Ausgabe 
25.4.1929
 
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Laß den für die Dienen sehr gefährlichen Krank­heiten entgegengetreten wird. 2ln die Spitzen der Landwirtschaft fei ein Wunsch ausgesprochen, dap sie bei der Auswahl der Futter- und Klee­gewächse etwas Rücksicht nimmt aus die Tracht- vcrhältnisse der Dienenweiden. 2ln die Forst­behörden ergeht der Wunsch, daß der Aus­gleich der Aatur auch in unserem deutschen Wald erhalten bleibt und daß bei dem Durch­forsten nicht alle Weidenarten der Axt zum Opfer fallen, damit die Dienen sich dort im zeiti­gen Frühjahr den so sehr notwendigen Dlüten- staub holen können. Vielleicht ist es auch mög­lich, daß an Waldesrändern hier und da ein­zelne Akazienbäume aufwachsen könnten: dies wäre auch in der Zeit der Blüte eine gewisse Freude für den Aaturliebhaber.

Der Vortrag loste eine lebhafte Diskussion aus, die allen Anwesenden reiche Aufklärung über die in Frage gestellten Punkte gab. Dr. Freu- denstein erhielt weitere Ein.'a^ungen von dem Vezirksvercin Wetzlar und dem Obst- und Gar­tenbauverein Alsfeld.

Wirtschaft.

Oer neueste Reichsbank-Ausweis.

Aach dem Ausweis der Aeichsbank vom 23. April hat sich die gesamte Kapi­talanlage der Bank in Wechieln und Schecks, Aeichsschatzwechseln, Lombards und Effekten in der vergangenen Bankwoche um 38,2 Mill, auf 2450,0 Mill. Mk. erhöht. Die Zunahme ent­fällt auf die Bestände an Wechseln und Schecks, die um 118,4 Mill, auf 2239,4 Mill. Mk. an- gewachsen sind, während sich die Lombardbe­stände um 80,1 Mill, auf 41,0 Mill. Mk. und die Bestände an Aeichsschatzwechseln geringfügig um 0,2 Mill, auf 76,7 Mill. Mk. verringert haben.

An Aeichsbanknoten und Aentenbankscl>einen zusammen sind 240,4 Mill. Mk. in die Kassen der Dank zurückgeflossen: im einzelnen hat der Um­lauf an Aeichsbanknoten um 226,3 Mill, auf 3918,9 Mill. Mk. und der Umlauf an Ren­te nbankscheinen um 14,2 Mill, auf 441,4 Mill. Mk. abgenommen. 2,4 Mill. Mk. an Ren- tenbanklcheinen wurden getilgt. Demzufolge haben sich die Bestände der Reichsbank an solchen Schei­nen auf 56,5 Mill. Mk. erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 796,3 Mill, eine Zunahme um 99 Mill. Mark.

Die Bestände an Gold und deckungs- sähigen Devisen insgesamt haben um 234,7 Mill, auf 2218,8 Mill. Mk. abgenommen. 3m einzelnen haben sich die Goldbestände um 251,0 Mill, auf 2178,9 Mill. Mk. verringert und die Bestände an deckungssähigen Devisen um 16,3 Mill, auf 39,9 Mill. Mk. erhöht. Die Deckung der umlaufenden Roten durch Gold al­lein beträgt 55,6 gegen 58,6 Prozent in der Vor­woche, diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen 56,6 Prozent gegen 59,2 Prozent in der Vorwoche.

* Reue Kunstseidepläne. Wie WTB.- Handelsdienst erfährt, ist zwischen der Maschinen­fabrik Oskar Kohorn & Co Chemnitz und der chemischen Fabrik Societä Lefranc, Paris nach befriedigenden Versuchen zur technischen Her­stellung einer neuen Kunstseidenart ein Vertrag abgeschlossen worden, der die Grundlage für eine weitere gemeinsame Arbeit bilden soll.

