spät eine Absage. Für Wetzlar sprang die Jugend der Spielvereinigung als Gegner ein. D. f. B. trat nur mit acht Mann an und verlor gegen die weitaus besseren Spielvereinler mit nicht weniger als 0:12.
Handball der Sp.-Dg. 1900.
ö. Das Samstagnachmittagspiel zwischen den Realghmnasiasten und den 1900ern konnten letztere nach flottem Verlauf siegreich gestalten. Die Platzbesiher sicherten sich den Vorsprung in der ersten Spielhälfte, indem sie mit dem Wind im Rücken drei Tore vorlegten. Allerdings hätte die Ausbeute größer sein können, wenn sich die Stürmer besser verstanden hätten. Aach dem Wechsel wurden, wie zu erwarten war, die Schüler agressiver und holten zunächst durch Verwandlung eines 13-Meters ein Tor auf. Ein viertes Tor der 1900er beantworteten sie kurz vor Schluß mit einem zweiten Gegentor, das aus einem schönen Weitwurf resultierte. Ergebnis 4:2 für 1900.
Leichtathletik der Sp.-Dg. 1900.
ö. Die bei den Jubiläumswettkämpfen des Weilburger Fußballoereins erzielten Erfolge gaben der 1900er Leichtathletiksaison einen würdigen Abschluß. Die Staffeln der Aktiven — Einzelwettkämpfe kamen hier, von den 2ö-Kilometer-Läufen abgesehen, nicht zum Austrag — waren von den Spielvereinigungsleuten derart gut besetzt, daß der Sieg nie in Frage stand. Die Olympische Staffel, Klasse 1, gewannen sie in der Aufstellung Bepperling, Gei st, Guyot, Lange mit großem Vorsprung vor der sich tapfer schlagenden Mannschaft der Oberrealschule Hagen. Dieselbe Placierung ergab auch die Schwedenstaffel der Klasse 2. Die 1900er Farben vertraten: Bepperling, Geist, Guyot, Hopfenmüller. Zu einem spannenden Kampf kam es in der 4X100- Meter-Staffel, Klasse 3. 1900s Mannschaft (T ä u - bert, Birken stock, Seipp, Lange), bewies, daß ihr Sieg» vor 14 Tagen in Wetzlar kein Zufall war, und sie gewann in 48 Sekunden sicher vor Oberrealschule Hagen und V. f. B. Gießen, die 48,9 Sek. bzw. 49,3 Sek. benötigten. Beim 23-Kilo- meter-Lauf hielt sich der Spieloereinigungsmann Paul bis 17 Kilometer an dritter Stelle in der Spitzengruppe, mußte aber dann infolge einer Schwächeperiode aufgeben.
Die Frauenabteilung hatte ihr beste Vertreterin in Marg. Lösch (Mädchen bis 14 Jahre). Aber in Anbetracht des guten Könnens der Wettkämpferinnen des V. f. L. Wetzlar sind auch die von Frl. Nickel und Frl. Langhammer (Frauenklasse), sowie die von Frl. Volk und Braun (Mädchen bis 16 Jahre) belegten Plätze hoch anzuschlagen.
Nachstehend die hier in Betracht kommenden Ergebnisse:
Frauen:
10 0 Meter: 1. Frl. Schneider, Wetzlar, 13,8; 2. Frl. Nickel, 1900, 14,5; 3. Frl. Dietzsche, Wetzlar, 14,9 Sek.
Speerwerfen: 1. Frl. Frey, Wetzlar, 18,96; 2. Frl. Nickel, 1900, 18,57; 3. Frl. Langhammer, 1900, 17,55 Meter.
Kugelstoßen: Frl. Schneider, Wetzlar, 7,72; 2. Frl. Frey, Wetzlar, 7,62; 3. Frl. Langhammer, 1900, 7,10 Meter.
4X100-Meter-Staffel: 1. und 2. V.f.L. Wetzlar 57,2 bzw. 58,3; 3. Gießen 1900 58,7 Sek.
