Wirtschaft
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Sie
Nachdruck verboten
Ohne Gewähr
27. August 1929
17. Ziehungstag
V
384873
383373
84110
373401
Prämien zu je
Berlin. 27. August
28.8.
28,9
1,85
55,9
118
125
7,2
113,25
158
Banknoten
180
I .
6
299,75
Ziffern geben die
27-8.
152,5 157,25
300,25
7,4
7,4
12 , 6
108678
142100
189768
271806
334957
341309 360232
3101 8093 8273
159788
246892
319074
123
122,5
222
156
205
27,4
88,25
209,75
28348
99128
146189
194178
209937
263196 316821
86032 i 101264
117058 143455
176707 199014 204899 223899 241747 260633 295366 324126 335062 352014 376451
63467
101729
138720
171923
249751
330925
112678
154106
196112 210621
273879
320659
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178136 200215
206984 230531
242904 2659u8 300567
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382978
106683
140609
158555
202150
232363
244529
267495
286937
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162910
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239375 247244 291069 315919 332460 343774 372855 385349
167175
219123
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191298
206544 248993
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198,5
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203
54,5
57,5
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43870
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140540
160894
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240516
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286479
316512 351721
387503
143264 170228 219363 235644
253604
274618 306587 329323 366242
146729 171636 221016 238849 262774 277447 312013 333844 381085
148009 178164 228838 238907 263647 279786 313630 346306 387062
Res, feiligf Cöfutii sahunc diese j
120,5
159,25 112,75
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60,5
106,5
106,5
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Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
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100464 107341
138604 174042
194399 204172 223449 240224
261960 295133 321970 333091 344842
37581 - 38980:
Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden
Abteilungen I und n
Mg. Deutsche Gtlenbahn . . Hamburg-Amerika Paket . . Hamb.-Südam. Dampfich. . Hansa Dampsschtss Norddeutscher Lloyd . . . . AUg. Deutsche Creditanst. . . Barmer Bankverein .... Berliner Handelsgesellsch. . Eommerz- und Privat-Bank . Darmst. u.Nationalbauk . . Deutsche Bank Diskonto-Gcfellschast Slnt.. . Dresdner Bank Metallbau k.......
Rtebeck Montan . . . . Bereinigte Stahlw. . . Olavi Minen Kalt Aschersleben . . . Kali Westeregeln. . . . Kaliwerk Salzdeisurth .
I. ®. Farben-Jnduftrie . Dynamit Nobel . . . . Scheideanslalt Goldschmidt Rütgerswerle Metollgekelllchafl - . .
A.S.G
Bergmann .... Elektr. Lieserungen. . Licht und Krast . . . Helten 4 Guilleaume. Ges. f. Elektr. Untern.. Hamb. Elektr. Werke . Rhein. Elektr Schlei. Elektr Schuckert Siemens 4 Halske . ■ TranSradio .... Lahmeyer 4Co.. . .
Buderus b
Deutsche Erdöl 6 Essener Steinkohle 8 Gelsenkirchener ... f. % 3 4
Gewlimauszuh
5. Klaffe 33. Preußisch-Süddeutsch« (259. Preuß.) Klaffen-Lotterie
. 10 . 10 . . 6 . 10 . 10 . . S . 10 . . 8 . 12 . . 8 . 10
WN 2.20 5 Reichs lohn,
Ludw. Loewe Rat. Automobil . . . . Orenstein 4 Koppel . . Leonhard Tietz . - - - Bamag-Meguin . . . . «.Maschinen . . .
Heyltaenstaedt . • • • FunghanS Matntraslwerke . - • • Mag Nekars ulmer Peter» Union Gebr. Roeder Boigi 4 Haessner . . . Slldo. Zucker
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2447 66290 80817 85493
164933 165186 175416
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Sn der Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen
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74179 75866 224803 228161 233767 264849
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Im Gewinnrade verblieben: 2 . ...
500000, 2 Gewinne zu je 500000, 4 zu je 75000, 4 zu je 50000, 2 zu je 25000, 34 zu je 10000, 58 zu je 5000, 166 zu je 3000, 310 zu je 2000, 816 zu je 1000, 2048 zu je 500, 4742 zu je 300 M.
125,5
127
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Harpener. . Hoesch Eisen. Ille Bergbau Klücknerwerke Köln-Neuessen Mannesmann Mansselder .
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Französisch« flöten.....
