Ausgabe 
25.9.1929
 
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gleichzeitige Beschäftigung recht vieler Schüler. Ferner führten noch vor: Lehrer 3m6c- scheidt, Darmstadt,Die Anwendung des Sta­bes in neuzeitlicher Verwendung", Klenk. Bensheim,Ein Stundenbild aus dem Mäd­chenturnen", und unter Mitwirkung von Mit­gliedern des Hessischen Lehrerturnvereins,Die Keule in der Körper- und Bewegungsschule", Turnlehrer Görtz. Worms, ebenfalls un­ter Mitwirkung von Mitgliedern des Vereins ..Körperschule und Leistungsturnen in Gesell­schaftsübungen". Großes Interesse brachte man einer Turnstunde des Lehrers Wolf (ilnter- Schmitten) entgegen, der mit seiner Klasse (5. bis 8. SchuljaHr), aus Knaben und Mädchen gemischt, das Turnen einer Landschule zeigte. Sämtliche Darbietungen ernteten reichen Beifall. Sie zeigten den neuesten Stand und die vielge­staltete Möglichkeit der Turnarten.

Anschließend an ein gemeinschaftliches Mittagessen im GasthausZur Krone" wurden

die geschäftlichen Fragen

erledigt. Roth, Darmstadt, erstattete den Jahres­bericht, Frl. Müller, Darmstadt, verlas den Be­richt über die letzte Hauptversammlung. Aus dem Rechnungsbericht des Geschäftsführers, Lehrer I m ° b e f ch e i d t, Darmstadt, war zu entnehmen, daß der Verein im letzten Jahre einen Zuschuß aus staatlichen Mitteln von 250 Mark erhalten hat. Der seitherige V o r st a n d wurde einstimmig wieder­gewählt und setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Oberreallehrer Roth, Darmstadt, 2. Vorsitzender Professor Becker, Darmstadt, Schriftführerin Frl. Müller, Darmstadt, Rechner Lehrer I m b e s ch e i d, Darmstadt, Turnmart Turn­lehrer Klenk, Bensheim. Auf jede Provinz ent­fallen zwei Beisitzer; es sind dies für Oberhessen Lehrer Wolf, Unter-Schmitten und Rektor Bach, Großen-Linden. Der Verein plant für die nächste Zeit kleinere Kurse in den Kreisen Hessens abzu­halten, um die Lehrer mit den neuesten Bestrebun­gen des Turnens bekanntzumachen. Schulrat Rausch, Alsfeld begrüßte diesen Plan und wünschte Mitarbeit der dazu berufenen Fachleute, besonders in den Landkreisen. Als Ort für die nächste Hauptversammlung wurde Rüsselsheim be­stimmt.

Ein praktisches Beispiel eines Spielnachmit» tags beschloß die Hauptversammlung. Der Vor- sitzende, Roth, Darmstadt, dankte allen Teilneh­mern für das rege Interesse, das sie dem Verein und seinen Bestrebungen entgegengekracht hatten, um den Mitarbeitern für ihr unermüdliches Schaf­fen im Dienste der Turnsache und damit im Dienst für unser Volk. Möchte reicher Segen von der Tagung hinausgehen bis in die abgelegensten Schu­len und Turnvereine unseres Heimatlandes!

Ein gemeinsamer Gang nach dem benachbarten Bad Salzhausen und eine Wanderung am Sonntag hinauf auf die Höhen des Dogelsber- g e s, an der sich namentlich die Mitglieder aus Rheinhessen und Starkenburg beteiligten, bildeten den Abschluß der an Anregungen sehr reichen Tagung.

'-muss und Wissenschaft.

Professor Zsigmondy f-

Der Ordinarius für anorganische Chemie an der Universität Göttingen, Professor Dr. Richard Z s i g m o n d y , Nobelpreisträger für Chemie des Jahres 1925, ist einer Berliner Meldung zufolge im Alter von 64 Jahren gestorben.

