tat tonen. Was schließlich das englische Dementi betrifft, so deckt sich dieses nicht einmal mit dem, was wir behauptet haben. Das Dementi hat nur von einem Abkommen gesprochen, nämlich von der in den Artikeln 1 und 5 der Interpretationen angeführten Llebercinkunft vom 7. Juli 1927, von der wir wissen, daß sie von England n och nicht ratifiziert worden ist. Das Blatt kündigt dann an, daß es auf diesen Punkt seiner Enthüllungen noch näher zurückkommen werde, betont nochmals, daß es sehr bestimmte Garantien für die Echtheit der veröffentlichten Dokumente besitze, und fordert die betreffenden Regierungen auf, wenn sie die Richtigkeit der Veröffentlichungen des „Utrechtsch Dogb'ad" in Zweifel ziehen wollten, dann doch den über diese Angelegenheit ausge- breiteten Schleier des Geheimnis,es zu lüften und ihrerseits die richtigen Dokumente bekanntzugeben.
Hollands Demarche in Paris und Brüssel.
Man dementiert.
Paris, 26. Febr. (WTD.) Der nieder- ländische Gesandte in Paris hat heute nachmittag im französischen Mtmster.um des Aeußern auf Druird der Veröffentlichungen des
Utrechtsch Dagblads" über den Text eines französisch-belgischen Militärabkommens die gleiche Demarche unternommen, wie sie der holländische Gesandte in Brüssel heute morgen unternommen hat. Das Ministerium antwortete dem diplomatischen Vertreter Hollands mit einem Hinweis auf das gestern ausgegebene französische Dementi.
Rach einer Meldung des Haager Korrespondenten des „Petit Parisien" soll ein e Gruppe aktivisti scher Studenten von Utrecht dem Utrechtsch Dogblad den Text des angeblichen französisch-belgischen Geheim abkommens vcr.cha.f. haben. „Petit Parisien" will auch erfahren haben, daß der Schritt des holländischen Gesandten am Quai d Orsay in schriftlicher Form erfolgt fei In der gestern nachmittag überreichten Rote ersuchte der Vertreter der Rrrderlande in höflichster Form die französische Regierung, seiner Regierung zu helfen, die Frage der in 11t- rechtsch veröffentlichten Dokumente zu klären.
Eine deutschnationle Anfrage.
Ein deutscher Lchritt in London, Paris und Brüssel verlangt.
Berlin, 27. Febr. (V.D. Z.) Die deutschnationale Reichstagsfraklion hat eine Interpellation eingebracht, in der es u. a. heißt:
Das „Utrcchtfch Dagblad" hat m i l t t ä r i s ch e Geheimverträge zwischen Frankreich und Belgien veröffentlicht, Öte den Charakter eines A g r e s s i v - B ü n d n t s s e s gegen Deutschland und Holland haben und sich in zweiter Linie auchgegenItalien undSpanien richten. Zugleich ergibt sich aus ihnen, daß auch England ein ähnliches gegen Deutschland gerichtetes Abkommen mit Belgien getroffen hat. Die von feiten der französischen und belgischen Regierungen erlassenen Dementis machen keinen überzeugenden Eindruck. Angesichts dieser Sachlage fragen wir die Regierung: 1. Ist sie bereit, von den Regierungen von Großbritannien, Frankreich und Belgien Erklärungen über die Richtigkeit der Veröffentlichungen zu fordern und gegebenenfalls die Bekanntgabe des Militär-Abkommens vom 7. September 1920 und des Ergänzungs-Abkommens vom Jahre 1927 zu verlangen?
2. Ist insbesondere der Herr Leichsauhenmtni- ster entschlossen, bis zur völligen und einwandfreien Klärung dieser Angelegenheit von einer Teilnahme an der bevorstehenden Tagung des Völkerbundsrates abzusehen?
Deutschland wartet ab.
Erörterung aus der Genfer Ratstagung.
