Ausgabe 
26.7.1929
 
Einzelbild herunterladen

i'

V

»I

)*

V

nungLuftpost") weiterbeförderk. Schluhzeiten: für die Luftpostsendungen in nördlicher Richtung (Kassel usw.) für gewöhnliche Briefe um 12.20 Uhr beim Postamt l (Bahnhofstraße) und 13.10 116r bei der Posthilfsstelle auf dem Flugplatz: für die übrigen Luftpostsendungen um 12.10 Uhr beim Postamt I. Schluhzeiten für die Luftpost­sendungen in südlicher Richtung (Frankfurt a. M. usw.) für gewöhnliche Briefe um 13.40 Uhr beim Postamt I und 14.30 Uhr bei der Posthilss- stelle auf dem Flugplatz: für die übrigen Luft­postsendungen um 13,30 Uhr beim Postamt 1. Die mit der Luftpost beförderten Sendungen erreichen den Bestimmungsort wesentlich früher als gleichzeitig aufgelieferte Sendungen ohne die BezeichnungLuftpost". Mit den ab 1.2uli eingerichteten Reichspostflügen BerlinHanno­verEssen-MühlheimKölnAmsterdam Lon­don und StralsundStockholm sowie mit den zwischenstaatlichen Luftpostverbindungen Bremen HamburgKopenhagenMalmö, Amsterdam- Paris, StockholmHelsingfors, Berlin-Danzig- KönigsbergRigaMoskau, HannoverLeip­zigPrag, BerlinWien, StuttgartZürich- Genf, Frankfurt a. M.SaarbrückenParis, NürnbergPragWienBudapest -Belgrad SofiaKonstantinopel u. a. können Luftpostsen­dungen nach dem Auslande befördert werden.

** Preußisch-Süddeutsche Klassen- lotterte. Die Erneuerung der Lose zur Haupt­klasse, deren Ziehung am 8. August beginnt, hat bis spätestens zum 1. August bei der zuständigen Lotterie-Einnahme zu geschehen; andernfalls er­lischt das Anrecht.

** Der Höhenluf tkurort Hochwald­hausen bei Ilbeshausey im Vogelsberg bietet neuerdings Gelegenheit zu Milch- und Molken- Kuren. Der Ort liegt 500 Meter hoch, in reiner sauerstoffreicher Luft unmittelbar am Oberwald; Höhenlagen bis zu 800 Meter sind in kurzer Zeit bei mäßiger Steigung zu erreichen. (Dgl. die heutige Anzeige.)

** Stahlhelm B. d. F. Man berichtet uns: Die am 10. Juli gegründete Hochschulgruppe Gie­ßen hielt in Anwesenheit einiger Gäste am Diens- tag ihre erste Versammlung ab. Ein Gast berich­tete über die Verhältnisse in den östlichen abge­trennten Gebieten. Eine Reihe neuer Verpflich­tungen wurde vorgenommen. Ein anwesender höherer Führer ermahnte die jungen Mitglieder, über die Ziele des Stahlhelm, besonders das Volksbegehren, in den Ferien aufklärend zu wir­ken. In Göttingen ist das Corps im Kösener S. C.Saxonia" geschlossen der dortigen Hoch­schulgruppe beigetreten. 9n München hat der , Stahlhelm nach dem letzten Reichssrontsoldatentag einen derartigen Aufschwvng genommen, daß die Hochschulgruppe bis zum Winter Kompaniestärke zu erreichen hofft.

Oberhessen.

La:."kreis (L,-c£>:;i.

