mich an. Ich bin hier ja keine Poluei un6 hüte mich, das Gesindel, das um mich herumstreicht, gegen mich aufhehen zu lassen. Deshalb lache ich nur und klopfe dem ertappten Taschendieb leicht auf die Hand. Damit ist der Fall für mich erledigt. Sin wüst aussehendes Frauenzimmer, eine wahre Megäre, versucht noch beim Heraustreten aus dem Speiselokal mit mir anzubändeln und läßt mit ihren Einladungen erst locker, als ich mich durch mehrere winklige Straßen durchgedrängt habe und dem Corso älmberto zueile.
Tags darauf finde ich mich wieder auf der Quästur ein, um der Einladung des Quästors zu einer Besichtigungsfahrt durch das kriminelle Reapel Folge zu leisten. Leider hatte ich mir eine Halsentzündung zugezogen, so daß ich Bedenken hatte, zu der Fahrt einen offenen Wagen zu benutzen. Der Quästor war so liebenswürdig, mir sofort feine eigene geschlossene Limousine zur Verfügung zu stellen, in der ich in Begleitung eines Kriminalkommissars und zweier Kri
minalbeamten Neapel durchstreifen konnte. Arn Abend hatte ich dann Gelegenheit, an einer offiziellen Razzia im Hafenviertel teilzunehmen. Die Durchführung dieser Razzia geschah etwa in der- selben Weise wie bei uns in Berlin. Der Razzia folgte dann eine große Massenaushebung, bei der ein ganzer Häuserblock von der Polizei umzingelt und durchsucht wurde.- Alle Bewohner dieser Häuser hatten sich der Polizei gegenüber auszuweisen, gelang ihnen ihre Legitimation nicht, so wurden sie zur Quästur gebracht und dort einem eingehenden Verhör unterzogen. Ich war erstaunt, welche Massen Menschen in den einzelnen Häusern wohnten oder sich wenigstens darin aufhielten. 3m allgemeinen ging die Polizeiaktion ruhig vor sich, der Widerstand eines einzelnen, der später als entsprungener Sträfling festgestellt werden konnte, wurde schnell gebrochen. Exakt und gewissenhaft arbeitete die Kriminalpolizei.
(Fortsetzung folgt.)
Wirtschaft.
* Inf olvenz P. Schlesinger - Trier L C o. Die Deutsche Waren-Treuhand 21. G. Hamburg-Berlin hat nunmehr einen Status der insolvent gewordenen Bankfirma Paul Schlesinger-Trier & Co , Frankfurt a M per 7. November fertiggestellt, der jedoch noch als approximativ bezeichnet werden muß. Rach diesem Status betragen unter den Passiven die Bankforderungen 497 000 Mark, fremde Kreditoren 620 000 Mark, Berwandte-Kreditoren 486 000 OKE., Rückstellung für Wechselobligo 34 000 Mk. Rach Abzug von 62 000 Mk. bevorrechtigten Forderungen betragen die Passiven also insgesamt 1575 000 Mark^ Demgegenüber stehen nach Abzug der bevorrechtigten Forderungen in der angegebenen Höhe und 50 000 Mk. Kosten für Abwicklung und Steuern Aktiven von nur 218 000 RM. Es ergibt sich demnach eine Quote von rund 14 v. H. Durch den Forderungsverzicht der Derwandten- Kreditoren von 436 000 Mark erhöht sich die Quote auf rund 20 v. H. Durch vorsichtige Verwertung der Aktivmasse und aus sonstigen Möglichkeiten, die zur Zeit erörtert werden, kann sich die Quote unter Umständen noch weiter erhöhen, so daß vielleicht mehr als 30 v. H. ausgeschüttet werden können.
