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18 Sarbenteich.

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Waldsportplah mit 5:4 Toren geschlagen bekennen mußte. Das Spiel steht unter der Leitung zweier Schiedsrichter.

Polytechnikum Friedberg beim Rhön-Segelflugwettbewerb.

Die Fliegergruppe am Polytechni­kum Friedberg beteiligt sich in diesem Jahre ausschließlich an den Segelflugwellbewerben auf der Rhön, und zwar mit insgesamt drei Maschinen. Ein einfaches Schulflugzeug vom Typ ..Zögling" und die erprobteFriedberg" (einPrüfling'-Typ) sind zu dem von Anfang August bis Ende September sich erstreckenden S ch u l u n g s Wettbewerb gemel­det. In den schon begonnenen L e ist u n g s Wett­bewerb wird die Fliegergruppe am Polytechnikum Friedberg mit der neuerbauten ,^)berhessen ein­greifen. DieOberhefsen" ist eine Neukonstruktion besonderer Art; sie zeigt eine von der bisherigen Baunorm abweichende Form. Außerordentlichen Wert haben die beiden Stonftrutteure, Dr. Kup- p e r (von Prof. Junkers Flugzeugbau) und Wilh. Leo Conrad (techn. Leiter der Fliegergruppe). auf äußerste Gewichtsersparnis gelegt. DieOber- Hessen" ist eine freitragende Maschine mit 17 Meter Spannweite.

' Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen wird Großstadt?

Wie erwartet, ersolgte drei Tage nach Ein­sehen des heißen Wetters ein Mahnruf des

Wasserwerks zur Sparsamkeit mit dem köstlichen, teuren Olafe. Frankfurt a. M. hat zu gleicher Stunde bekanntgegeben, daß reichlich Wasser zur Verfügung stehe und der Verbrauch keiner Ein- fchränlung unterliege. Dort hatte man sogar Wasser, um die durch den harten Winterfrost geschädigten, nunmehr im zweiten Säst absterben­den Alleebäume stark zu wässern (was vielleicht auch bei den viel zu stark gestutzten Robinien in der Plockstrahe noch zum Ziel geführt hätte). 3n Gießen gibt man manchen Gartenbesitzern Wasserleitung, verbietet aber die Benutzung. Das hat zur Folge, daß sich die Betroffenen zum Wort melden und statt dessen Einschränkung des Badens und Schließung des Dolksbates ver­langen. Das Baden ist aber ebenso eine Forde­rung der Hygiene, wie das Gemüseessen, der Vorschlag daher ebenso abzulehnen, wie der an die Gartenbesitzer gerichtete.

Don Straßensprengung hat man in den Tagen der Hitzewelle leider wenig bemerkt. Hier hätte es doch wohl nahe gelegen, mit den neuen Sprengwagen, welche ja darauf eingerichtet sein sollen, Wasser aus der Lahn zu entnehmen. Was aber war zu beobachten? Städtische Ar­beiter, welche die Bürgersteige an der alten Bürgermeisterei sprengten, begaben sich mit ihrer Kanne in die Lonystrahe (Eingang Gartenstraße), um nicht etwa aus der Wieseck, sondern aus einem eigens dort zu diesem Zweck mit Steig­rohr versehenen Hydranten Wasser zu ent­nehmen.

Ob auch an dem etappenweisen Einsetzen der Feuerwehr bei dem Brand in dem Gailschen Tonwerk die Erwägung beteiligt war, daß das Wasser knapp ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Jedenfalls kam die zweite Motorspritze erst eine Viertelstunde nach der ersten und ter Alarm setzte erst um eine weitere Viertelstunde später ein. Etwa 3/i Stunden nach der ersten Motor­spritze fuhr das Gros der Feuerwehr auf (es war wohl die Gailfche). Liebrigens habe ich noch nirgends eine so klägliche Sirene gehört, wie die Feuersirene, die mich jedenfalls nicht aus dem Schlaf wecken konnte.

Es scheint, als ob in der Gegend des Brandes keine Hydranten mehr sind. Es ist wohl überhaupt nicht allgemein bekannt, daß es altbewohnte Außenbezirke ter Stadt gibt, die weder Wasser­leitung, noch Kanalisation besitzen, Umstände, die der Fürsorge der Gesundheitsbehörte wert sind.

Es fehlt Gießen leider noch viel auf dem Weg zur Großstadt. Vervollständigung des Wafserleitungs- und Kanalnetzes mit Erschlie­ßung neuer Quellen neben größerer Sauber­keit wäre am wichtigsten. Großzügige Ent­schließungen dürften erleichtert werten im Hin­blick auf die gesteigerten Einnahmen, welche in Anbetracht der hohen Wasser- und Kanalgebüh- ren erwachsen uitb eine gewisse Verzinsung des Anlagekapitals sichern.

Es wächst Gemüse, Daum und Gras Wohl üppig mit des Wassers Raß: Jedoch es darf ja nicht mehr sein; Das Wasserwerk schreit: OleinI Olein! Olein! Man löscht mit Wasser alle Brände, Wenn srüh genug Alarm ertönte.

Willst du dich baden frisch und rein, Geh' stets nur in die Lahn hinein Und nimm zum Trinken Bier und Wein, Dann sagt das Wasserwerk nichtnein.

Dr.....r.

Warum keine Kaufgraber?

Seit einer langen Reihe von Jahren hatte die Stadt Gießen auf ihren Friedhöfen die Ein­richtung getroffen, daß im Bedarfsfälle an be­vorzugten Stellen Kaufgräber (sog. Cinsassungs- gräber) abgegeben wurden, die, nebenbei be­merkt, sehr begehrt waren. Zur Zeit gibt nur die Friedhofsordnung davon Kunde, in Wirk­lichkeit sind keine mehr da. Warum? fragt daS Publikum. Es ist btxb eine ganz schöne Ein­nahmequelle für die Stadt. Hoffentlich genügen diese Zeilen, daß solche Gräber wieder zu haben sind._______________Mehrere Gießener Bürger.

Verantwortlich für Politik: i. V. Ernst Blumschein.

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