. 4= Rüddingshausen, 25. Juli. Der hiesige GesangvereinConcordia" feierte Lieser Tage sein 65. Stiftungsfest. Am Vortage bewegte sich abends ein Fackelzug durch das Dorf, und am Ehrenmal für die Gefallenen wurde eine Gedenkfeier abgehalten, wobei der Vorsitzende des Gesangvereins, W e i ß e n s c e. einen Kranz niederlegte. Auf dem Festplatz richtete der Diri­gent des Vereins. Lehrer Heiß. Worte des Rückblicks und des Ausblicks an die Mitglieder und die übrigen zahlreich erschienenen Ein­wohner. Am folgenden Tage zog unter Beteili­gung der auswärtigen Vereine ein stattlicher Festzug durch den geschmückten Ort. Auf dem Festplatze begrüßte Lehrer Heiß die Teilnehmer, nach einem Gesangsvortrage sprach Fräulein Kern einen Prolog. Pfarrer Thorn (Oden­hausen) wies in seiner Festrede eindringlich auf die ideellen Werte des deutschen Liedes hin. Lehrer Ziegler überbrachte als Vorsitzender des Lumdatal-Sängerbundes, dem der fest­gebende Verein angehört, Grüße und Glück­wünsche. Anschließend wurde von der Festvcr- sammlung die erste Strophe des Deutschland­liedes gesungen. Hierauf überreichte der Dor- itzende an die Ehrenmitglieder Domen d, den rüheren Dirigenten des Vereins, und Altbürger- neister Braun Ehrenurkunden. Fräulein Faul- t i ch überreichte eine von den Jungfrauen ge- tiftete Fahnenschleife, die von Heinrich K r u g als dem Bannerträger mit Dankesworten über­nommen wurde. Rach den Vorträgen der Gast­vereine setzte ein fröhliches Volkstreiben auf KKUUNL'

Vornan von Edgar Wallace.

37. Fortsetzung Nachdruck verboten.

Ich versichere Ihnen, Mr. Holt," sagte der Doktor ernsthaft,daß ich niemals nach Ihnen geschickt oder mich in irgendeiner Weise mit Ihnen in Verbindung gesetzt habe. Ich habe den Portier weggeschickt, um mir etwas zu besorgen, und dann fiel mir ein, daß ich nicht eine Zigarette hatte und ließ dummerweise das große Haus un­bewacht. Sie sind doch nicht in den falschen Aus­zug gestiegen?"

Ein langsames Lächeln erschien auf Larrys Gesicht.

Das habe ich, glaube ich, getan," sagte er. Allmächtiger Gott!" stammelte der Doktor.

Sie hätten sich das Genick brechen können." Ich bin mir immer noch nicht klar, was eigentlich passiert ist," sagte Larry.

Es ist ja nur ein Aufzug in Betrieb," er­klärte der Doktor.Irgend etwas an den Mo­toren ist in Unordnung geraten, und wir lassen sie jetzt im Gleichgewicht laufen. Ich will damit sagen, daß ein Aufzug hoch geht, wenn der andere nach unten kommt. Außerdem haben die Arbeiter von dem morgigen Sonntag profitiert, wo der Fahrstuhl sowieso nicht benutzt wird, und angefangen, den Boden des Aufzugs Rümmer 2, der sehr schadhaft war, auszubessern und"

Und haben ein paar Bogen Papier und Zeugstücke dafür hingelegt, wie ich annehme," war Larrys unhöfliche Antwort, und er war sich dessen völlig bewußt.Auf jeden Fall fahre ich jetzt nach oben!" und stieg mit Dr. Iudd in den zweiten Aufzug.

In halber Höhe trafen sie mit Harvey zu­sammen, der die Treppe herabeilte.

Gott sei Dank, daß Sie nicht verletzt sind," sagte dieser.

Larry schüttelte den Kopf.

,,Ich konnte kaum drei Meter vom Boden ent­fernt sein, als ich fiel. Cs kam mir ja gar nicht zum Bewußtsein, daß dieser verwünschte Fahr­stuhl ständig nach unten ging, während der liebenswürdige Herr mich von oben bombar­dierte."

dem Festplatze ein, und mit einem Tanz wurde das wohlgelungene und harmonisch verlaufene Fest geschlossen.

Kreis Friedberg.

Wölfersheim, 25. Juli. Zu der un­ter der ÜberschriftBlitzschlag in die Wölfersheimer Transformatoren- station" am 19. d. M. veröffentlichten Mel­dung wird uns vom Ueberlandwerk Oberhessen in Friedberg folgendes mitgeteilt: Der Blitz­

schlag traf nicht die im Kraftwerk Wölfersheim eingebaute Transformatorenstation, sondern schlug in eine der Fernleitungen ein und setzte dabei einen 1200-KVA-Transformator in Brand. Dieser ist vollständig ausgebrannt. Von einem Brand von Oelfässern ist nichts bekannt. Der Brand konnte in einer Viertelstunde gelöscht werden. Beschädigungen an Akkumulatoren sind nicht vorgekommen, da die Station keine Akku­mulatoren verwendet.

