Ausgabe 
28.11.1929
 
Einzelbild herunterladen

tritt angemeldet haben, zählt die Ortsgruppe Ruppertsburg 50 Mitglieder. Anser Krie­gerverein hielt im Saale des Gastwirts Schlörb unter Leitung seines Präsidenten W. Lein seinen ersten Familienabend in diesem Winter ab, der recht gut besucht war. Zum drittenmal sprach hier der bekannte frühere il- Boot-Kärnpfer Kam. Kratz von Freienseen in begeisternden Worten über die Seeschlacht am Skagerrak, und im zweiten Teile seiner Rede über seine Spezialwaffe, die Unterseeboote. Schöne Lichtbilder veranschaulichten dos Gesagte. Herr Kratz verstand es, dank seiner volkstümlichen Vortragsweise, die Hörer über zwei Stunden lang zu fesseln. Der Kriegerverein wird in die­sem Winter noch zwei Familienabende abhalten. Im Dezember spricht Kam. Wilhelm Port von hier über .Soldatenlos", im Januar Herr Hahn, Beltershain, über seine Teilnahme an der Zeppelinfahrt nach Ostasrika während des Welt­kriegs.

I Ober-Lais, 23.Rov. Im vergangenen Winter war die Hauptstraße unseres Dorfes viele Wochen lang so stark vereist, daß der Verkehr besonders zu den Häusern der einen Straßenseite sehr erschwert war. Eine Quelle im Ober­dors, die früher einen inzwischen zugeschütteten Vrandteich speiste, hatte einen Ausfluß nach der Straße gefunden und die Vereisung verursacht. Um die Wiederkehr einer Vereisung im kommen­den Winter zu verhindern, läßt die Gemeinde den früheren Vrandteich wieder ausheben. Die Quelle soll ihn, wie früher, speisen, doch, sollen Vorkehrungen getroffen werden, daß ein Ueberfliehen des Wassers nach der Straße zu auch in Zeiten starken Regens unmöglich wird. Der Ueberlauf des Vrandteiches wird hinter den Häusern des Dorfes zum Laisbache ge­führt werden. Die Wiederanlage des Vrand­teiches wird besonders von den Bewohnern der höher gelegenen Häuser des Dorfes als^ Mittel zur Erhöhung der Feuersicherheit begrüßt.

Kreis Alsfeld.

H Alsfeld, 27. Rov. Am Samstagabend sprach in der hiesigen Dürergesellschaft Prof. Götze von der Universität Gießen über die deutsche Studentensprache. Charak­teristisch ist die Verbreitung der Studentensprache über 30 Universitätsstädte. Der Redner zeigte an interessanten Beispielen, wie viele Wörter im Studentendeutsch einen eigentümlichen Wandel durchmachen. Es war unterhaltend, an Beispielen den witzigen Wortschöpfungen nachzugehen, die von eineni Einzelfall ausgingen und bald an allen Hochschulen Eingang fanden. Durch die fahrenden Schüler wurden der Studentensprache auch fremde Bestandteile zugeführt. Der Redner faßte seine mit sorgfältigster Gründlichkeit durch- gcarbeiteten Forschungen dahin zusammen, daß die deutsche Studentensprache gekennzeichnet ist durch lebendige Anschaulichkeit. Treffsicherheit und sinnliche Kraft, die sich frei hält von jeder Verknöcherung. Die dankbaren Zuhörer belohnten den interessante Vortrag mit lebhaftem Beifall. Dieser Tage hielt der Landwirtschaft­liche Bezirksverein Alsfeld unter Lei­tung seines Vorsitzenden, Kreisdirektor Dr. Stammler, im kleinen Saale desDeutschen Hauses" seine erste diesjährige Winterversamm­lung ab. Im Mittelpunkt des Interesses standen zwei Vorträge über Herstellung von S i l o f u 11 e r und über Silobauten. Oeko- nomierat Ritte (Reu-Ulrichstein) sprach über .die Entwicklung des Silowesens und über seine Erfahrungen im Einsilieren von Grünfutter. Die Vorteile bestehen in einem bedeutend geringeren Rährstoffverlust. Der einzige Rachteil bei der Silowlrtschaft sind die hohen Kosten durch den Silobau, die Pretzvorrichtung und die Häcksel­maschine nebst Gebläse. Alsdann hielt Baurat T h a l e r von der Landwirtschaftskammer einen Vortrag über Silobau in Hessen, der durch Licht­bilder ergänzt wurde. Der Redner verbreitete sich ausführlich über die Bauart, Form, Größe und das für den Silobau zu verwendende Ma­terial. Man unterscheide Holz-, Stahl- und Massivsilos; Der Redner empfahl die letztere Art. Zum Schlüsse machte der Vortragende noch auf den in Hessen gegründeten Siloring auf­merksam und empfahl allen Interessenten den Beitritt zu diesem Ring. Der Vorsitzende dünkte beiden Referenten für ihre lehrreichen Aus­führungen.

