gleichzeitige Beschäftigung recht vieler Schüler. Ferner führten noch vor: Lehrer 3m6c- scheidt, Darmstadt, „Die Anwendung des Stabes in neuzeitlicher Verwendung", Klenk. Bensheim, „Ein Stundenbild aus dem Mädchenturnen", und unter Mitwirkung von Mitgliedern des Hessischen Lehrerturnvereins, „Die Keule in der Körper- und Bewegungsschule", Turnlehrer Görtz. Worms, ebenfalls unter Mitwirkung von Mitgliedern des Vereins ..Körperschule und Leistungsturnen in Gesellschaftsübungen". Großes Interesse brachte man einer Turnstunde des Lehrers Wolf (ilnter- Schmitten) entgegen, der mit seiner Klasse (5. bis 8. SchuljaHr), aus Knaben und Mädchen gemischt, das Turnen einer Landschule zeigte. Sämtliche Darbietungen ernteten reichen Beifall. Sie zeigten den neuesten Stand und die vielgestaltete Möglichkeit der Turnarten.
Anschließend an ein gemeinschaftliches Mittagessen im Gasthaus „Zur Krone" wurden
die geschäftlichen Fragen
erledigt. Roth, Darmstadt, erstattete den Jahresbericht, Frl. Müller, Darmstadt, verlas den Bericht über die letzte Hauptversammlung. Aus dem Rechnungsbericht des Geschäftsführers, Lehrer I m ° b e f ch e i d t, Darmstadt, war zu entnehmen, daß der Verein im letzten Jahre einen Zuschuß aus staatlichen Mitteln von 250 Mark erhalten hat. Der seitherige V o r st a n d wurde einstimmig wiedergewählt und setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Oberreallehrer Roth, Darmstadt, 2. Vorsitzender Professor Becker, Darmstadt, Schriftführerin Frl. Müller, Darmstadt, Rechner Lehrer I m b e s ch e i d, Darmstadt, Turnmart Turnlehrer Klenk, Bensheim. Auf jede Provinz entfallen zwei Beisitzer; es sind dies für Oberhessen Lehrer Wolf, Unter-Schmitten und Rektor Bach, Großen-Linden. Der Verein plant für die nächste Zeit kleinere Kurse in den Kreisen Hessens abzuhalten, um die Lehrer mit den neuesten Bestrebungen des Turnens bekanntzumachen. Schulrat Rausch, Alsfeld begrüßte diesen Plan und wünschte Mitarbeit der dazu berufenen Fachleute, besonders in den Landkreisen. Als Ort für die nächste Hauptversammlung wurde Rüsselsheim bestimmt.
Ein praktisches Beispiel eines Spielnachmit» tags beschloß die Hauptversammlung. Der Vor- sitzende, Roth, Darmstadt, dankte allen Teilnehmern für das rege Interesse, das sie dem Verein und seinen Bestrebungen entgegengekracht hatten, um den Mitarbeitern für ihr unermüdliches Schaffen im Dienste der Turnsache und damit im Dienst für unser Volk. Möchte reicher Segen von der Tagung hinausgehen bis in die abgelegensten Schulen und Turnvereine unseres Heimatlandes!
Ein gemeinsamer Gang nach dem benachbarten Bad Salzhausen und eine Wanderung am Sonntag hinauf auf die Höhen des Dogelsber- g e s, an der sich namentlich die Mitglieder aus Rheinhessen und Starkenburg beteiligten, bildeten den Abschluß der an Anregungen sehr reichen Tagung.
'-muss und Wissenschaft.
Professor Zsigmondy f-
Der Ordinarius für anorganische Chemie an der Universität Göttingen, Professor Dr. Richard Z s i g m o n d y , Nobelpreisträger für Chemie des Jahres 1925, ist einer Berliner Meldung zufolge im Alter von 64 Jahren gestorben.
