Röthlisberger sein Werk ,El Dorado" erscheinen. Es handelt sich um eine umfassende Darstellung, wie sie an Gründlichkeit und Vielseitigkeit sonst nicht mehr besteht, denn geographisch, geschichtlich, politisch, vollskundlich und in seinem Geistesleben wird das Land untersucht und beschrieben. Auch das wichtige Gebiet der Wirtschaftsgeschichte wurde gebührend berücksichtigt. Das reich und gut bebilderte Buch wird von den Freunden der Erd- und Völkerkunde, sowie vom Fachgelehrten und vor allem vom Auswanderer mit größtem Gewinn gelesen werden.
Wirtschaft.
Normale Entlastung der Reichsbank.
Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 2 3. N o o e m b e r bat sich in der dritten November- mache die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Eftekten um 217 Millionen auf 2070,2 Millionen Mark (am 23. November 1928: 1887,9 Millionen Mark) verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 142,5 Millionen auf 1917,8 Millionen Mark und die Lombordbestände um 82,0 Millionen auf 49,9 Millionen Mark abgenommen, die Bestände an Reichsschatzwechseln um 7,5 Millionen auf 10,0 Millionen Mark zuge- nonunen.
An Reichsbahnnoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 200,7 Millionen Mark in die Kassen der Bank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 183,9 Millionen auf 4162,5 Millionen Mark (am 23. November 1928: 4043,3 Millionen Mark) und der Umlauf an Nentenbankscheinen um 16,8 Millionen auf 367,6 Millionen Mark vermindert Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankfchsinen auf 42,7 Millionen Mark erhöht. Der gesamte Zahlungsmittelumlauf stellt sich mit rund 5675 Millionen Mark noch um 21 Millionen Mark höher als vor Jahresfrist. Die fremden Gelder zeigen mit 559,1 Millionen Mark eine Zunahme um 63,9 Millionen Mark.
Die Bestände an Gold und deckungs- fähigen Devisen haben sich um 22,8 Millionen auf 2625,9 Millionen Mark erhöht. Im einzelnen sind die Goldbestände um 2,2 Millionen auf 2236,2 Millionen Mark und die Bestände an deckunasfähigen Devisen um 20,6 Millionen auf 389,7 Millionen angewachsen.
Die Deckung der Noten durch Gold allein besserte sich von 51,4 Prozent in der Vorwoche auf 53,7 v. $)., diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 59,9 v.H. auf 63,1 v. H.
* Bankier August Ladenburg- Frankfurt a. M. t- Der Seniorchef des alten, bekannten Frankfurter Bankhauses E. Ladenburg, August Ladenburg, ist gestern im Alter von 73 Jahren gestorben. August Ladenburg war Mitglied des Aufsichtsrates einer Reihe bedeutender Aktiengesellschaften, so der Metallgesellschaft A»-G. und der Hoch- und Tiefbau A.-G., Essen.
* Stillegungen und Arbeiter- Entlassungen im Lahnbezirk. 3m Arbeitsamtsbezirk Limburg haben zu Ende Rovember folgende Werke S.illegung oder Arbeiter-Entlassungen angcfüntigt: Linzer Basalt A. - G., Werk Basalt Stöffel (100 Mann), Werk Geilnau (200 Mann), Wester- w'aldbrüche Zinhain (etwa 200 Marrn). Die Kalkwerke der Gewerkschaft Rachod in Diez, die bereits Kurzarbeit eingeführt haben, werden ihren Betrieb in Altendiez mit etwa 70 Mann Belegschaft schließen. Die Duderusschen Eisenwerke, Abteilung Carlshütte in Staffel, sind ebenfalls gezwungen, etwa 50 ledige Arbeitnehmer zu entlassen. Die Blechwarenfabrik Limburg, die infolge Materialmangels bereits Anfang des Monats 25 Mann entlieh, kündigt für die verbleibende Belegschaft Kurzarbeit an.