Richard Zfigmondy ist am 1. April 1865 in Wien geboren. Er promovierte im Jahre 1889 zum Dr. phil., war 1891/92 Assistent am physikalischen In­stitut in Berlin, 1893 bis 1897 Prioatdozent in Graz und bekleidete seit 1908 eine Professur in Göttingen. Im Jahre 1925 wurde der Gelehrte mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet. Don sei­nen zahlreichen Publikationen chemischen und tech­nischen Inhalts seien hier nur genannt die Schrif­tenZur Erkenntnis der Kolloide" (1905) und das Lehrbuch der Kolloidchemis" (5. A. 1925 und 1927).

Geheimrat Prof Dr. Wilhelm Busch f.

Im Alter von 68 Jahren verschied der be­kannte frühere langjährige Vertreter der mitt­leren und neueren Geschichte an der Marbur­ger Universität Geh. Vegierungsrat Dr. Wil­helm Dusch, Ehrenbürger der Stadt Marburg.

Donner von Geburt, widmete sich Busch ebenda und in Göttingen dem Studium der Geschichte, besonders bei Prof. W. Maurenbrccher und be­gann seine akademische Laufbahn im Jahre 1886 als Prioatdozent in Leipzig. Hier wurde er später Extraordinarius, 1893 Ordinarius an der Technischen Hochschule in Dresden, später kam er nach Freiburg i. B. und 1896 nach Tübingen als Vachfolger Dietrich Schäfers. Von 1917 bis zu seiner im April 1929 erfolgten Emeritierung lehrte Busch als Vachfolger von Geheimrat Con­

rad Varrentrapp. Wiederholt bekleidete Geheim­rat Dusch das Rektorat der Marburger Hoch­schule, so auch im Jubiläumsjahre 1927. Der Ge­lehrte gilt als einer der besten Kenner der Dis- marckschen Aera. Hier seien seine Schriften ge­nannt: Dismarck und die politischen Anschau­ungen in Deutschland 1847 bis 1862 (1896); Die Berliner Märztage von 1848 (1899); Die Be­ziehungen Frankreichs zu Oesterreich und Italien 1866 bis 1870 (1900); Das deutsche Große Haupt­quartier und die Bekämpfung von Paris im Feldzug 1870/71 (1905); Die Kämpfe um Reichs- Verfassung und Kaisertum 1870/71 (1906); Dis­marck und sein Vermächtnis (1915 2. Aufl. 1916); Dismarck und Moltke, Politik und Heerführung (1916).

Wirtschaft.

Die Siühuug der Börse.

Die Maßnahmen zur D e s s e r u n g der Börsenverhältnisse wurden in einer Sitzung der in der Berliner Stempelvereini­gung zusammengeschlossenen zwölf Banken und Bankfirmen eingehend erörtert. Es herrschte Llebereinstimmung darüber, sich dieser Aufgabe unverzüglich durch praktische Arbeit zu unter­ziehen. Zu diesem Zweck wurde eine Kommission gewählt, bestehend aus den Herren Theodor Frank, Jakob Goldschmidt, Paul Kempner, Rich. Pohl. Diese Kommission wird durch Mitglieder der Berliner Bedingungsgeme. .schaft-A.-G., der Maklergemeinschaft, sowie der vereinigten Kurs­makler erweitert werden. Sie wird in gemein­schaftlicher Beratung Vorschläge ausarbeiten, welche in Fühlungnahme mit den zuständigen Organisationen des Bankgewerbes, sowie den Organen der Börse und der Vegierung zur Durchführung gelangen sollen. Im Anschluß hier­an bildeten die zwölf Firmen der Stempelver­einigung unter Beteiligung der Dankfirmen Si­mon Hirschland, Essen, A. Levy, Köln, S. Oppen­heim jun., Köln, M. M. Warburg & Co., Ham­burg, ein Konsortium, dessen Aufgabe cs ist, in gemeinschaftlicher Weise an der Börse durch Intervention einzugreifen.

Beibehaltung

des 8 proz. Pfandbrieftyps.