Richard Zfigmondy ist am 1. April 1865 in Wien geboren. Er promovierte im Jahre 1889 zum Dr. phil., war 1891/92 Assistent am physikalischen Institut in Berlin, 1893 bis 1897 Prioatdozent in Graz und bekleidete seit 1908 eine Professur in Göttingen. Im Jahre 1925 wurde der Gelehrte mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet. Don seinen zahlreichen Publikationen chemischen und technischen Inhalts seien hier nur genannt die Schriften „Zur Erkenntnis der Kolloide" (1905) und das „Lehrbuch der Kolloidchemis" (5. A. 1925 und 1927).
Geheimrat Prof Dr. Wilhelm Busch f.
Im Alter von 68 Jahren verschied der bekannte frühere langjährige Vertreter der mittleren und neueren Geschichte an der Marburger Universität Geh. Vegierungsrat Dr. Wilhelm Dusch, Ehrenbürger der Stadt Marburg.
Donner von Geburt, widmete sich Busch ebenda und in Göttingen dem Studium der Geschichte, besonders bei Prof. W. Maurenbrccher und begann seine akademische Laufbahn im Jahre 1886 als Prioatdozent in Leipzig. Hier wurde er später Extraordinarius, 1893 Ordinarius an der Technischen Hochschule in Dresden, später kam er nach Freiburg i. B. und 1896 nach Tübingen als Vachfolger Dietrich Schäfers. Von 1917 bis zu seiner im April 1929 erfolgten Emeritierung lehrte Busch als Vachfolger von Geheimrat Con
rad Varrentrapp. Wiederholt bekleidete Geheimrat Dusch das Rektorat der Marburger Hochschule, so auch im Jubiläumsjahre 1927. Der Gelehrte gilt als einer der besten Kenner der Dis- marckschen Aera. Hier seien seine Schriften genannt: Dismarck und die politischen Anschauungen in Deutschland 1847 bis 1862 (1896); Die Berliner Märztage von 1848 (1899); Die Beziehungen Frankreichs zu Oesterreich und Italien 1866 bis 1870 (1900); Das deutsche Große Hauptquartier und die Bekämpfung von Paris im Feldzug 1870/71 (1905); Die Kämpfe um Reichs- Verfassung und Kaisertum 1870/71 (1906); Dismarck und sein Vermächtnis (1915 2. Aufl. 1916); Dismarck und Moltke, Politik und Heerführung (1916).
Wirtschaft.
Die Siühuug der Börse.
Die Maßnahmen zur D e s s e r u n g der Börsenverhältnisse wurden in einer Sitzung der in der Berliner Stempelvereinigung zusammengeschlossenen zwölf Banken und Bankfirmen eingehend erörtert. Es herrschte Llebereinstimmung darüber, sich dieser Aufgabe unverzüglich durch praktische Arbeit zu unterziehen. Zu diesem Zweck wurde eine Kommission gewählt, bestehend aus den Herren Theodor Frank, Jakob Goldschmidt, Paul Kempner, Rich. Pohl. Diese Kommission wird durch Mitglieder der Berliner Bedingungsgeme. .schaft-A.-G., der Maklergemeinschaft, sowie der vereinigten Kursmakler erweitert werden. Sie wird in gemeinschaftlicher Beratung Vorschläge ausarbeiten, welche in Fühlungnahme mit den zuständigen Organisationen des Bankgewerbes, sowie den Organen der Börse und der Vegierung zur Durchführung gelangen sollen. Im Anschluß hieran bildeten die zwölf Firmen der Stempelvereinigung unter Beteiligung der Dankfirmen Simon Hirschland, Essen, A. Levy, Köln, S. Oppenheim jun., Köln, M. M. Warburg & Co., Hamburg, ein Konsortium, dessen Aufgabe cs ist, in gemeinschaftlicher Weise an der Börse durch Intervention einzugreifen.
Beibehaltung
des 8 proz. Pfandbrieftyps.