Mädchen bis 16 Jahre:
Weitsprung: 1. Frl. Ritter, Wetzlar, 4,60; 2. Frl. Daudt, Wetzlar, 4,07; 3. Frl. Volk, 1900, 4,05 Meter;.
Hochsprung: 1. Frl. Fischer, V. f. B. Gießen, 1,15; 2. Frl. Kuhn, Wetzlar, 1,15; 3. Frl. Braun, 1900, 1,10 Meter.
Mädchen bis 14 Jahre:
7 5-Meter-Lauf: 1. M. Lösch, 1900, 11,1; 2. Walther, Diez, 12; 3. Baum, V. f. B. Gießen, 12,5 Sekunden.
Weitsprung: 1.Walther, Diez, 3,55; 2. Baum, V. f. B. Gießen, 3,35; 3. Lösch, 1900, 3,25 Meter.
Ballweitwurf: 1. Lösch, 1900, 44,70 Meter; 2. Baum, V. f. B. Gießen, 29,40 Meter; 3. Walther, Diez, 23,60 Meter.
D r e i k a m p f (75 Meter, Weitsprung, Ballweitwurf): 1. Lösch, 1900; 2. Walther, Diez; 3. Baum, D. f. B. Gießen.
V.f.B. Leichtathletik.
D. f. D. konnte bei seinem letzten Start der diesjährigen Saison in Weilburg, trotzdem er sich nur mit einer geringen Zahl von Teilnehmern an ter dortigen Veranstaltung beteiligte, recht erfolgreich fein. Es wurden ein 1., drei 2. und fünf 3. Siege errungen. Die Damen waren z. T. abermals von richtigem Ansängerpech verfolgt. Frl. Luh und Frl. St o m m e l erzielten im Kugelstoßen bzw. Speerwerfen beide die beste Stiftung, die jedoch in beiten Fällen wegen geringem Regelverstoß nicht gewertet werten
Maßnahme» derZankwellzurSWung derdörse.
Die Llmsähe an ter Börse sind bekanntlich seit geraumer Zeit so minimal, daß mit ganz geringen Nominalbeträgen erhebliche Kursrückgänge erzielt wurden. Diese katastrophale Dörsenent- wicklung hat nunmehr die Großbanken veranlaßt, Maßnahmen zur Verbesserung der gegenwär tigen Dörsenverhältnisse vorzubereiten. Es wurde^olgendes Kommunique darüber verbreitet:
„Die vier D-Danken, die Commerz- und Pri- vatbcrnk und die Firma Mendelssohn & Co. sind zuiammengetreten, um die augenblickliche Dörsen- lage zu erörtern. Sie sind einstimmig der Ansicht, daß durchgreifende Maßnahmen zur Verbesserung der heutigen Dörsen- verhältnisse erfordert ich sind. Es wurde infolgedessen beschlossen, den bisher in ähnlichen Fällen tätig gewesenen Kreis von Danken und Dankiers alsbald zusammenzurufen, um über die zu ergreifenden Schritte in Verbindung mit einer Intervention Deschluß zu fassen."
