Wirtschaft.
DersteisterGeldmarkt.
Wenn in der vorigen Woche noch von dem Dorliegen einer großen Geldabundanz gesprochen werden tonn le, so haben sich mit dem Eintritt des Medio und damit in der abgelaufenen Be- richtswoche die Vorhältnijse fejr verändert. 2ln die Stelle der Geldfülle ist eine über die Anforderungen des Medio hinausge^enae Verknappung desGeldmarktes getreten. Der Sah für Tagesgeld stieg aus 7'/- Prozent, unter diesem Sah war Geld kaum zu Haden. 2lm Privatdistontmarkt muhte eine mehr.nalige <Sr.vo)ung des Satzes bis auf 6 Prozent vorg.nonimen werden. Auffällig ist. dah die Leichsbank sich am Pri- vatdiskontrnorkt nur wen'g betätigt hat, was wohl einerseits mit Aufsicht auf die derzeitige für sie etwas angespann.e Devisenlage, anderseits auf die neue Schahwechselemission des Deiches zurüclzuführen ist. An sich würde sich die übliche Medioversteifung am Geldmarkt nicht so stark ausgcwirkt haben, wenn nicht gleichzeitig der Abfluß von Auslandgeldern weiter zugenommen hätte, so dah sich erst jeht die Auswirkungen der Londoner Diskonterhöhung am deutschen Geldmarkt stärker bemerkbar machen. Wir hatten bereits bei Desprechung des ReichSbankau5weises vom 15. Februar auf die Besonderheiten der De- visenbcwegung und insolgedessen auf dem Devisenkonto der Aeichsbank hingew'.esen und dabei festgestellt, dah die Devisenposition der Deichsbank unter Einrechnung der unsichtbaren Devisenreserven gegenwärtig recht schwach ist. Allerdings hat gerade in neuester ■Seit ein neuer Zustrom von A^slandgeldern aus letzthin abgeschlossenen Auslandanleisen — es sei an die Anleihe der Harpener Bergbaugesellschast und der Berliner E ekirizi'.ätswerie erinnert, die allein einen Betrag von 10) Mi Honen Mk. aus- machen —. eingeseht, so dah sich die Devisenlage etwas bessern konnte. Aber In Anbetracht der Düclzahlungen an das Aus'and muh die De- visenan'age nach wie vor als prekär bezeichnet werden. Die Deichsbank ist selbstverständlich in der Lage, selbst Goldabgaben. wenn sie nötig sind, vorzunehmcn. da ihr Goldbestand ein recht hoher ist. Man muh auch bedenken, dah das Mittel der Diskonterhöhung zwecks Abwendung von Gold- abslüssen in Anbetracht der gegenwärtigen Kon- junklurlage nicht am P'ahe ist. zumal etwa auf- trelende Goldabs üsse nur vorübergehender Datur sein würden. Vollkommen ungeklärt sind noch immer die Geldverhältnisse in Amerika, auch London nimmt eine durchaus abwartende Haltung ein. So erwünscht an sich dem Bunoes- reserveboard die Erhöhung der Deuyorkor De- diskontrale zwecks Eindämmung der Dörsenkre- dite als wirksamste Maßnahme wäre, so zögert es doch mit einer solchen, weil sie gleichzeitig auch für Handel und Industrie den Kredit verteuern würde. Außerdem will man anscheinend die volle A swirkrmg der englisch?» Dislonlerhöh mg. die noch nicht eingetreten ist, abwarten. Man hofft in Amerika, im allgemeinen ohne eine Steigerung des Diskontsatzes au^zukommen. um der Schwierigkeiten des dortigen Geldmarktes Herr zu werden. Allerdings deuten die offenen Geldmärkte auf das Gegenteil und damit auf die ungelösten .Geldverhältnisse in Amerika hin. was auch auf den deutschen Geldmarkt seinen Einfluß nicht ver- sehlt.
* Kalkgewinnung bet Oppenheim. 3n der letzten Zeit haben zwischen D'.erstein und Oppenheim die Firmen Diersteiner Kalkwerke und Dykcrhosf & Widmann QL-®, Wiesbaden-Biebrich große Parzellen Weinberggelände gekauft, die hinter den jetzigen Steinbrüchen liegen. Für die Weinberge wurden zum Teil sehr hohe Preise bezahlt, die zwischen 15 und 40 ML für ein Klafter (= 6.75 qm) schwank en. Das gesamte hier zu gewinnende Gestein w'rd zu Zement verarbeitet Wertzen. Wie ncrla/tct, sollen die Firmen bereits große Lieferaufträge haben. Die Trucharbeiten tür'ten in diesem Früh ahr begonnen werden. Das Gestein wird nach Hnteriunne- lung der großen Dheinstrahe Mainz—Worms und der Bahnstrecke Mainz—Worms im Oppenheimer Hafen verladen werden.