* Zur Insolvenz Fiorino 8- Sichel in Kassel. Wie WTB.-Handelsdienst hört, sind die Darmstädter und Nationalbank, die Deutsche Bank und Discontogesellschaft und das Bankhaus L. Pfeiffer bereit, in geeigneten Fällen den Schuldnern des Bankhauses Fiorino & Sichel in Kassel mit Krediten zur Seite zu stehen und Gläubiger im Falle des Bedarfs mit Vorschüssen zu unterstützen. Wie dieser Dienst rveiter hört, ist oas früher bestehende Kommanditoerhältnis der Darmstädter und Nationalbank zur Firma Fiorino & Sichel schon vor mehreren Jahren gelöst worden. Die Beziehungen zu dieser Firma beschränken sich seit jener Zeit lediglich auf laufenden Verkehr. Für ihre unerheblichen Forderungen ist die Bank voll gedeckt.
* Zahlungsein st ellung d e s Bankhauses Sy Schi rme r, Kassel. Nachdem die wegen einer Stützungsaktion eingeleiteten Verhandlungen sich zerschlagen hatten, hat die Dank Sy Schirmer in Kassel gestern ihre Zahlungen einstellen müssen. Am Bankeingang wurde durch Anschlag folgendes bekanntgegeben: „Infolge der durch den Zusammenbruch der Firmen Andre & Herzog und Fiorino & Sichel heroorgerufenen Anstürme habe ich die Zahlungen einstellen müssen." Nach eingehender Prüfung des Statuts ist vom Amtsgericht das gerichtliche Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses eröffnet worden. Den Verbindlichkeiten in Höhe von rund 2 Millionen Mark stehen sofort greifbare Aktiven in Höhe von 1,4 Millionen Mark entgegen, außerdem sind noch verwendbare Sicherheiten in Höhe von 300 000 Mark vorhanden. Bei diesem Stand der Angelegenheit hat sich das Gericht veranlaßt gesehen, das gerichtliche Vergleichsver- fähren anzuerkennen.
* Zahlungseinstellung des Bankhauses Max Sichel & C o.. Düsseldorf. Das Bankhaus Max Sichel & Co. in Düsseldorf, das sich seit einiger Zeit in Zahlungsschwierigkeiten befand, die durch Bereitstellung eines Heberbrückungskredites von befreundeter Seite zunächst beseitigt schienen, ist nun durch die ungünstige Börsenlage und Verluste bei der Kundschaft zur Zahlungseinstellung gezwungen worden. Heber die Höhe der Verbindlichkeiten sind bestimmte Angaben noch nicht zu erhalten.
* Zahlungsei njt ellung des Bankhauses Max Mueller in Gotha. Das Bankhaus Max Mueller in Gotha hat sich gezwungen gesehen, gestern die Schalter zu schließen und beim Amtsgericht Gotha die Eröffnung des Vergleichsverfahrens zu beantragen. Cs sind aussichtsreiche Verhandlungen mit einer größeren Bank eingeleitet mit dem Ziele, einen Teil des Geschäftes auf diese Dank zu übertragen.
