach den vonl Hanbelsamt ücroff ent richten Angaben hat sich im Verlauf Der letzten 50 Jahre das Ratio nalvcr mögen dcr Dereinigien Staaten um das Siebensache vermehrt. Tie Zahl der Angestellten hat sich verdreifacht, die Zahl der Bevölkerung mehr als verdoppelt. Tie P r i • vatdepositen in den Banken sind seit 1C82 um das 24fache gestiegen unb betrugen (Snbe 1927 320 Milliarden Dollar. Während vor 50 Jahren 43 bis 50 Prozent der Aussuhr aus Lebensniiiteln bestand, ist dieser Prozentsatz 1927 auf 18 Prozent gefallen. Der Anteil der Ferkigtoaren stieg in derselben Periode vv.i 15 auf 42 Prozent der GesamtauSsuhr. Die Einfuhr an Leoensmi leln fiel während dieser 50 Jahre von 40 auf 23 Prozent.
3n französischer llniersuchungshasi.
Der Prozeß siegen die Beamten vom Reichsvermögentzamt
Koblenz. 28. Jan. (WB.) 3n der Angelegenheit Der veihasteten deutschen Bcamten vorn 2<cid)dncrmögenscn:t hat sich Die s.auzosische ülLiaiärDcitoaltung jetzt zu Dem Zugeständnis bc» reitsinden lassen, statt M i l i t ä r p e r s o n « n einen Privat-Offizialverteibiger zuzulassen, und zwar ist bcis Berteidigeramt dem 'pariser lintSrabilalen RechtLanwcut Eugene 5 r ö t übertragen worden. Wie es heißt, soll die Haupkverhaiidlung gegen die verhafteten Beamten nahe bevorstehen. Die Vernehmungen der Verhasteien dauern inzwis^en a.i. Die Gesan- genrn leiben sehr unt:r dem seelischen Druck, bcu die Ungewißheit der langen und ft t c n g c n Haft mit sich Bring:. Wie wir erfahren, har Verwaltungsassistent Klees ün Ocfärgr-.ä- 105arett einen volllommenen Rervenzuscim-
Aus allrr Wrlt.
Generaloberst von Plessen t-
Am Montag starb in Potsdam im Alter von 8 7 Jahren an den Folgen eines ce.ch.ag- anfalls der langjähr^e C.enera.a^juta:ll und Kommandant des ehema i.'en Kai,erlich en Haupt- quarLierS. Generaloberst Hans von P l e s s e n. 2m Jahre 1841 als Sohn Des Gene- rals Hermann von Plesfen geboren, nahm er an den Kriegen 1366 und 1370 71 teil. 1879 tourue Generaloo.rst von Plefsen Fl g.ladjutant Kai,er Wilhelme l. unb im Jahre 1893 ©cncralabjutant des ehemaligen Kaisers W'.lhelm II. Im Jahre 1899 wurde er zum General der Jn.anterie und 1908 zum Generaloberst mit dem Range als Feldmarschatt befördert.
Der Pour le merite für Geheimrat von Bode.
Wie der Kanzler der „ Freien Vereinigung von Gelehrten unb Kunst.ern" mit teilt, hat her Wirkliche Geheime Rat von Bode, der ehemalige CencralDir kkor der preußischen Siaatsmuscen. Den OrDen Pour le merite für Künste und Wif.en- schaften erhalten.
Ein bibliophiler Juiü).
In der Rakionalbiblivthek von Reapel soll unter den aus dem Karthäuser Kloster von San Martino stammenden Schri.i stücken von Ariost ein bisher unbekannter Te'.l des „Rasenden Roland" gesunden teer en fein. Der 15 OLtavsetten umfafsen sott. Das VerQ^rist Der (Sntbedang soll dem DiblioHrks-rreltor Burga unb Prof. Pieremarino gebuh en. In ter nächsten Hummer des „PLgafo" soll aus5uhr.icy über diesen ?ninb berichtet weiden-
Um die Freiheit der Meere.
Englands Vorherrschaft zur See gebrochen. - Oie Konferenz von Washington. Fortgang des Wettrüstens.
f 0 l g l 0 s.
Vas Urteil Im ersten Sonnenburger projeft.
Die Strasiamuier des Gro'ßen Schöffengerichts verkündete das HrUtl in Dem Strafveriahren gegen die fünf Angehörigen des Schu^ pokommandos aus Kottbus. ti.> angcllagt teuren, sich aus den zur Umarbeitung in con- nenburg lagernden R.i.itärsachen lligerrechtlich Gegenstände angeeignet zu haben und die in einem Falle den Versuch gemacht hatten, einen als Zeugen geladenen Sträfling, in seinett Aussagen zu beeinflussen. Dir Angeklagten Bri?- Boische, Lauschus unb Schulz teerden von bcij Anschuldirung des Ti.bstahls sr igesprochen. te gen Hehlerei erhält der Angellag.e Boisch- sechs Wochen Gesang nis der Ange^ Uagke Euber wegen Diebstahls und Ve. aünstiaung drei Monate Gefängnis, von Denen, dn Rkonat als durch die älntersuchungshast ver^ büßt gelten folL In der Begründung berücksich-f tigte das Gericht die älmstände in Der Strafan- statt ©onnenburg, Die für das lemetlige Schupo- lommando große Derlockungen mit siÄ brachten. Erschwerend fiel für die Angctlagten ins Gewicht, daß sie sich die Vttfehlungen a 19 Beamte zu schul den tommen ließen, toayrenb sie doch zur Sicherung der Anstalt abkommandiert toareit
2H:l einem Balten herabgcslürzl.
Nach einem Festmahl aus Anlaß Der Einweihung eines Kricgerdeillmals in Turin tngaben sich etwa 40 Postbeamte, die Der Feier beiaewohnt hatten, aufden Balkon Dcs Houses. Dieser stürzte unter Der Last Der auf ihm befindlichen Menfch^n in die T.efe. Sämtliche 40 Personen wurden mehr ober minder schwer verletzt.
Die Wetterlaae.