* Deutsche Bank. Die Dilanzsitzung der Deutschen Dank findet am 6. März statt. Es dürf e vorauss' 't.ich dieselbe Dividende wie im Do.jabre (10 Prozent vorgeschl-'gen werden.
* Odenwälder Hartstein-Industrie A.-G., Darmstadt. Dach Mitt.ilung der Verwaltung ist infolge des andauernd ungünstigen Gcschäf^sga -geS eine DiÜdendenreduktion zu erwarten (L V. 10 Prozent Di übende).
" FuchsWaggonfabrikA-G. Heidelberg. Aus der Tagesordnung d.r gestrigem a-ßero-de tl che.i Generalversammlung stand ledig
lich die Mitteilung über den Verlust von mehr als der Hälfte des A.t'.enkapitals. Der Au sicht.rais- Vorsitzende, Ta.kdi.ektor 3 anher, Mannheim, machte dazu Ausführungen, die nochmals auf d.e Entwicklung der Zahlungs.chw Irrigkeiten bei dem Unternehmen kurz eing.ngen, unb erwähnte den kür l.chen QZergle.chsvor ch ag mit dem Verzicht der G.äubigec auf 50 Prozent ihrer Fordrrungen. Allerdings >ei hierbei Voraussetzung, daß es der Firma gelänge, den von der Stadt Heidelberg erbe enen we tr.em K e it von >» ne. Will on War. zu bekommen, und daß es ferner möglich sein werde, durch neue ALirnausgabe weiter»» Mittel zu erhol en. Eine neue außerordentliche Gmeral- versammlung soll auf den 2l.Würz einberufen werden, der die Zusammenlegung der Vorzugsaktien A und der S.ammalt.en im Drrhäst..is 10:1. der Vorzugsaktien B im Derhällnis 5:1. ferner die Umwandlung beider Vorzugsaktiem- ga tun gen in Stammaktien, sowie Wie'ererhöhung des Aktienkapitals um bis zu Ich Mill. Mark vorgesch'aze.i werden. Verhandlungen liefen d:r ilc&crnajme neuer Qlftien le e.t im Gang». Auch seien einige Interessen.en g» unden, die einen be- stimmien D t ag des neuem Kapitals übernehmen wollen. Es sei zu hoffen, daß die Darlehensverhandlungen mit der Stadt Heidelberg zu einem guten Ende führen und die weitere Sanierung gelingen werde.
,vrarrk?urter Börse
F r a n k f u r t, 26. Febr. (Eigener Drahtbericht des .Gieß. Anz.") Tendenz: zurückhaltend. — Die freundliche Stimmung der gestrigen Olbendbörse konnte sich zu Deginn des heutigen offiziellen Marktes nicht forksetzen. Obwohl der gestrige Prämiene.k ärungsiag gatt überwunden wurde, zeigte die Spekulation große Zurückhaltung und die Tendenz neigte ejer nach unten. Zur allgemeinen Verstimmung trugen vor allem die weiter bestehende Order ursigkeit und der uneinheitiich-e Der'aus 6*r gestr'grn Deuhor- ter Dörse bei. Material kam jedoch nur in sehr geringem Umfange an den Markt, so daß bei der Ausnahmeunlust die Kursverändcrungen klein blieben. Trotz des morgigen Zahltages nahm das Publikum kaum mehr Verkäufe vor. Gegenüber der gestrigen Olbendbörse gingen die Verluste kaum über 1 Prozent hinaus. Dur am Kalimarkt waren Aschersleben mit minus 4,5 Prozent stärker gedrückt. 2,4 Prozent schwächer lagen am Elektromarkt Schuckert, A. E. G. zirka 1,5 Prozent, Licht und Kraft und Siemens je ein Prozent. Dei geringen Umsätzen blieb das Geschäft klein. Für Goldschmidt bestand mit plus 1 Prozent einiges Interesse. Der Wontanmarkt zeigte weiter eine gewisse Widerstandsfähigkeit, doch blieb der Geschäfisumfang auch hier eng begrenzt. Der Gesch stsabs luß des Dorddeutschen Lloyd halte w'iteres Zn..resse für dieses Papier mit plus 2,5 Prozent zur Folge. Hapag dagegen nur kncpu gehalten. Von Dankwerten Dresdener Bank 1 Prozent höher. Dei den übrigen Aktien dieses Mark es betrugen die Verluste nur Bruchteile eines Prozentes. Denten ftilL Don Ausländern Anatolier etwas schwächer. Zolltürken weiter gefragt und gut behauptet. Auch H Verlauf : s r'tt die Sp kulrt'o i zu Ire taten Abgaben, und es traten auf fast allen Märkten erneute Rückgänge bis zu 1 Prozent ein. Behauptet blieben dagegen Schuckert und Dorddeutscher Lloyd. Svenska büßten bis zu 5 Mk. ein. Am Geldmarkt erfuhr Tagesgeld mit 6.5 Prozent eine weitere Verknappung. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.214 250, gegen Pfund 20,4-15, London-Kabel 4,8323, gegen Paris 12ILO, gegen Mailand 92,63, gegen Madrid 31,50, gegen Holland 12,1150.