' Elite-Diamantwerke.A. °G. ,Sieg- m a r. In der gestern abgehaltenen Versammlung einer Reihe von Grohgläubigern der Gesellschaft wurden die Feststellungen der seinerzeit von den Gläubigern eingesetzten Prüfungskommission besprochen, die sich besonders mit der Prüfung des Geschäftsverkehrs zwischen der Adam Opel-A.-G. und der Elite-Diamantwerke-A.--G. beschäftigt hat. Es wurde einstimmig beschlossen, die angebotene Vergleichsquote von 50 Prozent abzu- lehnen und eine solche von 75 Prozent zu fordern. Für die Erfüllung eines Vergleichs auf dieser Basis müsse ausreichende Garantie geleistet werden.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 26. Rov. Tendenz: schwächer. — Am heutigen Liquidationstage schritt die Spekulation zu Exekutionen, und es ergaben sich gegenüber der gestrigen Abendbörse erneute Abschwächungen, die teilweise größeres Ausmaß annahmen. Anregungen waren wieder kaum vorhanden, ebenso fehlten Aufträge, so daß die Börse keine Stütze hatte. Die unsichere Börsensituation in Reuyork war ebenfalls ein verstimmender Faktor. Die leichte Erholung gegen Schluß konnte keinen Eindruck machen. Man stand immer noch unter dem Einfluß der sich immer mehr anhäufenden Insolvenzen. 3m allgemeinen war das Geschäft auf dem ermäßigten Kursniveau etwas lebhafter. Unter besonderem Kursdruck standen Westeregeln mit minus 6,5 v. H. und Salzdetfurth mit minus 6 v. H Auch in Deutsche Linoleum war ziemliches Angebot vorhanden, so daß sich hier ein Verlust von 5 v. H. ergab. Am Elektromarkt büßten AEG. 2,25 v. H., Bergmann 3,75 v. Sy, Gesfürel 3 v. H., Schuckert 3,5 v. Sy und Siemens 5 v. H. ein. Wenig verändert lagen Lahmeyer. Am Chemiemarkt hattenDeutsche Erdöl einen Spihenverlust von 4,5 v. H. aufzuweisen. Farben eröffneten 3,13 v. Sy, Rütgers- werke 3,25 v. H. und Goldschmidt 2,5 v. H. schwächer. Am Montanmarkt gaben Klöckner 2,5 v. H. und Mannesmann 3 v. H. nach. Die übrigen Werte dieses Marktes bis zu 1,25 v. Sy niedriger. Banken geschäftslos. Am Schisfahrtsmarkt lagen Hapag 3 Proz. und Norddeutscher Lloyd 1,5 Proz. abgeschwächt. Aku-Aktien minus 1,5 Proz. 3m Gegensatz zur Allgemeintendenz standen Reichs- bantanteite, die auf Käufe für Berliner Rechnung zirka 8 Proz. gewinnen konnten. Ein erschöpfender Grund für diese Bewegung war nicht zu erkennen, doch dürfte vielleicht der günstige Re ichsbankausweis eine gewisse Rolle gespielt haben. Renten ruhig, aber überwiegend schwächer. 3m Verlaufe hielt die Verstimmung an. Die gute Sage der Reichsbankanteile und der günstige Reichsbankausweis konnten nur vorübergehend eine etwas freundlichere Stimmung Hervorrufen. Später kam erneut Material heraus, und die Kurse tagen zirka 1 Proz. unter Anfang. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 Proz. unverändert. Geld über Ultimo 8,25 bis 9,25 Proz.
Am Devisenmarkt war die Lage wenig verändert. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1781, gegen Pfund 20,388. gegen Paris 123,8450, London gegen Kabel 4,8785, gegen Madrid 35,60, gegen Mailand 93,19, gegen Holland 12,0575.
Berliner Börse.