Tumen, Sport und Spiel.

Statistisches von derDeutschenTurnerschast.

Der Turngau Hessen.

(Eigener Bericht desGieß. Anz.")

Die Deutsche Turnerschaft besitzt nach den neuesten statistischen Erhebungen einen Be- stand von 1 618 7 9 2 Mitgliedern. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist bei den Männern ein kleiner Rückgang von Mitgliedern, bet den Frauen hingegen eine Zunahme einge­treten. Der Mitgliederbestand verteilt sich auf die einzelnen Gruppen folgendermaßen: 732150 Män- ner, 100 934 Frauen: 304 643 männliche Jugend im Alter von 15 bis 21 Jahren, 133 463 weibliche Jugend in dem gleichen Alter; 197 560 Knaben, 149 821 Mädchen. x

An Vereinen umfaßt die D. T. heute 12 863 an 11 120 Orten. Von den 18 Turnkreisen weist nach wie vor der Turnkreis Sachsen mit 270 028 Mit­gliedern den größten Bestand auf. Dann folgen Mittelrhein, Bayern, Thüringen und Bran­denburg. Die Übrigen Kreise haben weniger als 100 000 Mitglieder.

Der Kreis9 (Mittelrhein) ist mit 192 552 Mitgliedern, die sich auf 2 6 Gaue verteilen, der zweitgrößte Teil ter D. T. Zu ihm gehören das Saarland und ein großer Teil des besetzten Gebiets zwischen Rhein und Mosel. Der Kreis umfaßt 1563 Vereine, von denen 347 über eigene Turnhallen, 487 über eigene Turn- und Spielplätze verfügen. Gelegenheit zum Schwimmen haben im Sommer 667, im Winter 85 Vereine. Vereinsbüchereien sind von 223 Vereinen eingerichtet.

Innerhalb des M i tt e lr h e i n kr e i s e s hat unser Heimatgau

Hessen

räumlich die größte Ausdehnung. Auch hinsichtlich der Zahl der Vereine steht er an erster Stelle im Kreis. 163 Turnvereine im darmstädtischen Oberhessen und in den althessischen Gebiets­teilen Preußens zählen in sechs Bezirken zu unse­rem Heimatgau. An zweiter Stelle im Kreis folgt der räumlich eng begrenzte Gau Rheinhessen mit 159 Vereinen. rt

Hinsichtlich ter Zahl ter Mitglieder marschiert im Mittelrheinkreis Rheinhessen mit 23 662 (da­von 20100 beitragspflichtig) an der Spitze ter 26 Gaue. An zweiter Stelle folgt der Gau Saar- Dlies, und den dritten Platz nimmt unser Heirnat- gau Hessen -»in. Er zählt 1 5647 Mitglie­der, wovon 12 607 steuerpflichtig sind.

Die Zahl ter Mitglieder im Hessengau verteilt sich wie folgt: Dereinsangehörige bis zum voll­endeten 14. Lebensjahre: Knaben 1966, Mädchen 1074; vom begonnenen 15. bis zum vollendeten 21. Lebensjahre: männlich 3211, weiblich 895: vom begonnenen 22. Lebensjahre und darüber: männlich 7893, weiblich 608.

27 Vereine des Gaues Hessen haben eigene Turnhallen, 26 eigene Turn- und Spielplätze; 20 verfügen über Büchereien. Schwimmgelegen­heit ist im Sommer 73, im Winter 8 Vereinen geboten.

Folgende Vereine des Gaues Hessen zählen über 300 beitragspflichtige Mitglieder: Tv. 1860 Dad-Rauheim (794); Tv. 1 846 Gießen (724), Tv. Wetzlar (696), T. u. Spv. Marburg (532), Tgm. Friedberg (502), T. u. Spv. Butz­bach (485), Tv. Lauterbach (464), Mtv Gießen (443), Tv. Ridda (336), Tv. Als­feld (310). Als die stärksten Landvereine des Gaues verzeichnet die Statistik: Tv. Heuchel­heim (271) und Tv. Drohen-Linden (254).