l. Rieder-Ohmen, 26. Rov. Die hiesige Feuerwehr, die unter dem rührigen Kom­mando des Spenglermeisters Gg. Kaiser steht, trägt sich seit längerer Zeit mit dem Gedanken, eine moderne Motorspritze zu beschaffen. Dieser Tage führte nun ein Vertreter der Firma

Magirus in Ulm eine Leichtmotorsprihe vor. Das neue Gerät kann bequem von zwei Mann getragen und bedient werden und hat eine Leistung von 400 bis 600 Liter in der Minute. Dazu gehört ein zweirädriges stählernes Fahr­gestell auf Vollgummireifen. Auf dem Gestell sind zwei Schlauchhaspel, Saugrohre. Mundstücke usw. befestigt. Das ganze kann an jedem Fahr- zeug angebracht werden. Am Samstag zeigte ein Vertreter der Firma Flader in Jöhstadt (S.-A.) eine ähnliche Spritze, MarkeSiegerin". Bei dieser Vorführung hatte man den Eindruck, als ob dieses Gerät das leistungsfähigere sei. Eine solche Motorspritze mit allem Zubehör würde sich auf ungefähr 5000 Mk. stellen, wozu die Brandkasse und der Kreis eine namhafte Summe in Aussicht gestellt haben. Bei der ersten Vor­führung waren Regierungsrat Strack vom Kreisamt Alsfeld, sowie verschiedene Kreisaus­schußmitglieder und Feuerwehrbefehlshaber aus

dem Kreise anwesend. Hoffentlich kommt es bald zur Anschaffung des neuen Feuerlöschgerätcs.

w B u r g - G e m ü n d e n, 25. Nov. Am gestrigen Sonntagabend fand im Saale der Gastwirt­schaft Fischer durch den hiesigen Turnverein die Dorfühung des Films vom Deutschen Turnfest in Köln statt. In fast dreistündigem Vortrag wurden interessante Bilder vorgeführt, die die hohen Ziele der Deutschen Turnerschaft klar vor Augen führten.

Kreis Lauterbach.

£ Lauterbach, 27. Nov. Zu beim heutigen Schweinemarkt waren 66 Ferkel und 12 Läufer aufgetrieben. Für Ferkel wurden gefordert 35 bis 42 Mark, für Läufer 80 bis 100 Mark, je nach Quali­tät. Der Handel war schleppend und litt unter der allgemeinen Geldknappheit, so daß Ueberstand ver­blieb.