‘oerliiir Börse.
Berlin, 26. Febr. Die cher freundlichere Stimmung auch des heutigen Vormittagsoerkehrs ging, ebenso wie gestern, an der Börse selbst wieder verloren. Das nach festerem Beginn wieder unregelmäßige Neuyork, das schwächere Paris, die wahrscheinliche Preisgabe eines Teiles des Transfer- scyutzes, die immer noch ausblcibende Entscheidung der Deutschen Dolkcpartei, Gerüchte von einer bevorstehenden Diskonterhöhung in Holland, verstimmten und mahnten zur Zurückhaltung. Wieder lagen bei den Banken nur wenig Orders vor, und das Geschäft blieb daher ä u ß e r st st i l l. Die Spekulation war auf sich angewiesen und wurde unsicher, als sie merkte, daß an einigen Märkten noch Ware herauskam. Ganz war der heute hinzukom- mende Report bei den ersten Notierungen allerdings nicht immer verloren gegangen, die festeren Kurse des Vormittags behaupteten sich aber nicht. Ein Fehlen der Limite trat heute nicht in Erscheinung, da bei den Danken angeblich nur wenig zu tun war. Ein Vergleichen der Kurse mit dem gestrigen Schluß zeigte ohne Berücksichtigung des Repor- les kein einheitliches Bild. Ausgesprochen schwacb lagen Polyphon mit 348 v. H., die vormittags noch
mit 358 umgegangen waren. Auch Kaliaktien verloren teilweise über den Report hinaus. Man sprach hier von Austauschoperationen alter gegen junge Aktien. Chemie Heyden verloren 6v. H., bei ziemlich ftariem Angebot seitens einer Großbank. Man wollte von einer eventuellen Dioidendelosigkeit wissen. Charlottenburger Wasser wurden heute exklusive Dividende notiert. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer behauptet, teilweise etwas befestigt. Psandbriefmarlt geschäftslos. Liquidations- Pfandbriefe und Anteile eher angeboten. Geld war weiter angespannt. Tagesgeld 6 5 bis 8,5 o.H. Die übrigen Sätze blieben unverändert. Im Verlaufe gingen die Kurse ziemlich einheitlich auf allen Märkten 1 bis 2v. H. zurück. Svenska verloren angeblich auf Auslandabgaben 3,50 Mark.
, int ii ■ i' x-.."- 'böric.
Frankfurt a. M., 26. Febr. Der heutige Produktenmarkt verkehrte in ruhiger Haltung. Die schwaderen Auslandnotierungen hatten eine große Zurückhaltung bei den Händlern zur Folge. Das Geschäft bewegte sich daher, und im Zusammenhang mit dem erneut stärkeren Frostwetter in äußerst engen Grenzen. Das Angebot war jedoch weiter sehr gering. Am Futtermittelmarkt bestand für Mais für Futterzwecke weiter lebhafteres Interesse. Auch nahm heute die Landwirtschaft in Roggen- flrie vermehrte Interessenkäufe vor. Das Mehlgeschäft blieb klein und hatte kaum Umsätze zu verzeichnen. Somergerste war in etwas stärkerem Maße angeboten. Es wurden notiert: Weizen 24, Roggen 23,75; Sommergerste für Brauzwecke 24 25 bis 24,50; Hafer, inländischer, 24 50 bis 24,65; Mais (gelb) für Futtcrzwecke 24 25 bis 24,50; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 34 bis 34,75; Roggenmehl 30,75 bis 31.75; W-izenkleie 14 25; Roggen- kleie 15 bis 15,25 Mark. Tendenz: ruhig.
Kunst und Wissenschaft.
Der neue Frankfurter Opernintendant.
