Ausgabe 
27.2.1929
 
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halten.

Berliner Börse.

Um Geld, Zeit und Arbeit zu sparen

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Aus -er provinziathauptsta-t

Gießen, den 27. Februar 1929.

Oie Anzeigewütigen.

Antwort.

Die Hauptsache aber ist, daß der Wärter über­haupt etwas gesagt hat.

Nun gehe hin, und tue desgleichen! Warne, Wenns Zeit ist, und schweige, wenns nötig ist!

Bornotizen.

TageskalenderfürMittwoch. Stadt- iheater:Das Geld auf der Straße", 20 bis 22.15 Ut)r. Gießener Theateroereinigung: Schüleroor- stellungDer Glockenguß zu Breslau4 Uhr nach­mittags im katholischen Vereinshaus. Jjaiis« befitzeroerein: 22. Hauptversammlung mit Dortrag von Dr. L. K a tz über das ThemaDie ungunft ge Einwirkung der Zwangswirtschaft auf den Wo^ nningsmarkt". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: /A)d) küsse Ihre Hand Madame". Astoria-Lichtspiele:

Die Hölle von Montmartre".

StadtheaterGiehen. AusdemStadt- cheaterbureau wird uns geschrieben: Die heutige Erstaufführung von Ternauers und Oesterrei- Hers neuem LustspielschlagerDas Geld auf frer Straße" beginnt um 20 Uhr. 2lm Freitag, 1 März, geht als zweite Opernvorstellung der Spielzeit Smetanas SpieloperDie verkaufte Braut in Szene. 2lm Sonntag. 3. , Marz, wird als FremdenvorstellungOlympia von Holnar aufgeführt.

Opernga st spiel am Stadttheater Tießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns

hrn Kongreßpolen estraste Dauer So* üt 2lMeben seine w eaereltern niete, gen blieben. Dann gw;

Aftlchläge. Aach g " t in seine eigene W iuaa&ef seine Fra> flüchtete. Die , 'ein Ergänis gezeiti-l-,

Berlin, 27.Febr. (WTD. Funkspruch.) Nachdem sich gestern abend gegen Schluß des Verkehrs auf leichte Interventionen gegen die niedrigsten Tages­kurse kleine Erholungen hallen durchsetzen können, ist im heutigen Frühverkehr noch kaum etwas Posi­tives zu sagen. Die Spekulation bleibt unsicher und abwartend, zumal der gemeldete Selbstmord eines bekannten und beliebten Börsenmaklers eine starke Nervosität hervorgerufen hat. Es ist noch nicht zu übersehen, ob sich aus dieser Affäre Folgerungen für die Börse ergeben werden.

Backin ist ein rein deutsches Erzeugnis, selbst seine Grundstoffe stammen aus Deutschland. Die leicht verständlichen Rezepte in Dr. Oetkers farbig illustriertem Rezeptbuch, Ausgabe F, dem Sie eine Fülle von Anregungen entnehmen können, machen Ihnen das Backen kinderleicht Es ist für 15 Pfennig in allen einschlägigen Geschäften oder, wenn vergriffen, gegen Einsendung von Marken von mir direkt zu haben.

Dr. August Oetker, Bielefeld.

Wenn Zhre SmvfenlungSanzeige in derSamsiagsnummer desGießenerAnzeigers durch sorgfältige und wirksame Sahausftattung werben feil dann geben Sie sie bitte spätestens im -Caufe des Donnerstag in der Geschäftsstelle auf!