Wie dazu verlautet, wird der Kreis von Danken und Dankiers erheblich erweitert und im wesentlichen die Mitglieder der Stempelvereinigung umfassen. Der Entschluß, durchgreifende Maßnahmen zur Verbesserung der Dörsen- verhältnisse einzuleiten, ist außerordentlich erfreulich. Jedoch sind die Meinungen über den Erfolg einer solchen Aktion geteilt, umsomehr, als alle Einzelheiten darüber, in welcher Form die Intervention ter Danken vor sich gehen soll, zur Zeit noch ausstehen. Man darf nicht übersehen, daß die kritische Lage der Dörse nicht eine Daisse-Periode darstellt, in der weite Kreise des
Publikums Verluste erleiden, denn das Publikum hat sich ja schon seit langer Zeit der Dörse fern- gehalten. Die Aktien- und Effektenkurse haben aber einen solchen Tiefstand erreicht, daß sich in vielen Fällen gegenüber den Kursen, wie sie mancherorts in die vorjährige Dilanz eingestellt worden sind, ein Duchverlust ergibt. Ob die Abneigung gegen Effekten durch die geplanten Maßnahmen zu beseitigen sind, kann erst die Zukunft lehren. Einen beachtenswerten Anfang stetten die Maßnahmen jedoch immerhin dar, da die Kursschwankungen auch bei verhältnismäßig kleinen Aufträgen infolge der Intervention der Danken in Zukunft weniger groß fein werten. Eine wirkliche Hebung des Kursniveaus werden aber auch diese Interventionen kaum erreichen, da die deutsche Kapitalarmut, die letzten Endes die Hauptursache des Aieterganges der Dörse ist, eben eine gegebene Tatsache ist. Was die Form ter Intervention der Danken anbetrifft, so ist man bei früheren solchen Gelegenheiten so vorgegangen, daß man nicht einen Fonds mit eventueller Aachschußpflicht bildete, woraus dann die Mittel zur Abwehr unberechtigter Daisse- Angriffe entnommen wurden, vielmehr hat jede Dank in den vvn ihr betreuten Papieren interveniert. Welche Methode zu wählen ist, darüber wird heute nachmittag eine Vollsitzung der Stem- pelvereinigungsbanken stattfinden.
Zusammenfassend kann gesagt werden, daß schon allein das Bewußtsein, daß eine so starke Abwehrgruppe wie die Stempelvereinigungsbanken vorhanden ist, den Baissiers den Mut zu Angriffen entscheidend abkühlt.
konnte. Aach stehend die Konkurrenzen, in denen V. f. B. vertreten war:
25-I<m-Lauf: 1. Gerhard, Weilburg; 2. und 3. Diez; 4. Müller, D. f. B. Gießen; 5. Heberling, Wetzlar. Da Gerhard Klasse I lief, errang Müller in Klasse II den dritten Sieg mit ter glänzenden Leistung von 1 Stunde 42 Minuten. Der V. f. Der kam in schönem Stil ein; die neue Strecke scheint ihm zuzusagen.
Damen.
Hochsprung Kl. A: 1. Schneider, Wetzlar, 1,30 Meter; 2. Lotz, Diez, 1,25; 3. G. Luh, D.f.B., 1,20.
800 Meter Kl. A: 1. Pfaff, Wetzlar, 2:58; 2. E. Baum, D. f. D. 3:06; 3. Lotz, Diez, 3:08; 4. Fr. Müller, V.f.B., 3:09.
4x1 00-Meter-Staffel Kl. III: 3. V.f.B. Gießen.
Hochsprung Kl. 8: L Fr. Fischer, V. f. B. 1,15 Meter; 2. Kühn, Wetzlar, 1,15; 3. Braun, Spielvg. Gießen, 1,10.
Ballweitwurf Kl. S: 1. Lösch, Spielvg. Gießen; 2. Baum, V.f.B.; 3. Walter, Diez.
7 5 Meter Kl. C: 3. E. Baum, 4. Fr. Müller, beite D. f. B.
Drei kam Pf Kl. C: 3. E. Baum, D. f. D.
Weitsprung Kl. 0: 1. Walter, Diez, 3,55 Meter; 2. E. Baum, D. f. D., 3,35; 3. Lösch, Spielvg., 3,25.
Wirtschaft.
Oie industrielle Beschäftigung.