Wie aus Breslau gemeldet wird, hat der Verwaltungsrat der Breslauer Stadtthcatsr- G. m. b. H. beschlossen, dem Anträge des Intendanten, Professor T u r n a u , auf Entlassung aus seinen vertraglichen Verpflichtungen mit Ende dieser Spielzeit zu entsprechen, um ihm die Annahme seiner Berufung nach Frankfurt a.M. als Intendant zu ermöglichen. Auch die städtische Theaterdeputation in Breslau hat dem Ausscheiden des Intendanten zugestimmt. Professor Turnau wird am 1. August sein Frankfurter Amt antreten.
„3m We e r nichts Neues."
Von dem Kriegsbuche „3 m Westen nichts Neues" von Erich Maria Demarque, das kürzlich im .Gieß Anz." ausführlich besprochen wurde, sind jetzt, wenige Wochen nach dem Erscheinen, bereits mehr als 100 OOO Exemplare abgeseht.
Eia neuer Dowan von Clara Diebig.
„Sie mit öen tausend K i n dem" nennt sich der neue Doman von Clara Viebig. der demnächst bei der Deutschen Veriags-Anstall in Stuttgart zur Ausgabe gelangen wird.
Büchertisch.
— Die Alttestarnentliche Wissenschaft in ihren wichtigsten Ergebnissen. Von Professor D. D. Kitte'. Fünfte auf8 neue durchgearbeitete Auflage. Mit 14 Tafeln und 21 Abbildungen im Text. 3n Leinenband 6,80 Wk. Verlag von Quelle & Meyer in, Leipzig (32). — Dieses Werk, das ein ungemein reiches Material umsch.ießt, vermittelt in verständlicher Form die Grundzüge alles dessen, was die alttestamentliche Forschung zutage gefördert hat, und was durch Ausgrabungen seine Bestätigung oder Erweiterung findet. Was uns das Alte Testament überliefert, wird in diesem Buche gesichtet, auf seine historische Glaubwürdigkeit oder seinen legenden- und sagenhaften Charakter geprüft. Forschungen an Ort und Stelle, Literarkritik und Deliglonsgeschichte liefern die Mittel, die dem Verfasser seine kritische Darstellung ermöglichen. Und so bart der Verfasser Stein aus Stein und gibt seinem Leser einen Urberblick ület die gesicherten Ergebnisse alttestamrntlicher Wissenschaft.
— Albert H. Dausch: Märchen unter Palmen. Declams Univer'albiblioihek Dr. 6932. Geh. 40 Pf., g-5. 80 Pf. (823). — Diese beiden wundervollen, farbenprunkenden Wlirchen. Schöpfungen einer der echtesten Dichter die'-rr Zeit, haben den Süden zum Schauplatz. Sie fügen sich denkbar volllommen den Dahmen ein, in die Dausch sie spannt: Daö erste, die bezaubernde Geschieh e der Freundschaft zwi'chen dem Prinzen 3uifuf und dem armen Abdullah (vor einiger Zeit in unserer LInterhaltungsbeilage erschienen), legt der Dichter einem arabischen Märchen
erzähler in den Mund, den er während einer Oasenrast trifft. Das zweite wird während einer mondänen Aoendge e lschaft erzählt; es e.eignet sich im Palermo der Dormannenzeit, i.i das der vertriebene Erbe des by.antinischen Kaise.thror.es gelangt, und das er sich durch seine edle Anmut unterwirft, wo.«; der Dichter die Frage offen läßt, ob es sich um den echten Prinzen oder einen untergeschobenen handelt.
— 3ohn Giäver: Der Unhold. Eine' Erzählung aus der Wildmark des Do.dems. Aus dem Dorwegifchen übertragen un's mit einem . Dachwort versehen von Hermann Döhler. Declams älniv.-Bibl. Dr. 6935. Geheftet 40 Pf., gebunden 80 Pf. (822) — Wer in einsamer Dachr- stunde dies Buch zur Hand nimmt, dem zaubert 3ohn Giäver alle ‘ Wunder und Schrecken der Ari.is in dir Siube: das blutro.e, unhrilver- kündende Brennen das Do-'dllch4rs, sein Kniltern und Dingeln am Himmel als gelbes Geisterband, das unheimliche Krachen und Eisknirschen im Wald, den Schrei der Daubvbgel und das Heulen " der den Mond anbeleirden Wölfe. 3o)n Giäver ist der neue SHllderer des höchsten und geheimsten Dordens. Hermann Döhler hat ijn mit feinfühligem Verständnis für seine Wesensart verdeutscht.