Lehrreich ist es, den Mitglieterstand ter Vereine mit der Einwohnerzahl ter betreffen­den Vereinsorte zu vergleichen. Obenan dürfte

wohl Ridda stehen, das im Verhältnis zur Gesamteinwohnerzahl die größte Zahl von Tur­nern im Gau zählt. Demgegenüber melden andere oberhessische und auch kurhessische Städte, die so groß sind wie Ridda oder gar noch mehr Einwohner zählen, auffallend niedrige Turner­zahlen, zum Teil nicht halb so viel.

Die Rachbargaue des Turngaues Hessen sind die Gaue Lahn-Dill und Kinzig. Da beite in das Verbreitungsgebiet desGießener Anz." übergreifen, seien auch von ihnen noch kurz die zufammenfassenden Zahlen angegeben: Der Gau Lahn-Dill, räumlich auch sehr stark aus­gedehnt wie unser Hessengau, zählt in 105 Ver­einen 6748 Dereinsangehörige, wovon 5908 steuerpflichtig, lieber 300 beitragspflichtige Mit­glieder zählen nur Tv. Limburg (396), Tv. 1875 Bad Ems (360), Tv. Dillenburg (320), Tv. Herborn (304), mit Zahlen also, die bei weitem nicht heranreichen an die Turnerzahlen der entsprechenden oberhessischen Städte.

Der Gau Kinzig hat 51 Vereine mit zu­sammen 3748 Mitgliedern (3155 beitragspflichtig), lieber 300 Turner weifen nur die folgenden Vereinsorte auf: Gelnhausen (357 in 2 Vereinen), Büdingen (354 in 2 Vereinen), Schlüchtern (305). -d.

23. Rhöniurnfeft.

- Das 2 3. reichsosfene Rhönturnfest auf der 950 Meter hohen Wasserkuppe konnte sich diesmal gegen alles Herkommen bei herrlichstem Sommerwetter abwickeln. Etwa 200 Wetturner waren zu den volkstümlichen Wettkämpfen ange­treten. Gut war neben dem heimischen Oberweser­kreis vor allem der Miltelrheinkreis ver­treten. Das gute Wetter ließ durchweg beachtens- werte Leistungen erreichen. So lief Pontow, Tgm. Fulda, die 100-Meter in 11,2 Sekun- den, eine auf der Wasserkuppe noch nie gelaufene Zeit. Schall, Tv. 1860 Frankfurt a. M., und I a - t obs, T.- u.Fechtklub Fulda, sprangen 6,80 Me­ter weit; Jakobs erzielte ferner beim Hoch - sprung 1,75 Meter, und Schall warf die Kugel über 11 Meter. Die 4 X 1 0 0 - M e t e r - S t a f f e l um den Wanderpreis des preußischen Kultus- Ministers konnte mit 49,4 Sekunden die Tgm. 1848 Fulda gegen T.- u. Fechtklub Fulda und Polizei- verein Hann.-Münden erringen

Aus den einzelnen Wettkämpfen nennen wir die ersten Sieger:

23 ie r ta m pf (Ob erftufe): Ehrenfieger Schall, Tv. 1860 Frankfurt a. M., 97 P.; 1. Sieger Jakobs, T.- u. Fechtklub Fulda, 92 P.; 2. Neudecker, T. u. Spv. Klein-Auheim, 85 P.; 3. Weingärtner, Pol.- Tv. Hann.-Münden, 84 P.; 4. Voltz, Tv. 1860 Bad-Nauheim, 79 P.; 11. Roth, Tv. 1860 Bad-Nauheim.

Dreikampf (Unterstuf e): 1. Hertinger, Tv. 1860 Aschaffenburg, 103 P.; 2. Ortwein, Aufbauschule Fulda 96 P.; 3. Langenohl, Tv. Heuchelheim bei Gießen, 93 P.; 9. Gesing, To. Schlitz, 79 P.

Alters turnen (Klaffe 1): 1. Sieg Köffer- lein, Tv. 1863 Aschaffenburg-Damm, 71 P. Klasse 2: 1. Bolze, To. 1860 Frankfurt a. M., 52 P.

Knabenturnen: 1. Schleicher, Tv. Dieters- hausen, 57 P.

