Ausgabe 
24.9.1929
 
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spät eine Absage. Für Wetzlar sprang die Jugend der Spielvereinigung als Gegner ein. D. f. B. trat nur mit acht Mann an und verlor gegen die weitaus besseren Spielvereinler mit nicht we­niger als 0:12.

Handball der Sp.-Dg. 1900.

ö. Das Samstagnachmittagspiel zwischen den Realghmnasiasten und den 1900ern konnten letz­tere nach flottem Verlauf siegreich gestalten. Die Platzbesiher sicherten sich den Vorsprung in der ersten Spielhälfte, indem sie mit dem Wind im Rücken drei Tore vorlegten. Allerdings hätte die Ausbeute größer sein können, wenn sich die Stürmer besser verstanden hätten. Aach dem Wechsel wurden, wie zu erwarten war, die Schü­ler agressiver und holten zunächst durch Verwand­lung eines 13-Meters ein Tor auf. Ein viertes Tor der 1900er beantworteten sie kurz vor Schluß mit einem zweiten Gegentor, das aus einem schönen Weitwurf resultierte. Ergebnis 4:2 für 1900.

Leichtathletik der Sp.-Dg. 1900.

ö. Die bei den Jubiläumswettkämpfen des Weilburger Fußballoereins er­zielten Erfolge gaben der 1900er Leichtathletik­saison einen würdigen Abschluß. Die Staffeln der Aktiven Einzelwettkämpfe kamen hier, von den -Kilometer-Läufen abgesehen, nicht zum Aus­trag waren von den Spielvereinigungsleuten derart gut besetzt, daß der Sieg nie in Frage stand. Die Olympische Staffel, Klasse 1, gewannen sie in der Aufstellung Bepperling, Gei st, Guyot, Lange mit großem Vorsprung vor der sich tapfer schlagenden Mannschaft der Oberrealschule Hagen. Dieselbe Placierung ergab auch die Schwedenstaffel der Klasse 2. Die 1900er Farben vertraten: Bep­perling, Geist, Guyot, Hopfenmüller. Zu einem spannenden Kampf kam es in der 4X100- Meter-Staffel, Klasse 3. 1900s Mannschaft (T ä u - bert, Birken stock, Seipp, Lange), be­wies, daß ihr Sieg» vor 14 Tagen in Wetzlar kein Zufall war, und sie gewann in 48 Sekunden sicher vor Oberrealschule Hagen und V. f. B. Gießen, die 48,9 Sek. bzw. 49,3 Sek. benötigten. Beim 23-Kilo- meter-Lauf hielt sich der Spieloereinigungsmann Paul bis 17 Kilometer an dritter Stelle in der Spitzengruppe, mußte aber dann infolge einer Schwächeperiode aufgeben.

Die Frauenabteilung hatte ihr beste Vertreterin in Marg. Lösch (Mädchen bis 14 Jahre). Aber in Anbetracht des guten Könnens der Wettkämpfe­rinnen des V. f. L. Wetzlar sind auch die von Frl. Nickel und Frl. Langhammer (Frauenklasse), sowie die von Frl. Volk und Braun (Mädchen bis 16 Jahre) belegten Plätze hoch anzuschlagen.

Nachstehend die hier in Betracht kommenden Er­gebnisse:

Frauen:

10 0 Meter: 1. Frl. Schneider, Wetzlar, 13,8; 2. Frl. Nickel, 1900, 14,5; 3. Frl. Dietzsche, Wetz­lar, 14,9 Sek.

Speerwerfen: 1. Frl. Frey, Wetzlar, 18,96; 2. Frl. Nickel, 1900, 18,57; 3. Frl. Langhammer, 1900, 17,55 Meter.

Kugelstoßen: Frl. Schneider, Wetzlar, 7,72; 2. Frl. Frey, Wetzlar, 7,62; 3. Frl. Langhammer, 1900, 7,10 Meter.

