Ausgabe 
26.10.1929
 
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Das Direktorium der Federal Reserve»

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Devisenmarkt Berlin

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allerdings be- und ICO Mil­verlautet, auch

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Krieges gegenüber den gestrigen Vorgängen fast belanglos waren. Man schätzt, daß wenigstens

50 000 kleinere Spekulanten so gut wie ruiniert sind und die Gesamtverluste viele Milliarden

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betragen.

Die Zahlenangaben schwanken trächtlich, und zwar zwischen 5 Harten Mark. Betroffen ist, wie

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, iegen Unkosten auf 2,33 (1,92) Mill. Mk. infolge ter verstärkien Bautätigkeit und der Errichtung einer Zweigniederlassung mit Baubureau in Frei­burg. Teilschuldverschreibungszi<en erforderten

bank in Reuhork hat sich, wie von dort ge­meldet wird, am Donnerstag vertagt, ohne die erhoffte Herabsetzung ter Bankrate vorgenom­men zu haben. Die Erholung an der Reu - yorker Börse im Anschluß an die Kon­ferenz führender Bankiers war unzureichend. Sn sehr vielen Fällen betrugen die Kursrück­gänge bis zu 20 Punkten. Die Kata­strophe an ter Reuyorker Börse wird sich nach allgemeiner Auffassung der Londoner Börsen­welt in Großbritannien kaum ernsthaft auswirken. Die verhältnismäßig zuversichtliche Beurteilung des Reuyorker Bankkraches, sowohl durch das amerikanische Schatzamt, wie durch die führenden Danlkreise in Reuhork, hat die Zuversicht auf dem Londoner Geldmarkt verstärkt. Abgesehen von den spekulativen Verlusten in den Ver­einigten Staaten würden nach Ansicht Londoner Dörsenkreise die K u r s st ü r z e der beiden letzten Tage aber auch für Amerika von Ruhen sein. Der Reuyorker Börsenkrach werde auch eine Verbesserung des Wertes des Pfundes gegenüber dem Dollar zur Folge haben, sowie vielleicht in kürzester Zeit eine Verbilligung der Geldbedingungen und vielleicht sogar eine Ver­minderung des Diskontsatzes der Bank von Eng­land.

Die Londoner Blätter geben dem Reuyorker Bankkrach den allergrößten Raum. Durchweg wird darauf hingewiesen, daß feit dem Oktober 1907 ein ähnlicher schwarzer Tag an ter Reu- Yorker Börse nicht mehr zu verzeichnen war und daß selbst die Ereignisse zu Beginn des

Geschäft tourte der Markt geräumt. Der Preis- getoinn betrug gy Anfang der Woche, gegenüber der Vorwoche, bis 3 Mark, gab aber am Reben­markt wieder etwas nach. Rur für beste Kälber bestand größeres Snteresse, welche auch über Rotiz bezahlt wurden. Schafe hatten in dieser Woche ganz besonders großen Auftrieb. Trotzdem war der Handel rege, bei allerdings weiter nachgebenden Preisen. Der Markt wurde aus- verkaust. Am Schweinemarkt hat das Inter­esse etwas nachgelassen, und somit war auch der Hantel ziemlich träge. Allerdings muß der stär­kere Austrieb in dieser Woche berücksichtigt wer­ten, was ja meistens einen Einfluß auf das Geschäft hat. Die Preise konnten sich immerhin noch gut behaupten.

Der Gesamtauftrieb bestand aus 1668 Rindern, darunter befanden sich 360 Ochsen, 75 Dullen, 604 Kühr und 441 Färsen, ferner aus 1511 Käl­bern. 962 Schafen und 5540 Schweinen. Ver­glichen mit dem Auftrieb der letzten Woche waren 126 Kälber, 228 Schafe und 454 Schweine mehr angelrieben, während 100 Rinder weniger zum Verkauf standen.

33,5 250

Bezahlt wurden per Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen A I 58 bis 61, AH 54 bis 57, BI 49 bis 53; Bullen A 56 bis 59, B 50 bis 55; Kühe A 48 bis 51, B 44 bis 47, C 39 bis D 30 bis 38; Färsen A 58 bis 61, b 54 57, C 49 bis 53. Kälber B 80 bis 83, C 75