* Gesellschaft für elektrische Un­ternehmungen (Gesfürel). 3n der gestri­gen Aufsichtsratssihung wurde beschlossen, der auf den 13. Mai einzuberufenden G.-V. die Aus­schüttung einer Dividende von wieder 10 Pro­zent auf das am 31. Dezember 1928 dividenden­berechtigte Kapital von 55.289 Mill. Mk. vor- zuschlagen.

" Ludw. Loewe & Co. A. -G., Berlin. Der Aufsichtsrat beschloß, eine Dividende von wieder 10 Proz. auf das von 15 auf 20 Mill. Mark erhöhte Aktienkapital vorzuschlagen.

* Der Vertrag Terra United Artists abgeschlossen. Die Terra-Film A.-G. teilt mit: Die Verhandlungen der Terra- Film A.-G. mit der United Artists, der größten amerikanischen Filmproduzentengruppe, eingelei­tet mit dem Ziel, der Terra ein Monopol für die amerikanischen Spitzenfilme in Deutschland zu sichern und andererseits der Terra eine Verwertung ihrer eigenen Produktion in Amerika zu ermöglichen, sind abgeschlossen worden. Es handelt sich um eine reine Vertriebsgemeinschaft, wie sie bisher die internationale Filmindustrie nicht kannte.

* Ford in Frankreich und Belgien. Die Kapita^rK'-huna der französischen Fordfiliale von 78 auf 130 Mill. Frs. umfaßt 520 000 Ak­tien zu 100 Frs., die den Fordagenten und An­gestellten teilweise reserviert sind und den alten

Diskonterhöhung der Aeichsbank.

Wechseldiskont von 6V2 aus Tk Proz., Lomba dzinsfuß von Tk auf 812 Proz.

Berlin, 25.April. (WTB. Funkspruch.) Die Reichsbank Hal mit fofortfger Wirkung den Wechseldiskont von 6,5 auf 7,5 v. h. und den Lombardzinssah von 7,5 auf 8,5 v. h. erhöht.

Der Vorsitzende begründete diese Erhöhung wie folgt: Wit der Diskontermähigung vom 11. Januar d. 3. halte die Reichsbank geglaubt, der verminder- ; ten Aktivität der deutschen Wirtschaft entgegentom- I men zu sollen. Es konnte dabei in kauf genommen werden, wenn die Verringerung des Zinsgefalles gegenüber dem Auslande angesichts der hohen lang- und kurzfristigen Auslandverfchuldung zu einem , verminderten Zustrom, oder zu einem Abflichen ! kurzfristigen Auslandkapikals und damit zu einer Senkung des Gold- und Devisenbestandes der ; Reichsbank führen würde. Die Gold - und De - , Visenentziehungen haben indessen ! die Erwartungen weit übertroffen, wozu nicht nur d!e Anspannung an den wichtigen internationalen Geldmärkten, die sorlbeslehende Passivität des deutschen Außenhandels, die gering­fügige Reuausnahme lang- und kurzfristiger Au­le hen beitrugen, sondern vor allem auch die De­visenabflüsse zwangsläufiger Ratur, der Zins- und Tilgungsbedarf für die große Aus­landverschuldung und nicht zuletzt die Devisen- Zahlungen für Reparationszwecke, die mit der Steigerung der Dawesannuität auf 2,5 Milliarden Reichsmark natürlich steigenden Devisen­bedarf hervorriefen (vom 1. September 1928 bis