Eier und die anderen wertvollen Zutaten sind niemals aufs Spiel gesetzt, weil die gleichmäßige und sichere Triebkraft von BackpulverBackin unüber­treffbar ist. Die Kuchen werden schön groß und locker, vor allen Dingen wird durchBackin der Wohlgeschmack in keiner Weise beeinflußt und bestbekömmliche Gebäcke erzielt Dr. Oetker s BackpulverBackin wird in der vollendetst eingerichteten und größten Fabrik Europas m vorbildlich sauberster Weise ohne jede uerührung durch Menschenhand hergestellt

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muß man immerhin schon tüchtig sein und wissen, wie mans macht, von Hausfrauen den großen Vorteil der Zeit- «"^.^b^ts-Enpamis schon Bekanntlich haben bei nennenswerten Ausgaben, insbesondere bei solchen früh erkannt und verwenden seit mehr als 30 Jahren zum Back* von für Lebensmittel, die Fra -en das Wort. Sie sehen mit Kennerblick was gut ist Kuchen, Torten und Kleingebäck

und ihnen möglichst Ersparnisse eintragen kann. So haben denn Millionen

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' Ehepaar und bitt i annt. Das viert, : Zamilie, wurde mil wden in das tzpM

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der im vergangenen irbmann aus Helmen- bei hat, wurde jum er bürgerlichen Ehren-

gung von Rohrschäden mit Recht großes Gewicht legen muß, kann man diese Neuerung des Gas- und Wasserwerkes nur begrüßen.

Kein warmes Essen und noch kein Geld. Dor einigen lagen gaben wir eine Mel­dung wieder, die das offiziöse Wolff Telegrophen- Bureau auf Veranlassung der Reichs- bahnverwaltung an die Presse verbreitete. In ihr wurde mitgeteilt, daß den von den Unbilden der Witterung besonders betroffenen Angestellten und Arbeitern des Eisenbahnaußendienstes neben der Darreichung von warmen Getränken und kräf­tigem, warmem Essen eine besondere, einmalige Geldzuwendung in Höhe von durchschnittlich 20 Mark gewahrt werde. Wie wir heute feststellen konnten, entspricht die Mitteilung der Reichsbahn­direktion in der gemeldeten Form nicht, bzw. noch nicht den Tatsachen. Richtig ist, daß dem Fahr- personal und den Angehörigen des Rangierdienstes auch diesmal wieder, wie schon in den bis­herigen kalten Wintern, warmer Kaffee verab­reicht wird. Warmes Esten erhallen aber nur diejenigen Eisenbahnbediensteten, die von auswär­tigen Dienstleistungen an ihren Wohnplatz zurück­kehren, hier aber für plötzlich erkranktes Personal sofort wieder aushilfsweise in Dienst treten müssen, ohne zuvor die Möglichkeit gehabt zu haben, zur Verpflegung nach Hause zu gehen: dies sind aber- immer nur Ausnahmefälle. Hinsichtlich der Geldzu­wendung ist die Sachlage so, daß den einzelnen Di­rektionen größere Geldbeträge zur Auszahlung an diejenigen Eisenbahnbediensteten, die im Außen­dienst unter der Wirkung des Frostes besonders zu leiden hatten, überwiesen worden sind. Diese Beträge werden an die beteiligten Personen erst in näch- st er Zeit zur Auszahlung gelangen. Die Ermitt­lungen darüber, wieweit der Personenkreis zu ziehen ist, sind noch im Gange.

* Frostbeulen im Bahnkörper infolge der andauernden starken Kälte wurden unter den Gleisanlagen in den Bahndamm-Gelände- einschnitten am Rodberg und bei der Dadenburg feftgestellt. Die Beseitigung der Schäden macht bei dem starken Froste außerordentliche Schwie­rigkeiten, jedoch wird an der Wiederherstellung der Anlagen mit aller Kraft gearbeitet. Für den Zugverkehr besteht keine Gefahr, da die Züge die Schadensstellen mit verringerter Geschwindig­keit befahren.

ee Feuer im Bahnhof. Heule früh gegen 8 älhr brach In dem Wellblech-Toilettenhaus am südlichen Ende des G.ebener Reichsbahnstations­gebäudes, anscheinend infolge Lleberhitzung des Raumes, Feuer aus. Eifenbahnpersonal und die herbeigerufene Feuerwache bekämpften den Brand mit allem Rachdruck, sie konnten jedoch nicht ver­hindern. daß das Haus vollständig niederbrannte.