seren Außenhandelsziffern, so daß die Börse doch auf der anderen Seite im gewissen Sinne eine Stütze erfuhr. Aber dessen ungeachtet nahm die Lustlosigkeit wieder überhand, da der Austritt des langjährigen Leiters ter Enka, Dr. Har- t o g s, aus dem Vorstande nicht günstig aus­genommen wurde. Sm allgemeinen wurden die Werte we:iiger davon berührt, nur GCanzstoff- aktien hatten hierunter stärker zu leiden. Das Angebot war im allgemeinen nicht mehr so groß, doch genügte dies schon, um das Kursniveau wie­der zu senken. Sm Grundton war später die Stimmung nicht unfreundlich, es trat vielmehr eine Befestigung ein, trotz des überraschend ge­kommenen Htur es des französischen Kabinetts. Die allmähliche Gesundung der inter­nationalen Börsen tour' e als Uebertoin- dung der Krisenstimmung be eichnet. Die Danken stützten toeiier, so daß immer ein Ansporn vor­handen war. Das Geschäft bewegte sich wieder in befriedigenden Dahnen. Es war eine allgemeine Zuversicht zu erlernen, und man neigte ter An­sicht zu, daß die Lage seither in nicht ganz be­rechtigter Weise als zu schwarz angesehen wurde. Derschie.ertlich machte sich jetzt wieder Snteresse von Auslandsseite geltend. Doch währte auch dies nicht lange, denn der starke Kursein­bruch an der Reuyorker Dörse hatte zum Wochenschluh wie'.er eine Krisenstimmung heraufbeschworen, die noch durch Daisseangrifse, die Snsolvenz e uer Kieler Dank, den Zusammen­bruch einer großen Südteut'chen Wrlldeckensabrik und durch die Rachwirkung in der S. Dreyfutz- Asfäre verschlimmert toui. \ Es traten wieder katastrophale Rückgänge ein. doch wurde zum Schluß der Dörse die Stimmung wieder beruhig­ter, ta die Spekulation zu Rückdeckungen schritt. Im Hinblick auf den bevorstehenden Ultimo schrit­ten die Danken zu Snterventionen, um größere Kursdifferenzen gegen die letzten Liquitations- kurse zu vermeiden, und die Verluste, die bis 10 Prozent gingen, wurden wieder ausgeglichen.

Wochenbericht

vom Frankfurter Schiachtviehmarkt

Der Frankfurter Sch'achtviehrarkt v?rz ichn t - in dieser Woche wieder etwas ruhig res Ge­schäft. Der stärkere Auftrieb trug nat'.rgcrnäh dazu bei. Das Geschäft war jedoch auf den meisten Märkten zufriedenstellend. Der Rinder­markt trat etwas stärker in den Vordergrund des Snteresscs. Der Austrieb war etwas ge­ringer, genügte jedoch der Rachfrage. Das an- getriebene Vieh war von mit lerer Qu l t it. Der Crdort beteiligte sich wieder lebhest am Ge­schäft, so daß der Abtrieb nach auswärts ziem­lich stark war. Rach mäßig regem Handel und etwas anziehenden Preisen wurde nahezu ge­räumt Am Kälber markt war ter Aus­trieb stärker als in der Vorwoche. Rach regem

79, D 70 bis 74. Schafe A I 42 bis 45, B 36

41, C 30 bis 35. Schweine B 87 bis 90, C 87 u<.» 90, D 87 bis 90, E 85 bis 88. Sm Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche konnten Dullen und Kühr je 2 Mark, Ochsen und Färsen je 1 Mark anziehen, dagegen gaben Kälber, Schafe und Schweine 1 Mark nach.

Wirtschaft.

Weitere Entlastung der Reichsbank.

Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 2 3. O k t o b e r hat sich in der dritten Otto- berwoche die gesamte Kapitalanlage ter Dank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 197,6 Millionen auf 2121,6 Millio­nen Reichsmark verringert. Sm einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 100,9 Millionen auf 1981,5 Millionen Reichs­mark, die Bestände an Reichsschahwechseln um 4,5 Millionen auf 5,5 Millionen Reichsmark, und die Lombardbestände um 92,2 Millionen auf 42,0 Millionen Reichsmark abgenommen.

An Reichsbanknoten und Rentenbankseheinen zusammen sind 256,8 Millionen Reichsmark in die Kassen der Dank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 239,1 Millionen auf 4110,5 Millionen Reichs­mark, und der Umlauf an Rentenbankscheinen um 17,7 Millionen auf 367,1 Millionen Reichs­mark vermindert. Unter Berücksichtigung, daß in der Derichtstovche Rentenbanlscheine in Höhe von 2,5 Millionen Reichsmark getilgt worden find, haben sich die Bestände ter Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 54,2 Millionen Reichs­mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 554,5 Millionen eine Zunahme um 101,9 Millio­nen Reichsmark.