31. wärz 1929 gleich 733 Millionen Reichsmark gegenüber 442 Millionen Reichsmark im entsprechen­den Zeitraum vorher). Es ist selbstverständlich, dah die Reichsbank versuchen muh, auch einer solchen Entwicklung gegenüber ohne Diskonterhöhung aus­zukommen, solange der Geld- und Kreditbedarf der privaten Wirtschaft ein gewisses Mah nicht über­steigt. Ls ist aber bekannt, dah die gelegentlichen Spannungen des Geldmarktes während der letzten Wochen ihre Ursache außer in Saisonerscheinungen großen Teiles in der bedauerlichen Kassen­lage des Reiches halten, wenn das Reichs­bankdirektorium sich nunmehr dennoch, ungew'öhn- licherweise in einer Zeit noch fortdauernder wirt- schastsdepression, gezwungen sieht, den Diskontsatz von 6,5 auf 7,5 v. h. und den Lombardsah von 7,5 auf 8,5 v. h. zu erhöhen, so liegt der G nind dafür allein in der bezeichneten Verschlechterung der Gold- und Devisenreserve. Es zeigt sich wieder einmal deutlich, welchem unnatür­lichen Zwange die Diskontpolitik der Reichs­bank durch d!e Rokwendigkeit der Verwendung ausländischen Kapitals in der deut­schen Wirtschaft und durch die steigenden Devisenerfordernisse für Repara­tionszwecke i'nlerwo-f?n ist. Die Reichsbank wird genötigt, der deutschen Wirtschaft neue Zins­belastungen in einer Zeit aufzuerlegen, in der die Wirtschaft zu ihrer Belebung Zinsermähigungen brauchte.

Aktionären im Verhältnis 2:1 überlassen wer­den. Die belgische Fordgesellschaft zahlt nun­mehr 90 Prozent der Summe zurück, die für Zeichnung der soeben ausgegebenen neuen Ford- afiien eingezahlt wurden, und verteilte die Ak­tien ausschließlich an Belgier und Luxemburger. Die sofortige Zurückzahlung der 90 Prozent macht ungefähr i Milliarde Frs. für den belgischen Kapitalmarkt frei.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 25. April. Tendenz: zuver­sichtlich. Trotz der Erhöhung der Diskontrate des Reichsbankinstitutes um 1 auf 7,5 v. ch. war man zu Beginn der heutigen Börse zuversichtli­cher gestimmt. Diese Tatsache berührte die Börse eben nur wenig, da man schon seit längerer Zeit damit gerechnet hatte. Die freundlichere otimmung wurde vor allem durch eine Meldung, wonach ein neuer Zahlungsplan ausgearbeitet sein soll, der eine Lösung der Reparationsfrage für zehn bis fünfzehn Jahre vorsieht, hervorgerufen. Die Annuitäten für diese Periode sollen nicht über die von Dr. Schacht in seinem Memorandum vorgesehenen Ziffern von 1650 Mil­lionen Reichsmark hinausgehen. Das (3efd;äft konnte wieder etwas lebhaftere Formen annehmen, zumal noch die günstigen Geldmarktverhältnisse und der feste Schluß der gestrigen Reuyorker Börse einen vorteilhaften Eindruck machten. Der bevor­stehende Ultimo wurde dagegen auf der anderen Seite nur wenig beachtet, da sowieso die Engage­ments bei den am Börsengeschäft beteiligten Kreisen sehr gering blieben. Im Vordergründe des Inter­esses standen wieder die alten favorisierten Werte. Besonders Elektroaktien und Kaliwerte waren leb­hafter gefragt Siemens gewannen 5,5, Geffürel 4,5, Schlickert und Licht & Kraft je 3,5, Bergmann 3, AEG. 3,5, Salzdetfurth 8 und Westeregeln 7,75 v. H. Interesse bestand sonst noch für Deutsche Linoleum mit 5,5 und für Glanzstoss mit plus 11,5 v. f). Am Farbenmarkt war das Geschäft ver­hältnismäßig gering, und J.-G.-Farben eröffneten nur 0,75 o. H. höher. Auch am Montanmarkt waren besondere Umsätze nicht zu verzeichnen: die Besse­rungen gingen hier kaum über 1,5 v. H. hinaus, nur Rheinische Braunkohlen hatten lebhaftere Nach­frage mit plus 3 o. H. auf die günstigen deutschen Kohlenmärktelagen zu verzeichnen. Bon Bankwerten waren nach Reichsbank mit plus 4,5 v. H. lebhafte Nachfrage feftzuftellen. Die übrigen Werte dieses Marktes gewannen bis 1,5 v. S). Deutsche Bank da­gegen vernachlässigt. Zellstoffaktien bis 4,75 v. ch. fester. Angeboten waren dagegen Schiffahrtswerte, von den internationalen Werten Svenska und Chade- aktien, und am Nebenmarkte Süddeutsche Zucker, Autoaktien, doch gingen die Rückschläge bei den oben genannten Werten kaum über 1,5 v. H. bzw. Mark hinaus. Renten still. Im Verlaufe war man hin­sichtlich der wieder optimistischeren Beurteilung der