Holländische flöten Italienische flöten Norwegische flöten Deutsch Oesterr.,L 100 Kronen flumänische flöten Schwedische Noten ..... Schwerer flöten Spanische flöten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten
Lberschles. Eisenb. Bedars. . . 5
Oberschlej. KokSwerke 6
Phönix Bergbau bV, Rheinische Braunkohlen. . . io
Rheinslahl . . . s.Jahr 4>/,
73401 391867
178 Gewinne zu 300 M. 281 1871 -
14170 18308 19246 25922 28658 38100 50284 58111 64263 68625 69435 70259 76730 79986 85612 95943 96484 97933 122227 126264 137164
Abendbörse waren Erholungen bis zu 4 Prozent und noch darüber, zu verzeichnen. Haussierend lagen Clektrowerte und M o n t a n a k t i e n. AEG. gewannen 3,5 Proz. Die Ausführungen auf der gestrigen Generalversammlung der AEG., die nicht befriedigten, wurden heute bei der veränderten Situation kaum noch beachtet. Bergmann eröffneten 5,5, Licht und Kraft 4 Felten 3,75, Gesfürel 6,5, S ch u ck e r t 5 und Siemens sogar 7,75 Proz. höher. Stärker gefragt waren noch Deutsche Linoleum mit plus 7 Proz. Bon Montanwerten traten Gelsenkirchen. Klöckner, Mannesmann, Phönix, Rheinstahl und S t a hl- verein in den Vordergrund, bei Besserungen von 3 bis 4,75 Proz. Banken lagen eher vernachlässigt und nur geringfügig gebessert. Kaliwerte erzielten bei lebhaftem Geschäft Gewinne bis zu 6.5 Proz. Schwach lagen Adlerwer ke mit zirka minus 2 Proz. Renten etwas gesuchter und fester. 2m Verlaufe blieb die Llmsatz- tätigfeit in Spezialwerten weiter lebhaft. Die Aebenmärkte traten wieder etwas zurück. Man konnte zumeist weitere kleine Gewinne feststellen. nachdem vorübergehend die Kulisse zu Gewinnmitnahmen geschritten war. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 Proz. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1995, gegen Pfund 20,352, London gegen Kabel 4,8479, gegen Paris 123,87, gegen Mailand 92,71, gegen Madrid 32,955, gegen Holland 12,10.
Berliner Börse.
Brief
16,46
168,46
22,05
111,92
59,26
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112,59
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40 Gewinn« zu 1000 M.
95803 113679 137227
189280 194968 235663 ------
31140,06,e.^2.9.%0303S32,353176ii8473 19714 21806
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Blattes, baß Sauerbreh am 24. d. M. rn einem , von seinem Chauffeur gesteuerten Auto m der Schweiz gesehen worden sei, wird von den beteiligten Behörden skeptisch ausgenommen, denn ter Privatchauffeur Sauerbreys ist schon die ganze letzte Zeit in Frankfurt anwesend.
* D i e Aktionäre der Frankfurter Allgemeinen organisieren sich. 2Iuf Einladung des Deutschen Aktionär-Vereins e. V. in Berlin (Geschäftsstelle Frankfurt a. M.) hatten sich eine große Anzahl Frankfurter Bankiers und auch Vertreter von Aktionärinteressen eingefunden, um sich über die Ziele der vom Deutschen Aktionär- Verein ins Leben gerufenen Schutzvereinigung zur Wahrung der Interessen der geschädigten Aktionäre der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs-2b-G. auszusprechen. Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden referierte Rechtsanwalt Dr. Otto E i s - n e r hauptsächlich über die juristische und wirtschaftliche Tragweite der Bestrebungen der Schutzvereinigung. Bisher habe man bei den von den Verwaltungsbanken geführten Verhandlungen lediglich von dem Schutz der Versicherungsteilnehmer und der Großgläubiger — die ja zum großen Teil identisch mit den Derwaltungsbanken seien — gesprochen, während man über die ungeheuren Verluste, die die Aktionäre erlitten haben, stillschweigend hinweggegangen sei, ohne auch nur anzudeuten, daß man gewillt sei, die in den Kreisen der Aktionäre angerichteten Schäden wieder gutzumachen oder auch nur zu mildern. Das von der Schutzvereinigung erstrebte Ziel könne bei dem außerordentlichen Umfang und der Bedeutung der Angelegenheit nur durch eine zentrale Zusammenfassung aller Aktionärinteressen erreicht werden. Es sei beabsichtigt, möglichst bald einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung zu stellen, hierin die Einsetzung einer Revisionskommission zu beantragen, damit auch die Aktionäre in alle in der letzten Zeit in der Gesellschaft getätigten Geschäfte Einblick gewinnen, um auf Grund dieser Feststellungen ihre Ansprüche zu erheben. Schließlich sei auch noch zu prüfen, ob nicht das Reich wegen Verletzung der Aufsichtspflicht zur Verantwortung zu ziehen sei. Dr. R. S. Bak-chamburg unterstrich als Vertreter ausländischer Aktionärinteressen die Ausführungen des Vorredners, indem er besonders betonte, daß die Erregung unter den ausländischen Aktionären außerordentlich groß sei und daß man im Auslande, wo ja erhebliche Aktienpakete ruhten, als selbstverständlich annehme, daß in diesem Falle die Derwaltungsbanken den Schaden wiedergutmachen. Es wurde ein Arbeitsausschuß gebildet. Außerdem soll noch ein Vertreter des Vorstandes des Vereins der Frankfurter Privatbankiers in den Arbeitsausschuß delegiert werden.