Der Realkredit-Ausschuß des Verbandes öffent* lich-rechtlicher Kreditanstalten hat sich in seiner gestrigen Sitzung mit der Lage des Kapitalmarktes befaßt und auch zur Frage einer Erböhung des Nominalzinsfußes von Pfandbriefen und Kommunalfchuldverschreibungcn Stellung genommen. Der Ausschuß kam einstimmig zu der Auffassung, daß eine Emission höher verzinslicher Pfandbriefe und Kom­in u n a l o b l i g a t i o n c n sowohl im Interesse des Kapitalmarktes, als auch im Interesse der Dar­lehensnehmer unerwünscht ist. Der Pfandbrief­kredit würde hierdurch verteuert, das Kursniveau der 8proz. Schuldverschreibungen beeinträchtigt und eine spätere Rückkehr zu niedriger verzinsliäxen Emissiontypsn erschwert werden, ohne daß irgend­welche Aussicht dafür bestehe, mit Hilfe höher ver­zinslicher Pfandbriefe größere Kapitalien dem Grundbesitz zuzuführen. Eine Erleichterung der auf dem Gebiete des Real- und Kommunalkredits vor­handenen Spannung kann nach einstimmiger Auf­fassung des Ausschusses nur dadurch geschaffen wer­den, daß einerseits in der Nachfrage nach Kredit möglichst weitgehende Seibstbescyränkung der Kre- ditsuchenden eintritt, anderseits aber alle Maßnah­men ergriffen werden, die geeignet sind, Kapital­bildung und Absatz von Pfandbriefen und anderen Schuldverschreibungen zu fördern. Insbesondere würde eine wesentliche Verbesserung des Absatzes der fest verzinslichen Schuldverschreibungen durch Beseitigung des Steuerabzuges vom Kapitalertrag erreicht werden.

T Vorddeutsche Grund - Credit- Dank Weimar. Das zur Gemeinschaftsgruppe Deutscher Hypothekenbanken gehörige Institut legt zum Anlagetermin einen Teilbetrag von 3 Mil­lionen Goldmark 8prozentiger Gold-Pfandbriefe Emission XXIV zum Vorzugskurse von 961/» Proz. (Berliner Börsenkurs 97 Proz.) zur Zeichnung auf. Weiterhin werden zum Erwerb als Kapital­anlage empfohlen 8prozentige Gold-Pfandbriefe der Emissionen XX! und XXII, die zur Zeit mit 96 Proz. amtlich notiert werden und bei der Reichsbank lombardfähig sind. Den Pfandbriefen der Vorddeutschen Grund-Credit-Dank ist für Thüringen die Mündelsicherheit verliehen. Die aus dem Ankauf von Pfandbriefen dem Institut zufließenden Gelder werden vorwiegend dem Wohnungsbau und der Landwirtschaft zugeführt. Man beachte die heutige Anzeige.