4X100-Meter-Staffel: 1. und 2. V.f.L. Wetzlar 57,2 bzw. 58,3; 3. Gießen 1900 58,7 Sek.

Mädchen bis 16 Jahre:

Weitsprung: 1. Frl. Ritter, Wetzlar, 4,60; 2. Frl. Daudt, Wetzlar, 4,07; 3. Frl. Volk, 1900, 4,05 Meter;.

Hochsprung: 1. Frl. Fischer, V. f. B. Gießen, 1,15; 2. Frl. Kuhn, Wetzlar, 1,15; 3. Frl. Braun, 1900, 1,10 Meter.

Mädchen bis 14 Jahre:

7 5-Meter-Lauf: 1. M. Lösch, 1900, 11,1; 2. Walther, Diez, 12; 3. Baum, V. f. B. Gießen, 12,5 Sekunden.

Weitsprung: 1.Walther, Diez, 3,55; 2. Baum, V. f. B. Gießen, 3,35; 3. Lösch, 1900, 3,25 Meter.

Ballweitwurf: 1. Lösch, 1900, 44,70 Meter; 2. Baum, V. f. B. Gießen, 29,40 Meter; 3. Walther, Diez, 23,60 Meter.

D r e i k a m p f (75 Meter, Weitsprung, Ballweit­wurf): 1. Lösch, 1900; 2. Walther, Diez; 3. Baum, D. f. B. Gießen.

V.f.B. Leichtathletik.

D. f. D. konnte bei seinem letzten Start der diesjährigen Saison in Weilburg, trotzdem er sich nur mit einer geringen Zahl von Teilneh­mern an ter dortigen Veranstaltung beteiligte, recht erfolgreich fein. Es wurden ein 1., drei 2. und fünf 3. Siege errungen. Die Damen waren z. T. abermals von richtigem Ansängerpech ver­folgt. Frl. Luh und Frl. St o m m e l erzielten im Kugelstoßen bzw. Speerwerfen beide die beste Stiftung, die jedoch in beiten Fällen wegen geringem Regelverstoß nicht gewertet werten

Maßnahme» derZankwellzurSWung derdörse.

Die Llmsähe an ter Börse sind bekanntlich seit geraumer Zeit so minimal, daß mit ganz gerin­gen Nominalbeträgen erhebliche Kursrückgänge erzielt wurden. Diese katastrophale Dörsenent- wicklung hat nunmehr die Großbanken ver­anlaßt, Maßnahmen zur Verbesserung der gegenwär tigen Dörsenverhältnisse vorzubereiten. Es wurde^olgendes Kommuni­que darüber verbreitet:

Die vier D-Danken, die Commerz- und Pri- vatbcrnk und die Firma Mendelssohn & Co. sind zuiammengetreten, um die augenblickliche Dörsen- lage zu erörtern. Sie sind einstimmig der Ansicht, daß durchgreifende Maßnahmen zur Verbesserung der heutigen Dörsen- verhältnisse erfordert ich sind. Es wurde infolgedessen beschlossen, den bisher in ähnlichen Fällen tätig gewesenen Kreis von Danken und Dankiers alsbald zusammenzurufen, um über die zu ergreifenden Schritte in Verbindung mit einer Intervention Deschluß zu fassen."

Wie dazu verlautet, wird der Kreis von Dan­ken und Dankiers erheblich erweitert und im wesentlichen die Mitglieder der Stempelver­einigung umfassen. Der Entschluß, durchgrei­fende Maßnahmen zur Verbesserung der Dörsen- verhältnisse einzuleiten, ist außerordentlich er­freulich. Jedoch sind die Meinungen über den Erfolg einer solchen Aktion geteilt, umsomehr, als alle Einzelheiten darüber, in welcher Form die Intervention ter Danken vor sich gehen soll, zur Zeit noch ausstehen. Man darf nicht über­sehen, daß die kritische Lage der Dörse nicht eine Daisse-Periode darstellt, in der weite Kreise des

