Ausgabe 
25.5.1929
 
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der

Der Präsident der litauischen Republik hat das Gnadengesuch des wegen Beteiligung an dem Mordanschlag auf den Ministerpräsidenten Wol­de m a r a s zum Tode verurteilten Studenten Dosylius abgelehnt. Vosylius wurde er schossen.

können. Der Mensch brauche die grünen Gürtel in Noch immer weist die Luftdruckoerteilung im der Stadt. Er brauche Freiheit im Siedeln und Norden wenig Aenderung auf. Im Südwesten da- Bauen. Es gehe nicht länger an, daß man möglichst gegen dringt erneut hoher Druck über Frankreich viel Menschen auf möglichst wenig Bodenraum zu- vor. Er wird zu keiner Umgestaltung der Wetterlage sammendränge.Die Erhaltung der deutschen Berge" | führen, jedoch hält das Auftreten lokaler Gewitter­störungen an.

Reiseemdröcke vom Rückflug desGrasZeppelin".

Der Polarflieger Wilkins ist begeistert. Starke Eindrücke der französischen Offiziere. - Oie Hutschachtel der Miß pearce.

Schiedsspruch für die Reichsbahnarbeiter.

B e 11 i n, 24. Zitat (Priu.-Ie(.) 3in Reidjsarbdt»- Ministerium haben die Schlichtungsverhandlungen mit den Gewerkschaften der Reichseisenbahnarbeiter begonnen. Die Gewerkschaftsvertreter wiesen auf den vorgestern ergangenen Schieds spruch für die Staatsarbeiter hin, mit denen sie bisher gleichgestanden hätten und die nun eine durchschnitt- ' liche Stundenlohnerhöhung von 4,4 Pfennig erzielt hätten. Die Vertreter der Deutschen Reichsbahngesellschaft vertraten demgegen­über den Standpunkt, daß ohne Deckungs- möglichkeit keinerlei Mehrausgaben gemacht werden dürsten. Jeder Pfennig Stun­denlohnerhöhung bedeute eine Steigerung der Ausgaben um 13,5 Millionen Mark jährlich. Die Deutsche Relchsbahngesellschaft sei bereit, ihre gesamten Bücher zwecks Rachprüfung ihrer Finanzlage vorzulegen. Da eine Einigung der Parteien nicht zu erzielen war, wurde eine Schlichlerkammer gebildet. In den späten,Abendstunden wurde ein Schiedsspruch gefällt, der eine Erhöhung der Grundlöhne im Lohngebiet I um vier, in den Lohngebieten II und III um drei Pfennig je Stunde vorsieht. Diese Lohn­regelung soll erstmals kündbar sein zum 31. März 1930.

Das sozialdemokratische Wehrprogramm.

Berlin, 24. Mai. Die vom Dorstand

Gegen deutsche Lehrer in Ostoberschlesien.

Rektor Urbanek auf dem Disziplinartvege fristlos entlassen.

Kattowitz, 24. Mai. (LU.) Der Vorsitzende des Verbandes deutscher Lehrer in Polen, Rektor Urbanek, der ehemalige Leiter der Minder­heitenknabenschule in Kattowitz, ist durch Ent- cheidung der Wojwodschaft im Disziplinär- wege fristlos ohne Pensionsan­sprüche entlassen worden. Rektor Urbanek wurde bereits im Dezember v. 3. von seinem Posten dispensiert. Die Maßnahme gegen Rektor Urbanek wurde von polnischer Seite mit Geld­zuwendungen begründet, die von reichs­deutschen Lehrerverbänden durch den Verband deutscher Lehrer in Polen an Minderheitenschul­lehrkräfte zur Verteilung gelangten. Die polnische Presse will von noch weiteren Entlassun­gen deutscher Lehrkräfte wissen. Die von polnischer Seite angeführten Gründe sind völlig haltlos, da die Geldverteilung wegen der die Disziplinierung vorgenommen wurde, in voller Oeffentlichkeit erfolgte und nichts mit amtlichen deutschen Stellen zu tun hat. Der der polnischen Willkür zum Opfer gefallene Rektor Urbanek ist gebürtiger Ober­schlesier und viele 3ahre mit großem Erfolg als Schulfachmann in seiner Heimat tätig ge­wesen. Gr erfreut sich als Mensch in weitesten Kreisen größter Beliebtheit. Urbanek stand über 28 3ahre im oberschlesischen Schuldienst und hat sich weder zu deutscher Zeit noch während der sieben 3ahre währenden polnischen Herrschaft irgend etwas zuschulden kommen lassen. Don den 11 möglichen Disziplinarstrafen wählte trotz­dem das Disziplinargericht die h ö ch st z u - lässige Strafe, die Entlassung ohne Pen­sionsansprüche. Rektor Urbanek hat gegen dieses Urteil sofort Berufung eingelegt.