Berlin, 26. Rov. Für die heutige Börse lagen, mit Ausnahme des widerstandsfähigen gestrigen Reuyorker Borsenverlauses, Anregungen so gut wie gar nicht vor. Das Angebot aus Exekutionen und Liquidationen war größer als sonst. Ganz wenige Märkte ausgenommen, verloren die Eröffnungskurse in erheblicherem Umfang. Man sprach von neuen Bankschwierigkeiten in Kassel und erstmalig wieder größerem Angebot von Auslandseite. Eine große Anzahl von Nebenwerten erschienen mit Minus-minus-Zeichen. Unter diesen befanden sich Goldschmidt, Bayr. Motoren-Werke, Berlin-Karlsruher Industrie und Maschinenbauunternehmungen. Bei den schweren Werten wie Schubert & Salzer, Berger, Pemberg, Chadeaktien, Schuckert, Schlesische Gas usw. konnte man Verluste von 5 bis 8 v. Sy feststellen. Farben büßten 4,25 v. Sy ein, Kaliwerte 7 bis 8 d. Sy, Montanpapiere 3 d. Sy usw. Durch stärkere Widerstandsfähigkeit fielen Reichsbankanteile, Ostwerke, Schultheiß, Schlesische Textil und Svenska auf. Heute wurde erstmalig eine einheitliche Notiz für die OO-Bank (Deutsche und Disconto) festgestellt; der Kurs stellte sich 0,75 d. Sy niedriger. Deutsche Anleihen nachgebend. Ausländer behauptet. Pfandbriefe schwächer. Der Geldmarkt war bei unveränderten Sätzen in sich etwas steifer. Nach den ersten Kursen war die Tendenz weiter nervös und unsicher. Eine Regelmäßigkeit in der Kursgestaltung war nicht vorhanden. Sehr fest lagen Reichsbankanteile mit plus 4 v. Sy, und einige zu Anfang besonders stark gedrückte Papiere erzielten ebenfalls 1» bis 2-v. H.-Erholungen. Gesfürel verloren 3,25 v. Sy, was man mit Marktvorbereitungen für die jungen Aktien zu erklären suchte. Der Reichsbankausweis für die dritte Novemberwoche ist mit einer Entlastung um etwa 220 Millionen, einer Notenabnahme um 200 Millionen, einer Devisenzunahme um etwa 20 Millionen und einer Besserung der Deckung aus 53,7 v. Sy bzw. 63,1 v. H. als g u t zu bezeichnen, sand aber zunächst wenig Beachtung. Später regte er, ebenso wie die feste Haltung der Reichsbankanteile, eher etwas an.
Erweitertes
Schöffengericht Gießen.
• Gießen, 20. Rov. Eine Militärperson hat zwecks Erlangung eines kleinen Darlehens eine Bürgschaftserklärung fälschlich angefertigt. Sie erhielt auch das Darlehn. Das Manöver wurde aber alsbald aufgedeckt und Anzeige erhoben. Heute hat sich der Täter wegen qualifizierter Urkundenfälschung und Betrugs zu verantworten. Strafe: 2 Wochen Gefängnis unter Annahme mildernder Hmstände.
Ebenfalls wegen Urkundenfälschung — Fälschung mehrerer Bestellscheine — war ein noch nicht vorbestrafter junger Mann angeklagt. Mit Rücksicht auf sein Geständnis ließ das Gericht weitgehendste Milde walten und erkannte auf 10 Tage Gefängnis.
Ein mehrfach wegen Diebstahls vorbestrafter auswärtiger Maurer war rückfällig geworden. Es wurde eines schweren Diebstahls und mehrerer einfacher Diebstähle beschuldigt. Direkte Zeugen für die Straftaten sind nicht vorhanden, sondern nur 3ndizien. Der Staatsanwalt hält nach Schluß der eingehenden Beweisaufnahme den Beweis für die Täterschaft des Angeklagten in -mindestens 3 Fällen für erbracht: im vierten Falle könne man allerdings zweifelhaft fein, ob das Belastungsmaterial zur Heberführung hin- reiche. Das Gericht ließ Verurteilung in allen Fällen eintreten und sprach eine Strafe von 1 3ahr 3 Monaten Gefängnis, abzüglich 3 Monate Hntersuchungshaft, aus.