* Helios Allgemeine Rückversichern n g s - A. - G., Frankfurt a. M. Bei der zum Fävag-Konzern gehörenden Gesellschaft, die einen Zwangsoergleich anstrebt und bekanntlich auf den 9. Dezember eine Generalversammlung einberufen hat, beträgt nach einem Status vom 22. August d. I. außer dem verlorenen Kapital von 2 Millionen Mk. der Verlust 4,88 Millionen Mark. Die Passiven betragen insgesamt 10,52 Millionen Mark, denen 5,64 Millionen Mark Aktiven gegenüberstehen.
frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 27. Rov. Tendenz: schwach. — Auch nach der Lieberwindung des gestrigen Liquidationstages eröffnete die heutige
Börse in schwächerer Haltung, obwohl Ware kaum noch herauskam. 3n einigen Fällen wurden noch Verkäufe zur Geldbeschasfung vorgenommen. Die Stimmung war lustlos und nervös. Die andauernden Geldrückkäuse riefen eine starke Besorgnis hervor und hemmten jede Unternehmungslust. Auch die gestrige Äeuyorker Börse verstimmte stärker, an der erneut Kursrückgänge eingetreten waren, so daß bei zunehmendem Angebot nur schleppend Geschäft zustande kam. Gegenüber der gestrigen Abendbörse ergaben sich in Spezialwertcn erneute, recht empfindliche Kursabschwächun- gen. So vor allem bei Siemens, die 5,5 Proz., Zellstoff Waldhof, die 4 Proz., Aschaffenburger, die 3,5 Proz. und bei Aku.» die 3,5 Proz. ein- büßten. Am Elektromarkt eröffneten AEG. 2,25 Prozent, Feldmühle, Elektrische Lieferungen und Schuckert je 2,5 Proz. schwächer. Am Ehemie- markt lagen 3.-G.-Farben 2,75 Proz. niedriger, Deutsche Erdöl 2,5 Proz. abgeschwächt, während Rütgerswerke leicht anziehen konnten. Deutsche Linoleum büßten 3 Prozent ein. Am Montanmarkt waren auch heute die Abschläge bescheiden und gingen kaum über 1,25 Proz. hinaus. Rur Gelsenkirchen waren mit minus 2,5 Proz. etwas mehr angeboten. Eine Ausnahme machten Buderus: einiges 3nteresfe für dieses Papier bewirkte eine geringfügige Besserung. Schisfahrtspapiere bis 1,75 Proz. abgeschwächt. Am Bankenmarkt prägte sich die Lustlosigkeit besonders stark aus. Die Umsätze blieben hier gering, bei Abschwächungen bis zu 1,5 Proz. Danatbank lagen im Angebot mit minus 3 Proz. Renten weiter abbröckelnd. Auch im Verlaufe bestand weiter große Lustlosigkeit. Farben blieben jedoch gut behauptet. Die Clektrowerie gaben erneut bis zu 2 Proz. nach. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6,5 Proz. etwas leichter. Am Devisenmarkt war Spanien etwas gebessert. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1785, gegen Pfund 20,375, London gegen Kabel 4,8790, gegen Paris 123,87, gegen Mailand 93,20, gegen Madrid 35,00, gegen Holland 12,09.
Berliner Börse.
Berlin, 27. Rov. Obwohl der Liquidations- tag offiziell für die Börse vorbei ist, bleibt die Abga&eneigung bei den Effekten- besihern vorherrschend. Die Banken kennen seitens der Kundschaft Wohl überhaupt nur eine Seite, und bis zu 95 Prozent ist es das Stützungskowortium, das die herauskommende Ware entnehmen muß. Auch heute waren, wenn überhaupt, nur ungünstige Momente vorhanden. Die gestrigen 3nsolvenzen wirkten nach. Reue Firmen sind glücklicherweise heute bisher nicht hinzugekommen. Die Aussichten für eine Vermeidung des Kohlenstreiks in Mitteldeutschland • verschlechterten sich, die Arbeitslosenziffer nahm beschleunigt zu. Die gestrigen Kursrückgänge in Reuhork und die Kurseinbrüche am Kalikuxe- markt in Düsseldorf usw. beunruhigten ebenfalls. Während man vorbörslich noch mit ziemlich behaupteten Kursen rechnen zu können glaubte, ergaben sich zu Beginn des offiziellen Verkehrs dann doch teilweise erhebliche Abschwächungen. Die Reports für Ultimo Dezember, die zu den gestrigen Schlußkursen hinzuzurechnen sind, waren ebenfalls von vornherein