Bo rträge zur Reichs-Unfall- verhüt ungswoche. Am morgigen Don­nerstag findet in der Reuen Aula der zweite Vortragsabend zur Reichsunfallverhütungswoche statt. Den ersten Dortrag des Abends wird Di­rektor S t e d i n g vom städtischen Gaswerk über das Thema:Die Verwendung des Steinkohlen- gases im Haushalt" halten. Anschließend wird älniversitätsprofessor Dr. Gundermann über das Thema:Verhütung von älnfallfolgen" spre­chen. Man beachte die heutige Anzeige.

** Die Handels- und Gewerbebank Gießen beruft im heutigen Anzeigenteil ihre 70. Generalversammlung auf den 8. März ein. Die Mitglieder des Unternehmens feien auf die Anzeige besonders hingewiesen.

- Reichswettkochen. Das Gaswerk weist darauf hin, daß zu dem Wettkochen,, das am 12. und 13. März stattfindet, nur 20 Teilnehme­rinnen zugelassen werden können. Mit Rücksicht auf die beschränkte Zahl empfiehlt sich die baldige Anmeldung zur Teilnahme

** Stempel- und G eb ühr enfre i h eit bei Darlehen zum Bau von Lanb- arbeiterwohnungen. Der hessische Justiz- minifter hat in einem neuerlichen Ausschreiben be­stimmt, daß Beurkundungen und Eintragungen, welche die Gewährung und Sicherung von zinsfreien Baudarlehen zum Gegenstand haben, die zur Förde­rung des Baues von Landarbeiterwohnungen aus Mitteln der wertschaffenden Arbeitslosenfürsorge durch den Minister für Arbeit und Wirtschaft gege­ben werden, stempel- und gebührenfiei sind. Diese Befreiungsvorschrift bat rückwirkende Kraft. Sie er- streckt sich auch auf die Darlehen der vorbezeichneten Art, welche auf Grund des § 32 der Verordnung über Erwerbslosenfürsorge vom 16. Februar 1924 und der Bestimmungen des Präsidenten der Reichs­anstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenver­sicherung vom 22. März 1925 gewährt worden sind.

Oeffentliehe Handelslahranstalt Gießen. Ommer mehr bricht sich die Heber» zeugung Dahn, daß durch die Entwicklung des modernen Geschäftslebens eine theoretische Vor­bildung vor dem Eintritt in den kaufmännischen Beruf zür Rotwendigkeit geworden ist. Dieser äleberzeugung verdankt auch die am 1. April 1924 ins Leben gerufene Oeffentliche Handelslehranstalt, deren Träger die Industrie- und Handelskammer ist. ihre Entstehung. Die Zahl der Schüler ist von 22 in 1924 auf über 100 Schüler in 1928 gestiegen, die zwei 2lbteilungen angehören. Die Höhere Handelsklasse nimmt nur Schüler mit Obersekundareife auf, bereitet sie in einem Jahre auf ihren praktischen Beruf vor und gibt den­jenigen jungen Leuten, welche das Klassenziel mit der Gesamtnotegut erreicht haben, die Berechtigung, ohne Ablegung der vorgeschriebe­nenPrüfung für praktische Kaufleute an einer Universität Handelswissenschaften zu studieren.

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geschrieben: Zu dem Gastspiel des Mainzer Stadt- theaters mit der SpieloperDie verkaufte Braut" von Smetana ist zu bemerken, daß diese Oper dem Mainzer Stadttheater einen ganz großen Erfolg gebracht hat. Unter der musikalischen Leitung oes Generalmusikdirektors P. Breisach und der Regie des Opernspielleiters H. Köhler wurde die Oper voll­kommen neu inszeniert. Als erste deutsche Bühne brachte Mainz das Werk ohne Rezitative mit Ori­ginaldialog. Die auswärtigen Blätter brachten sehr gute Kritiken.

