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zu verstehen, daß dem deutschen Qhißenmi:;ifkr auf nichtoffiziellem Wege die Mitteilung zuge­leitet worden sei, die britische Regierung sei gegen den geplanten Zeppelinflug über Aegypten, da die ägyptische und die britische Regierung übereingekommen seien, daß ausländische Luftfahrzeuge ägyptisches Ge­biet nur mit Zustimmung beider Re­gierungen überfliegen dürfen. In einer wei­teren Anfrage wurde auf die Schädigung der deutsch-englischen Beziehungen hingewiesen, die durch die Verweigerung der Flugcrlaubnis verursacht werden könne. Locker Lampson erklärte: Ich denke, dah man im Aus­land begreifen wird, dah solche Flüge nicht statt­finden können, ohne dah zwischen der ägyptischen Regierung und der zuständigen ausländischen Re­gierung eine Einigung darüber erfolgt ist.

21m Todestage des ersten Reichspräsidenten.

Aus Anlaß des Todestages des Reichs­präsidenten Friedrich Ebert hat im Damen der badischen Staatsreg'erung der Land- rat in Heidelberg einen Kranz am Grabe Eberts niedergclcgt. Der Reichskanzler hat den Präsidenten des Landessinanzamtes Karlsruhe, Geheimrat ©tarnet, ersucht, am Todestag des Reichspräsidenten Ebert an dessen Grab in Heidelberg einen Kranz mit der Auf­schrift:Der Reichskanzler und die Reichsregie­rung" niederzulegcn.

Der neue Frankfurter Schauspieldlrektor.

TU. Frankfurt a.M.. 28. Febr. Zum Di­rektor des Städtischen Schauspielhauses in Frank­furt wurde als Dachfolger des Intendanten Weichert Dr. Alwin Kronacher, bisher Direktor des Städtischen Schauspiels in Leipzig, ernannt.

Der Lohntarif der Reichsbahn gekündigt.

LautVorwärts" haben die vertragschließenden Gewerkschaften das Lohnabkommen mit der Deut­schen Reichsbahn zum 31. März gekündigt, äleber die einzureichenden Forderungen werden die drei Gewerkschasten aus einer gemeinsamen Tagung Beschluß fas,en. Das Lohnabkommen belr'.fft die Cisenbahnarbciter aller Kategorien, d. h. alle Eisenbahner, die nicht im Beamten- oder An­gestelltenverhältnis steten.

Oie Wetterlage.

teilungen völlig zutreffend sein sollten, mit ab­wartendem Skeptizismus gegenüberstehen.

Oie tschechische Hilfsaktion für Trotzki.

Prag, 27. Febr. (WB.) Der von der kom­munistischen Opposition in Brünn gegründete Ausschuß zur Rettung Trotzkrs, der bestrebt ist, Trotzki einen Kuraufenthalt in der Tschechoslowakei zu er.nög ichen, hat ein in deutscher Sprache abgefahtes Tele­gramm für Trotzki an die Sowjetgesandlschast in Angora gesandt und Trotzki um Mitteilung darüber gebeten, ob er in die Tschechoslowakei zur Kur kommen wolle. Dieses Telegramm ist mit dem VermerkAdressat unbekannt" zurückgekommen. Am L5. Februar wurde ein wei­teres Telegramm für Trotzki an daS russische Konsulat in Konstantinopel mit französischer Adresse und deutschem Text abgesandt; darauf soll Trotzki geantwortet haben, er sei bereit in die Tschechoslowakei zu kommen. Trotzki weist aber darauf hin, das; er die deutsche Ent­scheidung abwarten müsse.

Oie Rheinbrücken.

Der Reichstag zur Lahmlegung des rheinischen Verkehrs.