56. Gauturnfest des Gaues Hessen O.T.

--- 3m Bericht über das 56. Gauturnfest in ter Dienstagnummer ist zu berichtigen:

Die 4-mal-100-Meter-Stafsel wurde von Turnern, nicht von Turnerinnen bestrit­ten. Ergebnis: 1. Mtv. Gießen: 2. Tv. Als­feld: 3. T. u. Spv. Haina.

Ergänzend nachzutragen ist bei den Dolks- turnmeisterschaften: Weitsprung: 4. Sieg Hans Steines, Mtv. Gießen (6,50 Meter), ge­meinsam mit H. Rvthermel, Mtv. Gießen.

Hat denn jemand nach.Ihnen geworfen? Es kam mir doch auch so vor, als ob ich ein Stück Eisen auf den Boden des Schachtes auf­schlagen hörte."

Der Auszug ging nur bis zum vierten Stock, und von dort führte eine Treppe bis in die oberste Etage. Als Larry dort ankam sie lag in tiefer Dunkelheit, sand er, daß sein Angreifer, wie er es auch nicht anders erwartet hatte, verschwunden war. Auch den Weg, den dieser genommen hatte, brauchte er nicht lange za suchen. Am Ende des Ganges war in ter Decke ein viereckiger Lichtschein sichtbar, eine Luke war geöffnet, und unter dieser stand eine Leiter.

Ich kann Ihnen wirklich nicht sagen, wie peinlich mir die ganze Angelegenheit ist", sagte Dr. Iudd, als sie mit ihm wieder zusammentrafen.

Er sah ungewöhnlich blaß aus, und seine Stimme schwankte.

Irgendein Narr muß Ihnen einen Streich gespielt haben, ter sehr ernsthafte Folgen hätte haben können. Wie haben Sie es denn fertig­bekommen, daß Sie nicht abstürzten?"

Aber Larry war nicht in der Stimmung, noch weitere Erklärungen zu geben und ließ mit einem kurzenGute Nacht" einen sehr beunruhigten Dr. Iudd zurück.

Harvey , sagte Larry.Ich bin morgen früh um halb zehn im Bureau und möchte, daß Sie mich dort erwarten. Morgen werten wir allen Ernstes mit ter Abrechnung beginnen, und ich hoffe zu Gott, daß heute in acht Tagen das Stuart-Rätsel gelöst sein wird. >

Kleine", sagte Larry Holt am nächsten Morgen in väterlichem und zugleich besorgtem Tone, als er an ter Frühstückstafel saß.In dieser Rächt habe ich ein langes Gebet gesprochen, ein Dankgebet, daß deine Prophezeiung wirk­lich in Erfüllung geht."

Wegen der Gefangennahme ter Bande?" Ungefähr so", sagte er und stand auf.

Gehst du denn ohne mich fort? fragte sie überrascht.

Ja" er zögerte einen AugenblickIch möchte eine kleine Spur untersuchen, die sich möglicherweise zu einer sehr wichtigen ,Fährte entwickeln kann.'

Sie sah ihn zweifelnd an.

Ich kann wohl nicht mitkommen?"

Er schüttelte abwehrend den Kopf.

Rein, diese Arbeit muß ich wirklich ganz allein unternehmen. Ich muß mich im Verlauf meiner Rachforschungen auf jeden Fall einer Gesetzes­übertretung schuldig machen, und ich möchte nicht auch noch dafür verantwortlich gemacht wer­den, dich von dem geraden Wege des Gerechten abgebracht zu haben."

Ich glaube nicht, daß ich mir darüber viel Kopfschmerzen machen würde," sagte Diana lä­chelnd,aber du willst mir eben nicht erzählen, um was es sich hantelt. Das ist doch die ganze Geschichte, nicht war?"

Das hast du aber schnell herausgefunten! Der edle Sunnh wird auf dich aufpassen und dich nach Scotland Bard begleiten bis an die Zähne mit allerhand Mordwaffen gewappnet."

Sunnh errötete verlegen, fand aber sofort seine Unbefangenheit wieder.

Ja, Sir", sagte er.Ich habe gedacht, daß man Ihren Winterüberzieher zum Reinigen schicken müßte."

Was hat denn das in aller Welt damit zu tun, daß Sie Miß Ward nach Scotland Bard begleiten sollen?" fragte Larry erstaunt.