Die Volkshochschule macht an dieser Stelle besonders darauf aufmerksam, daß am Sonntag, 3. März, ein Musikabend stattsindet, zu dem sich Frau Schlesier-Altmann (Klavier) und Frau Minna Wolfs (Gesang) zur Verfügung gestellt haben. (Räheres siehe gestrige Anzeige.)

Der Dauersche Gesangverein ver­anstaltet, wie man uns schreibt, unter Leitung seines Chormeisters O. G 5 r l a ch am 2. und 3. März je ein Konzert in der Reuen Aula der Universität. Das erstere ist für die Mitglieder des Vereins bestimmt, das zweite ist ein öffent­liches Konzert. Das Konzert steht unter dem Leit­gedanken:Erinnerungen an das 10. Deutsche Sängerbundessest in Wien vom 19. bis 23. Juli 1928". Die Vortragsfolge enthält Chöre von Kremser, Weidt, Kienzl, Marschner-Laugs. Hein­richs Kcldorfer und Moldenhauer, die bei den Hauptaufführungen dort gesungen wurden und einen nachhaltigen Eindruck nicht allein bei den 100 000 Zuhörern in der großen Sängerhalle, sondern auch bei allen Zuhörern auf dem großen Festplatz, nach welchem die Aufführungen durch die an allen Seiten der Sängerhalle angeordneten Lau sp e ern weit rgegrben wurden. huter ließen. Weiter kommen noch Chöre von Weber, Molden- Hauer sowie unserem einheimischen Komponisten v. Möllenüorff, der ein Lied des Ehrenpräsi­denten Gg. Todt vertont hat, zum Vortrag. Zur Mitwirkung in diesem Konzert ist das Musikkorps des hiesigen Grenadier-Datls. 15. Jnf.-Rgts. ge­wonnen worden. Dieses hat die Begleitung dreier Chöre übernommen und wird unter Leitung seines Obermus kmeisters W.Löber neben Orchester- werken von C. M. v. Weber und Mendelssohn die bi-Moll-Symphonie von Schubert zu Gehör bringen. Alles Weitere ist aus den Anzeigen zu ersehen.

Kirchenmusikalische Passions­andacht. Der Posaunenchor Lang-Göns, der im vorigen Zahre unter Mitwirkung der Frau Dr. Aubel ein vielbeachtetes Kirchenkonzert in der Johanneskirche gab, lädt für nächsten Sonn­tagabend 8 Uhr wieder zu einer musikalischen Passionsfeier in der Stadtkirche ein. Es werden wieder eine Anzahl von klassischen Pas­sionsgesängen, meist von Lloh. Seb. Bach ge­blasen, deren Texte Frau Dr. Aubel sprechen will. Wer im vorigen Jahr die eigenartige musikalisch, textlich und sprachlich auf der Höhe stehende Darbietung mitfeierte, wird gerne wieder teilnehmen. Man beachte die heutige Anzeige.

Die Sprechstunden der Redaktion I sind von morgen ab auf folgende Zeiten fest­gelegt: 11.3012.30 Uhr und 1617 Uhr. Sams- I tags nur 11.3012.30 Uhr.

** Auszeichnung eines Gießener Ge- lehrten. Der Direktor des Tierzuchtinstituts der Landesuniversität, Professor D-. K r a e m e r, wurde in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Verdienste von der amerikanischen Gesellschaft für Dererbungs- wissenschaft zum Mitglied der Gesellschaft ernannt.