Der Realkredit-Ausschuß des Verbandes öffent* lich-rechtlicher Kreditanstalten hat sich in seiner gestrigen Sitzung mit der Lage des Kapitalmarktes befaßt und auch zur Frage einer Erböhung des Nominalzinsfußes von Pfandbriefen und Kommunalfchuldverschreibungcn Stellung genommen. Der Ausschuß kam einstimmig zu der Auffassung, daß eine Emission höher verzinslicher Pfandbriefe und Komin u n a l o b l i g a t i o n c n sowohl im Interesse des Kapitalmarktes, als auch im Interesse der Darlehensnehmer unerwünscht ist. Der Pfandbriefkredit würde hierdurch verteuert, das Kursniveau der 8proz. Schuldverschreibungen beeinträchtigt und eine spätere Rückkehr zu niedriger verzinsliäxen Emissiontypsn erschwert werden, ohne daß irgendwelche Aussicht dafür bestehe, mit Hilfe höher verzinslicher Pfandbriefe größere Kapitalien dem Grundbesitz zuzuführen. Eine Erleichterung der auf dem Gebiete des Real- und Kommunalkredits vorhandenen Spannung kann nach einstimmiger Auffassung des Ausschusses nur dadurch geschaffen werden, daß einerseits in der Nachfrage nach Kredit möglichst weitgehende Seibstbescyränkung der Kre- ditsuchenden eintritt, anderseits aber alle Maßnahmen ergriffen werden, die geeignet sind, Kapitalbildung und Absatz von Pfandbriefen und anderen Schuldverschreibungen zu fördern. Insbesondere würde eine wesentliche Verbesserung des Absatzes der fest verzinslichen Schuldverschreibungen durch Beseitigung des Steuerabzuges vom Kapitalertrag erreicht werden.
T Vorddeutsche Grund - Credit- Dank Weimar. Das zur Gemeinschaftsgruppe Deutscher Hypothekenbanken gehörige Institut legt zum Anlagetermin einen Teilbetrag von 3 Millionen Goldmark 8prozentiger Gold-Pfandbriefe Emission XXIV zum Vorzugskurse von 961/» Proz. (Berliner Börsenkurs 97 Proz.) zur Zeichnung auf. Weiterhin werden zum Erwerb als Kapitalanlage empfohlen 8prozentige Gold-Pfandbriefe der Emissionen XX! und XXII, die zur Zeit mit 96 Proz. amtlich notiert werden und bei der Reichsbank lombardfähig sind. Den Pfandbriefen der Vorddeutschen Grund-Credit-Dank ist für Thüringen die Mündelsicherheit verliehen. Die aus dem Ankauf von Pfandbriefen dem Institut zufließenden Gelder werden vorwiegend dem Wohnungsbau und der Landwirtschaft zugeführt. Man beachte die heutige Anzeige.
* Vaterländische und Vh enania, Vereinigte Versicherungs - Gesell
schaften - A. G., Elberfeld. In der gestrigen Sitzung des Finanzausschusses der Vaterländischen uni) Vhenania, Vereinigte Versiche- rungs-Gesellschaften°A.°G. in Elberfeld ist beschlossen worden, dem Aufsichtsrat das Derschmel- zungsangebot der Vordstern, Allgemeine Ver- sicherungs-A.-G. zu Bersin zur Annahme zu empfehlen. Die befreundeten Gesellschaften der Interessengemeinschaft der Aachener und Münchener Feuerversicherungs°A.°G. und „Colonia", Kölnische Feuer- und Kölnische Anfallversiche- rungs-A.-G., sind zur Unterstützung der Abwicklung bereit, die im Portefeuille der Vaterländischen und Vhenania, Vereinigte Versichrrungs- Gesesischaften-'A°G. befindlichen Aktienpakete ter „Colonia", Oldenburger Versicherungsgesellschaft und der Schlesischen Feuerversicherungsgefell- schaft gemeinsam zu übernehmen. Die Aufsichtsratssitzung sindet am 28. September in Elberfeld statt.