Ausgabe 
27.11.1929
 
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lung des zwanzigfachen Iahresbeträges, für Standesherren des zehnfachen Iahresbetrages a b g e i ö st werden, auch wenn sie bereits durch Vergleich oder Schiedsspruch aufgewertet wor­den sind.

Die Jinanzkrisls der Reichsbahn.

Lastenverminderung oder Tariferhöhung

Berlin, 26. Rov. (WB.) Der Derwaltungs- rat der Deutschen Cisenbahngesellschaft hat hier eine Tagung abgehalten, über die folgendes Kom­munique ausgegeben wird:

3m Vordergrund der Beratungen stand die finanzielle Lage der Gesellschaft. Die 3ah- reseinnahmen bis Ende Oktober decken die Aus­gaben nur, nachdem diese in einem auf die Dauer nicht erträglichem Mähe gedrosselt worden sind. Die Derkehrsentwicklung läßt auch für den Rest des 3ahres ein besseres Ergebnis nicht erwarten. Die fortbestehende Unmöglich­keit der Aufnahme neuen Kapitals, hindert weiter die dringend nötige Verbesse­rung der Anlagen zur Anpassung an die Erfordernisse der Wirtschaft und zur Erhöhung der Sicherheit. Eine durchgreifende Besserung der Finanzlage der Reichsbahn, sei es durch eine Minderung der auf ihr liegenden L a st e n oder durch Tariferhöhung, bleibt also nach wie vor erforderlich. Aus diesem Grunde war es der Hauptverwaltung nicht möglich, dem Ber- waltungsrat einen Voranschlag für das ganze kommende 3ahr vorzulegen, der ohne Fehlbetrag abschloh. Die Verwaltung muhte sich deshalb auf ein vorläufiges finanzielles Rot- Programm für die nächsten Monate beschrän­ken. Die Verhandlungen der Gesellschaft mit der Reichsregierung über die Finanzfragen nehmen ihren Fortgang.

Die gestern wiedergegebene Meldung derKöl­nischen Zeitung" über die Pariser Reichs­bahnverhandlungen ist, wie wir erfahren, nur teilweise richtig. Der wieLergegebene Text stammt von einem überholten Ent­wurf. Richtig wiedergegeben sind darin nur die Bestimmungen über das Personal. Der genaue amtliche Entwurf kann noch nicht ver­öffentlicht werden, da die Delegierten beider Seiten sich zur Vertraulichkeit bis nach den Haager Verhandlungen verpflichtet haben.

Ausreisegenehmigung für -ie Bauernflüchtlinge.

Berlin. 26. Rov. (WB.) Rach Bericht der deutschen Botschaft in Moskau hat der stell­vertretende Auhenkommissar Litwinow dem deut­schen Botschafter mitgeteilt, daß der Rat der Volkskommissare beschlossen habe, die Aus­reiseerlaubnis für die noch bei Mos­kau befindlichen deutschen Flücht­linge zu geben. Demnach hat die Sowjetregie­rung die bereits vor einem Monat erteilte und vor einer Woche von den administrativen Behör­den zurückgezogene Ausreiseerlaubnis wieder in Kraft gesetzt. Rach weiterer Mitteilung des stell­vertretenden Auhenkommissars befinden sich noch 3 0 0 0 b i s 4 0 0 0 Kolonisten vor Mos­kau, während die übrigen zurücktranspor­tiert worden sind. Die deutsche Regierung ist bereit, diese 3000 bis 4000 Kolonisten sofort auf­zunehmen. Die deutsche Botschaft in Moskau hat wiederholt darauf hingewiesen, dah die Zu­rücktransportierten einem sehr ungewissen Schicksal tzntgegengehen. Die Sowjetregierung hat demgegenüber erklärt, dah sie zur Wieder- sehhaftmachung dieser Dauern Maßnahmen und auch Vorkehrungen für die Anschaffung von Rahrung und Saatgut getroffen habe.

Kanada verweigert die Einreise.

Wegen Arbeitsmangel erst im Frühjahr zugelasjcn.

Oer GNarekskandal.

Disziplinarverfahren gegen Obermagistratsrat Schallbach.

