V‘>>>
uni) zwar unter Zugrundelegung der Haager Ab- lommen und des Vcungplanes. Diese notwendigen Regelungen ebenso wie die vorbehaltlose Zustimmung zur allgemeinen obligatorischen Schiedsgerichtsbarkeit und die Herabsetzung der Rüstungen können nur durch die Einigung der Linksparteien innerhalb der Regierung gewährleistet werden.
DiefranzösischenRaiionalisten TerNationalausschutz gegen dieNhcinland- räumnng fordert unerbittlicheDurchführung des Versailler Diktats.
Paris, 25. Okt. (WTB.) Der unter dem Dorsitz des Generals Morbacq stehende Rationalausschuh gegen d i e Rheinlandräumung und gegen den Verzicht auf das Saargebiet hat dem Präsidenten der Republik eine Eingabe überreicht, in der es heißt: „Es ist unzulässig, daß die natürliche, durch den Rhein gebildete Verteidigungslinie geräumt wird, während weder für den Schutz der Grenze, noch für die logische Reorganisierung des französischen Heeres etwas geschehen ist. Durch die aufeinander folgenden Schuldennachlässe sind die Schuldverpflichtungen Deutschlands auf eine lächerliche Summe herabgesetzt worden, wodurch den sowieso von Steuern nahezu erdrückten französischen Steuerzahlern die Lasten aufgebürdet werden, die gerechterweise den deutschen Steuerzahlerna l s den verantwortlichen Urhebern des Unglücks aufgebürdet werden mühten. Cs ist unmöglich, den Verzicht auf das Saargebiet zuzulassen. Die Saarbergwerke sind Frankreich als Wiedergutmachung für d i e systema - tische Zerstörungunserer Bergwerke und Fabriken in Rordfrankreich übergeben worden. Das Saargebiet bildet für die französische Produktion einen nötigen Absatzmarkt. Deshalb fordert der Rationalaus- schuh den Präsidenten der Republik auf, nur eine Regierung zuzulassen, die entschlossen ist, d i e geheiligten Rechte Frankreichs zu wahren und unerbittlich den Friedensvertrag von Versailles auszu- sühren. Wenn die Bemühungen des Präsidenten der Republik erfolglos sein sollten, fordert General Mardocq die Auflösung der Kammer und einen Appell an das Land.
Minister Leuschner zur Lage.
Beamte und Volksbegehr.-Polizei und Versammlungsschutz.
Darmstadt, 25. Okt. Wie amtlich mitgeteilt wird, machte bei der Provinzial- und Kreisdirektoren-Konferenz im hessischen Innenministerium der hessische Innenminister Leuschner längere Ausführungen über die politische Lage. Er teile die Auffassung der Reichs- und preußischen Staatsregierung, daß es sich mit dem besonderen Treueverhältnis, in dem der Beamte zu Volk, Staat und Regierung zu stehen habe, nicht vereinbaren lasse, wenn ein Beamter sich öffentlich zu der Auffassung bekenne, daß Reichsminister als Landesverräter mit Zuchthaus zu bestrafen feien, die sich in Übereinstimmung mit der großen Mehrheit des deutschen Volkes und mit allen ihren Kräften für die Verbesserung der Lage Deutschlands einsetzten. Er sei bereit und entschlossen, für die Beamten seines Geschäftsbereiches d i e notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Besondere Aufmerksamkeit verdiene die Versammlungstätigkeit gewisser rechtsradikaler Kreise, deren Reigung, Politik mit Dolch und Revolver zu machen, die obersten Polizeibeamten vor schwierige Situationen stellt. Obwohl durch den Wegfall des Republikschuh- gesehes der Polizei eine wichtige Waffe im Kampf _ gegen politisches Rowdytum genommen sei, müsse unter allen Umständen für d i e Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung gesorgt werden. Namentlich den Ungesetzlichkeiten der Rationalsozialisten müsse überall mit Entschiedenheit entgegengetreten werden, damit sie nicht zu einer ständigen Bedrohung der öffentlichen Sicherheit werden. Seiner Anordnung auf die Durchsuchung nach Waffen fei in diesem Zusammenhang besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn auch infolge des scharfen Zugreifens in Hessen heute nicht mehr in dem Maße Waffen gefunden würden wie früher, so habe sich doch in der letzten Zeit ergeben, daß besonders Angehörige der Rational- sozialistischen Partei — auch wenn sie nicht uniformiert sind — immer wieder mit Waffen erscheinen und auch entschlossen seien, von diesen Waffen jederzeit Gebrauch zu machen. Um diesem Unwesen entgegenzutreten, halte er eine Unter
suchung überall da für erforderlich, wo der Verdacht der Bewaffnung besteht, besonders wenn Zusammenstöße mit politisch Andersdenkenden zu befürchten seien. Es sei selbstverständlich, daß die Versammlungsfreiheit nach allen Seiten hin zu schützen sei, solange sich die Versammlung in den Grenzen der Gesetze hält.