Berlin, 27. Febr. (Priv.-Tel.) Wie wir erfahren, wird deutscherseits in der Angelegenheit des französisch-belgischen geheimen Militärabkommens zunächst nur auf dem Wege diplomatischer Interventionen in Paris, Brüssel und London festzustellen versucht, was diese Regierungen zu dieser sensationellen Publikation, die ihnen sicher reichlich ungelegen gekommen ist, zu sagen haben. Im Übrigen nimmt die deutsche Reichsregierung jedoch eine abwartende Haltung ein. Es muß in dieser Hinsicht festgestellt werden, daß die Gerüchte von einer Bestürzung in Berlin jeder Grundlage entbehren. Dazu läge ja auch schon um deswillen kein Grund vor, als die ganze Affäre, wie ja auch die voreiligen Dementis in Paris und Brüssel zeigen, am unangeneh nist en für die beteiligten Staaten selb st ist. In hiesigen politischen Kreisen rechnet man damit, daß sich der Völkerbund in anbetracht der holländischen Initiative wahrscheinlich schon auf der kommenden Ratstagung mit dieser Frage und vor allem mit dem Problem der unterlassenen Notifizierung dieses Abkommens zu befassen haben wird, wobei bann die deutsche Delegation auf jeden Fall Gelegenheit nehmen wird, in recht deutlichen Worten den deutschen Standpunkt zu dieser ganzen Angelegenheit darzulegen. Weitere Schritte dürften die zuständigen Kreise erst dann beschließen, wenn die letzt eingeleitete diplomatische Aktion beendet sein wird.
StahlhelmundGegenwarisstaat.
Die Aussprache der Ltahlhelmführcr beim Reichspräsident.
Berlin, 26. Febr. (Privatmeldung.) Im Zusammenhang mit den in der Presse erhobenen Vorwürfen gegen den Stahlhelm hat der Reichspräsident am vergangenen Samstag d i e beiden Bundesführer des Stahlhelms zu einer Aussprache empfangen. In dieser Unterredung verwahrten sich die Führer des Stahlhelms gegen die vielfach in der Öffentlichkeit dem Stahlhelm gemachten Unterstellungen und die häufigen Verfälfchungen feiner Kundgebungen. Zwar stellten sie die Opposition gegen das gegenwärtig in Deutschland bestehende parlamentarische System und feine Handhabung nicht in Abrede; sie hätten aber stets betont, daß der Stahlhelm feine Ziele nut auf legalem Wege verfolge. Bezüglich eines Artikels in Dr. 4 der Dundeszettschrift „Der Stahlhelm" zum 70. Geburtstage Wilhelms II. wiesen die Bundes» führet darauf hin, daß in diesem Aufsätze nur von dem persönlichen Treueverhält- »iS des alten Soldaten zum obersten Krieg--
Rußland und die Groener-Denkschrifl.
Oie Kommunisten interpellieren im Reichstag.
Berlin. 26. Febr. (VDZ.) Auf der Tagesordnung steht die kommunistische Interpellation über die Denkschrift des Minister Groener wegen der Panzerkreuzerfrage. Diese wird begründet von dem Abg. Stoecker (Komm.): Die Denkschrift Groeners spricht im Gegensatz zu der offiziellen Fr'.edensheu^lei unserer Regierung die klare Sprache imperialistischer Politik. Sie zeigt das Programm der Bourgeoisie. Darum hotte auch die Sozialdemokratie alle Veranlassung, für die Geheimhaltung dieser Denkschrift zu stimmen. Die Denkschrift gibt zu, daß der Panzerkreuzer gebaut werden soll, damit Deutschland sich an dem nächsten imperialistischen Krieg beteiligen kann. Groener erörtert die Kriegsmöglichkeiten mit Polen natürlich nur, um die Kriegsabsichten gegen Rußland zu verschleiern (Lachen bei der Mehrheit). Aber die Arbeiterschaft wird den Krieg gegen Sowjetrußland verhindern, sie wird bann den Bürgerkrieg entfesseln. (Händeklatschen bei den Kommunisten.) Runmehr hat das Wort der Angeklagte! (Große anhaltende Heiterkeit.)
