Wie Frankreich sich die Verwendung der Daweszahlungen denkt.
Ein Blick in den Haushaltsvoranschlag
Berlin. 25. San. (Prsp.-Gel.) Bekanntlich begründen die Franzosen ihren Anspruch auf Die deutschen Peparationen damit, daß sie emmal ihre Kriegsschu/lden an Amerika und England bezahlen mühten und daß sie ferner einen Teil ihrer Ausgaben für den Wiederaufbau de-r zer st orten Gebiete wiedererhalten mühten. Liest man nun den französischen Haushaltsvoranschlag für das Jahr 1929. dann ergibt sich daraus «in ganz anderes Bild. Die Franzosen gehen übrigens bezeichnenderweise van der Voraussetzung aus. dah Deutschland auch 1929 den vollen Betrag von 2,5 Milliarden Mark leisten wird. Davon «ntsallen auf Frankreich noch dem bekannten Verteilungsschlüssel 1270 Millionen Mark. Man rechnet mit Darüberweisungen von 400 Millionen Mark. Der Rest soll in Gestalt von Raturallieserungen ausgenommen werden. Dabei sind für die zerstörten Gebiet« nur etwa 66 Millionen Mark vorgesehen, dagegen für di« gewöhnlichen Warenlieferungen, die jeder Privatkaufmann tätigen kann (vgl. den neuesten Sachlieferungsskandal) 360 Millionen Mark. Für öffentliche Arbeiten des Staates sind 240 Millionen Mark vorgesehen. Dann bleiben noch 200 Millionen Mark zur freien Verfügung der Regierung. Mit diesem Betrag soll das Straßennetz instand gesetzt werden, außerdem sollen Beträge für die Modernisierung der Hafenanlagen, für die Anlegung von elektrischen Kraftwerken und schließlich auch für die wirtschaftlich« Erschließung der Kolonien verwandt werden. Dies sind alles gewiß löblich« Ziele, nur erhebt sich die Frag«, ob die deutschen Reparationszahlungen ausgerechnet für diese Zwecke bestimmt sind, jedenfalls wäre es an der Zeit, bei den Sachverständigenverhandlungen auf diesen Punkt ciw- zugehen, zumal überdies die deutschen Barzahlungen erwiesenermaßen dazu benutzt werden, die französischen Rüstungen gegen Deutschland zu verstärken.
Baldwin eröffnet den Wahlkampf.
Die Wirtschaftspolitik des konservativen Kabinetts.
Newcastle on Thne. 24. Jan. (W.B.) Premierminister Baldwin eröffnete heute abend in einer Versammlung von 3000 Personen den Wahlkampf mit einer Rede, in der er vor allem auf wirtschaftliche Fragen einging. Die Schwierigkeiten, mit denen die britische Industrie zu kämpfen hat, sind, so führte er aus. daraus zurückzuführen, daß seit dem Kriege sich die Zahl der mit uns konkurrierenden Länder vermehrt hat. Die Möglichkeit eines Erfolges liegt für uns nur darin, dah wir die Qualität unserer Erzeugnisse hochhalten und es mit der Konkurrenz aufnehmen. Die Wähler müssen sich für eine Regierung aussprcchen. die besser in der Lage ist. zu helfen. Wir glauben, daß eine Regierung helfen kann, indem fie innerhalb der praktisch möglichen Grenzen die Reichsvorzugszölle ausbaut und unsere Industrien schützt. Valdwin wiederholte, dah eine konservative Regierung die Nahrungsmittel nicht besteuern würde.
Oie Kosten der Feldbereinigung in Hessen.
Groß-Gerau, 24. Jan. Abgeordnete des Hessischen Bauernbundes und Mitglieder der einzelnen Feldbereinigungskommissionen haben hier getagt und die Unmöglichkeit für verschiedene leistungsschwache Gemeinden betont, di« eminenten Kosten der Feldbereinigung zu tragen. Der Bauernbund hat beschlossen, Schritte zu unternehmen, daß die Regierung hier helfend eingreife.
Aus aller Welt.
Vreisverleilung der Internationalen Jliegerllga.