restlos verloren. Als fest sind Essener Steinkohlen zu nennen, während Papiere wie Siemens, Transradio, Rheinische Braunkohlen, Köln-Reuessen, Svenska, Warenhauswerte und Salzdetfurth schon zu Beginn recht schwach lagen. Die auf Interventionen widerstandsfähigen Spritaktien mußten sich gleich nach den ersten Kursen einen Baisseangriff gefallen lassen, der bei Schultheis und Ostwerke fünf- bis sechsprozentige Verluste zur Folge hatte. Auch an den übrigen Märkten waren daraufhin ein- bis dreiprozentige, vereinzelt bis vierprozentige Kursrückgänge festzustellen. Ausgesprochen schwach lagen Karstadt, die gegen den Anfang 5,75 Prozent verloren. Deutsche Anleihen weiter nachge^end. Ausländer wenig verändert. Bosnier schwächer. Auch Pfandbriefe weiter zur Schwäche neigend. Der Geldmarkt zeigte eine neue Versteifung. Tagesgeld 6,5 bis 8,5 Prozent, die übrigen Sähe blieben unverändert.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 27. Rov. Am Produktenmarkt waren die Händ'er wieder äußerst zurückhaltend. Die meist niedreren Auslandnotie- rungen verstimmten. Das Angebot nahm etwas zu, doch lauteten die Forderungen unverändert hoch von Seiten der Provinz, die siich auch in Roggen durchsetzen konnten. Wellen war dagegen eher etwas nachgebend. Am Futtermittel
markt traten geringfügige Abschläge ein. Mehle waren gehalten Es wurden notiert: Weizen 26,50 bis 26,60; Roggen 19,25 bis 19,50; Sommergerste für Brauzwecke 19,25 bis 19,75; Hafer, inländischer 18; Mais (gelo) für Futterzwecke 18,75 bis 19; Weizenmehl, süddeutsches, Spez. 0 38,50 bis 39; Roggenmehl 23 bis 29,50; Weizen- tleie 10,75; Roggenileie 10,75 Mark. Tendenz: stetig.
Berliner Produktenbörse.
B e r l i n, 26. Nov. Die schwache Veranlagung der überseeischen Getreideterminmärite hatte schon in den gestrigen Nachmillagsstunden eine schwächere Stimmung aufkommen lassen, und auch heute vormittag lauteten Gebote der Mühlen für Weizen und Roggen gegenüber gestern n.ittag noch etwa 2 Mark niedriger, zu Börsenbeginn konnten jedoch wieder gestrige Preise erziell werden. Für den Tendenzumschwung waren die ziemlich feste Liverpooler Eröffnungs- Meldung, das dauernd ziemlich geringe inländische Brotgetreideangebot und die anhaltend gute Nachfrage der Mühlen maßgebend. Die Verkäufer sind im allgemeinen mit Angebot zurückhaltend, da sie von der Regierungsaktion eine Hebung des Preisniveaus erhoffen. Andererseits hat das Mehlgeschäft eine merkliche Belebung erfahren, und die Mühlen sind keineswegs ausreichend mit Rohmaterial versorgt. Am Lieferungmarkt eröffnete Maiweizen auf Grund der ermäßigten Auslandofferte 3 Mark niedriger, sonst wiesen die Eröffnungsnotierunaen für Weizen und Roggen nur geringfügige Veränderungen gegenüber dem gestrigen Schluß auf.
Kirche und Schule.
~ Schotten, 22. Rov. Die achte und letzte diesjährige Psarrlonferenz des Evangelischen Dekanats Schotten fand hier unter dem Vorsitz von Dekan Widmann, Gedern, statt. Rach der üblichen Eröffnung mit Schriftlesung, kurzer Ansprache und Gebet durch Pfarrer Römer, Schotten, hielt der Senior der Konferenz, Pfarrer t R. Rebel, Laubach, einen ausgizeichn.ten, tiefgründigen Vortrag über ^Seelsorgerische Gedanken und Ersah r u n g e n“. Die Ausführungen des Redners, der aus einer über 45jährigen praktischen Arntä- erfahrung heraus über dieses schwierige Thema sprach, machten einen tiefen Eindruck und lösten eine längere Aussprache aus, an der sich fast alle Konferenzteilnehmer b:t:il g en. Den Schluß der Konferenz bildete die Verhandlung einer Reihe geschäftlicher Angelegenheiten, unter denen besonders der neugegründete Hessische Melanchthon- verein einen breiten Raum einnahm.
Hessische SierveriveUungs-Zenttale.