Die Bestände an Gold und deckungs­fähigen Devisen haben sich um 8,8 Millio­nen auf 2 572,8 Mill. RM. erhöht. Sm einzelnen sind die Goldbestände um 7,1 Millionen auf 2219,0 Millionen Reichsmark, und die Bestände an deckungsjähigen Devisen um 1,6 Millionen auf 353,9 Millionen Reichsmark angewachsen.

Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 50,9 Prozent in der Vor­woche auf 54,0 Prozent, diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 59,0 Prozent auf 62,6 Prozent.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

Rachdem zum Schluß der vergangenen Woche die Börse recht zuverlichtlich gestimmt war, er­öffnete die neue Woche unter dem Eindruck der sich wieder mehrenden unkontrollierbaren Ge­rüchte in recht unsicherer Haltung. Eine beson­dere Tedeutung wurde diesmal vor allem ten ungünstigen internationalen G e ld - Marktverhältnissen beigemes.ea. Die aus- gegebenen Dementis machten nur wenig Eindruck, die Lage verschärfte sich vielmehr immer mehr' so daß die Spekulation sich gezwungen sah, bei dec geringen Aufnahmelust zu Abgaben zu schrei­ten, was zur Folge hatte, daß auch von privater Seite und vom Auslande Material in größerem Umfange an den Marit kam. so daß Kurs- rückschläge in großem Ausmaße, be­sonders ;n Spezial wer ten, eintraten. Vorüber­gehend war ,e>och wieder eine leichte Deslerung, veranlaßt durch Snterventionen der Bauten, zu verzeichnen. Die Mißstimmung und die immer mehr um sich greifende Rervosität blieb aber zu­nächst bestehem Doch wurde die Lage später etwas klarer und ruhiger, da durch energisches Ein­schreiten des Dörsenvorsta.ides, wonach die Ver­breitung von irgendwelchen Gerüchten stra recht­lich verfolgt toer.e.i soll, das Verbreiten will­kürlicher Rachrichten unlerbunden wurde. Das Geschäft bewegte sich in den denkbar engsten Grenzen. D e Stimmung wurde wieder etwas freundlicher. Die Banken grif cn stärker ein und nahmen Snterve ckionen vor, so daß hiervon ausgehend dle Spekulation wieder Mut zeigte und zu Deckungen so ltt. Die Umsatztätigkeit war w.eder e.was reger, so daß in Spezialwer- ten Erholungen in gößerem Umfange entrahm. Doch tour e die günstigere Verfassung der Börse durch das Da wische ttreten einiger nachteiliger Momente wieder verwischt. Rur die optim st schen Ausführungen bei Klöckner mach­ten e.: en guten Eindruck, ebenso die wieder bes-

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ter Vorsitzende der First Rational Bank, ter 22 000 Aktien ter Dank in seinem Besitz hält. Da die Aktien gestern um 500 Dollar das Stück fielen, würde sein Verlust nahezu 45 Millionen Mark ausmachen.

Auch gestern bot sich im Börsendistrikt in Wall Street, Broad Street und den angrenzenden Straßen ein buntbewegtes Bild. Sn den Straßen und in den Bureaus der Maklerfirmen drängte sich die Menge Kopf an Kopf. Zur Verstärkung der Polizeiabteilung von 50 Polizisten und 60 Geheimbeamten, die für gewöhnlich ten Dienst im Börsendistrikt versieht, hatte Polizeichef Wha- len 400 Polizisten, lOOGeheimbeamte und eine größere Abteilung berit­tener Polizei abkommandiert. Der Polizci- chef hat die Mallerfirmen, die sämtlich gezwun en sind, zahlreiche Hilfskräfte anzustellen, dringend ermahnt, die abzuliefernten Wertpapiere nur zuverlässigen Boten anzuvertrauen, da die Ge­fahr bestehe, daß die Lage von Bondsdieben ausgenuht werte. Cs kam jedoch zu keinen Ruhe* störungen, und es wurden bisher auch keine größeren Diebstähle gemeldet.

Mrrszeiiel der Berliner und Frankfurier Börse.

^e t)inter bcn da Pieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

* Von der Frankfurter Börse. Vom 28. Oktober ab sind 5 Mill. Mk. achtprozentiger Goldschuldverschreibungen Reihe 8 der Kommu­nalen Landesbank in Darmstadt zum Hantel und zur Rotierung zugelassen.