Der Hauptausschuh der Internationalen 51 i«- gerliga hat in Paris unter dem Vorsitz seines Präsidenten Clifford Harmon nach Prüfung ^t-r Vorschläge der verschiedenen Rattonen die Preisträger der nationalen Trophäen der Liga für l/üs ^>ahr 1928 festgestellt. Für Deutschland erhielt die Trophäe Hermann Köhl. Die Trophäe für Lüftschiffahrt für 1928 ist Dr. Hugo Eckener zugesprochen worden. Alsdann wurde die Abstimmung über die Auswahl des besten Flieger der Welt für 1928 vvrgenommen, der als solcher die internationale Clifford-Har- mon-Trophä« innehat. Mit zwei Stimmen Mehrheit wurde der italienische Preisträger Oberst Arturo Ferrarin für das Jahr 1928 zum besten Flieger der Welt erllärt. Der Ausschuß hat ferner entsprechend verschiedenen Wünschen Ehrenmedaillen den Beobachtern und Passagieren verliehen, di« an den Flügen teilgenommen haben. die die Auswahl ihres Führers als Preisträger für 1928 zum Anlaß hatten. So wurden derartige Chrenmedalllen Freiherrn von Hü nefeld und Major Fihmaurice verliehen.
Lin Chauffeur der Vefohungsarmee überfährt zwei Deutsche.
Anscheinend auf einer Schwarzfahrt begriffen raste der Chauffeur eines in Urlaub befindlichen französischen Generals aus der Kaiserstraße d i e Mainzer Brücke hinauf, konnte infolge der hohen Geschwindigkeit die Kurve nicht nehmen und fuhr über den Bürger st eig gegen einen Laternenpfahl. Dabei überfuhr er den 46jährigen Philipp Diehl und dessen vierjähriges Söhnchen. Diehl erlitt Rippen- und Beinverletzungen sowie eine schwere Kopfverletzung und wurde mit dem Kind, das leichter verletzt worden war, ins Krankenhaus gebracht. Der Chauffeur flüchtete und wurde später in der Wohnung des Generals von der französischen Gendarmerie festgestellt.
Schwede Bluttat im Westen Berlins.
In der Wohnung seiner Eltern im Westen der Stadt erschoß der 19jährige Manasse Friedländer seinen Bruder, den 18 Jahre alten Waldemar Friedländer und dessen Freund, den 19jährigen Laboranten Tibor F öl des. Der Mörder stellte sich dann selbst auf dem Polizeirevier. Zwischen den beiden Brüdern, zwischen denen immer ein gespanntes Verhältnis bestan-
Wie England den Raub Ofiastüas vorbereitet
Oie Verschiebung ves Kolonialbegriffs. - Oer Zusammenschluß Ostafrikas.
Der Gedanke, dah man nicht dauernd die Eingeborenen Afrikas und anderer Erdteile a l s Objekte der Ausnutzungundder Für- sorge behandeln kann, und daß die bloße Tatsache ihrer ständigen Berührung mit europäischen Kolonisatoren sie allmählich an einen Punkt kommen läßt, wo sie das S e l b st b e st i m m u n g s- recht fordern und ausüben können, ist nicht mehr neu. Er spiegelt sich ä. D. in der ganzen Entwicklung der englischen Kolonialgeschichte, wo die ursprünglich von Chartered Companies ein- sach nach kaufmännischen Gesichtspunkten und mit allen Mitteln der Gewalt ausgebeuteten Gebiete nachher von der Krone übernommen, als Kolonien verwaltet und schließlich als Dominien zu einem staatlichen Eigenleben gelangt sind. Aber in die Form eines völkerrechtlichen Gesetzes ist dieser Gedankengang erst durch die Mandatsbe- ftimmungen des Völkerbundes gekleidet worden. Dieser Gedanke hatte Wilson neben seinen andern Idealen vorgeschwebt; seine Gegenspieler in Versailles haben es verstanden, ihn so zu entwirllichen. dah er nur mehr theoretisch bestehen blieb, um den Raub der deutschen Kolonien und der arabischen Gebietsteile der Türkei zu sanktionieren.