spannen. Auch deutsche Geduld hat einmal ein Ende, und wenn das jämmerliche Spiel, das die Gläu­biger sich bisher mit uns erlaubten, fortgesetzt wer­den sollte, so wird sich auch der Rest der deutschen Delegation früher oder später überlegen müssen, ob es nicht in Deutschlands Interesse liegt, Paris den Rücken zu kehren und den Dawesplan in Kraft zu lasten bis der Augenblick gekommen ist, wo auch auf der Gegenseite wirtschaftliche Vernunftgründe für eine Revision des Reparations- und Kriegsschulden­problems sprechen.

Wenn Dr. Vögler diesen Augenblick bereits für ge- kommen erachtet, so verdient diese Auffassung eines besonnenen, sachlich denkenden Mannes, der keines­wegs irgendwelchen radikalen politischen Anschau­ungen huldigt, die allerstärkste Beachtung. Es ist ein trauriges Zeichen unserer hemmungslosen innerpoli­tischen Selbstzerfleischung, wenn gewisse Organe der deutschen Linken mit der Ullsteinpresse an der Spitze, in sichtbarem Bemühen die Bedeutung des Vögler- schen Entschlusses vor dem Auslande herabzumin­dern, sich nicht genug tun können, den deutschen Wirtschaftsführer zu diskreditieren und seinen Rück­tritt als eine Unterwerfung unter die Befehle der Schwerindustrie hinzustellen. Dabei ist es aller Welt bekannt, daß Dr. Vögler als Generaldirektor der Vereinigten Stahlwerke einer der repräsentativsten Führer der deutschen Schwerindustrie ist und g e rade als solcher von der Reichsregierung mit dem Amte des Sachverständigen betraut wurde. Nie­mand hat jemals von ihm verlangt, daß er als Sachverständiger gegen seine Ueberzeugung handeln soll, die sich ganz selbstverständlicherweise vermut­lich in den meisten Punkten mit der wirtschaftlichen Auffassung decken wird, die seine schwerindustriellen Berufskollegen von dem Reparationsproblem haben. Statt Herrn Vögler hieraus in einer einfach lächer­lichen Verkennung der Sachlage einen Strick zu drehen, wie es die Berliner Ullsteinblätter sich zu tun bemühen, sollte man unsere Pariser Verhandlungs- gegner geradezu darauf Hinweisen, daß hier einer der hervorragendsten Vertreter der deutschen Wirt- schäft, ohne deren Mitwirkung nicht ein Groschen an Reparationszahlungen in ihre Taschen fließt, sich weigert, ein ihm unwürdig und hoffnungslos zugleich dünkendes Spiel noch weiter mitzumachen. Aber es wäre von dem politischen Sinn der Deutschen wohl zuviel verlangt gewesen, wenn die berühmte deutsche Einheitsfront, der wir uns wenigstens zu Beginn der Pariser Besprechungen hatten erfreuen dürfen, auch diese vielleicht kritischste Phase der Konferenz überdauert hätte. Hoffen wir nur, daß die Gläu­biger trotz des törichten Geschwätzes unserer Alles­besserwisser den wohlüberlegten Schritt eines lau­teren, aufrechten Mannes wie Vögler, als das hin- nchmen werden, was er tatsächlich bedeutet, als ein letztes Warnungssignal zur Abkehr von einem Wege, der mit Deutschland auch Europa in den Abgrund wirtschaftlicher Selbstvernichtung führt.

Bauen. Es gehe nicht länger an, daß man möglichst viel Menschen auf möglichst wenig Bodenraum zu­sammendränge.Die Erhaltung der deutschen Berge" war das Thema, das Prof. Dr. Wagner (Dres- den) behandelte. Er forderte Schutz gegen ein über­spanntes Verkehrsbedürfnis und gegen die Wirt- schäft. Zu dem gleichen Thema sprach Dr. Schoe- nichen (Berlin). Sieben Millionen Kubikmeter Gestein verbrauche allein die Reichsbahn. 4,7 Mil­lionen Pflastersteine und die doppelte Zahl Zent­ner von losem Schotter benötige der Straßenbau. So ve^chwänden jährlich vier bis sechs Berge mitt­lerer Höhe. Oberregierungsbaurat Hager (Dres­den) sprach überReklame und Landschaft". Solange Wirtschaft und Verkehr nicht durch eine überstiegene Reklame jedes ästhetische Empfinden