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 25. Sept. Tendenz: schwächer. — Beeinflußt durch erneut auftauchcnde Befürchtungen einer eventuellen Diskonterhöhung der Dank von England infolge der bedeutenden gestrigen Goldabgaben war die Dörse zu Beginn Wieder etwas schwächer. Auch die gestrige schwache Veuyorker Börse machte einen nachteiligen Eindruck, obwohl die Geldmarktverhält- nifse am dortigen Platze wieder etwas günstiger waren. Ferner drückte die erneute Forderung der Reichsbahn auf eine Tariferhöhung auf die Stimmung. Das Geschäft bewegte sich daher wieder in kleinerem Rahmen, doch war man nicht unfreundlich gestimmt, da dem Abgleiten der Kurse durch einen Eingriff der Dan- 5rn zur Stützung der Börse Grenzen gesetzt sind. Die Abgaben nahmen kein größeres Ausmaß an, doch konnte man später bemerken, daß i n Glanz st off-Aktien wieder Material in größerem Umfange herauskam, was sich auf die Allgcmcintendenz ungünstig auswirkte, so daß gegenüber der gestrigen Abendbörse teilweise doch merkliche Verluste eintraten. Glanzstoff verloren 13 Proz., auch Deutsche Linoleum gaben bei zunehmendem Angebot 6,25 Proz. nach. Am Elektromarkt gaben AEG. 1,25 Proz., Licht & Kpast 2,25 Prozent, Siemens 1,5 Prozent. CH ade-Aktien 2 Mark nach. Schuckert waren knapp gehalten. Farben verloren 2 Prozent. Montanwerte ohne nennenswerten Umsatz. Buderus büßten 2 ProKent und Rheinstahl 2,5 Prozent ein. Kaliwerke bis zu 3 Prozent schwächer. Stärkeres Interesse bestand dagegen für Adlerwerke mit plus 2.5 Prozent, während Daimler leicht gedrückt eröffneten. Von Bauunter- neihmungen waren Wayh & Freitag mit plus 1 Prozent etwas gefragt. Die eingetretenen Abschwächungen waren aber auch auf das Bestreben der Spekulation, infolge der stärkeren Abwärtsbewegung zu Gewinnmitnahmen zu schrei- ien. zurückzuführen. Renten lagen heute wieder stisier. Für Ablösungsschuld ohne Option bestand noch Vachfrage, doch war auch hier ein Vach- g eiben. des Kurses nicht zu vermeiden. Im Verlaufe nahm die Kulisse wieder veveinzelt Deckungen vor, und das Kursniveau konnte sich allgemein um etwa 1 Prozent heben, nachdem die Kurse, vorübergehend erneut etwas schwächer lagen. Die Stimmung bisieb jedoch gedrückt, da sich die Diskonterhöhungsbefürchtungen der Dank von England immer mehr verstärkten. Am Geldmarkt war Tagesgeld, infolge der Vorbereitungen zum Ultimo, etwas gesuchter. Am Devisenmarkt waren kaum Veränderungen zu verzeichnen. Man nannte Mark gegen DoAar 4.1978, gegen Pfund 20.352, London gegen Kabel 4.8441, gegen Paris 123.85, gegen Mailand 92.66, gegen Madrid 32.81, gegen Holland 12.0840.
Berliner Börse
Derlin, 25. Sept. Schon im Vormittagsverkehr machte sich bei schwächer taxierten Kursen eine starke Zurückhaltung bemerkbar. Eine Mißstimmung ging von dem nach festem Deginn stark rückgängigen Veuhork aus, wo man auch auf Grund der weiteren Goldverluste der Dank von England (gestern wieder 440 Millionen Pfund) Befürchtungen hinsichtlich der Diskont- festsehung hegte. Ferner wirkte die wiederaus- tauchende Gefahr einer Tariferhöhung bei der Reichsbahn ungünstig, auch ließen pessimistische Auslassungen der Presse über den Geschäftsgang der Enka einen Kursrückgang der Glanz st offaktien erwarten. Umsätze kamen wieder vorbörslich kaum zustande, da die Spekulation abwarten wollte, ob von Dankseite Stützungskäufe vorgenommen werden- würden. Eine Veranlassung zu Interventionen lag jedoch wohl noch nicht vor, die Kurse waren im Vergleich zu Montag, dem Tage des Bankenbeschlusses, ja immer noch wesentlich höher. Vebenwerte waren dann zu den ersten Kursen relativ gut