Berlin, 27. Rov. (Priv.-Tel.) Der Ober­präsident von Brandenburg hat gegen den Ober­magistratsrat Schallbach, den Geschäftsfüh­rer der Berliner Anschafsungsge- s e l l s ch a f t das förmliche Disziplinarrerfahren mii dem Ziele auf Dienstentlassung eröffnet. Schalldach, ein als sehr korrekt bekaimter Beam­ter, hat sich von dem kommunistischen Aufsichts- ratsvorsihenden, den jetzt verhafteten Stadtrat Gaebel dazu verleiten lassen, falsche Be­scheinigungen auszustellen, nach denen die Brüder Sklarek größere Ansprüche an die Berliner Anschaffungsgesellschaft zu stellen hatten. Auf Grund dieser von Schalldach aus­gestellten Bescheinigungen hat eine Reihe Banken den Slareks Kredite gewährt.

Ottawa, 26. Rov. (WTB. Funkspruch.) Der kanadische Einwunderungsminister Forke teilte heute mit, dah beschlossen worden ist, den 5000 Mennoniten, die sich augenblicklich in großer Rotlage in Rußland befinden, die Zuwan­derung nach Kanada während der kommenden Wintermonate zu ver­weigern. Die kanadischen Provinzialregierun­gen halten angesichts des wahrscheinlichen Ar­beitsmangels während des Winters die Zeit für die Einwanderung der Mennoniten für ungeeignet. Vorbereitungen werden jedoch vielleicht getroffen werden, um die Flüchtlinge im Frühling nächsten Jahres Kanada -u bringen.

Oie Befreiungsfeier in Koblenz.

Koblenz. 25.Rov. (TL.) An der Koblenzer Befreiungsfeier. die in der Rachtzuml De­zember am Deutschen Eck abgehalten wird werden auch der preußische Ministcrprü'si- dent Braun und der Innenminister G r z e - s ins ki teilnehmen. M.nisterpräsident Braun wird bei der Feier am' Deutschen Eck wie auch bei der am Sonntagvormittag in der Stadthalle stattfindenden akademischen Feier Ansprachen halten. Sehr wahrscheinlich wird auch Minister Grzesinski in der Stadthalle sprechen. Die für Koblenz bestimmte Schutzpolizei wird am Sonntagvormittag gegen 11 Uhr mit klingendem Spiel über die Moselbrücke in.die Stadt einrücken und auf dem Schloßplah vor den Ministern und sonstigen Vertretern der

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Sie drei Koblenzer Zahnärzte aufgefunden.

Mit dem Auto beim Nebel in den Rhein gefahren. Vergebliche Rettungsversuche im Wageninnern. Ungesicherte Uferstraße.

Mainz, 26. Roo. (leL-Un.) Seit vergangenen Mittwoch wurden der 50jährige Zahnarzt Dr. Ar­thur Salomon, die 2Sjährige Zahnärztin Dr. Elfriede h e l n ; m a n n und der 2Sjährige Zahn­arzt Dr. Karl Meyer aus Koblenz, die an einer Aerzteoerfainmlung in Mainz teilnahmen und abends bei starkem Reb die Rückreise nach Koblenz mit dem Auto an traten, ver­mißt. Fieberhaft forschte man nach dem verbleib der vermißten. Man rechnete mit einem Unglücks­fall: ein Verbrechen lag aber auch im Bereich der Möglichkeit. Man suchte den Rhein zwischen Mainz und Koblenz mit mehreren Booten ab und auch im Taunus stellte man mit Hilfe der För­stereien Nachforschungen an. Auf Veranlassung des Bürgermeisters von Frei-Deinheim wurden auch in der Gemarkung Frei-Meinheim Rachsor- schungen nach dem Auto angestellt. Zwei Schiffer, die zwischen ihren Motorbooten Ketten ge­spannt hatten, die sie im Wasser treiben liehen, fuhren die Rheinstrecke zwischen Mainz und Bingen ab. heute nachmittag gegen fünf Uhr blieben sie mit der Kette an einem hindernisimFtuh hangen. Ls stellte sich heraus, daß es sich u m den Kraftwagen mit den vermißten

Behörden eine Parade ausführen. Während der mitternächtlichen Feier wird auf der Festung Ehrenbreit st ein, wo am Samstag die fran­zösische Trikolore heruntergeholt wird, d i e deutsche Reichsfahne gehißt. Zur glei­chen Zeit werden die Festung und die umliegenden Höhen beleuchtet. Zum Abschluß der Be­freiungsfeier wird im Stadttheater eine F e st - Vorstellung stattsinden, in der zum ersten Male wieder SchillersW i l h e l m Teil" zur Aufführung kommt.