* Vaterländische und Vh enania, Vereinigte Versicherungs - Gesell­

schaften - A. G., Elberfeld. In der gest­rigen Sitzung des Finanzausschusses der Vater­ländischen uni) Vhenania, Vereinigte Versiche- rungs-Gesellschaften°A.°G. in Elberfeld ist be­schlossen worden, dem Aufsichtsrat das Derschmel- zungsangebot der Vordstern, Allgemeine Ver- sicherungs-A.-G. zu Bersin zur Annahme zu empfehlen. Die befreundeten Gesellschaften der Interessengemeinschaft der Aachener und Mün­chener Feuerversicherungs°A.°G. undColonia", Kölnische Feuer- und Kölnische Anfallversiche- rungs-A.-G., sind zur Unterstützung der Abwick­lung bereit, die im Portefeuille der Vaterlän­dischen und Vhenania, Vereinigte Versichrrungs- Gesesischaften-'A°G. befindlichen Aktienpakete ter Colonia", Oldenburger Versicherungsgesellschaft und der Schlesischen Feuerversicherungsgefell- schaft gemeinsam zu übernehmen. Die Aufsichts­ratssitzung sindet am 28. September in Elber­feld statt.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 25. Sept. Tendenz: schwä­cher. Beeinflußt durch erneut auftauchcnde Be­fürchtungen einer eventuellen Diskonterhöhung der Dank von England infolge der bedeutenden gestrigen Goldabgaben war die Dörse zu Beginn Wieder etwas schwächer. Auch die gestrige schwache Veuyorker Börse machte einen nach­teiligen Eindruck, obwohl die Geldmarktverhält- nifse am dortigen Platze wieder etwas günstiger waren. Ferner drückte die erneute Forderung der Reichsbahn auf eine Tariferhöhung auf die Stimmung. Das Geschäft bewegte sich daher wieder in kleinerem Rahmen, doch war man nicht unfreundlich gestimmt, da dem Ab­gleiten der Kurse durch einen Eingriff der Dan- 5rn zur Stützung der Börse Grenzen gesetzt sind. Die Abgaben nahmen kein größeres Ausmaß an, doch konnte man später bemerken, daß i n Glanz st off-Aktien wieder Material in größerem Umfange herauskam, was sich auf die Allgcmcintendenz ungünstig aus­wirkte, so daß gegenüber der gestrigen Abend­börse teilweise doch merkliche Verluste eintraten. Glanzstoff verloren 13 Proz., auch Deutsche Lino­leum gaben bei zunehmendem Angebot 6,25 Proz. nach. Am Elektromarkt gaben AEG. 1,25 Proz., Licht & Kpast 2,25 Prozent, Siemens 1,5 Pro­zent. CH ade-Aktien 2 Mark nach. Schuckert waren knapp gehalten. Farben verloren 2 Prozent. Montanwerte ohne nennenswerten Umsatz. Bu­derus büßten 2 ProKent und Rheinstahl 2,5 Prozent ein. Kaliwerke bis zu 3 Prozent schwä­cher. Stärkeres Interesse bestand dagegen für Adlerwerke mit plus 2.5 Prozent, während Daim­ler leicht gedrückt eröffneten. Von Bauunter- neihmungen waren Wayh & Freitag mit plus 1 Prozent etwas gefragt. Die eingetretenen Ab­schwächungen waren aber auch auf das Bestre­ben der Spekulation, infolge der stärkeren Ab­wärtsbewegung zu Gewinnmitnahmen zu schrei- ien. zurückzuführen. Renten lagen heute wieder stisier. Für Ablösungsschuld ohne Option bestand noch Vachfrage, doch war auch hier ein Vach- g eiben. des Kurses nicht zu vermeiden. Im Ver­laufe nahm die Kulisse wieder veveinzelt Deckun­gen vor, und das Kursniveau konnte sich all­gemein um etwa 1 Prozent heben, nachdem die Kurse, vorübergehend erneut etwas schwächer la­gen. Die Stimmung bisieb jedoch gedrückt, da sich die Diskonterhöhungsbefürchtungen der Dank von England immer mehr verstärkten. Am Geldmarkt war Tagesgeld, infolge der Vorbereitungen zum Ultimo, etwas gesuchter. Am Devisenmarkt wa­ren kaum Veränderungen zu verzeichnen. Man nannte Mark gegen DoAar 4.1978, gegen Pfund 20.352, London gegen Kabel 4.8441, gegen Paris 123.85, gegen Mailand 92.66, gegen Madrid 32.81, gegen Holland 12.0840.

Berliner Börse

Derlin, 25. Sept. Schon im Vormittagsver­kehr machte sich bei schwächer taxierten Kursen eine starke Zurückhaltung bemerkbar. Eine Mißstimmung ging von dem nach festem Deginn stark rückgängigen Veuhork aus, wo man auch auf Grund der weiteren Goldverluste der Dank von England (gestern wieder 440 Millionen Pfund) Befürchtungen hinsichtlich der Diskont- festsehung hegte. Ferner wirkte die wiederaus- tauchende Gefahr einer Tariferhöhung bei der Reichsbahn ungünstig, auch ließen pessi­mistische Auslassungen der Presse über den Ge­schäftsgang der Enka einen Kursrückgang der Glanz st offaktien erwarten. Umsätze kamen wieder vorbörslich kaum zustande, da die Spekulation abwarten wollte, ob von Dankseite Stützungskäufe vorgenommen werden- würden. Eine Veranlassung zu Interventionen lag jedoch wohl noch nicht vor, die Kurse waren im Ver­gleich zu Montag, dem Tage des Bankenbeschlus­ses, ja immer noch wesentlich höher. Vebenwerte waren dann zu den ersten Kursen relativ gut