Wirtschaft

* Der Fall Rudolf R. Bauer. Drei Mill. Mark Bürgschaften. Wie WTB.- Handelsdienst erfährt, hatte das in Schwierigkei­ten geratene Bankgeschäft Rudolf R. Bauer in Frankfurt a. M. neben einer übermäßigen Her­gabe von Darlehen Bürgschaften in Höhe von etwa 3 Mill. Mark übernommen. Die Gestal­tung der finanziellen Lage bei der Firma wird nun wesentlich davon abhängen, inwieweit diese Bürgschaften evtl, in Anspruch genommen wer­den. Wichtig für die weitere Entwicklung ist außerdem die Gestaltung der allgemeinen Wirt­schaftslage. Wenn auf die Bürgschaften in er­heblichem Umfange zurückgegriffen werden sollte, kann natürlich von einer Ueberdeckung der Passiven um etwa 1 Mill. Mark, wie sie jetzt buchmäßig vorhanden ist, nicht mehr gesprochen werden. Hier muß man die Entwicklung ab­warten. Es haben sich jedoch, wie bereits mit­geteilt, verschiedene Otellen zu der evtl, not­wendig werdenden Beihilfe bereiterklärt. Zu der Vorgeschichte des Falles hören wir noch, daß die Illiquidität der Firma in der Hauptsache darauf zurückzuführen ist, daß Bankier Dauer sich im Kreditgeschäft überengagiert hatte. Er hatte langfristige Darlehen gegeben, die er durch Aufnahme kurzfristiger Kredite finanzierte, ein Seitenstück also zum Fall Frankfurter Allge­meine. Die Schwierigkeiten traten nun dadurch ein, daß die Favag, der Bauer einige hundert­tausend Mart zur Verfügung gestellt hatte, zu- sammenbrach, ein allgemeiner Vertrauens- schwund eintrat und die Rasfauifche Landes­bank neben der Zurückziehung anderer Kredite die der Firma Dauer gewährten Kredite zurück­forderte.

* Zur Zahlungseinstellung der Dank für Handel und Gewerbe A.-G., Lübeck. Die Revision bei der Dank hat die schlimmsten Befürchtungen übertroffen, die man an die Zahlungseinstellung knüpfte. Die Ver­luste belaufen sich auf über 2 Mill. Mk. Der Status bedeutet für die Inhaber von Depositen, sowie Giro- und Sparkonten, daß sie mit etwa 20 v. H. ihrer Forderungen an die Bank nicht .befriedigt werden können. Bei der Revision stellte sich heraus, daß der Direktor Hirschfeld nicht nur leichtfertig ungedeckte Kredite gab, sondern auch durch geschickte Falschbuchungen ganz be­trächtliche Summen für sich selbst in Anspruch nahm. Der Revisionsbericht stellt ausdrücklich fest, daß die Verluste, wie sie jetzt festgestellt wurden, vom Aufsichtsrat infolge der geschickten Falschbuchungen nicht gefunden werden konnten.

* Weitere Zunahme der Arbeits­losigkeit. In der ersten Hälfte des Rovember ist die Zahl der Hauptunterstüyungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung wieder um 126 000, oder 14,2 v. H. gestiegen. Die Gesamt­zahl betrug am 15. Rovember rund 1016 000, davon 808 000 Männer und 208 000 Frauen. Die Zunahme belief sich bei den Männern auf ' 16,2 v. H., bei den Frauen auf 7 v. H. Auch die Zahl der Hauptunterstühungsempfänger in der Krisenfürsorge ist in der gleichen Weise ge­stiegen, und zwar um 6900 Personen oder 4 v. H. Auch hier war die Zunahme bei den Frauen geringer als bei den Männern. Die Gesamtzahl der Hauptunterstühungsempfänger in der Krisen­fürsorge betrug am 15. Rovember rund 178 500.