Publikums Verluste erleiden, denn das Publikum hat sich ja schon seit langer Zeit der Dörse fern- gehalten. Die Aktien- und Effektenkurse haben aber einen solchen Tiefstand erreicht, daß sich in vielen Fällen gegenüber den Kursen, wie sie mancherorts in die vorjährige Dilanz eingestellt worden sind, ein Duchverlust ergibt. Ob die Ab­neigung gegen Effekten durch die geplanten Maß­nahmen zu beseitigen sind, kann erst die Zukunft lehren. Einen beachtenswerten Anfang stetten die Maßnahmen jedoch immerhin dar, da die Kurs­schwankungen auch bei verhältnismäßig kleinen Aufträgen infolge der Intervention der Danken in Zukunft weniger groß fein werten. Eine wirk­liche Hebung des Kursniveaus werden aber auch diese Interventionen kaum erreichen, da die deutsche Kapitalarmut, die letzten Endes die Hauptursache des Aieterganges der Dörse ist, eben eine gegebene Tatsache ist. Was die Form ter Intervention der Danken anbetrifft, so ist man bei früheren solchen Gelegenheiten so vorgegangen, daß man nicht einen Fonds mit eventueller Aachschußpflicht bildete, woraus dann die Mittel zur Abwehr unberechtigter Daisse- Angriffe entnommen wurden, vielmehr hat jede Dank in den vvn ihr betreuten Papieren inter­veniert. Welche Methode zu wählen ist, darüber wird heute nachmittag eine Vollsitzung der Stem- pelvereinigungsbanken stattfinden.

Zusammenfassend kann gesagt werden, daß schon allein das Bewußtsein, daß eine so starke Ab­wehrgruppe wie die Stempelvereinigungsbanken vorhanden ist, den Baissiers den Mut zu An­griffen entscheidend abkühlt.

konnte. Aach stehend die Konkurrenzen, in denen V. f. B. vertreten war:

25-I<m-Lauf: 1. Gerhard, Weilburg; 2. und 3. Diez; 4. Müller, D. f. B. Gießen; 5. Heberling, Wetzlar. Da Gerhard Klasse I lief, errang Mül­ler in Klasse II den dritten Sieg mit ter glän­zenden Leistung von 1 Stunde 42 Minuten. Der V. f. Der kam in schönem Stil ein; die neue Strecke scheint ihm zuzusagen.

Damen.

Hochsprung Kl. A: 1. Schneider, Wetzlar, 1,30 Meter; 2. Lotz, Diez, 1,25; 3. G. Luh, D.f.B., 1,20.

800 Meter Kl. A: 1. Pfaff, Wetzlar, 2:58; 2. E. Baum, D. f. D. 3:06; 3. Lotz, Diez, 3:08; 4. Fr. Müller, V.f.B., 3:09.

4x1 00-Meter-Staffel Kl. III: 3. V.f.B. Gießen.

Hochsprung Kl. 8: L Fr. Fischer, V. f. B. 1,15 Meter; 2. Kühn, Wetzlar, 1,15; 3. Braun, Spielvg. Gießen, 1,10.

Ballweitwurf Kl. S: 1. Lösch, Spielvg. Gießen; 2. Baum, V.f.B.; 3. Walter, Diez.

7 5 Meter Kl. C: 3. E. Baum, 4. Fr. Müller, beite D. f. B.

Drei kam Pf Kl. C: 3. E. Baum, D. f. D.

Weitsprung Kl. 0: 1. Walter, Diez, 3,55 Meter; 2. E. Baum, D. f. D., 3,35; 3. Lösch, Spielvg., 3,25.

Wirtschaft.

Oie industrielle Beschäftigung.