Berlin. 28. Febr. (VDZ.) Auf der Tages- drdnung steht eine Interpellation des Zentrums, die sich damit beschäftigt, dah d'.e Antwort auf den Antrag zum Dau von drei neuen Rhein­brücken bei Ludwigsha en. Spetzer und Maxau vertagt wurde, bis die Gesamtprüfung der all­gemeinen Fragen der Einrichtung der rheinischen Eisenbahnen durch die Dvtichasterkonferenz be­endet ist. ,

Abg. Hofmann- Ludw.gsha en (Zentr.) be­gründet die Interpellation. Die von der Dot- schafterkonferenz angekündigte Eemmtprüfung der rheinischen Ciieubahnsragen könne sehr lange dauern, denn trotz allen Derständigungsgeredes sei Frankreich immer bestrebt, die deutsche Wirt­schaft und das deutsche Verkehrswesen zu schika­nieren. Der gesteigert' Verkehr mache aber eine Beschleunigung keü Baues der drei Rhein­brücken dringend notwendig.

Reichsverkehrsminister D r. S ch a t - zel beantwortet die Interpellation. Die Re.chs- regierung erkenne das Bedürfnis zum schleunigen Dau der drei Drücken durchaus an; sie habe auch keine Gelegenheit versäumt, bei der Dotschafter- konferenz auf Deschleunigung der Ange­legenheit zu drängen. Erst in jüngster Zeit fet deshalb wieder ein diplomatischer Schritt er­folgt. Die Reichsregierung werde weiter mit allem Dachdruck die Angelegenheit ver­folgen. Für die vielen Unfälle, die sich aus dem Fehlen der drei Rheinbrücken ergeben, falle die Verantwortung de' Desatzungsbehörde zu.

Abg. Dr. Re m me le -Vaden (Soz.) prvte- stiert gegen die Haltung drr Botschafterkonferenz, die in diesem Falle die Befriedigung eines drin­genden Terkehrsbedürfnis.es verhindere.

Abg. Dr. Zapf (D. Vp.) erklärt, daß die Deutsche Dollspartei. die Demokraten, die Tay­rische Dolkspartei und die Wirtschaftspartei in dieser Aussprache nicht bas Wort nehmen wür­den. da das ganze Voll einig sei in der Ver­urteilung der Hattung der Ddlschafterkonferenz.

Abg. Dr. Dryander (SntL) beantragt die Vorlegung einer geschlossenen Darlegung, welche Einwirkungen die Entente auf die Entwicklung des rheinischen Verkehrswesens ausgeübt hat. Die Schikanierung des rheinischen Verkehrs im Verein mit anderen Eingriffen sei ein System, das durch die Aeußerung des Marschalls Foch .gekennzeichnet werde. Frankreich brauche die De­fensivlinie HaardtHunsrückEifel.

Es folgt die gestern zurückgestellte Abstimmung über die kommuni st ischen Mißtrauen s- a n t r ä g e. Der Mihtrauensantrag gegen das GefamtkÄinett wird gegen Kommunisten. Deutsch- nationale und Dationalsozialisten. der Miß- trauensantrag gegen den Wehrminister Groener gegen Äonununi ften und Dationalsozialisten bei Stimmenthaltung der Deutschnationalen a b ge­lehnt.

Gegen 18 Uhr vertagt sich das Haus auf Donnerstag, die Anträge der Deutschen Volks- Partei auf Parlaments re form durch Ein­schränkung der Ausgabenbewilligung.

Aus aller Welt.

Die neue Kältewelle verzögert den Eisgang.

Ueber Dacht ist unser Gebiet von der neuen Kältewelle erreicht worden. 2m ganzen M a i n - t a l waren Mittwochmorgen Kältegrade von 4 bis 6 Grad festzustellen. Gleichzci ig herrschte ein starkes Schneetreiben, das die Erdoberfläche mit einer neuen tiefen Schneedecke überzog. Dieser starke Schneefall, der auch in den nächsten Tagen noch anhalten soll, dürfte bei eintretendem Lau­wetter d i e H o ch w a f s e r g e s a h r, die der Eis­gang mit sich bringt, nur noch erhöhen. Die Eisverhältnisse sind am Obermain unver­ändert. Dei der Zeche Gustav bei Dettingen hat sich durch warme Abwässer eine Rinne einge­fressen, die sich bis unterhalb der Schleuse Grvß- krohenburg hinzicht. Oberhalb des Frankfurter Stadtgebietes haben sich viele eisfreie Stellen gebildet. Von der Wilhelmsbrücke abwärts bis zur Mündung ist der Main zum Teil eisfrei, mindestens jedoch ist eine freie Rinne von 20 bis 50 Meter Dreite vorhanden.