* Die 30-Millionen-Anlerhe der Stadt Frankfurt. Die neue achtprozentige Inlandanleihe der Stadt Frankfurt a. M. im Betrage von 30 Millionen Mark ist am Dienstag nach einer Magistratsvorlage von der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung genehmigt worden. Wie aus einer Spezifikation der Magistratsvorlage hervorgeht, sollen diese 30 Millio- nen Mark wie folgt verwandt werden: Wohnungsbauten 9,0, Grundstückskäufe 9,1, Wasserbau 3. Straßenbau 2,8, Kanalbau 2,9, Hafen- und Brückenbau 1,0 und Hafenbetriebe sowie Schlacht- und Viehhof etwa 1,6 Millionen Mark. Wie Bürgermeister Gräf in der Sitzung der, Stadtverordneten mitteilte, nahmen die Zeichnungen für die neue Frankfurter Anleihe bisher einen befriedigenden Verlauf.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 28. Aug. Tendenz: fest. Nachdem die gestrige Abendbörse noch ein recht lustloses Aussehen bot, schlug die Tendenz im heutigen Dormittagsverkehr um, denn von der noch nicht so rasch erwarteten Einigung im Haag ging eine starke Anregung aus. Die Börse tourte von einem in letzter Zeit immer mehr um sich greifenden Druck befreit, und man konnte bei der Spekulation eine zunehmende Unternehmungslust beobachten. Diese wurde noch gefördert durch die reibungslose ^leberwindung des älltimvs. Die Kulisse schritt auch schon aus diesem Grunde zu Neuengagements. Das Geschäft war in Spezialwerten recht lebhaft, obwohl Ausland- orders kaum Vorgelegen haben sollen. Nähere Einzelheiten über den Ausgang der Haager Konferenz waren noch nicht bekannt, doch neigt man der Ansicht zu, daß für Deutschland der Weg zu einer Besserung der Wirtschaftsverhältnisse geebnet sei. Die schwankende gestrige Neu- Yorker Börse konnte keinen Eindruck machen, zumal die hiesigen Geldmarktverhältnisse unverändert günstig waren. Gegenüber der gestrigen
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Dividende an. - Neichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.