" Vereinigte Königs- und Laura- Hütte A.-G. für Bergbau und Hüt­ten bet rieb. Der am 18. Dezember stattfin­denden Generalversammlung wird die Bilanz

für das am 30. Iuni 1929 abgelaufene Geschäfts­jahr vorgelegt werden. Die Gesellschaft besitzt bekanntlich als Hauptaktivum das gesamte Ak­tienkapital der polnischen Königs- und ßaura- Hütte. Diese hat eine Dividende für 1928 nicht ausgeschüttet und ihren Gewinn vorgetragen, Dementsprechend beantragt auch die deutsche Ge­sellschaft, ihren Gewinn vorzutragen. Das Ge­winn- und Verlustkonto ergibt Einnahmen von 376 944 (i. V. 397 64$) Mk. gegen 219 735 (201 247) Mark Ausgaben und Abschreibungen, so daß ein Reingewinn von 157 208 (196 402) Mk. verbleibt. Lieber die Beschäftigung der polnischen Königs­und Laurahütte wird berichtet, daß Erzeugung und Absatz im Iahre 1929 sich auf den Gruben befriedigend gestaltet haben und die Cisenkon- junktur rückläufig geworden ist.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 28. Rov. Tendenz: freund­lich. Im heutigen Vormittagsverkehr war die Stimmung weiter freundlich. Angeregt wurde die Vörse in der Hauptsache durch die gestrige Stützungsaktion seitens der Banken, die Veran­lassung bot, zu Deckungen zu schreiten. Das Ge­schäft war zumeist etwas lebhafter, zumal einige Orders Vorgelegen haben sollen, und die Kulisse hiervon ausgehend weiter Reigung zeigte, zu Reuengagements zu schreiten. Zu Beginn des offiziellen Marktes trat jedoch wieder eine Ab- flauung der Stimmung ein, da einige nachteilige Momente stärker in Erscheinung tra­ten. Dies waren vor allem die uneinheitliche gestrige Reuhorker Börse und das stärkere An­steigen der Arbeitslosenziffer im Reiche. Die Ziffer von einer Million ist bereits überschrit­ten. Die Grundstimmung blieb aber unver­mindert freundlich, da man sich auch hin­sichtlich der Insolvenzen in letzter Zeit etwas beruhigt hatte. Die höheren Kurse des Vor- Mittagsverkehrs wurden nicht erreicht, jedoch blie­ben die Kurse gegenüber der gestrigen Abend- börse mit einigen Ausnahmen gut behauptet. J.-G.-Farben eröffneten 2 Prozent gedrückt, Scheideanstalt und Goldschmidt lagen gehalten. Dt. Erdöl gewannen 1,5 Proz. Am Elektromarkt überwogen die Abschwächungen. Dcsonders Chade- aftien lagen im Angebot und büßten 8 Mk. ein. AEG., Bergmann und Siemens verloren von 1 bis 3 Prozent. Schuckert waren unverändert. Montanwerte waren gut behauptet. Für Gelsen­kirchen bestand einiges Interesse, bei einem Ge­winn von 2 Prozent. Danken uneinheitlich. Da- natbank und Deutsche Dank lagen etwas fester. Dresdner Bank und Commerzbank bis 1,5 Pro­zent gedrückt. Dauuntemehmungen konnten leicht anziehen, ebenso Metallgesellschaft und Süd­deutsche Zucker. Renten still und leicht nach- gebend. Im Verlaufe war die Stimmung recht freundlich. Einige Deckungskäufe bewirkten eine Desserung des Kursniveaus bis zu 1,5 Prozent. Vorübergehend war es etwas schwächer, auf neuere Insolvenzmeldungen, doch machten sie später wieder weniger Eindruck. Lebhafteres In­teresse bestand für Montanwerte. Auch Elektro- und Chemiewerke traten etwas mehr hervor, und die Kurse konnten sich bis zum Schluß der Dörse weiter etwas bessern. Am Geldmarkt war Tages­geld mit 7,5 Prozent gesuchter. Am Devisen­markt war die Mark international weiter be­festigt. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1765, gegen Pfund 20,384, London gegen Kabel 4,8785, gegen Paris 123,83, gegen Mailand 93,20 gegen Madrid mit 35,18 wieder schwächer.

Berliner Börse.