Aus dem Finanzausschuß des Hessischen Landtags.
Darmstadt, 25. Okt. (Wolff.) Der Finanzausschuß des Hessischen Landtags befaßte sich zunächst mit einer Eingabe des Hessischen Hebammenverbandes auf Befreiung von der Gewerbesteuer. Die Regierung erklärte, das Lan- desfinanzgeseh habe entschieden, daß der Bern der Heilgehilfen und Hebammen als Gewer b e gilt, die Hebammen würden daher mit Recht zu der Gewerbesteuer herangezogen. Uebrigens sei der größte Teil der Hebammen selbst gewerbesteuerfrei, insoweit sie weniger als 500 Mk. Betriebskapital besitzen und ein Einkommen von weniger als 1200 Mark haben. Die Eingabe wird daher durch die Regierungsantwort für erledigt erklärt. Auf eine Eingabe Heckmann-Eberbach auf Herabsetzung der Steuerwerke bei der Grundsteuer, die für erledigt erklärt wird, wird die Regierung von mehreren Ausschuhmitgliedern ersucht, bei starkem Mißverhältnis zwischen der früheren und der heutigen Steuerbewertung durch die Finanzämter im Einzelfalle Rücksicht walten zu lassen. Der Ausschuß behandelte dann noch zwei Regierungsvorlagen, betreffend die Reueinrichtung des Lehrstuhls für Elektrotechnik II an der Technischen Hochschule zu Darmstadt, und betreffend die Bewilligung von Berusungsforderungen bei Besetzung des durch die Emeritierung von Prof. Dr. Elbs frei gewordenen Lehrstuhls für Chemie an der Universität Gießen. Beide Vorlagen wurden zurückgestellt, da sich die Fraktionen darüber erst noch einmal schlüssig werden wollen.
Oie Haltung Oer kleinen Parteien.
Paris, 25. Oft. (WD.) Mehrere Parteien haben im Laufe des Rachmittags zu der Frage der Kabinettsbildung Stellung genommen. Die radikale Gruppe (Loucheur) mit 54 Abgeordneten hat sich einstimmig bereit erklärt, mit den anderen Linksparteien wegen Beteiligung an der Regierung Fühlung zu nehmen. — Die sozialistischen Republikaner (Gruppe Chabrun) mit 12 Mitgliedern erklären in einer Entschließung, daß sie für die Einigung der Linksparteien seien und nur eine Regierung unterstützen würden, die diese Formel verwirkliche. Dagegen hat die Fraktion Maginot mit 29 Mitgliedern, ohne dies allerdings in einer Entschließung festzulegen, erklärt, daß sie gegen die Bildung einer Regierung der reinen Linksparteien fei.
Schutz dem Grenzlanddeutschtum.