Der Kamps der Meinungen, ob Deutschland einem Konjunkturaufschwung oder einem Konjunkturrückgang entgegengeht, scheint vor der Entscheidung zu stehen. Es mehren sich die Anzeichen für die Konjunkturabschwächung zusehends. So schreibt das Institut für Konjunkturforschung in seinem Wochenbericht über den Ar- beitsma5t wörtlich: „Der saisonmäßige Höhepunkt der Beschäftigung wurde im laufenden Jahre fast zwei Monate eher überschritten, als in früheren Jahren. Im August ergab sich in wichtigen Industriezweigen ein merklicher Rückgang der Beschäftigung. Gewiß kann die noch zu erwartende endgültige Annahme des Boun^lans durch die einzelnen Länder eine befruchtende Wirkung auf die Wirtschaft ausüben, intern sich u. a. die Verhältnisse am Geldmarkt günstiger gestalten. Ob aber die Wirtschaft durch die Annahme des Voungplanes einen solchen Auftrieb erhalten wird, daß man dann von einem Konjunkturaufschwung sprechen könnte, dürfte doch mehr als zweifelhaft sein. Denn wie in dem Wochenbericht weiter ausgeführt wird, ist im August in wichtigen Industriezweigen eine weitere Senkung eingetreten, nachdem bereits im Juli die seit den Frühjahrsmonaten anhaltende Aufwärtsbewegung der Beschäftigung zum Stillstand gekommen war. So habe sich innerhalb der Produktionsmittelindustrien die Abnahme ter Beschäftigung in der Metallindustrie fortgesetzt.
Auch in der chemischen Industrie habe der Rückgang der Beschäftigung angehalten. Ferner sei von Juli auf August auch die Beschäftigung in der Papiererzeugenten Industrie beträchtlich gesunken. Wenn sich demgegenüber die Beschäftigungslage der Holzindustrie habe bessern können, so dürfe es sich dabei wohl, wie in früheren Jahren, um eine Saisonbewegung handeln. Eine Besserung der Beschäftigung sei auch in der ledererzeugenden Industrie festgestellt. Bemerkenswert sei aber vor allem, daß von Juli auf August die Beschäftigung des Baugewerbes nicht unwesentlich gesunken sei (nach den Angaben der Gewerkschaften von 90,3 Prozent auf 88,9 Prozent). Denn an sich wäre hier nach den bisherigen Erfahrungen eher noch mit einer Zunahme der Beschäftigung zu rechnen gewesen, da normalerweise der saisonmäßige Höhepunkt der Dau- saison erst im Oktober überschritten wird. Offenbar haben die Schwierigkeiten in der Finanzierung des Wohnungsbaues dazu geführt, daß sich bereits jetzt das Bauvolumen vermindert hat, zumal auch die Lage im gewerblichen und öffentlichen Dau ziemlich gedrückt ist. Die Beschäftigung der Textilindustrie habe von Juli auf August wieder leicht nachgegeben. Indessen sei hier in den letzten Monaten eine einheitliche konjunkturelle Tendenz nicht zu erkennen. Seit fast einem halben Jahre halte sich die Beschäftigung der Textilindustrie annähernd auf der gleichen Höhe. Der seit Juni zu beobachtende Rückgang in der Lederwarenindustrie habe weiter angehalten. In der Steigerung ter Beschäftigung der Schuhindustrie dürfte in der Hauptsache eine Saisonerscheinung zu erblicken sein; aber auch in der großen Linie ter Entwicklung sei hier schon seit dem Herbst v. I. eine gewisse Besserung unverkennbar. Prozentual gingen vom Juli auf August zurück: Metallindustrie von 90,7 auf 90,4, chemische Industrie von 93,2 auf 92,8, Papiererzeugung von 94,3 auf 92,4, Textilindustrie von 83,9 auf 83,6, Lederwarenindustrie von 75,9 auf 75,1, Porzellanindustrie von 87,6 auf 84,9, andererseits nahmen zu Bergbau von 98,2 auf 98,3, Holzindustrie von 83,6 auf 83,7, Ledererzeugung von 81,2 auf 82,0, Schuhindustrie von 74,5 auf 77,7, Glasindustrie von 86,6 auf 90,5.
* Die Hessische Landesbank, Staatsbank, in Darm st ad t, legt laut Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil reichsmündelsichere Gold- Hypothekenpfandbriefe zu 96,15 v. H. bei den Banken und Bankiers bis zum 15. Oktober 1929 zur Zeichnung auf.