Der Kamps der Meinungen, ob Deutschland einem Konjunkturaufschwung oder einem Kon­junkturrückgang entgegengeht, scheint vor der Ent­scheidung zu stehen. Es mehren sich die Anzeichen für die Konjunkturabschwächung zu­sehends. So schreibt das Institut für Konjunktur­forschung in seinem Wochenbericht über den Ar- beitsma5t wörtlich:Der saisonmäßige Höhepunkt der Beschäftigung wurde im laufenden Jahre fast zwei Monate eher überschritten, als in früheren Jahren. Im August ergab sich in wichtigen In­dustriezweigen ein merklicher Rückgang der Be­schäftigung. Gewiß kann die noch zu erwartende endgültige Annahme des Boun^lans durch die einzelnen Länder eine befruchtende Wirkung auf die Wirtschaft ausüben, intern sich u. a. die Ver­hältnisse am Geldmarkt günstiger gestalten. Ob aber die Wirtschaft durch die Annahme des Voungplanes einen solchen Auftrieb erhalten wird, daß man dann von einem Konjunkturauf­schwung sprechen könnte, dürfte doch mehr als zweifelhaft sein. Denn wie in dem Wochenbericht weiter ausgeführt wird, ist im August in wich­tigen Industriezweigen eine wei­tere Senkung eingetreten, nachdem bereits im Juli die seit den Frühjahrsmonaten anhal­tende Aufwärtsbewegung der Beschäftigung zum Stillstand gekommen war. So habe sich innerhalb der Produktionsmittelindustrien die Abnahme ter Beschäftigung in der Metallindustrie fortgesetzt.

Auch in der chemischen Industrie habe der Rück­gang der Beschäftigung angehalten. Ferner sei von Juli auf August auch die Beschäftigung in der Papiererzeugenten Industrie beträchtlich ge­sunken. Wenn sich demgegenüber die Beschäfti­gungslage der Holzindustrie habe bessern können, so dürfe es sich dabei wohl, wie in früheren Jahren, um eine Saisonbewegung handeln. Eine Besserung der Beschäftigung sei auch in der ledererzeugenden Industrie festgestellt. Bemer­kenswert sei aber vor allem, daß von Juli auf August die Beschäftigung des Baugewerbes nicht unwesentlich gesunken sei (nach den Angaben der Gewerkschaften von 90,3 Prozent auf 88,9 Pro­zent). Denn an sich wäre hier nach den bisheri­gen Erfahrungen eher noch mit einer Zunahme der Beschäftigung zu rechnen gewesen, da nor­malerweise der saisonmäßige Höhepunkt der Dau- saison erst im Oktober überschritten wird. Offen­bar haben die Schwierigkeiten in der Finanzie­rung des Wohnungsbaues dazu geführt, daß sich bereits jetzt das Bauvolumen vermindert hat, zumal auch die Lage im gewerblichen und öffent­lichen Dau ziemlich gedrückt ist. Die Beschäftigung der Textilindustrie habe von Juli auf August wieder leicht nachgegeben. Indessen sei hier in den letzten Monaten eine einheitliche konjunk­turelle Tendenz nicht zu erkennen. Seit fast einem halben Jahre halte sich die Beschäftigung der Textilindustrie annähernd auf der gleichen Höhe. Der seit Juni zu beobachtende Rückgang in der Lederwarenindustrie habe weiter angehalten. In der Steigerung ter Beschäftigung der Schuh­industrie dürfte in der Hauptsache eine Saison­erscheinung zu erblicken sein; aber auch in der großen Linie ter Entwicklung sei hier schon seit dem Herbst v. I. eine gewisse Besserung unver­kennbar. Prozentual gingen vom Juli auf August zurück: Metallindustrie von 90,7 auf 90,4, che­mische Industrie von 93,2 auf 92,8, Papiererzeu­gung von 94,3 auf 92,4, Textilindustrie von 83,9 auf 83,6, Lederwarenindustrie von 75,9 auf 75,1, Porzellanindustrie von 87,6 auf 84,9, andererseits nahmen zu Bergbau von 98,2 auf 98,3, Holz­industrie von 83,6 auf 83,7, Ledererzeugung von 81,2 auf 82,0, Schuhindustrie von 74,5 auf 77,7, Glasindustrie von 86,6 auf 90,5.