EinProgrammfürdieLaarverhandlungen
Düsseldorf, 25. Okt. (WD.) In einer vom Memellandbund, dem Verein der San» 3 i g e r , dem Verein Heimattreuer Oberschle- ficr, dem Verein Heimattreuer Ost- und West Preußen, dem Saarverein und dem Sudetendeutschen Heimatbund veranstalteten Kundgebung für das Grenzlanddeutschtum wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, in per es heißt: Zweitausend zu einet Kundgebung für die Rot des Grenzlanddeutsch- tums in Düsseldorf versammelte deutsche Männer und Frauen erwarten von dem deutschen Volk und der deutschen Regierung, daß sie die Bevölkerung der Grenzgebiete in ihrer schweren Tat um die Erhaltung ihres Volkstums tatkräftig unterstützen. Sie fordern energisches Eingreifen für die R ü ck g a b e aller durch die Friedensdiktate verlorengegangener unstreitig deutschen Gebiete, besonders die Beseitigung des widersinnigen polNische n K o r r i d or s im deutschen Westpreußen uni) bis zur Erreichung dieser Ziele eine wirtschaftliche und kulturelle Stützung der deutschen Volksgenossen in den abgetretenen Gebieten. Sie verlangen insbesondere, daß bei den bevorstehenden Saarverhandlungen die deutschen Unterhändler ein treten für eine bedingungslose Rü ck gliederung des ganzen 6 a argebiets entsprechend dem einmütigen Wcklen der Bevölkerung, für die Rückkehr sämtlicherSaargruben in den ungeschmälerten deutschen Staatsbesitz und für die allmähliche Zurückführung des Gebiets in das deutsche Zollgebiet. Sie erwarten, daß, falls wese Forderungen nicht durch gesetzt werden können, die deutschen Vertreter einer f Df artigen Lösung dieser Fragen, die dem deutschen 43011 und besonders dec Bevölkerung des Saar- gebiets neue dauernde Opfer auferlegen würde Hre Zustimmung versagenund die endgültige Regelung bis zur Abstimmung im Iahte 1935 verschieben.
Verschiebung -er Abreise der deutschen Saardelegation.
Berlin. 25. Ott (Privat.) Angesichts der u ixgc 11a r te n inne rt> oIi t if d> en Lage 1 n o t ankreich haben die deutschen Delegierten. die morgen abend zu den Verhandlungen über ue Saarfrage abreisen wollten, ihre Abreise vorläufig verschoben.
Oie Räumung von Aachen.
Aachen, 25. Okt. (WB.) Wie von unterrichteter Stelle verlautet, wird Aachen am 3 0. November von der Besatzung geräumt sein. Als letzter belgischer Soldat wird dec kommandierende General der belgischen Besatzungstruppen, General Pou - leur, Aachen verlassen. Die Räumung setzt mit dem 10. November ein. Ein Teil der Offiziersquar- tiere Ist schon geräumt worden. Die Offiziere werden bis zur endgültigen Rnimung im Hotel unter« gebracht.
Förderung derErniebewsgung
Anträge der Grünen Front.
Berlin, 26. Oft. (Priv.-Tel.) Die Reichstagsfraktionen der Deutschnationalen Volkspartei, der De utschen Bauernpartei und der Christlich-nationalen Bauern» und Landvolkpartei haben gestern vier Anträge mit Begründung im Reichstag eingebracht, in denen unter anderem folgende Forderungen aufgestellt werden: Zur Förderung be8 Exports, zur Aufspeicherung und zur Verbilligung des für Futter- und Brennzvecke bestimmten inländischen Roggens für die Getreideernte 1929 sollen in den Etats des Reichsernährungsministeriums 2 0 Millionen Mark eingestellt werden. Für den gleichen Zweck soll in den folgenden vier Ctatsjahren ein Betrag von je 20 Millionen Mark zur Verfügung gestellt werden. — Die im Gesetz über die Feststellung des Reichshaushaltsplanes zur Förderung der Bewegung öer Getreideernte für die erste Hälfte des Ecnte- jahres 1929 bis 1930 vorgesehene Summe von 3750000 Mark soll sofort in vollem Um- ange zur Verfügung gefteHt, sowie die Zinsen des der Deutschen Getreidehandelsgesell- Haft vom Reich zar Verfügung gestellten Kapitalkredits erlafjen werden. — Ferner sollen Sur Förderung des Kartoffelab- sahes und der Kartoffelverwertung 7 Millionen Mark und für den gleichen Zweck in ben folgenden vier Etatsjahren ein Betrag von je 7 Millionen Mark zur Verfügung gestellt werden. — Der Zoll auf Malz, mit Ausnahme des gebrannten und gemahlenen, wird auf 15 Mark für einen Doppelzentner festgesetzt.