"EineStraßena-fbruchrnaschinehat das Städtische Gas- und Wasserwerk seit gestern in Betrieb genommen. Die ansehnliche Häufung von Gas- und Wasierrohrbrüchen führte zu einem Um­fang der Reparaturarbeiten, dessen Bewältigung von Tag zu Tag schwieriger wurde. In dem bis zu etwa 1 Meter Tiefe gefrorenen Erdreich gingen die Auf­brucharbeiten zur Behebung der Rohrschäden trotz größter und anerkennenswerter Arbeitsleistungen aller Arbeiter nur recht langsam vor sich, da der hartgefrorene Boden nicht nur der Menschenkraft, sondern auch dem Werkzeug stärksten Widerstand entgegensetzte Die Folge davon war, daß in zahl­reichen Straßen die Rohrschäden nicht in der er­hofften Schnelligkeit beseitigt werden konnten Ins­besondere mußte die Behebung der Wasserrohr­schäden zurückstehen, da die Beiseitigung der Gasrohr- fdjäbcn unter allen Umständen den Vorrang ge­nießen mußte. Um nun die Reparationsarbeiten schneller voranzubringen, hat das Gas- und Wasser­werk eine Straßenaufbruchmaschine beschafft, mit deren Hilfe der Aufbruch der Straßen an der Stelle der Rohrschaden außerordenllich rasch vor sich gehen kann. Die Maschine besteht aus einem Motor, gleich einem Automotor, als Antriebskraft und zwei har- ten Stahlmeißeln, die vom Motor aus durch eine Schlauchleitung mit Preßluft versehen und von die­ser angetrieben werden. Durch einen Hebeldruck des den Stoßhammer führenden Mannes wird die Preß­luft freigelassen und dadurch das Gerät mit großer Kraft in den Boden eingetrieben, wo es im Hand­umdrehen die Erdmassen absprengt. Auf diese Weise war es z. B. gestern in der Steinstraße möglich, innerhalb weniger Stunden Ausschachtungen vorzu­nehmen, zu denen die menschliche Arbeitskraft trotz stärkster Anspannung etwa zwei Tage gebraucht hätte. Der große Vorteil dieser Maschine ist also der, daß künftighin die Reparaturarbeiten bei Rohr- ! bruchen weit rascher als bisher vorgenommen wer- den können und die Gewalt des Frostes dabei kaum noch als ein Hindernis in Betracht kommt. Im In- , tereffe der Bürgerschaft, die auf die rasche Deseiti-

Es ist bekannt, daß unsere Kinder, besonders idie kleinsten, alles, was aus der Straße, auf öem Ödjutoeg und sonstwo gelch.eht,anzeigen . Si mag in den meisten Fällen das Rechtsgefuhl sein, das sie zu ihrem Tun veranlaßt, gar oft spielt aber auch die Schadenfreude mit. Aller- ömgä verliert sich das Qhveigen in einem

gewissen Alter: besonders bei Knaben gilt es als ehrenhaft, nichts zu verraten. 3m öffentlichen Leben ist es leider noch so, daß es gar viele qi.bt, die bei jeder Gelegenheit hinlausen und Anzeige erstatten. Recht merkwürdig berührt es dann, wenn sie vielleicht wegen des.elben Ver- ^hms kurz vorher bestraft wurden Run soll 's der Rachbar nicht besser haben! Ist das Rcchtsgefübl oder Schadenfreude? Könnten ein coenig Ueberlegung oder eine einfache Warnung nicht viel eher zum Ziele führen? Muh beim tde Kleinigkeit vor dem Richterstuhl ausge- -cagen werden? Oder muh denn jedes Wort, das in der Hitze aus^estoßen wurde, gleich eine Beleidigung sein oder so ausgenommen werden?

Tie uralte Geschichte von den zwei Fuhr­leuten, die sich in dem Hohlweg begegneten, und von denen keiner nachzeben wollte (bas brauche ich doch nicht!), bis schließlich e.ner ein Linsehen hatte (allerdings aus Angst), und zu- ""'i'imipi, ote 6on mcksuhr, bleibt gültig für alle Zeiten. Richt Wöe unh! pmtoütige Worte bringen uns weiter, auch ' 14 Ä ein? I nic&t das Rennen zum Richicr, sondern nur Linsicht und überlegene Ruhe. Man muh auch einmal ein Wort einstecken können, das ist immer

1 seslzriwwmeo. ölnä toraue mm in v~.., ............