Oie Revolutionsfeieriage in Sachsen.

Dresden, 2Q. Nov. (WB.) Im Sächsischen Landtag wurde in der Beratung über die Feier­tagsvorlage der Antrag der Deutschnationalen, der die Aufhebung des 9. Novembers und des 1. M a i als gesetzliche Feiertage verlangte, in namentlicher Abstimmung mit 41 gegen 48 Stimmen abgelehnt. Zwei Abgeordnete enthielten sich der Stimme, fünf Abgeordnete fehlten. Sodann wurde über die Regierungsvorlage abgestimmt, welche die Abschaffung des 9.November als gesetz­lichen Ferertag vorsieht. Die Regierungsvorlage wurde mit 47 gegen 44 Stimmen in zweiter Lesung angenommen. Es wurde eine dritte Lesung be­antragt.

Oie Kabinettskrisis in Belgien

Drei Möglichkeiten.

Brüssel, 26. Nov. (WB.) lieber die Aussichten einer Neubildung des Kabinetts läßt sich noch nichts Bestimmtes sagen. Als ziemlich sicher gilt, daß d i e liberalen M i n i st e r Hymans, Janson, Barz- thier, Lippens und Forthomme nicht in das Kabinett zurückkehren werden. Für die Neubildung des Kabinetts erscheinen drei Möglich­keiten gegeben: Im ganzen könnte die Gesamt- katholische Partei (Katholiken, Demokraten und katholische Flamen) ein Kabinett bilden, das sich auf die Unter st ützung der Sozialisten verlassen könnte, während die Liberalen in die Oppo­sition gingen. Andererseits wäre es möglich, daß die Sozialisten, die sich auf ihrem Parteitag zwar dahin ausgesprochen haben, daß sie an keiner Kom­bination in der Regierung ohne Neuwahlen teil« nehmen wollen, falls nicht das Wohl der Nation ihre Mitarbeit erfordere, eine außerordentliche Situation für gegeben erachten und entweder ohne eigene Mi­nistersitze das katholische Kabinett unterstützen oder mit den Konservativen zusammen ein Kabinett bilden, in dem zweifellos Vandervelde das Außenministerium übernehmen würde. Als dritte Möglichkeit find, eine Auflösung des Parlaments und Neuwahlen denkbar.

Oie Regierungsbildung in Prag.

Die rot°grüne Front.

Prag, 26. Rov. (WTB.) Die Regierungs­bildung ist nach übereinstimmenden Meldungen der Blätter in das Stadium der Entscheidung getreten. Die Beratungen des heutigen Tages galten wiederum der Bildung einesKon- zentrationskabinetts, das alle Par­teien, die zum agrarischen Block zählen, und alle drei sozialistischen Par­teien umfassen soll. Die deutschen Christ» lich-Sozialen und die Slowakische Volkspartei würden in der neuen Regierung nicht vertreten fein. Die neue Regierungs­mehrheit würde aus neun Parteien bestehen und im Abgeordnetenhaus über mehr als 200 Stim­men verfügen. Die deutschen Sozialisten sollen ein Ressortministerium erhalten. Das Finanzmini- sterium soll Prof. Dr. Englisch als Beam­tenminister leiten. Wie ein parteiamtliches Kom­munique der Republikanischen Partei besagt, hat Ministerpräsident Udrzal dem erweiterten Prä­sidium der Partei Über seine Verhandlungen einen eingehenden Bericht erstattet und bereits bestimmte Vorschläge gemacht, die einstimmig ge­nehmigt wurden.

Oie ungarisch-italienische Freundfchast.

Stürmische Parlamcntsszenen in Budapest.