Ein Kohlenhändler und dessen Kraftwagenführer waren der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung angeklagt. Ersterer hat seinen Lastkraftwagen — für Kohlentransport eingerichtet — an einem Sonntag im 3uli l. 3. zur Fahrt von etwa 25 Personen gegen 40 Pf. Fahrgeld pro Person hergerichtet, ohne sich von dem guten Zustand der Fußbremse zu überzeugen. Diese funktionierte nicht. Auch befestigte er die Sih- bänke für die Fahrgäste nicht. Damit verstieß er in doppelter Hinsicht gegen die Vorschriften der Kraftfahr-Derkehrsordnung. Desgleichen der zweite Angeklagte. Der in Betrieb genommene Wagen geriet an einer Stelle der Landstraße mit
starkem Gefalle und scharfer Kurve ins Schleuberü und kippte um, mit den Rädern nach oben. Ein Fahrgast wurde von dem Wagen erdrückt und starb bald darauf, elf andere wurden mehr oder weniger verletzt. Die Verhandlung ergab, daß der Wagenführer weder die Handbremse gezogen noch den geringeren Gang eingeschaltet hat. Beide Angeklagte wurden zu j e 3 Monaten Gefängnis verurteilt, sowie in die Kosten bcS Verfahrens.
Amtsgericht Gießen.
Von besonderem 3nteresse, und zwar namenk- lich für Besitzer von Gärten und Ländereien, war eine Verhandlung auf Grund des § 368 Et.G.D., wonach sich strafbar macht, wer in gefährlicher Rähe von Gebäuden und feuerfangenden Sachen Feuer anzündet. Der Beschuldigte hat im 3uli gegen 1/$9 Hhr abends, wie dies allgemein üblich ist und auch zum Gartenbetrieb gehört, ein Feuer in seinem Garten angesteckt, um Hnkraut, Reisig u. dgl. zu verbrennen. .Unmittelbar an den Garten, etwa 12 Meter von der Feuerstätte entfernt, grenzt eine mit Heu gefüllte Scheuer, die in ihrem oberen Teil mit Brettern verschalt ist. Zu entscheiden war die Frage, ob bei der angegebenen Entfernung von einer „gefährlichen Rähe" gesprochen werden kann. Sie kann nicht ohne weiteres bejaht werden. Eine gegenteilige Ansicht würde für Gartenbesitzer unliebsame Konsequenzen nach sich ziehen. Hm die Frage bejahen zu können, müssen noch besondere Umstände hinzutreten, die die Stelle zu einer gefährlichen machen. Solche find aber im Fragefall reichlich vorhanden gewesen. ES war trockenes Wetter und nicht windstill. Deo Wind hatte die Richtung nach der Scheuer zu« denn dorthin zog der Qualm und der Rauch des Feuers. Der bedrohte Eigentümer der Scheuer hatte die Wahrnehmung gemacht, daß auf der Feuerstätte plötzlich die Flamme etwa 3 Meter einporschlug^ 3m übrigen nahm er allerdings nur ein Glimmen, Qualmen und Rauchen wahr. DieS war auch von dem herbeigerufenen Polizeiwachtmeister wahrgenommen worden. Roch um 10 Uhr bemerkte der Anlieger das Glimmen des« Feuers. 3m Garten — diese Tatsache war schließlich die entscheidende — befand sich zu dieser Zeit kein Mensch, so daß gegebenenfalls weder einer durch den Wind veranlaßten Ausdehnung des Feuers, noch einem etwaigen Funkenflug bei Zeiten Einhalt hätte getan werden können« 3n der Dretterverschalung der Scheune hatten sich infolge der sommerlichen Hitze Spalten gebildet, durch die Heubündel und Heubüschel herausragten. Rach alledem konnte das Gericht bedenkenlos zu der Feststellung gelangen, daß daÄ Feuer tatsächlich in „gefährlicher Rähe"^ von feuersangenden Sachen angezündet worden war« Mit dieser Feststellung ist aber der Tatbestand der oben angezogenen Gesetzesstelle erfüllt, und der Angeklagte war zu bestrafen. Eine mäßige Geldstrafe schien ausreichend.
Letzte Nachrichten.
3um Explosionsunglück in Essen.
Essen, 26. Rov. (WTD. Funkspruch.) Der Zustand der nach dem gestrigen Sxplosions- Unglück auf dem Weberplah in die Essener Krankenanstalten eingelieferten 21 Verletzten ist, bis auf zwei, zufriedenstellend. Der 3 n h a b e r des Haushaltswarengeschäftes in dem Hnglückshause liegt bedenklich darnieder; feinem Sohne mußten beide Deine abgenommen toerben.. Die Hrsache des Hnglücks konnte noch immer nicht aufgeklärt werden.