Auf dem Rhein ist die Eisdecke rein. Ober­halb von Mannheim ist eine 30 bis 70 Meter breite Eisdecke abgetrieben; die Seitenränder bröckeln nach. Das Eistreiben ist schwach. Die Eisschollen sind teils geschmolzen, teils mechanisch zerkleinert. Der Rheinpegel bei Mannheim Be­trägt 3,28. Das Eis an der Loreley liegt noch fest. Den neuesten Wettermeldungen zufolge läßt die Schneefchmelze nach.

Die Mosel ist auf deutschem Gebiet im we­sentlichen eisfrei. In Trier ist bei 15 Grad Kälte 15 Zentimeter Deuschnee gefallen. In Zellingen wurden die Pfahljochen und Streben der hölzernen Arbeitsbrücke für die im Dau be­griffene Drücke und die beiderseitigen wuchtigen Stützen der Träger für die Pfahlgerüste der Strombogen von den Eisschollen fortgerissen.

Hochwassergefahr am Neckar.

Die Vorsichtsmaßnahmen gegen den Eisgang auf dem Dcckar haben sich bei Cannstatt nicht als ausreichend erwiesen. Eine eiserne Feldbahnbrücke, d'.e abgetragen werden sollte, wurde von den Fluten mitgerissen, wodurch mehrere Arbeiter in schwere Gefahr gerieten. Die Drücke drehte sich plötzlich und fiel unter donnerndem Krachen in den Fluß. 2n Tü­bingen staute sich auf einer Strecke von 200 Meter das Cis drei bis vier Meter hoch. Cs muhte, um dem Cis Platz zu schaffen, eine Hol^rücke abgebaut werden.

Starker Temperakurrückgang im Schwarzwald.

Im Gegensatz zu den letzten milden Tagen mit Temperaturen von etwa 15 bis 20 Grad Wärme ist in der Dacht zum Donnerstag ein starker Temperaturrückgang cingelre- ten, der Schneefall mit sich brachte. Auf dem Hochschwarzwald sind 10 bis 15 Zenti­meter Deuschnee gefallen. In den Tälern und in der Ebene 5 Zentimeter. Der Feldberg meldete heute morgen 20 Grad Kälte. Freiburg hat e zur gleichen Zeit ettoa lO Grad Kälte zu verzeichnen. Damit ist die Hochwassergefahr infolge zu raschen Abschmelzens der Schneemassen zunächst gebannt und das Treibeis des O b e r r h e i n s auf der Strecke KonstanzBasel bis Straßburg hat dadurch Zeit zum Abtreiben. Der Rhein ist auf dieser Strecke vollkommen eisfrei.

Schlesische Bauerndörfer bis zum Dach im Schnee.