Budapest, 26. Rov. (WTB.) Der seit meu­teren Tagen in Budapest weilende italienische Minister für nationale Erziehung Balbino Giu­liano erschien heute im Abgeordnetenhaus, wo er in Begleitung der Herren der italienischen Gesandtschaft in der Diplomatenloge Platz nahm. Die Mitglieder der Rechten und der Mitte brach­ten große Ovationen. Minister Giuliano dankte mit faustischem Gruß. Die sozialistischen Abgeordneten dagegen veranstalteten einen gro­ßen Lärm und riefen:Was ist es mit Ma t - teotti? Vertreter von Mördern! Was haben

handelte. Der wagen lag tief im Schlamm und war von Steinen und Geröll umgeben. Die Ber­gungsarbeiten gestalteten sich infolgedessen sehr schwierig. Die Insassen lagen völlig zusam- mengekauerl im wageninner n. Sie ha­ben, wie aus einer Besichtigung des Kraftwagens hervorgeht, äußerste Anstrengungen gemacht, um aus dem wageninnern zu entkommen. So waren die Fensterscheiben zertrümmert und die Rückwand des wagens heraucgeNommen. Doch war der Was­serdruck so stark, daß ihr Vorhaben keinen Erfolg hatte. In ihren Händen hatten sie noch die Werkzeuge, mit denen sie arbeiteten. Wan kann sich den Anfall so erklären, dah der wagen die Chaussee befuhr und dann an eine Stelle kam, die gesperrt war. Beim Zurückweichen geriet er in eine Rebenstraße, die direkt an den Rhein führt. Die Straße zweigt in Rieder-Ingelheim auf dem soge­nannten Galgenbuckel rechts nach Frei-Weinheim ab. Im Rebel geriet der wagen, sich wahrscheinlich nach dem Straßenrand orientierend, in die falsche Straße. Es ist verwunderlich, daß ein ähnliches Anglück noch nicht früher zu verzeichnen war, da die fragliche Stelle unbegreiflicherweise bisherohnejeden Schuh gelassen wurde.

wir an Reparationen an Italien zu zahlen? Man hat uns Fiume genommen!" Die stürmischen Ovationen der Regierungspartei übertönten jedoch die Zurufe der Sozialdemo­kraten, die vom Vorsitzenden wiederholt zur Ord­nung gerufen werden mußten. Abg. Oestör konnte nur unter großem Lärm seine Ausführungen be-. endigen, in denen er sagte, Mussolini sei der einzige unter den leitenden Staatsmännern der Siegerstaaten gewesen, der an verantwortlicher Stelle zu sagen wagte, Ungarn sei nicht schuld gewesen an dem Kriege und habe ein Recht auf Revision des Friedensvertrages.

Japans Abrüstungsprogramm.

Tokio, 26.Rov. (WB.) Die vom Kabinett aufgestellten Richtlinien für die Haltung Japans auf der Seeabrüstungskonferenz sind vorn Kaiser gebilligt und dem Führer der japanischen Dele- kation Wakatsuki überreicht worden. Japan stellt folgende Grundforderungen: Wirkliche Herabsetzung und nicht lediglich eine Be­grenzung der Seestreitkräfte, ein Verhältnis der Hilfsfohrzeuge von 7:10 für 3apan, Opposition gegen die Abschaffung oder bedeutende Vermin­derung der äinterseeboote, eine Unterfee* bootsparität von 80 000 Tonnen mit Großbri­tannien und Amerika mit dem Hochsttonnengehalt von 2000 Tonnen für eine Einheit, während Unterseeboote von unter 600 Tonnen von der Begrenzung ausgenommen sein sollen, 7 0 v. H. der amerikanischen Stärke für Kreu­zer, Begrenzung der Hauptkampfschiffe auf 25 000 Tonnen und 14zöllige Geschütze, Begren­zung der Flugzeugmutterschiffe auf 20 000 Tonnen und Altersgrenze der Hauptschiffe 25 Jahre.

Oer russisch-chinesische Krieg.

Ein Bergleichsvorschlag bet Nanking- regierung.