verletzen, wolle man ihnen nicht hindernd entgegen« treten. Der Redner wandte sich gegen eine lieber- Steigerung der Lichtreklame. Die amerikanischen Kulturgemeinschaften setzten sich ein für ein Verbot der Reklame in Wohnvierteln und in der Natur mit der Begründung:Reklame gehört in die Zeitunge n". Ministerialrat Professor Dr. Thiele (Dresden) sprach als letzter Redner über das ThemaErholungsgebiete und Verkehr". Er forderte u.a., daß mit Rücksicht auf die Volksge­sundheit die Verkehrswege nicht durch die Erho­lungsgebiete gelegt werden.

400jährlges Jubiläum des Hamburger Johanneum».

Oie Lotterie als Geldquelle für den Staatssäckel.

Berlin, 25.Mai. (Priv.-Tel.) Im Zusammen­hang mit der augenblicklichen Kassennot des Reiches und der schweren Belastung der deutschen Volkswirtschaft durch die Steuern ist jetzt von einem Bankier und Lotteriefachmann der Plan aufge­taucht, aus einer Reform der Preußisch- Süddeutschen Klassenlotterie dem Reich eine praktisch unkündbare, fast zinsfreie Anleihe in der immerhin recht beachtlichen Höhe von zwei­einhalb Milliarden zu verschaffen. Der Gedanke, die Spiellust zur Stärkung der Staats- f i n a n z e n auszunützen, ist nicht neu. Zu seinen berühmten Vätern zählt auch Easanova mit seinen Vorschlägen, die er im 18. Jahrhundert der franzö­sischen und der preußischen Regierung anbot. In diesem Fall handelt es sich um den Plan des Ban­kiers und Lotteriefachmanns M o l l i n g, der zum Teil auf eine Erweiterung der Lotterie sich aufbaut, die Zahl der Lote soll auf eine Mil­lion und der Preis auf 200 Mark erhöht werden. Der Plan sieht auf Grund eines erhöhten Aufkom- mens zwar auch eine Erhöhung der Gewinne, aber aleichzeitig auch eine halbjährliche Rück- läge von 91 Millionen vor, die bei 6prozen- tiger Verzinsung und einer Rücklagefrist von zehn Jahren für den Staat einen billigen und gesicherten Betrag bedeuten würde. In 10 Jahren wären also 2,45 Milliarden Kapitalbetrag vorhanden. In zu- ständigen Kreisen wird dieser im übrigen kompli­zierte Plan zur Zeit eingehend erörtert.

Owolkenlos.Oneuer »naio DtdtckL »wolkig. »Bedeckt »Regen * Schnee, a Qraupem Meßet Tt <jewitter.(§)wind$(iiie. O-> sehr leichter Ost massiger Sudsodwesi q stürmischer nordwesl öle Pfeile fliegen mit dem winde Oie Beiden Stationen stehenden Zah­len geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mit gleichem auf neeresmveau umgerechneten Luftdruck

Wettervoraussage.

Sozialdemokratischen Partei eingesetzte W e h r - Programmkommission trat am Freitag, den 24. Mai, in Magdeburg nochmals zusam­men und nahm unter Berücksichtigung von Dor- schlägen Otto Bauers (Wien) und unter An­lehnung an Anträge von Hamburg und Berlin an dem seinerzeit veröffentlichten Entwurf einige Aenderungen vor. Der viel umkämpfte Ab­schnitt III der Richtlinien hat in seinem entschei­denden Teil folgende Fassung erhalten:

Der wirksam ste Schutz der deutschen Republik beruht auf einer deutschen Auhen- politik, die auf die Verständigung der Völker und die Erhaltung des Friedens ge­richtet ist. Roch droht aber die Machtpolitik im­perialistischer und faszistischer Staaten mit konter­revolutionären Interventionen und neuen Krie­gen. Deutschland kann als Aufmarschge­biet mißbraucht und wider Willen in blu­tige Verwicklungen hineingerissen werden. So­lange diese Gefahren bestehen, braucht die deutsche Republik eine Wehrmacht zum Schuhe ihrer Reutralität und der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Errungenschaften der Arbeiter­klasse."