Dach dem heftigen Schneesturm der letzten Tage und dem erneuten starken Schneefall sieht cs in den Ortschaften am Fuße des Eulenge­birges geradezu trostlos aus. Don dem Schnee­unwetter ist das Gebiet am Eingang des Wei- stritz-Tales, die Gegend um Ohmsdorf, Esdorf und Ludwigsdorf und weiterhin Leutmannsdorf, am schlimmsten betroffen. Dort sind die Straßen derartig verweht, daß von den Kirschbäumen nur noch die Spitzen aus dem Schnee ragen. Vielfach sind auch Fuhrwerke vom Schnee vollständig begraben worden, so dah sie i m Stich gelassen werden muhten, nachdem man die Pferde abgesträngt hatte. 2n den Stuben der Häuser herrscht Dunkelheit, da alle Fen­ster vo11ständig zugeweht sind. Die Be­wohner müssen sich regelrechte Gänge schaufeln, um aus den Gebäuden herauszulommen. Doppelt schlimm ist die W a s s e r n o t, weil die Brunnen meterhoch mit Schnee verweht sind. Von den KreiSverwaltungen sind alle Schneepflüge ein­gesetzt worden, um die Dot der verwehten Be­sitzungen zu beseitigen. Infolge der ungeheueren Schneeverwehungen ist eine ganze Anzahl von Chausseen im Kreise Dimpsch für jeden Verkehr gesperrt worden, da es unmöglich ist, in Gefahr geratenen Fuhrwerken Hilfe zu bringen.

Ueberschwemmungen in den Bereinigten Steten.

der anderen wieder flott zu machen. Dur hinter einem Dein, hinter einer mutig auf den Duckest genommenen Daweskrise Winke uns eine bessert Zukunft.

in einem Brief an das Politbureau gefordert und auch an das Präsidium des Sowjet-Exekutiv­komitees einen solchen Antrag gerichtet haben. Die Mehrheit des Präsidiums hat sich angeblich auf ihre Seite gestellt. Dennoch möchten wir so schreibt dasD.T." auch für den Fall, daß diese Dachrichten zutreffen sollten, daran erinnern, dah unser Moskauer Korrespondent immer dacgllegt hat, die größere Ener­gie und die robustere Hartnäckiy- keit seien bei Stalin, und er allein balle schließlich die Fäden in der Hand. Au Grund dieser Tatsache mufe_ man unseres Er­achtens einstweilen den Bemühungen der Oppo­sition, auch wenn die darüber verbreiteten Mit-

Einberufung drs Hessischen Landtags.

WHP. Darmstadt, 27. Febr. Der Präsi­dent des Hessischen Landtags. Delp, hat jetzt die Einladungen an die Abgeordneten zur 35. Sitzung des Landtages am Dienstag, den 5. März, vormittags 10 Uhr. ergehen lassen. Die Tages­ordnung umfaßt bereits 42 Punkte, unter denen sich aber auch eine größere Anzahl von Eingaben befindet, die nur zur Kenntnis des Plenums zu bringen sind, und mehrere Vorlagen, die wegen der Dringlichkeit bereits vom Haupt-(Finanz) Ausschuß erledigt worden sind. Der wichtigste Punkt wird jedoch die Beratung des Staats- Voranschlages 19'9 und des Dachtrag°etats sein. In politischen Kreisen rechnet man sogar mit der Möglichkeit, daß z. B. das neue G e - meindebeamtengesetz vor Ostern gar nicht mehr verabschiedet werden kann und mit einigen anderen Vorlagen zurückgestellt werden wird.

Gegen Heraussehunq der Altersgrenze.

Darmstadt, 27. Febr. Der Vorstand te5 LondesbeamtenausschusfeZ der Hessischen Demo­kratischen Partei hat folgende Entschlie­ßung angenommen: D'.e Beamtenschaft sieht mit wachsender Besorgnis, dah Bestrebungen auf Heraufsetzung der Altersgrenze mit dem Hinter­grund vollständiger Beseitigung im Gange sind. Der Vorstand des Lanie'.beamtenausschusses der Deutschen Demokratischen Partei Hessens war einmütig der Überzeugung, daß das Alters­grenzengesetz nicht nur im Interesse des Te- arntennachwuchses, sondern auch im wohlverstan­denen Interesse der Staatsverwaltung und der Bevölkerung unbedingt aufrecht zu erhal­ten ist. Hm eine gemeinsame Front aller De- amtenbertretungen herzustellen,_ wurde beschlossen, sich unverzüglich mit den übrigen Beamten» organisativnen ter politischen Parteien zur Ab­wehr des Anschlages auf das Altersgrenzen­gesetz ins Benehmen zu setzen. Cs handelt sich hier um eine Stellungnahme gegen einen Antrag, ter von den Abgeordneten ter Volls- rechtspartei im Hessischen Landtag eingebracht worden ist. Bereits auf ter Tagung des Hessi­schen Teamtenbundes. der Spitzenorganisation der hessischen Teamten, ist gegen den Antrag Stel­lung genommen und d es dem Landtag und den Parteien mitceieUt worden.