behauptet. Papiere wie Stolberger Zink. Gebe. Körting sogar 2 Prozent fester. Von den Speku­lationspapieren verloren die Mehrzahl 1 bis 2 Prozent. Reichsbank. Demberg, Deutsche Lino­leum, Polyphon, RWE. usw. bis 5 Prozent, und Glanzstoff, aus dem bereits erwähnten Grunde, 14 Prozent. Deutsche Anleihen uneinheitlich. Ab­lösungsschuld lebhafter, aber nicht mehr ganz so fest wie gestern abend. Von Ausländern fielen Mazedonier durch feste Haltung auf (plus 1 Pro­zent). Pfandbriefmarkt still. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld 6 bis 8 Prozent, ver­einzelt darunter bis 5.75 Prozent. Monatsgeld 9 bis 10,5 Prozent, Warenwechsel etwa 7,75 Pro­zent. Reportgeld ist reichlich vorhanden und an­geblich auch unter dem Sah zu bekommen. Auch im Verlaufe gaben die Kurse bei ruhigem Ge­schäft weiter nach. Der zur Veröffentlichung ge­kommene Reichsbankausweis per 23. Sep­tember zeigte mit einer Wechselabnahme von 123 Millionen, einer Verringerung der umlaufenden Voten um 210 Millionen und einer Besserung der Deckung auf 52,2 bzw. 58,9 Prozent eine ziem­lich gute Entlastung, hatte aber auf die Tendenzgestaltung keinen fühlbaren Einfluß. Die Geschäftslosigkeit war auch im Verlaufe stark aufnehmend, allerdings blieb auch die Un- sicherheit Londons, das im Verlaufe ebenfalls schwächere Kurse meldete, bestehen. Andererseits blieb es recht unwahrscheinlich, daß die Dank von England gerade zum Quartalsschluß eine so einschneidende Maßnahme, wie eine Diskont­erhöhung nun einmal ist. vornehmen solltb.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M.. 25. Sept. Am heutigen Hauptmarkt war das Geschäft im allgemeinen recht still, die Tendenz neigte, namentlich für Brotgetreide, und am Mehlmarkt, zur Schwäch«. Weizen- und Roggenmehl mußten bis zu 0,50 Mark im Preise nachgeben. Ebenso notierte Wei­zen und Roggen etwas niedriger. Auch Jnland- hafer war zu niedrigerem Preise angeboten. Futtermittel waren knapp gehalten, das Geschäft hierin war recht gering. Es wurden notiert: Weizen 24,2524,35 Mk., Roggen 19.2519,40; Sommergerste für Drauzwecke 20,7521; Hafer, inländischer. 19,00; Mais (gelb) für Futter­zwecke 19,50; Weizenmehl 37,2538,00; Roggen- mehl 27,25- 29,00; Weizenkleie 11,0011,10, Roggenkleie 11,25 Mk. Tendenz: schwach.

Letzte Nachrichten.

Reichsicmdbund und Volksbegehren.

Berlin, 25. Sept. (WTB. Funkspruch.) Der Bundesvorstand des Reichslandbundes nahm heule in einer außerordentlichen vorstandsfihung zu den Ergebnissen der Verhandlungen im Reichsausschuß für das deutsche Volksbegehren Stellung. Der Bun­desvorstand stellte sich einmütig hinter die vom Präsidenten des Reichslandbundes, Minister a. D. Dr. Schiele, im Reick-sausschuß zum Ausdruck ge­brachte Ausfassung. Der Bundesvorstand ermächtigte das Präsidium ausdrücklich, auch weiterhin die be­sondere Stellung des Reichslandbun« d e s als Glied der nationalen und der grünen Front gebührend zur Geltung zu bringen. Der Bundesvor­stand erklärt, der Reichslandbund werde feine (3e- famforganifation mit äußerster (Energie dafür einfehen, daß die nationale Aktion de» Volksbegehrens gegen Poungplan und siriegvfchulb- lüge im deutschen Landvolk zur stärksten Wirkung komme.