Berlin , 27. Nov. (TU.) Die chinesische National- regierung hat durch Vermittlung der deut­schen Botschaft in Moskau der Regierung der Sowjetunion eine Erklärung überreicht, in der sie Vorschläge für eine Beilegung der Streitigkeiten mitRußland macht. In der Erklärung wird einleitend festgestellt, daß sich die chinesische Nationalregierung, ihrer Pflichten als Unterzeichner des Pariser Kriegs­ächtungsoertrages bewußt, stets bemüht habe, mit allen Ländern, nicht zuletzt auch mit Sowjetrußland, Beziehungen zu unterhalten. Sie habe nach Abbruch der chinesisch-russischen Be­ziehungen durch die Sowietregierung nie Schritte unternommen, die herausfordernden Charakter ge­habt hätten. Die chinesische Nationalregierung schlagt vor, daß beide Parteien sofort und gleichzeitig ihreTruppenauf eine Entfernung von 30 eng­lischen Meilen von der Grenze zurück­ziehen. Für den Fall der Annahme obiger Vor­schläge, die den einzigen Weg darstellen, den Frie­den an der Grenze wiederherzustellen, ist die Natio­nalregierung bereit, den gesamten Streitfall zwecks Schlichtung einer neutralen und unpar­teiischen Stelle zu unterbreiten, der beide Teile in Uebereinstimmung mit den bestehenden Gebräuchen für die friedliche Beilegung internatio­naler Streitigkeiten beistimmen.

Aus aller Wett.

Folgen des Rheinnebels.

Zwischen Andernach und Ramedy stießen im dichten Morgennebel, der über dem Rheintal lag, fünf Au t o s zusammen. Zwei aus Rich­tung Köln kommende Autos kollidierten und legten sich zur Seite. Im selben Augenblick fuhr ein Opelwagen, dessen Führer nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte, in die beiden verunglückten Wagen hinein. Der Wagen überschlug sich und blieb, die Räder nach oben stehend, am eisernen Straßengeländer hängen. Kaum hatten sich die Insassen der Autos die Situation vergegenwärtigt, da rannten zwei weitere Wagen seitlich in den Straßen­graben. Das ganze geschah in wenigen Augen­blicken. Die Insassen der Autos kamen glück­licherweise mit leichteren Verletzungen davon. Alle Wagen wurden, teils sehr erheblich, beschä­digt. Drei davon mußten abgeschleppt werden.

Das Cnde einer Spielerei.

In Rooseveltfield (Long Island) fand i n einem Flugzeug, das in einer Höhe von 800 Meter mit einer Geschwindigkeit von 175 Stundenkilometer dahinflog, eine Trauung statt, die mit dem Fallschirmabsprung des Brautpaares und der 12 Hochzeits­gäste ihren Abschluß finden sollte. Die junge grau, die zuerst absprang, konnte den Fall­schirm nicht rechtzeitig aufreißen und stürzte aus einer Höhe von 300 Metern töd­lich ab. Auch dem Bräutigam mißglückte der Absprung, so daß er tot liegen blieb.

Rachdem der nächste, der absprang, beinahe tn einen Zementmischer gefallen wäre, ver­zichteten die übrigen Hochzeitsgäste auf den Ab­sprung.

Schweres Grubenunglück in Hamborn.

In Duisburg-Hamborn ereignete sich auf der Schachtanlage 37 der Thyssenschen Gewerkschaf­ten ein schweres Grubenunglück. Durch Wasser­einbruch ging ein Teil der Strecke zu Bruch. Eine Anzahl Bergleute wurde verschüttet. Bisher wurden vier Tote und sieben Schwerverletzte fest- gestellt. Die Bergarbeiter, die an der betreffenden Stelle beschäftigt waren, wurden durch die Was- sermassen mitgerissen, und ihre Ver­letzungen, von denen mehrere tödlich waren, rühren daher, daß die Körper der Verunglückten gegen die Wände, Verschalungen usw. geschleudert wurden.

Drei Opfer einer undichten Gasleitung.

In Rombach wurden zwei Arbeiter, die damit beschäftigt waren, in einem Keller des Rom- bacher Hüttenwerks die undicht gewordene Gas­leitung auszubessern, durch aus st körnende Gase betäubt. Auch ein Sanitäter und der Able'.lungsleiter Dupuis, die den Atoei zu^il e kom­men wollten, wurden Opfer des Gases. Der Sanitäter konnte im Krankenhaus ins Leben zurückgerufen werden, Dupuis und die beiden Arbeiter starben.

Asta Rielsen am Auftreten verhindert.