Reichskanzler Müller:
Die Denkschrift wurde lediglich zum Zwecke der Unterrichtung des Reichs^amnetts abgefaht und sollte deshalb nicht veröffentlicht werden. Wie sie der englischen Zeitschrift zugänglich wurde, wird vom Oöerreichsanwnlt untersucht. Die Behauptung der Interpellation findet in der Denkschrift keine Stütze. Es ist auch im Ausland weitgehend anerkannt worden, daß die Denkschrift be. Erörterung von Kr.e^s.nöglichkeilen von vornherein jede militärische Verwicklung als f ü r Deutschland verhängnisvoll darstellt. Die Denkschrift weist nach, daß Deutschland imperialistische Absichten garnicht haben kann. Zu den Fragen des Grenzschutzes und der Wahrung der Neutralität im Falle kriegerischer Verwicklungen anderer Staaten sich gutachtlich zu äußern, gehört zur Pflicht des Deichswehr- ministers. Rirgends läßt die Denkschrift die Absicht eines Krieges gegen Sowjet-ußland «rannen. Von irgendwelcher Ausrüstungspolitik kann überhaupt nicht die Rede sein, denn beim Dau des Panzerschiffes A handelt es sich bekanntüch nur um einen E r s a tz b a u. Es werde dem Abgeordneten Stoecker nicht gelingen, die guten Drehungen zwischen der deutschen Regierung und der Sowjetunion zu trüben.
Abg. Stampfer (S.).
Sofort nach Veröffentlichung der Panzerkreuzerdenkschrift deutete die deutschnationale Presse an, sie könnte nur von den Sozialdemokraten verraten worden sein. Die Vernehmungen haben ergeben, daß die Behörden wieder einmal auf eine falsche Spur gebracht worden sind durch deutschnationale Parteiagitation, die in Magdeburg sogar falsche Mörder fabriziert hat. Alle Lügen und allen Schwindel apportierte Herr v. Lindeiner dem Oberreichsanwalt, obwohl wir gerade von Lindeiner bisher glaubten, seine politische Intelligenz reiche aus, den Kampf anständig zu führen, Uebrigens ist Lindeiner Mitglied, die angebliche Verräterin Frau Valentin aber Geschäftsführerin des Komitees für internationale Verständigung. Aber unter der A:ra Hu- aenberg entwickeln die Deutfchnationalen die Verleumdung zum Handwerk. (Lärm bei den Deutsch- nationalen. Zuruf: Unverschämter Patron!) Mit Ihnen (nach rechts) rechten wir nicht über Landesverrat. Sie haben ja sogar Ebert Landesver-
herrn die Rede sei, und daß mit diesen Ausführungen der Diensteid der jetzigen Beamten in keiner Weise in Frage gestellt werden sollte. Der Stahlhelm lege vielmehr seit seiner Gründung entscheidenden Wert darauf, daß die ihm angehörenden Beamten sich in vorbildlicher Pflichttreue im öffentlichen Dienste betätigen. Der Herr Reichspräsident nahm diese Erklärung mit Befriedigung entgegen und gab die Versicherung ab, daß er bei feiner Kenntnis der Ziele deS Stahlhelms, dem et feit langem als Ehrenmitglied angehöre, vom Stahlhelm keine andere Haltung erwartet hätte. 5>er Reichspräsident hat dem Kanzler und dem Innenminister von diesem Verlauf der Unterhaltung Kenntnis gegeben und hinzugefügt, daß et bei dieser Sachlage keinen Anlaß finde, seine Ehrenmitgliedschaft beim Stahlhelm — um eine solche und nicht um einen Chren- vorsitz handelt eS sich — niederzulegen.
Aus dem Finanzausschuß des Hessischen Landtages.