/Berlin, 28. Rov. Wider Erwarten konnten sich zu "Beginn des heutigen Verkehrs die höheren Kurse der gestrigen Abendbörse nicht behaupten, Die Meldung, das Home in London nun doch Konkurs anmelden mußte, verstimmte, fernes wurde die Insolvenz der Gewerbebank von Gro­ßenhain bekannt, und man sprach von den in­zwischen durch eine Großbank wieder behobenen Schwierigkeiten eines großenBerliner Bank­hauses. Das gestrige Hchluhniveau konnte sich aber in den meisten Fällen halten, teilweise waren sogar noch 1- bis 2-v. H.-Desserungen gegen gestern mittag eingetreten. Besonders der Montanmarkt lag angeregter, da die Rachricht über den Stand des englischen Bergarbeiter« lvnfliktes eine Zuspitzung erkennen läßt. Köln- Reuessen gewannen 2,5, Gelsenkirchen 1,25 v. H^ Riebeck Montan 2 v. H. usw. Durch schwache Hal­tung fielen Chadeaktten mit minus 5,25 RM. auf. Bei Reichsbankanteilen betrug der Verlust 2,25 v. H., bei Polyphon 3 v. H. Deutsche An­leihen ruhig. Ausländer behauptet... Mexikaner 0.5 v. H. schwächer. Der Pfandbriefmarkt hatte eher nachgebende Tendenz. Tagesgeld war heute leichter. Tagesgeld 7,5 bis 9 v. H., Monatsgeld 8,5 bis 10 v. Sy, Warenwechsel etwa 7,40 v. H. Als nach den ersten Kursen bekannt wurde, daß die heutige Londoner Börse trotz des Home- Zwischenfalles in fester Haltung eröffnet hatte, schritt hier die Spekulation zu teilweise über­stürzten Deckungen, die bei Spezialwerten auf leere Märkte stießen, so daß bei Papieren wie Karstadt, Tietz, Reichsbank, Polyphon, Deutschs Linoleum, Schultheis. Salzdetfurth usw. Ge­winne von 5 bis 7 v. H. erzielt wurden. Auch am Montanmarkt blieb das Geschäft recht leb­haft, ohne daß jedoch nennenswerte Verände­rungen eintraten.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 27. Rov. Am Getreidemarkt machl sich auf Grund der nunmehr offiziell erfolgten Veröffentlichung der Regierungsvorlage über die Agrarfragen außerordentliche Rervosität bemerk­bar. unter der das Geschäft stark leidet. Die Rominierung sogenannter Rormolpreise für di« verschiedenen Getreidearten veranlaßt die Ver­käufer zu größter Zurückhaltung, aber auch di« Käuferschichten, insbesondere die Importeure von Roggen und Hafer wollen Reuengagements nicht eingehen angesichts der Unsicherheit über di« Höhe des Einfuhrscheinwertes. Einiae Umsätze finden lediglich in Weizen statt, da diese Brot­frucht durch das Bestehen des Vermahlungs­zwanges für Inlandweizen durch die bevor­stehende Gesetzgebung weniger in ihrer Preis­gestaltung beeinflußt werden kann. Für Weizen wurden im Gffektivgeschäft etwa gestrige Preise erzielt. Roggen, Hafer und Gerste werden kaum urngeseht, nominell liegen die Preise gegenübe« gestern unverändert. Am Lieferungsmarkt er­gaben sich nur unbedeutende Preisveränderungen gegenüber den gestrigen Schlußnotierungen, nach­dem in den gestrigen Rachmittags- und heutigen Vormittagsstunden für Weizen auf Grund der schwachen Auslandmeldungen Rückgänge von 2 bis 3 Mark eingetreten waren. Das Mehlgeschäft wird von der allgemeinen Unsicherheit auch be­einflußt, es finden fast mir kleine Bedarfskäufe statt. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt., 242 bis 243 (ruhig), Dez. 256,50 (Brief), März 268, Mai 275,50; Roggen, märt., 177 bis 179 (etwas schwächer), Dez. 193,25 bis 192,75, März 211,50 bis 210,50, Mai 221 (Brief); Brau­gerste 187 bis 203 (ruhig); Futtergerste 167 bis 177 (ruhig); Hafer, märt., 157 bis 166 (schwächer), Dez. 171,50, Mär» 190,50; für je 100 Kilo: Wei­zenmehl 29 bis 34,75 (behauptet); Roggenmehl 25 bis 27,75 (behauptet); Weizenkleie 10,75 bis 11,30 (fester); Roggenkleie 9,50 bis 10,25 (fester).