* Die Hessische Landesbank, Staats­bank, in Darm st ad t, legt laut Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil reichsmündelsichere Gold- Hypothekenpfandbriefe zu 96,15 v. H. bei den Ban­ken und Bankiers bis zum 15. Oktober 1929 zur Zeichnung auf.

* Fran kfurter Allgemeine. Wie mir von der Abwicklungsleitung der Frankfurter Allge­meinen Versicherungs A.-G. erfahren, sind die Ver­handlungen mit den englischen Gläubigern über deren Beitritt zu dem Stillhaltekonsortium noch in der Schwebe. Mitteilungen, daß die Verhandlungen bereits zu einem Abschluß gekommen seien, sind noch verfrüht.

* Neue Dresdner Stadtanleihe. Von der neuen Dresdner Stadtanleihe (8proz. Schatzan-

weisüngen von 1929) sind bis Ablauf der Zeich- nungsfrist von dem aufgelegten Gesamtbeträge von 20 Millionen Mark reichlich 11 Millionen Mark fest gezeichnet. Da die Nachfrage anhält, wird die An­leihe unter denselben Zahlungsbedingungen durch das Konsortium weiter verkauft, so daß fernerhin Zeichnungen bei der Zeichnungsstelle erfolgen können.

D i e Emelka bleibt selbständig. Von informierter Seite wird dem WTB.-Han- delsdienst mitgeteilt: Die Verhandlungen, die zwischen einem unter Führung der Commerz- und Privatbank A.-G. stehenden Konsortium einerseits und 'der Mehrheitsgruppe des Emelka-Konzerns anderseits geführt wurden, find zu einem erfolg­reichen Abschluß gekommen. Dadurch gehen die bisher im Besitz der Herren Kommerzienrat Kraus und v. Lustig befindlichen Aktien auf das genannte Konsortium über. Durch diese Trans­aktion sind alle bisher in der Presse- erfolgten Verlautbarungen über anderweitige Kombinatio­nen hinfällig geworden. Die Selbständigkeit des Emelka-Konzerns bleibt gewährleistet. Die Fort­führung des Unternehmens soll unter Erweite­rung des bisherigen Jnteressenkreises und unter besonderer Berücksichtigung ter in Deutschland durch den Tonfilm neugeschaffenen Situation er­folgen. Es dürfte in diesem Zusammenhang be­absichtigt sein, die bereits bestehenden Beziehun­gen zwischen dem Emelka-Konzern und der deut­schen Tobis und Klangfilmgruppe noch intensiver zu gestalten. ,