— Deutsche Wirtschaftsgeschichte der Deuzeit. Don Prv.essor Dr. Th. Mayer. Wrssenschast und Bildung. Gebunden 1,80 Mk. f Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig (416). — Mit dem Erscheinen dieses Bandes bringt der Verfasser seine gros.ange egte Deutsche Wirt- scha.tsgefch.chte des Mittc-.alters und der Deuzclt zum Abschluß. Damit ist auf knappstem Daum eine trotz der Fülle des historischen Stoffes klare und übersichtliche Darstellung der ge amten wir tscha strichen Entwicklung Deutschlands gegeben. Der vorliegende Band schildert die kapitalistische Bewegung im 16.3ahrhundert (den Frühlapi- ta.ismus), den Merlanti.ismus des 17. und deS 18. Jahrhunderts mit seinem obrigkeit.ichen Wohlfahrtsstreben sowie den gewaltigen Aufstieg im 19. 3ahrhundert. Alle heute mehr denn je brennenden Fragen sehen wir in ihrer historischen Gntwichlung uni) Bedingtheit au gezeigt, wobei interessante Streiflichter auf die oft ganz andersartige Entwick.ung in außerdeutschen Ländern fallen.
— Hermann Sörgel: Verirrungen und Merkwürdigkeiten im Bauen und Wohnen. 93 Seiten 8° mit 85 Abbildungen. 3. M. Gebhardls Verlag. Leipzig 1929. (736) — Das Buch, das vor allem durch fein gut aus gewähltes Abbildungsmaterial aufk.ävend und erzieherisch zu wirken bestimmt -st, bringt eine Menge interessanten und zum Dachdenken anregenden Stoffes zu einem Thema bei. welches auf den ersten Blick ein wenig ausgefallen erscheint, in seiner historischen wie aZ.ueTIen Bedeutung jedoch durchaus eine zusamrnenfassendr kritische Betrachtung verdient, wie fvr der Verfasser, Rrgierungsbaumeister in München, hier vorlegt. Insbesondere die Kapitel 6 bis 10 des zweiten Teils dürfen der Beachtung auch eines nicht fachlich eingestellten und geschulten Leser- krcises manche Anregung vermitteln und auf bisher kaum beachtete Parallelen — etwa zwischen Architektur und Literatur — aufmerksam machen.
— Schönes Auto-Llnfall-Dapport. Von Kurt 3. Schöne. Verlag von Trommer & Co., Leipzig C 1. Preis kartoniert 3 Ml. (410). — Schönes Aulo-^lnfall-Rappvrt enthält notwendige und wissenswerte Dinge über den Kraftfahrzeugverkehr, die internationalen Verkehrszeichen, die polizeilichen Erkennungszeichen, Fahrt- und Sicherhciisanwcisungen der verschiedenen Länder, Derzichtvordrucke für Mr neh- mer-Gäste u. a., vor allem aber sehr durchgc- dachte Formulare zur Aufnahme der Tatbestandmerkmale, die von Verlehrs-stleberwachungs- organen und allen Beteiligten an Ort und Stelle benutzt werden können, um die Einzelheiten des Unfälle dauernd und beweiskräftig festzuhalten.
— Bücherei für Leibes Übungen: Methodik des Schulturnens in Crund- zügen. Don Direktor Dr. E. Deuendorff. Kartoniert 3 Mk. Turn- und Deckspiele. Don Turn- und Sportlehrer A. Gröger. Kartoniert 2 Mk. Körperschule für das Knaben- turnen an Dolts-, Mittel- und höheren Schulen. Don Turn- und Sportlehrer E. Eick. Kartoniert 3.20 Mk. Derlag von Quelle & Meyer in Leipzig. (468—470). Ein sprechender Beweis für die Vortrefflichkeit der Bücherei für Leibesübungen ist die Tatsache, daß gleichzeitig drei d'.L'er reich ausg^stattLten methodischen Heftchen in neuer Auflage erscheinen. Deuendorff, der Direktor der Landesturnanstalt, nimmt in seiner Methodik in wohltuend frischer Art zu allen brennenden Fragen der Leibesübungen Stellung. Zu einem frisch-fröhlichen Turnen regt Gröger in feinen Turn- und Deckfpielen an, die in allen Schulgattungen durchgesührt werden können.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
Dantnoten
beschlossenen Dividende an. — DeichSbankdislont 6,5 Prozent, Lombardzinsfuß 7,5 Prozent.
Sebi.enmaift Berlin-Frankfurt a M.
Telegraphische Auszahlung.
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Die hinter den Papieren angefühnen Ziffern geben die Höhe der
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Deutsch Tcsterr,ilOOflronen
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