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

F rank für t a. M., 28. Rov. Auftrieb: 119 Rinder, 1313 Kälber, 619 Schafe, 700 Schweine, Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 74 bis 78 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 68 bis 73, geringe Kälber 60 bis 67, Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 40 bis 45, mittlere Mast­lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 32 bis 39, fleischiges Schafvieh 27 bis 31. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 72 bis 75. von etwa 200 bis 240 Pfund 73 bis 76, von etwa 160 bis 200 Pfund 72 bis 75, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 70 bis 74 Mk. Marktverkauf: Kälber und Schafe schleppend, geräumt. Schweine schleppens ileberftanö.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Neichsbankdiskont 7 v. H., Lombardzinsfuß 8 v. H.

Frankfurt a 9)1

Berlin

.-chlub»!

»uts> I

i-Uhi ffnro

Schlup l

Kure |

Ansang» Ritte

Saturn

27. 11.

28 11.

27. 11.

28. 11

6% 1 tu jche iKetdjMiueiu on »V? ........

87.4

87,5

7% Deutsche fReld;Saniere von 1920 .........

99

99

Dl. iflnL-ubldf.'6d)uU> mU LuS los.-Rechlen........

50

50

50,1

50,1

7,6

Te?<il. of)ni- BnAos..Rechte

8

7,9

7.8

6% He». BolL'flaat von 1929 kttickzahlb. 102%) ...

89,5

89

vberhellen Provinz »Anleihe tnli

81udlof.«$Rcd)tfn......

46

_

_

Deutsche Pomm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1......

46,5

46,5

8% Frankl. Hyp.-Bank Goldpse. XI11 unkündbar bis 1934 .

96,5

t% Frankl. Hyp.-Bank Goldpse.

unkündbar bis 1933 .....

85

_

<*/>% Rheinische Hhp^Bcmk Liqu. Goldpse........

78,5

-

-

6% Pr. LandeSpsandbriesansialt, Psandbriese R. 17.....

98

_

98

_

8% Pr. LandeSpsandbriesanstalt, Romm.-Cbl. R. 16.....

95

93

7% Pr. Landesplandbrielanlkali, Psandbriese 31.10.....

89

_

89

C1.U.U). aba. tiottneQi-Dlltaatlen.

rückzahlbar 1933 ......

4% OtBetret 0)11«* «oldr» . .

24,25

24,4

24,7

4,20% Cefterr. Silbern-- .

3

4% Ocslcrretchtlche Einheitliche Rente..........

1,9

_

4% Ungariiche Soldrte.....

21,13

21,13

21,1

4% Ungarische Siaatlr. v. 1910

19,5

19,5

4*4% dergl. von 1913 ....

21

4% Ungarische «ronentte.. . .

1,9

1,8

1,8

4% Türk. ZoUanleihe ü. 1911 .

8

7,8

7,8

4% Iörtliche Bagdad bahn-Sni. Serie 1..........

8,13

8.35

8,5

4% be4flt. Serie 11.....

6% RumSnUch» verrtnh. Rente von 1903

4%% Rumänische vereinh. Rente

n 1913.........

7,9

7,7

8,9

_

8,85

14.5

14,4

<X Rumänische vereinh. fHente

7,225

7,1

Frankfurt a M

Berlin

Lchlutz»!

Kurs |

i.Uijt Kurs

Schluß l

Kur» |

Anfang- Kurt

Datum

27. 11

28 11.