Reparationskonferenz weiter zuversichtlich. Nachdem die Spekulation auf einzelnen Marktgebieten Deckungen vorgenommen hatte, wurde das Geschäft jedoch wieder still, da Orders von außen her kaum Vorlagen. Das Kursniveau konnte sich erneut, aber nur um Bruchteile v. Sj., bessern. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 v. S). unverändert leicht. Am Devisenmarkt war die M a r k kräftig erhöht. Man nannte Mark gegen Dollar 4 2152, gegen Pfund 20 461, London gegen Kabel 4,8536, gegen Paris 124.16, gegen Mailand 92,67, gegen Madrid mit 33,60 wieder erholt, gegen Holland 12,08.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 25. April. Der Pro­dultenmarkt verkehrte heute auf die wt der feste­ren Auslandmeldungen in ebenfalls festerer Hal­tung, jedoch hielten sich die älmsähe nach wie vor in sehr engen Grenzen, und es ist kaum eine Geschäftstätigkeit festzustcllcn, so daß die offi­ziellen Preise unverändert belassen wurden. Es wurden notiert: Weizen 23,75, Roggen 22,75, Sommergerste für Brauzwecke 24, Hafer, inländ. 24 bis 24,25, Mais (gelb) für Futterzwecke 22,50 bis 22,75, Weizenmehl, südd. Spezial 0 32,75 bis 33, Roggenmehl 30 25 bis 31.25, Weizenkleie 13,40, Roggcnkleie 14 bis 14,25. Tendenz befestigt.

Frankfurter Schlachtvichmarkt.

Frankfurt a. M, 25. April. Auftrieb: 56 Rinder, 940 Kälber, 73 Schafe, 372 Schweine. Cs wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 75 bis 80 Mk.: mittlere Mast- und Saugkälber 70 bis 74: geringe Kälber 60 bis 66. Schweine: vollfleifchige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 71 bis 74; von etwa 200 bis 240 Pfund 72 bis 75: von etwa 160 bis 200 Pfund 70 bis 74 Mk. Marktverlauf: Schweine schleppend, ausver­kauft. Kälber und Schafe ruhig, geräumt.

Kunst und Wissenschaft.

Festsitzung der Gesellschaft für antike Kultur.

Unter dem Vorsitz von Staatssekretär Professor Dr. P o p i tz trat in Berlin am Dienstagabend die Gesellschaft für antike Kultur irn Rahmen einer Festsitzungzu ihrer ersten öffent­lichen Tagung zusammen. Nach Begrüßung der Ehrengäste, unter denen sich auch der Kronprinz Gustav Adolf von Schweden befand, wies Staats­sekretär Dr. Popitz darauf hin, daß diese Kund­gebung zeigen solle, daß in der jetzigen Zeit eine Gemeinde der Freunde der Antike bestehe, die alle diejenigen vereinigen wolle, die sich der lebendigen Bedeutung der antiken Kultur für die Gegenwart bewußt seien. Die Griechen hätten der Mensd)heit die bewußte Lehre der Kultur als eines höchsten Menschengutes hinterlassen und durch ihr Vorbild

allen Völkern die Aufgabe gestellt, die Glieder des Volkes zu Wesen von innerer Freiheit und bewuß­ter Verbundenheit mit der Gemeinschaft heranzu­ziehen. Sodann ergriff Prof. Dr. Jaeger, der Altphilologe der Universität Berlin, das Wort zu seinem Festoortrag überDie g e i ft i g e Gegen- wart der Anti te". Die Gesellschaft wolle den Genius der Antike nicht nur in Festreden beschwören, sondern ihn wieder im Leben unserer Zeit frucht­bar machen. Der Redner berief sich dafür auf die Antike selbst und auf die schöpferische Gesinnung, und die Idee der zeitüberlegenen Dauer aller echten Geisteswerke.