* Fran kfurter Allgemeine. Wie mir von der Abwicklungsleitung der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs A.-G. erfahren, sind die Verhandlungen mit den englischen Gläubigern über deren Beitritt zu dem Stillhaltekonsortium noch in der Schwebe. Mitteilungen, daß die Verhandlungen bereits zu einem Abschluß gekommen seien, sind noch verfrüht.
* Neue Dresdner Stadtanleihe. Von der neuen Dresdner Stadtanleihe (8proz. Schatzan-
weisüngen von 1929) sind bis Ablauf der Zeich- nungsfrist von dem aufgelegten Gesamtbeträge von 20 Millionen Mark reichlich 11 Millionen Mark fest gezeichnet. Da die Nachfrage anhält, wird die Anleihe unter denselben Zahlungsbedingungen durch das Konsortium weiter verkauft, so daß fernerhin Zeichnungen bei der Zeichnungsstelle erfolgen können.
• D i e Emelka bleibt selbständig. Von informierter Seite wird dem WTB.-Han- delsdienst mitgeteilt: Die Verhandlungen, die zwischen einem unter Führung der Commerz- und Privatbank A.-G. stehenden Konsortium einerseits und 'der Mehrheitsgruppe des Emelka-Konzerns anderseits geführt wurden, find zu einem erfolgreichen Abschluß gekommen. Dadurch gehen die bisher im Besitz der Herren Kommerzienrat Kraus und v. Lustig befindlichen Aktien auf das genannte Konsortium über. Durch diese Transaktion sind alle bisher in der Presse- erfolgten Verlautbarungen über anderweitige Kombinationen hinfällig geworden. Die Selbständigkeit des Emelka-Konzerns bleibt gewährleistet. Die Fortführung des Unternehmens soll unter Erweiterung des bisherigen Jnteressenkreises und unter besonderer Berücksichtigung ter in Deutschland durch den Tonfilm neugeschaffenen Situation erfolgen. Es dürfte in diesem Zusammenhang beabsichtigt sein, die bereits bestehenden Beziehungen zwischen dem Emelka-Konzern und der deutschen Tobis und Klangfilmgruppe noch intensiver zu gestalten. ,
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 24. Sept. Tendenz freundlich. — Zu Beginn des offiziellen Verkehrs machte die Besserung und allgemeine Beruhigung der Döufenstimmung weiter erhebliche Fortschritte, wozu die neue Erklärung der D a nken wesentlich beitrug. Auf den Hauptmärkten konnten sich neue etwa ein- bis dreiprozentige Kurserhöhungen durchsetzen, da neben den weiteren Deckungsiäufen der Kulisse von außen her einige gute Käufe vorgenommen wurden, namentlich in Farben», Montan- und Elektrowerten. Auf den anderen Marktgebieten war die Umsahtätigkeit merklich geringer; wenn auch verschiedentlich Kundenorders Vorgelegen haben sollen, so waren sie meist zu niedrig limitiert, um zur Ausführung zu kommen. Außerdem wirkte die Ausdehnung des Londoner Hatrh-Skandals weiterhin als retardierendes Moment. Im einzelnen tonnten Farben gegen den Abendbörsenkurs 0,5 Proz. anziehen. Am E l e f t r o m arkt waren A E G., Licht und Kraft, Schuckert und Siemens bis 3 Proz. gebessert. Stärker