Aber in der Zwischenzeit ist dieser Gedanke von den Emanzipationsbestrebungen der verschiedenen farbigen Völker und der Jslamwelt benutzt und propagiert worden, und auch die Rutznieher von Versailles können sich seinem Einfluh auf die Dauer nicht entziehen. Sie suchen deshalb nach Hintertüren, um zu verhüten, dah im Wege des Völkerbunds eine allzu starke Verselbständigung der in diesem Wege einverleibten Völkerschaften oder ein Anspruch Deutschlands auf Mitbeteiligung an der kolonialen Wirtschaftstätigkeit wirksam werden könnte. Das neueste Beispiel hiervon ist der sogenannte Hil- t o n - V o u n g - B e r i ch t. der der englischen Regierung in den letzten Tagen von einer Kom
mission erstattet wurde, in der vier englische Politiker die künftige Gestaltung O st - a f r i k a s nach ihren Ansichten entwickeln. Sie waren mit einer umfangreichen Hntersuchung an Ort und Stelle beauftragt und haben mindestens dem Ausmaße nach gründliche Arbeit geliefert. Aber was dabei herauskommt, ist für jeden, der den Mandatsbegriff ernst nimmt, geradezu erschreckend. Denn unter dem Titel einer „engeren Vereinigung" Ostafrikas wird da vorgeschla- gen, daß an Stelle der einzelnen Verwaltungen, unter denen Deuts ch-O st afrika als Tan- ganhika-Territorium figuriert, zunächst ein Oberkommissar und dann ein Generalgouverneur für die gesamten ostafrikanischen Gebiete geschaffen werden soll. Das heißt, und daS ergibt sich auch aus den übrigen Vereinheitlichun^sbemü^ungen. das Mandatsgebiet, unser früheres Deutsch-Ostafrika, soll einfach und ohne Rücksicht auf seinen besonderen Charakter einem großen o st afrikanischen Reiche e i n verleibt werden, das a l s Kronkolonie gedacht ist. Großzügig bemerkt der Bericht, daß die Vorschläge, die er macht, „auf einer Linie entwickelt werden können, die mit dem Mandat für Tanganyika im Einklang stünde". Wi r sind anderer Ansicht. Die Mandatsbestimmungen sehen vor. daß der Mandatar durch einen anderen ersetzt werden kann, dah das Mandat gesondert von den eigenen Kolonialbesitzungen des Mandatarstaats zu verwalten ist und daß seine Einkünfte nur für seine eigenen Zwecke ausgewandt werden dürfen. Eine Vereinheitlichung in der gedachten und von der englischen Regierung offenbar bezweckten Form macht diese Völkerbundsbestimmungen völlig illusorisch und das Mandatsgebiet zu hinein untrennbaren Teil der englischen Kolonien. Dagegen muß in unferm eigenen Interesse, wie in dem der völkerkundlichen Grundsätze von vornherein aus das entschiedenste Front gemacht werden.
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Die Deutschen in Afghanistan
Zn täglicher Funkverbindung mit der Heimat.
Berlin. 25. Jan. (Priv.-Tel.) Der Umsturz in Afghanistan, vor allem aber englisch« und französische Meldungen, nach denen z. B. französisch« Schulen in Kabul geschlossen und beraubt toorjcn wären, wie auch die Meldung des „Dally Telegraph", daß weitere Abtransporte durch englische Flugzeuge notwendig wären, und dah die meisten europäischen Regierungen, unter ihnen auch Deutschland, ohne Nachricht von ihrer diplomatischen Vertretung wären, haben 'Besorgnis hervorgerufen und zum Teil «in ganz falsches Bill) entstehen lassen. Wie wir von gut unterrichteter Seite Horen, steht die deutsche Gesandtschaft in Kabul in täglicher Funkverbindung mit dem Auswärtigen Amt in Berlin. Die Nachrichten aus Kabul werden von der afghanischen Grohsunk- statton der Regierung drahtlos nach Moskau gegeben, von wo sie auf telegraphischem Wege das Auswärtig« Amt erreichen. Don einer Unter- brechung dieser Verbindung kann also keine Rede fein, im Gegenteil hat die deutsche Regierung heute wieder Nachricht von der Gesandtschaft erhalten. Rach den Berichten der deutschen Gesandtschaft hat sich di« neue Qi « g i e r u n g bereits bei den Vertretern der ausländischen Mächte in Afghanistan amtlich vorgestellt. Dabei ist auch über das weitere Schicksal der Deutschen in Afghanistan gesprochen Worten. Die jetzige Regierung erklärt, dah fie zunäch st keine Entlassung der in afghanischen Diensten befindlichen Deutschen vornehmen wird, daß sie sich diese Frag« aber zur Entscheidung für einen späteren Termin vorbehalten müsse. Damit ist wenigstens kein Anlaß gegeben, sich jetzt besonder« Sorgen für die 70 Deutschen - in Kabul, die meist besonders ausgewählte Kräfte darstellen, zu machen. Auch irgendwelche Nach- richten über die Plünderung deutscher Schulen inKabul liegen bei den zuständigen Stellen nicht vor. Bisher sind überhaupt erst 12 FrauenundKinderin englischen Flugapparaten aus Kabul abtransportiert worden. Die englische Presse versucht anscheinend durch gefärbt« Meldungen eine falsche Darstellung der Lage der europäischen Kolonie in Afghanistan zugunsten der Engländer zu geben. Im Gegensatz zu diesen Rachrichten ist die deutsche Gesandtschaft, die ein« halb«
— Zunächst keine Entlastungen.