Darmstadt, 27. Febr. Im Finanzausschuß des hessischen Landtages wurde eine Negierungsvorlage, die für die Landesbibliothek in Darmstadt u. a. zwei Bibliothek-Sekretärstellen nach A 20 verlangt, abgelehnt, da dieser Wunsch einem früheren Beschluß des Landtages widersprach. Es wurde aber dafür ein höherer Betrag für die vorgesehene wissenschaftliche und bibliothektechnische Hilfsarbeit eingesetzt. Der hierfür angesetzte Betrag von 3600 Mark wurde auf 8000 Mark erhöht. Die ft a a t • liche Gewerbesteuer wurde entsprechend der zwischen Handelskammer, Handwerkslammer und Regierung erfolgten Einigung so festgesetzt, daß auf je 100 Mark Gewerbeertrag 2,70 Mark und auf je 100 Mark Gewerbekapital 0,63 Mark Steueraufschlag entfallen. Der Ausschuß genehmigte sodann 19 300 Mark für den Neubau einer D e t e r i n ä r ■ Klinik für Geburtshilfe in Gießen. Die für Herstellungen in Bad Salzhausen in einer Regierungsvorlage geforderten 8400 Mark werden einstimmig bewilligt.
Aus aller Well.
vorläufig keine Gefahr auf dem Rhein.
Trotz des Regens und des starken Schneefalls, der über dem Bezirk des Wasserbauamts Worms niederging, hat das Wasserbauamt Worms die Rheineiswache aufgelöst. Das Wasser des Rheins steigt langsam. Da auch vom Oberrhein Meldungen von nur mäßig st ei- gendem Wasser vorliegen, sieht das Wasser- auamt WormS augenblicklich d i e Gefahr eines Eisgangs beseitigt. LaZ EiZ des Rheins hall sich trotz des steigenden Wassers immer noch hartnäckig. Die Eisdecke beträgt durchschnittlich immer rwch 33 biS 43 Zentimeter. Etwa 6 Zentimeter der Eisschicht sind von oben
rat vorgeworfen k Ohne die Mllarbeii der Sozialdemokratie würde die deutsche Republik überhaupt nicht bestehen. Das deutsche Volk wünscht, der Reichstag möge zurücksinden zu ernster, sachlicher Arbeit.
Abg. von Lettow-Dorbeck (On).
An unserer Ostarenze stehen fünf polnische Armeekorps, wir haben dort nur ein Infanterie» und zwei Kavaue^eregimenter. Die Auslieferung der Denkschrift ist Landesverrat. Ta ist es Pflicht jedes Vaterlandsliebendm Mannes (Zuruf bei den Soziall-emokcaten: Zu verleumden!), Verdächtigungen, die ihm zu Ohren kommen, an die zuständige Stelle weiterzuleiten. Es ist unerhört, wenn das Blatt des Vorredners das als Schurkenstreich bezeichnet. Der Reichskanzler hat zu dem Panzerkreuzer zuerst nein gesagt, jetzt sagt er ja, denn er stellt sich hinter den Wehrminister. Wir fürchten nur, daß die Taten diesem Ja-Wort nicht entsprechen werden. Severing hat ja auch die Gründe der Denkschrift nicht anerkannt. Sie (zu den Sozialdemokraten) wollen eben die Reichswehr unter parteipolitischen Einfluß bringen gegen den Staat. Die Broschüre Levis, „Wehrmacht und Sozialdemokratie", spricht offen aus, daß es für den deutschen Arbeiter kein Vaterland gebe; sie verlangt offen den Landesverrat. Sie (nach links) wollen l i.< i zip i -.ergeb, alt zcrst! ren. Die Reichswehr ist uns zu schade für Experimente in einem Augenblick, wo politisches Rowdytum einen jungen Mann aus offener Straße niederstreckt. (Große Unruhe bei den Kommunisten.) (Präsident Löbe: Durch den Ausdruck „politisches Rowdytum" kann sich doch hier niemand getroffen fühlen! — Heiterkeit.) Eine Gewährung des Gastrechtes für Trotzki darf überhaupt nicht erörtert werden. Wir wollen nicht in den Bolschewismus hineinschlittern. (Huhu-Rufe links.) Wir brauchen eine zuverlässige Wehrmacht nach außen, aber mehr vielleicht noch nach innen (Aha-Rufe links), auf den bewährten Grundlagen der Disziplin, der Treue und L.3 Gehorsams. -(Lebhafter Beifall bei den Deutschnationalen.)