Asta Rielsen wollte nach ihrem Hamburger Gastspiel in Kiel mit einer eigenen Truppe auftreten. Eine Stunde vor Beginn der Vorstel­lung erschien jedoch die Polizei und ver­sagte die Erlaubnis. Das Einschreiten der Poli­zei ist auf ein Gutachten des General­intendanten Hartmann vom Kieler Stadttheater zurückzuführen, der erklärte, das Gastspiel dieserFlimmerdame" sei für Kiel ein durchaus unnötiges Ereignis. Es liege kein künstlerisches Bedürfnis für das Auftreten Asta Rieisens vor.

Ausbruch eines Vulkans im Kaukasus.

Wie aus Baku gemeldet wird, ist 90 Kilometer von der Stadt ein Vulkan überraschend in Tätigkeit getreten. Der Ausbruch mar von starkem unter­irdischen Getöse begleitet, lieber dem Krater steht eine 100 Meter hohe Feuersäule.

Die großen Bibliolheken der Dell.

Auf der Erde gibt es 1038 Bibliotheken, die mehr als 50 000 Barbe besitzen. Sie haben zusammen 181 Millionen Bücher. Auf Europa entfallen davon 669 Bibliotheken mit 119 600 000 Bänden, auf Nordamerika 314 Bibliotheken mit 54 100 000 Bänden, auf Süd- und Zen­tralamerikas Ti.Iiot'efen mit 3 9 30 000 Bän­den, auf QI u ft r a I i e n 7 Bibliotheken mit 1 100000 Bänden, auf Afrika 3 Bibliotheken mit 200 000 Bänden. In Europa verteilt sich der Buchbesitz folgendermaßen: Deutschland 160 Biblio­theken und 29 500 000 Bände, England mit 111 Bibliotheken und 17 Millionen Bände, darun­ter die Bücherei des Britischen Muse­um s zu London, die mit ihren mehr als 4 Mil­lionen Bänden die größte Bibliothek der Welt ist, Italien 85 Bibliotheken und 13 300 000 Bände, Oesterreich 32 Bibliotheken und 5 200 000 Bände, Belgien 19 Bibliotheken und 3 Millionen Bände, Polen 14 Bibliotheken und 2 800 000 Bände, Spanien 14 Bibliotheken und 2 500 000 Bände.

Oie Wetterlage.

Owolkenlos oneue/. (>naib bedeckt ® wolkig. oedecht »Kegen, * Schnee »Graupeln «hebel ^üewifer ^windstille.-O>xh» leichte» Ost massige» Südsüdwest q stürmische» nordwesl fcie Piene fliegen mit oem winde. Pie oei den Stationen stenenaen Zah­len geben die Temperatur an Die Linien verbinden Orte mu gleiche^ tut necrejniveav umgerechneten Luftdruck

Wettervoraussage.

Die Nordmeerstörung, deren Abzug langsam von- statten geht, füllt sich allmählich auf. Nachdem die Warmluftwellen abgezogen sind, dringen vom Westen kühlere ozeanische Luftmassen vor. Sie werden zu­nächst unter ansteigendem Luftdruck zu Bewölkungs­abnahme führen, wenn auch lokale Nebelbildung und zeitweise Bewölkung nicht ausgeschlossen sind. Die Temperaturen gehen im allgemeinen langsam zurück und dürften bei nächtlichem Aufklaren den Gefrier­punkt erreichen. Eine durchgreifende Aenderung oder Besserung der Wetterlage scheint noch nicht gegeben zu sein, zumal westlich von Irland wieder warme Luft oorbringt, die Barometerfall verursacht.

Wettervoraussage für Donnerstag: Stellenweise Nebelbildung, tagsüber teils wolkig, teils aufheiternd, kühler, Temperaturen nachts um den Gefrierpunkt, meist trocken.

W i t t e r u n d s a u s f i ch t e n für Freitag: Anfänglich wenig Aenderung, jedoch später wieder milderes Wetter wahrscheinlich.

Lufttemperaturen am 26. November: mittags 11,1 Grad Eelsius, abends 7,6 Grad: am 27. November: morgens 6 Grad. Maximum 11,4 Grad, Minimum 5,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 26. November: abends 5,4 Grad: am 27. November: morgens 4,6 Grad Celsius. Niederschlag 1,8 nun. Sonnenscheindauer 1% Stunden, w