irchlouchi'.'i chen feine Pfeife anzündet. Oder willst du es

i au8 dem Orient bp ; so machen wie jener dicke Herr, der neulich mit izelmähig in Damen- uns im Zuge fuhr? Ein zwölfjähriger Junge

und pflegte nur mc schaute an der Tür und wurde beim Schließen

zahlen. Jetzt war r. derselben mit seinen Fingern ziemlich hart ein-

1 einer jungen Äm geklemmt. Er weinte nicht, wurde vor Schmerz

m wertvollen Saft- nur schneeweiß im Gesicht und muhte sich zum

Reichtümer, die fit Fenster hinaus erbrechen. Dabei kam eine Klei-

« ettMtm » nigteit auf das Trittbrett Skt dicke Herr sprach

>? in der Surft" w von Schweinerei und holte den Schaffner. Ra-

stammlen 'von einen türlich kostete das den 2ungen einige Mark

JSSffuVtL X Strafe. War das notig? Die Mitreisenden ha-

et wurden, ^etzt,U ben auch mit ihrer Meinung nicht hinter dem

i schwer^ Lüen'Ur- Berge zurückgchalten.

4n?ah?'QrtkcraS Ein aufk ärcndes Wort, ein freundlicher Hin- ? Ä wcis genügen in den meisten Fällen, em leichtes

A1ZS Vergehen zu verhindern. Man muß ja nicht ge- er onentalischen H.s. rat>cti lange warten, wie jener weise Wärter in dem Park einer hohen Herrschaft. Da kam im heißen Sommer ein Wandersmann an einen Teich und wollte ein erfrischendes Bad nehmen. Der Wärter mähte am Ufer Gras. Der Wanderer zog seine Kleider aus und war im Begriff, in das Wasser zu steigen, als der Wärter rief:Das Vaden ist in diesem Teich verboten. Da drüben hängt die Warnungstafel!Aber Menschens- lind erwiderte der andere, warum sagen Sie mir das denn erst jetzt? Sie haben doch mit zu- V gesehen, wie ich mich entkleidete?"3a, das Ausziehen ist nicht verboten!" war die lakonische

Kennen Sie schon die vorzüglichen Back- o. BratapparateKüchenwunder,Deha« undZauberglocke-?

Alle drei sind bestens zu empfehlen. Zu haben in allen besseren Haushaltungsgeräte-Geschäften.

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noch besser, als auf Beleidigung zu erteil.....

Wie sagte doch Kaufmann Th'.enemann, als er in der Eile einen Herrn auf der Straße anstieh und dieser ihn einen SHafskvpf nannte? . Freut mich sehr, mein Rame ist Thienemann!

I Machen wir es auch so, wenn ein zoologisches Wort etwas unsanft an unseren Kopf fliegt!

Vor allem aber zeige man nicht jede Kleinig­keit an, suche nicht in seinem Gerechtigkeitsgefühl dem andern, der vielleicht in Unwissenheit han­delt, ein Bein zu stellen. Da fliegen die Hühner des Rachbars in unfern Garten, da beschattet ein großer Birnbaum unsere Beete . . . Alles Ge­legenheiten, Spektakel anzusangcn, wenn man to t IL Aber ich hoffe, lieber Leser und liebe Leserin, du willst nicht. Du läufst auch nicht gleich zum Schaffner, wenn in der Eisenbahn, in einem Richtraucherabteil zur Sommerzeit, wenn alle Fenster geöffnet sind, ein unschuldiges Männ-