hervor traten Derger mit einem Kursgewinn von 9,5 Proz. Arn Montanrnarkt waren Mannesmann. Phönix und R h e i n st a h l reger verlangt, bei zwei- bis dreiprozentigen Besserungen. Ueber den Durchschnitt hinaus gesteigert waren Deutsche Linoleum mit plus 5Prozent, ferner Kaliaktien bis plus 4 Prozent, da die Kali- absatzschätzungen heute stärker beachtet wurden. Am Markte der Bankaktien war das Geschäft still bei meist gut behaupteten Kursen. Deutsche Dank jedoch 1,5 Prozent schwächer. Auch Schiffahrtswerte lagen still und im Kurse wenig verändert. M e t a l l w e r t e uneinheitlich. Scheideanstalt 1,5 Prozent höher, Metallgefellschaft dagegen nur positiv gehalten. 2 bis 3 Prozent fester lagen noch Deutsche Erdöl, Zellstoff Waldhof und G l a n z st o f f. Am deutschen Anleihen- markt bestand für Schutzgebiete weiter Interesse, bei erneut anziehenden Kursen. Auch Ablösungsschuld etwas höher. Ausländische Renten vernachlässigt. Im Verlaufe blieb die Stimmung fest, und die bevorzugten Werte erzielten weitere Gewinne von 1 bis 3 Prozent. Farben, die gegen den Anfang 1,5 Prozent gewannen, standen weiter im Vordergründe, außerdem Siemens, Schuckert, W a l d h o f und G l a n z st o f f. Der Geldmarkt war wenig verändert. Tagesgeld 6,5 Prozent. Am Devisenmarkt konnte der Markkurs etwas anziehen. Man nannte hier Mark gegen Dollar 4,1975, gegen Pfund 20,353, London gegen Kabel 4,8490, gegen Paris 123,86, gegen Mailand 92,64, gegen Madrid 32,8180, gegen Holland 12,086.
Daten für Mittwoch, 25. September.
Sonnenaufgang 5.50 Uhr, Sonnenuntergang 17.53 Uhr. — Mondaufgang 21.01 Uhr, Monduntergang 13.56 Uhr.
1555: Abschluß des Augsburger Religionsfriedens; — 1849: der Komponist Johann Strauß der Aeltcre in Wien gestorben.__________________________________
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuh 8,5 Prozent.
Frankfurt a M.
Berlin
--chluß- Kurs
l-Utjr Kur?
Schlich-1
Kur? 1
Anfang. Kur-
Datum
23.9.
24 9.
23.9.
24.9.
5% Dt. Reichsanleihe o. 1927 .
87,5
—
87,5
—
Dt. Anl.-Ablös.-Schuld mit AuS-
wI.-Rechien.........
——
53,45
53,13
53,5
DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte . . .
9,9
9,95
9,5
10
7% Franks. Hyp.-Bk. Goldps. iuv
kündbar bis 1932.......
85,5
—
—
—
4yt% Rheinische Hyp.-Bank ßiqu.- Goldps............
A.E.G. abg. BorkriegS-Obligation..
77,05
—
—
—
rückzahlbar 1932 ......
88,5
—
—
—
4% Schweiz. Bundeib^Anl.. . .
—
_
—
4% Oeslerreichiiche Goldrte.. . .
28
——
27,75
_
4,20% Oeslerr. Silberne.....
2,35
—
2,3
—
4% Lesterreich. etnbetU. Rte. . .
1,6
—
4% Ungarische Goldrte......
22,13
—
22,13
_
4% Ungarische StaatSr. v. 1910 .
19,5
—
19,75
—
4y,% dedgl. von 1913 .....
—
21,8
—
4% Ungarische Sronenrte.....
1,8
—
1,7
—
4% Xürt HoUanleihe v. 1911 . .
4% Türkische Bagdadbahn-Arü.,
7,25
—
7,35
—
Serie I...........
7,4
——
7,35
—
4% deSgl. Serie II.......
7,4
7.3
—
4% Rumänen convert. Rte. . . .