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 24. Sept. Tendenz freund­lich. Zu Beginn des offiziellen Verkehrs machte die Besserung und allgemeine Beruhi­gung der Döufenstimmung weiter erhebliche Fort­schritte, wozu die neue Erklärung der D a nken wesentlich beitrug. Auf den Haupt­märkten konnten sich neue etwa ein- bis drei­prozentige Kurserhöhungen durchsetzen, da neben den weiteren Deckungsiäufen der Kulisse von außen her einige gute Käufe vorgenommen wur­den, namentlich in Farben», Montan- und Elektrowerten. Auf den anderen Markt­gebieten war die Umsahtätigkeit merklich geringer; wenn auch verschiedentlich Kundenorders Vorge­legen haben sollen, so waren sie meist zu niedrig limitiert, um zur Ausführung zu kommen. Außer­dem wirkte die Ausdehnung des Lon­doner Hatrh-Skandals weiterhin als retardierendes Moment. Im einzelnen tonnten Farben gegen den Abendbörsenkurs 0,5 Proz. anziehen. Am E l e f t r o m arkt waren A E G., Licht und Kraft, Schuckert und Sie­mens bis 3 Proz. gebessert. Stärker hervor tra­ten Derger mit einem Kursgewinn von 9,5 Proz. Arn Montanrnarkt waren Mannesmann. Phönix und R h e i n st a h l reger verlangt, bei zwei- bis dreiprozentigen Besserungen. Ueber den Durchschnitt hinaus gesteigert waren Deut­sche Linoleum mit plus 5Prozent, ferner Kaliaktien bis plus 4 Prozent, da die Kali- absatzschätzungen heute stärker beachtet wurden. Am Markte der Bankaktien war das Ge­schäft still bei meist gut behaupteten Kursen. Deutsche Dank jedoch 1,5 Prozent schwächer. Auch Schiffahrtswerte lagen still und im Kurse wenig verändert. M e t a l l w e r t e un­einheitlich. Scheideanstalt 1,5 Prozent höher, Metallgefellschaft dagegen nur positiv gehalten. 2 bis 3 Prozent fester lagen noch Deutsche Erdöl, Zellstoff Waldhof und G l a n z st o f f. Am deutschen Anleihen- markt bestand für Schutzgebiete weiter Interesse, bei erneut anziehenden Kursen. Auch Ablösungsschuld etwas höher. Auslän­dische Renten vernachlässigt. Im Verlaufe blieb die Stimmung fest, und die bevorzugten Werte erzielten weitere Gewinne von 1 bis 3 Prozent. Farben, die gegen den Anfang 1,5 Prozent gewannen, standen weiter im Vorder­gründe, außerdem Siemens, Schuckert, W a l d h o f und G l a n z st o f f. Der Geld­markt war wenig verändert. Tagesgeld 6,5 Prozent. Am Devisenmarkt konnte der Markkurs etwas anziehen. Man nannte hier Mark gegen Dollar 4,1975, gegen Pfund 20,353, London gegen Kabel 4,8490, gegen Paris 123,86, gegen Mailand 92,64, gegen Madrid 32,8180, gegen Holland 12,086.

Daten für Mittwoch, 25. September.

Sonnenaufgang 5.50 Uhr, Sonnenuntergang 17.53 Uhr. Mondaufgang 21.01 Uhr, Monduntergang 13.56 Uhr.

1555: Abschluß des Augsburger Religionsfriedens; 1849: der Komponist Johann Strauß der Aeltcre in Wien gestorben.__________________________________

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.

Frankfurt a M.

Berlin

--chluß- Kurs

l-Utjr Kur?

Schlich-1

Kur? 1

Anfang. Kur-

Datum

23.9.

24 9.

23.9.

24.9.

5% Dt. Reichsanleihe o. 1927 .

87,5

87,5

Dt. Anl.-Ablös.-Schuld mit AuS-

wI.-Rechien.........

53,45

53,13

53,5

DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte . . .

9,9

9,95

9,5

10

7% Franks. Hyp.-Bk. Goldps. iuv

kündbar bis 1932.......

85,5

4yt% Rheinische Hyp.-Bank ßiqu.- Goldps............

A.E.G. abg. BorkriegS-Obligation..

77,05

rückzahlbar 1932 ......

88,5

4% Schweiz. Bundeib^Anl.. . .

_

4% Oeslerreichiiche Goldrte.. . .

28

27,75

_

4,20% Oeslerr. Silberne.....

2,35

2,3

4% Lesterreich. etnbetU. Rte. . .

1,6

4% Ungarische Goldrte......

22,13

22,13

_

4% Ungarische StaatSr. v. 1910 .

19,5

19,75

4y,% dedgl. von 1913 .....

21,8

4% Ungarische Sronenrte.....

1,8

1,7

4% Xürt HoUanleihe v. 1911 . .

4% Türkische Bagdadbahn-Arü.,

7,25

7,35

Serie I...........

7,4

7,35

4% deSgl. Serie II.......

7,4

7.3

4% Rumänen convert. Rte. . . .