Stunde von der Hauptstadt entfernt liegt, während der ganzen letzten Kämpfe von diesen verschont gewesen, während die englische diplomatische Vertretung im Mittelpunkt des Bürgerkrieges lag.
Amanuliah auf dem Wege nach Kabul.
6 o w n o, 24. Jan. (TU.) Wie aus Moskau gemeldet wird, soll sich König Arnanullah bereits unterwegs nach Kabul befinden. Zwei ntue Stämme haben sich Arnanullah angefchlossen und sich bereit erklärt, ihn im Kamps gegen habibullah ju unterstützen. 82 Kilometer von Kabul entfernt ist es ju Zusammenstößen zwischen den Anhängern habibullahs und Amanullahs gekommen, wobei auf seilen Amanullahs zwei Ausländer getötet wurden, die als militärische Instrukteure an dem Kampf gegen habibullah teilgenommen haben. Der Kampf dauert fort Arnanullah ist es gelungen, eine Gruppe von Anhängern habibullahs zu entwaffnen.
Habibullah und das Ausland.
Die afghanischen Gesandtschaften gegen ocn „Lohn des Wasserträgers".
Kairo, 24. Jan. (TU.) Nach neuen Meldungen aus Afghanistan haben d i e afghanischen Gesandten im Auslande betn König Habibullah mitgeteilt, daß sie es ablehnen, mit der neuen Regierung zusammenzuarbeiten, und daß sie König Arnanullah treu bleiben würden. Die afghanischen Gesandtschaften in Europa und Asien haben sich geweigert, für die neue afgha- nische Regierung irgendwelche diplomatischen Schritte in den Ländern, in denen sie beglaubigt sind, zu übernehmen oder irgendwelche Berichte zu erstatten. — König Habibullah hat am Mittwoch wieder den englischen Gesandten in Kabul empfangen und mit ihm eine längere Unterredung über die politischen Beziehungen zwischen Afghani- stan und England gehabt. Der Vertrag zwischen beiden Ländern ist noch nicht unterzeichnet.
den hat, kam es wegen eines umgeworfenen Rotenständers zu einem Streit, dessen Einzelheiten noch nicht feststehen. Der Mörder behauptet, er hätte in Rotwehr gehandelt Seine Darstellung ist aber sehr unwahrscheinlich, zumal er keine Spuren eines Kampfes an seinem Körper trägt. Vielmehr scheint es, als ob er beide hinterrücks erschossen hat. Tibor Föl- des ist der Sohn des Schriftstellers Földes. Die Leichen wurden von der Polizei beschlagnahmt
wieder ein Gasrohrbruch.