Scharfe Opposition gegen Stalin.

Gespannte Lage in Moskau.

Berlin, 28. Febr. (Priv.-Tel.) Dach Mit- tei.ungen, die auherhalo Sowjetruhlands ver­breitet sind, aber begründeter erscheinen als ge­wöhnlich die Aachrichten aus den Grenzstaaten, hat sich in Moskau die Opposition die sog. Rechtsoppositivn g gen den allmächti­gen Stalin so sehr verschärft, dah die Situa­tion als äußerst gespannt bezeichnet wer­den muh. Infolge der außerordentlichen wirt­schaftlichen D o 11 a g e. für die Statins Po­litik verantwortlich gemacht wird, habe diese Rechtsopposition, die noch vor kurzem keine offe­nen Schritte wagen konnte, sehr an Schlagkraft gewonnen, und Bucharin, Rykow und Tomfki Betreiben jetzt mit einer bisher nicht möglich gewesenen Kühnheit die Entfernung Stalins. Sie sollen die Abdanlung Stalins

tanb gebe damit Deutschland Reparationen an seine Gläubigerstaaten zahlen könne, sich über die Sicherheit seines Kapitals beruhige. Deutschland gehe an sich selbst und an seinen aus­wärtigen Lasten und Bindungen einschließlich sei­ner Dahrungsenge zugrunde. Es müsse, um wie­der lebensfähig zu werden, von beiden be­freit werten: Bon seiner inneren Krankheit und feinen auswärtigen Fesseln. Der Dawesplan sei feftgef obren und seine Hndurchsührbarkett erwiesen. Es sei nicht unsere Ausgabe, das Schiss wieder flott zu machen. Dur hinter

DieSozialpoliittderReichsregierimg Undurchführbare Anträge

und Entschliessungen der Parteien.

Berlin, 28. Febr. (VDZ.) Im Sozialpolitischen A'sschuß des Reichstages erklärte Reich^arbcits- n. ister Wissell, das Kabinett sei der Meinung, daß Anträge auf Erhöhung der Leistungen aus der Invalidenversicherung ange­sichts der wirtschaftlichen Entwicklung und unserer reparationspolitischen Belastung nicht du r ch° f ü h r b a r seien. Er stellte aber Erhebungen über die Möglichkeit einer Herabsetzung der In« validitätsgrenze von 66n v. H. auf 50 v. H. und über Umfang und Dauer der Arbeitslosigkeit der über 60 Jahre alten Arbeiter in Aussicht. Da­mit erklärte sich der Ausschuß einverstanden. Das Reichskabinett hat sich auch mit den sozialpolitischen Beschlüssen befaßt, die der Reichstag am 19. Februar in der K l e i n r e n t n e r f u r s o r g e gefaßt hatte. Die Reichsregierung war einmütig der Auffassung, daß die Reichetagsentschließung, die ein f elb - ständiges Rentnergesetz in Verbindung mit einem Gesetz über Inflationssteuern verlangt, undurchführbar ist. Dagegen wird die Reichsregierung die vom Sozialpolitischen Aus­schuß einstimmig angenommene und vom Reichstag gebilligte Entschließung wegen Verbesserung her Fürsorgepflichtordnung zugunsten der Kleinrentner vorlegen. Dies entspricht auch der Regierungserklärung vom 3. Juli 1928.

Beamte und Stahlhelm.

Eine Erklärung ReichSmucuminister Severings.