I Äi S Ä S. Ä3191457 206787
2 .u 6000 ®. 316167 ^0
45141 68694 146138
Geld
16,40 167,78
21,97
111,48
59,02 2,485
112,15 80,58
61,53 12,37
73,01
Berlin, 28. Aug. Die heutige Börse stand nach der Einigung im Haag und dem Zustandekommen des Kompromisses zwischen den Gläubigerstaaten vor einer vollständig veränderten Situation. Schon im Vormittagsverkehr konnte man seitens der Spekulation Deckungs- und Ruckkaufneigung beobachten und zu Beginn der offt= ziellen Börse lagen dann auch Kauforders der Provinz und des Auslandes vor. Wie groß diese waren, läßt sich nicht genau feststellen, denn es war bei den erzielten Kursgewinnen zu berücksichtigen, daß einmal die Reports hinzukamen anderseits das Kaufinteresse auf leere Märkte und fehlendes Angebot stieß. Natürlich führte man auch andere Momente zur Begründung der Aufwärtsbewegung an. So verwies man auf die guten E i s e n b e r i ch t e , auf die höhere Kohlenförderung im 3uh, auf die zuversichtlichere Stimmung an der Lei p- ziger Herbstmesse, auf die viermonatige Ve rlängerung der Reichsschahanweisung, auf eine Meldung von einer bevorstehenden Zulassung deutscher Werte in Pa r i s usw., doch blieb das Hauptmoment die politische Entspannung. Bei manchmal sogar vielleicht als halbiert zu bezeichnenden Kursen betrugen die Gewinne nach Abzug des Reports im Durchschnitt 2 bis 4 Prozent und bei einigen Spezialwerten Ö bis 8 Prozent. Von den beiden heute erstmalig per Termin gehandelten Papieren Dank für Drauindustrie und Hotel-Detriebsgesellschaft gewannen besonders letztere gegen gestern ganz erheblich (plus 6,5 Prozent). Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer überwiegend schwächer. Pfandbriefe gut gehalten, teilweise fester. Der Geldmarkt war unverändert leicht. Tagesgeld 5 bis 8 Prozent, Monatsgeld 9,25 bis 10,50, Geld über Ultimo 9 bis 10 Prozent, Warenwechsel ohne Umsatz. Infolge der hohen ersten Notierungen zeigte sich im Verlaufe bei der Spekulation Neigung zu Gewinnmitnahmen, und die Kurse bröckelten meist ab. Dann setzte sich aber eine festere Welle durch, die außer von eintreffenden Orders durch Meldungen von festeren Auslandbörsen getragen wurde. S t ö h r K a mmgarn lagen, da infolge guter Beschäftigung eine Einführung von Doppelschichten notwendig ist, 2 Proz. über Anfang. Auch Reichsbank konnten erneut 2 Prozent anziehen, und Polyphon auf die feste Haltung der Grammophonwerke in London plus 4 Prozent. Obwohl auch 'im späteren Verlaufe die Stimmung allgemein freundlich blieb, wurde die Kursentwicklung bei nachlassendem Geschäft uneinheitlich.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 28. Aug. Der Produktenmarkt verkehrte zum heutigen Hauptmarkt in sehr ruhiger Haltung bei etwas freundlicherer Grundstimmung. Das Geschäft war nach wie vor sehr klein, namentlich das Mehlgeschäft schleppend. Die Preise sind unverändert, nur Weizen gab eine Kleinigkeit nach und Weizen- und Roggenmehl tagen etwas niedriger. Es wurden notiert: Weizen 25.40; Roggen 20.10 bis 20.25; Sommergerste für Brauzwecke 22; Hafer, inländischer (alt) 20; Hafer, innländischer (neu) 19 bis 19.50; Mais (gelb) 21; Weizenmehl, südd., I Spezial 0, 38,50 bis 39.50; Roggenmehl 28.75
* Prolongation der 145 Millionen Reichsschatzanweisungen. Wie WTB.- Handelsdienst erfährt, sind die seinerzeit von dem bekannten Bankenkonsortium Übernommenen 145 Millionen Mk. Reichsschatzanweisungen, die am 30. September fällig werden, zum Lombardsatz der Reichsbank (81 v.H.) für vier Monate prolongiert worden.
* Die Vorgänge bei der Frankfurter Allgemeinen. Von der Frankfurter Iustizpressestelle wird mitgeteilt: Die m verschiedenen Zeitungen angekündigte Strafanzeige einer Berliner Gruppe von Aktionären ist bisher bei der Staatsanwaltschaft in Frankfurt a. M. nicht eingegangen. Der Staatsanwaltschaft liegen überhaupt keine Anzeigen vor, aus denen bestimmte Tatsachen sich ergeben, und aus denen sich Anhaltspunkte für den Verdacht einer strafbaren Handlung entnehmen lassen. Die Staatsanwaltschaft arbeitet mit Unterstützung durch die Polizei an der Aufklärung der Sache. Sie steht dabei in engster Fühlung mit allen Stellen, die mit der Prüfung des Status der iFrankfurter Allgemeinen sowie ihrer Tochtergesellschaften und an der Prüfung der außerordentlich unübersichtlichen und verwickelten allgemeinen Geschäftslage des Konzerns beschäftigt sind. Erst wenn die mit größter Beschleunigung im Gange befindlichen Arbeiten zu einer gewissen Klärung geführt haben, wird sich voraussichtlich zeigen, ob ein greifbarer Verdacht für bestimmte strafbare Handlungen besteht, welcher Art diese strafbaren Handlungen sind und wer von den Beteiligten als strafrechtlich Verantwortlicher in Betracht kommt. — Nach dem Direktor der Südwestdeutschen Bank, A. - G., Sauerbreh, der sich durch seine Flucht besonders verdächtig gemacht hat, wird energisch gefahndet. Die Mitteilung eines Frankfurter
Berlin
Schluß-! Ansang- 8ur» I Kurs
Ruhige Geschästsentwicklung bei den Banken.