7,55
—
7,45
_
4J4% Rumänen Goldaul. von 1913
14,65
—
14,8
—
kMg. Deutsche Eisenbahn . . 4%
—-
«—
—»
_
Hamburg-Amerika Paket ... 7
Hamb.-Eüdam. Dampfsch. . . 8
114
114,4
113,4
113,25
—
—
175,5
Hansa Dampsschiss.....10
—
—
148
—
Norddeutscher Lloyd.....8
106,25
106,25
106
106,25
Allg. Deutsche Creditanst. . . 10
124
—
124
124,5
Barmer Bankverein .... 10
Berliner HandelSgcsellsch. . . 12
Commerz- und Privat-Blwk. 11
124
124,5
124,25
124,75
198
198
196
199
173,5
174
173,5
174
Darmst. u. Rattonalbauk . . 12
266,5
—
266
267
Deutsche Bank......10
163,5
162
162,5
161,75
Diskonto-Gesellschast Aul.. . 10
152
—
151,5
151,5
Dresdner Bank..... 1°
153
153,5
153
153,5
Melallban k..... 8
—
—
..................12
292
289,5
294
Datum
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- Kurs
23.9.
i-Uhr Kurs
24 9.
Schluß-! Kurs
23.9.
Ansang.
Kurs
24. 9.
A.E.G............o
Bergmann.........9
Elektr. Lieferungen.....10
Licht und Kraft ...... 10
Felten S Guilleaume. ... 7^
Gei. k. Elektr. Untern.. ... 10
Hamb. Elektr. Werke .... 10
Rhein. Elektr. ....... L
Schief. Elektr........10
Schuckert..... 11
Siemens & HalSls . • • • • 16
Transradto.........8
Lah«e yer & Co...... • 10
Buderus...... • • . B
Deutsche Erdöl.......6
Essener Steinkohle ...... 8
Gelsenkirchener ....... 8
Harpener...... . . • 0
Harsch Vien. ....... 6Vi
Ilse Bergbau ...... 10
Ülücknerwerke ......
Köln-Ncuessen........ 7
Mannesmann........ 7
ManSselder.........7
cberschlei. Eilend. Bedarf. . .
Cberlcfilcl. KolSwerke.....7
Phönir Bergbau......6%
Rheinische Braunkohlen. . . 10
Rnetnslahl ... ...... 6
Mebeck Montan......7,2
Bereinigte Stahlw. .....'
Ctaol Minen......16’/,
Kali Aschersleben.....1"
Kali Westeregeln..... 10
Kaliwerk Salzdetfurth ... 16
F.'G. Farben.Indüstrte ... 12
Dynamit Nobel ....... 6
Metallgefellschast. ...... 8
189,75
198
133
201
217
371
68
138,25 139
213
110
108,5 135
104
260
117
111,25
227,5
232,5 383
212
148
71
76
126
191,13
219,5
201 k~
219,13
373,5
110
138,5
112J>
110^5
106,13
120
69,25
230
236,5
387
212,5
149,5
78,75
125,5
188,13 210,5
163,25 196,5
133
202,5
140 142,5
177
213,9
368
139 165
67,5
106
137,75 136,75
138
123,5 212,5 109,25
120 106,75 135,5
78 98,75 102,25 258,5
114 121,25
110
68 225,75 230 382
208 99,25
70,25 75,13
125,5
101,5 219
166,75 201
133
205
141,25 144 181
219 373
141
169
70,25 109,25
140,5 139,25 141,25 126,75 214,75
112,5 123 111 136
80,5 102 6,5 264
120
113
69
229,5
236
386,4
212,75 100,25
71,75 78,5
125,5
Frankfurt a M.
Berlin
Lchluß-i Kurs
l-Uhr Kurs
Schluß- Kurs
Anfang. Kurs
Datum
23.9.
24.9.
23.9.
24 9.
Philipp Holzmann . .
Heidelberger Ee ment.
-
. 10
97,5
123,5
125
97,5
99,25
Gement Karlstadt . .
. 10
—
—
—
—
Wayß 4 Freitag. . .
. . 8
95,25
95,75
97
—
Schultheis Payenhofer
e
. 15
—
—
277,5
283
Ostwerke......
. 12
—
—
212
218
Ber. Gianzstoff . . .
■
e
. 18
299,5
302
297,5
303
Bemberg......