3m Abschnitt II, der von der Abrüstung handelt, hat der letzte Absatz eine Ergänzung erhalten, so daß dieser Abschnitt lautet:Sine Verpflichtung der deutschen Republik, die ihr auferlegten Rüstungsbestimmungen ohne Rücksicht auf ihre politische und militärische Zweckmäßigkeit auszuschöpfen, erkennt die Sozialdemokratische Partei nicht an. Sie fordert den planmäßigen Abbau der militäri­schen Rüstungen Deutschlands aus eigenem Willen unter Berücksichtigung der politischen, wirtschaftlichen, sozialen uno finanziellen Ver­hältnisse."

Unter den praktischen Forderungen hat ledig­lich der Satz über das Kontrollrecht des Reichstages eine Abänderung erfahren. Er heißt jetzt:Kontrolle des Reichstages über alle Angelegenheiten der Reichswehr und über alle Verträge und Abmachungen der Heeresverwal­tung." Die Abänderungsbeschlüsse wurden nach Angehender Debatte Wit großer Mehrheit gefußt.

Auf dem dritten deutschen Naturschutztag sprach Professor Dr. Kraft (Dresden) über den Wert der Natur für das menschliche Leben. Der Mensch sei und bleibe sonnengebunden, auch wenn er glaube, sich durch die technische Beherrschung der Natur außerhalb des naturgesetzlichen Ablaufs stellen zu können. Der Mensch brauche die grünen Gürtel in

Friedrichshafen, 24. Mai. (TU.) Der Sonderberichterstatter der TU. hatte Gelegenheit, sofort nach Ankunft des Zeppelins in Friedrichs­hafen verschiedene Fahrgäste über ihre Eindrücke von der Fahrt zu hören. Sie äußerten sich vor allem darüber befriedigt, daß die Post- und Zoll­revision nicht eine Minute in Anspruch genom­men habe.

Kapitän W i l k i n s war vom Luftschiff rest­los begeistert und schätzte sich vor allem glücklich, das Luftschiff gerade in einer solchen Lage ken­nengelernt zu haben. Rur so habe er deutlich sehen können, daß das Luftschiff selbst mit einem Motor noch durchaus zuver­lässig in jeder Beziehung sei. Es habe sich ge­zeigt, daß es auch in diesem Fall durch Aus­nützung der Wetterlage und Windstromungen noch wundervoll gelenkt werden könne und die Leitung jederzeit die Herrschaft über das Luft­schiff behalten habe. Sobald ich meine Arbeit in London erledigt habe, schloß Wilkins, werde ich wieder nach Friedrichshafen zurückkehren, um mit dem Luftschiff nach Amerika zu fliegen. 3ch werde außerdem sowohl die Weltfahrt, als auch die Polarfahrt des Luftschiffes mitmachen.

. Die Schiffsleutnants Pecqueur und G r u i l- l o t vom französischen Luftfahrtsministerium er­klärten beide, keineswegs müde zu sein, da sie während der Fahrt des Luftschiffes mehrere Stunden ausgezeichnet geschlafen hätten. Sie be­absichtigen, wie auch die übrigen französischen

Bulgarien fühtt sich gekränkt.

Verletzende Nichtachtung durch die slawischen Mächte.

Sofia, 2p. Mai. (TU.) In der bulgarischen grohslawischen ZeitungMir" bringt der frühere .bulgarische Gesandte in Berlin, Geschoss, in deutlichen Worten den Unmut der slawophilen Bul­garen darüber zum Ausdruck, daß bei der Tau­sendjahrfeier Bulgariens die diplomati­schen Vertreter der übrigen slawischen Staaten, Polens, Südslawiens und der Tschecho­slowakei gefehlt haben. Geschoss schreibt:Ob entschuldbar oder nicht, die Abwesenheit dieser Di­plomaten bei den Ehrentagen der bulgarischen Nation ist von der öffentlichen Meinung Bulgariens m i t Bitterkeit vermerkt worden, die hierin mit Recht einen Ausdruck der Mißachtung sehen mußte. Der Vorfall ist um so bedauerlicher, als die Festlichkeiten mit dem Namenstag des Königs zusammenfielen und es schon die inter­nationale Höflichkeit erfordert hätte, daß die drei Diplomaten in Sofia anwesend gewesen wären. Je­doch wir sind und wie! an solche Ver­nachlässigung von den Großen und von den

Aus aller Wett.

Felssturz im Schwarzwald.