Adolf Weißmann f.

Telegramme aus Haifa melden, daß der Berliner Musikkritiker Prof. Adolf Weiß­mann, der von der Llniversität Jerusalem auf­gefordert worden war, einige Vorträge zu halten, an Bord des Schiffes, das ihn von Marseille nach Palästina gebracht hatte, im Hufen von Haifa einem Herzschlag erlegen ist und am Mittwoch in Haifa beerdigt wurde. Durch den Tod Prof. Weißmanns erleidet die Berliner Musikkritik einen schweren Verlust.

VII. Deutsches Drahmsfest.

Zum VII. Deutschen Drahmsfest in Sena wurde für die Kammermufikkonzerte das Klinglerquartett verpflichtet (Klaviertriv, Quin­tett und Sextett). Die Thomaner von Leipzig werden unter Prof. D. Dr. Karl Straube in einem Kirchenkonzert fingen.

Büchertisch.

Hessen-Aassauisches Volks­wörterbuch ... aus den für ein Hesfen- Rassauischcs Wörterbuch mit Hilfe aller Volls- kreise und besonders der Lehrerschaft . . . von Ferdinand W r e d e angelegten und verwalteten Sammlungen ausgewählt und bearbeitet von Luise Berthold. Lieferung 1 und 2 Marburg, Elwert, 1927/28, jede Lieferung 2,50 Mk. (752, 753) Kurz nachdem der große deutsche Sprach­atlas sein Erscheinen begonnen hat, tritt das Hessen-Rassauische Volkswörter­buch mit seinen ersten Lieferungen hervor. Beide Veröffentlichungen werden in Marburg unter Ferdinand Wredes Leitung Zimmer an Zimmer vorbereitet, und so ist es selbstverständlich, daß diese Rachbarschaft sich in dem Charakter des neuen Wörterbuchs ausprägt.

Luise Berthold, die Bearbeiterin des Werks, hat bereits vor einigen Zähren die For­derung ausgesprochen und aus der geschichtlichen Entwicklung eingehend begründet, daß die neu­zeitlichen Mundartwörterbücher gröhlen Wert auf die Erfassung des Wortschatzes nach seiner geo­graphischen Verbreitung legen müssen, und die folgerechte Durchführung dieser Auffassung ist das wertvolle Reue an dem Hessen-Raffauischen Wörterbuch. Richt nur, daß in jedem Artikel mög­lichst genaue Ausführungen über das örtliche Vorkommen der behandelten Wörter gemacht Wer­dern eine große Reche von Karten und Skizzen, darunter 10 ganzseitige, zeigen aus einen Blick die verschiedenen Entsprechungen einzelner Begriffe und ihre Verbreitung in Hessen und Aassau. Man sieht also etwa auf der KarteSarg", wo für diesen Begriff Totenlade, wo Leiche, wo Sarg gesagt wird, oder wo sogar noch das alte Wort Kar in Gebrauch ist: oder man erhält auf einer anderen Karte einen klaren lleberblick darüber, wo den Rossauer das Hühnerauge, das Atzelauge, das Elsterauge, den Riederhessen das Krähen­auge, den Oberhessen der Leichdorn, drückt. Denn das muß vor allem gesagt werden: unsere Pro­vinz Oberhessen ist in diesem Hessen-Aaussauischen Wörterbuch mitbehandelt, und so ist es das un­bedingt Gegebene, daß olle oberhessischen Schulen das wertvolle Werk anschaffen, daß auch im Text ausgezeichnet gearbeitet ist und den ilnterricht täglich bereichern wird. Dr. F. M a u r e r.

Letzte Nachrichten.

OberstudiendirektorGraeber-AlSfeldl'.