7,55

7,45

_

4J4% Rumänen Goldaul. von 1913

14,65

14,8

kMg. Deutsche Eisenbahn . . 4%

-

«

»

_

Hamburg-Amerika Paket ... 7

Hamb.-Eüdam. Dampfsch. . . 8

114

114,4

113,4

113,25

175,5

Hansa Dampsschiss.....10

148

Norddeutscher Lloyd.....8

106,25

106,25

106

106,25

Allg. Deutsche Creditanst. . . 10

124

124

124,5

Barmer Bankverein .... 10

Berliner HandelSgcsellsch. . . 12

Commerz- und Privat-Blwk. 11

124

124,5

124,25

124,75

198

198

196

199

173,5

174

173,5

174

Darmst. u. Rattonalbauk . . 12

266,5

266

267

Deutsche Bank......10

163,5

162

162,5

161,75

Diskonto-Gesellschast Aul.. . 10

152

151,5

151,5

Dresdner Bank..... 1°

153

153,5

153

153,5

Melallban k..... 8

..................12

292

289,5

294

Datum

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- Kurs

23.9.

i-Uhr Kurs

24 9.

Schluß-! Kurs

23.9.

Ansang.

Kurs

24. 9.

A.E.G............o

Bergmann.........9

Elektr. Lieferungen.....10

Licht und Kraft ...... 10

Felten S Guilleaume. ... 7^

Gei. k. Elektr. Untern.. ... 10

Hamb. Elektr. Werke .... 10

Rhein. Elektr. ....... L

Schief. Elektr........10

Schuckert..... 11

Siemens & HalSls . 16

Transradto.........8

Lah«e yer & Co...... 10

Buderus...... . B

Deutsche Erdöl.......6

Essener Steinkohle ...... 8

Gelsenkirchener ....... 8

Harpener...... . . 0

Harsch Vien. ....... 6Vi

Ilse Bergbau ...... 10

Ülücknerwerke ......

Köln-Ncuessen........ 7

Mannesmann........ 7

ManSselder.........7

cberschlei. Eilend. Bedarf. . .

Cberlcfilcl. KolSwerke.....7

Phönir Bergbau......6%

Rheinische Braunkohlen. . . 10

Rnetnslahl ... ...... 6

Mebeck Montan......7,2

Bereinigte Stahlw. .....'

Ctaol Minen......16/,

Kali Aschersleben.....1"

Kali Westeregeln..... 10

Kaliwerk Salzdetfurth ... 16

F.'G. Farben.Indüstrte ... 12

Dynamit Nobel ....... 6

Metallgefellschast. ...... 8

189,75

198

133

201

217

371

68

138,25 139

213

110

108,5 135

104

260

117

111,25

227,5

232,5 383

212

148

71

76

126

191,13

219,5

201 k~

219,13

373,5

110

138,5

112J>

110^5

106,13

120

69,25

230

236,5

387

212,5

149,5

78,75

125,5

188,13 210,5

163,25 196,5

133

202,5

140 142,5

177

213,9

368

139 165

67,5

106

137,75 136,75

138

123,5 212,5 109,25

120 106,75 135,5

78 98,75 102,25 258,5

114 121,25

110

68 225,75 230 382

208 99,25

70,25 75,13

125,5

101,5 219

166,75 201

133

205

141,25 144 181

219 373

141

169

70,25 109,25

140,5 139,25 141,25 126,75 214,75

112,5 123 111 136

80,5 102 6,5 264

120

113

69

229,5

236

386,4

212,75 100,25

71,75 78,5

125,5

Frankfurt a M.

Berlin

Lchluß-i Kurs

l-Uhr Kurs

Schluß- Kurs

Anfang. Kurs

Datum

23.9.

24.9.

23.9.

24 9.

Philipp Holzmann . .

Heidelberger Ee ment.

-

. 10

97,5

123,5

125

97,5

99,25

Gement Karlstadt . .

. 10

Wayß 4 Freitag. . .

. . 8

95,25

95,75

97

Schultheis Payenhofer

e

. 15

277,5

283

Ostwerke......

. 12

212

218

Ber. Gianzstoff . . .

e

. 18

299,5

302

297,5

303

Bemberg......