. 1-1
—
—
240,7
248
Sellftofi Waldhos . .
e
13%
—
229
226,75
230
fieUflofi Aschassenbura Charlottenburger Waffe
e
. 12
148,5
150
143,75
150
. . 8
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—
100,25
101,75
Dessauer Gas ....
. . 9
—
—
176,5
182,5
Daimler Motoren . .
. . V
44
45
43,25
45
Deutsche Maschtnen-Fabrü
. ■ 1
—
48
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Adlerwerle Klever . .
. . 0
39
—
39,5
40,5
Ludw. Loews ...»
. 10
—
--
192
194,5
Rat. Automobil . . .
. . 0
—
—
21,75
—
Orenstetn 4 Koppel .
M
. . 6
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—
80,5
82,25
Leonhard Tiey . . .
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—
—
196
—
Bamag-Meguin . . .
Franks. Maschinen . .
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47,5
—
—
Grigner......
. . 6
57
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57
Heyligensiaedt ....
9
—
—
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FungyanS. . . . • •
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60
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55,5
—
Lechwerke. . . . .
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105,75
105,75
—
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Maintrastwerke . . •
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106,5
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—
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Miag..... • .
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•
. 10
124
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123
124,5
Rekarsulmer . . . .
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—
PeterS Union . . . .
. . 8
—
——
—
Gebr. Roeder . . . .
. 10
108,5
—
—
—
Boigt 4 Haesfner . .
. . 9
222
——
222
—
Südd. Zucker ....
. 10
155
156,9
157,5
—
Banknoten.
Berlin, 23. September
Geld
Brief
Amerikanische Noten.....
4,1895
4,2095
58,10
58,34
111,45
iii .M
20,30
20,38
Berlin, 23. September
Geld
Brief
Französische Noten.....
Holländische Noten......
Italienische Noten ...... Norwegische Noten......
Deutsch-Ocsterr-, a il>0 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten ...... Schweizer Noten ....... Spanische Noten.......
Tscheüw'loivakische Noten .. Ungarische Noten......
Devisenmarkt Berlin
Telegraphische
16,405
167,88
21,96
111,48
58,91
2,477
112,05
80,66
61,81
12,385
73,05 •
-Frankfur
Aus za hl
16,465
168,56 22,04
111,92
59,15
2,497
112,49
80-, 98 62,05
12,445
73,35 t a. M. ung.
23. September
.4. September
Amtliche Notierung
Geld i Brier
Amtliche i Geld
ioticruna Brief
Amst.. Rott. Buen.-AircS Brss.-Antw. Christiania. Kopenhagen Stockholm ■ HclsingforS. Italien. . . London. . . 'Jicunort . . Paris.... Schweiz ». Spanien. . Japan . . . Rio de Jan. Wien in D-» Oest. abgcst. Prag Belgrad . . Budapest. . Bulgarien. Lissabon . Danzig. - . Konstantin. Athen. . Canada . . Uruguay. Cairo . .
168,22
1,75
58,29
111,67 111,70
112,32 10,54
21,94
20,33
4,19
16,42
80,87
61,93 2,00 0,49
58,98
12,42
7,38 73,17
3,03
18,73
81,31
2,03
5,42
4,15
4,09
20,86
168,56
1,76 58,41
111,89 111,92 112,14
10,56 21,98 20,37
4,20 16,46 81,03 62,05
2,00 0,49
59,10 12,44
7,39 .3,31
3,04 18,77 81,47
2,03 5,43
4,16
4,10
20,90
168,26 1,759
58,30
111,67
111,69
112,34
10,538
21,95 20,336 4,1945
16,41
80,855 61,97
2,013
0,4975
53,98
12,425
7,383 73,17
3,035
18,73
81,33
2,017
5,425
4,151
4,096
20,855
168,60 1,763 58,42
111,89 111,91
112,56 10,558
. 21,99 20,376 4,2025
16,45 81,015
62,09 2,017
0,4995
59,10 12,445
7,397 73,31 3,041 18,77 81,49
2,021
5,435
4,159 4,104
20,895