* Elektrizitäts-Akt. -Ges. vormals W. Lahmeyer & C o., Frankfurt a. M. Rach dem Bericht rdas Geschäftsjahr 1928'29 sind die Jahresleistungen ter von der Gesell­schaft verwalteten und ihr nahestehenden Clek- tr'z älsunternehmungen mit Ausnahme einiger kleinerer Betriebe im letzten Sahre weiter ge­stiegen, durchschnittlich um 16 bis 17 Prozent. Trotz dieser stetig fortschreitenden Entwicklung konnten die Detriebsergebnisfe keine entsprechende Erhöhung erfahren. Als Gründe hierfür werten angegeben die Belastung durch Steuern und soz ale Lasten, Lohn- und Gehaltsfteigerungen, sowie entsprechend der wachsenden Ausdehnung zunehmende Geldbedürfnisse lei hohen Zinssätzen, e-as Fehlen eines Ausgleichs durch angemessene Preisgestaltungen usw. Die Aussichten für das

0,69 (0,55) und Abschreibungen auf Gebäude 0,04 (0,04) Mill. Mk. Aus dem verbleibenden Rein­gewinn von 2,44 (2,03) Mill. Mk. wird eine er­höhte Dividende von 12 (10) Prozent auf 18 Mill. Mark Stammaktien vorgeschlagen. Die 10 003 Mk. Vorzugsaktien erhalten 6 Proz. Dividende, 0,12 Millionen Mark werten vorgetragen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 26. Okt. Tendenz freundlich. Die Wochenschlußbörse eröffnete in freundlicher Haltung. Die Erhöhungen an der gestrigen Neu- yorker Abendbörse und die besseren Geldmarktver- hältnisse am dortigen Platze waren der Hauptgrund hierfür. Aber auch die wetteren Stützungskäuse der Banken boten eine Anregung. In Spekulcttions- und Bankkreisen war man recht zuversichtlich gestimmt, da die Panikstimmung an der Reuyorker Börse vom Donnerstag auf die europäischen Märkte gar keinen Eindruck gemacht hat. Das Geschäft blieb aber ziemlich gering, da Orders kaum Vorgelegen haben dürften. Vereinzelt herauskommendes Ma­terial wurde glatt ausgenommen. Gegenüber der gestrigen Abendbörse ergaben sich zumeist Besse­rungen von 1 bis 3 v. H. Lebhafteres Interesse machte sich für Glanzstoffaktien bemerkbar. Verein. Glanzstoff zogen um 13,5 v. H. an und waren füh­rend. Bemberg gewannen 9 v. H. Am Elektromarlt konnten Siemens 3,5 o. H., Gesfürel 2,25 v. H. und Chadeaktien 3,5 Mark anziehen. AEG. waren un­verändert. I.-G.-Farben eröffneten 2 v. H. fester. Die übrigen Märkte waren vernachlässigt. Rur ver­einzelte Montanaktien hatten noch etwas Nachfrage zu verzeichnen, bei geringfügigeren Erhöhungen bis etwa 1,25 v. H. Kaliwerte waren 2 v. H. gebessert. Buderus vernachlässigt und 1 v. H. schwächer. Renten behauptet. Im Verlaufe traten auf Glattstellungen der Spekulation Rückgänge ein. Die Stimmung war jedoch nicht unfreundlich, in erster Linie war die Geschäftslosigkeit eine Folge der Abschwächungen. Siemens verloren 3 v. H. Chadeaktien 2 Mark und Glanzstoff 3 v. H. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 v. H. weiter etwas angespannter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,8760, gegen Pfund 2'0,389, London gegen Kabel 4,8760, gegen Paris 123,86, gegen Mailand 92,10, gegen Madrid 34,10, gegen Holland 12,0975.

Berliner Börse.