Abg. Briminghaus (O.V.p).
In Polen spricht man offen von dem Kriege gegen Deutschland. Sollen wir uns da nicht bedroht fühlen? Es war geradezu die Pflicht des Wehrn.inisterS, zu prüfen, wie diese Gefahr abzuwenden ist. Stampfer felbft erkennt an, daß die Frage, ob weitere Panzerkreuzer gebaut werden sollen, davon abhängig ist, ob die anderen ab rüst en. Die anderen rüsten aber nicht ab. Stampfer mutz also folgerichtig f ü r den Dau weiterer Kreuzer eintreten. Wer empfiehlt, daß wir mit unserer Wehrmacht yinabgehen unter das, was uns das Friedensdittat gelassen hat, versündigt sich an unserem Volke. (Sehr wahr bei der Deutschen Dolkspartei.) Wir dagegen wollen den Wehrwillen aufrechterhalten.
Abg. Ritter v. Epp (Rats.) verurteill den Verrat der Denkschrift, wundert sich aber nicht darüber, weil die altväterischen Sllten aufgegeben seien. Auf den Zuruf einer Abgeordneten erwidert er unter großer Heiterkeit: Das ist eine Angelegenheit von Männern, nicht von Frauen. — Inzwischen sind zwei Mißt rauensanträge der Kommunisten gegen das Gesamtkabinett und gegen den Reichs- Wehrminister eingegangen. Das Haus vertagt sich auf Mittwoch. Abstimmung über die Mißtrauensanträge.
her durch das Tauwetter morsch geworden; die Eisdecke ist aber immer noch so stark, daß sie dem Druck des Wassers von unten und dem Einfluß des Tauwetters von oben her standhält. Wenn die Witterungsverhältnisse so bleiben, werden etwa drei bis vier Tage vergehen, bis man auf die erste Bewegung der Eismassen rechnen kann. Am Rhein sind lediglich noch die von den Wasserbaubehörden eingesetzten Sprengkommandos geblieben.
Neuer starker Schneefall in Thüringen.
In der Rächt zum Mittwoch setzte in Thüringen abermals ein äußerst starker Schneefall ein. Stellenweise beträgt die Höhe des Reuschnees 20 Zentimeter. Schneeverwehungen und Verkehrsstörungen werden von überall her gemeldet. Der Schneefall hält unverändert an. Auch in Erfurt hat es feit zwölf Stunden ununterbrochen geschneit.
Reichsregierung und Wildschütz.
Trotz der Sorge um das eigene Haus und der Hochwassergefahr für die neue Regierungsbildung hat sich die Reichsregierung die Sorge um den deutschen Wildbestand, die der Allgemeine Deutsche Iagdschutz- verein zum Gegenstand einer Eingabe gemacht hat, sich zu eigen gemacht. Sie trägt sich, wie wir hören, ernstlich mit der Absicht, ein Gesetz zu erla sen, nach len für ganz Deuts chland infolge der großen Schäden, die der Frost dem Wildbestand gebracht hat, eine einjährige Schonfrist festgesezt wird. Diese Schonfrist soll sich auf den Abschuß von Hochwild, Rehwild, Hühnern und Enten erstrecken, so daß nur die Hasenjagd freibleiben wird. Bei der beteiligten Industrie hat diese Absicht bereits zu einer Eingabe geführt, die eine Hilfsaktion und Steuererlatz für die Waffen- und Munitions- Händler fordert, die sonst unweigerllch dem Ruin entgegensehen müßten.