3n der Höheren Handels klasse befinden sich fünf­undzwanzig Schüler. Die zweijährige Handels­schule nimmt 14jährige Schüler auf, einerlei, welcher Schule sie bisher angehört haben. Die Ausnahme erfolgt auf Grund einer besonderen Prüfung. 3n zwei vollen Schuljahren werden die Schüler für ihren prccktischen Beruf vorgebilbet. 3n beiden Abteilungen werden folgende Handels­betriebsfächer gelehrt: Handelslehre mit Korre­spondenz, kaufmännische Rechtslehre (Bürger­liche Gesetzbuch, Handelsgesetzbuch, Wechselord­nung nach Auswahl), Buchführung (einfache und doppelle Buchführungsmethode, italienische, deutsche und amerikanische Methode und Durch­schreibebuchführung als Vorübung für moderne Bureauorganifalion), kaufmännisches Rechnen, Stenographie und Maschinenschreiben. Der sprach­lichen Ausbildung mit besonderer Berücksichti­gung kaufmännischer Verhältnisse dienen folgende Fächer: Deutsch, Englisch (in der Höheren Han­delsklasse auch Französisch) mit entsprechender Ko re'pondenz. Zur wirtschaststheoretischen Fächeegruppe gehören Dollswirtschastslehve, Wirtschastsgeographie. Warenkunde einschließlich Technologie. Der staatsbürgerlichen Erziehung dient die Dürgerkunde.

Schwere Gasexplosion in Limburg.

WSR. Limburg, 26. Febr. Eine schwere Gasexplosion ereignete sich hier in der vergangenen Rächt. Unter lautem Krachen flogen gegen 2 Uhr in der Frankfurter Straße sieben Kanaldeckel haushoch in die Luft und fielen dann zertrümmert zu Boden. Ein Polizei­beamter, der sich im Rachtdienst befand, wurde durch den Luftdruck zu Boden geschleudert und von einem Gisensplitter am Kops verletzt, so daß er in das Krankenhaus verbracht werden muhte. Anscheinend handelt es sich um einen Gasrohrbruch, doch ist es bis jetzt noch nicht gelungen, die Bruchstelle zu finden.

Ärieftasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schristleitung.)

2TL2!t. Wenden Sie sich zunächst wegen Ihres vermeintlichen Anspruchs mit der Bitte um Bescheid an die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. und teilen Sie uns deren Antwort mit. Legen Sie dabei nochmals genau Ihre Verhältnisse dar. insbesondere auch, in welchem Arbeits- oder Dienstverhältnis Sie gestanden haben.

2H. 3. in R. Dringt aus dem Iaucheloch (Jauche- grübe) Ihres Nachbarn Pfuhl in Ihren Keller, Io liegt hierin eine unzulässige Einwirkung auf Ihr Grundstück (§907 BGB.). Dichtet der Nachbar seine Grube trotz Ihrer Aufforderung nicht freiwillig ab, so können Sie ihn beim Amtsgericht auf Beseiti­gung des Mangels verklagen.

ft ft. in h. 1. Sie hätten den Wechsel nicht un­terschreiben sollen, da Sie dem Gläubiger Ihrer Frau nichts schuldig waren. Der Ehemann haftet nicht für Schulden, die seine Frau im Brautstände gemacht hat. 2. Unter welchen Vorspiegelungen Sie zur Hergabe Ihrer Unterschrift unter den Wechsel veranlaßt worden sind, entzieht sich unserer Be­urteilung. Infolge Ihrer Unterschrift haften Sie zu- nächst wechselrechllich, auch für die Kosten. Wie hoch letztere sind, können wir wiederum nicht beurteilen, da Sie. wie Sie schreiben,die Papiere verbrannt haben!" Sie hätten sich in dem Termin in Mar- bürg Ihre Rechte vorbehalten lassen sollen. Be­fragen Sie sich dieserhalb sofort bei dem Gericht in Marburg, insbesondere auch wegen der von Ihrem Prozeßgegner geforderten Kosten, und lassen Sie diese gerichtlich festsetzen.

A. h. in Grohen-vuseck. Eine Silberfuchs-Zucht- farm befindet sich u. W. in Herbstein. Die Errich­tung eines gleichen Unternehmens war vor einiger Zeit in Bermutshain beabsichtigt, wir wissen jedoch nicht, ob diese Gründung zustande gekommen ist. Auf Anfrage bei dem Bürgermeisteramt Herbstein werden Sie zweifellos die gewünschten Adresien er-

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