Reform der Krankenversicherung.
Berlin, 26. Oft. Im Reichsarbeitsmi- nifterium wird demnächst eine Besprechung über den Ausbau der Krankenversicherung statt- inben. Es soll geprüft werden, inwieweit der Kreis der Versicherten und ba3 Au S- mab ber Leistungen den sozialen Bedürfnissen besser angepaht werden können. Insbe- onberc soll der F a m i l i e n s ch u tz der Krankenversicherung durch verschiedene Maßnahmen (Krankenhilfe für Familienangehörige, Familienzulagen zum Kranken- und Hausgeld) verbes- e r t werden. Der zweite Teil der Erörterungen wird sich mit dem Aufbau der Krankender- icherung befassen. Cs ist geplant, für das ganze Reich einen Hauptausschuß für Kranken- Versicherung zu bilden, in dem die Wirtschaft- lidjen Vereinigungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die Verbände der Krankenkassen, die Aerzteverbände und die So- ßiate Medizin vertreten sind. Dieser Haupt- ausschuß soll für die Durchführung der Krankenversicherung Richtlinien aufstellen.
Das Brüsseler Attentat.
Der Kronprinz von Italien verläßt Brüssel.
Brüssel, 25. Oft. (WTB.) Der italienische Kronprinz Umberto bat heute abend 6.38 Uhr Brüssel verlassen. Die Mitglieder der königlichen Familie, die Minister und zahl- reiche andere hohe Persönlichkeiten waren am Bahnhof anwesend. Strenge polizeiliche Maßregeln waren getroffen worden. Die spalierbildenden Schulkinder und die Menschen- menge begrüßten den Kronprinzen und die königliche Familie mit stürmischen Deifallskundgebun- gen. Der unter dem Verdacht der Beteiligung an Dem Qlttentct bereits zum zweitenmal verhaftete Italiener Pasquali ist wieder in Frei- b c 11 gefegt worden. Wie erinnerlich, hat j3adquali der sich unter der Zuschauermenge birett neben be Rosa befand, den Versuch ge- kestzuhalfen, ist habet in den Erdacht geraten, ein Komplize de Rosas du sein und festgenommen worden. Kurz nach Aufklärung des Mißverständnisses und seiner Freilassung erfolgte seine erneute Festnahme da
Augenzeugin des Attentats behauptete ' ein Individuum in der Menge habe be Rosa Zei - Ocn gemacht. Heute ist nun diese Zeugin
I Pasquali gegenübergestellt worden, hat ihn aber nicht wiebererkannt.
Eine gegenrevolutionäre Organisation im Kaukasus.