Saarbrücken fordert Rückkehr zum Reich.

Saarbrücken, 25. Sept. (WTB. Funkspruch.) Die Stadtverordnetenversammlung von Saarbrücken Hal eine Entschließung der Reichsregierung telegraphisch übermittelt, in der sie ihrer besonderen Freude darüber Ausdruck gibt, daß die deutsch-französischen Verhandlungen über die Bereinigung der Saarfrage in pari» ihren Anfang nehmen. Sie erneuern ihr Gelöb- n i s unverbrüchlicher Treue zu ihrem deutschen Vaterlande und erwarten, daß die Verhandlungen baldigst zu der restlosen poli­tischen Befreiung des Saargebiet» führen, unter Ablehnung jeden p ollti- fchenllebergangsregimes. Zugleich erwar­ten sie unter Ablehnung aller Jnternationalifierungs- und Privatifierungstendenzen die Rückgabe der Gruben und eine Regelung der Handels- und zollpolitifchen Verhältnisse im Geiste deutsch-fran­zösischer Verständigung.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Dalum

13 y.

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Banknoten.

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18

10

10

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Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. -- Reichsbanldiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.

Phlllpp HoizmaNN .... tieibelbetner Gement . . . (Sement ffatlitaöt .... wayb & Freilaa CchultheiS Patzender . . Oftwerle........

See. Slanzstoss ..... Bembsrg........

Äellfiofi Waldho! .... gellflofi Aschaffenburg . . (Sfiatiotteiwurciet Waner . Dessauer <9a»......

Daimler Molaren .... Teutiche Maichinea-Fabril tiblenucde Sieö« ....

Lubw. Loew.» .....

Nal. Automobil.....

Crenftetn & Koppel . . . Leonhard Dieb - . . . . Vamag-Megum.....

Yranl,. Maschinen .... Gritzner........

Heyligenstaedl.....

gunghane........

llcd)iucrle. ......

Maintranwerte.....

Miag..........

Nekarsulmer ...... Perer« Union ...... Gebe. Roeder......

Soigl 4 Paeifner . - Süd» Zucker......

Berlin, 24. September

Geld

Bries

Französische Woten .....

lkIH

16,44

167,91

168,59

Italienische Noten......

21,99

22,07

Norwegische Noten.....

111,48

111,92

5)eutfcfi Ccfterr .äioofironen

53,85

59,09

Rumänische Noten......

2,477

2,497

Schwedische Noten......

112,08

11?,52

Schweizer Noten ......

80,64

8h.96

Spanische Noten.......

61,86

62,10

Tschcchoildioalische Noten . .

12,37

12,43

Ungarische Noten ...

73,05

73,35

Aianhuct a M.

Berlin

Schluß.

Kurs 1

1-Ubr

Schluß-

Anfang.

Kurs

Kurs

Kurs

24.9.

25.9.

24.9.

25-9.

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223,5

221

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297

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294

250

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231

230

231,4

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149,9

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101,5

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183,6

44,5

45

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51

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Frankfurt a 9)1.

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Datum

24.9. \

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6% Dt. R.ichsanlethe o. 1987 .

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A.li.G......... . - d

Bergmann.........9

©ent. Lieferungen.....1°

Licht und Kraft......1°

Reiten & Guilleaume....

©ej. f. Eleltr. Untern.....10

Hamb. Eletrc. Werke .... 1«

Rhein, ©ehr.........»

Schief. lAektr........10

Sclmckeri.........11

Siemens & HalLke ..... 16

Tranrravio.........8

Lahmerer L Co.......10

Buoeruii..........5

Deutsche Erdbl.......6

Essener Steinkohle..... p

Zarpener..........0

Hoesch Äsen. ....... %Vi alle Bergbau.......10

Löln-Neuessea........7

Mannesmann........ 7

ManSfeldec.........7

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Oberschiel. Kottwerke.....7

Phönir Bergbau......6y3

Rheinische Braunkohlen... IC

Rheinsiahl.........6

Riebeck Montan......7,2

Vereinigte Stahlw .....