. 1-1

240,7

248

Sellftofi Waldhos . .

e

13%

229

226,75

230

fieUflofi Aschassenbura Charlottenburger Waffe

e

. 12

148,5

150

143,75

150

. . 8

100,25

101,75

Dessauer Gas ....

. . 9

176,5

182,5

Daimler Motoren . .

. . V

44

45

43,25

45

Deutsche Maschtnen-Fabrü

. 1

48

51

Adlerwerle Klever . .

. . 0

39

39,5

40,5

Ludw. Loews ...»

. 10

--

192

194,5

Rat. Automobil . . .

. . 0

21,75

Orenstetn 4 Koppel .

M

. . 6

80,5

82,25

Leonhard Tiey . . .

. 10

196

Bamag-Meguin . . .

Franks. Maschinen . .

. . o

. . 4

47,5

Grigner......

. . 6

57

57

Heyligensiaedt ....

9

FungyanS. . . .

. . 6

60

55,5

Lechwerke. . . . .

e

. . k

105,75

105,75

Maintrastwerke . .

. . 8

106,5

Miag..... .

e

. 10

124

123

124,5

Rekarsulmer . . . .

. . k

PeterS Union . . . .

. . 8

Gebr. Roeder . . . .

. 10

108,5

Boigt 4 Haesfner . .

. . 9

222

222

Südd. Zucker ....

. 10

155

156,9

157,5

Banknoten.

Berlin, 23. September

Geld

Brief

Amerikanische Noten.....

4,1895

4,2095

58,10

58,34

111,45

iii .M

20,30

20,38

Berlin, 23. September

Geld

Brief

Französische Noten.....

Holländische Noten......

Italienische Noten ...... Norwegische Noten......

Deutsch-Ocsterr-, a il>0 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten ...... Schweizer Noten ....... Spanische Noten.......

Tscheüw'loivakische Noten .. Ungarische Noten......

Devisenmarkt Berlin

Telegraphische

16,405

167,88

21,96

111,48

58,91

2,477

112,05

80,66

61,81

12,385

73,05

-Frankfur

Aus za hl

16,465

168,56 22,04

111,92

59,15

2,497

112,49

80-, 98 62,05

12,445

73,35 t a. M. ung.

23. September

.4. September

Amtliche Notierung

Geld i Brier

Amtliche i Geld

ioticruna Brief

Amst.. Rott. Buen.-AircS Brss.-Antw. Christiania. Kopenhagen Stockholm HclsingforS. Italien. . . London. . . 'Jicunort . . Paris.... Schweiz ». Spanien. . Japan . . . Rio de Jan. Wien in D-» Oest. abgcst. Prag Belgrad . . Budapest. . Bulgarien. Lissabon . Danzig. - . Konstantin. Athen. . Canada . . Uruguay. Cairo . .

168,22

1,75

58,29

111,67 111,70

112,32 10,54

21,94

20,33

4,19

16,42

80,87

61,93 2,00 0,49

58,98

12,42

7,38 73,17

3,03

18,73

81,31

2,03

5,42

4,15

4,09

20,86

168,56

1,76 58,41

111,89 111,92 112,14

10,56 21,98 20,37

4,20 16,46 81,03 62,05

2,00 0,49

59,10 12,44

7,39 .3,31

3,04 18,77 81,47

2,03 5,43

4,16

4,10

20,90

168,26 1,759

58,30

111,67

111,69

112,34

10,538

21,95 20,336 4,1945

16,41

80,855 61,97

2,013

0,4975

53,98

12,425

7,383 73,17

3,035

18,73

81,33

2,017

5,425

4,151

4,096

20,855

168,60 1,763 58,42

111,89 111,91

112,56 10,558

. 21,99 20,376 4,2025

16,45 81,015

62,09 2,017

0,4995

59,10 12,445

7,397 73,31 3,041 18,77 81,49

2,021

5,435

4,159 4,104

20,895