Berlin. 27. Febr. (VDZ.) Im Haushalts­ausschuh des Reichslag:s wurde hauptfächlich die Frage der neu zu errichtenden kommunalpoli- tischen Abteilung, die Richtlinien für die Heber» nähme von Frauen in das Beamtenverhältnis und die Stellung der Beamten zum Stahlhelm behandelt.

ReichSmini st er des Innern Seve­rin g, erllärte, die Regierung muh darauf halten, daß Der Eid, den die Beamten ter Republik ge­leistet haben, auch gehalten wird. Und ich freue mich, daß f i ch auch die beiden berufenen Führer des Stahlhelms dazu be­kannt haben. Ich freue mich auch über die weiteren Erklärungen, die ja veröffentlicht sind, die, tote ich amre^mett möchte, die ReichSregieruag von der Verpflichtungentbinden, im Augenblick gegen die Orgamfaiion teS Stahl­helms und generell gegen alle Beamten vorzu- gehen, die ihm angeboren. Ich kann aber die Be­merkung nicht untetorüden, daß diese Srllarungen in striktem Gegensatz zu den Kund­gebungen stehen, die in ganz Deutschland ge-

Aus den Staaten Pennsylvanien, Michigan und Ohio werden verheerende Überschwemmungen gemeldet. Die Flüsse find infolge der Schnee­schmelze und anhaltender Regengüsse über ihre Ufer getreten. In der Grafschaft Montgomery in Pennsylvanien ist der kleine Perkioncn-Fluß fünf­einhalb Meter über seinen normalen Stand ge­stiegen. In den Straßen Poktstowns am Schuyl- Kill-Fluh steht das Wasser drei Meter hoch. In Monroe (Michigan) mußten zweihundert Fa­milien ihre Häuser räumen. 3m südlichen Ohio haben die U<Derschwemmungen einen Sachschaden von mehreren Millionen Dollar angerichtet. Zwei Personen find ertrunken.

Der gcscheilerte Zeppelinflug nach Aegypten.

Im englischen Unterhaus gab in Abwesenheit des Staatssekretärs für Auswärtiges Unter- ftaatSftfreiär Locker Lampson auf ein« Anfrage

äußert worden sind. Warten wir ab, was dte Praxis uns bescheren wird. In dem Augenblick, wo eine Diskrepanz zwischen den GKlärun­gen und dem Verhallen sich ergeben wird, gehen wir gegen alle Beamten vor, b te f tcf) dessen schuldig machen. 6infttcei.cn ent­nehme ich aus diesen Erklärungen, dah ein großer Unterschied -wischen dem Krafimeicrtum der Stahlhelmführer und der Kraft deS Stahlhelms selbst besteht.

Auf dem Wege zur Arbeitsgemeiuschast.

Tie Tarnkündiguugcn im Nuhrbcrgbau. Tic Negierung als Vermittler.

Berlin, 27. Febr. (Priv.-Tel.) Wie wir hören, haben in diesen Tagen im Reichsarbeits­ministerium zusammen mit Vertretern desReichs- wirtschaftsministeriums Verband lun^ en zwilchen Vertretern ter Ruh.kohle und den Gewerkschaften stattgefunden. Te.de Parteien hatten ihre be­deutendsten Führer entsandt. Anlaß zu d.eser Besprechung gab d'.e kürzlich erschienene Denk­schrift des bergbaulichen Vereins über die La e der Ruhrkohle und ter bevor- stehende erstmalige Kündigungstermin für das Arbeitszeitabkommen im Ruhrbergbau am 28. Februar, während das Lohnabkommen erst am 31. März zu Ende Aprll kündbar ist. Ein positives Ergebnis scheinen die Verhandlun en bis jetzt noch nicht gehabt zu haben, aber eS ist zweifellos schon ein großer Fortschritt, wenn sich im Reichsarbeitsministerium llntemcbnec und Arbeitnehmer des Ruhrberg- baus an einem Tisch geneinsam über die Pro­bleme der Lohn- und Arbe.tszeitregelunq unter­halten und die Re ierung als Vermittler ver­sucht, eine Atmosphäre des Vertrauens und des Burgfriedens zu schas.en. Wie wir hören, ist es auch bis zu einem gewissen Grate gelungen, obgleich bie Cewerkschaften immer wieder auf öte starke kommunistische Agitation hm- wiesen, die jeden Anlauf zu einer Verständigung mit den Arbeitgebern außerordentlich erschwert. Es ist zweifellos, daß diese Verhandlungen von der günstigen Stimmung profitiert haben, die durch die friedliche Beilegung des Lohnstreites in ter Textilien st rie durch ein paritäti­sches Schiedssericht entstanden ist. Unter diesen Umständen dürste auch d e Denkschri t des Reichs­arbeitsministers zur Oie.Drm des Schlichtungs­wesens die ursprünglich Anfang März erscheinen sollte, einstweilen nicht veröffentlicht werden, da man jeden Anlaß zu einer Diskussion dieses heiklen Themas jetzt vermeiden möchte.