behauptet. Papiere wie Stolberger Zink. Gebe. Körting sogar 2 Prozent fester. Von den Spekulationspapieren verloren die Mehrzahl 1 bis 2 Prozent. Reichsbank. Demberg, Deutsche Linoleum, Polyphon, RWE. usw. bis 5 Prozent, und Glanzstoff, aus dem bereits erwähnten Grunde, 14 Prozent. Deutsche Anleihen uneinheitlich. Ablösungsschuld lebhafter, aber nicht mehr ganz so fest wie gestern abend. Von Ausländern fielen Mazedonier durch feste Haltung auf (plus 1 Prozent). Pfandbriefmarkt still. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld 6 bis 8 Prozent, vereinzelt darunter bis 5.75 Prozent. Monatsgeld 9 bis 10,5 Prozent, Warenwechsel etwa 7,75 Prozent. Reportgeld ist reichlich vorhanden und angeblich auch unter dem Sah zu bekommen. Auch im Verlaufe gaben die Kurse bei ruhigem Geschäft weiter nach. Der zur Veröffentlichung gekommene Reichsbankausweis per 23. September zeigte mit einer Wechselabnahme von 123 Millionen, einer Verringerung der umlaufenden Voten um 210 Millionen und einer Besserung der Deckung auf 52,2 bzw. 58,9 Prozent eine ziemlich gute Entlastung, hatte aber auf die Tendenzgestaltung keinen fühlbaren Einfluß. Die Geschäftslosigkeit war auch im Verlaufe stark aufnehmend, allerdings blieb auch die Un- sicherheit Londons, das im Verlaufe ebenfalls schwächere Kurse meldete, bestehen. Andererseits blieb es recht unwahrscheinlich, daß die Dank von England gerade zum Quartalsschluß eine so einschneidende Maßnahme, wie eine Diskonterhöhung nun einmal ist. vornehmen solltb.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M.. 25. Sept. Am heutigen Hauptmarkt war das Geschäft im allgemeinen recht still, die Tendenz neigte, namentlich für Brotgetreide, und am Mehlmarkt, zur Schwäch«. Weizen- und Roggenmehl mußten bis zu 0,50 Mark im Preise nachgeben. Ebenso notierte Weizen und Roggen etwas niedriger. Auch Jnland- hafer war zu niedrigerem Preise angeboten. Futtermittel waren knapp gehalten, das Geschäft hierin war recht gering. Es wurden notiert: Weizen 24,25—24,35 Mk., Roggen 19.25—19,40; Sommergerste für Drauzwecke 20,75—21; Hafer, inländischer. 19,00; Mais (gelb) für Futterzwecke 19,50; Weizenmehl 37,25—38,00; Roggen- mehl 27,25- 29,00; Weizenkleie 11,00—11,10, Roggenkleie 11,25 Mk. — Tendenz: schwach.
Letzte Nachrichten.
Reichsicmdbund und Volksbegehren.
Berlin, 25. Sept. (WTB. Funkspruch.) Der Bundesvorstand des Reichslandbundes nahm heule in einer außerordentlichen vorstandsfihung zu den Ergebnissen der Verhandlungen im Reichsausschuß für das deutsche Volksbegehren Stellung. Der Bundesvorstand stellte sich einmütig hinter die vom Präsidenten des Reichslandbundes, Minister a. D. Dr. Schiele, im Reick-sausschuß zum Ausdruck gebrachte Ausfassung. Der Bundesvorstand ermächtigte das Präsidium ausdrücklich, auch weiterhin die besondere Stellung des Reichslandbun« d e s als Glied der nationalen und der grünen Front gebührend zur Geltung zu bringen. Der Bundesvorstand erklärt, der Reichslandbund werde feine (3e- famforganifation mit äußerster (Energie dafür einfehen, daß die nationale Aktion de» Volksbegehrens gegen Poungplan und siriegvfchulb- lüge im deutschen Landvolk zur stärksten Wirkung komme.
Saarbrücken fordert Rückkehr zum Reich.