Alsfeld, 25. April. (Eigener Drahtbericht.) Gestern mittag begab sich eine Anzahl hiesiger Ein­wohner erneut in die Wälder in der Gegend des Herz- berges, um nach dem feit Freitag voriger Woche vermißten Oberftudiendirektor ®raeb er von hier zu suchen. Dabei fand die Streife den Ver­mißten inmitten des Waldes am Fuße des Herz- berges t o t auf. Nach den getroffenen Feststellungen liegt S e l b st m o r d des in unserer Stadt allgemein hochgeschätzten, bedauernswerten Mannes vor. Die Leiche wurde nach Alsfeld übergeführt. Das Mit­gefühl mit der Familie des Verewigten ist in unserer Stadt allgemein.

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse

Berlin 24. Avril

7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8.5 Prozent.

Die hinter den Papieren angeführien Ziffern geben die Höhe der zuletzt

an.

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt <l M.

Telegraphische Auszahlung.

^cailjöslicve Stolen. . . . .volländttche Noten......

Italienische Noten......

'Norwegische Noten......

Deulsch-Oesterr-.Lioo Kronen Numänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Svanischc Noten.......

Tschechoslowakische Noten . Ungarische Noten ...

.Zrantsun a M

Berlin

Schluß- Kure

1 Uhr Kure

Schluß Ku re

Ansang Kure

Dalum

24.4.

25.4.

24.4.

25 4.

'htjiupp Poczmann.....

Heidelberger Eement . . . . Gement Karlstadt.....

Wanb & Freitag......

Schultheis Pahenhoser . . . £iliuetle.........

8er. Glanzstoss......

Bömberg.........

«elHlüji Waldhos.....

Zcllswls Aichasfenburg . . . Uharloltettbiirger Wasser . .

Deiiaucr (9ad.......

Daimler Motoren.....

Deutsche Maschinen-Fabrik . Sldlerwerle Klever.....

Ludw. Loewe.......

Wat. Automobil......

Orenstein 4 Koppel . . .

Bamag-Meguin......

grants. Maschinen . . . Äritzner ..... «

HeistigenNaedt......

IunghanS. ........

Lechwerke.....

Mainkrastwerke......

Miag. .......

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PeierS Union ....... kyebr. Roeder ...... Voigt & Haesincr.....

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153

116,75

289

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335

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278

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Banknoten

Berlin, 24. Avril

Weib

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ani.ntünutyc Noten . . .

Belgische Noten......

Däniiche Noten......

Englische Noten......

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20,457

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Geld

Brief

IM?

16752

168,98

169,66

22,10

22,18

112,13

112,57

59,04

59,28

2,51

2,53

112,33

112,77

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. 81,55

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61,32

12,45

12,51

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73,54

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Ber.in

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Berlin

Schluß- Kur-

1 Uhr sture

Schluß lAnsang

Schluß Kure

> Um- Kure

Schluß- Kure

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Kurs

Kurs .

Damm

24.4.

25-4.

24 4-

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Datum

24-4.

25.4.

24-4.

25-4.

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165

Di. Anl.-Ablös.-Schutv mit Aud loh-Rechlen

Lergl. ohne AuSlos.-Rechte

»% Arants. Hyp.-Bk Goldvf. un kündbar bis 1932

*'/,% Rheinische Hov.-Ban« Stau Goldps.

« E.A. adg. Borkrieg«-Obligation.

52,7

10,05

88,5

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10,9

52,9

10

Bergmann ......

Elektr. Lieferungen..... Licht und Kraft ..... gelten & Guilleaume.... Ges. f. Elektr. Untern.. ... Hamb. Elektr. Werte .... flihein. Elektr. . . ..... Schlei. (Hefti. .

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203,5

134

214,5

142,25

159

193

216,13

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205,13

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218,5

142,25

160

196 25

rückzahlbar 1932

4% Schweiz. Bunve«d..Anl..

<% Oesierreichische Goldrte..

4,20% Geilen. Silberne.

4% Oesterreich. einheltL OUe

4% Ungarische Goldtte.