Monatsbilanzen der Danken lassen erkennen, daß das Geschäft im Juli, nachdem auch die letzten Auswirkungen der Restriktionsmaß- nahmen aufgehört haben, wieder eine normale Entwicklung genommen hat. Wie die Ziffern der Bilanzen zeigen, stand das Bankgeschäft im Zeichen der saisonmäßigen Stille des Sommers und infolgedessen einer auf allen Konten sichtbaren Entspannung. Die Bewegung auf den Hauptkonten war daher im Juli durchweg geringer als im Juni, weil eben die Kundschaft weniger Geld brauchte. Wenn sich trotzdem die Debitoren gesteigert haben, so liegt das daran, daß vor allem der vormouatliche Rückgang einen Ausgleich gefunden hat, die Steigerung geht sogar etwas darüber hinaus. Die Kreditoren weisen auch wieder eine Steigerung um einige 70 Mill. Mark auf. Vergleicht man die Debitorensteigerung mit derjenigen der Kreditoren, so ergibt sich, daß nur die Halste der Steigerung an Debitoren einer Zunahme der Kreditoren auf der anderen Seite entspricht. Auffällig ist der Rückgang von Reports und Lombards/ besonders von Reports, die gerade bei den Großbanken eine Abnahme unter die 400-Millionen-Grenze erfahren haben. Man sieht also, wie stark das Börsengeschäft stagniert. Vorschüsse aus Waren und Warenverschiffungen hoben sich aus der Höhe des Vormonats gehalten, Steigerungen auf diesem Konto bei einigen Banken stehen geringe Abnahmen bei anderen gegenüber. Bemerkenswert ist noch an Einzelheiten aus dem ruhigen und normalen Gesamtbild die Verschiebung in den Einlageterminen der Depositengelder. Die Kundschaft hat anscheinend infolge ihres mit der Geschäftsstelle zusammenhängenden geringen Geldbedarfs ihre täglich fälligen Gelder, die nur mit 4 bis 5 Proz. verzinst worden sind, in Einlagen mit länger befristeten Terminen umgewandelt; zum Teil werden aber auch in der etwa 350 Millionen betragenden Vermehrung der Einlagen mit mittlerem Termin ausländische Geldzuflüsse stecken. Die Abnahme der täglich fälligen Gelder beträgt allein bei den Großbanken mehr als 200 Millionen, auch die Fälligkeiten über drei Monate hinaus zeigen eine ziemlich erhebliche Abnahme. Das Schatzwechselkonto der Banken zeigt im ganzen eine wefentliche Entlastung, was wohl auf die eingetretenen Fälligkeiten zurückzuführen ist. Die Liquidität hat eine leichte Verschlechterung erfahren, was auf die Verringerung der sofort greifbaren Mittel zurückzuführen ist, die wiederum mit dem stillen Verlauf des Geschäftes zusammenhängt.
Letzte Nachrichten.
Empfangsvorbereitungen in Aeuyork.
Neuy o rk. 28. Aug. (2BIB. Funkspruch.) Die Blätter heben die Begeisterung hervor, mit der der „Graf Zeppelin" in LI Paso begrüßt worden ist. Seit den Tagen des Waffenstillstands sei dort ein solcher Jubel nicht mehr gehört worden. Jür den Empfang Dr. Lckcners in Neuyork ist der Freitag vorgesehen. Wan plant ein umfassendes Programm, in dem der Triumphzug durch die Stadt, wie im Falle Lindbergh und der „Bre- men“-5liegcr nicht fehlen wird. 3n Kreisen der Deutsch-Amerikaner plant man die Ueber- reichung einer Ehrengabe, die die wissenschaftlichen Zeppelinflüge ermöglichen soll. Wan erwartet, daß das Luftschiff am Wittwoch ifm 8 Uhr abends in Lakehurst eintreffen wird. Bei der Begrüßung wird das Warineamt durch Konteradmiral Latimer, den Kommandanten der Werft von Philadelphia, vertreten sein. Verantwortlich für Lokales: i. V. Dr. Thyriot.