Otavl Minen......16/

Kali Ascherileben.....U

Kali Westeregeln...... 10

Kallw.rt Salzdetfurth ... 15

3. 0. Farben-Jndustri, ... 12 Tnnamll Nobel.......

Scheibeanstatt. ....... 9

Goldschmidt ....... k

Rülgerrwerke........6

MetallgeseUschaft. ...... 8

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203,5

135

205

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70

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205 143,5

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221 374,5 141,5 168,5

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129 214,75 113,25

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Dekgl. ohne Auriof.-Rechte . . . 7% yranls. Hqp -Bl Boldpf. un- kündbar bis 1932......

4y,% Rheinische Hyp.-Bank LIqu

AEG. aba. BortriegS-Lbltgation. rückzahlbar 1932 ......

4% Schweiz. Bundesb^Anl.. . 4% Lesierreichische Goldrte.. . .

4% Oesterreich, einheitl. Rte . -

4% Ungarische ltzuldrle......

49o Ungarische StaatSr. v. 1910 .

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4% Ungarische Sltoncnrte.....

4% Türt. Zollanlelhe v. 1911 . .

4% Tückische Bagdadbahn-Anl.

Serie I...........

4% deigl. Serie II.......

4% Rumänen converi. Rte. . . .

4j.i% Rumänen Goldanl. von 1913

6Uifl Deutsche Eisenbahn . . 4yt Homburg-Amerika Palet ... 7 Hamb.-Eüdam. Dampssch. . . 8 Hansa Dampsschiss.....10

Norddeutscher Lloyd.....8

Allg. Deutsche Ereditanst. . . IC Barmer Banlverein .... IC Berliner HandelSgesellsch. . . 12 Commerz- und Privat-Banl . 11 Dormsi. u. Nationalbanl . - l< Deutsche Bant......10

Dirlonto-GescUichast An». - . JO Dresdner Bank......10

..................12

24. September

5. Sepl.mber

Amtliche Notierung

Geld l Briet

Amtliche Notierung

Wel;> | Briei

Amil.-Rott.

168,26

168,60

168,22

168,56

Bu n-Aires

1,759

1,763

1,75

1,76

Brsi-Antw.

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58,425

Cbristiania.

111,67

111,89

111,67

111,89

.Kopenhagen

111,69

111,91

111,72

111,54

Stockholm -

112,34

112,56

112,33

112,55

Helüngfors.

10,538

10,558

10,537

10,557

Italien. . .

21,95

21,99

21,94

21,98

London. . .

20,33t

20,376

20,338

20,378

Neuhork . .

4,1945

4,2025

4,1935

4,2015

Paris....

16,41

16,45

16,415

16,455

Schwei; ..

80,855

81,015

80,85

81,01

Spanien . .

61,97

62,09

61,95

62.07

Japan - - .

2,013

2,017

2,010

2,014

Wo de Jan.

,4975

0,4995

0,49

0,49

Wien in D--

Ceft. abgest.

58,98

59,10

58,96

59,08

Prag . . . .

12,425

12,445

12,423

12,443

Helirad . .

7,383

7,397

7,38

7,39

Budapest. .

73,17

73,31

73,17

73,31

Buliarien.

3,035

3,041

3,03

3,04

Lissabon . .

18,73

18,77

18,73

18,77

Danzig. . .

81,33

81,49

81,35

81,51

Konstantin.

2,017

2,021

2,08

2,03

Athen. . .

5,425

5,435

5,42

5.43

Ccutgda

4,151

4,159

4,156

4,164

UririiQt) .

4,096

4,104

4,09

4,10

Cairo . ».

20,855

20,895

, 20,86

20,80

Berlin, 24. September

Geld

«ries

Amerikanische Noten.....

4,186

C4.206

Belgische Noten..... . .

58,10

58,34

111,50

111,94

(Enalifdjc Noten .......

20,307

20,387