Moskau, 25. Oft. (Telegraphenagentur der Sowjetunion.) Die staatliche politische Verwaltung hat im Rordkaukasus eine große inonar - ch i stische Organisation entdeckt, die ihre Ziele unter der Maske einer religio» f e n Sekte versteckte.' Die Organisation bereitete einen bewaffneten Aufstand gegen bie Sowjetmacht vor unb wirkte den Regierungsmaßnahmen aktiv entgegen. Sie vereinigte die ileberrefte Weißgardistischer Banden unb besaß eine geheime Zentralstelle, R a t der Zwölf genannt, die sich in einem einsamen Dorf im Bezirke Sotschi an dem zentralen kaukasischen Gebirgszug befand, sowie ein Retz von Zweig» stellen im nordkaukasischen Gebiet. Die Führer ber Organisation, bie Brüder Gregoro- to i t s ch, die in der Zarenarmee den Rang eines Obersten bzw. eines Stabsrittmeisters bekleidet hatten, sowie die Mitglieder des Rates der Zwölf wurden zum Tode verurteilt, die übrigen Teilnehmer zur Internierung in einem Konzentrationslager auf fünf bis zehn Iahre. Die Todesurteile sind bereits boll ft red t.
Anklage gegen Woldemaras?
Berlin, 26. Oft. Wie die „Dossische Zei- tung“ aus Kowno meldet, erwägt bie neue litauische Regierung 2 übet iS, gegen den ehemaligen Diktator Woldemaras Ankla ge wegen Verschleuderung von Regierungsgelbern zu erheben. Woldemaras soll kurz vor seinem Sturz aus dem Disposi- ti o nsfonbs von zwei Millionen, der dem Ministerpräsidenten zusteht, einen großen Betrag abgehoben haben, ohne Rech- numj über bie Verwendung vorzulegen. Wol- bemacas soll vor feinem Sturz einen nicht un- bebeutenben Betrag an den ihm politisch nahestehenden „Eisernen Wolf" gegeben haben. Der frühere Ministerpräsident wurde in einer Satzung des neuen Ministeriums zu der Angelegenheit vernommen. Seine Rechtfertigung scheint aber keinen günstigen Eindruck gemocht zu haben.
Aus aller Welt.
Fürst Bülows Befinden.
Das Befinden des Fürsten Bukow ist unverändert. Fürst Bülow ist wieder soweit bei Bewußtsein, daß er seine Umgebung klar ernennt und jede Person nach seiner Rationalität, deutsch ober italienisch, anredete. An seinem Krankenlager weilen augenblicklich Frau General v. Bülow, die Witwe des ältesten Bruders des Fürsten, ferner Gräfin Waldersee geborene v. Bülow, eine Richte des Fürsten sowie ein Reffe des Fürsten, der an der deutschen Botschaft in Rom beschäftigt ist.
42. verbandslag des Deutschen Postverbandes.
Der Deutsche Postoerband hatte in Berlin seinen 42. Berbandstag. In der Vollversammlung hielt der Erste Verbandsvorsitzende, Oberpostinspektor Schneider-Berlin, einen Vortrag über „Verbandspolitik und Deutsche Reichspost", worin er Darauf hinwies, daß durch die sog. Beamtenwirtschafts« Unternehmungen die Beamtenschaft wohl kaum einen Vorteil durch wesentlich billigere Preise oder durch Waren besserer Qualität gehabt, sich aber zweifellos dadurch bie Gegnerschaft weite r Kreise zugezogen hätte. Am zweiten Verhandlungstage wurde von Reichsminister a. D. von Raumer ein Vortrag gehalten über „Wirtschaft und Berufsbeamtentum". Die Wirtschaft könne sich bei der Frage, ob das Berufsbeamtentum notwendig sei, nicht so sehr von materiellen Gesichtspunk« ten leiten lassen, für sie sei vielmehr bei weitem die Hauptsache die Rechtssicherheit, Unbestechlichkeit, Sachkunde, schnelle Erledigung der Funktionen in Den Staatsverwaltungen. Die Wirtschaft müsse sicher Disponieren können, das sei Die GrunDlage jeDes sicheren Arbeitens für sie. Daher müsse Die Wirt-