Datum
5% Dl. Rcichsanleihe v. . • Dl. An!..Ablöi.-Schu1d mit AuS-
lol.-Rechlen
Teögl. ohne Auölol.-Rechle . . .
7% Franks. Hyp.-Bk. Goldvs- un- kündbar bis 1932
*y2% Rheinische Hyp^Bank Liqu.-
V.E.G. nbfl. Vorkrieos-Obligation., rückzahlbar 1932 .......
4% Schweiz. BundeSb.-Anl., . .
4% Oesicrreichische Goidrle.. . .
4,20% Cefterr. SUberrle 4% Oesterreich, einheitl. Rte. - - 4% Ungarische Goidrle 4% Ungarische SlaalSr. v. 1910 .
4y,% bWßl.Don 1913 4% Ungarische Kronenrle 4% Türk. Zollanieihe v. 1911 . .
4% Türkische Bagdadbahn-Anl., Serie I
4% bcigL Serie II
4% Rumänen converi. Rte. . . .
Rumänen Goidanl. von 1913
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Kurs
Datum
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Philipp Holzmann ....
. 7
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107
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10
131
131,5
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185
—
—
Wayß 4 Freitag......
10
100
100
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—
Schultheis Patzenhoser . . .
Ostwerke.........
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15
12
18
14
390,5
—
290 228,75 387,25 301,75
291,5
237
394
308
Zellstoff Waldhof.....
12
—
237
233,25
236,5
Zellstoff Aschaffenburg . . . (Charlottenburger Waller . . Dessauer Gas.......
Daimler Motoren.....
12 . 7 . 8 . 0
153,25
51,5
5 1 11
105,75
188
51,65
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194,5
53
Deutsche Maschinen-Fabrik .
. 0
—
—
54,5
—
45,5
45
44
195
198,5
194,5
198,25
231
225
230
—
170
166,25
171
206
210
204,25
210
140
143,75
139,75
142,5
208
214,5
206,5
214
—
—
141,75
—
—
—
150
151
—
—
172,5
181
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228,5
221
229
383,25
373
383,13
—
—
—
146
171
—
170,25
—
_
76,5
74,25
—
—
—
112
116
—
—
141,75
144,5
137
140.5
136,5
140,5
148
—
147,25
151,75
—
133
137,25
213,5
—
215
—
113,5
117,25
113
116
130
134
118
122,75
117,75
122,75
136,25
137
—
—
—
86,25
—
—
103
106
107,75
111
107
111
281
—
279
283,25
129,5
124,25
131
—
—
—
—
118,5
121
117,75
121
66
64,25
66,13
229
275,25
227,25
235
234
240,5
232
242
—
383
I 395,5
218,25
222,5
216,25
I 222
—
—
—
—
148
149
—
74
——
73,75
—
81
83,9
80 9
84,13
'24
—
123,c
—
27. August
28. August
Amtliche flotierun
Geld 1 Brie
Amtliche Notierung
Geld | Bries
168,13
168,47
168,08
168.42
1,758
1,762
1,759
1,763
58,33
58,45
58,335
58.465
111,69
111,91
111,70
111,92
111,67
111,89
111,66
111,88
112,35
112,57
112.34
112,56
10,54
10,56.
10.539
10,559
21,945
21,985
21,935
21,975
20,337
20,377
20,335
20,375
4,1955
4,2035
4,195
4,203
16,41
16.45
16,42
16,46
80,76
80,92
80,735
80,895
61,69
61,81
61.66
61.78
1,956
1,960
1,960
1,964
0,4975
0,4995
0,497
0,499
59,08
59,20
59,075
59,195
12,427
12,447
12,425
12,445
7,370
7,384
7,368
7,382
73,17
73,31
73,175
73,315
3,032
3,038
3,032
3,058
18,80
18,84
18,81
18,85
81,33
81,49
81,35
81,51
2,001
2,005
2,000
2,004
5,425
5,435
5,433
5,443
4.166
4,174
4,164
4,172
4,106
4.114
4,101
4,109
20,855
20,895
20,86
20,90
Berlin, 27. August
Geld
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2lin|’r'tnniirlii flöten.....
4,173
4,193
Belgische Noten ........
58,21
58,45
^nnilrflP Noten ........
111,43
111,87
Englische Noten........
20,322
20,40?