27 11

28 11

Hamburg Amerika Paiet .

1

98.25

98

98

97,5

Hamb.-Südam. Dampssch.

. 8

160

Hansa Dampsschlss.....

10

-

141,75

Norddeutscher LiovV ....

. 8

97,25

97,13

97,25

97,25

«11g. Deutsche Ereditanft- - -

10

115,25

115,5

115,75

Barmer Bankverein .... Berliner Handcldgeiellsch. . . (Sommer^ und Prioal-Bank.

10

116

116

114,75

115,75

12

11

171

152,5

151.25

171.5

152,25

171,5

151,25

Tarmsi. u. Nationaldank . .

1.

230,5

231

230

230

Deutsche Bank......

1<

148,5

149

118,25

148,25

Dlcconto-kSesellschast, Ant. .

10

Dresdner Bank......

IC

145,5

145

145

145

«eichSbank........

1

255

253

251,75

«E.«..........

158

157

157,25

157

Bergmann ...

Elektr. LiekerungSgelrllichast

198

197,5

198

198

11

155

154,5

155,75

Licht und Kraft .

11

162

159,5

161

Felten & Guilleaume ....

109,5

108,25

107,13

Sei. f. Elektr. Untern.....

10

156

155

.54

Hamb. Elektr.»Werte ....

1

123,25

Rhein. Elektr........

141

141

Schlei. Elektr.......

10

146

145,5

Schuckert »Co.......

11

175

175

172.75

174

Siemens & vaiske.....

16

279,5

276,5

276

276,5

Tranlradio........

. 8

10

158

119

155

120,5

156

Buderus.........

. 6

60,5

61

Deutsche ErdSl......

. 6

90

88,75

89,75

Essener Steinkohle.....

. ¥

122,75

Selienkirchener......

. « . (

121

128,5

123

120,75

128

122

127,5

105

Hoesck Eisen........

BH

-

103,25

Ilie Bergdan.......

10

207

205

205,5

ßlödncnverte.......

88,5

87.65

88

»öl.r Reuelien . .

. 7

101,25

103.75

Mannesmann.Röhren . . .

.;

90

89,75

89.4

90.25

Mansselder Bergbau . . . .

. <

106,5

106,13

105,75

Lderich'ei. Enenvedars . . .

66,5

Oberschlei, fiokroerte....

. 7

92,5

92,9

Phönir Bergbau......

Rheinische Braunkohl«. . .

10

97,75

238

97,75

97,25

238

97,75

236,25

Rhein stahl........

100,25

100,25

99,5

100,25

Riebeck Montan......

97

99

Franksurt a DI

Berlin

idilub*

-Uhr

Schluirs

Ansang.

Kurd

Rute

Kure |

ßurs

Datum

27 11.

28 11

27 11-

28. 11

Bereinigte Stahl» . . .

100,5

100,25

100

Otavi Minen . ...

IC'/.

-

50.5

51

Lat werke Aschersleben . .

lu

177,5

176

175

Kal werke Westeregeln . .

10

184.5

183,5

181,75

Üallwer e Sahsdetiurth . .

15

301

297,5

295

I. S Facben.Industri« . .

12

170,25

168.25

168,25

168

Dynamit Rodel.....

. 6

77,5

79,5

Scheideanitait......

136

136

Golchchmiot ......

. 5

62

62

61,75

61

RütgerSwerke......

. 6

70

68

68,5

MetaUgesellichaft ....

. 6

110.5

111,25

111

Philivb Lohmann . .

. 1

80.5

81

79

79,75

Jemen werk Heidelberg . .

10

118

118

Eemenlwerk Karlstadt . .

10

164

Wann 4 Fretz'ag .

. 8

75

74,5

75

Schulthei» Patzem)ojer . .

15

-

270,5

270,5

Cfimette........

12

209

209

Siet. Slanfstosf.....

18

128

126,5

125,5

Bömberg........

14

190

189,5

188,5

Zellstol, Waldhoi ....