Richts, Sir," war Sunnhs Antwort.Aus­genommen, daß es gegen Rovember sehr kalt sein wird und daß das Reinigen von Mänteln viel Zeit beansprucht."

Rein wirklich," sagte das junge Mädchen lächelnd,Sunny ist sehr häuslich und hat außer­dem über den Ausgang unseres Falles sehr opti­mistische Anschauungen ... Wo führt dich denn diese Fährte hin?" fragte sie.Ich möchte es so gern wissen, falls sie zauderte einen Augenblickfalls du wirklich mal nicht zu­rückkommen solltest."

Meine Fährte führt nach Hampstmd."

Sie seufzte erleichtert auf.

Ich hatte so große Angst, sie würde ganz wo­anders hinführen."

Wenn er sich auch wunderte, warum sie so be­sorgt war, so wollte er doch nicht weiter über dieses Thema sprechen, denn er hatte sie schänd­lich belogen, '- v vs

Handball beim Gauturnfest in Alsfeld.

- Im Verlaufe des 56. Gauturnfestes des Gaues Hessen in Alsfeld wurde auch ein Handball- Werbespiel ausgetragen, das einen spannenden Spielverlauf nahm. Es standen sich gegenüber die 1. Mannschaft desTurnvereinsAlsfeld und eine kombinierte Mannschaft des 2. Gaubezirks (Gießen). Alsfeld konnte gegen die Bezirksmann­schaft nicht aufkommen. Das Spiel endete 7:1 für den 2. Bezirk.

Deutsche Fußballmeisterschaft.

Nachdem am vergangenen Sonntag die dies­jährige leichtathletische Saison mit den deutschen Meisterschaften abgeschlossen hat, folgt am kom­menden Sonntag der Fuhballsport. Sein Höhe­punkt ist das Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft. Spielvereinr- gung Fürth und Hertha-BSC. bestrebten am kommenden Sonntag im Nürnberger Stadion das Schlußspiel. Der Berliner Mei­ster gegen den prominenten Vertreter des süd- teuischen Fußballs! Eine interessante Paarung, die einen spannenden Kampf verspricht. Hertha hat in seinen beiden Spielen gegen den 1. FC« Nürnberg bewiesen, daß sie über ein ausgezeich­netes Können verfügt, daß seine -Mannschaft» den Kampfgeist besitzt, der in entscheidenden Spie­len zumeist den Crsolg bedingt. Aus der anderen' Seite steht Fürth, dessen Spieler in mannigfachen schweren Kämpfen sich eine Routine aneigneten, wie sie wohl nur wenigen deutschen Mann­schaften eigen ist. Es spricht viel für einen Er­folg der Kleebättler, nicht zuletzt die Tatsache,, daß das Spiel in Nürnberg ausgetragen wird. Doch wie bei allen Fußballspielen, ist auch hier jegliche Voraussage verfrüht. Leicht ist es mög­lich, daß kleine Umstände das große Spiel ent* scheidend beeinflussen.

V. f. B. Leichtathletik.

Die Leichtathletik-Abteilung folgt am nächsten Sonntag einer Einladung der Sportgemeinte Hessen" Hersfeld und entsendet drei Aktive und sechs Jugendliche nach dort. Von den Kämpfen der Aktiven bestreitet S P aa r das Speerwerfen in Klasse II und HI. Spaar, ter Anfänger ist und am Sonntag erst zum zweiien- mai an den Start geht, ist sehr gut veranlagt und kann, wenn er feine Trainingsleistunaen wiederholt, auf ein gutes Abschneiden hoffen. ©. Müller läuft die 1500 Meter in Klasse I. Er ist in dieser Saison noch nicht richtig in Form gewesen und wird sich sehr anftr engen müssen, wenn er etwas erreichen will. Max F i e r bestreitet den Weitsprung in Klasse III und die 200 Meter in Klasse I. Von ter Jugend nimmt Gruber am 100-Meter-Lauf, Kugelstoßen und Weitsprung ter Klasse A teil. Rübsarnen hat für die 1500 Meter gemeldet. Beide haben Aussichten auf einen Erfolg. In der Jugendklasse B ist V. f. D. durch Kirch - Heimer, Steuerwald, Hellmeher und Stroh vertreten. Die recht gut eingelaufene Mannschaft sollte in der 4x50-Meter-Staffel ein Wort mitzureden haben. Kirchheimer und Stroh haben außerdem für die 50 Meter, Steuerwald und Hellmeyer für die 200 Meter gemeldet. Auch am Weitsprung beteiligt sich noch Steuer­wald, der in dieser Konkurrenz mit ziemlicher Sicherheit auf einen Platz rechnen kann.