Die Orienlsahrt des „Graf Zeppelin".
Die Besprechungen, die Dr. Eckener in den letzten Tagen in Berlin führte, und die sich auch mit generellen Fragen der Verwendung von Luftschiffen im transatlantischen Verkehr befaßten, haben zu dem Entschluß geführt, daß der .Gras Zeppelin" am 2 6. März von Friedrichshafen aus zur Orientfahrt starten wird. Falls diplomatische Schwierigkeiten das Heber- fliegen von Aegypten und Palästina unmöglich machen, wird das Luftschiff eine Rundfahrt über dem Mittelmeer unternehmen und dabei Konstantinopel und Wien berühren. An dieser Fahrt werden auch einige englische Luftflieger teilnehmen, bei denen vor kurzem Vertreter der Zeppeünwerft in England zu Gast waren.
General Heye in Vigo.
Der Chef der deutschen Heeresleitung, General Heye, ist auf dem Wege nach Argentinien mit dem Dampfer »Kap Arcona" tn dem nordspanischen Hafen Vigo eingetrvsfen. Er
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Dienstaa. 26.Feb.1929, 7" at>dS.
an der Universität Adelaide, eingetroffen, um eine
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Oie Wetterlage.
soll rein wissenschaftliche Ziele oeri hat im Jahre 1907 an der antarfti]
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wurde an Bord von Dehördenvertretern und dem deutschen Konsul begrüßt und nahm am Abend in der Stadt auf Einladung der deutschen Kolonie an einer zu Ehren der Offiziere des in Vigo vor Anker liegenden Kreuzers „Berlin" veranstalteten Feier teil.
Eine neue Südpolexpedition.
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Aachba großer Är ea:nheitcn, mll. M Metin, du j.'cid) jum । einem Aich xfle Fenster Kn seine >o machen ‘ ans im 31 schaute an derselben r geklemmt, nur schnce Fenster hi nigkeit au! von Schw türlich ko Strafe. I den auch 2erge zur
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groß angelegten Betrug in Frankfurt a. M., toobet 40 000 Mark erbeu.et wurden, ^eht .sitzt" der »Fürst" und spielt dm schwerg^ äx2.en Unschuldigen. Er «kam allerdings in Verlegenheit, als man ihm vorhielt, daß sein Vorname Eugen so ganz und gar nicht zu der orientalischen 5y.tr- lichkeit Passe.
Fünffache Bluttat in Polen.
Bei Skaryßow im südlichen Kongreßpolen hat der schon 1 7 m a 1 vorbestrafte Bauer 2a- 5in.fi in der Dorsstrahe mit Axthieben feine vor ihm flüchtenden Schwiegereltern nieder- gestreckt, so daß fie tot liegen blieben. Dann ging er in die Wohnung seines Schwagers und tötete ihn im Beit durch Axtschläge. Rach dieser neuen Bluttat flüchtete er in seine eigene Hütte und durchstieß mit der Heugabel feine Frau und fein erst einige Monate altes Kind. Dann zündete er die Hütte an und flüchtete. Die Verfolgung hat bisher noch kein Ergebnis gezeitigt.
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..-.Tage tatet: „2, ! A. - Gj slellung „Di Mtazs im •Wroereii son Dr. L ^"Wirkung nungsmarti lAe Ähre .•Die holst
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(Eine ganze Familie verbrannt.
In der Rähe von Viterbo (QH.ttelitalien) entstand in einem Bauernhause ein Brand. Dir Bewohner, einEhepaar und vier Kinder, rieten um Hilfe, weil eS ihnen nicht ge ang, .......
d i e Türen zu offnen. Als die Türen von j * Freut mit herbeigeeilten Leuten mit Aexdrn eingeschlagen ; | Wachen w worden waren, waren das Ehepaar und drei C-.;
Kinder bereits verbrannt. DaS vierte Kind, der älteste Junge der Familie, wurde mit lebensgefährlichen Brandwunden in das Spital gebracht.