schäft sich für Die volle Aufrechterhak'* tung des Berufsbeamtentums aussprechen. Hinzu käme, daß gerade in Der Demokratie das Berufsbeamtentum weit nötiger sei als in Der Monarchie: Denn in Der Demokratie fei Das Berufsbeamtentum Der ruhenDe Pol in Der Erscheinungen Flucht. WürDe man statt Der Beamten Angestellte beschäftigen, so würDe man ihnen Das Streik- recht, Das Die Beamten nicht hätten, nicht versagen können. Bei einem Streik aber z. B. Der Verkehrs« betriebe, also auch Der Post, würDe Der gesamte Verkehr still liegen, woraus Der Wirtschaft ungeheuerer Schaben erwachsen könne. Man müsse aber auch erwarten. Daß Die Berufsbeamten Der Wirtschaft, Dem ehrbaren Kaufmann VerstänDnis entgegenbrächten. Die Berufsbcamten könnten nicht bestehen ohne eine gesunDe Wirtschaft, aber anDerer- seits könnte eine gesunDe Wirtschaft nur entstehen und sich entwickeln auf Der GrunDlage eines gesicherten, reDlichen Berufsbeamtentums. — Es rour- Den Entschließungen angenommen, in denen Beseitigung von Härten für die obere Postbeamtenschaft gefordert wurde. Zum 1. Vorsitzenden wurde Oberpostinspektor Schneider (Berlin) roieDcrge- wählt, zum zweiten und Dritten Vorsitzenden Ober- telegraphensekretär Haß (Berlin) unD Postamtmann' Looß (Berlin).
Sie Ursache des Eisenbahnunglücks bei Reichelsdorf.
Die Reichsbahnverwaltung teilt mit: Die Auf- räurnun'gsarbeiten bei Reichelsborf sink) soweit fortgeschritten, baß bas Gleis München—Nürnberg bereits wieder befahren wirb. Doppelgleisiger Betrieb wirb erst im Laufe bes morgigen Tages möglich fein, da bie Beseitigung ber Lokomotiven erhebliche Schwierigkeiten bereitet. Als Ursache des Unfalls ist zu bezeichnen Dor* schrif tswidrige Fahrbien st leitung unb Gebers ähren bes Haltezeigers bes Ausfahrtsignals durch ben O-Zug 39 ohne ausbrücklichen besonderen Befehl. Ob unb welches Maß von Verschulden Die beteiligten Bediensteten trifft, wirb bie bereits eingeleitete gerichtliche ülntersuchung ergeben.
30 Todesopfer der Pulverexplofion bei Vvulogna.
Heber Die Pulverexplofion bei Boulogna werden furchtbare Einzelheiten gemeldet. Die erste Explosion ereignete sich in einem kleinen Trockenraum. Ihr folgte nach wenigen Minuten die zweite, bie katastrophale Ver - to üft ungen anrichtete. Mauern und Material wirbelten in Der Luft herum, während dichte Rauchwolken und haushohe Flammen emporstie- gen. Die Arbeiter flüchteten unter furchtbarem Geschrei mit brennenden Kleidern von der Hn- glücksstelle. Ungefähr 200 Meter von der Fabrik entfernt wurde die erste Leiche geborgen, bis zur LlNkenntlichkeit verstümmelt. 50 Meier von Dem Explosionsherd entfernt lag die Leiche eines Fi- '.lanzbeamten. Die traurige Bilanz Der Explosionskatastrophe ergibt 30 Tote und 15 Schwerverletzte. Die elf bisher Vermißten sind ums Leben gekommen. Bei Den Aufräumungsarbeiten fand man nur noch einzelne Glieder Der zerrissenen Körper.
Berlin schließt zwei städtische Erholungsheime.
Der Magistrat hat beschlossen. Die beiden städtischen Erholungsheime AIexisbad im Harz unb Hosterwitz bei Pillnitz mit Rücksicht auf bie geringe Inanspruchnahme durch bie städtischen Beamten unb Ange st eilten zu schließen. Der Betrieb in • Hosterwitz ist bereits am 10. Oktober eingestellt worden. Das Kurhaus I.lexisbad soll Ende Ia- nuar 1930 seine Pforten schließen. Beide Heime sollen möglichst bald verkauft werden.