GroßerErfolgGießenerAutomobilisten

Der Auto- und Motorrad-Club Gießen c. D. (A. D. A. C.) errang am vorigen Sonntag bei ter Zielfahrt nach Walteck zum dritten Male den vorn Gau Illb gestifteten Wanderpreis, der damit endgültig in seinen Besitz überging. Ferner wurden eine ganze Anzahl seiner Mitglieder für hervor­ragende sportliche Leistungen mit ter goldenen bzw. silbernen Plakette bedacht.

Sportverein 1928 Garbenteich.

Der kommende Sonntag bringt für Garbenteich ein großes Fußball-Ereignis. Hier stehen sich die erste Mannschaft des hiesigen Sportvereins und die Alten Herren des V.f.B. Gießen in einem Delehrun a sspiel gegenüber. Der Neuling, ter dieses Jahr zum erstenmal um die Punkte ter Derbandsspielserie kämpft, wird ver­suchen, der zur Zeit sehr spielstarken A H.-Mann- schaft eine mindestens gleichwertige Partie zu liefern, nachdem er sich vor einigen Wochen in einem Gesellschaftsspiel auf dem Gießener!

^?ne halbe Stunde nach seinem (Shitreffen im Präsidium verließen zwei nicht zu sauber aus- sehente Männer in der abgetragenen Uniform der Städtischen Gasgesellschaft Scotland Bard durch den Ausgang nach Whitehall und klet­terten auf einen Autobus. Der eine trug eine Tasche mit Werkzeugen. Ungefähr eine Diertel- meile vor ihrem Bestimmungsort stiegen sie auS und gingen langsam zu Fuß weiter, bis sie stehenblieben und sich das Haus betrachteten, in dem nach Larrys Meinung die Aufklärung von ©orten Stuarts Tod zu finden war.

Es war ein Haus von ganz ungewöhnlichem Aussehen, kahl und finster, mit wenigen, ater stark vergitterten Fenstern.

Der Mann, der den Plan für dieses Haus entworfen hat, muß angenommen haben, daß es ein Gefängnis werden sollte," sagte Harvey.

Vielleicht hat er das auch gedacht," erwiderte Larry.Harvey, wenn das wahr ist, was uns ter blinde Lew erzählt hat, dann sind wir jetzt am Ende unserer Jagd angelangt.

Aber das soll doch nur eine gewöhnliche Durchsuchung sein," sagte Harvey verblüfft. Glauben Sie wirklich, daß Sie mit dieser ein­maligen Haussuchung den ganzen Fall been­digen werten?"

Larry nickte.

Wenn ich dies Haus betrete, mache ich jeden Traum, den ich in dieser Sache geträumt, jede Theorie, die ich mir auf gebaut habe, zur Wirk­lichkeit. Ich stehe oder falle mit dem heutigen Ergebnis."

Weih denn Miß Ward begann Harvey dreist.

Das ist das einzige, was sie nicht weiß.' lächelte Larry, schritt über die Straße, flieg die wenigen Stufen zur Haustür empor und läutete.

Die Tür wurde von einem Diener geöffnet, der sie nach wenigen scharfen und herrischen Worten Larrys in die Vorhalle einlieh.

Vergessen Sie nicht, daß unser Besuch ge* heim bleiben muh," sagte Larry.

Sie können sich auf mich verlassen, Mr. Holt, antwortete ter Mann, dessen Gesicht beim An* blick Larrys eine krankhafte, grünweihe Farbe angenommen hatte.

(Fortsetzung folgt).

issur 8°""

Menden Ar

Publikum!

Jjoltl freitn^ »

kch

& 3«"s

greifen. , besonderer Baunorm Wert hab^ per

Leo 6on l

SpM-oe-le.

Die fehe^^ * l

I I 1

I

I i komm tag, 2 Sams

wS!