In Johann - Georgen • Stadt ist durch einen Gasrohrbruch großer Schaden angerichtet worden. Zwei Häuser wurden verwüstet, so daß alle Wohnungen geräumt werden mußten. Mehrere Mieter erlitten Vergiftungen. Eine Frau ist bereits gestorben
Der Prozeß gegen die Berliner Unterwelt
Die Hauptverhandlung in dem Berliner „Jmmer- treu"-Prozeß wird am 4. Februar in Moabit beginnen. Amtsgerichtsrat Sponer hat umfangreiche Vorsichtsmaßregeln für die ganze Dauer der Verhandlung angeordnet, da man nach den neuesten Ereignissen auf Gewalttätigkeiten der An- Hängerschaft der Gannooen-Vereine gefaßt sein muß. Der Prozeß wird einen außergewöhnlichen Umfang annehmen Staatsanwaltschaftsrat Zimmermann hat 34 Zeugen und mehrere Sachverständige geladen. von der Verteidigung, die in den Händen der Rechtsanwälte Dr. Alsberg und Dr. Frey liegt, sind außerdem etwa 80 weitere Zeugen geladen worden. Der Prozeß richtete sich gegen neun Mitglieder von ,^mmertre u". Bis auf zwei Angeklagte sind alle anderen vor- bestraft. Die Linklage lautet auf schweren Landfriedensbruch und Beteiligung an einer Schlägerei, bei der der Tod eines Menschen und schwereKörperoerletzun
gen vorgekommen sind. Die Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft, nur einer ist wieder frei- gelassen, da nicht festgestellt werden konnte, daß er Gewalttätigkeiten begangen hat.
Anklage gegen die „Rundfunkentsührer".
Wie erinnernd), wurde vor einiger Zeit der „23 or- wärts"-Redakteur Schwarz entführt, als er einen Rundfunkvortrag halten wollte. In dieser Ange- legenheit hat jetzt der Erste Staatsanwalt von der Berliner Staatsanwaltschaft II die Anklage gegen die drei Beteiligten, Dr. Frank, den Gruppen- führer vom Roten Frontkämpfer-Bund Berlin, Scherlinski. und einen gewissen Peuke, gleichfalls Mitglied der Kommunist schm Partei, erhoben. Die Anklage lautet gegen alle drei auf N ö - t i g u n g in Tateinheit mit Freiheitsberau- b u n g, außerdem gegen Dr. Frank und Scherlinski auf Bedrohung mit Erschießen und u n - erlaubten Waffenbesitz
Fliegerbomben auf eigene Kavallerie.
Bei dem Abwurf von drei Bomben durch ein Flugzeug der britischen Militärstreitkräfte sind zwei indische Offiziere und 1 2° Mann getötet worden, während die Zahl der Verletzten nach den getroffenen Feststellungen auf 14 geschäht wird. Man befürchtet, dah der verwundete Offizier und ein Mann ihren Verletzungen erliegen werden. Alle Opfer sind Angehörige eines altindischen Kavallerieregiments. — Zwischen Peichawar und Jamrud am Eingang zum Khyber-Paß beendet sich ein großer Hebungsplatz. Vor zwei Tagen richteten die britischen Luststreitkräfte an den Plahofsizier das Ersuchen, den Platz für die Hebungen zur Verfügung zu stellen. Dem Ersuchen wurde statt- gegeben und gleichzeitig Vereinbarungen ge- t"v fen für eine gemeinsame Hebung von Kavallerie, Tanks und Infanterie. Bei der Ankunft einer Schwadron deS indischen Kavallerie-
Regiments wurde dem befehl'genven Offizier tnH- getcilt. daß Bombenüburgin in Gang? feien. Der Plaholl -ier gab darauf den Luftstrett.rä ten ein Signal _Werst keine Bomben ab“. Eine Maschine, die in 1300 Meter Höhe flog, verwechselte tirgen des unsichtigen Wetters daS Signal und verstand „Alles klar". Eine Bombe wurde daraufhin abgeworfen, die mitten in den 200 Meter weiten Kreis der indischen Kavallerie siel und solche furchtbaren Ergebnisse hatte.
Glückwünsche für den ehemaligen Kaiser.
Einige Herren des alten Großen Hauptquartiers und der früheren Umgebung des ehemaligen Kaisers, sowie der Adelsgenossenschaft, darunter Gcneral- adjutant General von Gontard und Exz. von Berg, brachten dcm früheren Kaiser im Hause Doorn ihre Glückwünsche zum 70. Geburtstage dar. Herr Kräcker vonScywarzenfeldt händigte dem früheren Kaiser dabei Beiträge der Vereinigung ,L a i s e r d a n k" aus, durch die ihm Geldmittel zu wohltätigen Zwecken für Krankenhäuser sowie zur Erholung von Kranken und Überarbeiteten zur Verfügung gestellt werden.