Todesurteil gegen den Raubmörder hopp.
Der Raubmörder Hopp, der im vergangenen Jahre den Fabrikdirektor Nordmann aus Delmenhorst im Eilzug ermordet hat, wurde zum Tode und zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt.
(Ein Hochstapler-,Fürst" feftgenommen.
In den ersten Hotels Kölns koniue man in der letzten Zett Sr. Durchlaucht Fü'öst Eugen Bequekischeli aus dem Orient begegnen. Er nahm dort regelmäßig in Damenbegleitung seinen Tee ein und pflegte nur mit großen Banknoten zu bezahlen. Jetzt war er gerade im Begriff, sich mit einer jungen Dame zu verloben, die einen wertvollen Kraftwagen als Vorboten der Reichtümer, die sie als Fürstin im Orient au erwarten habe, erhallen sollte. Leider wurde ihr der .Fürst" genommen. Die Banknoten stammten von einem
seine K Wasser zu | Aaden ist |i hängt die lind," ertr mir das d gesehen, t i Ausziehen Antwort.
Tie Hai ! Haupt etw . Aun ge( vennS Sei:
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jiigte Expedition %
folgen. Mawson W<S der
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von Sir Ernst Shackleton teilgenommen und selbst vcnig (
bereits in den Jahren 1911/14 eine australische Süd- licht »• .
polexpedition geleitet. W B<ri
Tornadokatastrophe in den vereinigten Staaten. t jCr
Ein Tornado, der die Grenzgebiete der Staaten $j! '^-igiing Texas, Mississippi und Arkansas heimsuchte, hat ■II $je uralt nach den bisher vorliegenden Rachrichten zwei- i u|CIli die undzwanzig Todesopfer gefordert. Die ■ «in fc Zahl der Verletzten geht in die Hunderte. Weh- ich rere Ortschaften sind vollständig zerstört worden. 41 l-Mn t;al Am verheerendsten wütete der Sturm in der < bll
Ortschaft Duncan im ©taaie Mississippi, die voll- l L^ütige ständig in Trümmer gelegt wurde, und das - von deren 450 Einwohnern 14 ihr Leben ein- ■: «Mr und büßten. ? ' e
In London ist der Forschungsreisende Sir Douglas j w” Mawson, Professor der Geographie und Mineralogie H sü an der Universität Adelaide, eingetroffen, um eine ein. ‘"L neue Expedition in die Polargegend des Südpols vorzubereiten. Er hofft, seine Vorbereitungen so treffen ? ’w." zu können, daß die Expedition im Sommer 1930 V n von Hobart der Hauptstadt der australischen Insel hE'« c
Tasmanien, abgehen kann. Er äußerte sich dahin, J, h daß der antarktische Sommer in vielen Beziehungen fij pbl. ‘ dem Wetter gleicht, das wir jetzt in Europa haben, nur müsse man in den Polargegenden mit ' Schneetürmen rechnen. Die beabsichtigte Gj
ewarxenxn 0 wrt». (J n«ro • otami • ■'<««•
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Wettervoraussage.
Wettervo rhersage für Donners- t a g. Wolliges Wetter, stellenwei,'e auch vorübergehende Aufheiterung, wetterhin Frost, noch ver^ einzelte Schneefälle.
Wettervoraussage für Freitag. Wenig Aendemng der Wetterlage.
Lufttemperaturen am 26. Februar: mittags —" Grad Celsius, abends — 4,3 Grad Celsius: °°1 27. Februar: morgens —6,9 Grad Celsius. Maximum — 2 Grad Celsius. Minimum —7 ©rab (Mb sius. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Xkft am 26. Februar: abends —0,1 Grad Celsius; atn 27. Februar: morgens —1 Grad Celsius.