Saarbrücken, 25. Sept. (WTB. Funkspruch.) Die Stadtverordnetenversammlung von Saarbrücken Hal eine Entschließung der Reichsregierung telegraphisch übermittelt, in der sie ihrer besonderen Freude darüber Ausdruck gibt, daß die deutsch-französischen Verhandlungen über die Bereinigung der Saarfrage in pari» ihren Anfang nehmen. Sie erneuern ihr Gelöb- n i s unverbrüchlicher Treue zu ihrem deutschen Vaterlande und erwarten, daß die Verhandlungen baldigst zu der restlosen politischen Befreiung des Saargebiet» führen, unter Ablehnung jeden p ollti- fchenllebergangsregimes. Zugleich erwarten sie unter Ablehnung aller Jnternationalifierungs- und Privatifierungstendenzen die Rückgabe der Gruben und eine Regelung der Handels- und zollpolitifchen Verhältnisse im Geiste deutsch-französischer Verständigung.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
Dalum
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Banknoten.
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Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. -- Reichsbanldiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.
Phlllpp HoizmaNN .... tieibelbetner Gement . . . (Sement ffatlitaöt .... wayb & Freilaa • • • CchultheiS Patzender . . Oftwerle........
See. Slanzstoss ..... Bembsrg........
Äellfiofi Waldho! .... gellflofi Aschaffenburg . . (Sfiatiotteiwurciet Waner . Dessauer <9a»......
Daimler Molaren .... Teutiche Maichinea-Fabril tiblenucde Sieö« ....
Lubw. Loew.» .....
Nal. Automobil.....
Crenftetn & Koppel . . . Leonhard Dieb - . . . . Vamag-Megum.....
Yranl,. Maschinen .... Gritzner........
Heyligenstaedl.....
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Nekarsulmer ...... Perer« Union ...... Gebe. Roeder......
Soigl 4 Paeifner . - Süd» Zucker......
Berlin, 24. September
Geld
Bries
Französische Woten .....
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16,44
167,91
168,59
Italienische Noten......
21,99
22,07
Norwegische Noten.....
111,48
111,92
5)eutfcfi Ccfterr .äioofironen
53,85
59,09
Rumänische Noten......
2,477
2,497
Schwedische Noten......
112,08
11?,52
Schweizer Noten ......
80,64
8h.96
Spanische Noten.......
61,86
62,10
Tschcchoildioalische Noten . .
12,37
12,43
Ungarische Noten ...
73,05
73,35
Aianhuct a M.
Berlin
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4% Ungarische ltzuldrle......
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4% Türt. Zollanlelhe v. 1911 . .
4% Tückische Bagdadbahn-Anl.
Serie I...........
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24. September
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Amtliche Notierung
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Amtliche Notierung
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Stockholm -
112,34
112,56
112,33
112,55
Helüngfors.
10,538
10,558
10,537
10,557
Italien. . .
21,95
21,99
21,94
21,98
London. . .
20,33t
20,376
20,338
20,378
Neuhork . .
4,1945
4,2025
4,1935
4,2015
Paris....
16,41
16,45
16,415
16,455
Schwei; ..
80,855
81,015
80,85
81,01
Spanien . .
61,97
62,09
61,95
62.07
Japan - - .
2,013
2,017
2,010
2,014
Wo de Jan.
,4975
0,4995
0,49
0,49
Wien in D--
Ceft. abgest.
58,98
59,10
58,96
59,08
Prag . . . .
12,425
12,445
12,423
12,443
Helirad . .
7,383
7,397
7,38
7,39
Budapest. .
73,17
73,31
73,17
73,31
Buliarien.
3,035
3,041
3,03
3,04
Lissabon . .
18,73
18,77
18,73
18,77
Danzig. . .
81,33
81,49
81,35
81,51
Konstantin.
2,017
2,021
2,08
2,03
Athen. . .
5,425
5,435
5,42
5.43
Ccutgda
4,151
4,159
4,156
4,164
UririiQt) .
4,096
4,104
4,09
4,10
Cairo . ».
20,855
20,895
, 20,86
20,80
Berlin, 24. September
Geld
«ries
Amerikanische Noten.....
4,186
C4.206
Belgische Noten..... . .
58,10
58,34
111,50
111,94
(Enalifdjc Noten .......
20,307
20,387