Holland
feiert den 350. Jahrestag der Utrechter Union.
In Anwesenheit der königlichen Familie, der holländischen Minister und zahlreicher Würdenträger des ganzen Landes wurde in H t r e ch t der 350. Jahresiag der Htrechter Union feierlich begangen. Er begann mit Vorträgen in der Aula der Hniversität, wobei die Bedeutung des Tage« cts Beginn des niederländischen Befreiungs- kampses gegen die Spanier und der nationalen Einigung der Niederlande gewürdigt wurde. Die Königin legte dann einen Kranz an dem Denkmal ihres Vorfahren Jan von Rassau nieder und wohnte hieraus einem Festkonzert hn wiederhergestellten Dom von Utrecht bei.
3m Bergwerk tödlich verunglückt.
Im Hauptschacht der Aachener Grube „Maria" fanden Bergarbeiter der Mittagsschicht an einer abgebauten Stelle eine elektrische Lampe. Sie gingen in den mit stickiger Luft gefüllten Bau vorsichtig hinein und sanden die Leiche eines Bergmannes, der in der Frühschicht gearbeitet hatte. Wie der Verunglückte an diese abgebaute Stelle geraten ist, steht noch nicht fest.
Oie Wetterlage.
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Wettervoraussage.
Mit dem Vordringen kälterer Luftmassen au» Skandinavien sind in ganz Deutschland tue Temperaturen unter den Gefrierpunkt zurückgegangen. Obwohl Deutschland im Bereiche eines Druckfallgebiets liegt, wird es zu keinem Temperaturumschlag kommen. Der Frost hält vielmehr weiter an, wobei mit einzelnen Schnefällen zu rechnen ist.
Wettervoraussage: für Samstag: Wolkiges, auch stellenweise aufheiterndes Wetter, Frost, vereinzelte Schneefälle.
Witterungsaussichten für Sonntag: Frost und neblig-wolkiges Wetter.
Lufttemperaturen am 24. Januar: mittags 0,3 Celsius, abends —2 Grad Celsius: am 25. Januar: morgens —6,7 Grad Celsius. Maximum 4- 1,4 Grad Celsius, Minimum —6,9 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 24. Januar: abends —0,7 Grad Celsius; am 25. Januar: morgens — 0,9 Grad Celsius.
Ivintersporlnachrlchlen der Hess. Wetterdienststelle.
Vogelsberg (Hoherodskopf): Wolkig, — 5 Grad Celsius, 5 Zentimeter Neuschnee, 30 bis 35 Zentimeter Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. — (Herchenhainer Höhe): Wolkig, — 6 Grad Celsius, 30 Zentimeter Pulverschnee, Ski und Rodcl sehr gut.
Odenwald (Tromm): Nebelig, — 5 Grad Celsius, 35 bis 40 Zentimeter Schnee, 2 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.— (Neukirchen): Leichter Schneefall, —6 Grad Celsius, 30 Zentimeter Schnee, 5 Zentimeter Neuschnee, Pul- oerschnee, Ski und Rodel sehr gut.
Taunus (Kleiner Feldberg): Bewölkt, —8 Grad Celsius, 56 Zentimeter Schnee, 1 bis 2 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut.
Sauerland (Winterberg): Bewölkt, — 6 Grad Celsius, 45 Zentimeter Schnee, 3 bis 5 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut.
Schwarzwald (Feldberg): Leichter Schneefall, —10 Grad Celsius, 135 Zentimeter Schnee, 1 bis 2 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. — Hornisgründe: Heiter, —10 Grad Celsius, 135 Zentimeter Schnee, 1 bis 2 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.
Alpen (Garmisch ■ Partenkirchen): Leichter Schneefall, —5 Grad Celsius, 50 Zent meter Schnee, 6 bis 10 Zentimeter Neuschnee, gekörnt, Ski und Rodel sehr gut. — Berchtesgaden: Leichter Schneefall, —7 Grad Celsius, 51 Zent Meter Schnee, 16 bis 20 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Ski
1 und Rodel gut