Berlin, 26. Okt. Nachdem die Meldungen aus Neuyork gezeigt hatten, daß nach den vorgestrigen -Kurseinbrüchen gestern schon wieder eine kleine Erholung eingetreten war, erfuhr die allgemeine Börsensttuation auch hier wieder eine wesentliche Beruhigung. Aus Neuyork nannte man schon heute vormittag höhere Kurse, die allerdings infolge der üblichen Samstagsgeschäftsstille zu Beginn des offiziellen Verkehrs sich nicht immer behaupten konn­ten. Am hiesigen Platze fehlten Orders fast ganz, und die ersten Notierungen hingen von Zufällen ab und waren daher nicht einheitlich. Der in der Presse günstig kommentierte Reichsbankausweis per 21. d. M. wirkte teilweise nach nach. Vor allem regte aber eine Meldung an, nach der eine Verständi- g u ng d e r I- G - F a r b e n und der V e r e i n i g t e n Ö l a n 3 ft o f f und eine gegenseitige Kontingen- tierung der beiden Firmen auf hem Gebiete der Vis- conse-Kunstseide für deutschen Markt so gut wie er­zielt sei. Daraufhin konnten Glanzstoffaktien um 8,5 v. H. anzjehen, Bemberg im Zusammenhang hiermit 6 v. H. Chadeaktien gewannen auf die Erklärung über den gesteigerten Stromabsatz 5 50 Mark Farben lagen 2,25 v. H. höher. Polyphon 3,50 v. H., Siemens 3,90 v. H., Deutsche Linoleum 3 n. S). usw. W ster- rnefn und Kctti Asch-rslehen eröffneten ebenso wie Reichsbankanteile und Spritwerte eher etwas schwächer. Deutsche Anleihen gehakten Für Aus­länder erhielt sich etwas mehr Interesse, ohne b-fj sich aber die Kurse nennenswert änderten. Vf-ind- briefmarft noch unentwickelt. Der Ge'dma'-tt mar im allgemeinen wenig verändert. Der Satz für Tcwes- gelb erfuhr eine kleine CHrhung non 6 hjg R n. H.; Monaksneld unn',ränscrt 9 bis 10 5 v - Waren­wechsel etmn 7 75 n. .6, Die ermäßigten SR-iartaefb» sätze um 0 5 o fi. sinh bei den geringen bestehenden Enggaaments für die ^örfe nur non untt'-neord- neter Bedeutung. Der Geldbedarf hat nach Sch'^-'n- aen e'wa "0 bis 40 n H abgenomm-n Im Bar­käufe wurde hgg Geseh 'kt auf einigen Sneziettaektteten

Die Kunstsridr"n,erte 3ngen ,.m m^fere 6 " an. Eine ci ^eihe anderer Spekulations­werte zogen um 2,5 v. H. an.

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Der schwarze Tag an der Reuyorker Mse. I BWHWWs

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Hom vormi'iiag im8t£e Air Den Fürst öes Deutschen A sung gewesen, i- worden, seit lhm aestorben war. Duells von Dem und ihm dann ' Kamerad wie als Zeine Karriere d schaster, zum Stt Aeichslanzler fus und späterhin Di ungewöhnlich glai steigerung der 21 auch ein Kennze Scheinerfolgen, toi Helms II. überhaut er war ein bedeuti in die Fingerspitze Ser Diplomatie g< die klare Erkenntn hänge. Er war lebte diplornatisel von der Hand in lein taktisches Ges schon wieder weite Für die Zeit hat chn das Eesi war doch eine Äachsolgcr Beth leicht, daß er wäre, um auch Hinwegzukommen mit Unrecht ein und gerade weil sah er auch in w Ausweg«, die den T-rchmam verboi der europaifchen in den zwölf Jo die deutsche $o' nächst von IW vom Oktober 19 schen England u - unter dem v und glaubte sich diese beiden An den. Ein tragis Kriege bezahlen nach Algeciras schwerste Aiedei geglichen werde in der bosnische und den Russe, haben warten ki rächt.

^nch seinem W-affäre 1 leben von der | zu Deginii örtlich tätig qet S 'm Weltki ^e chsregierung v Intrigen. Stall SaP»i6m die LA'gkeit. Er p ®erfu tion D^brw SsXti1

Ä teutbe oöe?UÄ9cft 3m Segens^ nieBiS 2 iu d ^glichen?! Ä *?at !°i'iischer g?^sch, $ ein ffnx0 r Rücktritt ^c_utid)2 m .(ibi ruhte Er h b/deutsan 'Ut > all. nfn. Um i? £ ^Älz°N°ng, 'C|,ien fonr ^as rQr beZ ^'iven *1: ZW

Foyer eines Theaters ober Kinos. Dlelkeicht will man die Frauen jetzt dafür büßen lassen, daß ihre Mütter der Geduld des Anbeters soviel zurnuteten.

Das ist ungerecht Pünktlich fein kann schließlich jeder, wenn er will. Und wenn die neue Sachlichkeit und Korr'ktheit der Frauen dazu führen soll, daß sie nun ihrerseits stundenlang sich die Beine in den Leib stehen müssen, so wird es viele geben, die lieber verzichten und die früheren Sitten herbeiwünschen. Zehn Minuten warten ist Anstandspflicht was darüber hinausgeht, Dummheit. Es gibt keinen Mann, für den sich das lohnt.

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Cairo . .

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