3nfolge eines Felssturzes wurden am Riff Haldenweg bei Triberg mehrere Tannen auf die Hochspannungsleitung geworfen, so daß Kurzschluß entstand und das trockene Gestrüpp Feuer sing. Sämtliche Feuerwehren wurden alar­miert, und nach anstrengender Tätigkeit konnte die größte Gefahr beseitigt werden. Durch den Felssturz wurden Steine bis zu 15 und 20 Zentnern talwärts geschleudert, wobei größere Baumstämme wie Streichhölzer geknickt wurden. Eine Mauer eines Fabrikgebäudes wurde hierbei durchschlagen. Spielende Kinder, die sich in der Rühe der Absturzstelle befanden, blieben wie durch ein Wunder unverletzt.

Dritter deutscher Ralurschuhtag in Dresden.

Wettervoraussage für Sonntag. Hei­ter, später wolkig, lokale Gewitterstörungen mit leichter Abkühlung.

Wettervoraussage für Montag: Teil- heiter, teils wolkig und warm, aufkommende Ge­witterneigung.

Lufttemperaturen am 24. Mai: mittags 24,4 Grad Celsius, abends 17,4 Grad: am 25. Mai: morgens 15 Grad. Maximum 26 Grad, Minimum 8,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. Matt abends 21,2 Grad; am 25. Mai: morgens 15,8 Grad Celsius. Sonnsnfcheindouer 9M Stunden.

-------- schloßen, die in riesigen Mengen niedergingen, Oer Kampf um den südamerikanischen ÄtoSMö^a^

Markt. Aesten und Laubwerk. Vielfach wurden 5>ad>

Q __ aA rm fenster und Scheiben in den Kaufhäusern glatt

ritawr i f durchschlagen. Der schwere Hagelschlag hat auch

f n^n i9hin n A n 1 Vt iJ i fn @*n Schaden an der Baumblüte und an den

k 0 mm i 1 s r 0 n , die nach Argentinien «eldlrückiten anacrichfpf und Brasilien gehen soll, wird von dem -^osruchten angerichtet.

vormaligen Botschafter in Berlin, Lord d ' A b e r- Ueberschwemmungskalaftrophe in Japan.

non geführt werden. Außerdem gehören ihr an: 3n der Provinz Fukushim a ist infolge Sir William Clarc Lees als Vertreter der wolkenbruchartiger Rcgcnfälle eine

Textilindustrie, Rowland als Vertreter der gewaltige Lleberschwemmung eingetreten. 12 Per-

Maschinenbau-3ndustrie und der vormalige bri- tonen fanden den Tod. 5000 Häuser wurden

tische Kommissar in Köln, 3ulian P i g g o t t als überflutet, 38 Brücken wurden zerstört. Auch die

Vertreter der Eisen- und Stahl»3nduftrie.Daily Eisenbahnstrecken wurden verschiedentlich bescha- Mail" sieht in dem Beschluß der Regierung einen digt. Auf den Feldern wurde schwerer Schaden großzügigen Versuch zur Rückeroberung angerichtet. Der Gesamtschaden wird auf fünf und Ausdehnung der britischen Millionen Ven geschäht. 17 Fischerboote werden Märkte in Südamerika. vermißt.

---------- Eine verhängnisvolle Verwechslung.

Kleine politische Nachrichten.

Das Reichskabinett beschloß in seiner zur Stillung von Magenschmerzen unter dem Vorsitz des Reichskanzlers abgehal- anstatt Bittersalz irrtümlicherweise tenen Sitzung die Verlängerung des Gesetzes Barium Chlorid. Der Mann und die Frau zum Schutze der Republik auf die Dauer eines Matrosen nahmen eine kleine Menge dieses von drei 3ahren. Die entsprechende Vorlage wird I Salzes, woraus sich bei beiden Vergiftunaserschei- dem Reichsrat sofort zugehen. Das Reichstabinett nungen zeigten, die ihre Ueberführung ins Kranken- beschloß ferner, den Entwurf eines Gesetzes xur Haus notwendig machten, wo der Mann bereits Aenderung des Dereinsgesetzes, der geftorben ist. Die Frau befindet sich wieder aus den vorigen Reichstag bereits beschäftigt hatte, dem Wege der Besserung. Der Steuermann, der das aber nicht verabschiedet worden war, unverändert verhängnisvolle Gift verabreicht hatte, wurde dem wieder einzubringen. Untersuchungsrichter vorgeführt.