WSN. Frankfurt a. M., 22. Nov. Dieser Tage tagte hier unter der Leitung des zweiten Verbandsvorsitzenden Karl Veith (Reichelsheim) die Hess. Eieroerwertungs-Zentrale. Als Gäste waren der Vertreter des Reichsausschusses für Eierverwertung, Geheimrat Löhr, sowie Vertreter des Verbandes der Hessischen Landwirtschaftlichen Genossenschaften, der Raiffeisen-Genossenschaft und der Hessen-Nassauischen Landwirtschaftskammer erschienen. Aus dem Geschäftsbericht, der von dem Direktor der Genossenschaft, Jäge.r (Ober-Hörgern), erstattet wurde, ging hervor, daß sich die Mitgliederzahl von 19 bei der Gründung auf 43 erhöht hat, davon sind 36 Genossenschaften, 1 Institut, 1 Verband, 1 Verein und 6 Einzelmittzlieder. Heber den geschäftlichen Teil erstattete Geschäftsführer Scheu Bericht. Das Geschäft hat sich hiernach gut entwickelt. Die Nachfrage bzw. der Absatz an Eiern ist so gut, daß noch viel mehr angeliefert werden muß, um die Nachfrage befriedigen zu können. Die Geflügelzucht wird und kann noch bedeutend vermehrt werden, um den Frischbedarf decken zu können. Der Preis, den heute die Lieferer von der Genossenschaft erhalten, beträgt für das Frischei 19 Pf. Die Anlieferung der Eier begann Mitte Juni. Es wurden bis zum Schluß des Geschäftsjahres am 30. September an Frischeiern geliefert: im Monat Juni 60 000, im Juli 70 000, im August 150 000 und im September 130 000, also insgesamt 410 000 Frischeier. Besonderes Augenmerk richtet die Zentrale auf die Förderung der Geflügelzucht, Leistungshennen und Bruteier will man daher an die Genossenschaften und Züchter vermitteln. Der zweite Vorsitzende, Veith, dankte für die lebhafte Beteiligung an der anregenden Aussprache und schloß die Verhandlungen mit dem Wunsche, daß die Eierverwertungs-Zentrale auch im begonnenen Geschäftsjahr gut vorwärts schreiten möge, damit das gesteckte Ziel, die Zurückdrängung des Auslandeies, bald erreicht werden möge.
Strafkammer Gießen.
* Giehen, 26. Rov. Ein hiesiger Arbeiter war von Februar bis April 1929 Provisionsvertreter einer Frankfurter Firma und Vertrieb für diese eine Zeitschrift, deren Bezieher zugleich gegen alle möglichen Schadenfälle versichert waren. Er sandte seiner Firma über 30 Bestellscheine ein, auf denen er die Unter» schristen der angeblichen Abonnenten gefälscht hatte. Zugleich schrieb er, um Entdeckungen vorzubeugen, an die Firma, sie möchte die Zeitschriften ihm schicken; er werde sie den Bestellern schon aushändigen. Auf diese Art und Weise erschwindelte er sich die Provision in Höhe von etwa 220 Mk. Später kam die Sache heraus. Das Schöffengericht erkannte wegen schwerer ilr- kundensälschung in Tateinheit mit Betrug auf fünf Monate Gefängnis. DiLse Strafe war dem Angeklagten zu hoch. Die Strafkammer bestätigte aber das Urteil. Sie hielt mit Rücksicht einerseits auf die wirtschaftliche Rotlage und das Geständnis des Angeklagten, qjiöererfeiti seiner erheblichen Vorstrafen die ausgesprochene Strafe für durchaus angemessen.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem
Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Ein Aolruf von der Wißmarer Straße.
Wenn man von der Ederstraße her kommt und die Wißmarer Straße pausiert, findet man gleich hinter dem städtischen Ge.ände an Stelle einer gut begehbaren Chaussee auf etwa 500 Meter Länge das reinste Schlammbad. Ein Straßenbankett ist überhaupt nicht vorhanden: auf der rechten Seite befindet sich ein tiefer, mit meterhohem Gras bewachsener Graben, ferner Steinhausen, auf der linken Seite aufgeworfener Skraßenschlamm. Gute Schuhe und Kleider anzulegen dürfte für die Passanten dieser Straße nicht ratsam fein, da man beim Vorbeifahren von Autos und Fuhrwerken unweigerlich bespritzt wird und infolgedessen nur Schaden erleiden kann. Wie schlimm es auf dieser Strahen- strecke bestellt ist, geht daraus hervor, daß am preußischen Bußtag zahlreiche Wißmarer Einwohner, die sich nach Gießen begeben wollten, lieber die Feldwege benutzten, als diese Landstraße. Die schlechte Beschaffenheit dieses Straßen- stücks tritt um so mehr hervor, als alle anderen Zufahrtstraßen zur Stadt sich in guter Ordnung befinden. Die Provinzialstraßenbauverwaltung möge dem unerträjl chen Z stand aus d'.e er Landstraße alsbald ihr Augenmerk schenken und für schleunigste Beseitigung dieses Hebels sorgen.