4% Ungarische Staat«!. v. 1910

4V,% deSgl. von 1913

4% Ungarische Rronentte.. .

4% Türk. Zollanleihe ». 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anl.

Serie 1

4% deögl. Serie 11

4% Rumänen converl. Rle. . .

4Vi% Rumänen woldanl. von 1013

«llg. Deutsche Eisenbahn . <¥t Hamburg-Amerika Pake! ... 8 Hamb.-Südam. Dampsjch. . . 8

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Siemens & Halske.....V.

TranSradto . .* 8

Buderus ....... 5

Essener Steinkohle......k

Gelsenkirchener ... f. Yz 3- 4

Harpener. ....... .6

Köln-Neuesten........ 9

Mannesmann ........ 8

ManSselder ........7

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Oberschles. Kokswerke ... 6

Phönix Bergbau . . .:

Rheinische Braunkohlen ... 10

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162

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100,5

115

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129

100,25

92

274

Hansa Dampsschiss . . 10

Norddeutscher Lloyd .... 8 Allg. Deutsche Creditanst. . . io Barmer Bankverein . . 10

Berliner Handelegesellsch. . 12

Sommer»- und Privat-Bank 11 Darmst. u. Nationalbant 12

111,25

129

129

184

257

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147,5

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256

147,5

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185

258

Rhei^stahl f. % Jahr

Riebeii Montan......

Bereinigte Stahlw.....

Kali AscherSIeben . . .

Kaki Mesteregeln ......

Kaliwerk Salzdetfurth . . .

7 8

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356

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364

113

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224

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355

114,75

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65,9

229,5

235,75

363

Deutsche Bant ... 10

DiSkonio-Heselstchaft Ank.. . IO

Dresdner Bank . . U

Mitteldeutsche Lreditbaa! ... 9

Metallbank .....8

vicichc-bank ........ V

.63,25

154

159

298

162,75

159,25

302.5

163

154,5

158,75

301,25

163,5

155

159

302,75

3 ®. Farden.Invustrte. . . Dynamit Nobel......

schetdeanstalt. ...... Goldschmidt ...... RütgerSwerke ....... Motallgelelllchaft. . . . . .

12

. 9

. 6

. 6

11

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128,75

237

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83

85,25

128.5

239,5

85,75

88

128,75

24. April

25. April

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Meld

Brie'

61eld

Brief

Ämit.-Notk.

169,27

169,61

169,19

169,53

Bu-n.-Aires

1,771

1,775

1,772

1,776

Brss.-Antw.

58,51

58,63

58,48

58,60

Christiania.

112,32

112,54

112,29

112,41

Kopenhagen

112,34

112,56

112,28

112,50

Stockholm .

112,57

112,79

112,49

112,71

HelnngforS.

10,594

10,614

10,588

10,608

Italien. . .

22,075

22,115

22,06

22,10

London. . .

20,55

20,55

20,439

20,479

Neuhork . .

4,2135

4,2215

4,2110

4,2190

Paris....

16,47

16,51

16,455

16,495

Schweiz ..

81,105

81,265

81,08

81,24

Spa i:n.

60,09

60,21

60,84

60.96

Japan . . .

1,883

1,887

1,888

1,892

-Nfo de Jan

Wien in D--

0,5005

0,5025

0,5005

0,5025

Ceft abgcst

59,19

59,31

59,14

59,26

Prag . . . .

12,471

12,491

12,465

12,485

Belirad . -

7,409

7,423

7,391

7,413

Dudap.-'t. .

73,42

73,56

73,43

73,57

Bul arieu

3,047

3,053

3,044

3,050

Lissabon .

18,87

18-, 91

18,85

18,89

Danzig. . . .Konst nttn.

81,73

81,89

81,73

81,89

2,070

2,074

2,065

2,069

Athen. .

5,465

5,475

5,46

5,47

Canada

5,181

4,189

4,178

4.186

Uru uay .

4,006

4,074

4,036

4,044

Lairo -

20,97

21,01

20,965

21,005