13K

.75,5

174,75

173

173

Zellstoli Aichasj.nburg . .

,2

134

Charlottenburger Wasier .

. b

-

90,5

89

Desiauer Sa:......

. 9

154

54

Daimler Motoren ....

. u

37,5

37,5

37

Deutsche Linoleum . . .

234,5

233,5

234

233,5

Maschinenbau A.»(S. ...

. o

-

37,25

39,13

81 'ipcio-rte Kl yr . ...

. u

l'uoa». i'oero ....

10

155

153.25

Rat. Automobil.....

18

Orensiein 4 Koppel . . .

. 6

-

63

68,4

L-onbard Tietz.....

10

146

144,25

Svenöka . . .....

-

315

*

315

315

Franks. MmchM« ....

. 4

40

_

39

Änyner........

. 6

45,5

45

Heyltgenstaedi .....

. u

4,9

Iunghan». ......

. 6

52,5

50,5

Lechwerke.

. 8

>00,5

01

Mamkrmtwerke höchg a. ü

. 8

105

Miag. . . . .

10

i 19

119

Gebt. Roeder......

10

103

«oigt 4 Haefjnei ....

. 9

222

222

Südd Zucker......

10

158.5

159

157,5

Banknoten.

Berlin, 27- Rovember

Geld

Bries

Amerikanische Roten . .

4,163

4,183

Belgische Roten. ...

58,26

58,50

Dänische Roten ....

11,60

112,04

Englische Roten ...»

Ä

20,32

20,40

Französische Roten ...

6,405

16,465

Holländilche Roten . . .

68,06

168,74

Italienische Roten....

21,80

21,88

Rorioegische Roten . . .

11,60

112.04

Deutsch.Oesterreich, i 100 Schilling

58,53

58,77

Rumänische Roten . . .

2,47

2,49

Schwedische -loten . . .

12,03

H2,47

Schweizer Roten ....

60,93

81,25

Spanische Roten ....

Tschechoslowakische Roten.

57.63

12,34

57,87

2,40

Ungarische Roten . . .

72.80

73,10

Devisenmarkt Berlin

Frankfurt a. 2H.

27. Rovemdet

28 November

Amtliche Notierung

Amtliche Rot'etung

C'elf

Briri

"selb

Amft-Nokt

161.4:

168.75

168,3b

168.70

Burtt.-Aires

'.'25

1,729

1.726

1,730

Brss.-Antw

5b. o5

53,485

58.365

58,485

(chnskiania

111 81

112,03

111.31

112.03

Afovcxbaocn

111 88

112,10

111,88

112.10

Stockholm . HelnngsorS.

112,29

112.51

112,25

1i2,47

10,488

10,508

10,488

10,508

Italien. .

21,845

21.885

21,845

21,885

London. . .

20,36

20,46

20,356

20,396

Rcunork . .

4,1735

4,18i5

4,1725

4,1805

Bari«. . .

16,44

16,43

10,435

16,445

Schweiz . .

81.02

81.18

81,02

81,18

Sva.itiU -

57.81

57.93

57.94

58.06

Japan . .

Hio de Jan

2,041

2,045

2.044

2,04»

0,490

0.492

0.4935

0,4955

Wien in D.»

58,845

Ccft. abfleft

58,72

58,84

58,725

Prag . . . .

.2.382

12,402

12,385

12,405

-.Seitrab

7.394

7,408

7.396

7,410

Bndav-st.

73,04

73,16

73.02

73.16

Buliarien

3.016

3,022

3.018

3,024

Lissabon

18.80

18,84

18,84

18,88

Tanüg. . .wtnfLntln.

" 81,71

81,93

81,40

81,56

1,948

1 952

1,928

1,932

Achen. .

5,43

5,44

5,43

5,44

Oxinaba

4,126

4,134

4,127

4.135

Hüt' uaN

4.006

4,014

3,996

4.004

Cairo

20,88

20.92

20.875

20,915