©woiKtmos. O netter. <j nait> DfdecKt. 9 woiKig. S oedecftl «Rtflert V Sehnte G Graupeln e He&el K Gtwilter,ß)uind$tilic«O-. sehr «icnter Osi .... 6 - .. ..
<en gehen die Temperatur an Die Limen veromdeo Orir mil gleiche^
•wf neeresnii/eau umaertchotien Luftdruck
Wettervoraussage.
Die Störungstätigkeit, die gestern noch herrschte und auch uns Regen brachte, hört allmählich auf. Im Westen und Nordwesten hat starker Luftdruck« anftieg eingesetzt, so daß Die noch über Mitteleuropa lagernden Rcststörungen zur Auffüllung kommen Dürften. Die Durch Die herrschend Druckoerteilung einsetzenDe NorDwestströmung wirD ozeanische Luftwaffen aus höheren Breiten nach Dem FestlanDe verfrachten, Die unter Auflösung Der WolkenDecke nächt- lichen Temperaturrückgang bis in Gefrierpunktsnähe verursacht.
Wettervoraussage für Sonntag: Wolkig mit Aufheiterung, keine oDer nur ganz Der- emzelt geringe Schauer, leichte Nachtfrostgefahr.
Witterung aussichten für Montag: Roch mehr aufheiternDes unD meist trockenes Wetter mit nächtlichem Temperaturrückgang.
Lufttemperaturen am 25. Oktober: mittags 11,3 (3raD Celsius, abends 5,3 Grad: am 26. Oktober: morgens 6 Grad. Maximum 11,4 Grad, Minimum 5,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. Oktober: abends 9,7 Grad: am 26. Oktober: morgens 7,8 Grad Celsius.
* vrauptm. e neoel R Gewitter.©Windstilie-O-. «hf £ massige» Südsüdwest q stürmischer «ordwesl Oft »feile fliegen mit dem Winde. Die oeiden Stationen dienenden Zah-
Ei (onina
vaf
s<> dl
o
o
*0erdeen.
°
Genf- ‘
Nof|
Hör.
0 -
O
■Klient O
Wren-Irs.-
Jng»
Oie Wetterlage.
•70 7
freitaa
25.Oktob. 1929 7h abds
Parts O
q Trankt
^0
K L0-
As dck
Heuchel
Für die
Hin eowle füi r« Dörr hiermit
öe-A oim Sl>Ä 30»'^ BÄ
c ZfÄid" gleich zu Ass ang des E ,ehrzufr r Diese Tatsa bericht des £ Aitsschusses^ laus, unter sonders darge Nicolaus die Zusamm' auherordenl..' bringend JM* Messung de - fci für unser« Ml Änlehcn ein großer Ck sein könne uni Arbeit aller - Sodann beri Vorsitzenden u. -Tanidirektor । des §.nanzaus natürlich beim arbeit und ö einer Doransa von 35COO 2 Schluhrechnun Mark abzus-i nungen aber einen entspre könne der 2 mit rund Dieses durchs nicht nur dad Einnahmen im gesteigerten 1 erhöht hätten, znrückzusühren, tich sparsam g( anschlagssumm hätten. Das 5 allenthalben n men.
Darauf bei nett für de heim für dl rich Voll sü Albrecht s machermeister Empsangsailö Musik- u. Ter jtl für ben ■ triebsoberinsve und ibeleuchtu wurden die 1 sahrungen zus> Archiv nieder ten hier eine richtung eine Cs ist ein Vereins, dah mell und es r'-chtung groi damit die J gen Autzon z: gemacht hat. der Eindruck, schätzen kann, vhne dieses gt der llnmög ich in denen eine
Menschen d°lle hatte dc können ur 3cranfiQ[tunge .^ürgenneiste Mubanshrachi Ausschüssen hr
@1
(2mo iurid), ftattir ^di^ des i günst öerfat Echli