Oie Düsseldorfer Morduntersuchung. Kein Verdacht gegen Stelzer.
Düsseldorf, 26. Rov. (WTD. Funkspruch.j Wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums mitteilt, lassen sich die in der Wordafsäre gegen Stelzer erhobenen Verdachtsmomente nicht aufrechterhalten. Stelzer, der als Täter für die Düsseldorfer Morde also nicht mehr in Betracht kommt, wurde der Mettmanner Polizeiverwaltung überwiesen, die ihn durch den Kreisarzt untersuchen ließ. Dieser ordnete die Heber- sührungStelzers in eine Heilanstalt an, wo er auf seinen Geisteszustand beobachtet werden soll.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 d.Sy, Lombardzinsfuß 8 o.Sy
Frankfurt a M
Berlin
-chiub- ff 11 re
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Schwv Kure
An lang- ff MX
Datum
25 II
26 il
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—
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8
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—
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—
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—
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—
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—
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85
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—
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—
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—
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4,16
4,18
Belgische Nolen . . .
58,28
58,52
Dänische Noten ....
111,58
112.02
Englische Nolen .... flranzvjische Nolen . . .
20,32
20.40
« « -
16,405
16.465
Holländische Noten ...
I68.06
168.74
Ilaltenische Nolen....
Norwegische Noten . . .
21,76
111,55
21,64
111,99
Deutsch-Oesterreich, 4 100 Schilling
58.53
58.77
Rumänische Noten . .
2.467
2.487
Schwedische Noten . . .
112,05
112,49
Schweizer Noten ....
■ Ä Ä -
80,92
81.24
Spanische Nolen ....
T'chechoslowakische Noten.
• e • .
57,38
12,33
58.62
12.39
Ungarische Noten . .
72,80
73,10
Devisenmarkt Berlin
— Frankfurt a. ZK.
25 November
26 November
Amtliche Notierung
Amtliche Not erung
Geld
Bries
Geld
Brtel .
vtmiuiHott.
168,43
168,77
168.41
168.75
Buen.-Aireb
1,724
1,728
1.724
1.728
Brss-.Antw
58.365
58.485
58,365
58.485
Lbristiania.
111,81
112,03
111,79
112,01
.skopenhaaen
111,85
112,07
111.84
112,06
Stockholm -
112.25
112,47
112,27
112.49
HeliingforS.
10,49
10,51
10,486
10,506
Italien. . .
21.85
21,89
21,84
21,88
London. . .
20,358
20,398
20,355
20,395
Neuyork . .
4,1740
4,1820
4,173
4,181
Paris. . . .
16,43
16,47
16.435
16,475
Schweiz ..
81,00
81,16
80,985
81,145
Ipanteu.
57,64
57,76
56.87
56,99
^apan - - •
2,043
2,047
2,044
2,018
'N io de Ian
0,4870
0,4890
0,489
0,491
Wien in D-»
Ceft abgcfl
58,70
58.82
58,715
58,835
Prag . . . .
12,377
12,397
12.38
12,40
Helirad . -
7,394
7,408
7,394
7,408
Dadavest. . Bulgarien
73,03
73,17
73.04
73,18
3,016
3.022
3,016
3,022
L'iiabon
18,80
18.84
18,80
18.84
Danzig. . .
•ffpnft mtin.
81.43
81,59
81,395
81,555
1,949
1,953
1,948
1,952
Atven. . .
5,435
5,445
5.43
5,44
Lanada
4,124
4,132
4,126
4.134
iiru uay - .
4.016
4,024
4,016
4,024
Latro .. .
20,88
20,92
20,875
20,915