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Wettervoraussage.

Die Kälte hat sich weiter südwärts auSgeövei- tet. Während gestern in München noch 3 Grad Wärme herrschten, zeigt heute da» Thermo­meter 12 Grad an. Fast in ganz Deutschland liegen die Temperaturen unter10 Grad (Han­nover 16, Magdeburg15, Königsberg22 Grad). DaS Dordmeerhoch hat sich mehr nach den Britischen Inseln verlagert und zeigt in feinem Kern gebiet Barometerstände von nahezu 780 Millimeter. Infvl..etefien wird durch die har­schende Druckvertellung eine Luftzufuhr aus nord­westlicher Richtung gefchaffen, die eine Stoff* abfchwächung bringen wird. Das Wetter bleibt wechselnd bewölkt, und vereinzelt besteht Stei­gung zu leichten Diederschlägen.

Wettervoraussage für Freitag: Wolkig mit Aufheiterung, Rückgang des Froste», meist trocken. _

Wettervoraussage für Sam Stag Wechselnde Bewölkung und weiterer Temperatur­anstieg. _

Lufttemperaturen am 27. Februar: mittags5,« Grad Celsius, abends7,9 Grad Celsius; am 28. Februar: morgens10/7 Grad Celsius. Maxi' mum 4,4 Grad Celsius, Minimum11,4 Grad Celsius. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter lieft am 27. Februar: abends1,2 Grad Celffus; am 28. Februar: morgens1,5 Grad Celsius. Son- nenscheindauer VA Stunden.

wintersporlnachrichten der hesi. Wetterdienststelle.

Vogelsberg (Hoherodskopf: Weller Heller. 14 Grad Celsius, 35 Zentimeter Schnee, Pulver- schnee, 10 Zentimeter Neuschnee; Ski und Rodel sehr gut. cherchenhainer Höhe: Heiter,11 Grad Celsius, 35 Zentimeter Schnee, etwas verweht, 10 Zentimeter Neuschnee; Ski und Rodel sehr gut-

Odenwald (Tromm): Heiter,15 Grad Cev sius, 25 Zentimeter Schnee, Pulverschnee, 5 Zenti­meter Neuschnee; Ski und Rodel sehr gut. Neun­kirchen: 15 Grad Celsius, 30 bis 35 Zenllmller Schnee, Pulverschnee, 20 Zentimeter Neuschnee; und Rodel sehr gut.

Taunus (Kleiner Feldberg): Wolkig, 15 Grad Celsius, 41 Zentimeter Schnee, stark verweht; ®ri mäßig, Rodel gut.

Schwarzwald (Feldberg): DaMg17 Grad Celsius, 93 Zentimeter Pulverschnee; Ski und Rodel sehr gut.

Alpen (Garmisch-Partenkirchen): Schneetreiben, 12 Grad Celsius, 32 Zentimeter Schnee, etwas verweht; Ski und Rohel gut. Berchtesgaden. Schneetreiben,10 Grad Celsius, 50 Zentimeter Pulverschnee; Ski und Rodel sehr gut