I

Die neue Reichsanleihe wird dem Reich IBcffcrfüflC

durch das sogen. Preußen-Konsortium ' unter Führung der See-Handlung in Höhe von 120 Millionen Mark zum Lombardsctz der Reichs­bank, also zu 8,5 Prozent bevorschußt wer­den. Hierzu kommt noch eine Provision von ein achtel Prozent. Die Rückzahlung erfolgt bis spätestens 25.3uli entsprechend den Eingängen aus den Einziehungsraten der Reichsanleihe.

Offiziere, Korvetterikapitän H a m o n, die Schiffs­leutnants Remondier und Loisel, ferner 3ngenieur Kühn, nur zwei Tage in Friedrichs­hafen zu bleiben, um dann nach Paris zurückzu­kehren. Leutnant G r u i l l o t, der während des Krieges Instrukteur der amerikanischen Luftschiff­truppen in Frankreich war, hat sich während der . s s . «-

Fahrt hierher längere Zeit im Kommando- . Die Gelehrtenschule des 3ohanneums in Ham- stand des Luftschiffes aufgehalten und wie er er- der berühmtesten alten deutschen hohen

klärte, dabei außerordentlich gute Eindrücke vom das Jubiläum

Schiff bekommen. Die Franzosen bezeichneten die wres 400iahngen Bestehens. Zahlreiche ehemalige Fahrt als wundervoll. Es sei zeitweise fast so hell ^teuter Anstalt, darunter viele Trager be­tete bei Tage gewesen. Sie erklärten ferner, daß ^ier

sie sich von dem Schicksal desGraf Zeppelin" As der großen Zahl der Sttftuirgen, die dem in Frankreich eine günstige Einwirkung auf die ÄVINneukn. aula&li$ des 3ubilaums überwiesen deutsch-französischen Beziehungen versprächen. ank Stiftung des RelchS -

Auch die Amerikanerin Mary Pearce er- n ? r-c ®

klärte, während der Fahrt wunderbar geschlafen 3ohanneums, über 10 000 2KL, die

zu haben. Dagegen hatte sie gleich bei ihrer An- JonL f 0 "J?.}/ a r. ?

fünft weibliche Sorgen. 3hre Hutschachtel über die

war bei der Landung spurlos verschwunden und ÄercheSumme und das Geschenk de rHap a g es dauerte eine Stunde, bis man sie endlich an M k. genannt. 3m Rathause fand ein

Bord des Luftschiffes fand, wo sie aus Versehen ^Kangdurch denSenat statt, bei dem Burger- zurückgelassen worden war. Miß Pearce will ^«^^.^-.detersen und der berühmte Hlfto- unter allen Umständen mit nach Amerika fahren, ^er Geheimrat Prof. Eduard Meyer An- Zunächst wird sie einer Einladung des Leutnants Lachen hielten. Den Höhepunkt ^r festlichen G r u i l l o t zu einer Freiballonfahrtvon r JS?r £2®? staatliche Feier in

Paris aus Folge leisten. Die Pannenfahrt ^ustkhalte^ Senator K r a use überbrachte

desGraf Zeppelin" war ihre erste Luftfahrt Dluckwunsch«Hter Hamburger Legierung und

überhaupt. Sie erklärte, daß die Luftfahrt in ^erkundeteden DeschEß des Senats, ueunStra- ihr eine begeisterte Anhängerin gefunden habe. in bem neuen Wohnviertel von Alsterdorf

nach den früheren Leitern des 3ohanneums zu I benennen. Für die Universitäten Hamburg und Kleinen gewöhnt. Wir können sie-nur feststellen, u^rreichte Pros. S ie t> e f i niq eine Wresse

ohne mit gleichem zu antworten, denn wir sind klein kL die Ernennung des gegenl^irttgen Direk-

und machtlos. Vergessen werden wir sie des 3ohannemns, Pros.^r. Kelter, zum nicht." Andere Blätter bezeichnen die auffallende fbrenmitglied der Hamburgischen Universität be- Abwesenheit der slawischen diplomatischen Vertreter Horn überwachte die Wunsche

als den schwarzen Punkt der Festtage. Das Hamburger evangelischen Kirche.

bulgarische Volk werde diese Nichtachtung nie ver- Großer Schaden durch Hagelschlag bei Hamburg, ge ff e n und sich daran erinnern, daß auch ein klei- Ein starkes Gewitter mit außerordentlich Hef­ner Stein den Wagen zum Sturz bringen kann und tigern Hagelschlag entlud sich in der Gegend von daß alle diese Nadelsttche, die Bulgarien versetzt Finkenwerder, Buxtehude, Hör ne - werden, ihre Folgen haben werden. bürg und im Alten Lande. Die Hagel-

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