Einer für viele.
Mißstände im Wartesaal 3. Klasse auf dem Gießener Bahnhof.
Der Wartesaal 3. Klasse im Gießener Bahnhof ist in letzter Zeit wiederholt zum Gegenstand des Aergers für zahlreiche Besucher geworden. Der Warteraum ist während des größten Teiles des Tages in einem wenig sauberen Zustand, ferner sind zu wenig Sitzgelegenheiten vorhanden, zur Einnahme eines Essens findet man nur einen gedeckten Tisch vor, außerdem sind in dem Raume die Tische und Stühle meist mit Gepäck und Kleidungsstücken belegt, da sich in dem ganzen Warte- faal nur sieben Kleiderhaken befinden. Der Geruch, der durch die ständig offenstehende Tür zu den anstoßenden Toilettenräumen in den zunächst liegenden Teil des Wartesaales hereindringt, ist alles andere als angenehm. Durch alle diese Umstände wird zahlreichen Reisenden der Aufenthalt in diesem Warteraum verleidet. Die Reichsbahnverwaltung möge schleunigst für die Beseitigung der Mißstände Sorge tragen.
Ein häufiger Benutzer des Wartesaals 3. Kl.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
Inf.-Regt. 174. Die Adresse lautet: Kreisschulrat des Kreises Gießen, Gießen, Kreisamt.
Aus dem Amtsverkündigungsblati.
* Das Amtsverkündigungsblatt R r. 8 6 vom 26. Rovember enthält: Falsche Reichsbanknoten. — Provinzialtagswahl 1929. — Kreistagswahl 1929. — Die Behandlung der Zugtiere im Winter. — Feuervisitation im 4. Bezirk des Kreises Gießen. — Schafräude in Queck- born.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 v. H./Lombardzinsfuß 8 v. H.
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Geld
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4,179
Belgische Nölen ......
58,26
58,50
Dänische Noten .......
111,58
112,02
Englische Noten ........
20,322
20,402
stranzöltsche Noten .......
16.42
16,48
Holländische Noten .......
168,06
168.74
Italienische Noien........
21,80
21.88
Norwegische Noten.......
111,58
112.02
Deutsch-Oeslerreich, t 100 Schilling
58,53
58,77
Rumänische Noten ......
2,47
2,49
Schwedische Noten.......
-12,01
112.45
Schweizer Noten ........
80,84
81,16
Spanische Noien........
56.64
56,88
richechoslowakische Noten.....
12,355
12,415
Ungarische Noten .....
72,82
73,12
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H.
26 November
27 Novembel
Amilichl- Geld
Dotierung Bries
tlmUidw iMf
Noierung
Vries
Amu.» Non
.68,41
168,75
168,41
168,75
Bu.'n.-Airetz
1,724
1,728
1,725
1,729
Brss-.Antw
58,365
58,485
58,365
58,485
6briftianta.
111,79
112,01
111,81
112,03
Kopenhagen
111,84
112,06
111,88
112,10
Stockholm
112,27
112,49
112,29
112,51
Jpelfingforß.
10,486
10,506
10,488
10,508
Italien - -
21,81
21,88
21,845
21,885
London. . .
20,355
20.395
20,36
20,40
Neuyork . .
4,173
4,181
4,1735
4,1815
PoriS. - •
16.435
16,475
16,44
16,48
Schweiz . .
80,985
81,145
81,02
81,18
Spanien -
56,87
56,99
57,81
57.93
Japan . - . ■Hio de Jan Wien in D--
2,044
2,048
2,041
2,045
0,489
0,49 -
0,490
0,492
Ceft. obflcfl
58,715
58,835
58,72
58,84
Prag . -
12,38
12,40
12,382
12.402
Helirod -
7,394
7,408
7,394
7.408
Pudap:li. Bul arten
73,04
73,18
73,04
73,16
3,016
3,022
3,016
3,022
Lissabon
18.80
18,84
18,80
18,84
Danzig. . . Konst.mmr.
81,395
81,555
81,71
81,93
,948
1.952
1,948
1.952
Athen. .
5,43
5,44
5,43
5,44
Tanada
1,126
4,134
4,126
4,134
Uru uay
4,016
4,024
4,006
4,014
täfco . .
20,875
20,915
20,88
20,92


